DE4111193C1 - - Google Patents
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- DE4111193C1 DE4111193C1 DE4111193A DE4111193A DE4111193C1 DE 4111193 C1 DE4111193 C1 DE 4111193C1 DE 4111193 A DE4111193 A DE 4111193A DE 4111193 A DE4111193 A DE 4111193A DE 4111193 C1 DE4111193 C1 DE 4111193C1
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06F—LAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
- D06F73/00—Apparatus for smoothing or removing creases from garments or other textile articles by formers, cores, stretchers, or internal frames, with the application of heat or steam
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- Textile Engineering (AREA)
- Holders For Apparel And Elements Relating To Apparel (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Glätten von
Oberbekleidungsstücken, insbesondere Sakkos, Jacken,
Mäntel, Blusen oder dergleichen, gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Derartige Vorrichtungen dienen vor allem in der Bekleidungs
industrie zum Glätten (Finishen) von Oberbekleidungs
stücken. Das jeweilige Oberbekleidungsstück (Sakko, Jacke,
Mantel, Bluse oder dergleichen) wird auf die Büste des vor
zugsweise als Dämpfpuppe ausgebildeten Formkörpers aufge
zogen. Zum Glätten des Oberbekleidungsstücks werden sodann
Behandlungsmedien wie Dampf und Luft in den Formkörper ein
geblasen. Die Oberbekleidungsstücke werden nach dem Glätten
auf einem Kleiderbügel hängend abtransportiert. Der Kleider
bügel wird zu diesem Zweck in den Formkörper eingehängt,
bevor das Oberbekleidungsstück auf den Formkörper aufge
zogen wird.
Aus der US-PS 26 79 956 ist eine Vorrichtung dieser Art be
kannt, bei der der Formkörper mit einem sich im Bereich von
Schulterstützen erstreckenden Schlitz versehen ist. In
diesen Schlitz werden Kleiderbügel von oben eingesetzt. Zur
ausreichenden Abstützung der Oberbekleidungsstücke im Be
reich der Schulterstützen ist der Schlitz sehr schmal ausge
bildet. Deshalb können bei dieser bekannten Vorrichtung nur
sehr schmale Drahtkleiderbügel verwendet werden.
Aus der US-PS 25 11 196 ist eine Vorrichtung bekannt, die
einen einfachen Formkörper ohne Schulterstützen aufweist.
Der Formkörper ist mit einem breiten Schlitz versehen, in
dem sich zum einen ein mit dem Formkörper verbundener
Kleiderbügel befindet. Dieser Kleiderbügel bildet Schulter
stützen des Formkörpers, indem auf ihm die Oberbekleidungs
stücke während des Glättens hängen. Zum anderen ist in den
Schlitz von oben ein zum Weitertransport der Oberbeklei
dungsstücke dienender Kleiderbügel einsetzbar. Für diesen
Kleiderbügel steht nur noch ein relativ schmaler Bereich
des Schlitzes zur Verfügung, so daß auch bei dieser Vor
richtung nur relativ schmale Drahtkleiderbügel Verwendung
finden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der obengenannten Art
dahingehend weiterzuentwickeln, daß Kleiderbügel beliebiger
Gestalt, insbesondere Kleiderbügel mit ausgeformten, breiten
Schulterholmen, zur Aufnahme des Oberbekleidungsstücks eingesetzt
werden können, ohne daß hierunter die Qualität der
Behandlung leidet.
Zur Lösung dieser Aufgabe weist die erfindungsgemäße Vorrichtung
die Merkmale des Anspruchs 1 auf. Der Formkörper
bzw. die Büste ist demnach zur rückseitigen Aufnahme des
Kleiderbügels ausgebildet. Dadurch können Kleiderbügel
beliebiger Form und Größe positionsgerecht in die Büste
eingesetzt werden. Der bei den bekannten Vorrichtungen
dieser Art erforderliche Schlitz im Bereich der Schulter
stützen kann entfallen. Somit erfahren die Auflagen, insbe
sondere Schulterstützen, zur Aufnahme des Oberbekleidungs
stücks keine die Qualität der Behandlung nachteilig beein
trächtigende Flächenreduzierung.
