DE4107530A1 - Linearmotor i - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Linearmotor mit einem Stator
und einem relativ zum Stator bewegbaren Läufer
wobei eines der Teile, Stator oder Läufer, ein Joch
hoher magnetischer Leitfähigkeit umfaßt, welches Joch
wenigstens zwei länglich ausgebildete Seitenschenkel mit
jeweils im wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung des
Läufers verlaufender Längsachse und wenigstens einen
länglich ausgebildeten Querschenkel zur Verbindung der
wenigstens zwei Seitenschenkel mit jeweils im wesentlichen
senkrecht zur Bewegungsrichtung des Läufers verlaufender
Längsachse aufweist,
wobei das eine Teil weiter wenigstens eine in einem
ersten Längenabschnitt des einen Teils an wenigstens einem
der Seitenschenkel des Jochs angeordnete, als Antriebs
wicklung betreibbare, erste Wicklung umfaßt und
wobei das jeweils andere Teil, Läufer bzw. Stator,
wenigstens einen Magneten aufweist.
Ein derartiger Linearmotor ist beispielsweise aus der
EP-A1-01 39 372 bekannt. Bei diesem Linearmotor ist der
Stator von dem einen Teil und der Läufer von dem anderen
Teil gebildet. Der bekannte Linearmotor ist aus zwei
nebeneinanderliegenden, den Läufer zwischen sich aufneh
menden Linearmotoreinheiten gebildet, welche identisch
aufgebaut sind. Eine dieser Linearmotoreinheiten umfaßt
drei Seitenschenkel, wobei der zwischen den beiden äußeren
Seitenschenkeln angeordnete mittlere Seitenschenkel mit
einer Wicklung versehen ist. Zwei Querschenkel sind mit
den freien Enden der drei Seitenschenkel verbunden. Zwei
am Läufer befestigte Magneten sind zwischen den äußeren
Seitenschenkeln und dem mittleren Seitenschenkel angeord
net. Die Wicklung weist eine über ihre Länge konstante
Wicklungsdichte auf. Der bekannte Linearmotor ist für
größere Transportwege nicht geeignet, da bei größeren
Wicklungslängen rasch die Magnetsättigung des
Jochmaterials erreicht wird. Es kann dann der von den
Magneten ausgehende Magnetfluß nicht mehr vollständig in
das Joch eingespeist werden, so daß die Antriebseffekti
vität des Linearmotors vermindert ist. Um dem zu begegnen,
könnte man das Flußaufnahmevermögen des Jochmaterials
(durch Querschnittsvergrößerung und/oder Verwendung
hochwertigeren Materials) verbessern, was jedoch zu
erhöhtem Bauaufwand und dementsprechend höheren Herstel
lungskosten führt.
Demgegenüber liegt die Aufgabe der Erfindung darin, einen
Linearmotor bereitzustellen, welcher für größere Trans
portwege geeignet ist und/oder mit geringerem Jochquer
schnitt bzw. weniger hochwertigem Jochmaterial auskommt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß an
wenigstens einem der Schenkel des Jochs wenigstens eine
zweite Wicklung vorgesehen ist, deren im Joch erzeugtes
Magnetfeld dem von der ersten Wicklung im Joch erzeugten
Magnetfeld entgegengesetzt gerichtet ist. Das von der
zweiten Wicklung im Joch erzeugte Magnetfeld überlagert
sich dem von der ersten Wicklung im Joch erzeugten Ma
gnetfeld. Da es diesem entgegengesetzt gerichtet ist, ist
der Betrag des Gesamt-Magnetfelds in Folge der Überlage
rung der beiden Magnetfelder deutlich geringer als der
Betrag des von der ersten Wicklung im Joch alleine er
zeugten Magnetfelds. Dementsprechend tritt auch bei hohen
Einzel-Magnetfeldstärken im Joch keine Magnetsättigung
auf, wenn nur die Differenz der Beträge der beiden Ein
zel-Magnetfelder unter dem Sättigungsmagnetfeldbetrag
liegt. Der erfindungsgemäße Linearmotor kann somit auch
bei längeren Transportwegen eingesetzt werden. Werden
keine langen Transportwege gefordert, so kann dementspre
chend an Joch-Material gespart werden.
Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, daß
wenigstens einer der Seitenschenkel des Jochs in einem
zweiten Längenabschnitt des einen Teils mit wenigstens
einer zweiten Wicklung versehen ist. Die Anbringung von im
Vergleich zu den am selben Seitenschenkel angeordneten,
ersten Wicklungen gegensinnig gewickelten. zweiten Wick
lungen ermöglicht eine Vielzahl unterschiedlicher Be
triebsarten des erfindungsgemäßen Linearmotors.
So kann beispielsweise vorgesehen sein, daß die ersten
Wicklungen oder die zweiten Wicklungen als Antriebswick
lungen und die jeweils anderen Wicklungen als Kompensati
onswicklungen geschaltet sind, wobei die Antriebswick
lungen auf den Läufer eine in Bewegungsrichtung des
Läufers gerichtete Beschleunigungskraft ausüben, und wobei
die Kompensationswicklungen auf den Läufer eine der
Bewegungsrichtung des Läufers entgegengesetzt gerichtete
Beschleunigungskraft ausüben.
