DE4130430C2 - Vorrichtung zum Prüfen von elektrischen Maschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Prüfen von elektrischen Maschinen

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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M15/00Testing of engines
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
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Description

Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Prüfen von elek­ trischen Maschinen, insbesondere von Startern von Brennkraft­ maschinen nach der im Oberbegriff des Anspruchs 1 näher angegebenen Gattung.
Es ist schon eine derartige Vorrichtung zum Prüfen von Anlassern aus der DE-OS 19 50 862 bekannt, bei welcher der Prüfstand eine in einem gehäusefesten Lagerbock zweifach gelagerte Abtriebswelle aufweist, die mit einem Antriebszahnrad und mit einer Bremsscheibe drehfest verbunden ist. Von Nachteil bei dieser Vorrichtung ist, daß mit ihr ein Generator einer Brennkraftmaschine nicht überprüfbar ist. Viel­ mehr bedarf es zur Prüfung eines Generators eines zusätzlichen Prüf­ standes, der sich jeweils nur zur Prüfung einer einzelnen elek­ trischen Maschinenart eignet. Dies führt zu einer aufwendigen und kostspieligen Prüfung. Darüber hinaus weist die bekannte Vorrichtung auch keine Mittel auf, um die Freilaufkupplung von Startern zu über­ prüfen, so daß zur Überprüfung dieser Funktion ein zusätzlicher Auf­ wand getrieben werden muß.
Ferner ist aus der DE-OS 25 35 648 ein Anlasserprüfstand bekannt, der sich durch eine spezielle Spannvorrichtung zur zentralen Halterung unterschiedlicher Anlasserbauarten auszeichnet. Eine Prüfung von unterschiedlichen elektrischen Maschinen ist auf dieser Vorrichtung ebenfalls nicht möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Prüfen von elektrischen Maschinen zu schaffen, die vielseitiger einsetzbar ist und die Prüfung von Startern und Generatoren vereinfacht und erleichtert.
Ausgehend von einer gattungsbildenden Vorrichtung wird diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Prüfen von elektrischen Maschinen mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat gegenüber dem Stand der Technik den Vorteil, daß sie die Prüfung von Generatoren und Star­ tern auf demselben Prüfstand erlaubt. Für beide Arten von elek­ trischen Maschinen kann daher eine Einplatzprüfung vorgenommen wer­ den. Anstelle von bisher zwei voneinander getrennten Prüfvorrich­ tungen genügt nunmehr eine einzige Lagerung für unterschiedliche Antriebe. Der Aufwand für die kombiniert einsetzbare Vorrichtung wird damit wesentlich geringer und damit kostengünstiger.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vor­ teilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Vorrichtung möglich. Besonders vorteilhaft ist eine Aus­ bildung nach Anspruch 2, wenn die eine Antriebswelle mit der anderen, hohl ausgebildeten Antriebs­ welle durch Kraftschluß verbunden ist, so daß sich die Funktion der Freilaufkupplung im Starter überprüfen läßt. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Ansprüchen 3 bis 6, die vor allem eine einfache, kompakte und kostengünstige Bauweise ermögli­ chen und zudem eine vorteilhafte Bedienung der Prüfvorrichtung er­ lauben.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung darge­ stellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine Vorderansicht einer Vorrichtung zur Prüfung von elektrischen Maschinen in vereinfachter Darstellung und teilweise im Schnitt und Fig. 2 eine austauschbare Wechselriemenscheibe für die Vorrichtung nach Fig. 1.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
Die Fig. 1 zeigt als Vorderansicht und teilweise im Längsschnitt eine Vorrichtung 10 zum Prüfen von elektrischen Maschinen wie Star­ tern und Generatoren, wobei die Vorrichtung 10 einen Teil eines im einzelnen nicht näher dargestellten Prüfstandes 11 bildet und auf diesem eine Ab- und Antriebsgruppe darstellt, welche die Antriebs­ funktion für Generatoren und Starter sowie die Funktion einer Brems­ einrichtung für die Starter übernimmt.