Zweckmäßigerweise verfügt die Büste über eine vorzugsweise
von hinten frei zugängliche Öffnung, insbesondere Aus
nehmung, zur Aufnahme mindestens eines Teils des Kleider
bügels. Diese Ausnehmung
kann durch Anordnung in der vom Rückenteil des Oberbe
kleidungsstücks zu überdeckenden Rückseite des Formkörpers
ausreichend groß bemessen sein, um breite Kleiderbügel mit
einem Bügelhauptteil aus profilierten, ausgeformten
Schulterholmen und einem diese verbindenden (mittigen) Hals
teil so weit aufnehmen zu können, daß ein freies Herunter
hängen des Rückenbereichs des Oberbekleidungsstücks
nicht gestört wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist ein Teil der Ausnehmung als eine in der
Schulterstütze der Büste angeordnete Freimachung ausgebildet.
Die Freimachung befindet sich zweckmäßigerweise in
einem hinteren, unteren Bereich der Schulterstütze, also
dort, wo der meist gerade herunterhängende Rückenbereich
des Oberbekleidungsstücks beginnt. Die Freimachung in der
Schulterstütze führt dadurch zu keinen Beeinträchtigungen
in bezug auf ein schnittgerechtes Ausformen des Oberbekleidungsstücks.
Durch einen unterhalb der Schulterstütze angeordneten
Hohlraum in der Büste setzt sich der an die Freimachung
in der Schulterstütze anschließende Teil der Ausnehmung
zur Aufnahme des Kleiderbügels fort. Dadurch wird
der unterhalb der Schulterstütze liegende Restraum der Ausnehmung
in besonders einfacher Weise und ausreichender
Größe ohne besondere gestalterische Maßnahmen geschaffen.
Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Vorrichtung ist
die Ausnehmung vorzugsweise von außen wenigstens teilsweise
abdeckbar bzw. verschließbar. Hierdurch wird verhindert,
daß der Kleiderbügel während des Glättens eines Oberbekleidungsstücks
nicht gegenüber der Rückseite der Büste vortreten
und dadurch die Rückenpartie des zu glättenden Oberbekleidungsstücks
verziehen kann.
Im einfachsten Falle dient zum Abdecken bzw. Verschließen
der Ausnehmung im Formkörper eine größtenteils ebene
Klappe. Durch diese erhält die Rückenpartie des zu behandelnden
Bekleidungsstücks einen schnittgerechten Halt,
wodurch eine Steigerung der Glättequalität eintritt. Diese
kann noch dadurch verbessert werden, daß die Klappe zumin
dest auf ihrer Außenseite mit einem Bezug oder einer Polste
rung versehen ist. Die Polsterung kann gegebenenfalls profi
liert sein zur genaueren Anpassung an den Schnittverlauf
des zu behandelnden Oberbekleidungsstücks.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die
Klappe in einem unteren Randbereich schwenkbar an einem
feststehenden Teil des Formkörpers, insbesondere eines Ge
stells desselben, angelenkt, und zwar vorzugsweise um eine
horizontale Drehachse. Es entsteht so bei aufgeschwenkter
Klappe eine hinter den Schulterstützen liegende, von oben
her zugängliche Öffnung, durch die ein leerer Kleiderbügel
in die Ausnehmung eingesetzt und mit dem behandelten Ober
bekleidungsstück leicht geneigt bzw. schräg aufwärts aus
der Ausnehmung entnommen werden kann, wobei gleichzeitig
das Oberbekleidungsstück nach oben von der Büste abgezogen
wird. Die aufgeschwenkte Klappe führt dabei den Rücken
bereich des Oberbekleidungsstücks, so daß dieses leicht
nach hinten bewegt wird zum leichten Herausbewegen des
Kleiderbügels aus der Ausnehmung und anschließendem Hoch
ziehen des Kleiderbügels mit dem darauf hängenden Oberbe
kleidungsstück.
