DE4107076C2 - Kombinationsschloß mit veränderbarem Schlüsselgeheimnis für Behältnisse, wie Koffer, Aktentaschen od. dgl. - Google Patents
Kombinationsschloß mit veränderbarem Schlüsselgeheimnis für Behältnisse, wie Koffer, Aktentaschen od. dgl.Info
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Kombinationsschloß
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei herkömmlichen Kombinationsschlössern besteht eine Ein
stelleinheit aus einem Zahlenrad und einer Sperrscheibe,
wobei zwischen diesen beiden Bauteilen mittels einer Rast
einrichtung aus Rastbuckeln und Rastdellen eine kraftschlüs
sige Verbindung bzw. Kopplung ausgebildet ist. Zur Ver
stellung des Schlüsselgeheimnisses eines solchen Kombinations
schlosses werden die Sperrscheiben in Offenstellung festge
halten, wobei durch Drehung der Zahlenräder bei Überwindung
der kraftschlüssigen Verbindung bzw. Kopplung eine Relativ
verstellung zwischen den Zahlenrädern und den Sperrscheiben
erfolgt. Infolge dieser Relativverstellung ergibt sich eine
Änderung bzw. Neueinstellung des Schlüsselgeheimnisses des
Kombinationsschlosses.
Eine formschlüssige Verbindung bzw. Kopplung zwischen den
Sperrscheiben und den Zahlenrädern der Einstelleinheiten
ist dann erforderlich, wenn die Zahlenräder unmittelbar
auch der Verriegelung dienen und demgemäß größere Kräfte
übertragen werden müssen, was mittels der vorstehend be
schriebenen kraftschlüssigen Verbindung bzw. Kopplung zwi
schen den Sperrscheiben und Zahlenrädern nicht möglich wäre.
Ein Kombinationsschloß mit einem Formschlußeingriff zwi
schen den Zahlenrädern und den Sperrscheiben ist aus der
DE-AS 29 18 235 bekannt. Bei diesem Kombinationsschloß wer
den die Sperrscheiben mittels einer Federeinrichtung in
Axialrichtung gegen die Zahlenräder gedrückt. Auf den ein
ander zugerichteten Stirnseiten der Sperrscheiben und der
Zahlenräder sind Vorsprünge bzw. Ausnehmungen ausgebildet,
welche einen Formschlußeingriff zwischen den Zahlenrädern
und den Sperrscheiben herstellen. In der Blockierstellung
des Riegels des Kombinationsschlosses blockieren am Rie
gel ausgebildete Erhebungen die Sperrscheiben im Formschluß
eingriff mit den Zahlenrädern. In der Freigabestellung des
Riegels sind die an diesem ausgebildeten Erhebungen so an
geordnet bzw. versetzt, daß jede Sperrscheibe einzeln ge
gen die auf sie einwirkende Federkraft in Axialrichtung
vom Zahlenrad entfernt werden kann, wodurch der Formschluß
eingriff zwischen der axialversetzten Sperrscheibe und dem
ihr zugeordneten Zahlenrad aufgehoben und der dieses Zahlen
rad betreffende Teil des Schlüsselgeheimnisses des Kombina
tionsschlosses durch Drehung des Zahlenrades in bezug auf
die Sperrscheibe geändert werden kann. Zur weiteren Ver
stellung des Schlüsselgeheimnisses des Kombinationsschlosses
muß nun die nächste Sperrscheibe von dem ihr zugeordneten
Zahlenrad weggedrückt werden usw. Die Aufhebung des Form
schlußeingriffs zwischen Zahlenrad und Sperrscheibe erfolgt
für jede Einstelleinheit des Kombinationsschlosses einzeln.
Zur Erleichterung einer Neucodierung bzw. einer Verstellung
des Schlüsselgeheimnisses eines ähnlichen Kombinations
schlosses ist ein aus der DE 33 47 924 A1 bekanntes Kombi
nationsschloß mit einem Codierschieber versehen, der inner
halb des Kombinationsschlosses zwischen einer Normalstellung
und einer Codierstellung verstellbar angeordnet ist und
mittels dem bei seiner Verstellung aus der Normalstellung in
die Codierstellung der Formschlußeingriff zwischen dem Zah
lenrad und der Sperrscheibe aller Einstelleinheiten des
Kombinationsschlosses gegen die Kraft der Federeinrichtung
aufhebbar ist, so daß eine Verstellung des Schlüsselgeheim
nisses des gesamten Kombinationsschlosses ermöglicht ist.
