DE4107076C2 - Kombinationsschloß mit veränderbarem Schlüsselgeheimnis für Behältnisse, wie Koffer, Aktentaschen od. dgl. - Google Patents

Kombinationsschloß mit veränderbarem Schlüsselgeheimnis für Behältnisse, wie Koffer, Aktentaschen od. dgl.

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Kombinationsschloß nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei herkömmlichen Kombinationsschlössern besteht eine Ein­ stelleinheit aus einem Zahlenrad und einer Sperrscheibe, wobei zwischen diesen beiden Bauteilen mittels einer Rast­ einrichtung aus Rastbuckeln und Rastdellen eine kraftschlüs­ sige Verbindung bzw. Kopplung ausgebildet ist. Zur Ver­ stellung des Schlüsselgeheimnisses eines solchen Kombinations­ schlosses werden die Sperrscheiben in Offenstellung festge­ halten, wobei durch Drehung der Zahlenräder bei Überwindung der kraftschlüssigen Verbindung bzw. Kopplung eine Relativ­ verstellung zwischen den Zahlenrädern und den Sperrscheiben erfolgt. Infolge dieser Relativverstellung ergibt sich eine Änderung bzw. Neueinstellung des Schlüsselgeheimnisses des Kombinationsschlosses.
Eine formschlüssige Verbindung bzw. Kopplung zwischen den Sperrscheiben und den Zahlenrädern der Einstelleinheiten ist dann erforderlich, wenn die Zahlenräder unmittelbar auch der Verriegelung dienen und demgemäß größere Kräfte übertragen werden müssen, was mittels der vorstehend be­ schriebenen kraftschlüssigen Verbindung bzw. Kopplung zwi­ schen den Sperrscheiben und Zahlenrädern nicht möglich wäre.
Ein Kombinationsschloß mit einem Formschlußeingriff zwi­ schen den Zahlenrädern und den Sperrscheiben ist aus der DE-AS 29 18 235 bekannt. Bei diesem Kombinationsschloß wer­ den die Sperrscheiben mittels einer Federeinrichtung in Axialrichtung gegen die Zahlenräder gedrückt. Auf den ein­ ander zugerichteten Stirnseiten der Sperrscheiben und der Zahlenräder sind Vorsprünge bzw. Ausnehmungen ausgebildet, welche einen Formschlußeingriff zwischen den Zahlenrädern und den Sperrscheiben herstellen. In der Blockierstellung des Riegels des Kombinationsschlosses blockieren am Rie­ gel ausgebildete Erhebungen die Sperrscheiben im Formschluß­ eingriff mit den Zahlenrädern. In der Freigabestellung des Riegels sind die an diesem ausgebildeten Erhebungen so an­ geordnet bzw. versetzt, daß jede Sperrscheibe einzeln ge­ gen die auf sie einwirkende Federkraft in Axialrichtung vom Zahlenrad entfernt werden kann, wodurch der Formschluß­ eingriff zwischen der axialversetzten Sperrscheibe und dem ihr zugeordneten Zahlenrad aufgehoben und der dieses Zahlen­ rad betreffende Teil des Schlüsselgeheimnisses des Kombina­ tionsschlosses durch Drehung des Zahlenrades in bezug auf die Sperrscheibe geändert werden kann. Zur weiteren Ver­ stellung des Schlüsselgeheimnisses des Kombinationsschlosses muß nun die nächste Sperrscheibe von dem ihr zugeordneten Zahlenrad weggedrückt werden usw. Die Aufhebung des Form­ schlußeingriffs zwischen Zahlenrad und Sperrscheibe erfolgt für jede Einstelleinheit des Kombinationsschlosses einzeln.
