DE410332C - Verfahren und Einrichtung zur beschleunigten Loesung von rechnerischen Aufgaben - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur beschleunigten Loesung von rechnerischen Aufgaben

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DE410332C
DE410332C DEL60450D DEL0060450D DE410332C DE 410332 C DE410332 C DE 410332C DE L60450 D DEL60450 D DE L60450D DE L0060450 D DEL0060450 D DE L0060450D DE 410332 C DE410332 C DE 410332C
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Description

  • Verfahren und Einrichtung zur beschleunigten Lösung von rechnerischen Aufgaben. Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der den Gegenstand des Patents 334571 bildenden Einrichtung.
  • Während genanntes Patent an die Benutzung der in besonderer Weise vorbereiteten Belege, Verdienst- und Lohnbuchblätter gebunden ist, gestattet die vorliegende Durchbildung der Erfindung eine allgemeine Anwendung in allen Fällen, wo es sich um Beschleunigung und Vereinfachung von rechnerischen, statistischen und ähnlichen Aufgaben und Problemen handelt, ohne daß eine bestimmte Anordnung der die Ausgangsposten aufnehmenden Belege, Unterlagen usw. notwendig ist.
  • Die Erfindung beruht darauf, daß diese Einzelposten, um deren Zusammenfassung, Addierung usw. es sich handelt, auf eine Ablesevorrichtung aufgereiht, in dieser Reihenfolge zwangläufig auf eine mit der Ablesevorrichtung gekuppelte und die gestellte Aufgabe mechanisch lösende Vorrichtung, Addiermaschine, Schreibmaschine usw. übertragen werden.
  • Zwei Ausführungsformen der Erfindung sind in den beiliegenden Abbildungen beispielsweise dargestellt, von denen Abb. i bis 3 die eine, Abb. 4 bis =o die andere Ausführungsform verdeutlicht.
  • Abb. i zeigt die Vorderansicht der Ausführungsform i, Abb. z. eine Seitenansicht derselben, Abb. 3 einen senkrechten Schnitt durch die Ablesev orrichtung.
  • Die vorliegende Einrichtung ist, wie gesagt, an die bestimmte Anordnung der Ausgangsposten auf dazu vorbereiteten Blättern usw. nicht gebunden. Sie gestattet ferner eine übersichtlichere und bequemere Ablesung als die Einrichtung des Hauptpatentes-, sie ermöglicht, unter Einschaltung einer Kupplung in die die Ablesevorrichtung tragende Spindel, die Ablesevorrichtung unabhängig von ihrem automatischen Antrieb in jede beliebige Stellung zu bringen. Durch die horizontale Anordnung der die Ablesevorrichtung tragenden Spindel wird es möglich gemacht, die Festhaltevorrichtung für die die Ausgangsposten aufnehmenden Belege, Blätter usw. der jeweiligen Form dieser Belege entsprechend einzustellen. Die Erfindung dient im übrigen vorzugsweise für die Bearbeitung solcher P elege, wo die Zahlen auf dem unteren Rande verzeichnet sind.
  • Die als horizontale Trommel Z' ausgebildete Ablesevorrichtung ist in den Büchsen 5' und 5b gelagert, und zwar einerseits auf dem halsartig ausgebildeten Ansatz der einen Kupplungshälfte 2, die mit der Spindel ja fest verbunden ist, anderseits auf der hohlen Spindel 6, und zwar ohne seitliches Spiel. Die Kupplungshälfte 2 ist in den am Trommelboden befestigten Führungsring 3 geführt, mit dem die zweite Kupplungshälfte 4 fest verschraubt ist. Der Stellring 7 ist auf der Spindel ja unverrückbar fest. Zwischen diesen Stellring und die Kupplungshälfte .¢ ist eine Feder 39 (Abb. i) eingeschaltet. Dadurch wird die Spindel ja mit der Kupplungshälfte 2 in der Pfeilrichtung verschoben, kommt zum Eingriff mit der Kupplungshälfte 4 und nimmt die Trommel bei jedem Vorschub des Antriebes mit.
  • Unter Überwindung der Federkraft ist durch diese Kupplung die Möglichkeit gegeben, ohne Rücksicht auf den automatischen Vorschub, durch Drehen der Trommel von Hand aus diese nach beiden Seiten, da gleichschenklige Zähne an den Kupplungshälften sitzen, in jede beliebige Lage einzustellen.
