DE4131177C2 - Schutzrohr für eine Sauerstoffmeßsonde - Google Patents
Schutzrohr für eine SauerstoffmeßsondeInfo
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- DE4131177C2 DE4131177C2 DE19914131177 DE4131177A DE4131177C2 DE 4131177 C2 DE4131177 C2 DE 4131177C2 DE 19914131177 DE19914131177 DE 19914131177 DE 4131177 A DE4131177 A DE 4131177A DE 4131177 C2 DE4131177 C2 DE 4131177C2
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- G01N27/403—Cells and electrode assemblies
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schutzrohr für eine Sauerstoff
messsonde, das mit einem Ende in einem Halter gehalten und
das einen Sauerstoffionen leitenden, rohrförmigen Festkörper
elektrolyten umgibt, das aus elektrisch leitendem Material
besteht und zur Kontaktierung einer Außenelektrode des Fest
körperelektrolyten dient.
Ein bekanntes Schutzrohr der eingangs genannten Art (DE 31 18
447 C2) ist aus Metall hergestellt.
Auch aus der DE 38 33 968 A1 ist ein Schutzrohr für eine
Sauerstoffmesssonde bekannt, das mit einem Halter gehalten
ist, das einen Sauerstoffionen leitenden, rohrförmigen Fest
körperelektrolyten umgibt und das aus elektrisch leitendem
Material besteht und zur Kontaktierung einer Außenelektrode
dient.
Es ist auch bekannt (DE 32 11 564 A1, DE 34 05 162 A1),
Schutzrohre für Sauerstoffmesssonden aus Keramik herzustel
len. Bei dieser bekannten Bauart sind gesonderte Rückleitun
gen für die Kontaktierung der den Festkörperelektrolyten zu
geordneten Außenelektrode vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schutzrohr der
eingangs genannten Art zu schaffen, durch das einerseits die
Einbaumöglichkeiten der Sauerstoffmesssonde erweitert und an
dererseits die Lebensdauer erhöht werden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Schutzrohr aus
elektrisch leitendem Keramikmaterial besteht und in den Hal
ter eingeklebt ist, und dass zwischen dem Halter und dem
Schutzrohr eine wenigstens ein federelastisches Element ent
haltende Kontaktverbindung besteht.
Durch die Verwendung eines Schutzrohres aus elektrisch lei
tendem Keramikmaterial können die Vorteile von Metallschutz
rohren bezüglich der Kontaktierung der Außenelektrode beibe
halten werden, ohne dass die Nachteile von Metallschutzrohren
in Kauf genommen werden. Die Nachteile von Metallschutzrohren
bestehen einerseits darin, dass sie in der aggressiven Atmo
sphäre eines Ofens o. dgl. nur eine beschränkte Lebensdauer
aufweisen, während sie andererseits bei extrem hohen Tempera
turen im wesentlichen nur eine hängende Einbaulage der Sauer
stoffmesssonde gestatten, da sie sich bei einer horizontalen
Einlage in Folge der hohen Temperaturen durchbiegen. Diesen
Beschränkungen ist ein Schutzrohr aus elektrisch leitendem
Keramikmaterial nicht ausgesetzt. Durch das Einkleben wird
eine gasdichte Verbindung trotz der unterschiedlichen Materi
aleigenschaften zwischen dem Schutzrohr und dem aus Metall
bestehenden Halter erhalten. Darüber hinaus wird sicherge
stellt, dass durch die besondere Kontaktverbindung auch trotz
dieser unterschiedlichen Materialien und trotz der hohen
Sprödigkeit des Schutzrohres ein sicherer elektrisch leiten
der Abgriff geschaffen wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass
das Schutzrohr aus Silicium-Siliciumkarbid (SiSiC) besteht.
Dieses Silicium ist gasdicht, so dass die Probleme mit ande
ren Keramikwerkstoffen, bei denen sich Kohlenstoff der zu
messenden Atmosphäre in offene Poren einlagern konnte, besei
tigt sind. Dieses Silicium-Siliciumkarbid ist gegen die che
mischen Einflüsse einer Ofenatmosphäre nahezu resistent.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der in der Zeichnung darge
stellten Ausführungsform.
Die Zeichnung zeigt einen Teil-Längsschnitt durch ein erfin
dungsgemäßes Schutzrohr einer Sauerstoffmesssonde und seiner
Halterung.
Die Zeichnung zeigt den sogenannten "Kaltbereich" einer Sau
erstoffmesssonde. Dieser Kaltbereich befindet sich außerhalb
der von der Sauerstoffmesssonde zu messenden Ofenatmosphäre.
Sie enthält einen Halter 10, der mit einem Gewindeansatz 11
in eine Wand o. dgl. eines Ofens einsetzbar ist. Koaxial zu
dem Gewindeansatz 11 ist der Halter 10 mit einer hülsenförmi
gen Verlängerung versehen, die zur Aufnahme eines Schutzroh
res 13 dient. Das Schutzrohr 13 umgibt einen nicht darge
stellten, rohrförmigen Festkörperelektrolyten, der in einer
zu dem Schutzrohr 13 konzentrischen Aufnahmebohrung 14 des
Halters 10 gehalten ist. Der Sauerstoffionen leitende Fest
körperelektrolyt wird innen mit einer Referenzatmosphäre und
außen mit der zu messenden Atmosphäre in bekannter Weise be
aufschlagt, wie dies im Prinzip in der DE 31 18 447 C2 darge
stellt ist. An dem Festkörperelektrolyten wird die von dem
Sauerstoffpartialdruck abhängige Differenzspannung mittels
einer Innenelektrode und einer Außenelektrode abgegriffen.