Nach einer Weiterbildung der Vorrichtung ist in der Ausnehmung
des Formkörpers bzw. der Büste ein Ausdrückorgan
angeordnet. Dieses ist parallel zur aufrechten Längsmittelebene
des Formkörpers in der Ausnehmung hin- und herbewegbar.
Das Ausdrückorgan befindet sich im eingefahrenen
Zustand im innenliegenden Endbereich der Ausnehmung, und
zwar von der teilweise offenen Rückseite des Formkörpers
aus gesehen hinter dem Kleiderbügel. Im ausgefahrenen
Zustand befindet sich das Ausdrückorgan etwa am rückseitigen
Ende der Ausnehmung, wodurch es mindestens einen
Teil des Kleiderbügels, insbesondere den Bügelhauptteil
desselben, aus der Ausnehmung herausdrückt. Das hat zur
Folge, daß sich der Kleiderbügel mit dem darauf hängenden
geglätteten Oberbekleidungsstück einwandfrei von der Büste
nach oben abziehen läßt, und zwar ohne ein Verhaken der
Ärmelansätze der Oberbekleidungsstücke an den
gegenüberliegenden Enden der Schulterstütze.
Schließlich wird vorgeschlagen, im Halsbereich der Büste
die Freimachung hochzuführen, und zwar derart, daß die Frei
machung auch im Halsbereich von hinten her frei zugänglich,
also offen ist. Es kann so ein Aufhänger aus dem mittig die
Schulterstütze nach oben fortsetzenden Halsbereich der
Büste geführt werden, wodurch ein oberes Hakenende frei
nach oben aus dem Halsbereich herausragen kann. Auf diese
Weise können geeignete Lastaufnahmemittel eines Förderers
oder dergleichen einen leeren Kleiderbügel in die Aus
nehmung des Formkörpers einlegen und nach der Behandlung
der Oberbekleidungsstücke diese mit dem Kleiderbügel vom
Formkörper abziehen. Während der Behandlung wird der
Kleiderbügel von einer über dem Halsbereich angeordneten
Haltenase gehalten.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher er
läutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine vereinfacht dargestellte Seitenansicht eines
oberen Teils der Vorrichtung,
Fig. 2 eine vereinfacht dargestellte Rückansicht zu
Fig. 1,
Fig. 3 einen vergrößert dargestellten Schnitt III-III
durch eine Schulterstütze, und
Fig. 4 eine Draufsicht zu den Fig. 1 bzw. 2.
Die Figuren zeigen vereinfacht einen oberen Teil eines Form
körpers 10 (Dämpfpuppe), nämlich eine Büste 11. Die Büste
11 ist über eine aufrechte Tragsäule 12 mit einem nicht
gezeigten Sockel verbunden. Dem Sockel kann eine ebenfalls
nicht gezeigte Saumhalteeinrichtung, wie sie sich beispiels
weise aus der DE-PS 35 31 954 ergibt, zugeordnet sein. Des
weiteren können im Bereich des Sockels Ärmel-Spannkörper
angeordnet sein. Diese können beispielsweise gemäß der
DE-OS 36 17 585 ausgebildet sein.
Auf die Büste 11 wird jeweils ein zu behandelndes Ober
bekleidungsstück, zum Beispiel ein Sakko, eine Jacke, ein
Mantel oder eine Bluse, aufgezogen. Mit dem Oberbekleidungs
stück wird der Formkörper 10 mit der Büste 11 in eine nicht
dargestellte Behandlungskammer gefahren. In dieser wirken
Dampf- und Heißluft auf das Oberbekleidungsstück ein, so
daß es auf der Büste 11 geglättet wird.
Der Formkörper 10 verfügt über eine Schulterstütze 13 und
zur Ausformung der Brust dienende Brustformer 14. Die
Schulterstütze 13 und die Brustformer 14 sind außen von
einem Bezug 28 aus einem dampf- und luftdurchlässigen
(textilen) Material überzogen. Dieser ist in den Figuren an
deutungsweise punktstrichliniert dargestellt (Fig. 1, 2 und
4).
Die Schulterstütze 13 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel
einteilig ausgebildet. Sie verfügt über zwei Schulterab
schnitte 15 und 16, die gegensinnig geneigt sind und leicht
ansteigen zu einem die Schulterabschnitte 15 und 16 ver
bindenden (mittigen) Halsansatz 17 (Fig. 1 und 2). Die
Schulterstütze 13 kann massiv aus Vollmaterial (Fig. 3),
aber auch hohl aus Blech oder dergleichen gebildet sein.
Erfindungsgemäß ist die Schulterstütze 13 mit einer Frei
machung 18 versehen. Die Freimachung 18 befindet sich auf
der Rückseite 19 der Büste 11 unterhalb bzw. teilweise
innerhalb der Schulterstütze 13. Dadurch ist die Rückseite
19 der Büste 11 teilweise offen. Die Freimachung 18
erstreckt sich über beide Schulterabschnitte 15 und 16 und
den Halsansatz 17. Damit setzt sich die Freimachung 18 aus
drei etwa sternförmig zusammenlaufenden Bereichen 20 und 21
zusammen. Die Bereiche 20 in den Schulterabschnitten 15 und
16 sind gleich ausgebildet, erstrecken sich nämlich über
einen hinteren, unteren Eckabschnitt der Schulterstütze 13,
während der Bereich 21 im Halsansatz 17 so ausgebildet ist,
daß der Halsansatz (in Draufsicht) die Freimachung 18 im
Bereich des Bereichs 21 etwa U-förmig umgibt (Fig. 4).
Die Abmessungen der Freimachung 18 sind derart gewählt, daß
diese etwa der Tiefe des profilierten Kleiderbügels 22 entspricht
und einen oberen Teilbereich des Bügelhauptteils 23
und einen unteren Teilbereich eines Aufhängers 24 am
Kleiderbügel 22 aufnimmt (Fig. 2 und 4). Ein unterer Teilbereich
des Bügelhauptteils 23 ragt in einen unterhalb der Schulterstütze
13 sich befindenden Teilbereich der Büste 11 hinein.
Dieser Teilbereich der Büste 11 ist hohl ausgebildet. Er
bildet zusammen mit der Freimachung 18 in der Schulterstütze
13 eine Ausnehmung 25 für den gesamten Bügelhauptteil
23 (Fig. 1 und 2). Ein freier Endbereich eines Aufhängers
24 des Kleiderbügels 22, nämlich etwa eine obere
Hälfte seines Hakenendes 26, ragt durch den Bereich 21 nach
oben aus dem Halsansatz 17 der Schulterstütze 13 heraus
(Fig. 1 und 2). Gehalten ist hier der Kleiderbügel 22 am
Hakenende 26 an einer Haltenase 27. Diese weist nach oben
aus dem Halsansatz 17 heraus und ist mit diesem bzw. mit
der Tragsäule 12 fest verbunden (Fig. 1).
Der Bezug 28 ist so um die Büste 11 herumgelegt, daß ihre
Rückseite 19 mit dem Bereich der Ausnehmung 25 frei ist.
Der Bezug 28 ist demnach von vorn kommend oben um die
Schulterstütze 13 herumgelegt und endet in der Freimachung
18. Freie Randbereiche 29 des Bezuges 28 enden an zur Rückseite
19 weisenden Endbereichen der Freimachung, wo die
Randbereiche 29 vorzugsweise durch Kleben mit der Schulterstütze
13 verbunden sind (Fig. 3). Auf diese Weise ist gewährleistet,
daß der Kleiderbügel 22 von der Rückseite 19
her durch eine quergerichtet zur aufrechten Tragsäule 12
verlaufende Bewegung in die Ausnehmung 25 einsetzbar ist.
Die hier gezeigte Vorrichtung ist in der Ausnehmung 25 mit
einem Ausdrückorgan 40 versehen. Dieses befindet sich unter
halb der Schulterstütze 13 und ragt teilweise in die
Bereiche 20 der Freimachung 18 an der Unterseite der
Schulterstütze 13 hinein (Fig. 1).
Das Ausdrückorgan 40 verfügt über zwei Ausdrücker 41. Die
Ausdrücker 41 sind gleichermaßen als abgewinkelte Bleche
ausgebildet, die (spiegelverkehrt) an gegenüberliegenden
Endbereichen den Schulterabschnitten 15 und 16 der Schulter
stütze 13 zugeordnet sind. Eine größere (ebene) Fläche 42
jedes Ausdrückers 41 ist etwa dreieckförmig ausgebildet und
mit einem spitzwinklig zulaufenden Ende nach unten, also
zum nicht gezeigten Sockel des Formkörpers 10 gerichtet
(Fig. 2). Eine an die größere Fläche 42 anschließende und
gegenüber dieser abgewinkelte kleine Fläche 43 jedes Aus
drückers 41 ist seitlich aus der Ausnehmung 25 heraus- und
bereichsweise um die Endwandungen der Schulterstütze 13
herumgeführt (Fig. 4).
Jeder Ausdrücker 41 ist über ein Parallelogrammlenkertrieb
44 aus zwei parallelen Lenkerhebeln 45 beweglich mit einem
fest unterhalb der Schulterstütze 13 angeordneten Haltearm
46 verbunden. Der Parallelogrammlenkertrieb 44 führt die
Ausdrücker 41 derart, daß sie stets senkrecht gerichtet in
der Ausnehmung 25 hin- und herbewegbar sind, wodurch sie
parallel zur aufrechten Tragsäule 12 hin- und herbeweglich
sind. Zu diesem Zweck ist jeder Ausdrücker 41 mit dem ihm
zugeordneten Haltearm 46 unter der Schulterstütze 13 mit
einem Verfahrorgan, nämlich einen Druckmittelzylinder 47,
verbunden (Fig. 3).
Bei eingefahrener Stellung des Ausdrückorgans 40 befinden
sich die Ausdrücker 41 im zur Tragsäule 12 weisenden Endbereich
der Ausnehmung 25. Die Druckmittelzylinder 47 sind
dabei eingefahren. Obere Endbereiche der Ausdrücker 41
befinden sich dabei in der Freimachung 18 in der Schulterstütze
13 (Fig. 3). In der ausgefahrenen Stellung des Aus
drückorgans 40 befinden sich die Ausdrücker 41 am äußeren
Ende der Ausnehmung 25, wodurch die Außenseiten der
größeren Flächen 42 der Ausdrücker 41 etwa bündig mit der
Rückseite 19 der Büste 11 abschließen (punktstrichlinierte
Darstellung in der Fig. 3). Hierbei befinden sich die Druck
mittelzylinder 47 im ausgefahrenen Zustand.
Ein Teilbereich der Ausnehmung 25 ist von der Rückseite 19
der Büste 11 her verschließbar durch eine Klappe 30. Die
Klappe 30 weist am unteren Rand ihrer im wesentlichen
ebenen Grundfläche 31 einen etwa rechtwinklig hierzu ver
laufenden, auf die Tragsäule 12 gerichteten Schenkel 32
auf. Am freien Ende des Schenkels 32 befindet sich ein
Gelenk 33, mit dem die Klappe 30 um eine horizontale Dreh
achse 34 schwenkbar am Formkörper 10, nämlich der Tragsäule
12 desselben, angelenkt ist (Fig. 1). Unterhalb des
Schenkels 32 befindet sich eine fest mit der Tragsäule 12
verbundene Anschlagnase 35. Diese verfügt über eine derart
schräggerichtete Anschlagfläche 36, daß hieran der Schenkel
32 bei geöffneter Klappe 30 anliegt zur Begrenzung des
Öffnungswinkels der geöffneten Klappe 30 (vgl. strichpunkt
liniert dargestellte Stellung in der Fig. 1). Die Grund
fläche 31 der Klappe 30 ist an ihrem oberen Endbereich zur
Schulterstütze 13 hin gewölbt, und zwar derart, daß die
Wölbung der Klappe 30 etwa parallel zur rückseitigen
Wölbung der Schulterstütze 13 verläuft. Dabei ist die Grund
fläche 31 der Klappe 30 derart bemessen, daß gegenüber
liegende Eckbereiche 37 derselben oberhalb der Freimachung
18 liegende Abschnitte der Schulterstütze 13 überlappen zur
Bildung eines Anschlags der geschlossenen Klappe 30 an der
Schulterstütze 13 (Fig. 1). In der Breite ist die Klappe 30
so bemessen, daß sie nur einen mittleren Teilbereich der
Ausnehmung 25 an der Rückseite 19 der Büste 11 abdeckt und
den Kleiderbügel 22 nur in einem mittleren Abschnitt über
deckt (Fig. 2).
Die gesamte Rückseite der Klappe 30 ist - wie die Büste
11 - mit einem Bezug 38 versehen. Dieser kann gegebenen
falls unterpolstert sein, wodurch die außenliegende Seite
der Klappe 30 eine dem Schnitt des Oberbekleidungsstücks
entsprechende Profilierung erhält.
Das Schließen der Klappe 30 erfolgt nach dem Einlegen des
Kleiderbügels 22 in die Ausnehmung 25 und das Aufhängen des
Hakenendes 26 auf die Haltenase 27 durch das danach auf die
Büste 11 aufzuziehende Oberbekleidungsstück. Dabei befindet
sich das Ausdrückorgan 40 in der eingefahrenen Stellung
gemäß der Fig. 3, wodurch gegenüberliegende Eckbereiche des
Bügelhauptteils 23 (von der Rückseite 19 der Büste 11
gesehen) vor den Ausdrückern 41 liegen (Fig. 1 und 3). Das
Öffnen der Klappe 30 erfolgt selbsttätig durch den abge
winkelten Schenkel 32 infolge ihres Eigengewichts. Dadurch
wird hinter der Schulterstütze 13 eine nach oben hin freie
Öffnung 39 geschaffen. Durch eine Querbewegung der Aus
drücker 41 des Ausdrückorgans 40 in die in der Fig. 3 punkt
strichlinierte Stellung wird der Kleiderbügel 22 unter
gleichzeitiger Mitnahme der Rückenpartie des Oberbe
kleidungsstücks aus der Ausnehmung 25 herausbewegt. Der
Bügelhauptteil 23 gelangt dadurch hinter die Kontur der
Schulterstütze 13. Danach läßt sich der Kleiderbügel 22 mit
dem darauf hängenden geglätteten Oberbekleidungsstück nach
oben durch die Öffnung 39 aus der Büste 11 herausziehen
bzw. von der Büste 11 abziehen, und zwar ohne daß er sich
dabei an den Enden der Schulterstütze 13 bzw. der Frei
machung 18 der Büste 11 verhaken kann.
Zur Anpassung an insbesondere die weibliche Körperform
können die Brustformer 14 verstellbar sein, und zwar insbe
sondere dreidimensional durch ein Stellgetriebe, wie es
beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster 90 03 467
bekannt ist. Ebenso ist es denkbar, vorzugsweise mit der
Verstellung der Brustformer 14 die Schulterstütze 13 zu ver
stellen. Dazu kann beispielsweise die hier gezeigte ein
stückige Schulterstütze 13 längs der Tragsäule 12 auf- und
abbewegt werden. Alternativ ist es aber denkbar, die Schul
terstütze 13 mehrteilig auszubilden, so daß die Schulter
abschnitte 15 und 16 gegensinnig in ihrer Neigung veränder
bar sind. Auch dieses kann durch ein Stellgetriebe erfol
gen, das aus dem deutschen Gebrauchsmuster 90 03 467
bekannt ist.
Bezugszeichenliste
10 Formkörper
11 Büste
12 Tragsäule
13 Schulterstütze
14 Brustformer
15 Schulterabschnitt
16 Schulterabschnitt
17 Halsansatz
18 Freimachung
19 Rückseite
20 Bereich
21 Bereich
22 Kleiderbügel
23 Bügelhauptteil
24 Aufhänger
25 Ausnehmung
26 Hakenende
27 Haltenase
28 Bezug
29 Randbereich
30 Klappe
31 Grundfläche
32 Schenkel
33 Gelenk
34 Drehachse
35 Anschlagnase
36 Anschlagfläche
37 Eckbereich
38 Bezug
39 Öffnung
40 Ausdrückorgan
41 Ausdrücker
42 größere Fläche
43 kleinere Fläche
44 Parallelogrammlenkerbetrieb
45 Lenkerhebel
46 Haltearm
47 Druckmittelzylinder
11 Büste
12 Tragsäule
13 Schulterstütze
14 Brustformer
15 Schulterabschnitt
16 Schulterabschnitt
17 Halsansatz
18 Freimachung
19 Rückseite
20 Bereich
21 Bereich
22 Kleiderbügel
23 Bügelhauptteil
24 Aufhänger
25 Ausnehmung
26 Hakenende
27 Haltenase
28 Bezug
29 Randbereich
30 Klappe
31 Grundfläche
32 Schenkel
33 Gelenk
34 Drehachse
35 Anschlagnase
36 Anschlagfläche
37 Eckbereich
38 Bezug
39 Öffnung
40 Ausdrückorgan
41 Ausdrücker
42 größere Fläche
43 kleinere Fläche
44 Parallelogrammlenkerbetrieb
45 Lenkerhebel
46 Haltearm
47 Druckmittelzylinder
Claims (20)
1. Vorrichtung zum Glätten von Oberbekleidungsstücken,
insbesondere Sakkos, Jacken, Mäntel, Blusen oder der
gleichen, mittels Dampf und Heißluft, mit mindestens einem
eine Büste aufweisenden Formkörper (Dämpfpuppe) zur Auf
nahme eines Kleiderbügels und eines diesem zugeordneten
Oberbekleidungsstücks, dadurch gekennzeich
net, daß der Formkörper (10) bzw. die Büste (11) zur Auf
nahme des Kleiderbügels (22) von der Rückseite (19) her
ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Büste (11) eine vorzugsweise von hinten frei zugäng
liche Öffnung, insbesondere eine Ausnehmung (25), zur Auf
nahme mindestens eines Teils des Kleiderbügels (22) auf
weist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Teil der Ausnehmung (25) unterhalb einer
Schulterstütze (13) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der
Ausnehmung (25) als eine Freimachung (18) in der Schulter
stütze (13) des Formkörpers (10) bzw. der Büste (11) ausge
bildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Freimachung (18) in der Rückseite (19) der Schulter
stütze (13) sich auch über einen an die Schulterstütze (13)
angeformten Halsansatz (17) erstreckt und zur Aufnahme
eines oberen Teils des Kleiderbügels (22) und eines unteren
Teils eines Aufhängers (24) des Kleiderbügels (22) dient.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (25) vor
zugsweise von außen wenigstens teilweise abdeckbar bzw. ver
schließbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung (25) durch eine Klappe (30) verschließ
bar bzw. abdeckbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klappe (30) um eine ihrem unteren Rand zugeordnete,
horizontale Drehachse (34) verschwenkbar ist, vorzugsweise
derart, daß sie selbsttätig aufklappt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klappe (30) mit der Drehachse (34) mit einem unter
halb der Schulterstütze (13) liegenden Bereich einer die
Büste (11) tragenden Tragsäule (12) verbunden ist.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (30) im ge
schlossenen Zustand von hinten an mindestens einem oberhalb
der Freimachung (18) liegenden Bereich der Schulterstütze
(13) anliegt, vorzugsweise derart, daß gegenüberliegende,
obere Eckbereiche (37) der Klappe (30) korrespondierende
Bereiche der Schulterstütze (13) überlappen.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufschwenkweg der
Klappe (30) begrenzt ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Klappe (30) am unteren Bereich einen Schenkel
(32) aufweist, der derart gegenüber einer Grundfläche (31)
der Klappe (30) abgewinkelt ist, daß er in geöffneter
Stellung der Klappe (30) an einer Anschlagfläche (36) einer
vorzugsweise fest an der Tragsäule (12) angeordneten An
schlagnase (35) anliegt.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Formkörper (10) bzw.
in der Büste (11) ein Ausdrückorgan (40) zum Herausbewegen
wenigstens eines Teils des Kleiderbügels (22) aus der
Ausnehmung (25) angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, daß das Ausdrückorgan (40) zwei unterhalb der Schulter
stütze (13) in der Ausnehmung (25) angeordnete Ausdrücker
(41) aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich
net, daß die Ausdrücker (41) gleichzeitig parallel zur auf
rechten Rückseite (19) des Formkörpers (10) verschiebbar
sind, derart, daß sie alternativ in einen innenliegenden
bzw. außenliegenden Endbereich der Ausnehmung (25) bringbar
sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Ausdrücker (41) durch jeweils ein
Betätigungsorgan, insbesondere einen Druckmittelzylinder
(47), bewegbar sind.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ausdrücker
(41) über einen fest mit dem Formkörper (10), insbesondere
der Schulterstütze (13), verbundenen Parallelogrammlenker
trieb (44) derart geführt ist, daß er beim Vor- und Zurück
bewegen seine etwa aufrechte Position beibehält.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Freimachung (18)
insbesondere im Bereich des Halsansatzes (17) an der
Schulterstütze (13) derart ausgebildet ist, daß ein Teil
des Aufhängers (24) des Kleiderbügels (22), vorzugsweise
ein Hakenende (26) des Aufhängers (24), nach oben aus dem
Halsansatz (17) herausragt.
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der im Hals
ansatz (17) mündenden Freimachung (18) eine Haltenase (27)
zur Aufnahme des Hakenendes (26) des Kleiderbügels (22)
angeordnet ist, insbesondere fest verbunden mit der
Schulterstütze (13) oder der Tragsäule (12).
20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7
bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (30) min
destens auf ihrer Außenseite mit einem Bezug (38) und/oder
einer Polsterung versehen ist.
Priority Applications (6)
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- 1992-03-23 GB GB9206293A patent/GB2255106B/en not_active Expired - Fee Related
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- 1992-04-06 FR FR9204176A patent/FR2674870B1/fr not_active Expired - Fee Related
- 1992-04-06 JP JP4083870A patent/JPH0596094A/ja active Pending
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| ITMI920818A1 (it) | 1993-10-03 |
| FR2674870A1 (fr) | 1992-10-09 |
| JPH0596094A (ja) | 1993-04-20 |
| GB9206293D0 (en) | 1992-05-06 |
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| GB2255106B (en) | 1994-11-16 |
| ITMI920818A0 (it) | 1992-04-03 |
| GB2255106A (en) | 1992-10-28 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of patent without earlier publication of application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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