Durch den Codierschieber werden in einem Arbeitsvorgang die
Sperrscheiben und Zahlenräder aller Einstelleinheiten des
Kombinationsschlosses außer Formschlußeingriff gestellt. Die
separate Verstellung jeder einzelnen Sperrscheibe entfällt.
Der technisch-konstruktive Aufbau des Codierschiebers in
Verbindung mit den von ihm zu betätigenden Bauteilen sowie die
mechanisch zusammenwirkenden, die Außereingriffstellung von
Sperrscheibe und Zahlenrad bewirkenden Vorgänge sind bei dem
aus der DE 33 47 924 A1 bekannten Kombinationsschloß ver
gleichsweise kompliziert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsbildende
Kombinationsschloß derart weiterzubilden, daß sich die Auf
hebung des Formschlußeingriffs zwischen Zahlenrädern und
Sperrscheiben in konstruktiv einfacherer Weise verwirklichen
läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Codierschieber an seinen den Einstelleinheiten zugeordneten
Abschnitten Schrägen aufweist, die in Freigabestellung des
Riegels mit Gegenschrägen der Sperrscheiben der Einstellein
heiten in Eingriff bringbar sind.
Zum Schutz gegen eine unbeabsichtigte Verstellung des
Schlüsselgeheimnisses des Kombinationsschlosses wird die
Entriegelung bzw. die Aufhebung des Formschlußeingriffs
zwischen den Zahlenrädern und den Sperrscheiben nicht durch
eine Betätigung des in einfacher Weise auch unbeabsichtigt
betätigbaren Riegels ermöglicht, sondern durch den separaten,
bei geschlossenem Kombinationsschloß möglichst unsichtbaren
und verdeckten Codierschieber, der den Formschlußeingriff
zwischen Sperrscheibe und Zahlenrad freigibt und so am
Kombinationsschloß angeordnet werden kann, daß seine Betä
tigung durch Unbefugte bzw. seine unbeabsichtigte Betätigung
sicher ausgeschlossen werden kann.
Eine weitere Sicherung gegen eine unbeabsichtigte Betätigung
des Codierschiebers und damit eine mögliche unbeabsichtigte
Neueinstellung des Schlüsselgeheimnisses des Kombinations
schlosses kann erzielt werden, wenn der Codierschieber einen
Betätigungsabschnitt aufweist, in dem eine Öffnung ausgebil
det ist, in die zur Verstellung des Codierschiebers ein
spitzer Gegenstand, z. B. eine Kugelschreiberspitze, einge
führt werden muß. Eine Betätigung des Codierschiebers ist
nur dann möglich, wenn zum einen der Betätigungsabschnitt
des Codierschiebers freigelegt ist und wenn darüber hinaus
mittels einer Kugelschreiberspitze in die Öffnung eingegrif
fen wird.
Wenn der Betätigungsabschnitt des Codierschiebers von außer
halb des Kombinationsschlosses bzw. des Behältnisses her be
tätigbar ist, kann das Schlüsselgeheimnis des Kombinations
schlosses auch bei geschlossenem und gefülltem Behältnis
geändert werden. Durch die äußere Betätigungsmöglichkeit
entfällt darüber hinaus die Notwendigkeit, im Innenraum des
Behältnisses im Bereich des Kombinationsschlosses einen
Freiraum zu schaffen.
In konstruktiv besonders einfacher Weise läßt sich eine äus
sere Betätigungsmöglichkeit für den Codierschieber verwirk
lichen, wenn der Betätigungsabschnitt des Codierschiebers
durch einen Durchbruch eines Gehäuses des Kombinations
schlosses betätigbar ist, wobei der Durchbruch bei geschlos
senem Kombinationsschloß durch eine Überfalle verschlossen
ist. Durch die letztgenannte Maßnahme läßt sich der Betäti
gungsabschnitt des Codierschiebers wirksam gegen unbefugte
Verstellung schützen.