Die elektrische Kontaktierung der Außenelektrode erfolgt über
das Schutzrohr 13.
Das Schutzrohr 13 besteht aus einem elektrisch leitenden Ke
ramikmaterial, insbesondere aus Silicium-Siliciumkarbid (Si-
SiC). Dieser Werkstoff ist außerdem gasdicht, so dass er ge
genüber den chemischen Einflüssen der Atmosphäre einer Ofen
anlage nahezu resistent ist. Das Schutzrohr 13 ist mit seinem
offenen Ende in den hülsenförmigern Ansatz 12 eingeklebt. Bei
der Montage wird das Schutzrohr 13 zunächst um einen vorgege
benen Weg, dessen Zweck später noch erläutert wird, in den
hülsenförmigen Ansatz 12 eingesteckt, wonach der Klebstoff 15
auf das Schutzrohr 13 aufgetragen wird, der anschließend die
Verbindung zwischen dem Halter 10 und dem Schutzrohr 13 her
stellt. Das Schutzrohr 13 wird dann in den Halter 10 weiter
eingeschoben, bis sein Ende an einem Ringbund 16 zur Anlage
kommt. Auf diese Weise wird ein klebstofffreier Bereich auf
der Oberfläche des Schutzrohes 13 geschaffen, in welchem eine
Kontaktverbindung 17 zwischen dem Schutzrohr 13 und dem Hal
ter 10 geschaffen wird. Diese Kontaktverbindung 17 ist so
ausgelegt, dass sie der Sprödigkeit des Schutzrohres 13 Rech
nung trägt und eine sichere Kontaktierung gewährleistet.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Kon
taktverbindung aus mehreren, beispielsweise in einem Winkel
von 120° verteilten Bohrungen, in die Stahlkugeln 18 einge
setzt sind, die mittels Druckfedern 19 aus elektrisch leiten
dem Material gegen die Oberfläche des Schutzrohres 13 ange
drückt werden. Die Federn 19 sind mittels Stiftschrauben 20
gespannt, die in einen Gewindeteil der Bohrung eingeschraubt
sind.
Es sind ohne weiteres auch andere Kontaktverbindungen zwi
schen dem Halter 10 und dem Schutzrohr 13 möglich, die alle
jedoch, mit Rücksicht auf die Sprödigkeit des Materials des
Schutzrohres 13 in zweckmäßiger Weise ein federelastisches
Element enthalten soll. Beispielsweise ist es möglich,
schleifringartige Kontaktierungen oder bürstenartige Kontak
tierungen o. dgl. zu verwenden. Diese Kontaktierungen können
auch an dem Stirnende des Schutzrohres 13 angreifen.
Claims (2)
1. Schutzrohr für eine Sauerstoffmesssonde, das mit einem
Ende in einem Halter gehalten ist und das einen Sauerstoffio
nen leitenden, rohrförmigen Festkörperelektrolyten umgibt,
das aus elektrisch leitendem Material besteht und zur Kontak
tierung einer Außenelektrode des Festkörperelektrolyten
dient, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzrohr (13) aus
elektrisch leitendem Keramikmaterial besteht und in den Hal
ter (10) eingeklebt ist, und dass zwischen dem Halter (10)
und dem Schutzrohr (13) eine wenigstens ein federelastisches
Element (19) enthaltende Kontaktverbindung (17) besteht.
2. Schutzrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Schutzrohr (13) aus Silicium-Siliciumkarbid (SiSiC)
besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914131177 DE4131177C2 (de) | 1991-09-19 | 1991-09-19 | Schutzrohr für eine Sauerstoffmeßsonde |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914131177 DE4131177C2 (de) | 1991-09-19 | 1991-09-19 | Schutzrohr für eine Sauerstoffmeßsonde |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4131177A1 DE4131177A1 (de) | 1993-03-25 |
| DE4131177C2 true DE4131177C2 (de) | 2001-05-17 |
Family
ID=6440973
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914131177 Expired - Fee Related DE4131177C2 (de) | 1991-09-19 | 1991-09-19 | Schutzrohr für eine Sauerstoffmeßsonde |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4131177C2 (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3211564A1 (de) * | 1981-04-13 | 1982-11-11 | Process Electronic Analyse Und | Sauerstoffmesssonde |
| DE3118447C2 (de) * | 1981-05-09 | 1983-02-24 | Process-Electronic Analyse- Und Regelgeraete Gmbh, 7321 Wangen | Sauerstoffmeßsonde, insbesondere zum Erfassen des Sauerstoffgehaltes einer kohlenstoffhaltigen Atmosphäre |
| DE3405162A1 (de) * | 1984-02-14 | 1985-08-22 | Bosch Gmbh Robert | Polarographischer sauerstoffmessfuehler |
| DE3833968A1 (de) * | 1988-10-06 | 1990-04-12 | Ipsen Ind Int Gmbh | Sauerstoffsonde fuer einen waermebehandlungsofen |
-
1991
- 1991-09-19 DE DE19914131177 patent/DE4131177C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3211564A1 (de) * | 1981-04-13 | 1982-11-11 | Process Electronic Analyse Und | Sauerstoffmesssonde |
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| DE3405162A1 (de) * | 1984-02-14 | 1985-08-22 | Bosch Gmbh Robert | Polarographischer sauerstoffmessfuehler |
| DE3833968A1 (de) * | 1988-10-06 | 1990-04-12 | Ipsen Ind Int Gmbh | Sauerstoffsonde fuer einen waermebehandlungsofen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4131177A1 (de) | 1993-03-25 |
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