Zur Erleichterung einer Neucodierung bzw. einer Verstellung des Schlüsselgeheimnisses eines ähnlichen Kombinations­ schlosses ist ein aus der DE 33 47 924 A1 bekanntes Kombi­ nationsschloß mit einem Codierschieber versehen, der inner­ halb des Kombinationsschlosses zwischen einer Normalstellung und einer Codierstellung verstellbar angeordnet ist und mittels dem bei seiner Verstellung aus der Normalstellung in die Codierstellung der Formschlußeingriff zwischen dem Zah­ lenrad und der Sperrscheibe aller Einstelleinheiten des Kombinationsschlosses gegen die Kraft der Federeinrichtung aufhebbar ist, so daß eine Verstellung des Schlüsselgeheim­ nisses des gesamten Kombinationsschlosses ermöglicht ist. Durch den Codierschieber werden in einem Arbeitsvorgang die Sperrscheiben und Zahlenräder aller Einstelleinheiten des Kombinationsschlosses außer Formschlußeingriff gestellt. Die separate Verstellung jeder einzelnen Sperrscheibe entfällt.
Der technisch-konstruktive Aufbau des Codierschiebers in Verbindung mit den von ihm zu betätigenden Bauteilen sowie die mechanisch zusammenwirkenden, die Außereingriffstellung von Sperrscheibe und Zahlenrad bewirkenden Vorgänge sind bei dem aus der DE 33 47 924 A1 bekannten Kombinationsschloß ver­ gleichsweise kompliziert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsbildende Kombinationsschloß derart weiterzubilden, daß sich die Auf­ hebung des Formschlußeingriffs zwischen Zahlenrädern und Sperrscheiben in konstruktiv einfacherer Weise verwirklichen läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Codierschieber an seinen den Einstelleinheiten zugeordneten Abschnitten Schrägen aufweist, die in Freigabestellung des Riegels mit Gegenschrägen der Sperrscheiben der Einstellein­ heiten in Eingriff bringbar sind.
Zum Schutz gegen eine unbeabsichtigte Verstellung des Schlüsselgeheimnisses des Kombinationsschlosses wird die Entriegelung bzw. die Aufhebung des Formschlußeingriffs zwischen den Zahlenrädern und den Sperrscheiben nicht durch eine Betätigung des in einfacher Weise auch unbeabsichtigt betätigbaren Riegels ermöglicht, sondern durch den separaten, bei geschlossenem Kombinationsschloß möglichst unsichtbaren und verdeckten Codierschieber, der den Formschlußeingriff zwischen Sperrscheibe und Zahlenrad freigibt und so am Kombinationsschloß angeordnet werden kann, daß seine Betä­ tigung durch Unbefugte bzw. seine unbeabsichtigte Betätigung sicher ausgeschlossen werden kann.
Eine weitere Sicherung gegen eine unbeabsichtigte Betätigung des Codierschiebers und damit eine mögliche unbeabsichtigte Neueinstellung des Schlüsselgeheimnisses des Kombinations­ schlosses kann erzielt werden, wenn der Codierschieber einen Betätigungsabschnitt aufweist, in dem eine Öffnung ausgebil­ det ist, in die zur Verstellung des Codierschiebers ein spitzer Gegenstand, z. B. eine Kugelschreiberspitze, einge­ führt werden muß. Eine Betätigung des Codierschiebers ist nur dann möglich, wenn zum einen der Betätigungsabschnitt des Codierschiebers freigelegt ist und wenn darüber hinaus mittels einer Kugelschreiberspitze in die Öffnung eingegrif­ fen wird.
Wenn der Betätigungsabschnitt des Codierschiebers von außer­ halb des Kombinationsschlosses bzw. des Behältnisses her be­ tätigbar ist, kann das Schlüsselgeheimnis des Kombinations­ schlosses auch bei geschlossenem und gefülltem Behältnis geändert werden. Durch die äußere Betätigungsmöglichkeit entfällt darüber hinaus die Notwendigkeit, im Innenraum des Behältnisses im Bereich des Kombinationsschlosses einen Freiraum zu schaffen.
In konstruktiv besonders einfacher Weise läßt sich eine äus­ sere Betätigungsmöglichkeit für den Codierschieber verwirk­ lichen, wenn der Betätigungsabschnitt des Codierschiebers durch einen Durchbruch eines Gehäuses des Kombinations­ schlosses betätigbar ist, wobei der Durchbruch bei geschlos­ senem Kombinationsschloß durch eine Überfalle verschlossen ist. Durch die letztgenannte Maßnahme läßt sich der Betäti­ gungsabschnitt des Codierschiebers wirksam gegen unbefugte Verstellung schützen.