Bei dem eingangs genannten, bekannten Linearmotor kann
eine Änderung der Antriebskraft in Stärke und Richtung nur
durch eine entsprechende Steuerung des Wicklungsstroms
erfolgen, insbesondere muß zur Abbremsung des Läufers die
Stromrichtung umgekehrt werden. Erfindungsgemäß wird
dagegen vorgeschlagen, daß die ersten Wicklungen als
Antriebswicklungen und die zweiten Wicklungen als Kompen
sationswicklungen geschaltet sind, wenn das andere Teil
relativ zum anderen Teil aus dem ersten Längenabschnitt
des einen Teils in den zweiten Längenabschnitt des einen
Teils übergeführt werden soll und im zweiten Längen
abschnitt abgebremst werden soll. So kann beispielsweise
bei einer identischen Auslegung der ersten und zweiten
Wicklungen in Wicklungszahl und Wicklungsdichte das andere
Teil von den als Antriebswicklungen geschalteten Wick
lungen aus einem Zustand, in welchem er gegenüber dem
einen Teil ruht, auf eine Sollgeschwindigkeit beschleunigt
werden, dann mit dieser Sollgeschwindigkeit einen nicht
bewickelten Längenabschnitt des einen Teils durchlaufen
und schließlich von den als Kompensationswicklungen
beschalteten Wicklungen wieder zum Stillstand abgebremst
werden, ohne daß eine Änderung des die Wicklungen durch
fließenden Stroms nach Betrag oder Richtung notwendig
wäre. Wird der Strom am Ende des Transportwegs nicht
abgeschaltet, so wird das andere Teil ohne Änderung der
Stromrichtung wieder in seine Ausgangsposition zurückge
führt, wobei nunmehr die zweiten Wicklungen die Funktion
der Antriebswicklungen und die ersten Wicklungen die
Funktion der Kompensationswicklungen übernehmen. Insgesamt
ergibt sich also eine oszillierende Bewegung des anderen
Teils.
Es ist jedoch auch möglich, daß die ersten Wicklungen als
Antriebswicklungen und die zweiten Wicklungen als Kompen
sationswicklungen beschaltet sind, wenn sich das andere
Teil im Bereich des ersten Längenabschnitts des einen
Teils befindet, und daß die zweiten Wicklungen als An
triebswicklungen und die ersten Wicklungen als Kompensa
tionswicklungen beschaltet sind, wenn sich das andere Teil
im Bereich des zweiten Längenabschnitts des einen Teils
befindet und das andere Teil in Bewegungsrichtung über den
zweiten Längenabschnitt des einen Teils hinaus bewegt
werden soll. Hierdurch wird die von den Wicklungen er
zeugte und auf das andere Teil ausgeübte Kraft beim
Übergang des anderen Teils aus dem ersten in den zweiten
Längenabschnitt in ihrer Richtung beibehalten, so daß das
andere Teil auf dem gesamten, innerhalb des Linearmotors
verlaufenden Transportweg beschleunigt wird und den
Bereich des Linearmotors verlassen kann.
Zur Vereinfachung der Steuerung der Bewegung des Läufers
wird vorgeschlagen, daß zwischen benachbarten ersten und
zweiten Wicklungen jeweils wenigstens ein Sensor-Element
angeordnet ist zur Erfassung der Relativstellung der
beiden Teile, Stator und Läufer, und daß die Beschaltung
der ersten und zweiten Wicklungen als Antriebswicklungen
bzw. Kompensationswicklungen in Abhängigkeit der von den
Sensor-Elementen erfaßten Signale erfolgt. Das Vorsehen
von Sensor-Elementen ist von Vorteil, da die Beschleuni
gung des Läufers, welche von der von den Wicklungen auf
den Läufer ausgeübten Kraft hervorgerufen wird, von der
Masse des Läufers abhängt, die auf den Läufer ausgeübte
Kraft jedoch nicht von der Masse des Läufers abhängt.
Läufer unterschiedlicher Masse bzw. Läufer, welche unter
schiedliche Massen mit sich führen, durchlaufen den
Transportweg somit mit unterschiedlichen Geschwindig
keiten. Es ist daher von Vorteil, die Beschaltung der
Wicklungen in Abhängigkeit von der Position des Läufers
vorzunehmen.
Dadurch, daß in einer vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung die ersten und/oder zweiten Wicklungen eine in
Richtung der Längsachse des die jeweilige Wicklung tra
genden Seitenschenkels variable Wicklungsdichte aufweisen,
kann bei konstantem Speisestrom eine ortsabhängige Be
schleunigungs- bzw. Bremskraft auf den Läufer ausgeübt
werden, so daß man ein vorgegebenes Fahrprofil erreichen
kann.
Damit auch sich zwischen den Seitenschenkeln bewegende
andere Teile den Bereich des Linearmotors relativ zum
einen Teil verlassen können, wird vorgeschlagen, daß die
Querschenkel des Jochs jeweils einen relativ zu den
Seitenschenkeln aus einer von den Längsachsen der Seiten
schenkel festgelegten Ebene versetzten Hauptabschnitt
aufweisen, welcher mit den zugeordneten Seitenschenkeln
über jeweils einen Verbindungsabschnitt verbunden ist.
In einer Ausführungsform des Linearmotors ist vorgesehen,
daß der Linearmotor zylinder-symmetrisch ausgebildet ist
mit einem einen Seitenschenkel des Jochs bildenden, die
Motorachse festlegenden, zylindrischen Jochkern und einem
einen zweiten Seitenschenkel des Jochs bildenden, den
Jochkern unter Bildung eines Ringraums mit Abstand
umgreifenden, hohlzylindrischen Jochmantel, wobei das
andere Teil hülsenförmig ausgebildet und im Ringraum
angeordnet ist.
