DE4128677C2 - Liegende Metallstrangpresse - Google Patents
Liegende MetallstrangpresseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine liegende
Metallstrangpresse nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Eine liegende Metallstrangpresse besteht aus einem Preß
zylinderholm, einem Gegenholm, diese verbindenden Zugankern
und in der Pressenachse beweglich einem Laufholm mit Preß
stempel und einem Aufnehmer für den zu verpressenden Block,
wobei die den Strang ausformende Matrize in einen Matrizen
halter eingesetzt und über einen Druckring oder Druckringe
am Gegenholm abgestützt ist. Der Ausbildung des Trägers für
den aus Matrize, Matrizenhalter und Druckring(en) zusammen
gesetzten Werkzeugsatz kommt hervorragende Bedeutung zu, da
diese die Standzeiten der Matrizen, die Produktqualität, die
Matrizenwechselzeiten und ebenso die Betriebssicherheit und den
baulichen Aufwand der Metallstrangpresse entscheidend beeinflußt.
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal der Metallstrangpressen
ist daher die Ausbildung der Werkzeugträger als Schieber oder
Drehköpfe.
Damit ein Matrizenwechsel vorbereitet oder eine
Behandlung einer Matrize (nacharbeiten, reinigen, schmieren,
kühlen, vorwärmen) durchgeführt werden kann, während eine
andere Matrize im Einsatz ist, werden die Schieber wie die
Drehköpfe mit zwei wechselweise in Arbeitsstellung bringbaren
Aufnehmern versehen (Firmenschrift P2/317 "Horizontale Strang-
und Rohrpressen", Schloemann Aktiengesellschaft, von Oktober 1966;
Zeitschrift für Metallkunde 51. Jahrgang, (1960) Heft 1, S. 29-35,
"Hydraulische horizontale Strangpressen" von W. Dohrn und
H. Schmoll).
Die Werkzeugschieber haben den Nachteil, daß ein Wechsel oder
eine Behandlung von Matrizen abwechselnd auf der einen und
anderen Pressenseite vorgenommen werden muß. Bei den
Werkzeugdrehköpfen ist neben dem vom Schwenkkreis gegebenen
hohen Raumbedarf der große bauliche Aufwand von Nachteil
und diese Nachteile werden dadurch verstärkt, daß diese eine
Verriegelung für den sich in Arbeitsstellung befindlichen
Dreharm erfordern, die den Dreharm gegen axiale Kräfte beim
Abziehen des Aufnehmers vom Werkzeugdrehkopf und gegen
radiale Scherkräfte abstützt. Dieser Nachteile der Werkzeug
drehköpfe wegen werden Werkzeugschieber bevorzugt eingesetzt,
insbesondere in der Abwandlung als Kassettenschieber in
Verbindung mit einer Schnellwechselvorrichtung für die Kassetten,
da diese bei geringem baulichen Aufwand sehr kurze Wechselzeiten
zulassen und der Wechsel nur an einer Pressenseite erfolgt. Die
Kassetten sind hierbei zur Aufnahme der Werkzeuge mit einer
U-förmigen Öffnung nach oben versehen und horizontal quer zur
Pressenachse zwischen einer Preßposition und einer Wechsel
position verschiebbar, wozu der Gegenholm der Presse an seiner
dem Preßzylinderholm zugekehrten Seite mit einem eine obere
und eine untere Führungsschiene umfassenden Führungsgestell
versehen ist. Mit dem Führungsgestell verbunden ist eine
Kolben-Zylinder-Einheit als Verschiebeantrieb für die Kassetten,
die in der Wechselposition mittels einer zweiten, quer zur
ersten gerichteten Führung austauschbar sind (EP 0 318 631 A2,
Firmenschrift P2/3210 "Standard-Strangpresse für Aluminium",
Schloemann-Siemag AG, von April 1981).
