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Registrierkartei. Die Erfindung bezweckt die Einrichtung von bibliothekarischen
Karteien, d. h. die bibliothekarische Unterbringung von Karteikarten in einer bisher
unerreichten Übersichtlichkeit. Der Erfindungszweck wird dadurch erreicht, daß innerhalb
jeder Registergruppe, die durch entsprechendes Abschneiden des am einen Rande jedes
Kartenblattes vorgesehenen Registerstreifens gewonnen ist, die am unteren Ende des
Kartenblattes vorstehenden Fahnen über die ganze Kartenbreite reichen, sei es nun
innerhalb einer einzigen Einzelkarte, sei es in einer sich über eine Mehrzahl von
Karten erstreckenden Quertreppenform.
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Zum Aufbau der neuen Registrierkartei dient eine Einheitskarte, welche
die übliche Lochung am linken Rande und am rechten Rande ein vollständiges zweireihiges
Register besitzt. Das Register enthält in der äußeren Reihe ständig wiederkehrend
denselben Leitbuchstaben oder dieselbe Leitzahl und in der inneren Reihe das vollständige
Buchstaben-Alphabet bzw. die Zahlen von o bis cg. Am unteren Rande der Karte sind
fünf leere Fahnen und am oberen Rande die üblichen Terminskalen vorgesehen.
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Durch Abschneiden oder Überkleben der überflüssigen Buchstaben oder
Zahlen des zweireihigen Registers kann jede zweistellige Buchstaben- oder Zahlenkombination
hergestellt werden, so daß mit einem Satz von 26 oder, falls auch die Vokale ä,
ö und ü gesondert auftreten sollen, mit einem Satz von 29 Karten jede Buchstabenkombination
und mit einem. Satz von io Karten jede zweistellige Zahlenkombination hergestellt
werden kann. Bei allen Karten, welche unter derselben Registerstufe abgelegt werden,
wird eine Fahnentreppe durch Abschneiden der überflüssigen Fahnen hergestellt.
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Die beiliegende Abb. i zeigt in schaubildliches Darstellung einen
größeren Stapel von Karteiblättern gemäß vorliegender Erfindung, und zwar in (zwecks
besserer Sichtbarkeit) etwas
auseinandergezogener Lage der einzelnen
Karten. Die Kartei enthält beispielsweise drei Gruppen von Karten A', A2,
A3. Die oberste Gruppe :11 betrifft Kunden, deren Namen mit Bad« anfangen,
und zwar vorläufig nur einen einzigen solchen Kunden »Bader«. Da jede Einzelgruppe
die volle Anzahl (hier 5 Stück) N amensfahnen in der Fahnentreppe aufweisen soll,
hat diese (oberste) Karte eine lebende Fahne F1 (links mit dem Namen »Bader«) und
vier tote Fahnen F'2 bis F5 (rechts daneben). Am rechten Registerrand der Karte
»Bader« sind die untersten Buchstabenpaare a w, a y, a x usw. des Registerstreifens
T abgeschnitten bis zur Kombination a e, so daß die Registertreppe mit der Kombination
a d beginnt und bis nach oben zur Kombination a a verläuft.
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Die zweitoberste Gruppe der dargestellten Kartei A 2 ist die Gruppe
Bag, die fünf verschiedene Karten- oder Treppenstufen enthält, nämlich die Kunden:
Bagal, Bagheim, Bagman, Bagstein, Baguhn. Dementsprechend hat jede Karte nur eine
lebende Fahne, und diese Fahnen F1 bis F5 schließen sich zu einer über die ganze
Gruppenbreite reichenden Fahnentreppe kontinuierlich aneinander. Am rechten Registerrand
sind aber (was wieder infolge der perspektivischen Überdeckung nicht zu sehen ist)
bei jeder der fünf Karten dieser Gruppe alle unteren Buchstabenpaare des Registerstreifens
T bis zu dem Paar a h. einschließlich fortgeschnitten, und die Registertreppe
beginnt mit der Kombination a g nach oben bis a a fortlaufend.
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Die drittoberste und zugleich unterste Gruppe A3 ist die Gruppe Bam.
Sie enthält im ganzen vorläufig nur die drei Kunden Bamag, Bamberger, Bambino. Es
muß also die letzte -(oberste) Karte dieser Gruppe außer der lebenden Fahne F3 mit
dem Kundennamen »Bambino,< noch zwei tote Fahnen F4 und F5 aufweisen, damit die
nötige Gesamtanzahl von (fünf) Fahnen in dieser Gruppe zustande kommt. Am rechten
Registerstreifen T sind bei jeder Karte dieser Gruppe alle unteren Buchstabenpaare
bis zu dem Paare a n einschließlich abgeschnitten, und die Registertreppe
beginnt mit del Kombination a ni. nach oben bis a a. fortlaufend.
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Wächst der Kundenkreis, beispielsweise durch Erwerb zwei neuer Kunden
namens »Badbergen( und »Badt«, so werden für diese die beiden in Abb.2 und 3 dargestellten
neuen Karten angelegt. Diese beiden Karten werden in die alte Kartei eingefügt in
der Gruppe A 1 über der alten Karte »Bader«, und an dieser alten Karte werden nun
die rechts von der Namensfahne »Bader« bisher vorhandenen vier toten Fahnen FZ bis
F° abgeschnitten, so daß fortan auch die Gruppe A 1 wieder die erforderliche Vollzahl
von (fünf) Fahnen hat, nämlich die drei lebenden Fahnen (Bader, Badberger, Badt)
und die zwei toten Fahnen rechts neben der Badtfahne an der gleichen »Badt«-Karte.
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Als besonders bemerkenswerte Eigentümlichkeit der neuen Registrierkartei
ergeben sich r. der eigenartige Aufbau der Registertreppe am rechten Rand, bei der
unter einer Treppenstufe immer alle Karten einer einzelnen Gruppe zusammengefaßt
sind, und 2. der eigenartige Aufbau der Fahnentreppe am unteren Rand, bei der jede
einzelne Gruppe, gleichgültig wieviel Karten sie hat, immer eine die ganze Breite
durchlaufende Fahnentreppe von der gleichen Anzahl Fahnen besitzt, derart, daß jede
einzelne Treppenstufe immer nur eine einzige Karte enthält.
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Die Vollständigkeit der Kartei oder das Fehlen von Karten sind immer
augenblicklich offensichtlich durch die Vollständigkeit oder die Unterbrechung der
Fahnentreppe. Das Karteiblatt eines jeden beliebigen Kunden (z. B. Bagheim) kann
augenblicklich aufgedeckt werden, indem man auf der rechten Registerrandtreppe die
dem Namen entsprechende Buchstabenkombination (z. B. Bag) tastenartig niederdrückt
und alle darüber befindlichen Karten nach links zur Seite schlägt. In der so freigelegten
»Bag«-Gruppe gehört dem gesuchten Kunden die durch die offen lesbare Namensfahne
»Bagheim« sofort greifbare zweitunterste Karte. Die Kartei kann entsprechend dem
allmählichen Wachsen des Geschäftes langsam Schritt für Schritt aufgebaut und erweitert
werden und ist doch in jedem Augenblick schon ein in sich abgeschlossenes, einheitlich
systematisiertes und durchgruppiertes Ganze.