Eine von der Position der Überfalle unabhängige Betätigung des Codierschiebers läßt sich verwirklichen, wenn der Betä­ tigungsabschnitt des Codierschiebers durch einen Durchbruch eines Gehäuses des Kombinationsschlosses betätigbar ist, wo­ bei der Durchbruch bei geschlossenem Kombinationsschloß durch ein als Zugknopf ausgebildetes Betätigungsteil des Kombina­ tionsschlosses verschlossen ist. Auch bei dieser Ausführungs­ form ist der Codierschieber bei geschlossenem Kombinations­ schloß nicht sichtbar. Er wird erst dann zugänglich, wenn der Zugknopf aus seiner Stellung, in die er vorgespannt ist, ent­ fernt wird.
Vorzugsweise wirkt der Codierschieber so mit dem Betätigungs­ teil bzw. dem Zugknopf zusammen, daß das Betätigungsteil in der Codierstellung des Codierschiebers immer in seiner Offen­ stellung verbleibt und nach dem Verschieben des Codierschie­ bers in seine Normalstellung selbsttätig wieder in seine Schließstellung zurückkehrt.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand von Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 in Vorder-, Hinter- und Schnittansicht ein Zahlenrad eines erfindungsgemäßen Kombinations­ schlosses;
Fig. 2 in Drauf-, Seiten- und Vorderansicht einen Codier­ schieber des Kombinationsschlosses;
Fig. 3 in Vorder-, Seiten-, Hinter- und Schnittansicht eine Sperrscheibe des Kombinationsschlosses;
Fig. 4 das Kombinationsschloß in geschlossener Stellung;
Fig. 5 das Kombinationsschloß in geöffneter Stellung mit dem Codierschieber in Normalstellung;
Fig. 6 einen Schnitt durch das in Fig. 5 dargestellte Kombinationsschloß;
Fig. 7 das Kombinationsschloß in geöffneter Stellung mit dem Codierschieber in Codierstellung;
Fig. 8 einen Schnitt durch das in Fig. 7 dargestellte Kombinationsschloß;
Fig. 9 eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kombinationsschlosses mit einem in Schließstellung befindlichen Zugknopf;
Fig. 10 das Kombinationsschloß gemäß Fig. 9 mit dem in Öffnungsstellung befindlichen Zugknopf und dem in Normalstellung befindlichen Codierschieber und
Fig. 11 das Kombinationsschloß gemäß Fig. 9 mit dem in Öffnungsstellung befindlichen Zugknopf und dem in Codierstellung befindlichen Codierschieber.
Ein in den Fig. 4 bis 8 dargestelltes Kombinationsschloß hat ein Gehäuse 1, das an einem nicht dargestellten Koffer angebracht ist. Zum Inneren des Koffers hin ist das Gehäuse 1 durch eine Rückwand 19 verschlossen. In der Vorderseite des Gehäuses 1 ist ein Durchbruch 12 ausgebildet, durch den eine Überfalle 11 im Gehäuse (1) aufnehmbar ist, wobei die Überfalle 11 in ihrer im Gehäuse 1 befindlichen Stellung mittels eines Riegels 3 blockierbar ist.
Innerhalb des Gehäuses 1 sind auf von der Vorderwand des Gehäuses 1 einwärts vorragenden Achsen 2 Einstelleinheiten 17 drehbar gelagert. Jede Einstelleinheit 17 hat ein Zahlen­ rad 4 und eine Sperrscheibe 5. Das in Fig. 1 im einzelnen dargestellte Zahlenrad 4 weist auf seiner Vorderseite Ziffern auf; durch Drehung des Zahlenrads 4 bzw. der Einstelleinheit 17 kann jede Ziffer des Zahlenrads 4 in Deckung mit einem in der Vorderseite des Gehäuses 1 ausgebildeten Fenster 20 ge­ bracht werden und so der diese Einstelleinheit 17 betreffen­ de Teil des Schlüsselgeheimnisses des Kombinationsschlosses eingestellt werden. Der Außenrand des Zahlenrads 4 ist zur Erleichterung der Betätigung desselben gewellt ausgebildet. Auf der Rückseite des Zahlenrades 4 sind zylindrische Ausneh­ mungen 21 ausgebildet.