Zur axialen Festlegung eines Matrizenhalters in einem Werk
zeugträger (Schieber, Drehkopf oder Kassette) sind die
Matrizenhalter mit einer Ringnut und die Werkzeugträger mit
korrespondierenden, in die untere Hälfte eines Matrizenhalters
eingreifenden Leisten, die sich an den U-Schenkeln der Werk
zeugträgeröffnungen fortsetzen, versehen. Wird nach beendetem
Preßvorgang der Preßrest durch ein entlang der Stirnfläche
von Matrize und Matrizenhalter bewegtes Schermesser abgetrennt,
so kann beim Rückführen des Schermessers die Matrize mit
Matrizenhalter im Werkzeugträger angehoben werden, was nicht
sein soll. Um dies zu vermeiden werden Werkzeugschieber mit
Riegelstücken verschlossen, die zum Auswechseln der Matrize
mit Matrizenhalter jeweils entfernt und wieder eingesetzt werden
müssen (DE-AS 10 20 951). Diese Verkomplizierung des Matrizen
wechsels wird bei Verwendung von Werkzeugschiebern mit zwei
Aufnahmen für wechselweise in Arbeitsstellung bringbare
Matrizen durch einen Riegel vermieden, der im Werkzeugschieber
zwischen Anschlägen begrenzt beweglich ist und die Öffnungen für
die Werkzeugsätze in der jeweiligen Preßposition nach oben
verschließt (DE-OS 21 34 258).
Dem Abscheren des Preßrestes vorangehen muß eine Aufnehmer
verschiebung, damit der Preßrest freizuliegen kommt. Bei diesem
"Abreißen" des Aufnehmers tritt eine erhebliche axiale Kraft
auf, sowie beim Abscheren des Preßrestes ein Kippmoment am
Matrizenhalter auftritt. Da der Matrizenhalter nur mit seiner
unteren Hälfte von den Leisten im Werkzeugträger gehalten ist,
entsteht beim Abreißen des Aufnehmers infolge exzentrischer
Kraftübertragung und beim Abscheren des Preßrestes infolge
des Kippmoments eine hohe örtliche Flächenpressung am Übergang
des gestützten zum ungestützten Umfangsteil des Matrizenhalters,
mit der Folge, daß diese Flächen verformt werden und der
angestrebte, eine Verkantung ausschließende Sitz der Werkzeuge
im Werkzeugträger nicht gewährleistet ist. Eine Verkantung
der Werkzeuge hat aber zur Folge, daß beim Abscheren des
Preßrestes kein zur Stirnfläche von Matrize und Matrizen
halter planparalleler, sauberer Schnitt entsteht. Überstehende
Materialreste, die sich bei aufeinanderfolgenden Preßvorgängen
aufbauen können, verhindern schließlich eine dichtende Anlage
des Blockaufnehmers am Matrizenhalter. Ein unsauberer Schnitt
kann bei Matrizen mit einer Vorkammer zu Lufteinschlüssen
führen, wodurch ein Block-auf-Block-Pressen und das Heraustrennen
eines eng begrenzten, die Schweißstelle enthaltenden Strangstücks
erschwert ist.
Die bekannten Riegelstücke bzw. Riegel sind nicht geeignet, die
Abstützung der Werkzeuge im Werkzeugträger zu verbessern, so daß
ein Verkanten ausgeschlossen werden könnte, denn dazu müßte die
Abstützung spielfrei ausgeführt und ausreichend bemessen sein.
Ein Riegelstück nach der DE-AS 10 20 951 läßt sich aber nur
dann leicht einsetzen und wieder herausnehmen, wenn es mit
reichlichem Spiel ausgeführt ist. Ein Riegel nach der DE-OS
21 34 258 ergibt nur eine unzureichende Stützfläche.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Metallstrangpresse mit einem
als Kassettenschieber ausgebildeten Werkzeugträger, und es ist
die Aufgabe der Erfindung, eine vollkommene, praktisch spielfreie
Abstützung des Werkzeugsatzes über den Matrizenhalter gegen die
beim "Abreißen" des Aufnehmers auftretende axiale Kraft und
das beim Abscheren des Preßrestes auftretende Kippmoment mit
Mitteln zu erreichen, die den Werkzeugwechsel nicht erschweren.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist
nach den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1
ein in der Senkrechten zur Pressen
achse in einer in der oberen Führungsschiene des Führungsgestells
für die Kassetten befindlichen Führungsbahn durch einen Antrieb
bewegliches Riegelstück vorgesehen, welches sich in der oberen
Stellung außerhalb der Öffnung einer Kassette und in seiner
unteren Stellung innerhalb der Öffnung einer sich in Preßposition
befindlichen Kassette, diese verschließend, befindet. Der Verschiebe
antrieb erlaubt es, daß von seiner Führungsbahn genau über der
Öffnung einer sich in Preßposition befindlichen Kassette positi
onierte Riegelstück zur praktisch spielfreien Verriegelung der
Werkzeuge in der Kassette einzurücken und wieder auszurücken,
wobei das Einrücken durch Kantenfassungen an den Riegelflächen
erleichtert sein kann.
