DE4105165C2 - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
- A61C8/00—Means to be fixed to the jaw-bone for consolidating natural teeth or for fixing dental prostheses thereon; Dental implants; Implanting tools
- A61C8/0012—Means to be fixed to the jaw-bone for consolidating natural teeth or for fixing dental prostheses thereon; Dental implants; Implanting tools characterised by the material or composition, e.g. ceramics, surface layer, metal alloy
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Description
Die Erfindung betrifft ein Zahnwurzelimplantat gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einem notwendig werdenden Eingriff zum Einsetzen
eines solchen Implantates in der Alveole des
Kieferknochens wird zunächst der betroffene Zahn
samt Wurzel entfernt. Nach erfolgter Reinigung und
ggf. Ausfräsung des knöchernen Zahnfaches kann der
Schaft eines bekannten Zahnwurzelimplantates (DE 35 31 389
A1) in das Zahnfach gesetzt werden, in den
aufgrund der darin vorgesehenen Öffnungen im Laufe
der Zeit der Knochen einwachsen soll, so daß das
Implantat dauerhaft in der Alveole fixiert werden
soll. Kommt es dabei trotz höchster Sorgfalt in
hygienischer Hinsicht zu einer Entzündung im Bereich
des betroffenen Zahnfaches, bleibt in der Regel nur
ein Revisionseingriff übrig. Darüber hinaus wurde
festgestellt, daß die knöcherne Einlagerung des
bekannten Implantates nicht befriedigend stabil ist.
Der Grund hierfür dürfte in Mikroscherbewegungen des
Implantatschaftes gegenüber dem Knochen liegen bei
Beißbewegungen, da diese mehr oder weniger
unbeeinflußt vom Implantatkopf weiter in den Schaft
geleitet werden.
Ein gattungsgemäßes Zahnwurzelimplantat ist bekannt
geworden aus der DE 37 38 045 A1. Der Schaft dieses
Implantates besteht aus einem Metallmaschenwerk mit
einer Maschenweite von 30 bis 1000 µm. Diese
Maschenweite ist so dimensioniert, daß
Knochenmaterial in den Implantatschaft einwachsen
und das Implantat dauerhaft fixieren soll. Dieses
Implantat weist die gleichen Nachteile wie jenes
gemäß der erstgenannten Druckschrift auf.
Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, ein Zahnwurzelimplantat
anzugeben, bei dem die vorerwähnten Probleme nicht
auftreten, also für eine hinreichend stabile
Verankerung im Knochenbett gesorgt ist bei
gleichzeitig gegebener Möglichkeit, evtl.
auftretende Entzündungsherde zu behandeln, ohne
notwendigerweise einen Revisionseingriff durchführen
zu müssen.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein
Zahnwurzelimplantat, welches gemäß den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1
ausgebildet ist. Vorteilhafte Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Demgemäß durchgreift den Kopf des Implantats eine
bis zu dem hohlen Schaft reichende
Längsdurchbohrung. Ziel der beschriebenen Ausbildung
des Schaftes ist nicht die Einlagerung von
Knochenmaterial zur Fixierung des Implantats, die im
übrigen - wie an Hand der bekannten Implantate
weiter oben beschrieben - ohnehin nicht befriedigend
wäre auf Grund der Mikroscherbewegungen des Schaftes
in dem knöchernen Zahnfach. Vielmehr ist die
Ausbildung des Schaftes als offenes Netzwerk im
Zusammenhang mit der Durchbohrung des Kopfes zu
sehen:
Nach Entfernung der Suprastruktur kann eine Kanüle
in diese Bohrung gesetzt werden und ein Antiseptikum
in das Knochenlager durch das offene maschenförmige
Netzwerk des Schaftes geleitet werden, so daß einem
möglichen Infektionsherd entgegengewirkt werden kann.
Wenn also der Schaft - wie ausgeführt - nichts zur
knöchernen Fixation des Implantates beiträgt,
stellt sich freilich die Frage, wie das Implantat
dauerhaft in der Alveole befestigt wird.
