DE4130863C2 - Digitales Nachrichtenübertragungssystem - Google Patents
Digitales NachrichtenübertragungssystemInfo
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- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L7/00—Arrangements for synchronising receiver with transmitter
- H04L7/04—Speed or phase control by synchronisation signals
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- H04L7/00—Arrangements for synchronising receiver with transmitter
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Description
Die Erfindung betrifft ein digitales Nachrichtenübertra
gungssystem nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei derartigen Nachrichtenübertragungen, insbesondere über
Kurzwellenverbindungen erleiden die Signale auf dem Über
tragungsweg Störungen z. B. in Form von Frequenzverschie
bungen zwischen Sender und Empfänger, Mehrwegeausbreitung
usw. Die Störungen der Signale können durch eine Kanal
stoßantwort beschrieben werden, die aber a priori nicht
bekannt ist. Zur empfängerseitigen Ermittlung der Parame
ter der Nachrichtenverbindung werden in Signalen soge
nannte Präambeln mit übertragen, deren Symbolfolgen fest
gelegt und auch empfängerseitig bekannt sind. Im Empfänger
werden z. B. unter Verwendung von Korrelationstechniken aus
den Präambelsignalen Kanalparameter bestimmt und Entzer
rerfilter danach eingestellt.
Bekannt ist z. B., die Empfangssignale durch Umsetzen mit
mehreren unterschiedlichen Überlagerungsfrequenzen mit ei
nem gegenseitigen Frequenzversatz von beispielsweise 50 Hz
auf mehrere Dopplerkanäle zu verteilen und in jedem Dopp
lerkanal die Signale über ein Korrelationsfilter, bei
spielsweise ein Matched-Filter zu leiten. Die mehreren
Zeitfolgen an den Ausgängen der Korrelationsfilter bilden
eine zweidimensionale Suchfunktion mit der Zeit und der
Dopplerfrequenz als unabhängigen Variablen. Durch
Schwellwertsetzung für die Suchfunktion können zu einem
oder mehreren herausragenden Funktionswerten jeweils eine
Dopplerfrequenz und ein Synchronisationszeitpunkt bestimmt
und für die weitere Signalverarbeitung herausgezogen wer
den.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein digitales
Nachrichtenübertragungsverfahren anzugeben, welches auf
vorteilhafte Weise die Gewinnung einer derartigen Such
funktion ermöglicht.
Die Erfindung ist im Patentanspruch 1 beschrieben. Die Un
teransprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen und
Weiterbildungen der Erfindung.
Bei der Erfindung wird die Erkenntnis ausgenutzt, daß die
Suchfunktion in Frequenzrichtung abgesehen von einem Pha
senfaktor periodisch in Frequenzrichtung ist, wenn peri
odisch fortgesetzte Test folgen in der Präambel verwendet
werden. Während bei dem bekannten Verfahren der Dopplerka
nalfrequenz die Aufteilung auf die verschiedenen Doppler
frequenzen in einem ersten Schritt erfolgt, wird diese
Maßnahme bei der Erfindung in einem späteren Verfahrens
schritt vorgenommen. Für die Ausführung einer diskreten
Fouriertransformation stehen schnelle erprobte Verfahren,
zum Teil vollständig als Baugruppen integriert, zur Verfü
gung.
Die Erfindung ist nachfolgend unter Bezugnahme auf die Ab
bildungen noch eingehend erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 ein Schema eines Verfahrens mit Dopplerkanal
trennung
Fig. 2 ein Schema einer diskreten Fouriertransformation
mit Phasenkorrektur.
Bei dem in Fig. 1 in Funktionsblöcken skizzierten bekann
ten Verfahren wird das Empfangssignal auf mehrere paral
lele Dopplerkanäle aufgeteilt mit z. B. + 50 Hz, 0 Hz, -50
Hz Frequenzablage durch Umsetzen der Signale in dem Kanä
len mit + 50 Hz bzw. -50 Hz mit entsprechenden Überlage
rungssignalen e-iwt bzw. eiwt (w = 2π.50). Die Umsetzung
erfolgt im allgemeinen als Quadraturdemodulation mit or
thogonalen Überlagerungssignalen.
In jedem Dopplerkanal sind Korrelationsfilteranordnungen,
z. B. als Matched-Filter-Anordnungen MF vorhanden. Die
Zeitsignale Z+, ZO und Z₋ an den Ausgängen der Korrelator
filter bilden zusammen eine zweidimensionale diskrete
Suchfunktion z(t, w) mit Funktionswerten bei diskreten
Zeitlinien und Frequenzlinien.