Zum Stand der Technik ist zu erwähnen, daß es bei Metallstrang
pressen mit einem als Werkzeugdrehkopf ausgebildeten Werkzeugträger
bekannt ist, den sich jeweils in Arbeitsstellung befindlichen Dreh
arm des Werkzeugdrehkopfes durch einen radial über ihn gestülpten
gabelförmigen Riegel, der mit seinen Schenkeln den Werkzeugdreharm
dreh- und verschiebefest übergreift, zu arretieren. Mit dem Mittel
teil seiner Gabel legt sich dabei der Riegel vor einen Vorsprung
des Matrizenhalters, der dadurch eine zusätzliche Abstützung
erfährt (DE-PS 11 28 827). Für die Arretierung der Kassette eines
Kassettenschiebers in seinem Führungsgestell ist ein entsprechender
Riegel weder geeignet noch notwendig.
Bei einer Kassette, die mit einer, einer Ringnut am Matrizenhalter
entsprechenden, in die untere Hälfte der Ringnut eingreifenden,
sich an den U-Schenkeln in der Kassettenöffnung fortsetzenden Leiste
versehen ist, ist in Weiterbildung der Erfindung das Riegelstück
mit seitlichen Nuten zu seiner Führung an den sich entlang der
U-Schenkel der Kassettenöffnung erstreckenden Leistenteilen und
mit einem Bund versehen, mit dem das Riegelstück in die obere
Ringnuthälfte des Matrizenhalters eingreift und diese zwischen
der Leiste in der Kassettenöffnung derart ausfüllt, daß der Schwer
punkt der Stützfläche des Matrizenhalters am Riegel etwa gleich
liegt mit dem Schwerpunkt der Führungsflächen des Riegelstücks.
Eine raumsparende Anordnung des Riegelstücks mit Führungen und
Antrieb sowie der Schere mit Antrieb zum Abtrennen des Preßrests
ergibt sich, wenn zur Bewegung des Riegelstücks zwei Kolben-
Zylinder-Einheiten vorgesehen sind, zwischen denen die Bahn des
Messerträgers der Schere angeordnet ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen
dargestellt.
Fig. 1 zeigt in einer Seitenansicht die Strangpresse insgesamt,
wozu die
Fig. 2 einen Schnitt nach der in Fig. 1 eingetragenen Schnitt
linie II-II in größerem Maßstab zeigt. In Ausschnitten
der Fig. 1 sind in den Fig. 3a, 3b und 3c nochmals in
größerem Maßstab als Schnitt in der vertikalen Mitten
ebene der Strangpresse nach der in Fig. 2 eingetragenen
Schnittlinie III-III verschiedene Betriebssituationen
dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 3a die Strangpresse mit in Preßposition eingerückter
Kassette mit Werkzeugsatz, aber noch ausgerückter
Verriegelung des Werkzeugsatzes,
Fig. 3b die gleiche Situation, jedoch bei eingerückter
Verriegelung - in dieser Position findet das
Auspressen eines Stranges statt - und
Fig. 3c zeigt die Situation nach beendeter Auspressung
eines Strangs und von dem Werkzeugsatz abgesetztem
"abgerissenem" Blockaufnehmer und vollendetem
Abtrennen des Preßrestes.
