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Die Erfindung bezieht sich auf elektromagnetische
Aktuatoren, speziell auf lineare Aktuatoren, wie sie bei der Positionierung,
der Ausübung
von Kräften
auf ein Werkstück
und bei einer hin- und hergehenden Bewegung benutzt werden.
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In unserer früheren europäischen Patentanmeldung
EP 0748670 A ist
eine Aktuatorvorrichtung beschrieben und dargestellt, welche zwei
starr miteinander verbundene ähnliche
Teile umfasst. Jedes Teil hat eine zylindrische Eisenstruktur mit
einem äußeren hohlen
Rohrabschnitt und einem inneren Abschnitt, und beide Abschnitte
sind durch Endplatten so miteinander verbunden, dass zwischen ihnen
ein Ringspalt gebildet wird, wobei jeder Teil im Längsschnitt
eine E-Form hat. Die beiden Teile liegen einander gegenüber und
definieren einen gemeinsamen ringförmigen Hohlraum zwischen ihren äußeren und inneren
Teilen. In dem Hohlraum kann ein Kupferrohr seitlich gleiten. Zur Übertragung
von Bewegungen des Kupferrohres außerhalb des Hohlraumes haben die äußeren Abschnitte
längs verlaufende
Schlitze, und am Kupferrohr sind durch die Schlitze nach außen ragende
radiale Speichen angebracht. An ihrem Fuß sind die inneren Teile von
elektrischen Spulen umgeben, und bei einer Wechselstromerregung
der Spulen bewegt sich das Kupferrohr infolge des Zusammenwirkens
der im Kupferrohr induzierten Wirbelströme mit dem magnetischen Feld
in den Eisenstrukturen. Die Kraft/Verschiebungs-Charakteristik des
Kupferrohres bei erregter Spule ist so, dass seine Position sich
durch Differentialerregung der beiden Spulen verändern kann, so dass die Vorrichtung als
Positionierungsvorrichtung wirkt.
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Eine Aufgabe der Erfindung besteht
in der Schaffung eines elektromagnetischen Aktuators verbesserter
Konstruktion und vielseitigerer Anwendung.
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Gemäß der Erfindung enthält ein elektromagnetischer
Aktuator ein aus ferromagnetischem Material hergestelltes erstes
Teil und ein aus elektrisch leitendem Material hergestelltes zweites
Teil, wobei das feste Teil einen äußeren hohlen Rohrabschnitt und
einen so angeordneten zentralen Kern bildet, dass zwischen dem äußeren Abschnitt
und dem Kern ein Ringspalt entsteht. Der bewegliche Teil befindet sich
im Ringspalt und kann in diesem linear gleiten, und um den zentralen
Kern sind elektrische Spulen herumgewickelt. Die Anordnung ist dadurch
gekennzeichnet, dass das feste Teil eine zentral in dem Spalt angeordnete
Scheibe umfasst, welche den Spalt längs in zwei kürzere Spalten
beiderseits von ihr aufteilt, und der zentrale Kern besteht aus
zwei Teilen, von denen jeder an gegenüberliegenden Oberflächen der
Scheibe befestigt ist. Um jeden Teil des Kerns ist eine elektrische
Spule herumgewickelt, und der bewegliche Teil umfasst zwei getrennte
ringförmige
Elemente, die jeweils in einen der kürzeren Spalte gleiten können, und
diese Elemente sind durch Befestigungsmittel starr miteinander verbunden,
so dass sie gemeinsam gleiten.
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Bei der Ausführung der Erfindung können die Befestigungsmittel
eine durch beide Teile des Kerns hindurch verlaufende zentrale Bohrung
aufweisen, in welcher eine Stange gleiten kann, und die ringförmigen Elemente
des beweglichen Teils sind starr an gegenüberliegenden Enden der Stange
befestigt. Vorzugsweise ist die Stange innerhalb der zentralen Bohrung
mit Linearlagern montiert.
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Die Teile der zentralen Bohrung haben
vorzugsweise in Richtung von der zentralen Scheibe weg zunehmende
Durchmesser, und diese Durchmesserzunahme erfolgt stufenweise.