Eine besonders effektive Einspeisung des vom Läuferma
gneten erzeugten Magnetfelds in das Joch kann dadurch
erreicht werden, daß Wicklungsabschnitte der ersten und
zweiten Wicklungen zwischen am Joch vorgesehenen Polzähnen
angeordnet sind.
Ein beliebig langer Transportweg kann durch eine Linear
motoranordnung gewährleistet werden, welche in Bewegungs
richtung des Läufers aufeinanderfolgend angeordnete
Linearmotoren umfaßt.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung an
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es stellt dar:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform des Linearmotors mit
an den Querschenkeln angeordneten zweiten
Wicklungen;
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform des Linearmotors mit
an den Seitenschenkeln angeordneten zweiten
Wicklungen;
Fig. 3 eine Teilansicht einer aus Linearmotoren einer
dritten Ausführungsform zusammengesetzten
Linearmotoranordnung;
Fig. 4 eine vierte Ausführungsform des Linearmotors mit
zwischen Polzähne aufgenommenen Wicklungs
abschnitten der ersten und zweiten Wicklungen an
den Seitenschenkeln;
Fig. 5 eine schematische Darstellung eines
Seitenschenkels einer fünften Ausführungsform
des Linearmotors mit örtlich variierender
Wicklungsdichte;
Fig. 6 eine zylinder-symmetrisch ausgebildete
Ausführungsform des Linearmotors.
In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Linearmotors dargestellt. Der Linearmo
tor 10 umfaßt einen Läufer 12 und einen Stator 14. In dem
dargestellten Beispiel umfaßt der Stator 14 zwei sich im
wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung A des Läufers
12 erstreckende Seitenschenkel 16 und 18 sowie zwei sich
im wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung A er
streckende Querschenkel 20 und 22. Die Seitenschenkel 16
und 18 und die Querschenkel 20 und 22 bilden zusammen ein
Joch 23 des Stators 14. An den Seitenschenkeln 16 und 18
sind erste Wicklungen 24 und 26 angeordnet, welche als
Antriebswicklungen für den Läufer 12 dienen. An den
Querschenkeln 20 und 22 sind als Kompensationswicklungen
dienende zweite Wicklungen 28 und 30 angeordnet, deren im
Joch 23 erzeugtes Magnetfeld dem von den ersten Wicklungen
24 und 26 erzeugten Magnetfeld entgegengesetzt gerichtet
ist. Der Läufer 12 umfaßt einen Dauermagneten 32, dessen
Magnetfluß über das magnetisch hoch leitfähige Joch
geschlossen wird. Werden die Antriebsspulen 24 und 26 mit
Gleichstrom beschickt, so resultiert aus der Bewegung der
den Strom tragenden Ladungen in dem Magnetfeld des Ma
gneten 32 eine den Läufer 12 antreibende Lorentz-Kraft,
welche um so größer ist, je größer die Stromstärke des
Gleichstroms ist, je höher der vom Magneten 32 erzeugte
magnetische Fluß ist und je mehr stromdurchflossene
Windungen der Wicklungen im Bereich des Magneten 32 von
dessen Magnetfeld durchsetzt werden, d. h. je höher die
Wicklungsdichte im Bereich des Magneten 32 ist. Hierbei
ist es unerheblich, ob der Magnet 32 von einem Permanent
magneten oder einem Elektromagneten gebildet ist.
Bevorzugt ist jedoch die Bestückung des Läufers 12 mit
einem Permanentmagneten, da hierdurch das Problem der
Stromzufuhr zu den Magneten vermieden ist. Auch ist es
nicht unbedingt erforderlich, daß zwei Querschenkel
vorgesehen sind. Es wäre unter Umständen auch ausreichend,
wenn der Magnet 32 seinen Magnetfluß über die beiden
Seitenschenkel 16 und 18 und einen Querschenkel, bei
spielsweise den Querschenkel 22, schließen könnte.
Der durch die Antriebswicklungen fließende Gleichstrom
erzeugt im Joch 23 einen magnetischen Fluß, welcher bei
der Auslegung des Linearmotors berücksichtigt werden muß,
da er dem Magnetfluß des Magneten 32 überlagert ist.
Insbesondere besteht in den Bereichen, in welchen die
beiden Magnetflüsse gleich gerichtet sind, das Problem,
daß durch die Überlagerung die Magnetsättigung des Joch
materials erreicht werden kann. In diesem Fall könnte dann
weniger Magnetfluß des Magneten 32 in das Joch 23 eintre
ten, was zu einer Verminderung der Vortriebseffektivität
des Linearmotors 10 führen würde. Dadurch, daß die zweiten
Wicklungen 28 und 30 so mit Gleichstrom beschickt werden,
daß das von ihnen im Joch 23 erzeugte Magnetfeld dem von
den Wicklungen 24 und 26 erzeugten Magnetfeld entgegenge
setzt gerichtet ist, wird der Magnetfluß der Wicklungen 24
und 26 von dem Magnetfluß der Wicklungen 28 und 30 zumin
dest teilweise kompensiert. Im Idealfall heben sich die
magnetischen Flüsse der Antriebswicklungen 24 und 26 und
der Kompensationswicklungen 28 und 30 gegenseitig genau
auf, so daß der Magnetfluß im Joch 23 lediglich vom
Magneten 32 hervorgerufen wird. Gleichzeitig reduzieren
die Kompensationswicklungen 28 und 30 auch die Induktivi
tät des Linearmotors 10, was sich äußerst günstig auf
dessen Regelungseigenschaften auswirkt, insbesondere sind
die Ansprechzeiten auf Steuersignale reduziert.