Fig. 4 zeigt in einem weiteren Ausschnitt einen Schnitt in der
horizontalen Mittenebene der Strangpresse entsprechend
der in Fig. 3a eingetragenen Schnittlinie IV-IV.
Die Strangpresse besteht, wie die Fig. 1 zeigt aus einem
Preßzylinderholm 1, einem Gegenholm 2 und Zugankern 3, die
den Preßzylinderholm 1 und den Gegenholm 2 verbinden. In der
Pressenachse beweglich sind ein Laufholm 4 und ein Blockaufnehmer
5 entlang Führungsbahnen 6 gleitend angeordnet. Der von einem
im Preßzylinder 7 beaufschlagbaren Preßkolben bewegte Laufholm
4 ist mit einem Preßstempel 8 versehen. Am Gegenholm 2 ist
ein eine obere Führungsschiene 10 und eine untere Führungsschiene
11 umfassendes Führungsgestell 9 befestigt, in dem die den
jeweils benötigten Werkzeugsatz 12 tragende Kassette 13
horizontal quer zur Pressenachse beweglich geführt ist. Ein
Riegelstück 14 ist in die sich in Preßposition befindende
Kassette 13 einrückbar, und damit ist der Werkzeugsatz 12
in der Kassette 13 verriegelt. Eine Schervorrichtung 15 ist
zum Abtrennen eines Preßrestes nach beendetem Preßvorgang
vorgesehen.
Wie insbesondere aus der Fig. 2 zu ersehen ist, bilden die
obere Führungsschiene 10 und die untere Führungsschiene 11
das Führungsgestell 9 für die zwischen einer Preßposition P
und einer Wechselposition W verschiebbaren Kassetten 13. Die
Führungsschienen 10 und 11 sind mit Flanschen 10f bzw. 11f
versehen und mit dem Gegenholm 2 verbunden. Ein Brückenstück
16 zwischen den Führungsschienen 10 und 11 trägt eine Kolben-
Zylinder-Einheit 17, deren Kolbenstange 18 mit einem Kopfstück
19 versehen ist, an das eine der Kassetten 13 ankuppelbar ist,
die somit von der Kolben-Zylinder-Einheit 17 zwischen der
Preßposition P und der Wechselposition W verschiebbar ist.
In Verlängerung der Führungsschiene 11 ist ein Verschiebetisch
20 angeordnet, der quer zur Führungsschiene 11 verfahrbar ist
und zwei Kassetten 13 aufnehmen kann. Zum Werkzeugwechsel
wird die Kassette 13 mit dem auszubringenden Werkzeugsatz 12
aus der Preßposition P aus der Preßachse verschoben in die
Wechselposition W auf dem Verschiebetisch 20, auf dessen
zweiter Aufnahme bereits eine Kassette 13 mit dem einzubringenden
Werkzeugsatz 12 bereitgestellt ist, die mittels des Verschiebe
tisches 20 nunmehr in die Flucht der Führungsschienen 10 und
11 und mittels der Kolben-Zylinder-Einheit 17 in die
Preßposition P eingebracht wird.
Während des Wechsels von Kassetten 13 mit Werkzeugsätzen 12
ist das Riegelstück 14 ausgerückt, wie dies in Fig. 2 in
punktierten Linien und in Fig. 3a dargestellt ist. Zur
Verriegelung eines Werkzeugsatzes 12 in der sich in Preßposition
P befindenden Kassette 13 wird das Riegelstück 14 eingerückt.
Dabei ist es mittels einer Feder 21 in einer Nut 22 geführt
und seitlich von Laschen 23 gehalten. Zum Ein- und Ausrücken
des Riegelstücks 14 sind seitlich außerhalb des Bewegungsbereichs
des Stößels 25 der Schervorrichtung 15 zwei Kolben-Zylinder-
Einheiten 24 angeordnet, die zusammen mit der Messerstößel
führung 26 der Schervorrichtung 15 über den Flansch 10f der
oberen Führungsschiene 10 am Gegenholm 2 befestigt sind.
