-
Verfahren und Einrichtung zur beschleunigten Lösung von rechnerischen
Aufgaben. Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der den Gegenstand des
Patents 334571 bildenden Einrichtung.
-
Während genanntes Patent an die Benutzung der in besonderer Weise
vorbereiteten Belege, Verdienst- und Lohnbuchblätter gebunden ist, gestattet die
vorliegende Durchbildung der Erfindung eine allgemeine Anwendung in allen Fällen,
wo es sich um Beschleunigung und Vereinfachung von rechnerischen, statistischen
und ähnlichen Aufgaben und Problemen handelt, ohne daß eine bestimmte Anordnung
der die Ausgangsposten aufnehmenden Belege, Unterlagen usw. notwendig ist.
-
Die Erfindung beruht darauf, daß diese Einzelposten, um deren Zusammenfassung,
Addierung usw. es sich handelt, auf eine Ablesevorrichtung aufgereiht, in dieser
Reihenfolge zwangläufig auf eine mit der Ablesevorrichtung gekuppelte und die gestellte
Aufgabe mechanisch lösende Vorrichtung, Addiermaschine, Schreibmaschine usw. übertragen
werden.
-
Zwei Ausführungsformen der Erfindung sind in den beiliegenden Abbildungen
beispielsweise dargestellt, von denen Abb. i bis 3 die eine, Abb. 4 bis =o die andere
Ausführungsform verdeutlicht.
-
Abb. i zeigt die Vorderansicht der Ausführungsform i, Abb. z. eine
Seitenansicht derselben,
Abb. 3 einen senkrechten Schnitt durch
die Ablesev orrichtung.
-
Die vorliegende Einrichtung ist, wie gesagt, an die bestimmte Anordnung
der Ausgangsposten auf dazu vorbereiteten Blättern usw. nicht gebunden. Sie gestattet
ferner eine übersichtlichere und bequemere Ablesung als die Einrichtung des Hauptpatentes-,
sie ermöglicht, unter Einschaltung einer Kupplung in die die Ablesevorrichtung tragende
Spindel, die Ablesevorrichtung unabhängig von ihrem automatischen Antrieb in jede
beliebige Stellung zu bringen. Durch die horizontale Anordnung der die Ablesevorrichtung
tragenden Spindel wird es möglich gemacht, die Festhaltevorrichtung für die die
Ausgangsposten aufnehmenden Belege, Blätter usw. der jeweiligen Form dieser Belege
entsprechend einzustellen. Die Erfindung dient im übrigen vorzugsweise für die Bearbeitung
solcher P elege, wo die Zahlen auf dem unteren Rande verzeichnet sind.
-
Die als horizontale Trommel Z' ausgebildete Ablesevorrichtung ist
in den Büchsen 5' und 5b gelagert, und zwar einerseits auf dem halsartig
ausgebildeten Ansatz der einen Kupplungshälfte 2, die mit der Spindel ja fest verbunden
ist, anderseits auf der hohlen Spindel 6, und zwar ohne seitliches Spiel.
Die Kupplungshälfte 2 ist in den am Trommelboden befestigten Führungsring 3 geführt,
mit dem die zweite Kupplungshälfte 4 fest verschraubt ist. Der Stellring 7 ist auf
der Spindel ja unverrückbar fest. Zwischen diesen Stellring und die Kupplungshälfte
.¢ ist eine Feder 39 (Abb. i) eingeschaltet. Dadurch wird die Spindel ja mit der
Kupplungshälfte 2 in der Pfeilrichtung verschoben, kommt zum Eingriff mit der Kupplungshälfte
4 und nimmt die Trommel bei jedem Vorschub des Antriebes mit.
-
Unter Überwindung der Federkraft ist durch diese Kupplung die Möglichkeit
gegeben, ohne Rücksicht auf den automatischen Vorschub, durch Drehen der Trommel
von Hand aus diese nach beiden Seiten, da gleichschenklige Zähne an den Kupplungshälften
sitzen, in jede beliebige Lage einzustellen.
-
Die hohle Stellspindel 6 hat den Zweck, den Klemmring 8, der auf dem
Trommelumfang um die Gewindelänge der Stellspindel 6 verschiebbar ist, der verwendeten
Form der Belege, Blattbreite usw. entsprechend einzustellen. Zu diesem Zweck trägt
die Stellspindel 6 die Gewindemutter 9 mit fünf schlitzartigen Ansätzen, in denen
die Arme io verschraubt sind. Durch am Trägerumfang korrespondierend angebrachte
Schlitze ii greifen die Arme io in Ausnehmungen des Gleitringes 12, der mit dem
Klemmring 8 fest verbunden ist.
-
Das Festklemmen der eingelegten Belege in der Festhaltevorrichtung
8 geschieht in der aus Patent 334571 bekannten Art. Um eine rasche Auswechslung
der Trommel zu ermöglichen, dient die Hülsenkupplung 13 (Abb. 3), die auf dem der
Kupplung zugekehrten Ende der Spindel ib sitzt, und die durch Stift und Bajonettschlitz
15 mittels Verschiebung und kleiner Drehung in der äußersten Lage festgehalten werden
kann. Dies hat den Zweck, die Trommel ungehindert aus den Lagern 17 und 18 ausheben
zu können. Die Feder 16 drückt bei eingerückter Kupplung diese in der Pfeilrichtung
und sichert somit die richtige Mitnahme der Trommel mit der Treibspindel ib.