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Der Aktuator kann als Positionierungsvorrichtung
dienen. Hierbei werden die beiden Spulen differentiell erregt, und
die leitenden Rohre nehmen eine Position ein, welche vom Verhältnis der
in den beiden Spulen fließenden
Ströme
abhängt.
Der Aktuator kann auch zur Kraftausübung dienen, und in diesem
Modus wird nur eine Spule erregt. Durch abwechselnde Erregung der
beiden Spulen lässt
sich eine hin- und hergehende Linearbewegung erreichen.
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Zum besseren Verständnis der
Erfindung sei nunmehr auf die beiliegenden Zeichnungen verwiesen.
Es zeigen:
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1 einen
Längsschnitt
durch einen erfindungsgemäßen Aktuator;
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2 eine
Kraft/Verschiebungs-Kurve für den
Aktuator nach 1;
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3 eine
Kraft/Verschiebungs-Kurve, wenn der Aktuator für kontinuierliche Hin- und
Herbewegung ausgelegt ist;
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4 ein
Blockdiagramm der elektrischen Schaltung für den Betrieb des Aktuators
als Positionierungsvorrichtung; und
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5 ein
Diagramm zur Erläuterung
des Betriebs der Schaltung nach 4.
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Es sei zunächst 1 betrachtet, welche einen Längsschnitt
durch einen Aktuator zeigt, der einen aus Ferritmaterial bestehenden
festen Teil und einen aus elektrisch leitfähigem Material bestehenden
beweglichen Teil hat. Der feste Teil hat eine zentrale dicke zylindrische
Scheibe 1, an welcher ein äußeres dünnwandiges zylindrisches Rohr 2 befestigt ist.
Das Rohr 2 verläuft
beiderseits der Scheibe 1 über eine gewisse Distanz. Zwei
zentrale Ferritkerne 3 und 4 sind beiderseits
an die Scheibe 1 angebracht und ragen axial in entgegengesetzte
Richtungen innerhalb des vom Rohr 2 definierten Volumens.
Der Zwischenraum zwischen den Kernen 3 und 4 und
der äußeren zylindrischen
Wand 2 bildet Ringspalte 5 und 6.
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Die Kerne 3 und 4 sind
beide abgestuft, so dass ihr Durchmesser mit der Entfernung von
der Scheibe 1 zunimmt. Um die zentralen Kerne 3 und 4 herum
sind elektrische Spulen 7 und 8 nahe der Scheibe 1 innerhalb
der Ringspalte 5 und 6 angeordnet.
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Der bewegliche Teil des Aktuators
umfasst zwei dünnwandige
Rohre 9 und 10 mit geschlossenen Enden 11 und 12.
Die Rohre 9 und 10 sitzen innerhalb der Spalte 5 und 6 und
können
in diesen in Längsrichtung
gleiten. Sie können
günstig
aus Aluminium oder Kupfer bestehen. Die Rohre 9 und 10 sind aneinander
befestigt, so dass sie gemeinsam gleiten. Zur Befestigung der Rohre
aneinander ist eine zentrale Bohrung 13 vorgesehen, die
durch beide Kerne 3 und 4 verläuft. Durch die Bohrung 13 verläuft eine Stange 14,
deren Enden starr mit den Endscheiben 11 und 12 der
Rohre 9 und 10 verbunden sind. Um die Gleitbewegung
der Stange 14 zu ermöglichen, können zwischen
Stange 14 und der Innenfläche der Bohrung 13 Linearlager
vorgesehen sein. Die Rohre 9 und 10 und die sie
verbindende Stange 14 bilden ein Verbundteil 15,
das innerhalb Grenzen in den beiden entgegengesetzten Richtungen
linear bewegt werden kann.