Die Kassetten 13 weisen eine U-förmige Öffnung 27 nach oben
auf, entlang deren unterem Bogen sich eine Leiste 28 erstreckt,
die sich entlang den U-Schenkeln der Öffnung 27 fortsetzt.
Das in die Kassetten 13 einrückbare Riegelstück 14 ist mit
seitlichen Nuten 30 versehen, die beim Einrücken des Riegelstücks
14 die sich entlang der U-Schenkel der Öffnung 27 einer Kassette
13 erstreckenden Leistenteile 29 aufnehmen und so das
Riegelstück 14 in der Kassette 13 führen. Ferner ist das
Riegelstück 14 mit einem Bund 31 versehen. Zusammen mit der
Leiste 28 in der Öffnung 27 einer Kassette 13 legt der Bund 31
einen in die Kassette 13 eingesetzten Matrizenhalter 32 fest,
der hierzu mit einer Ringnut 33 versehen ist. Der Matrizenhalter
32 umgibt eine Matrize 34 und einen Stützring 35 (s. Fig. 3c)
und bildet zusammen mit einem Druckring 36 und - wie im
Ausführungsbeispiel - erforderlichenfalls einem zweiten Druckring
37 einen Werkzeugsatz 12, der sich gegen den Anpreßdruck des
Blockaufnehmers 5 und gegen den Preßdruck beim Auspressen
eines Strangs an einem in den Gegenholm 2 eingesetzten Druckstück
38 am Gegenholm 2 abstützt.
In Fig. 1 ist die Strangpresse in der Betriebssituation darge
stellt, in der ein zu verpressender Block 39 geladen wird,
wozu der Blockaufnehmer 5 mit seiner nicht dargestellten
Verschiebevorrichtung über den Preßstempel 8 gefahren ist.
Der Blockaufnehmer 5 wird nun auf den Gegenholm 2 zu bewegt,
nimmt dabei den Block 39 auf und kommt zur Anlage an einen
sich in Preßposition P befindlichen Matrizenhalter 32. Indem
der Werkzeugsatz 12 gegen den Gegenholm 2 gepreßt wird, wird
das Spiel aufgehoben, welches zum Einfahren einer Kassette 13
mit Werkzeugsatz 12 zwischen den zuvorderst gelegenen Druckring
37 und dem Gegenholm 2 mit Druckstück 38 vorgesehen werden muß,
und es baut sich der den Blockaufnehmer 5 gegenüber dem
Matrizenhalter 32 dichtende Anpreßdruck zwischen diesen auf.
Gleichzeitig wird das Riegelstück 14 mittels der Kolben-
Zylinder-Einheiten 24 eingerückt und befindet sich dann in der
in Fig. 2, 3b und 3c dargestellten Position. Nach beendetem
Verpressen eines Blockes 39 (Betriebssituation gemäß Fig. 3b),
wird der Blockaufnehmer 5 vom Matrizenhalter 32 abgesetzt
(abgerissen), wobei der Preßrest R, wie in punktierten Linien
in Fig. 3c dargestellt, an der Stirnseite der Matrize 34 und
des Matrizenhalters 32 verbleibt. Mittels der Schervorrichtung
15 wird der Preßrest R abgetrennt, wozu der Stößel 25 mit
einem Schermesser 40 versehen ist. Dabei kann das Schermesser
40 auf einen bestimmten Abstand zur Stirnfläche des Gegenholms
2 mit Druckstück 38 eingerichtet sein, was die Einhaltung einer
eng tolerierten axialen Abmessung des Werkzeugsatzes 12,
bestehend aus Matrizenhalter 32 bzw. Matrize 34 und Stützring
35 sowie den Druckringen 36 und 37 erfordert, wobei die Aufnahme
des Kaudrucks durch den Gegenholm 2 mit Druckstück 38 erfolgt.
Um die Anlage des Werkzeugsatzes 12 am Gegenholm 2 mit Druckstück
38 nach dem "Abreißen" des Aufnehmers zum Abscheren des Preß
rests R sicherzustellen, kann eine zwischen den Führungsschienen
10 und 11 und der den Werkzeugsatz 12 tragenden Kassette 13
angeordnete nicht dargestellte Druckvorrichtung vorgesehen sein.