  • Die hohle Stellspindel 6 hat den Zweck, den Klemmring 8, der auf dem Trommelumfang um die Gewindelänge der Stellspindel 6 verschiebbar ist, der verwendeten Form der Belege, Blattbreite usw. entsprechend einzustellen. Zu diesem Zweck trägt die Stellspindel 6 die Gewindemutter 9 mit fünf schlitzartigen Ansätzen, in denen die Arme io verschraubt sind. Durch am Trägerumfang korrespondierend angebrachte Schlitze ii greifen die Arme io in Ausnehmungen des Gleitringes 12, der mit dem Klemmring 8 fest verbunden ist.
  • Das Festklemmen der eingelegten Belege in der Festhaltevorrichtung 8 geschieht in der aus Patent 334571 bekannten Art. Um eine rasche Auswechslung der Trommel zu ermöglichen, dient die Hülsenkupplung 13 (Abb. 3), die auf dem der Kupplung zugekehrten Ende der Spindel ib sitzt, und die durch Stift und Bajonettschlitz 15 mittels Verschiebung und kleiner Drehung in der äußersten Lage festgehalten werden kann. Dies hat den Zweck, die Trommel ungehindert aus den Lagern 17 und 18 ausheben zu können. Die Feder 16 drückt bei eingerückter Kupplung diese in der Pfeilrichtung und sichert somit die richtige Mitnahme der Trommel mit der Treibspindel ib.
  • Um den Vorschub der Trommel der Zeilenweite entsprechend zu gestalten, dient das in Abb. i dargestellte Stufengetriebe, das die Möglichkeit bietet, durch Schaltung von sechs verschiedenen Geschwindigkeiten den Vorschub von 12 bis 24 mm Zeilenabstand zu variieren. Von der @@ elle 2o des Schneckengetriebes wird durch zwei Stirnräder 2i und 22 die Schaltwelle 23 angetrieben. Auf dieser, in einer Nut verschiebbar und in einer Schaltgabel 7,4 gelagert, sitzt das Mitnehmerrad 25 mit den entsprechenden Zwischenrädern 26 und 27, die es ermöglichen, den Eingriff in die Stirnräder 28, 29 und 3o, die mit der Mitnehmerwelle 31 fest verbunden sind, herzustellen. Von hier aus geht der Antrieb durch das Kettenrad 32, das durch eine Stiftkupplung 33 ein- und ausgerückt werden kann, auf das Spannrad 34 und Kettenrad i9, wodurch der Antrieb der Trommel Z' erfolgt. Zur Sicherung des Schalthebeleingriffs dient der federnde Stift 36 mit Feder 35, der in entsprechende Ausnehmungen am Schaltgehäuse eingreift und so ein unbeabsichtigtes Entkuppeln des Schalthebels verhindert.
  • Die Zwangläufi gkeit der Ablesung besorgt die Anzeigefahne 38, die auf der Stange 37 schwenkbar gelagert ist. Sie wird einerseits durch die Feder F in der äußersten Lage und durch den Anlegehebel H anderseits in der gewünschten Entfernung von der Trommel gehalten.
  • In den Abb. .4 bis io ist eine zweite Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
  • Sie ist vorzugsweise dort verwendbar, wo man die die Ausgangsposten enthaltenden Belege falten muß, um bestimmte Zahlen oder Zahlengruppen zusammenzufassen, die nicht gerade am seitlichen oder unteren Rande der Belege verzeichnet sind. Das würde bei der Ablesetrommel technisch sehr schwierig sein. Diese Ausführungsform eignet sich daher auch vorzüglich für statistische Arbeiten, wo es ja darauf ankommt, bestimmte Zahlen aus größeren Zusammenstellungen zusammenzufassen bzw. zusammenzuordnen.
  • Sie stellt im großen und ganzen eine Aufrollung der Ablesetrommel in der Ebene in Form einer Tafel dar. Sie steht daher auch fest, und die Anzeigevorrichtung ist mit der Addierma_ schine usw. gekuppelt und wird von dort aus dem Zeilenabstand entsprechend verstellt.
  • Es stellt Abb. 4 eine Gesamtansicht der Vorrichtung und des Gerüstes dar, welches die Ablesetafel aufnimmt.
  • Abb. 5 zeigt in vergrößertem Maßstabe die Führung für die Anzeigevorrichtung, Abb. 6 eine Seitenansicht zu Abb. 5.
  • Abb. 7, 8 und g sind Konstruktionseinzelheiten für die Übertragung der Bewegung auf die Anzeigevorrichtung.
  • Abb. xo ist eine Draufsicht auf die Ablesetafel.