Die Vorrichtung 10 weist einen gehäusefest angeordneten Lagerblock 12 auf, der im wesentlichen als U-förmiges Gestell mit zwei seit­ lichen Schenkeln 13, 14 und einer Bodenplatte 15 ausgebildet ist. In den beiden Schenkeln 13, 14 ist eine Abtriebswelle 16 mit Hilfe von Kugellagern 2-fach gelagert, wobei die Abtriebswelle 16 durchgehend hohl ausgebildet ist. Die hohle Abtriebswelle 16 weist ein die Lagerung im Schenkel 13 nach außen hin durchdringendes Ende 17 auf, auf dem ein Abtriebszahnrad 18 mit Hilfe von Schrauben drehfest befestigt ist. Ferner ist an der Abtriebswelle 16 im Bereich zwischen ihren beiden Lagerstellen in den Schenkeln 13, 14 mit einer Bremsscheibe 19 drehfest verbunden, die mit einer an der Bodenplatte 15 befestigten Bremseinrichtung 21 zusammenarbeitet. Diese Bremsein­ richtung 21, die zugleich Meßfunktionen übernehmen kann, läßt sich auf diese Weise raumsparend zwischen den Schenkeln 13, 14 anordnen.
Im Inneren der mit einer mehrfach abgesetzte Längsbohrung hohl aus­ gebildeten Abtriebswelle 16 ist eine durchgehende Antriebswelle 22 drehbar gelagert. Die Antriebswelle 22 ist mit Hilfe zweier Kugel­ lager 23 konzentrisch zur Abtriebswelle 16 und relativ zu ihr ver­ drehbar gelagert. Die Antriebswelle 22 endet im Bereich des Abtriebszahnrades 18 in einem kegelförmigen Aufnahmezapfen 24, auf dem eine Wechselriemenscheibe 25 angeordnet ist. Die Wechselriemen­ scheibe 25 ist mit einer zentralen Schraube 26 an der Antriebswelle 22 befestigt und durch einen axial verlaufenden Bolzen 27 gegen Ver­ drehung gesichert. An dem zum Aufnahmezapfen 24 entgegengesetzt liegenden Ende 28 der Antriebswelle 22 ist ein Antriebsrad 29 dreh­ fest befestigt.
Das Antriebsrad 29 einerseits sowie andererseits die Wechselriemen­ scheibe 25 und das Abtriebszahnrad 18 liegen somit auf entgegenge­ setzten Enden der Vorrichtung 10 und jeweils außerhalb des U-förmi­ gen Lagerbocks 12, der lediglich die Bremsscheibe 19 zwischen seinen Schenkeln 13, 14 aufnimmt.
Mit der Vorrichtung 10 auf einem Prüfstand 11 läßt sich ein Kombi­ nationsprüfstand zur Prüfung von Startern und Generatoren darstel­ len, an dem eine sogenannte Einplatzprüfung durchführbar ist. Die Vorrichtung 10 kommt dabei für die Lagerung von Antrieb und Abtrieb mit einer einzigen Lagerbaugruppe aus.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung 10 wird wie folgt erläutert, wobei die grundsätzlichen Prüffunktionen bei Startern und Generatoren als an sich bekannt vorausgesetzt werden.
Zur Prüfung eines Starters wird dieser in an sich bekannter Weise auf dem Prüfstand 11 in einer nicht näher gezeichneten Spannvor­ richtung angeordnet und in eine solche Lage gebracht, daß dessen Ritzel mit dem Abtriebszahnrad kämmt. Der Starter kann nun wie üblich bei Leerlaufdrehzahl geprüft werden oder es läßt sich eine Prüfung bei Teillast durchführen, wobei über die Bremsscheibe 19 und die Bremseinrichtung 21 die Hohlwelle 16 belastet wird und schließ­ lich über die Bremseinrichtung 21 auch die Leistung ermittelt werden kann.