Eine von der Position der Überfalle unabhängige Betätigung
des Codierschiebers läßt sich verwirklichen, wenn der Betä
tigungsabschnitt des Codierschiebers durch einen Durchbruch
eines Gehäuses des Kombinationsschlosses betätigbar ist, wo
bei der Durchbruch bei geschlossenem Kombinationsschloß durch
ein als Zugknopf ausgebildetes Betätigungsteil des Kombina
tionsschlosses verschlossen ist. Auch bei dieser Ausführungs
form ist der Codierschieber bei geschlossenem Kombinations
schloß nicht sichtbar. Er wird erst dann zugänglich, wenn der
Zugknopf aus seiner Stellung, in die er vorgespannt ist, ent
fernt wird.
Vorzugsweise wirkt der Codierschieber so mit dem Betätigungs
teil bzw. dem Zugknopf zusammen, daß das Betätigungsteil in
der Codierstellung des Codierschiebers immer in seiner Offen
stellung verbleibt und nach dem Verschieben des Codierschie
bers in seine Normalstellung selbsttätig wieder in seine
Schließstellung zurückkehrt.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand von Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 in Vorder-, Hinter- und Schnittansicht ein
Zahlenrad eines erfindungsgemäßen Kombinations
schlosses;
Fig. 2 in Drauf-, Seiten- und Vorderansicht einen Codier
schieber des Kombinationsschlosses;
Fig. 3 in Vorder-, Seiten-, Hinter- und Schnittansicht
eine Sperrscheibe des Kombinationsschlosses;
Fig. 4 das Kombinationsschloß in geschlossener Stellung;
Fig. 5 das Kombinationsschloß in geöffneter Stellung mit
dem Codierschieber in Normalstellung;
Fig. 6 einen Schnitt durch das in Fig. 5 dargestellte
Kombinationsschloß;
Fig. 7 das Kombinationsschloß in geöffneter Stellung mit
dem Codierschieber in Codierstellung;
Fig. 8 einen Schnitt durch das in Fig. 7 dargestellte
Kombinationsschloß;
Fig. 9 eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kombinationsschlosses mit einem in Schließstellung
befindlichen Zugknopf;
Fig. 10 das Kombinationsschloß gemäß Fig. 9 mit dem in
Öffnungsstellung befindlichen Zugknopf und dem in
Normalstellung befindlichen Codierschieber und
Fig. 11 das Kombinationsschloß gemäß Fig. 9 mit dem in
Öffnungsstellung befindlichen Zugknopf und dem in
Codierstellung befindlichen Codierschieber.
Ein in den Fig. 4 bis 8 dargestelltes Kombinationsschloß
hat ein Gehäuse 1, das an einem nicht dargestellten Koffer
angebracht ist. Zum Inneren des Koffers hin ist das Gehäuse 1
durch eine Rückwand 19 verschlossen. In der Vorderseite des
Gehäuses 1 ist ein Durchbruch 12 ausgebildet, durch den eine
Überfalle 11 im Gehäuse (1) aufnehmbar ist, wobei die Überfalle
11 in ihrer im Gehäuse 1 befindlichen Stellung mittels eines
Riegels 3 blockierbar ist.
Innerhalb des Gehäuses 1 sind auf von der Vorderwand des
Gehäuses 1 einwärts vorragenden Achsen 2 Einstelleinheiten
17 drehbar gelagert. Jede Einstelleinheit 17 hat ein Zahlen
rad 4 und eine Sperrscheibe 5. Das in Fig. 1 im einzelnen
dargestellte Zahlenrad 4 weist auf seiner Vorderseite Ziffern
auf; durch Drehung des Zahlenrads 4 bzw. der Einstelleinheit
17 kann jede Ziffer des Zahlenrads 4 in Deckung mit einem in
der Vorderseite des Gehäuses 1 ausgebildeten Fenster 20 ge
bracht werden und so der diese Einstelleinheit 17 betreffen
de Teil des Schlüsselgeheimnisses des Kombinationsschlosses
eingestellt werden. Der Außenrand des Zahlenrads 4 ist zur
Erleichterung der Betätigung desselben gewellt ausgebildet.
Auf der Rückseite des Zahlenrades 4 sind zylindrische Ausneh
mungen 21 ausgebildet.