Bei dem in Fig. 2 skizzierten erfindungsgemäßen Verfahren
werden die Empfangssignale g(t) in gleichen Zeitabständen
einer Symboldauer Ts abgetastet und nach Art eines Schie
beregisters S weitergeschoben. Zu im Abstand Ts aufeinan
derfolgenden Zeitpunkten werden jeweils aus den Abtastwer
ten g(t-k.Ts) und korrelationsgewichten g(k) erste Zeit
folgen
Wt(k) = y(k).g(t-k.Ts)
gebildet mit k = 0, 1, 2, . . ., (Nf-1). Die Anzahl Nf der Kor
relationsgewichte y(k) bzw. der ersten Folgen Wt(k) ist
mindestens gleich der Periodenlänge Np der in der Präambel
periodisch fortgesetzten Testfolge in Vielfachen der Sym
boldauer Ts. Dieser Satz von Nf ersten Zeitfolgen Wt(k)
wird einer inversen diskreten Fouriertransformation DFT-1
unterzogen, welche die transformierten Zeitfolgen
liefert, mit n = 0, 1, 2, . . ., (Nf-1). Auf diese Folgen wird
danach noch eine Phasenkorrektur mit einem Faktor
Nf.e-jβnt gemäß
z't(n) = Nf e-jβn.t.zt(n)
angewandt mit
Die Gesamtheit der Folgen z't(n) bildet dann die zweidi
mensionale Suchfunktion
für die weitere Auswertung. Eine solche weitere Auswertung
kann beispielsweise die wertweise Betragsbildung und einen
Schwellwertvergleich zur Ermittlung eines Synchronisati
onszeitpunkts und zur Dopplerfrequenzschätzung umfassen.
Bei Übertragungswegen, in denen Mehrwegeausbreitung auf
treten kann, wird vorteilhafterweise eine Integration der
Suchfunktion über ein Zeitintervall, das mindestens so
groß ist wie der maximal zu erwartende Laufzeitunterschied
vorgenommen.
Vorzugsweise wird die Suchfunktion auch in Frequenzrich
tung integriert, wodurch berücksichtigt wird, daß im Re
gelfall die tatsächliche Dopplerfrequenzverschiebung eines
Empfangssignals nicht genau auf einer Frequenzlinie der
inversen Fouriertransformation liegt. Für die Integration
in Frequenzrichtung kann die Länge des Integrationsinter
valls auf zwei oder drei jeweils benachbarte Frequenzli
nien beschränkt werden wegen der geringen zu erwartenden
Dopplerfrequenzdifferenz bei Mehrwegeausbreitung. Die
Länge Nf der inversen diskreten Fouriertransformation kann
gegenüber der Periodenlänge Np der in der Präambel peri
odisch fortgesetzten Testfolgen erhöht werden, um eine hö
here Frequenzauflösung zu erzielen und/oder zur Anpassung
an eine in einer Signalverarbeitungseinrichtung fest vor
gegebene Länge der diskreten Fouriertransformation, bei
spielsweise eine ganzzahlige Potenz von Zwei. Die gegen
über der Periodenlänge überzähligen Eingänge mit
k = Np, . . ., Nf-1 bei der DFT-1 werden mit Signalen iden
tisch Null beaufschlagt, was einer Nullsetzung von
Korrelationsgewichten y(k) für k = Np, . . ., Nf-1 gleich ist.
Als Testfolgen werden vorzugsweise in an sich bekannter
Weise Pseudo-Noise (PN)-Folgen mit Symbolwerten xpn, als
Korrelationsgewichte y(k) die konjugiert komplexen Symbol
werte der PN-Folgen gemäß
y(k) = x*pn (Np-1-k)
für
k = 0, 1, . . ., Np-1 gewählt.
Für die Schwellwertsetzung ist in gebräuchlicher Weise
noch ein Normierungsfaktor zu beachten, der neben der Pe
riodenlänge Np, der DFT-1-Länge Nf und ggf. der Größe der
Integrationsintervalle vorzugsweise auch den fortlaufend
bestimmten Energieinhalt der Empfangssignale berücksich
tigt.