In Fig. 2 ist eine zweite Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Linearmotors dargestellt. Im Vergleich
mit Fig. 1 erhalten analoge Teile gleiche Bezugszeichen,
jedoch vermehrt um die Zahl 100. Bei dem Linearmotor 110
sind die zweiten Wicklungen 128 und 130 nicht mehr an den
Querschenkeln 120 bzw. 122 angeordnet, sondern nunmehr,
genau wie die ersten Wicklungen 124 und 126, an den
Seitenschenkeln 116 und 118. Somit können auch die zweiten
Wicklungen 128 und 130 eine Kraft auf den Läufer 112
ausüben, wenn dieser in den Bereich des die Wicklungen 128
und 130 tragenden Längenabschnitts der Seitenschenkel 116
und 118 kommt.
Bei einer Integration der als Kompensationswicklungen für
die ersten Wicklungen 124 und 126 geschalteten zweiten
Wicklungen 128 und 130 in den Transportweg des Läufers 112
sind verschiedene Betriebsweisen denkbar. Soll der Läufer
112 beispielsweise aus einem dem Querschenkel 122 nahege
legenen Längenabschnitt 116a/118a der Seitenschenkel 116
und 118 in einen dem Querschenkel 120 nahegelegenen
Längenabschnitt 118b/118b der Seitenschenkel 116 und 118
übergeführt werden und danach wieder in den Längenab
schnitt 116a/118a zurückgeführt werden, so kann dies
dadurch erreicht werden, daß die Wicklungen 124 und 126
als Antriebswicklungen und die Wicklungen 128 und 130 als
Kompensationswicklungen geschaltet sind, wobei die Wick
lungen 124, 126, 128 und 130 jeweils gleiche Wicklungsdichte
und gleiche Wicklungslänge aufweisen. Der Läufer 112 wird
dann im Bereich der Wicklungen 124 und 128 in Richtung des
Pfeils A auf eine Sollgeschwindigkeit beschleunigt, wenn
die Wicklungen 124 und 126 dementsprechend mit Gleichstrom
beschickt werden. Nach der Beschleunigung durchläuft der
Läufer 112 einen nicht bewickelten Längenabschnitt
116c/118c der Seitenschenkel 116 bzw. 118, bevor er
zwischen die Wicklungen 128 und 130 eintritt. Die Wick
lungen 128 und 130 üben dann, wenn sie nach wie vor als
Kompensationswicklungen für die Antriebswicklungen 124 und
126 geschaltet sind, eine in Richtung des Pfeils B ge
richtete Bremskraft auf den Läufer 112 aus und bremsen ihn
bis zum Stillstand ab. Wird der Strom nach Erreichen des
Stillstands des Läufers 112 nicht abgeschaltet, so üben
die Wicklungen 128 und 130 auf den Läufer 112 nach wie vor
eine in Richtung des Pfeils B gerichtete Kraft aus, so daß
dieser wieder in Richtung auf den Längenabschnitt
116a/118a hin beschleunigt wird. Die Wicklungen 128 und
130 wirken nunmehr als Antriebswicklungen, die Wicklungen
124 und 126 als Kompensationswicklungen. Der Läufer 112
wird also von den Wicklungen 128 und 130 auf seine Soll
geschwindigkeit beschleunigt, durchläuft dann den nicht
bewickelten Längenabschnitt 116c/118c, um schließlich von
den Wicklungen 124 und 126 wieder zum Stillstand abge
bremst zu werden. Wird der Gleichstrom weiterhin nicht
abgeschaltet, so beginnt die Bewegung des Läufers 112,
ausgehend vom Längenabschnitt 116a/118a, erneut. Es ergibt
sich somit eine oszillierende Bewegung des Läufers 112
zwischen den Längenabschnitten 116a/118a und 116b/118b.
Daneben ist es jedoch auch möglich, den Läufer 112 auch im
Bereich der Wicklungen 128 und 130 weiter in Richtung des
Pfeils A zu beschleunigen. Hierzu muß allerdings die
Richtung des die Wicklungen 124, 126, 128 und 130 durchset
zenden Stroms umgeschaltet werden, wenn sich der Läufer
112 im Bereich der unbewickelten Längenabschnitte 116c und
118c befindet. Dieses Umschalten kann beispielsweise von
Hand oder automatisch nach einer vorbestimmten Zeitdauer
nach Einschalten des Stroms erfolgen. Besonders einfach
und zuverlässig ist es jedoch, im Längenabschnitt
116c/118c Sensoren bzw. Schaltelemente 134 vorzusehen,
welche den Strom dann umschalten, wenn der Läufer 112 sich
an ihnen vorbei bewegt. Um dem Läufer 112 nach erneuter
Beschleunigung in Richtung des Pfeils A durch die Wick
lungen 128 und 130 ein Austreten aus dem Linearmotor 110
zu ermöglichen, kann beispielsweise der Querschenkel 120,
wie in Fig. 2 mit gestrichelten Linien 136 angedeutet ist,
weggelassen werden. Der Rückschluß des Magnetstroms des
Dauermagneten 132 erfolgt dann lediglich über den Quer
schenkel 122 und die Seitenschenkel 116 und 118.
