DE410603C - Fadenspannvorrichtung fuer Rundstrickmaschinen - Google Patents

Fadenspannvorrichtung fuer Rundstrickmaschinen

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DE410603C DEH94164D DEH0094164D DE410603C DE 410603 C DE410603 C DE 410603C DE H94164 D DEH94164 D DE H94164D DE H0094164 D DEH0094164 D DE H0094164D DE 410603 C DE410603 C DE 410603C
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Description

Bei Strumpf-Rundstrickmaschinen mit umlaufendem Schloßmantel und Einrichtung zur Herstellung der Doppelsohle und Hochferse wird der Grundfaden und der für ä Doppelsohle und Ferse gemeinsame Verstärkungsfaden durch je eine Fadenwippe hindurchgeführt. Wird nun halboffen (Ferse oder Spitze) gearbeitet, so werden die zu lang abgezogenen zwei Fadenstücke zurückgeholt, indem die Federn der Fadenwippen diese Wippen und damit die zwei Fadenstücke zwischen Nadel und Fadenklemmen nach oben ziehen, zugleich auch die beiden unter Federdruck stehenden zugehörigen Fadenklemmen schließen und dadurch den weiteren Zulauf der beiden Fäden hemmen. Beim Weiterarbeiten verarbeiten die strikkenden Nadeln zunächst diese zurückgeholten zwei Fadenstücke, wobei die Wippen wieder nach unten gezogen werden. Die Messer der Wippen greifen wieder zwischen die Klemmscheiben, öffnen diese dadurch, so daß die Fadenklemmung aufgehoben wird und die zwei Fäden wieder frei zulaufen können. Auch beim Rundarbeiten (das Arbeiten des Längens mit der Hochferse sowie der Doppelsohle) setzt sich das Spiel dei Wippen fort, so daß die zwei Fäden dauernd mit ungleicher Klemmung den Nadeln zu- ] laufen. Durch diese wechselnden Fadenspannungen entstehen aber nicht gleichmä- ■ ßige, sondern lockerere und festerereMaschenreihen und dadurch kurze und lange Striutnpflängen. Außerdem reibt der im Inneren des Längens flott liegende Verstärkungsfaden dauernd am Innenrand des Platinenkranzes und reißt dadurch leicht ab, so daß er bei Beginn der Hochferse oder der Doppelsohle keine Verbindung mehr mit der Ware .
hat und von den Nadeln nicht gefangen werden kann. :
Um nun die beim Rundarbeiten unerwünschte spannende Wirkung der Fadenwippen und die ungleiche Klemmung der zwei Fäden aufzuheben, müssen die Fadenklemmen dauernd durch die Messer der Fadenwippen geöffnet bleiben, so daß die zwei Fäden ohneKlemmung frei zulaufen können. Dieses Offenbleiben der Fadenklemmen beim Rundarbeiten wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Fadenwippen während dieser Arbeit niedergehalten werden, indem sie unter Einfluß einer Sperrvorrichtung stehen, daß dagegen beim Halboffenarbeiten die Sperrung der Wippen aufgehoben wird.
Es stellen dar: Aibb.i und ia das umlaufende Wippenlager und die Betätigungsteile der Wippensperre in Ansicht mit niedergedrückten Wippen, geöffneten Klemmen und den zwei frei zulaufenden Fäden.
Abb. 4 und 4a dieselbe Anordnung mit hochstehenden Wippen, geschlossenen Fadenklemmen und zurückgeholten geklemmten Fäden.
Abb. 2 eine Draufsicht dieser Anordnung.
Abb. 3 die Ein- und Auslegeschienen für den Wippensperrfmger, die an der Vorrichtung zum Ein- und Auslegen des Verstärkungsfadens der Ferse und Spitze und der Hochferse und Doppelsohle angebracht sind.
Auf dem umlaufenden Fadenführerständer ι (Abb. ι und 4) ist das Böckchen 2 mit den Ansätzen a, b, c, d angeordnet. Im Absatz α sitzt drehbar der Bolzen 3, auf dessen einer Seite der Daumen 4 und auf der anderen Seite der Sperrfinger 5 befestigt sind. Am Ansatz σ sitzt die Walze 6, in welcher die Federspannhaken 7 und 8 verstellbar angeordnet sind. Mit letzteren wird die Spannung der Federn 9 und 10, welche an den Fadenwippen 11 und 12 für
den Grundfaden G und den Verstärkungsfaden Sp angreifen, eingestellt. Diese Fadenwippen Ii und 12 lagern gelenkig auf dem Bolzen 13 des Ansatzes b und haben je einen messerartigen Ansatz 14 und 15 sowie an der aus Draht hergestellten Verlängerung die Ösen 16 und 17. Die Messer 14 und 15 greifen in die Fadenklemmen 18 und 19, die durch die auf den Zapfen 22/23 sitzen-
den Muttern und Federn 20 und 21 der Fadeneigenschaft entsprechend verschieden stark geklemmt werden können. Auf den Ansätzen d sind die Leithaken 24/25 angeordnet.