Erfindungsgemäß ist hierzu vorgesehen, daß der Kopf
in bezug auf die Schaftachse schräg verlaufende
Anlageflächen aufweist, die sich gegen das knöcherne
Bett legen und die bei Kaubewegungen auftretende
Belastungen direkt am Eingang des Zahnfaches in die
Alveole einleiten. Die Anlageflächen des Kopfes
weisen eine offenzellige Struktur auf, durch die
hindurch knöchernes Material zur Dauerfixation
wachsen kann. Dabei wirken die Belastungskräfte auf
Grund von Kaubewegungen wachstumsfördernd für das
Knochenmaterial, da diese direkt in den Knochen
eingeleitet werden und diesen dadurch in bekannter
Weise zur Zellbildung anregen.
Die schrägen Anlageflächen sind gemäß eines ersten
Vorschlages die Außenflächen des als Trapez
ausgebildeten Kopfes. In diesem Falle kommt der Kopf
also wie ein Pfropf in der Öffnung des Knochenlagers
zu liegen und füllt einen vorhandenen Defekt im
Knochen aus.
Gemäß eines weiteren Vorschlags ist der Kopf
pilzförmig ausgebildet. Die schrägen Anlageflächen
sind dann gebildet aus den Flächen an der
Pilzhutunterseite.
Die Wahl der einen oder anderen Kopfform des
Implantates hängt ab vom jeweiligen Zustand des
Kieferknochens.
Die Offenzelligkeit der Anlageflächen des Kopfes
kann durch eine retikulierte Filterstruktur gegeben
sein, wie sie beispielsweise durch das deutsche
Patent P 39 17 033 hergestellt werden kann. Diese
Struktur wird bevorzugt bei weicherem
Knochenmaterial der Alveole. Die Offenzelligkeit der
Anlageflächen kann alternativ gegeben sein durch ein
offenes maschenförmiges Netzwerk, wie es schon bei
der Ausbildung des Schaftes des Implantates
vorgesehen ist. Diese Ausführungsform kann
vorteilhaft bei stabilem Knochenmaterial der Alveole
eingesetzt werden.
Die Anlageflächen des Kopfes sind vorteilhaft so
geneigt, daß sie in etwa senkrecht auf der
bevorzugten Wachstumsrichtung des Knochens stehen,
damit die Fixierung des Implantats möglichst rasch
erfolgt.
Bei der Ausbildung des Kopfes als Trapez bedeutet
dies eine Neigung der Anlageflächen um 30 bis 50°
zur Hauptachse des Implantats zu dessen Oberende
hin. Bei der pilzförmigen Ausbildung des Kopfes
bedeutet dies eine Neigung der Anlageflächen um 30
bis 50° zur Hauptachse des Implantats zu dessen
Unterende hin.
Die den Kopf des Implantates durchgreifende Bohrung
ist vorteilhaft eine sich in Richtung auf den Schaft
konisch verjüngende Bohrung. Damit dient diese
Bohrung nicht nur der Einleitung einer
antiseptischen Flüssigkeit, sondern kann
gleichzeitig die Lagerung der Suprastruktur
übernehmen, die in diesem Falle mit einem konischen
Zapfen versehen ist, so daß zwischen dem Implantat
und der Suprastruktur eine konische Verklemmung in
an sich bekannter Art und Weise hergestellt werden
kann.
Sollte sich trotz aller Maßnahmen doch eine
Infektion im Zahnbett festsetzen, wird unter
Umständen ein Revisionseingriff nötig. Um auch
diesem Fall Rechnung tragen zu können, ist gemäß
einer vorteilhaften Weiterbildung am Unterende des
Schaftes eine Gewindebohrung vorgesehen, in die ein
Extraktionsgewinde eingeschraubt werden kann. Dieses
wird durch die Durchbohrung im Kopf des Implantates
hindurchgeführt und mit der erwähnten Gewindebohrung
verschraubt. Nach Ansatz eines geeigneten Werkzeuges
an das Extraktionsgewinde und Abstützen des
Werkzeugs am Kieferknochen kann das Implantat unter
Kraftanwendung aus dem Zahnbett herausgehebelt
werden.