In Fig. 3 ist eine dritte Ausführungsform des Linearmotors
dargestellt, welche sich besonders gut für die vorstehend
beschriebene Betriebsweise eignet. Analoge Teile sind
wiederum mit gleichen Bezugszeichen versehen, jedoch
vermehrt um die Zahl 200. Im Unterschied zu der in Fig. 2
dargestellten Ausführungsform weist der Linearmotor 210
Querschenkel 220 und 222 auf, welche die Bewegung des
Läufers 212 aus dem Bereich des Linearmotors 210 heraus
nicht behindern. Hierzu weisen die Querschenkel 220 bzw.
222 jeweils einen relativ zu den Seitenschenkeln 216 und
218 aus einer von den Längsachsen der Seitenschenkel
festgelegten Ebene versetzten Hauptabschnitt 220a bzw.
222a auf, welcher mit den Seitenschenkeln 216 und 218 über
jeweils einen Verbindungsabschnitt 220b bzw. 222b verbun
den ist.
Der Linearmotor 210 ermöglicht eine Hintereinanderschal
tung beliebig vieler solcher Linearmotoren. Nachdem der
Läufer 212 beispielsweise aus dem Linearmotor 210a ausge
treten ist, tritt er in den Längenabschnitt 216a/218a des
Linearmotors 210 ein, wird von den Antriebswicklungen 224
und 226 in Richtung des Pfeils A beschleunigt, durchläuft
dann einen unbewickelten Längsabschnitt 216c/218c des
Linearmotors 210 und betätigt hierbei das Schaltelement
234, welches ein Umschalten des Gleichstroms in den Spulen
224, 228, 228 und 230 bewirkt. Somit wird der Läufer 212
anschließend von den Wicklungen 228 und 230 ebenfalls in
Richtung des Pfeils A weiter beschleunigt und verläßt nach
Durchlaufen des Längenabschnitts 216b/218b den Linearmotor
210 in Richtung zum Linearmotor 210b. In dem Längenab
schnitt 216b/218b kann ein weiterer Sensor bzw. Schalter
238 vorgesehen sein, welcher den die Wicklungen
224, 226, 228 und 230 des Linearmotors 210 durchfließenden
Strom abschaltet und eine Beschickung der Wicklungen des
nächstfolgenden Linearmotors 210b bewirkt, so daß der
Läufer 212 vom Linearmotor 210b weiter in Richtung des
Pfeils A beschleunigt wird. Mit einer derartigen Linear
motoranordnung lassen sich prinzipiell beliebig lange
Transportwege realisieren.
Prinzipiell ermöglichen aus die Ausführungsformen des
Linearmotors gemäß den Fig. 1 und 2 eine Hintereinan
derschaltung beliebig vieler derartiger Linearmotoren. Der
Läufer ist in diesem Fall dann nicht zwischen den Seiten
schenkeln geführt, sondern kann beispielsweise oberhalb
der Seitenschenkel geführt sein mit entsprechender
Magnetisierung der oberhalb der Seitenschenkel angeord
neten Teile des Läufers. Die Ausführungsform gemäß Fig. 3
hat jedoch neben der einfacheren seitlichen Führung auch
den Vorteil geringerer Bauhöhe des Linearmotors.
In Fig. 4 ist eine vierte Ausführungsform des Linearmotors
dargestellt, wobei analoge Teile mit gleichen Bezugszei
chen versehen sind, jedoch vermehrt um die Zahl 300. Beim
Linearmotor 310 sind die Antriebs- und Kompensationswick
lungen in Wicklungsabschnitte 324a-d, 326a-d, 328a-d
und 330a-d unterteilt, welche zwischen an den Seiten
schenkeln 316 und 318 ausgebildete Polzähne 340 eingelegt
sind. Durch diese Polzähne 340 werden unerwünschte Luft
spalte zwischen dem Läufer 312 und dem Joch 323 vermieden.
Derartige Luftspalte sind unerwünscht, da sie den Über
tritt des Magnetflusses des Magneten 332 in das Joch
erschweren und somit die Effektivität des Linearmotors 310
negativ beeinflussen.
In Fig. 5 ist grob schematisch ein Seitenschenkel einer
weiteren Ausführungsform mit örtlich variierender Wick
lungsdichte dargestellt. Der Seitenschenkel 416 weist eine
Antriebswicklung 424 und eine Kompensationswicklung 428
auf, welche beide eine in Richtung der Längsachse des
Seitenschenkels 416 örtlich variierende Wicklungsdichte
aufweisen. Insbesondere in den Beschleunigungs- bzw.
Bremsabschnitten 424e und 428e der Wicklungen 424 und 428,
d. h. angrenzend an die Längenabschnitte 416a bzw. 416b des
Seitenschenkels 416, ist eine hohe Wicklungsdichte er
wünscht, um ein schnelles Anfahren bzw. ein effektives
Abbremsen des Läufers zu ermöglichen. Die an den Längen
abschnitt 416c angrenZenden Wicklungsabschnitte 424f und
428f der Wicklungen 424 und 428 können eine geringere
Wicklungsdichte aufweisen, da es hier vorwiegend darauf
ankommt, daß sich der Läufer mit seiner vorbestimmten
Sollgeschwindigkeit weiter bewegt, d. h. daß insbesondere
Reibungsverluste ausgeglichen werden.