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Der Betrieb des Aktuators nach 1 hängt von der Art ab, in welcher
die beiden Spulen 7 und 8 erregt werden. Eine
Erregung der Spule 7 oder 8 mit Wechselstrom, üblicherweise
aus dem 50 Hz-Netz, führt
zur Erzeugung eines magnetischen Wechselfel des in den Ferritelementen,
welches seinerseits Wirbelströme
in dem leitenden Teil 15 erzeugt. Die Wirbelströme reagieren
mit dem magnetischen Feld unter Bildung einer Kraft, welche nach
außen
auf das leitende Teil 15 wirkt. Wird nur einer Spule Wechselstrom
zugeführt,
dann gilt die in 2 gezeigte
Beziehung zwischen Kraft und Verschiebung. Man sieht, dass bei dem
gestuften Kern beim Herausgleiten des Teiles 15 aus einer
zentralen Position die Kraft über
einen kleinen Bereich leicht zunimmt und dann mit weiterer Verschiebung
praktisch linear abnimmt. Zum Vergleich ist in demselben Maßstab auch
eine Kraft/Verschiebungs-Kurve für
einen nicht gestuften Kern gezeichnet. Man sieht, dass über praktisch
den gesamten Bewegungsbereich des Teils 15 die auf ihn
wirkende Kraft bei einem abgestuften Kern erheblich größer ist.
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Zur Betätigung des Aktuators als Linearmotor
für Hin-
und Herbewegung kann man die in 1 gezeigte
Schaltung benutzen. Die beiden Spulen 7 und 8 werden
beide durch Triacs T1 und T2 von
Anschlüssen 21 und 22 aus
gespeist, welche an eine 50 Hz-Netzstromquelle
angeschlossen sind. Das Zünden
der Triacs T1 und T2 wird durch Sensoren
D1 und D2 in Form
von Photodioden derart gesteuert, dass die Spulen abwechselnd erregt
werden. Zu irgendeinem Zeitpunkt ist der Zündwinkel des einen Triacs 0°, und derjenige
des anderen Triacs 180°,
d. h., dass ein Triac eingeschaltet und das andere ausgeschaltet ist.
Zu diesem Zweck stellen die Photodioden D1 und D2 die beiden Enden der Wanderbewegung des
Teils 15 fest und triggern die Triacs dementsprechend.
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Die Bewegung des Gleitteils ist in 3 gezeigt. An einer mit
A markierten mittleren Position beträgt der Zündwinkel des Triacs T2 0°,
so dass die Spule 8 erregt wird bzw. eingeschaltet ist,
während der
Zündwinkel
des Triacs T1 180° beträgt und demgemäss die Spule 7 nicht
erregt oder "abgeschaltet" ist. Daher bewegt
sich das Gleitteil nach rechts, bis es das Ende seines Weges bei
B erreicht, was von der Photodiode D2 festgestellt
wird. An diesem Punkt ändert
sich der Zündwinkel
des Triacs T2 in 180°, so dass die Spule 8 abgeschaltet
wird. Gleichzeitig stellt die Photodiode D1 auch
das Ende des Weges des Gleitteils fest und ändert den Zündwinkel des Triacs T1 in 0°,
so dass die Spule 7 eingeschaltet wird. Das Gleitteil bewegt
sich nun voll nach links, wie durch seine Bewegung von B nach C
und danach nach D gezeigt ist. An diesem Punkt stellen die Photodioden das
Ende der Linksbewegung fest und bewirken eine Umkehrung der Zündwinkel
der jeweiligen Triacs und damit eine entsprechende Bewegungsumkehr
des Gleitteils von D nach A und von dort wiederum nach B. Die Geschwindigkeit
der Bewegungsumkehr des Gleitteils hängt von der mit ihm verbundenen
Last ab.
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Für
einen Betrieb als Positionierungsvorrichtung werden die Dioden D1 und D2 durch einen
einzigen kontinuierlichen Positionssensor ersetzt, und die Zündwinkel
der Triacs T1 und T2 werden kontinuierlich variabel gemacht. Eine
geeignete Schaltung hierfür
ist in 4 gezeigt. Der
Aktuator nach 1 ist
in 4 in Blockform als
Aktuator 41 eingezeichnet. Er wird über die beiden Triacs T1 und
T2 in gleicher Anordnung wie bei 1 mit
elektrischer Energie versorgt. Anstatt dass jedoch Photodioden nur
das Wegende anzeigen, ist ein Positionssensor 42 vorgesehen,
welcher die Position des Gleitteils kontinuierlich erfasst und ein
zur Position proportionales Ausgangssignal liefert. Dieses Ausgangssignal
wird durch einen Analog/Digital-Wandler 43 an einen digitalen
Signalprozessor 44 weitergeleitet und von dort über einen
Digital/Analog-Wandler 45 an eine Steuerschaltung 46 für das Gate
des Triacs. Die Steuerschaltung 46 liefert Zündimpulse
an die Triacs T1 und T2.