Hinter dem Zahlenrad 4 ist auf der Achse 2 des Gehäuses 1
die Sperrscheibe 5 koaxial zum Zahlenrad 4 angeordnet. Auf
der Vorderseite der Sperrscheibe 5 sind zylindrische Vor
sprünge 22 ausgebildet, deren Außendurchmesser dem Innen
durchmesser der zylindrischen Ausnehmung 21 auf der Rückseite
der Zahlenräder 4 entspricht, so daß durch Einführen der zy
lindrischen Vorsprünge 22 in die entsprechend angeordneten
zylindrischen Ausnehmungen 21 ein formschlüssiger Eingriff
zwischen der Sperrscheibe 5 und dem ihr zugeordneten Zahlen
rad 4 herstellbar ist.
Am Außenumfang der Sperrscheibe 5 ist ein Eintrittsschlitz
bzw. eine Abflachung 6 ausgebildet, welche eine Verschiebung
eines den Riegel 3 blockierenden oder freigebenden Sperr
schiebers ermöglicht, wenn die Abflachungen 6 aller Sperr
scheiben 5 des Kombinationsschlosses in Deckung mit dem Be
wegungspfad des Sperrschiebers gebracht worden sind. Die Ab
flachungen 6 sind auf den Bewegungspfad des Sperrschiebers
eingestellt und der Sperrschieber gibt eine Bewegung des Rie
gels 3 in dessen seinerseits die Überfalle 11 freigebende
Stellung frei, wenn an den Zahlenrädern 4 das Schlüsselge
heimnis des Kombinationsschlosses eingestellt ist.
Zwischen der Rückseite der Sperrscheibe 5 und der Rückwand
19 des Gehäuses 1 ist eine Blattfeder 16 angeordnet, die die
Sperrscheibe 5 in Richtung auf die Rückseite des Zahlenrads
4 und damit die zylindrischen Vorsprünge 22 der Sperrscheibe
5 in formschlüssigen Eingriff mit den zylindrischen Ausneh
mungen des Zahlenrads 4 vorspannt.
In diametraler Gegenüberlage zum Eintrittsschlitz bzw. zur
Abflachung 6 ist auf der zum Zahlenrad 4 hin orientierten
Außenrandfläche der Sperrscheibe 5 eine Gegenschräge 10 aus
gebildet. Sofern das Schlüsselgeheimnis des Kombinations
schlosses eingestellt ist, fluchten die Gegenschrägen 10 der
Sperrscheiben 5 miteinander.
Am Kombinationsschloß ist ein von außen zu bedienendes Be
tätigungsteil 7 vorgesehen, durch dessen Betätigung bei an
den Einstelleinheiten 17 eingestelltem Schlüsselgeheimnis
der Riegel 3 in eine Position versetzt wird, in der er die
bis dahin im Gehäuse 1 blockierte Überfalle 11 freigibt.
Bei ausgeschwenkter Überfalle 11 wird ein hinter dem Durch
bruch 12 im Gehäuse 1 angeordneter Betätigungsabschnitt 18
eines in Fig. 2 in Einzelheiten dargestellten Codierschiebers
8 zugänglich. Im Betätigungsabschnitt 18 ist eine Öffnung 14
ausgebildet, in die zur Verschiebung des Codierschiebers 8
eine Kugelschreiberspitze 15 einführbar ist. Ist die Kugel
schreiberspitze 15 in die Öffnung 14 des Betätigungsabschnitts
18 des Codierschiebers 8 eingesetzt, kann letzterer durch seit
liches Versetzen des Kugelschreibers innerhalb des Gehäuses
1 des Kombinationsschlosses verschoben werden, jedoch nur dann,
wenn an den Einstelleinheiten 17 bzw. an den Zahlenrädern 4
des Kombinationsschlosses das Schlüsselgeheimnis eingestellt
ist, denn nur dann fluchten die an den Sperrscheiben 5 der
Einstelleinheiten 17 ausgebildeten Gegenschrägen mit dem
Verschiebungspfad des Codierschiebers 8.
Der Codierschieber 8 ist mit Schrägen 9 versehen, die bei
Verschiebung des Codierschiebers 8 mit den Gegenschrägen 10
der Sperrscheiben 5 zusammenwirken und jede Sperrscheibe 5
gegen die Kraft der Blattfeder 16 vom zugeordneten Zahlen
rad 4 soweit trennen, daß der formschlüssige Eingriff zwi
schen den sperrscheibenseitigen zylindrischen Vorsprüngen
22 und den zahlenradseitigen zylindrischen Ausnehmungen 21
aufgehoben wird, wie in Fig. 8 dargestellt.