In Fig. 6 ist eine zylinder-symmetrisch ausgebildete
Ausführungsform des Linearmotors gezeigt. Analoge Teile
sind mit gleichen Bezugsziffern versehen, jedoch vermehrt
um die Zahl 500. Der Linearmotor 510 weist einen einen
Seitenschenkel des Jochs 523 bildenden zylindrischen
Jochkern 516 auf, welcher Wicklungen 524 und 526 trägt,
wobei in Fig. 6 die Wicklung 526 teilweise durchbrochen
dargestellt ist, um den Blick auf den sie tragenden
Jochkern 516 freizugeben. An den Enden 516a und 516b des
Jochkerns 516 sind scheibenförmige Querschenkel 520 und
522 angebracht, welche an ihrem äußeren Umfangsrand mit
einem hohlzylindrischen Jochmantel 518 verbunden sind,
welcher einen zweiten Seitenschenkel des Jochs 523 bildet.
Zwischen dem Jochkern 516 und dem Jochmantel 518 ist ein
Ringraum 542 ausgebildet, in welchem ein hülsenförmiger
Läufer 512, den Jochkern 516 umgreifend, aufgenommen ist.
Um eine Kraftübertragung des Läufers 512 auf einen außer
halb des Linearmotors 510 angeordneten zu bewegenden
Gegenstand (nicht gezeigt) ausüben zu können, kann einer
der Querschenkel, beispielsweise der Querschenkel 520,
weggelassen werden und der Läufer 512 über ein in Fig. 8
nicht dargestelltes, nicht magnetisierbares, axial ver
laufendes Kraftübertragungsglied mit dem äußeren Gegen
stand verbunden sein. Alternativ kann in dem Jochmantel
518 ein Langloch (nicht dargestellt) vorgesehen sein,
welches von einem nicht magnetisierbaren, radial verlau
fenden und den Läufer 512 mit dem äußeren Gegenstand
verbindenden Kraftübertragungsglied durchsetzt ist.
Erfindungsgemäß wird ein Linearmotor bereitgestellt, bei
welchem der nutzbare Transportweg eines einzelnen Linear
motors etwa zehn- bis hundertmal solang ist wie der Läufer
und welcher mit Gleichstrom betrieben werden kann. Längere
Linearmotoren können durch alternierend aufeinanderfol
gende Antriebs- und Kompensationswicklungen realisiert
werden, wobei dann statt des Gleichstroms ein Wechselstrom
mit sehr niedriger Frequenz zum Betrieb des Linearmotors
erforderlich ist. Die Antriebskraft kann örtlichen Gege
benheiten durch eine Variation der Wicklungsdichte ange
paßt werden, ohne daß der Wert der Antriebsstromstärke
verändert werden muß. Auf Streckenabschnitten, welche ein
Abbremsen des Läufers erfordern, kann eine entgegen der
Bewegungsrichtung des Läufers gerichtete Bremskraft
dadurch erzielt werden, daß in diesen Abschnitten Kompen
sationswicklungen vorgesehen sind, d. h. Wicklungen mit im
Vergleich zu den Antriebswicklungen umgekehrtem
Wicklungssinn. Somit ist auch zum Erhalt solcher Brems
strecken keine Umkehrung der Antriebsstromrichtung erfor
derlich. Wird als Läufer ein Permanentmagnet verwendet, so
hat dies zum einen den Vorteil, daß dem Läufer keine
elektrische Energie zugeführt werden muß, welche dann auch
nicht in Form von Wärme vom Läufer wieder abgeführt werden
muß. Bei dem erfindungsgemäßen Linearmotor kann die
Bremsenergie als Gleichstrom zurückgewonnen werden,
wodurch er auch als "Lineargenerator" und "Lineartachome
ter" verwendet werden kann.
Claims (12)
1. Linearmotor (10; 110; 210; 310; 510) mit einem Stator
(14; 114; 214; 314; 514) und einem relativ zum Stator beweg
baren Läufer (12; 112; 212; 312; 512),
wobei eines der Teile (14; 114; 214; 314; 514), Stator oder Läufer, ein Joch (23; 123; 223; 323; 523) hoher magne tischer Leitfähigkeit umfaßt, welches Joch (23; 123; 223; 323; 523) wenigstens zwei länglich ausgebildete Seitenschenkel (16; 18; 116; 118; 216, 218; 316, 318; 416; 516, 518) mit jeweils im wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung des Läufers (12; 112; 212; 312; 512) verlaufender Längsachse und wenigstens einen länglich ausgebildeten Querschenkel (20, 22; 120, 122; 220, 222; 320, 322; 520, 522) zur Verbindung der wenigstens zwei Seitenschenkel (16, 18; 116; 118; 216, 218; 316, 318; 418; 516, 518) mit jeweils im wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung des Läufers (12; 112; 212; 312; 512) verlaufender Längsachse aufweist,
wobei das eine Teil (14; 114; 214; 314; 514) weiter wenigstens eine in einem ersten Längenabschnitt des einen Teils an wenigstens einem der Seitenschenkel (16, 18; 116, 118; 218, 218; 316, 318; 416; 516, 518) des Jochs (23; 123; 223; 323; 523) angeordnete, als Antriebswicklung betreibbare, erste Wicklung (24, 26; 124, 126; 224; 226; 324a-d, 328a-d; 424, 426; 524) umfaßt und
wobei das jeweils andere Teil, Läufer bzw. Stator, (12; 112; 212; 312; 512) wenigstens einen Magneten (32; 132; 232; 332) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß an wenigstens einem der Schenkel (16, 18, 20, 22; 116, 118, 120, 122; 216, 218, 220, 222; 316, 318, 320, 322; 516, 518, 520, 522) des Jochs wenigstens eine zweite Wicklung (28, 30; 128, 130; 228, 230; 328a-d, 330a-d; 428; 528) vorgesehen ist, deren im Joch (23; 123; 223; 323; 523) erzeugtes Magnet feld dem von der ersten Wicklung (24, 26; 124, 126; 224, 226; 324a-d, 326a-d; 424, 426; 524) im Joch (23; 123; 223; 323; 523) erzeugten Magnetfeld entgegengesetZt gerichtet ist.