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Die Wirkung der verschiedenen Zündwinkel auf
die Kraft/ Verschiebungs-Kennlinie des Aktuators ist in 5 gezeigt. Wird ein kleiner
Zündwinkel
benutzt, dann gilt die durch die Kurve 51 gezeigte Kraft/Verschiebungs-Kennlinie,
welche zeigt, dass die aufgewandte Kraft gut linear mit der Distanz
abnimmt. Benutzt man einen großen
Zündwinkel,
dann gilt die Kurve 52, welche zeigt, dass die anliegende Kraft
gut linear mit dem Abstand wächst.
Werden beide Triacs von der Steuerschaltung 46 gezündet, dann
wirken entgegengesetzte Kräfte
auf das Teil 15 ein, so dass dies in eine Gleichgewichtsposition
bewegt wird, in welcher diese Kräfte
gleich groß und entgegengesetzt
gerichtet sind. Diese Position ist in 5 mit 53 bezeichnet.
Die tatsächliche
Gleichgewichtsposition hängt
von den Winkeln der von der Steuerschaltung 46 erzeugten
Zündimpulse
der Triacs bezüglich
der Netzspannung ab.
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Die in 4 gezeigte
Schaltung mit geschlossener Schleife erlaubt somit eine genaue Positionierung
des Teils 15, die über
einen weiten Positionsbereich erreichbar ist mit starken Rückkehrkräften gegen
jegliche Bewegung aus der Gleichgewichtsposition.
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Es ist auch leicht möglich, den
in 1 gezeigten Aktuator
als Kraftausübungsvorrichtung
zu benutzen. Wenn nur eine Spule erregt wird, dann wird auf das
Teil 15 in irgendeiner Position eine Kraft ausgeübt, wie
es 2 zeigt. Um umgekehrt
eine Kraft irgendeiner vorgegebenen Größe auszuüben, lässt sich die erforderliche
Position des Teils 15 aus 2 ablesen.
Der Aktuator wird anfänglich
als Positionierungsvorrichtung in der oben beschriebenen Weise benutzt,
um das Teil 15 in die gewünschte Position zu bringen.
Die Position des Werkstücks
gegenüber
dem Teil 15 lässt
sich in diesem Zustand so einstellen, dass diese Bewegung kompensiert
wird. Dann wird die Stromversorgung beider Spulen abgeschaltet.
Dies kann erfolgen, indem die Zündwinkel beider
Triacs auf 180° geändert werden.
Der Zündwinkel
nur eines der beiden Triacs wird dann auf 0° geändert, und damit wird sichergestellt,
dass es voll eingeschaltet ist und die mit ihm verbundene Spule maximalen
Strom erhält,
so dass die auf das Teil 15 und damit irgendein mit ihm
verbundenes Werkstück ausgeübte Kraft
den vorbestimmten Wert hat. Die Richtung der ausgeübten Kraft
hängt davon
ab, welche der beiden. Spulen 7 oder 8 erregt
wird. Es ist dann möglich,
je nach Wunsch entweder eine Zugkraft oder eine Druckkraft auf.
das mit dem Teil 15 verbundene Werkstück auszuüben.
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In sämtlichen Funktionen des oben
beschriebenen Aktuators werden keine elektrischen Schleifkontakte
benötigt.
Das Gleitteil 15 hat keine externen elektrischen Kontakte
und ist robust wie eine Käfigwicklung
eines üblichen
Induktionsmotors. Der Aktuator kann somit in unwirtlicher Umgebung
benutzt werden.