In dieser Position der Sperrscheiben 5 sind die Sperrschei
ben 5 und die Zahlenräder 4 zueinander verdrehbar, d. h., die
Position der Ziffern auf dem Zahlenrad 4 kann in bezug auf
den Eintrittsschlitz bzw. die Abflachung 6 der ihm zugeord
neten Sperrscheibe 5 geändert und damit das Schlüsselgeheimnis
des Kombinationsschlosses neu eingestellt werden.
Die in den Fig. 9-11 dargestellte Ausführungsform des
Kombinationsschlosses unterscheidet sich von der vorstehend
beschriebenen Ausführungsform dadurch, daß das Betätigungs
teil als verschiebbarer Zugknopf 7 ausgebildet ist, wobei bei
einer Verschiebung des Zugknopfes 7 zur Verstellung des Rie
gels 3 in dessen Freigabestellung ein Durchbruch 13 des Ge
häuses 1 des Kombinationsschlosses freigegeben wird, hinter
dem der Betätigungsabschnitt 18 des Codierschiebers 8 ange
ordnet ist.
Im folgenden wird die Funktionsweise des vorstehend be
schriebenen Kombinationsschlosses erläutert:
Zunächst wird an den Zahlenrädern 4 der Einstelleinheiten
17 das Schlüsselgeheimnis des Kombinationsschlosses einge
stellt. Nach diesem Einstellvorgang sind die Eintritts
schlitze bzw. Abflachungen 6 der Sperrscheiben 5 auf dem
Bewegungspfad des Sperrschiebers des Riegels 3 angeordnet.
Eine Betätigung des Betätigungsteils 7 führt nunmehr zu einer
Freigabe der Überfalle 11, die aus dem Gehäuse 1 des Kombi
nationsschlosses ausschnappt. Der Durchbruch 12 im Gehäuse
1 liegt frei, womit der Betätigungsabschnitt des Codierschie
bers 8 zugänglich und betätigbar ist. Sofern eine Verstellung
des Schlüsselgeheimnisses des Kombinationsschlosses beab
sichtigt ist, wird der Codierschieber 8 mittels der in die
Öffnung 14 des Betätigungsabschnitts des Codierschiebers
eingeführten Kugelschreiberspitze seitlich aus der in
Fig. 5 und 6 dargestellten Normalstellung A in die in den
Fig. 7 und 8 dargestellte Codierstellung B verschoben,
wobei der Codierschieber mittels seiner Schrägen 9 im Zu
sammenwirken mit den bei eingestelltem Schlüsselgeheimnis
auf dem Bewegungspfad des Codierschiebers 8 angeordneten Ge
genschrägen 10 der Sperrscheiben den Formschlußeingriff zwi
schen den Zahlenrädern 4 und den Sperrscheiben 5 bzw. den
zylindrischen Ausnehmungen 21 und den zylindrischen Vor
sprüngen 22 aufhebt.
Nach dieser Verstellung des Codierschiebers sind das Zahlen
rad 4 und die Sperrscheibe 5 einer jeden Einstelleinheit 17
zueinander drehbar, womit an einer oder an mehreren Ein
stelleinheiten 17 das Schlüsselgeheimnis des Kombinations
schlosses geändert werden kann. Nach Änderung des Schlüssel
geheimnisses des Kombinationsschlosses wird der Codierschie
ber 8 mittels der Kugelschreiberspitze 15 zurück in seine
Normalstellung A verschoben, womit die Sperrscheiben 5 durch
Wiederherstellung des Formschlußeingriffs zwischen den zy
lindrischen Vorsprüngen 22 und den zylindrischen Ausnehmun
gen 21 in bezug auf die Zahlenräder wieder blockiert sind.
Das neu eingestellte Schlüsselgeheimnis des Kombinations
schlosses ist nunmehr endgültig fixiert.
Claims (6)
1. Kombinationsschloß mit veränderbarem Schlüsselgeheimnis
für Behältnisse, wie Koffer, Aktentaschen od. dgl., mit zu
mindest zwei Einstelleinheiten (17), die auf zueinander pa
rallelen Achsen (2) drehbar gelagert sind und jeweils ein
Zahlenrad (4) und eine Sperrscheibe (5) aufweisen, die durch
eine Federeinrichtung (16) in Formschlußeingriff miteinander
vorgespannt sind, einem Riegel (3), der bei eingestelltem
Schlüsselgeheimnis aus seiner Blockier- in seine Freigabe
stellung versetzbar ist, und einem Codierschieber (8), der
innerhalb des Kombinationsschlosses zwischen einer Normal
stellung (A) und einer Codierstellung (B) verstellbar an
geordnet ist und mittels dem bei seiner Verstellung aus der
Normalstellung (A) in die Codierstellung (B) der Form
schlußeingriff zwischen dem Zahlenrad (4) und der Sperrscheibe
(5) aller Einstelleinheiten (17) des Kombinationsschlosses ge
gen die Kraft der Federeinrichtung (16) aufhebbar ist, so daß
eine Verstellung des Schlüsselgeheimnisses des gesamten
Kombinationsschlosses ermöglicht ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Codierschieber (8) an seinen den Einstelleinheiten
(17) zugeordneten Abschnitten Schrägen (9) aufweist, die in
Freigabestellung des Riegels (3) mit Gegenschrägen (10) der
Sperrscheiben (5) der Einstelleinheiten (17) in Eingriff
bringbar sind.
2. Kombinationsschloß nach Anspruch 1, bei dem der
Codierschieber (8) einen Betätigungsabschnitt (18) aufweist,
in dem eine Öffnung (14) ausgebildet ist, in die zur Ver
stellung des Codierschiebers (8) ein spitzer Gegenstand, z. B.
eine Kugelschreiberspitze (15), einführbar ist.
3. Kombinationsschloß nach Anspruch 2, bei dem der Betäti
gungsabschnitt (18) des Codierschiebers (8) von außerhalb
des Kombinationsschlosses bzw. des Behältnisses betätigbar
ist.
4. Kombinationsschloß nach Anspruch 3, bei dem der Betäti
gungsabschnitt (18) des Codierschiebers (8) durch einen Durch
bruch (12) eines Gehäuses (1) des Kombinationsschlosses be
tätigbar ist, wobei der Durchbruch (12) bei geschlossenem
Kombinationsschloß durch eine Überfalle (11) verschlossen
ist.
5. Kombinationsschloß nach Anspruch 3, bei dem der Betäti
gungsabschnitt (18) des Codierschiebers (8) durch einen Durch
bruch (13) eines Gehäuses (1) des Kombinationsschlosses be
tätigbar ist, wobei der Durchbruch (13) bei geschlossenem
Kombinationsschloß durch ein als Zugknopf (7) ausgebildetes
Betätigungsteil des Kombinationsschlosses verschlossen ist.
6. Kombinationsschloß nach Anspruch 5, bei dem der Codier
schieber (8) so mit dem Zugknopf (7) verbunden ist, daß er
in seiner Codierstellung den Zugknopf (7) in dessen den Durch
bruch (13) freigebender Öffnungsstellung hält und nach seiner
Verschiebung in seine Normalstellung eine Rückstellung des
Zugknopfs (7) in dessen den Durchbruch (13) verschließende
Schließstellung zuläßt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914107076 DE4107076C2 (de) | 1991-03-06 | 1991-03-06 | Kombinationsschloß mit veränderbarem Schlüsselgeheimnis für Behältnisse, wie Koffer, Aktentaschen od. dgl. |
| IT000210 IT226323Z2 (it) | 1991-03-06 | 1992-03-06 | Serratura a combinazioni con combinazione segreta variabile per contenitori come valigie, borse per pratiche o simili |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19914107076 DE4107076C2 (de) | 1991-03-06 | 1991-03-06 | Kombinationsschloß mit veränderbarem Schlüsselgeheimnis für Behältnisse, wie Koffer, Aktentaschen od. dgl. |
Publications (2)
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| GR1003548B (el) * | 1999-10-01 | 2001-03-12 | Μηχανισμος ασφαλειας θηρων |
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- 1991-03-06 DE DE19914107076 patent/DE4107076C2/de not_active Expired - Fee Related
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1992
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| ITMI920210U1 (it) | 1993-09-06 |
| ITMI920210V0 (it) | 1992-03-06 |
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Legal Events
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