wobei eines der Teile (14; 114; 214; 314; 514), Stator oder Läufer, ein Joch (23; 123; 223; 323; 523) hoher magne tischer Leitfähigkeit umfaßt, welches Joch (23; 123; 223; 323; 523) wenigstens zwei länglich ausgebildete Seitenschenkel (16; 18; 116; 118; 216, 218; 316, 318; 416; 516, 518) mit jeweils im wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung des Läufers (12; 112; 212; 312; 512) verlaufender Längsachse und wenigstens einen länglich ausgebildeten Querschenkel (20, 22; 120, 122; 220, 222; 320, 322; 520, 522) zur Verbindung der wenigstens zwei Seitenschenkel (16, 18; 116; 118; 216, 218; 316, 318; 418; 516, 518) mit jeweils im wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung des Läufers (12; 112; 212; 312; 512) verlaufender Längsachse aufweist,
wobei das eine Teil (14; 114; 214; 314; 514) weiter wenigstens eine in einem ersten Längenabschnitt des einen Teils an wenigstens einem der Seitenschenkel (16, 18; 116, 118; 218, 218; 316, 318; 416; 516, 518) des Jochs (23; 123; 223; 323; 523) angeordnete, als Antriebswicklung betreibbare, erste Wicklung (24, 26; 124, 126; 224; 226; 324a-d, 328a-d; 424, 426; 524) umfaßt und
wobei das jeweils andere Teil, Läufer bzw. Stator, (12; 112; 212; 312; 512) wenigstens einen Magneten (32; 132; 232; 332) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß an wenigstens einem der Schenkel (16, 18, 20, 22; 116, 118, 120, 122; 216, 218, 220, 222; 316, 318, 320, 322; 516, 518, 520, 522) des Jochs wenigstens eine zweite Wicklung (28, 30; 128, 130; 228, 230; 328a-d, 330a-d; 428; 528) vorgesehen ist, deren im Joch (23; 123; 223; 323; 523) erzeugtes Magnet feld dem von der ersten Wicklung (24, 26; 124, 126; 224, 226; 324a-d, 326a-d; 424, 426; 524) im Joch (23; 123; 223; 323; 523) erzeugten Magnetfeld entgegengesetZt gerichtet ist.
2. Linearmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Querschenkel (20, 22) mit wenigstens
einer zweiten Wicklung (28, 30) versehen ist.
3. Linearmotor nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens einer der Seitenschenkel
(116, 118; 216, 218; 316, 318; 416; 516, 518) des Jochs (123; 223;
323; 523) in einem zweiten Längenabschnitt des einen Teils
(114; 214; 314; 514) mit wenigstens einer zweiten Wicklung
(128, 130; 228, 230; 328a-d, 330a-d; 428; 528) versehen ist.
4. Linearmotor nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten Wicklungen (124, 126; 224, 226; 324a-d,
326a-d; 424, 426; 524) oder die zweiten Wicklungen als
Antriebswicklungen und die jeweils anderen Wicklungen als
Kompensationswicklungen geschaltet sind,
wobei die Antriebswicklungen auf den Läufer (112; 212; 312; 512) eine in Bewegungrichtung des Läufers gerichtete Beschleunigungskraft ausüben, und
wobei die Kompensationswicklungen auf den Läufer (112; 212; 312; 512) eine der Bewegungrichtung des Läufers entgegengesetzt gerichtete Beschleunigungskraft ausüben.
wobei die Antriebswicklungen auf den Läufer (112; 212; 312; 512) eine in Bewegungrichtung des Läufers gerichtete Beschleunigungskraft ausüben, und
wobei die Kompensationswicklungen auf den Läufer (112; 212; 312; 512) eine der Bewegungrichtung des Läufers entgegengesetzt gerichtete Beschleunigungskraft ausüben.
5. Linearmotor nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten Wicklungen (124, 126; 224, 226; 324a-d,
326a-d; 424, 426; 524) als Antriebswicklungen und die zweiten
Wicklungen (128, 130; 228, 230; 328a-d, 330a-d; 428; 528) als
Kompensationswicklungen geschaltet sind, wenn das andere
Teil (112; 212; 312; 512) relativ zum einen Teil aus dem
ersten Längenabschnitt des einen Teils (114; 214; 314; 514)
in den zweiten Längenabschnitt des einen Teils übergeführt
werden soll und im zweiten Längenabschnitt abgebremst
werden soll.