Hinter dem Zahlenrad 4 ist auf der Achse 2 des Gehäuses 1 die Sperrscheibe 5 koaxial zum Zahlenrad 4 angeordnet. Auf der Vorderseite der Sperrscheibe 5 sind zylindrische Vor­ sprünge 22 ausgebildet, deren Außendurchmesser dem Innen­ durchmesser der zylindrischen Ausnehmung 21 auf der Rückseite der Zahlenräder 4 entspricht, so daß durch Einführen der zy­ lindrischen Vorsprünge 22 in die entsprechend angeordneten zylindrischen Ausnehmungen 21 ein formschlüssiger Eingriff zwischen der Sperrscheibe 5 und dem ihr zugeordneten Zahlen­ rad 4 herstellbar ist.
Am Außenumfang der Sperrscheibe 5 ist ein Eintrittsschlitz bzw. eine Abflachung 6 ausgebildet, welche eine Verschiebung eines den Riegel 3 blockierenden oder freigebenden Sperr­ schiebers ermöglicht, wenn die Abflachungen 6 aller Sperr­ scheiben 5 des Kombinationsschlosses in Deckung mit dem Be­ wegungspfad des Sperrschiebers gebracht worden sind. Die Ab­ flachungen 6 sind auf den Bewegungspfad des Sperrschiebers eingestellt und der Sperrschieber gibt eine Bewegung des Rie­ gels 3 in dessen seinerseits die Überfalle 11 freigebende Stellung frei, wenn an den Zahlenrädern 4 das Schlüsselge­ heimnis des Kombinationsschlosses eingestellt ist.
Zwischen der Rückseite der Sperrscheibe 5 und der Rückwand 19 des Gehäuses 1 ist eine Blattfeder 16 angeordnet, die die Sperrscheibe 5 in Richtung auf die Rückseite des Zahlenrads 4 und damit die zylindrischen Vorsprünge 22 der Sperrscheibe 5 in formschlüssigen Eingriff mit den zylindrischen Ausneh­ mungen des Zahlenrads 4 vorspannt.
In diametraler Gegenüberlage zum Eintrittsschlitz bzw. zur Abflachung 6 ist auf der zum Zahlenrad 4 hin orientierten Außenrandfläche der Sperrscheibe 5 eine Gegenschräge 10 aus­ gebildet. Sofern das Schlüsselgeheimnis des Kombinations­ schlosses eingestellt ist, fluchten die Gegenschrägen 10 der Sperrscheiben 5 miteinander.
Am Kombinationsschloß ist ein von außen zu bedienendes Be­ tätigungsteil 7 vorgesehen, durch dessen Betätigung bei an den Einstelleinheiten 17 eingestelltem Schlüsselgeheimnis der Riegel 3 in eine Position versetzt wird, in der er die bis dahin im Gehäuse 1 blockierte Überfalle 11 freigibt.
Bei ausgeschwenkter Überfalle 11 wird ein hinter dem Durch­ bruch 12 im Gehäuse 1 angeordneter Betätigungsabschnitt 18 eines in Fig. 2 in Einzelheiten dargestellten Codierschiebers 8 zugänglich. Im Betätigungsabschnitt 18 ist eine Öffnung 14 ausgebildet, in die zur Verschiebung des Codierschiebers 8 eine Kugelschreiberspitze 15 einführbar ist. Ist die Kugel­ schreiberspitze 15 in die Öffnung 14 des Betätigungsabschnitts 18 des Codierschiebers 8 eingesetzt, kann letzterer durch seit­ liches Versetzen des Kugelschreibers innerhalb des Gehäuses 1 des Kombinationsschlosses verschoben werden, jedoch nur dann, wenn an den Einstelleinheiten 17 bzw. an den Zahlenrädern 4 des Kombinationsschlosses das Schlüsselgeheimnis eingestellt ist, denn nur dann fluchten die an den Sperrscheiben 5 der Einstelleinheiten 17 ausgebildeten Gegenschrägen mit dem Verschiebungspfad des Codierschiebers 8.
Der Codierschieber 8 ist mit Schrägen 9 versehen, die bei Verschiebung des Codierschiebers 8 mit den Gegenschrägen 10 der Sperrscheiben 5 zusammenwirken und jede Sperrscheibe 5 gegen die Kraft der Blattfeder 16 vom zugeordneten Zahlen­ rad 4 soweit trennen, daß der formschlüssige Eingriff zwi­ schen den sperrscheibenseitigen zylindrischen Vorsprüngen 22 und den zahlenradseitigen zylindrischen Ausnehmungen 21 aufgehoben wird, wie in Fig. 8 dargestellt.
In dieser Position der Sperrscheiben 5 sind die Sperrschei­ ben 5 und die Zahlenräder 4 zueinander verdrehbar, d. h., die Position der Ziffern auf dem Zahlenrad 4 kann in bezug auf den Eintrittsschlitz bzw. die Abflachung 6 der ihm zugeord­ neten Sperrscheibe 5 geändert und damit das Schlüsselgeheimnis des Kombinationsschlosses neu eingestellt werden.
Die in den Fig. 9-11 dargestellte Ausführungsform des Kombinationsschlosses unterscheidet sich von der vorstehend beschriebenen Ausführungsform dadurch, daß das Betätigungs­ teil als verschiebbarer Zugknopf 7 ausgebildet ist, wobei bei einer Verschiebung des Zugknopfes 7 zur Verstellung des Rie­ gels 3 in dessen Freigabestellung ein Durchbruch 13 des Ge­ häuses 1 des Kombinationsschlosses freigegeben wird, hinter dem der Betätigungsabschnitt 18 des Codierschiebers 8 ange­ ordnet ist.
Im folgenden wird die Funktionsweise des vorstehend be­ schriebenen Kombinationsschlosses erläutert:
Zunächst wird an den Zahlenrädern 4 der Einstelleinheiten 17 das Schlüsselgeheimnis des Kombinationsschlosses einge­ stellt. Nach diesem Einstellvorgang sind die Eintritts­ schlitze bzw. Abflachungen 6 der Sperrscheiben 5 auf dem Bewegungspfad des Sperrschiebers des Riegels 3 angeordnet. Eine Betätigung des Betätigungsteils 7 führt nunmehr zu einer Freigabe der Überfalle 11, die aus dem Gehäuse 1 des Kombi­ nationsschlosses ausschnappt. Der Durchbruch 12 im Gehäuse 1 liegt frei, womit der Betätigungsabschnitt des Codierschie­ bers 8 zugänglich und betätigbar ist. Sofern eine Verstellung des Schlüsselgeheimnisses des Kombinationsschlosses beab­ sichtigt ist, wird der Codierschieber 8 mittels der in die Öffnung 14 des Betätigungsabschnitts des Codierschiebers eingeführten Kugelschreiberspitze seitlich aus der in Fig. 5 und 6 dargestellten Normalstellung A in die in den Fig. 7 und 8 dargestellte Codierstellung B verschoben, wobei der Codierschieber mittels seiner Schrägen 9 im Zu­ sammenwirken mit den bei eingestelltem Schlüsselgeheimnis auf dem Bewegungspfad des Codierschiebers 8 angeordneten Ge­ genschrägen 10 der Sperrscheiben den Formschlußeingriff zwi­ schen den Zahlenrädern 4 und den Sperrscheiben 5 bzw. den zylindrischen Ausnehmungen 21 und den zylindrischen Vor­ sprüngen 22 aufhebt.
Nach dieser Verstellung des Codierschiebers sind das Zahlen­ rad 4 und die Sperrscheibe 5 einer jeden Einstelleinheit 17 zueinander drehbar, womit an einer oder an mehreren Ein­ stelleinheiten 17 das Schlüsselgeheimnis des Kombinations­ schlosses geändert werden kann. Nach Änderung des Schlüssel­ geheimnisses des Kombinationsschlosses wird der Codierschie­ ber 8 mittels der Kugelschreiberspitze 15 zurück in seine Normalstellung A verschoben, womit die Sperrscheiben 5 durch Wiederherstellung des Formschlußeingriffs zwischen den zy­ lindrischen Vorsprüngen 22 und den zylindrischen Ausnehmun­ gen 21 in bezug auf die Zahlenräder wieder blockiert sind. Das neu eingestellte Schlüsselgeheimnis des Kombinations­ schlosses ist nunmehr endgültig fixiert.

Claims (6)

1. Kombinationsschloß mit veränderbarem Schlüsselgeheimnis für Behältnisse, wie Koffer, Aktentaschen od. dgl., mit zu­ mindest zwei Einstelleinheiten (17), die auf zueinander pa­ rallelen Achsen (2) drehbar gelagert sind und jeweils ein Zahlenrad (4) und eine Sperrscheibe (5) aufweisen, die durch eine Federeinrichtung (16) in Formschlußeingriff miteinander vorgespannt sind, einem Riegel (3), der bei eingestelltem Schlüsselgeheimnis aus seiner Blockier- in seine Freigabe­ stellung versetzbar ist, und einem Codierschieber (8), der innerhalb des Kombinationsschlosses zwischen einer Normal­ stellung (A) und einer Codierstellung (B) verstellbar an­ geordnet ist und mittels dem bei seiner Verstellung aus der Normalstellung (A) in die Codierstellung (B) der Form­ schlußeingriff zwischen dem Zahlenrad (4) und der Sperrscheibe (5) aller Einstelleinheiten (17) des Kombinationsschlosses ge­ gen die Kraft der Federeinrichtung (16) aufhebbar ist, so daß eine Verstellung des Schlüsselgeheimnisses des gesamten Kombinationsschlosses ermöglicht ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Codierschieber (8) an seinen den Einstelleinheiten (17) zugeordneten Abschnitten Schrägen (9) aufweist, die in Freigabestellung des Riegels (3) mit Gegenschrägen (10) der Sperrscheiben (5) der Einstelleinheiten (17) in Eingriff bringbar sind.
2. Kombinationsschloß nach Anspruch 1, bei dem der Codierschieber (8) einen Betätigungsabschnitt (18) aufweist, in dem eine Öffnung (14) ausgebildet ist, in die zur Ver­ stellung des Codierschiebers (8) ein spitzer Gegenstand, z. B. eine Kugelschreiberspitze (15), einführbar ist.
3. Kombinationsschloß nach Anspruch 2, bei dem der Betäti­ gungsabschnitt (18) des Codierschiebers (8) von außerhalb des Kombinationsschlosses bzw. des Behältnisses betätigbar ist.
4. Kombinationsschloß nach Anspruch 3, bei dem der Betäti­ gungsabschnitt (18) des Codierschiebers (8) durch einen Durch­ bruch (12) eines Gehäuses (1) des Kombinationsschlosses be­ tätigbar ist, wobei der Durchbruch (12) bei geschlossenem Kombinationsschloß durch eine Überfalle (11) verschlossen ist.
5. Kombinationsschloß nach Anspruch 3, bei dem der Betäti­ gungsabschnitt (18) des Codierschiebers (8) durch einen Durch­ bruch (13) eines Gehäuses (1) des Kombinationsschlosses be­ tätigbar ist, wobei der Durchbruch (13) bei geschlossenem Kombinationsschloß durch ein als Zugknopf (7) ausgebildetes Betätigungsteil des Kombinationsschlosses verschlossen ist.
6. Kombinationsschloß nach Anspruch 5, bei dem der Codier­ schieber (8) so mit dem Zugknopf (7) verbunden ist, daß er in seiner Codierstellung den Zugknopf (7) in dessen den Durch­ bruch (13) freigebender Öffnungsstellung hält und nach seiner Verschiebung in seine Normalstellung eine Rückstellung des Zugknopfs (7) in dessen den Durchbruch (13) verschließende Schließstellung zuläßt.
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