-
Um den Vorschub der Trommel der Zeilenweite entsprechend zu gestalten,
dient das in Abb. i dargestellte Stufengetriebe, das die Möglichkeit bietet, durch
Schaltung von sechs verschiedenen Geschwindigkeiten den Vorschub von 12 bis 24 mm
Zeilenabstand zu variieren. Von der @@ elle 2o des Schneckengetriebes wird durch
zwei Stirnräder 2i und 22 die Schaltwelle 23 angetrieben. Auf dieser, in einer Nut
verschiebbar und in einer Schaltgabel 7,4 gelagert, sitzt das Mitnehmerrad 25 mit
den entsprechenden Zwischenrädern 26 und 27, die es ermöglichen, den Eingriff in
die Stirnräder 28, 29 und 3o, die mit der Mitnehmerwelle 31 fest verbunden
sind, herzustellen. Von hier aus geht der Antrieb durch das Kettenrad 32, das durch
eine Stiftkupplung 33 ein- und ausgerückt werden kann, auf das Spannrad 34 und Kettenrad
i9, wodurch der Antrieb der Trommel Z' erfolgt. Zur Sicherung des Schalthebeleingriffs
dient der federnde Stift 36 mit Feder 35, der in entsprechende Ausnehmungen am Schaltgehäuse
eingreift und so ein unbeabsichtigtes Entkuppeln des Schalthebels verhindert.
-
Die Zwangläufi gkeit der Ablesung besorgt die Anzeigefahne 38, die
auf der Stange 37 schwenkbar gelagert ist. Sie wird einerseits durch die Feder F
in der äußersten Lage und durch den Anlegehebel H anderseits in der gewünschten
Entfernung von der Trommel gehalten.
-
In den Abb. .4 bis io ist eine zweite Ausführungsform der Erfindung
dargestellt.
-
Sie ist vorzugsweise dort verwendbar, wo man die die Ausgangsposten
enthaltenden Belege falten muß, um bestimmte Zahlen oder Zahlengruppen zusammenzufassen,
die nicht gerade am seitlichen oder unteren Rande der Belege verzeichnet sind. Das
würde bei der Ablesetrommel technisch sehr schwierig sein. Diese Ausführungsform
eignet sich daher auch vorzüglich für statistische Arbeiten, wo es ja darauf ankommt,
bestimmte Zahlen aus größeren Zusammenstellungen zusammenzufassen bzw. zusammenzuordnen.
-
Sie stellt im großen und ganzen eine Aufrollung der Ablesetrommel
in der Ebene in Form einer Tafel dar. Sie steht daher auch fest, und die Anzeigevorrichtung
ist mit der Addierma_
schine usw. gekuppelt und wird von dort aus
dem Zeilenabstand entsprechend verstellt.
-
Es stellt Abb. 4 eine Gesamtansicht der Vorrichtung und des Gerüstes
dar, welches die Ablesetafel aufnimmt.
-
Abb. 5 zeigt in vergrößertem Maßstabe die Führung für die Anzeigevorrichtung,
Abb. 6 eine Seitenansicht zu Abb. 5.
-
Abb. 7, 8 und g sind Konstruktionseinzelheiten für die Übertragung
der Bewegung auf die Anzeigevorrichtung.
-
Abb. xo ist eine Draufsicht auf die Ablesetafel.
-
Durch die Vorlegewelle 40 werden zwei Stirnräder 41: und 42 angetrieben.
Auf diesen sitzen zwei N , ocken 4311 und 43b, die die in den Schlitzen .45,
46 geführte Stange 44 hin und her schieben. Die Bewegung dieser Führungsstange wird
auf den um Zapfen 49 schwenkbaren Doppelhebel .I8 übertragen. Dieser Schwenkhebel
48 betätigt den Schwenkarm 5o (Abb. 7), der fest mit der Spindel 51 verbunden ist.
Diese ist wiederum fest verbunden mit dem Bügel 5--. Der Bügel 52 trägt vorne
Ansätze, die der Zeilenweite entsprechen. Zwei Ausleger 53 und 54, die mit dem Gestell
G verbunden sind, dienen einesteils zur Lagerung der Spindel 51, anderseits zur
Lagerung des Führungsrohres 55. Dieses Rohr ist durch seine ganze Länge geschlitzt
und dient zur Aufnahme der Führungshülse 56; sie ist mit einem Zapfen 57 versehen,
der den Hebel für die Anzeigefahne 58 trägt. Die Wirkungsweise ist folgende Der
Schwenkhebel 48 versetzt den Schwenkarm 50 in pendelnde Bewegungen, die sich
auf den die Zickzackführung enthaltenden Bügel 52 übertragen. Dadurch löst der gerade
festhaltende Zahn Z die Führungshülse 56 aus, welche um eine Zahnweite tiefer sinkt
oder springt. Es erscheint in der auf dem Zeigerarm sitzenden Zeigerfahne 58 eine
neue Zahl.
-
Falls mit der Rechenmaschine R aus irgendeinem Grunde allein gearbeitet
werden soll, so ist in dem Antriebsmechanismus auf der 4Ä elle .I0 und 40a eine
durch Fußtritt und Hebel 59
und 6o zu betätigende Ausrückkupplung eingeschaltet.
-
Die Tafel 62 ist auf dem Gestell G mit zwei Klammern 67 und 68 befestigt.
Auf einer Seite sind zum Festhalten der Belege federnde Spannbügel 63 angeschraubt.
Auf der anderen Seite sind zwei Lineale 64 und 65 mit Scharnieren 66 angebracht.
Die Lineale haben den Zweck, die mittels der federnden Spannbügel 63 festgehaltenen
Belege, Verrechnungsblätter usw. auch auf der anderen Seite niederzuhalten.