An dem Fadenführerständer 1 ist außerdem der Bremsbügel 26, an welchem der Sperrfinger 5 schleift und dessen äußerste Stellungen fixiert, befestigt.
An der im Lager 31 (Abb. 3) verschiebbaren Stange 27 sitzen fest verschraubt die Führungsschienen 28 und 29. Der Stellring 30 fixiert diese Stange 27 in ihrer tiefsten Stellung. Unterhalb der Stange 27 greift lose der Doppelhebel 32 an, der gelenkig an dem Böckchen 33 der Maschinenwand 34 sitzt und mit seinem Bolzen in die Kupplungsmuffe 36 der stehenden Maschinenwelle 37 eingreift. Auf Stange 27 ist außerdem der eine hier nicht in Frage kommende Anschlag zum Auslegen des Fadenführers für die Doppelsohle und Hochferse und dieFerse und Spitze befestigt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Von den nicht gezeichneten Spulen und Spulenständern läuft der Grundfaden G und der Verstärkungsfaden Sp lose um die Leithaken 24/25, zwischen den Fadenklemmen 18/19 hindurch, durch die ösen 40/41, die Fadenwippenösen 16/17 und die ösen 42/43 in die beiden nicht gezeichneten Fadenführer.
Bei Beginn des Rundarbeitens, also bei Herstellung sowohl des glatten Längens mit der Hochferse als auch der Doppelsohle, werden durch die Fäden G und Sp die Wippen 11 und 12 unter Spannen der Federn 9/10 nach unten gezogen in die Stellung nach Abb. ι und ia. Dabei öffnen die messerartigen Ansätze 14/15 die Fadenklemmen 18/19, so daß beide Fäden frei durch die Klemmen 18/19 hindurchlaufen. Gleichzeitig wird durch die von der Maschine betätigte Vorrichtung die Stange 27, an welcher auch der Anschlag zum Auslegen des Fadens bei der Herstellung der Doppelsohle und Hochferse, was bei diesem Teil des Längens bekanntlich bei jedem Umgang der Maschine stattfindet, angebracht ist, und auch die an 2y befestigten Führungschienen 28/29 so hoch geschoben, daß der Finger 4 (Abb. 1 und 2) auf das untere Führungsstück 28 aufläuft, wodurch sich der Sperrfinger 5 auf die Wippen 11/12 legt und letztere in der tiefen Lage festhält und somit ein Spielen der Wippen 11/12 und damit ein Zusammenpressen der Klemmen 18/19 und eine Hemmung der Fäden G und Sp verhindert. Es können dadurch keine lockereren oder festereren Maschen und damit keine kürzereren oder längereren Strumpflängen entstehen.
Soll vom Rundarbeiten auf das Halboffenarbeiten (Herstellung der Ferse und Spitze) übergegangen werden, so wird die Stange 27 durch die vorerwähnten Mittel und damit auch die Führungsschiene 29 gesenkt, so daß der Daumen 4 nach unten gedrückt wird, wodurch der Sperrfinger 5 sich von den Wippen n/12 abhebt und die Wippen 11/12 in die höchste Stellung gehen (Abib. 4 und 4a). Beide Fadenwippen sind also freigegeben und können in bekannter Weise auf- bzw. abwippen, so daß sich die Klemmen schließen.
Die Einrichtung zum Ein- und Auslegen des Verstärkungsfadens für Doppelsohle- und Hochfersearbeiten, wobei dieses Wechseln bei jedem Rundgang der Maschine stattfindet, ist bekannt, sie ist nicht in der Zeichnung dargestellt, da sie für die vorliegende Erfindung nicht in Frage kommt. Sie ist jedoch wie bereits erwähnt, an der gezeichneten Stange 27 angebracht.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Fadenspannvorrichtung für Rundstrickmaschinen mit umlaufendem Schloßmantel und Einrichtung zur Herstellung von Doppelsohle, Hochferse und verstärkter Ferse und Spitze, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Fadenwippen (11/12) umlaufenden Fadenklemmen (18/19) beim Rundarbeiten in Offenlage, die Fadenwippen (11/12) selbst in Sperrlage gehalten werden, während beim Halboff enanbei ten die Freigabe der Fadenwippen und das Schließen der Fadenklemmen erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (28/29) zum Ein- und Auslegen der Sperrvorrichtung (5) für die Fadenwippen fn/12) mit der Vorrichtung zum Ein- und Auslegen des gemeinsamen Verstärkungsfadens für die Hochferse und Doppelsohle und der Ferse und Spitze verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEH94164D Fadenspannvorrichtung fuer Rundstrickmaschinen Expired DE410603C (de)

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