Claims (6)
1. Nachrichtenübertragungssystem, bei welchem eine Sen
dung mindestens eine Präambel mit periodisch fortgesetzten
Testfolgen enthält und empfängerseitig durch Wichtung der
in festen Zeitabständen (Ts) abgetasteten Empfangssignale
g(t) mit Korrelationsgewichten y(k) eine dopplerfrequenz- und
zeitabhängige Suchfunktion z(t,β) gebildet wird, da
durch gekennzeichnet, daß aus den Abtastwerten des Ein
gangssignals und den Korrelationsgewichten erste Folgen
Wt(k) = y(k).g(t-k.Ts)
gebildet werden, wobei k = 0, 1, . . ., Nf-1 mit Nf als Anzahl der Korrelationsgewichte, daß daraus mittels einer inver sen diskreten Fouriertransformation transformierte Folgen
abgeleitet werden und daß aus diesen transformierten Fol gen mittels einer Phasenkorrektur die Suchfunktion
z(t,β) = Nf e-jβnt.zt(n) (n = 0,1, . . ., Nf-1)
gebildet wird, wobei mit t die Zeit und mit
diskrete Frequenzen bezeichnet sind.
Wt(k) = y(k).g(t-k.Ts)
gebildet werden, wobei k = 0, 1, . . ., Nf-1 mit Nf als Anzahl der Korrelationsgewichte, daß daraus mittels einer inver sen diskreten Fouriertransformation transformierte Folgen
abgeleitet werden und daß aus diesen transformierten Fol gen mittels einer Phasenkorrektur die Suchfunktion
z(t,β) = Nf e-jβnt.zt(n) (n = 0,1, . . ., Nf-1)
gebildet wird, wobei mit t die Zeit und mit
diskrete Frequenzen bezeichnet sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Testfolgen Pseudo-Noise (PN)-Folgen sind.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Korrelationsgewichte die Symbole der PN-Folge sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Länge der DFT-1(NF) gleich der Länge
der Periodenlänge (Np) der Testfolgen ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Länge (Nf) der DFT-1 größer ist als
die Periodenlänge (Np) der Testfolgen und daß die Folgen
an den überzähligen (Nf-Np) Eingängen der DFT-1 gleich
Null gesetzt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß durch Integration über jeweils benachbarte
diskrete Frequenzen der Sendefunktion eine integrale
Suchfunktion gebildet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4130863A DE4130863C2 (de) | 1991-09-17 | 1991-09-17 | Digitales Nachrichtenübertragungssystem |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4130863A DE4130863C2 (de) | 1991-09-17 | 1991-09-17 | Digitales Nachrichtenübertragungssystem |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4130863A1 DE4130863A1 (de) | 1993-03-18 |
| DE4130863C2 true DE4130863C2 (de) | 1999-04-15 |
Family
ID=6440780
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4130863A Expired - Fee Related DE4130863C2 (de) | 1991-09-17 | 1991-09-17 | Digitales Nachrichtenübertragungssystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4130863C2 (de) |
Families Citing this family (4)
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| FR2715488B1 (fr) * | 1994-01-21 | 1996-03-22 | Thomson Csf | Procédé et dispositif permettant à un modem de se synchroniser sur un transmetteur de données numériques par voie hertzienne en présence de brouilleurs. |
| DE19743167A1 (de) * | 1997-09-30 | 1999-04-01 | Daimler Benz Ag | Kommunikationssystem |
| DE19934660C2 (de) | 1998-09-02 | 2000-08-31 | Daimler Chrysler Ag | Mehrfrequenz-Superpositions-Empfänger |
| DE10043743A1 (de) * | 2000-09-05 | 2002-03-14 | Infineon Technologies Ag | Automatische Frequenzkorrektur für Mobilfunkempfänger |
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| DE2822874C2 (de) * | 1976-02-28 | 1988-08-25 | Licentia Patent-Verwaltungs-Gmbh, 6000 Frankfurt, De | |
| US5005189A (en) * | 1989-01-23 | 1991-04-02 | Hackett Jr Charles M | Detection of digital signals received from multipath channels |
| DE3338510C2 (de) * | 1983-10-22 | 1991-07-04 | Ant Nachrichtentechnik Gmbh, 7150 Backnang, De |
-
1991
- 1991-09-17 DE DE4130863A patent/DE4130863C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Title |
|---|
| URIE, A.: Errors in estimating local average powerof multipath signals. In: Electronic letters, Febr. 1991, Vol.27, No.4, S.315-317 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4130863A1 (de) | 1993-03-18 |
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