Geringere Anforderungen an die Maßhaltigkeit des Werkzeugsatzes
12 liegen vor, wenn die Kassette 13 mit dem Werkzeugsatz 12
auf die Führungsschienen 10 und 11 ausgerichtet wird, wozu
Druckvorrichtungen, im Ausführungsbeispiel die mit Druckmittel
beaufschlagbaren, in Zylinderbohrungen 41 im Druckstück 38
sitzenden Kolben 42 vorgesehen sind, die mit einer den Kaudruck
vom Schervorgang übersteigenden Kraft auf die Kassette 13
wirken (siehe Fig. 3a und Fig. 4).
Die erreichbare hohe Präzision des Schnitts beim Abtrennen des
Preßrests R ist von besonderem Vorteil beim "Block-auf-Block-
Pressen" mit einer Vorkammer 43 zur Matrize 34 - dargestellt
in Fig. 3c - wobei eine glatte, saubere Schnittfläche
Voraussetzung ist für eine Verpressung ohne Lufteinschlüsse.
Claims (4)
1. Liegende Metallstrangpresse, die aus einem Preßzylinderholm
(1), einem Gegenholm (2), diese verbindenden Zugankern (3)
und in der Pressenachse beweglich einem Laufholm (4) mit
Preßstempel (8) und einem Aufnehmer (5) für den zu ver
pressenden Block (39) besteht, deren Gegenholm (2) an seiner
dem Preßzylinderholm (1) zugekehrten Seite mit einem eine
obere (10) und eine untere (11) Führungsschiene umfassenden
Führungsgestell (9) versehen ist, in dem eine den aus
Matrize (34) , Matrizenhalter (32) und Druckring(en) (36, 37)
zusammengesetzten Werkzeugsatz (12) aufnehmende Kassette
(13) horizontal quer zur Pressenachse zwischen einer Preß
position P und einer Wechselposition W durch einen mit dem
Führungsgestell (9) verbundenen Antrieb (Kolben-Zylinder-
Einheit) (17) verschiebbar und in der Wechselposition W
gegen eine zweite Kassette (13) austauschbar ist, wobei
die Kassetten (13) mit zur Aufnahme der Werkzeugsätze (12)
dienenden U-förmigen Öffnungen (27) nach oben versehen
und durch ein in die Öffnung (27) einsetzbares Riegelstück (14)
verschließbar sind,
dadurch gekennzeichnet
daß das Riegelstück (14) in der Senkrechten zur Pressenachse
durch einen Antrieb (24) beweglich in einer in der oberen
Führungsschiene (10) des Führungsgestells (9) befindlichen
Führungsbahn (22) angeordnet ist und sich in seiner oberen
Stellung außerhalb der Öffnung (27) der Kassette (13) und
in seiner unteren Stellung innerhalb der Öffnung (27) der
in Preßposition befindlichen Kassette (13) diese verschließend
befindet.
2. Strangpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kassette (13) mit einer, einer Ringnut (33) am Matrizen
halter (32) entsprechenden, in die untere Hälfte der Ringnut
(33) eingreifenden, sich an den U-Schenkeln der Kassetten
öffnung (27) fortsetzenden Leiste (28) versehen sind, und
daß das Riegelstück (14) mit einem bei eingerücktem
Riegelstück (14) in die obere Ringnuthälfte eingreifenden
Bund (31) versehen und an Leistenteilen (29) entlang der
U-Schenkel der Kassettenöffnung (27) geführt ist.
3. Strangpresse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Riegelstück (14) von zwei seitlich der Bahn eines
Messerträgers (25) für ein zum Abscheren des Preßrestes R
vorgesehenes Messer (40) angeordneten Kolben-Zylinder-
Einheiten (24) ein- und ausrückbar ist.
4. Strangpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Riegelstück (14) mit einer Feder (21) in einer Nut
(22) senkrecht beweglich geführt und von übergreifenden
Laschen (23) gehalten ist.
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