  • Durch die Vorlegewelle 40 werden zwei Stirnräder 41: und 42 angetrieben. Auf diesen sitzen zwei N , ocken 4311 und 43b, die die in den Schlitzen .45, 46 geführte Stange 44 hin und her schieben. Die Bewegung dieser Führungsstange wird auf den um Zapfen 49 schwenkbaren Doppelhebel .I8 übertragen. Dieser Schwenkhebel 48 betätigt den Schwenkarm 5o (Abb. 7), der fest mit der Spindel 51 verbunden ist. Diese ist wiederum fest verbunden mit dem Bügel 5--. Der Bügel 52 trägt vorne Ansätze, die der Zeilenweite entsprechen. Zwei Ausleger 53 und 54, die mit dem Gestell G verbunden sind, dienen einesteils zur Lagerung der Spindel 51, anderseits zur Lagerung des Führungsrohres 55. Dieses Rohr ist durch seine ganze Länge geschlitzt und dient zur Aufnahme der Führungshülse 56; sie ist mit einem Zapfen 57 versehen, der den Hebel für die Anzeigefahne 58 trägt. Die Wirkungsweise ist folgende Der Schwenkhebel 48 versetzt den Schwenkarm 50 in pendelnde Bewegungen, die sich auf den die Zickzackführung enthaltenden Bügel 52 übertragen. Dadurch löst der gerade festhaltende Zahn Z die Führungshülse 56 aus, welche um eine Zahnweite tiefer sinkt oder springt. Es erscheint in der auf dem Zeigerarm sitzenden Zeigerfahne 58 eine neue Zahl.
  • Falls mit der Rechenmaschine R aus irgendeinem Grunde allein gearbeitet werden soll, so ist in dem Antriebsmechanismus auf der 4Ä elle .I0 und 40a eine durch Fußtritt und Hebel 59 und 6o zu betätigende Ausrückkupplung eingeschaltet.
  • Die Tafel 62 ist auf dem Gestell G mit zwei Klammern 67 und 68 befestigt. Auf einer Seite sind zum Festhalten der Belege federnde Spannbügel 63 angeschraubt. Auf der anderen Seite sind zwei Lineale 64 und 65 mit Scharnieren 66 angebracht. Die Lineale haben den Zweck, die mittels der federnden Spannbügel 63 festgehaltenen Belege, Verrechnungsblätter usw. auch auf der anderen Seite niederzuhalten.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: x. Verfahren zur beschleunigten Lösung von rechnerischen Aufgaben nach Patent 33457=, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelposten, um deren Aufrechnung, Zusammenfassung, Addierung usw. es sich handelt, d. h. also die »Ausgangsposten« , auf eine Ablesevorrichtung aufgebracht und in der dadurch festgelegten Folge zwangläufig auf eine mit der Ablesevorrichtung gekuppelte, die Aufgabe mechanisch lösende Vorrichtung, Addiermaschine usw. übertragen werden.
  2. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die in an sich bekannter Weise als Ablesetrommel ausgebildete Ablesevorrichtung von einer wagerechten Spindel getragen ist.
  3. 3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z, gekennzeichnet durch Abrollung der Ablesetrommel nach Anspruch 2 in der Ebene, z. B. als -flache Ablesetafel und mechanische Führung der die zwangläufige Ablesung vermittelnden Anzeigevorrichtung, die mit der Addiermaschine usw. gekuppelt ist.
  4. 4.. Einrichtung nach Anspruch z und 2, gekennzeichnet durch Einschaltung einer Kupplung in die Trommelspindel, welche ohne Rücksicht auf den automatischen Betrieb derselben die Einstellung der Trommel in jede Ausgangsstellung gestattet.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch r und 2, gekennzeichnet durch Anwendung eines Stufengetriebes für die Bewegungsübertragung, welches entsprechend den verschiedenen einstellbaren Geschwindigkeiten eine Anpassung des Trommelvorschubes an die jeweilige Zeilenweite ermöglicht.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Belege festhaltende Klemmring in der Längsrichtung der Trommelspindel verschiebbar ist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch z und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeigerfahne automatisch dadurch um den Zeilenabstand verschoben wird, daß man eine Führungsstange, deren senkrechter Innenschlitz mit abwechselnd versetzten Absätzen versehen ist, in pendelnde Bewegung versetzt, so daß die Zeigerfahne auf diese Zakken, deren Abstand dem Zeilenabstand entspricht, herabgleitet.
DEL60450D 1924-06-17 1924-06-17 Verfahren und Einrichtung zur beschleunigten Loesung von rechnerischen Aufgaben Expired DE410332C (de)

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