Die Erfindung wird anhand einiger
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Hierbei zeigt:
Fig. 1 Eine Aufsicht (a), eine Seitenansicht (b)
und eine Schnittansicht (c) einer ersten
Ausführungsform des Zahnwurzelimplantats,
Fig. 2 die entsprechenden Ansichten einer zweiten
Ausführungsform,
Fig. 3 die entsprechenden Ansichten einer dritten
Ausführungsform, und
Fig. 4 die entsprechenden Ansichten einer vierten
Ausführungsform.
Nachfolgend sind entsprechende Teile mit denselben
Bezugszeichen versehen.
Das Zahnwurzelimplantat gemäß Fig. 1 weist einen
metallischen Schaft 1 und ein einstückig mit diesem
ausgebildeten Kopf 2 auf. Der Kopf 2 wird durchsetzt
durch eine sich zum Unterende des Schaftes 1
verjüngende Bohrung 3, die im Bedarfsfalle zum
Einleiten einer antibakteriellen Lösung sowie zur
Aufnahme einer mit einem konischen Zapfen versehenen
Suprastruktur dient, die dann in der Bohrung 3
mittels einer konischen Verklemmung gehalten wird.
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Kopf 2
trapezförmig ausgebildet, wobei die Schenkel des
Trapezes Anlageflächen 7 ausbilden, die an dem
Knochen in dem für die Implantation vorgesehenen
Zahnbett zu liegen kommen. Die Anlageflächen 7 sind
so geneigt, daß sie in etwa senkrecht auf der
Hauptwachstumsrichtung des Knochenmaterials zu
liegen kommen.
Bei diesem ersten Ausführungsbeispiel besteht der
ganze Kopf 2 aus einer Struktur eines retikulierten
Filters, in dessen offene Zellen Knochenmaterial
infiltrieren kann.
Der Schaft 1 besteht aus einem offenen
maschenförmigen Netzwerk. Durch im Bedarfsfall durch
die Bohrung 3 eingeleitete Desinfektionsflüssigkeit
kann diese ohne Schwierigkeit durch die Maschen des
Netzwerkes des Schaftes 1 an den benachbarten
Knochen treten, um dort eventuelle Entzündungsherde
auszuschalten.
Am unteren Ende des Schaftes 1 ist eine
Gewindebohrung 4 vorgesehen, in die ein nicht
dargestelltes Extraktionsgewinde schraubbar ist.
Dieses wird von oben durch die Bohrung 3 in Kopf 2
durch den Schaft 1 bis zur Gewindebohrung 4 geführt
und mit dieser verschraubt. Mittels eines geeigneten
Werkzeugs, das sich am Kieferknochen abstützt, wird
dann im Bedarfsfall das Implantat an dem
Extraktionsgewinde aus dem Zahnbett gezogen.
Fig. 2 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform. Die
Abwandlung gegenüber jener gemäß Fig. 2 besteht
darin, daß der Kopf 2′ aus einem offenen
maschenförmigen Netzwerk besteht. Diese
Ausführungsform kann insbesondere bei stabilem
Knochenmaterial der Alveole zum Einsatz kommen. Auch
hierbei schließen die Anlageflächen 7′ einen solchen
Winkel ein, daß sie nach dem Einsetzen in die
Alveole in etwa senkrecht auf der
Hauptwachstumsrichtung des Knochenmaterials stehen.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform des
Zahnwurzelimplantats, bei dem der Kopf 5 eine
pilzförmige Gestalt aufweist. Die Anlageflächen 6
sind hierbei durch die Unterseiten des Pilzhutes
gebildet. Diese sind so geneigt, daß sie wiederum in
etwa senkrecht auf der Hauptwachstumsrichtung des
Knochenmaterials zu liegen kommen. Der pilzförmige
Hut 5 weist in diesem Ausführungsbeispiel wiederum
eine durchgängige Struktur eines retikulierten
Filters auf.