6. Linearmotor nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten Wicklungen (124, 126; 224, 226; 324a-d, 326a-d; 424, 426; 524) als Antriebswicklungen und die zweiten Wicklungen (128, 130; 228, 230; 328a-d, 330a-d; 428; 528) als Kompensationswicklungen beschaltet sind, wenn sich das andere Teil (112; 212; 312; 512) im Bereich des ersten Längenabschnitts des einen Teils (114; 214; 314; 514) befin det, und
daß die zweiten Wicklungen (128, 130; 228, 230; 328a-d, 330a-d; 428; 528) als Antriebswicklungen und die ersten Wicklungen (124, 126; 224, 226; 324a-d, 326a-d; 424, 426; 524) als Kompensationswicklungen beschaltet sind, wenn sich das andere Teil (112; 212; 312; 512) im Bereich des zweiten Längenabschnitts des einen Teils (114; 214; 314; 514) befin det und das andere Teil relativ zum einen Teil über den zweiten Längenabschnitt des einen Teils hinaus bewegt werden soll.
daß die ersten Wicklungen (124, 126; 224, 226; 324a-d, 326a-d; 424, 426; 524) als Antriebswicklungen und die zweiten Wicklungen (128, 130; 228, 230; 328a-d, 330a-d; 428; 528) als Kompensationswicklungen beschaltet sind, wenn sich das andere Teil (112; 212; 312; 512) im Bereich des ersten Längenabschnitts des einen Teils (114; 214; 314; 514) befin det, und
daß die zweiten Wicklungen (128, 130; 228, 230; 328a-d, 330a-d; 428; 528) als Antriebswicklungen und die ersten Wicklungen (124, 126; 224, 226; 324a-d, 326a-d; 424, 426; 524) als Kompensationswicklungen beschaltet sind, wenn sich das andere Teil (112; 212; 312; 512) im Bereich des zweiten Längenabschnitts des einen Teils (114; 214; 314; 514) befin det und das andere Teil relativ zum einen Teil über den zweiten Längenabschnitt des einen Teils hinaus bewegt werden soll.
7. Linearmotor nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen benachbarten ersten Wicklungen (24, 26; 124, 126; 224, 226; 324a, 326a; 424, 426; 524) und zweiten Wicklungen (28, 30; 128, 130; 228, 230; 328d, 330d; 428; 528) jeweils wenig stens ein Sensor-Element (134; 234, 238) angeordnet ist zur Erfassung der Relativstellung der beiden Teile, Stator (114; 214; 314; 514) und Läufer (112; 212; 312; 512), und
daß die Beschaltung der ersten Wicklungen (24, 26; 124, 126; 224, 226; 324a-d, 326a-d; 424, 426; 524) und zweiten Wick lungen (28, 30; 128, 130; 228, 230; 328a-d, 330a-d; 428; 528) als Antriebswicklungen bzw. Kompensationswicklungen in Abhän gigkeit der von den Sensor-Elementen (134; 234, 238) er faßten Signale erfolgt.
daß zwischen benachbarten ersten Wicklungen (24, 26; 124, 126; 224, 226; 324a, 326a; 424, 426; 524) und zweiten Wicklungen (28, 30; 128, 130; 228, 230; 328d, 330d; 428; 528) jeweils wenig stens ein Sensor-Element (134; 234, 238) angeordnet ist zur Erfassung der Relativstellung der beiden Teile, Stator (114; 214; 314; 514) und Läufer (112; 212; 312; 512), und
daß die Beschaltung der ersten Wicklungen (24, 26; 124, 126; 224, 226; 324a-d, 326a-d; 424, 426; 524) und zweiten Wick lungen (28, 30; 128, 130; 228, 230; 328a-d, 330a-d; 428; 528) als Antriebswicklungen bzw. Kompensationswicklungen in Abhän gigkeit der von den Sensor-Elementen (134; 234, 238) er faßten Signale erfolgt.
8. Linearmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten Wicklungen (424) und/oder zweiten
Wicklungen (428) eine in Richtung der Längsachse des die
jeweilige Wicklung tragenden Seitenschenkels (416) va
riable Wicklungsdichte aufweisen.
9. Linearmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Querschenkel (220, 222) des Jochs (223) jeweils
einen relativ zu den Seitenschenkeln (216, 218) aus einer
von den Längsachsen der Seitenschenkel (216, 218) festge
legten Ebene versetzten Hauptabschnitt (220a, 222a) auf
weisen, welcher mit den zugeordneten Seitenschenkeln
(216, 218) über jeweils einen Verbindungsabschnitt
(220b, 222b) verbunden ist.
10. Linearmotor nach einem der Ansprüche 3 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Linearmotor (510) zylinder-symmetrisch ausge
bildet ist mit einem einen Seitenschenkel (516) des Jochs
(523) bildenden, die Motorachse festlegenden, zylin
drischen Jochkern (516) und
einem einen zweiten Seitenschenkel (518) des Jochs
(523) bildenden, den Jochkern (516) unter Bildung eines
Ringraums (542) mit Abstand umgreifenden, hohlzylin
drischen Jochmantel (518),
wobei das andere Teil (512) hülsenförmig ausgebil
det und im Ringraum (542) angeordnet ist.
11. Linearmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Wicklungsabschnitte (324a-d, 326a-d, 328a-d, 330a-d)
der ersten und zweiten Wicklungen zwischen am Joch (323)
vorgesehenen Polzähnen (340) angeordnet sind.
12. Linearmotoranordnung umfassend in Bewegungsrichtung
des Läufers aufeinanderfolgend angeordnete Linearmotoren
nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914107530 DE4107530A1 (de) | 1991-03-08 | 1991-03-08 | Linearmotor i |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914107530 DE4107530A1 (de) | 1991-03-08 | 1991-03-08 | Linearmotor i |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4107530A1 true DE4107530A1 (de) | 1992-09-17 |
Family
ID=6426830
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914107530 Ceased DE4107530A1 (de) | 1991-03-08 | 1991-03-08 | Linearmotor i |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4107530A1 (de) |
Cited By (4)
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- 1991-03-08 DE DE19914107530 patent/DE4107530A1/de not_active Ceased
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |