DE4128346C2 - Maschine mit einer Prüfvorrichtung zur Qualitätskontrolle von Maschenware, insbesondere von Feinstrick- und Strickstrumpfhosen, -kniestrümpfen, -socken sowie Verfahren zur Sichtkontrolle von Maschenware - Google Patents
Maschine mit einer Prüfvorrichtung zur Qualitätskontrolle von Maschenware, insbesondere von Feinstrick- und Strickstrumpfhosen, -kniestrümpfen, -socken sowie Verfahren zur Sichtkontrolle von MaschenwareInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine mit einer Prüfvorrichtung
zur Qualitätskontrolle von Maschenwaren nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein Verfahren zur
Sichtkontrolle von Maschenware nach dem Oberbegriff des
Anspruches 17.
Bei einer bekannten Maschine und einem bekannten Verfahren
dieser Art (DE-OS 35 42 210) wird die zu prüfende
Maschenware in Form von Strumpfhosen auf Kontrollformen
aufgezogen, die nacheinander durch Stationen transportiert
werden. Die eine Station ist eine Kontrollstation,
in der die auf die Kontrollform aufgezogene Strumpfhose
auf Fehlerfreiheit kontrolliert wird. Diese Kontrolle
ist allerdings eine reine Sichtkontrolle, d. h. eine Bedienungsperson
überprüft die auf die Kontrollform aufgezogene
Strumpfhose. Diese Sichtkontrolle ist unzuverlässig,
zumal für diese Kontrolle in der Regel nur wenig
Zeit zur Verfügung steht. Darum ist die Fehlerquote, wie
die Erfahrung gezeigt hat, verhältnismäßig hoch.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße
Maschine und das gattungsgemäße Verfahren so auszubilden,
daß die Maschenware einfach und dennoch zuverlässig
auf Fehler kontrolliert werden kann.
Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Maschine erfindungsgemäß
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches
1 und beim gattungsgemäßen Verfahren erfindungsgemäß
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches
17 gelöst.
Mit der erfindungsgemäßen Maschine und dem erfindungsgemäßen
Verfahren wird die zu überprüfende Maschenware
durch den Zwickeldehner gedehnt. Der in ihm vorhandene
Beleuchtungskörper durchleuchtet die aufgezogene Maschenware.
Die außerhalb des Zwickeldehners vorgesehene
Kamera erfaßt den beleuchteten Teil der Maschenware. Die
von der Kamera gelieferten Bilder werden von der Digitalisiereinheit
digitalisiert. Diese digitalisierten Bilder
werden anschließend mit der Binarisiereinheit binarisiert.
Der Schwellwert für die Binarisierung wird für
die Kamera entsprechend der zu überprüfenden Maschenware
eingestellt. Aufgrund der Binarisierung werden die einzelnen
Signale in dunkle und weiße Pixel umgewandelt.
Die weißen Pixel werden mit der Bildverarbeitungseinheit
gezählt. Liegt die Anzahl der gezählten weißen Pixel
oberhalb des Schwellwertes, wird ein Loch und damit ein
Fehler in der Maschenware angenommen. Diese Kontrolle
wird vollautomatisch durchgeführt und kann darum innerhalb
kürzester Zeit und dennoch zuverlässig erfolgen.
Wesentlich ist, daß von der zu überprüfenden Maschenware
als Vergleichsmaßstab kein Referenzmuster dient. Dadurch
kann die Kontrolle der Maschenware lageunabhängig durchgeführt
werden. Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung
wird die zu prüfende Maschenware beim Aufziehvorgang
nicht jedesmal gleich positioniert. Sie kann sogar eine
nahezu beliebige Lage einnehmen, ohne daß sich dies
nachteilig auf die Qualität der Überprüfung auswirkt.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung anhand eines
Ausführungsbeispiels dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Maschine in Seitenansicht und
vereinfachter Darstellung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Maschine
gemäß Fig. 1,
Fig. 3 in Seitenansicht und vergrößerter Darstellung
eine Prüfvorrichtung der Maschine nach Fig. 1,
Fig. 4 einen Teil eines klappbaren Leuchttisches der
Maschine nach Fig. 1,
Fig. 5 ein Kopfteil der Prüfvorrichtung nach Fig. 3
in vergrößerter Darstellung und in Seitenansicht,
Fig. 6 das Kopfteil nach Fig. 5 in Ansicht gem. Pfeil
VI in Fig. 3,
Fig. 7 das Kopfteil nach Fig. 5 in Ansicht gem. Pfeil
VII in Fig. 5,
Fig. 8 die Prüfvorrichtung nach Fig. 3 in Draufsicht
gem. Pfeil VIII in Fig. 3.
Die Maschine 1 nach Fig. 1 weist eine Bügelvorrichtung 6 sowie
eine Prüfvorrichtung 2 auf. Mit der Maschine werden vorzugsweise
Feinstrumpfhosen, Feinstrümpfe und Socken vor dem Verpacken in
der Prüfvorrichtung automatisch auf Fehler kontrolliert. Hierbei
wird die gesamte Fläche einer Strumpfhose oder dergleichen auf
Löcher, Laufmaschen oder sogenannte Fadenzieher überprüft.
Auch die Nähte der Fußspitze und am Zwickel sowie des Hosenbe
reiches werden auf Fehler überprüft. Es wird außerdem die Ausdeh
nung der verstärkten Fußspitzen bzw. die korrekte Position der
Fußspitzennaht und ein eventuell vorhandenes Muster der Strumpf
hose kontrolliert.
Die Bügelvorrichtung 6 ist in einem Tischgestell 5 untergebracht,
das auf einer Bodenplatte 3 des Maschinengehäuses 4 steht. Im
Tischgestell 5 ist ferner eine an die Bügelvorrichtung 6 an
schließende Transportvorrichtung 7 untergebracht. An der Stirn
seite 8 des Tischgestelles 5 ist ein ausklappbarer Leuchttisch 9
(Fig. 1 und 4) befestigt, der zur Kontrolle der Strumpfhose in
der Prüfvorrichtung 2 ausgeklappt werden kann.
Die Prüfvorrichtung 2 weist mit Abstand einander gegenüberliegende
Aufziehbeine 10, 11 auf, die winklig zueinander angeordnet
sind. Zwischen den Aufziehbeinen 10, 11 ist ein sogenannter
Zwickeldehner 12 befestigt, der an seiner Unterseite bzw. seinem
unteren Rand 33 ein überstehendes Schwert 13 aufweist.
Die Aufziehbeine 10, 11 sind gleich ausgebildet und bestehen
aus schmalen, im Querschnitt (Fig. 8) rechteckigen Platten,
die an ihren in montierter Lage unteren Enden 16, 17 jeweils
eine Schulter 21, 22 haben. In diese Schultern greifen Gegen
schultern 20 (Fig. 5) jeweils eines Kopfteiles 14, 15 ein.
Die Kopfteile 14, 15 bilden eine stetige Fortsetzung der Auf
ziehbeine 10, 11. Die Kopfteile sind gleich ausgebildet, aber
spiegelsymmetrisch zu der zwischen den Aufziehbeinen 10, 11
verlaufenden Längsmittelebene E der Prüfvorrichtung 2 angeordnet.
Die Kopfteile 14, 15 bestehen vorzugsweise aus durchsichtigem
Werkstoff, wie beispielsweise Plexiglas. Sie können aber auch
aus einem durchbrochenen Material, wie beispielsweise einem
Gitter bestehen. Die freien Enden 18, 19 der Kopfteile 14, 15
sind abgerundet. In den Kopfteilen sind im Ausführungsbeispiel
jeweils 3 Kameras 23 bis 25 angeordnet, mit denen die Strumpfhose
beim Aufziehen auf die Aufziehbeine 10, 11 und nach dem Aufziehen
im Stillstand die Spitzennaht der Strumpfhose kontrolliert werden
können. Die eine Kamera 23 ist mittig und etwa in Höhe der zur
Längsmittelebene E senkrechten Schulterfläche 26 (Fig. 6, 7) der
Gegenschulter 20 angeordnet. Die Kamera 23 ist eine Flächen
kamera (Matrixkamera), mit der die Spitzen der aufgezogenen
Strumpfhosen kontrolliert werden. Die anderen beiden Kameras
24 und 25 sind Zeilenkameras, die die Strumpfhosenbeine beim
Aufziehen der Strumpfhose auf die Aufziehbeine 10, 11 kontrol
lieren. Die Kameras 24, 25 sind in etwa gleicher Höhe wie die
Kamera 23 angeordnet. Sie sind so in den Kopfteilen 14, 15
befestigt, daß sie von den Schmalseiten 27, 28 des Kopfteiles
14 etwa gleichen Abstand wie von der Kamera 23 aufweisen. Das
Kopfteil hat in Höhe der Schulterfläche 26 gleichen rechteckigen
Querschnitt wie die Aufziehbeine 10, 11. Die Kameras 24 und 25
sind so in den Kopfteilen 14, 15 angeordnet, daß sie die Bein
teile der Strümpfe, Strumpfhosen und dgl. beim Aufziehen auf
die Aufziehbeine 10, 11 über den gesamten Umfang erfassen.
Die Kamera 23 befindet sich in einer solchen Lage, daß mit
ihr die Spitzennähte der aufgezogenen Strümpfe und dgl. kon
trolliert werden können. Somit kann während des Aufziehvorganges
das Maschenbild im Beinteil auf Fadenzieher, Fadenbrüche, Lauf
maschen, Löcher und Musterfehler kontrolliert werden.
Die Kameras 23 bis 25 sind an sich bekannt. Im Kopfteil 14,
15 können evtl. Spiegelungen auftreten, die das Meßergebnis ver
fälschen. In diesem Fall kann die Kamera 23 so modifiziert
werden, daß sie nicht für sichtbares Licht, sondern vorzugs
weise nur für den Infrarotbereich empfindlich ist. Dadurch
kann der Einfluß der Spiegelungen beseitigt werden. Solche
Spiegelungen können aber auch durch Entspiegelungen des Kopfteiles
ausgeschaltet werden. Anstelle des Plexiglasmateriales für die
Kopfteile oder eines anderen durchsichtigen Materials, das die
Spiegelung verursachen kann, kann zur Ausbildung der Kopfteile
auch ein Drahtgitter verwendet werden.
Die Kameras 23 bis 25 sind an einen (nicht dargestellten) Rechner
angeschlossen, der die von den Kameras ausgehenden Signale
auswertet. Wenn eine fehlerhafte Strumpfhose ermittelt wird,
wird in der Bügelvorrichtung 6 eine Weiche 10 betätigt, die nach
unten klappt, so daß die Strumpfhose ausgesondert wird.
Anstelle der Anordnung der Kameras in den Kopfteilen 14, 15
können auch unterhalb der Beinspitzen der auf die Aufzieh
beine 10, 11 angeordneten Strumpfhose jeweils eine oder mehrere,
vorzugsweise zwei der Kamera 34 entsprechende Matrixkameras
angeordnet sein. In den Aufziehbeinen 10, 11 werden dann jeweils
eine oder mehrere Leuchten vorgesehen, so daß die Beinspitzen
der Strumpfhose von innen beleuchtet werden können. Die außerhalb
der Kopfteile liegenden Kameras können dann die Beinspitzen
einwandfrei erfassen. Bei einer solchen Kameraanordnung ist zwar
das Blickfeld verringert und dadurch die kontrollierbare Fläche
eingeschränkt; sie ist aber eine gleichwertige Lösung.
Die Aufziehbeine 10, 11 sind so winklig zueinander angeordnet,
daß ihre Kopfteile 14, 15 mit nur geringem Abstand voneinander
liegen, während sich der Abstand der Kopfteile nach oben ver
größert. In der oberen Hälfte der Prüfvorrichtung 2 ist zwischen
den Aufziehbeinen 10, 11 der Zwickeldehner 12 vorgesehen. Er
ist vorzugsweise höhenverstellbar an den Aufziehbeinen befestigt.
Der Zwickeldehner 12 ist als in Seitenansicht gem. Fig. 3
trapezförmiger und in Ansicht gem. Pfeil P (Fig. 3) parabolför
miger Kasten ausgebildet. Der Zwickeldehner 12 liegt mit seinem
oberen Rand 29 mit geringem Abstand unterhalb der oberen Kanten
30, 31 der Aufziehbeine 10, 11. Der Zwickeldehner 12 erstreckt
sich über mehr als ein Drittel der Höhe der Aufziehbeine 10,
11. Der Zwickeldehner besteht vorzugsweise aus Plexiglas und
weist einen integrierten homogenen, vorzugsweise mittig angeord
neten Beleuchtungskörper 32 auf. Er ist zur optimalen Beleuchtung
vorteilhaft u-förmig ausgebildet und weist zwei mit Abstand
voneinander liegende Schenkel 32a und 32b auf (Fig. 8), die
mit geringem Abstand zu den quer zur Längsmittelebene verlau
fenden Schmalseiten 38 und 39 des Zwickeldehners 12 angeordnet
sind. Über den unteren, schmalen Rand 33 des Zwickeldehners 12
ragt das Schwert 13. Es ist ebenfalls parabelförmig aber unbe
leuchtet ausgebildet. Durch das Schwert 13 wird der Zwickel der
Strumpfhose in aufgezogener Lage gespannt, so daß die Zwickelnaht
vor dem beleuchteten Hintergrund des Zwickeldehners 12 liegt.
Je nach Größe und Form des Zwickeldehners 12 können unterschied
liche Schwerter eingesetzt werden. Bei Strumpfhosen ohne einge
nähten Zwickel entfällt das Schwert 13. Das Schwert liegt in der
zwischen den Aufziehbeinen 10, 11 verlaufenden Längsmittelebene E.
Die Sichtprüfung der Zwickel- und Hosennähte der Strumpfhose
erfolgt mit mindestens zwei Kameras 34, 35 (Fig. 3, 8), die
seitlich neben den Aufziehbeinen 10, 11 angeordnet sind. Die
Kameras 34, 35 liegen symmetrisch in der Längsmittelebene E und
mit gleichem Abstand von den Aufziehbeinen 10, 11 (Fig. 8).
Als Hintergrund für das Durchlichtverfahren dient die variable
Zwickelspannform bzw. der Zwickeldehner 12. Die Kameras 34,
35 sind schräg nach oben gerichtet, so daß sie schräg von unten
auf den Zwickeldehner 12 zeigen. Zur Erweiterung des Blickfeldes
können auch vorzugsweise zwei weitere (nicht dargestellte)
Kameras verwendet werden, die mit Abstand oberhalb der Kameras
34, 35 und senkrecht zur jeweiligen Hosennaht angeordnet sind.
Die Kameras 34, 35 und die eventuell verwendeten zusätzlichen
Kameras sind der Kamera 23 entsprechende Flächenkameras.
Zur Prüfung und Formgebung der Hose bzw. Strümpfe werden diese
auf die Aufziehbeine 10, 11 aufgezogen. Das Aufziehen erfolgt
mit Hilfe der an allen vier Ecken jedes Aufziehbeines 10, 11 in
deren Höhenrichtung endlos umlaufenden Rundriemen 5 (Fig. 4),
welche die von Hand unten auf die Aufziehbeine 10, 11 aufgesteck
ten Strümpfe, Strumpfhosen und dgl. erfassen und an den Aufzieh
beinen hochziehen. Die Dehnung des jeweiligen Prüfproduktes , d. h.
wie weit sie hochgezogen werden, wird über eine oder zwei (nicht
dargestellte) Lichtschranken entsprechend der Produktgröße ein
gestellt. Während des Aufziehvorganges können die Beinteile der
Strumpfhosen mit den in den Kopfteilen 14, 15 angeordneten Zei
lensensoren (Kameras 24, 25) kontrolliert werden. Die Zeilen
sensoren sind mit einer entsprechenden Optik versehen, so daß
mit den beiden Zeilensensoren pro Aufziehbein ein Rundumblick
auf das vorbeiziehende Maschenbild ermöglicht ist, ohne daß
dadurch die Aufnahmen der Matrixkamera 23 gestört werden. Die
abgetastete Kurve stellt eine entsprechend dem Kopfteil 14, 15
geformte, geschlossene Linie dar, die etwa senkrecht zur Aufzieh
richtung Z liegt. Damit kann während des Aufziehvorganges das
Maschenbild im Beinteil auf Fadenzieher, Fadenbrüche, Laufmaschen,
Löcher und Musterfehler kontrolliert werden. Die einzelnen
Zeilensignale können vom Rechner zu einem Teil- oder Gesamtbild
des Strumpfhosenbeines zusammengesetzt werden. Die zusammenge
setzten Aufnahmen können dann, ähnlich den Aufnahmen der Matrix
kamera, auf Fehler untersucht werden. Die Aufnahmen können im
Auflicht- oder im Durchlichtverfahren gewonnen werden.
Während der Endphase des Aufziehvorganges klappt unterhalb der
Aufziehbeine 10, 11 der schwenkbare Leuchttisch 9 der Bügelvor
richtung 6 heraus. Der Leuchttisch ist schwenkbar angeordnet,
so daß er während der Aufziehbewegung der Strumpfhose weggeklappt
werden kann und dadurch nicht stört. Es ist aber auch möglich,
statt einer schwenkbaren Befestigung den Leuchttisch 9 so anzu
ordnen, daß er durch eine geradlinige Bewegung oder eine Kombi
nation aus einer Schwenkbewegung und einer geradlinigen Bewegung
zwischen seiner Außerbetriebslage und seiner Betriebslage ver
stellt werden kann.
In Kombination mit den in den beiden Spitzen der Aufziehbeine 10,
11 integrierten Matrixkameras 23 ist somit eine Kontrolle der
Spitzennähte der Strumpfhose im Durchlichtverfahren möglich.
Das Hosenteil der Strumpfhose wird beim Aufziehen gegen den
parabolischen Zwickeldehner 12 gespannt, so daß die Hosen
naht vor dem Leuchtkörper 32 liegt. Der Leuchtkörper ist für
die verschiedenen Strumpfhosengrößen als Ganzes zwischen den
konisch zulaufenden Aufziehbeinen 10, 11 verschiebbar. Es können
aber auch verschieden große Leuchtkörper eingesetzt werden.
Hierbei wird der Zwickel mit dem unbeleuchteten parabelförmigen
Schwert 13 gespannt und von den Kameras 34, 35 betrachtet.
Bei der beschriebenen Prüfung wird zur Fehlerdetektion durch
die Zeilensensoren 24, 25 die Strumpfhose während des Aufziehens
kontrolliert, während mit den Flächenkameras 23, 34 und 25 die
Strumpfhose nach dem Aufziehen, also während des Stillstandes
kontrolliert wird. Hierbei erhält ein mit dem Rechner verbundener
(nicht dargestellter) Personal Computer von einer speicherprogram
mierbaren Steuerung der Maschine ein Signal, daß die Strumpfhose
aufgezogen ist. Darauf werden die jeweils nächsten Bilder, die
von den Kameras 23, 34, 35 geliefert werden, digitalisiert und
anschließend binarisiert. Der Schwellenwert für die Binarisierung
(alle Helligkeitswerte oberhalb des Schwellenwertes werden als
weiß, alle anderen als schwarz dargestellt) kann für jede Kamera
separat eingestellt werden. Anschließend werden in jedem Bild
die weißen Pixel gezählt.
Liegt die Anzahl der gezählten Pixel oberhalb einer Schwelle,
so wird ein Loch angenommen und an die speicherprogrammierbare
Steuerung das Signal "Fehler" übermittelt, so daß die Strumpf
hose danach aussortiert werden kann. Im anderen Fall übermittelt
der Rechner das Signal "Prüfung beendet" und die Strumpfhose
wird dann auf der Transportvorrichtung 7 weiter zu einer an die
Bügelmaschine 1 angeschlossenen (nicht dargestellten) Verpackungs
maschine zum Verpacken transportiert.
Der beschriebenen Prüfmethode liegt die Überlegung zugrunde,
daß ein Loch im Strumpfgewebe bei Durchlicht durchscheinender
ist als das Gewebe selbst und so zu einem Fleck im Bild führt.
Dieser helle Fleck kann dann durch beispielsweise Binarisierung
und Pixelzählen detektiert werden.
Claims (19)
1. Maschine mit einer Prüfvorrichtung zur Qualitätskontrolle
von Maschenware, insbesondere von Feinstrick-
und Strickstrumpfhosen, -kniestrümpfen, -socken, die
schwenkbar angeordnete Aufziehbeine aufweist, auf
welche die Maschenware aufziehbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Aufziehbeinen
(10, 11) ein Zwickeldehner (12) vorgesehen ist,
in dem mindestens ein Beleuchtungskörper (32) untergebracht
ist, daß im Bereich außerhalb des Zwickeldehners
(12) mindestens eine Kamera (34, 35) angeordnet
ist, deren Objektiv gegen den beleuchteten
Teil des Zwickeldehners (12) gerichtet und die an
eine Bildverarbeitungseinrichtung angeschlossen ist,
die eine Digitalisiereinheit für die von der Kamera
(34, 35) gelieferten Bilder und eine Binarisiereinheit
aufweist, mit der die digitalisierten Bilder
binarisiert werden.
2. Maschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Beleuchtungskörper (32)
höhenverstellbar ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß in Kopfteilen (14, 15) der
Aufziehbeine (10, 11) jeweils mindestens ein Prüfgerät
(23 bis 25) untergebracht ist, mit dem der Spitzenbe
reich der aufgezogenen Maschenware prüfbar ist.
4. Maschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Spitze der
Kopfteile (14, 15) der Aufziehbeine (10, 11) aus durch
sichtigem Material besteht.
5. Maschine nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Spitze der
Kopfteile (14, 15) der Aufziehbeine (10, 11) aus Gitter
material besteht.
6. Maschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfgerät (23 bis 25)
eine Kamera ist.
7. Maschine nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß in den Kopfteilen (14, 15)
der Aufziehbeine (10, 11) jeweils drei Kameras als Prüf
geräte (23 bis 25) vorgesehen sind.
8. Maschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kameras (23 bis 25)
wenigstens annähernd parallel zu einer zwischen den Aufzieh
beinen (10, 11) verlaufenden Längsmittelebene (E) der Prüf
vorrichtung (2) hintereinander angeordnet sind.
9. Maschine nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Kamera (23)
eine Matrix- bzw. Flächenkamera und die beiden anderen
Kameras (24, 25) Zeilensensoren sind.
10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Beleuchtungskörper (32)
im Zwickeldehner (12) U-förmig ausgebildet
ist, und daß die beiden Schenkel (32a, 32b) des
Beleuchtungskörpers (32) in der zwischen den Auf
ziehbeinen (10, 11) verlaufenden Längsmittelebene
(E) der Prüfvorrichtung (2) liegen.
11. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich außerhalb,
vorzugsweise unterhalb, der Kopfteile (14, 15)
der Aufziehbeine (10, 11) mindestens ein Beleuchtungs
körper (9) vorgesehen ist, mit dem die Kopfteile (14,
15) beleuchtbar sind.
12. Maschine nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Beleuchtungskörper (9)
als aus der Maschine herausbewegbarer, vorzugsweise
klappbarer Leuchtentisch ausgebildet ist.
13. Maschine nach einem der Ansprüche 3 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfgerät (23 bis 25)
in den Kopfteilen (14, 15) der Aufziehbeine (10, 11)
an die Bildverarbeitungseinrichtung angeschlossen ist.
14. Maschine nach einem der Ansprüche 3 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfgerät (23 bis 25)
in den Kopfteilen (14, 15) der Aufziehbeine (10, 11)
im sichtbaren Wellenlängenbereich arbeitet.
15. Maschine nach einem der Ansprüche 3 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß das Prüfgerät (23 bis 25)
in den Kopfteilen (14, 15) der Aufziehbeine (10, 11)
im Infrarotbereich arbeitet.
16. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Zwickeldehner (12)
zwei Kameras (34, 35) zugeordnet sind, die an ein
ander gegenüberliegenden Seiten des Zwickeldehners
(12) liegen.
17. Verfahren zur Sichtkontrolle von Maschenware, ins
besondere Feinstrick- und Strickstrumpfhosen, -knie
strümpfen, -socken, insbesondere unter Verwendung
der Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16, bei
dem die Maschenware auf Aufziehbeine aufgezogen,
durchleuchtet und auf Fehler geprüft wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Maschenware zumindest
nach dem Aufziehen auf die Aufziehbeine (10,
11) mit Kameras (23 bis 25, 34, 35) geprüft wird,
daß die von den Kameras (23 bis 25, 34, 35) gelieferten
Bilder digitalisiert und anschließend binarisiert
werden, daß aus den binarisierten Bildern ein
Helligkeitswert ermittelt wird, und daß bei Überschreiten
eines vorgegebenen Schwellenwertes des Helligkeitswertes
ein Signal erzeugt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Bild nach der
Binarisierung die weißen Bildpunkte (Pixel) gezählt
werden.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bzw. 18,
dadurch gekennzeichnet, daß während des Aufziehens der
Maschenware deren Beinteile mit in den Kopfteilen (14,
15) der Aufziehbeine (10, 11) angeordneten Zeilensensoren
(24, 25) kontrolliert werden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914128346 DE4128346C2 (de) | 1991-08-27 | 1991-08-27 | Maschine mit einer Prüfvorrichtung zur Qualitätskontrolle von Maschenware, insbesondere von Feinstrick- und Strickstrumpfhosen, -kniestrümpfen, -socken sowie Verfahren zur Sichtkontrolle von Maschenware |
| EP19920114634 EP0529621B1 (de) | 1991-08-27 | 1992-08-27 | Maschine zur Qualitätskontrolle von Maschenware, insbesondere von Feinstrick- und Strickstrumpfhosen, -kniestrümpfen, -socken und dgl. sowie Verfahren zur Sichtkontrolle von Maschenware |
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| DE19914128346 DE4128346C2 (de) | 1991-08-27 | 1991-08-27 | Maschine mit einer Prüfvorrichtung zur Qualitätskontrolle von Maschenware, insbesondere von Feinstrick- und Strickstrumpfhosen, -kniestrümpfen, -socken sowie Verfahren zur Sichtkontrolle von Maschenware |
Publications (2)
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| DE4128346A1 DE4128346A1 (de) | 1993-03-04 |
| DE4128346C2 true DE4128346C2 (de) | 1995-05-11 |
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| DE19914128346 Expired - Fee Related DE4128346C2 (de) | 1991-08-27 | 1991-08-27 | Maschine mit einer Prüfvorrichtung zur Qualitätskontrolle von Maschenware, insbesondere von Feinstrick- und Strickstrumpfhosen, -kniestrümpfen, -socken sowie Verfahren zur Sichtkontrolle von Maschenware |
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| DE (1) | DE4128346C2 (de) |
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