Fig. 4 schließlich zeigt ein weiteres
Ausführungsbeispiel, bei dem der Kopf 5′ wiederum
pilzförmig ausgebildet ist. Auch hierbei sind die
Anlageflächen 6′ wiederum gebildet aus den
Pilzhut-Unterseiten. Auch hierbei sind diese so
geneigt, daß sie senkrecht auf der
Hauptwachstumsrichtung des Knochenmaterials zu
liegen kommen.
Allen dargestellten Ausführungsbeispielen des
Zahnwurzelimplantats ist gemeinsam, daß ohne
Revisionseingriff eine Behandlung von möglicherweise
auftretenden Infektionen möglich ist, und daß eine
sichere Verankerung mit dem Kieferknochen
gewährleistet ist.
Claims (9)
1. Zahnwurzelimplantat, bestehend aus einem in die
Alveole einsetzbaren metallischen Schaft (1) und
einem einstückig mit diesem ausgebildeten Kopf
(2, 2′, 5, 5′), mit dem lösbar eine
Suprastruktur verbindbar ist, bei dem der Schaft
(1) hohl ist und aus einem offenen
maschenförmigen Netzwerk besteht,
gekennzeichnet durch
eine Längsdurchgangsbohrung (3) im Kopf (2, 2′,
5, 5′), die bis hin zum hohlen Schaft (1) reicht,
und schräg zulaufende Anlageflächen (6, 6′, 7,
7′) des Kopfes in bezug auf den Schaft (1),
welche aus einem offenzelligen Material bestehen
und an denen die Alveole zu liegen kommt.
2. Zahnwurzelimplantat nach Anspruch 1, bei dem die
schräg zulaufenden Anlageflächen (7, 7′) die
Schenkel eines als Trapez ausgebildeten Kopfes
(2, 2′) sind.
3. Zahnwurzelimplantat nach Anspruch 2, bei dem die
Schenkel des trapezförmigen Kopfes (2, 2′) einen
Winkel zur Hauptachse im Bereich von 30 bis 50°
zum Kopfende hin einschließen.
4. Zahnwurzelimplantat nach Anspruch 1, bei dem die
schräg zulaufenden Anlageflächen (6, 6′) die
Unterseite des pilzförmig ausgebildeten Kopfes
(5, 5′) sind.
5. Zahnwurzelimplantat nach Anspruch 4, bei dem die
Anlageflächen (6, 6′) einen Winkel zur
Hauptachse im Bereich von 30 bis 50° zum
Schaftende hin einschließen.
6. Zahnwurzelimplantat nach einem der Ansprüche 1
bis 5, bei dem die Anlageflächen (6, 7) die
Struktur eines retikulierten Filters aufweisen.
7. Zahnwurzelimplantat nach einem der Ansprüche 1
bis 5, bei dem die Anlageflächen (6′, 7′) die
Struktur eines offenen maschenförmigen
Netzwerkes aufweisen.
8. Zahnwurzelimplantat nach einem der Ansprüche 1
bis 7, bei dem die im Kopf (2, 2′, 5, 5′)
vorgesehene Bohrung (3) eine sich zum Schaftende
hin verjüngende Bohrung ist.
9. Zahnwurzelimplantat nach einem der Ansprüche 1
bis 8, bei dem am Unterende des Schaftes (1)
eine Gewindebohrung (4) vorgesehen ist, in die
ein Extraktionsgewinde schraubbar ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE4105165A DE4105165A1 (de) | 1991-02-20 | 1991-02-20 | Zahnwurzelimplantat |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE4105165A DE4105165A1 (de) | 1991-02-20 | 1991-02-20 | Zahnwurzelimplantat |
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Family
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Family Applications (2)
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