Soll bei einem Starter die Funktion der Freilaufkupplung überprüft werden, so muß in der Vorrichtung 10 die Wechselriemenscheibe 25 ausgetauscht werden gegen eine Wechselscheibe 31, wie sie in Fig. 2 näher dargestellt ist. Bei der Wechselscheibe 31 ist durch einen achsparallel angeordneten Stift 32 eine Verdrehsicherung der An­ triebswelle 22 und der hohlen Abtriebswelle 16 geschaffen. Mit Hilfe eines nicht näher gezeichneten Elektromotors wird über das Antriebs­ rad 29, die Antriebswelle 22 und die Wechselscheibe 31, das drehfest gekoppelte Abtriebszahnrad 18 so schnell angetrieben, daß die Um­ fangsgeschwindigkeit am Antriebsritzel des zu prüfenden Starters überschritten und dabei die Funktion der Freilaufkupplung überprüft werden kann.
Bei der Prüfung eines Generators wird die zu prüfende Maschine in üblicher Weise auf den Prüfstand 11 eingespannt und ihre Riemen­ scheibe z. B. über Keilriemen mit der Wechselriemenscheibe 25 ge­ koppelt. Von einem nicht näher gezeichneten Elektromotor wird das Antriebsrad 29 angetrieben, das unabhängig von dem Verhalten der hohlen Abtriebswelle 16 über die Antriebswelle 22 und die Wechsel­ riemenscheibe 25 den Generator antreibt, an dem die üblichen Mes­ sungen wie Strom, Spannung und Drehzahl sowie andere Prüfungen, durchführbar sind.
Selbstverständlich sind an der gezeigten Vorrichtung 10 Änderungen möglich, ohne vom Gedanken der Erfindung abzuweichen. Obwohl die gezeigte Verdrehsicherung 32 besonders einfach baut, läßt sich der Kraftfluß zwischen der Antriebswelle 22 und der Abtriebswelle 16 auch mit anderen Mitteln durchführen, wobei diese Mittel auch ein- und ausschaltbar ausgeführt werden können.

Claims (7)

1. Vorrichtung zum Prüfen von elektrischen Maschinen, insbesondere von Startern von Brennkraftmaschinen, mit einer auf einem Lagerbock drehbar angeordneten zweifach gelagerten Abtriebswelle, auf der an einem freien Ende außerhalb des Lagerbocks ein Abtriebszahnrad und im Bereich zwischen den beiden Lagerstellen eine Bremsscheibe einer Bremseinrichtung drehfest befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtriebswelle als Hohlwelle (16) ausgebildet ist, die in ihrem Inneren eine koaxial angeordnete und in ihr gelagerte Antriebswelle (22) aufnimmt, an deren dem Abtriebszahnrad (18) zugeordneten Ende (24) eine auswechselbare Scheibe (25, 31) angeordnet ist, während an ihrem anderen aus der Hohlwelle (16) ragenden Ende (28) ein An­ triebsrad (29) befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Abtriebswelle (16) und die Antriebswelle (22) eine Verdreh­ sicherung (32) geschaltet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver­ drehsicherung als achsparallel angeordnete Stiftverbindung (32) zwischen Wechselscheibe (31) und Abtriebszahnrad (18) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Lagerbock (12) als U-förmiges Gestell ausgebildet ist, in dessen beiden Schenkeln (13, 14) die Hohlwelle (16) gelagert ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Bremseinrichtung (21) an einer Bodenplatte (15) zwischen beiden Schenkeln (13, 14) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die austauschbar an der Antriebswelle (22) befestig­ baren Scheiben als Wechselriemenscheibe (25) und als Wechselscheibe (31) ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, da­ durch gekennzeichnet, daß sie fest auf einem Gehäuse eines Prüf­ standes (11) angeordnet ist, der einen das Antriebsrad (29) antrei­ benden Motor und eine Befestigungseinrichtung für Starter und Gene­ ratoren aufweist.
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