DE4131928C2 - Vorrichtung zur Originalitätssicherung eines Tubenverschlusses - Google Patents

Vorrichtung zur Originalitätssicherung eines Tubenverschlusses

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Description

Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Gattung.
Tuben werden insbesondere für pastöse Stoffe auf dem Lebensmittelsektor, auf dem Chemiesektor, bei Farben, Klebstoffen u. dgl., in der Kosmetikindustrie usw. in vielfacher Weise eingesetzt, wobei die Tuben aus unterschiedlichen Materialien bestehen können. Man ist dabei bemüht, eine derartige Gestaltung zu treffen, daß der Tubeninhalt gegen unberechtigten Gebrauch geschützt ist, d. h., daß die Unversehrtheit der Originalverpackung gewährleistet ist. Eine Art einer derartigen Sicherung besteht insbesondere bei Tuben aus metallischen Werkstoffen darin, die Spendeöffnung geschlossen zu gestalten, die dann mittels eines Dornes od. dgl., der häufig in der Verschlußkappe integriert ist, aufgestochen werden muß. Es gibt aber eine Reihe von Einsatzfällen, in denen ein derartiger Verschluß in der Spendeöffnung nicht möglich ist oder nicht gewünscht wird, um beim bestimmungsgemäßen Gebrauch der Tube deren Handhabung zu erleichtern.
Aus dem DE-U-90 06 357 ist eine Verpackung bekannt zur Aufnahme einer Vielzahl von gleichen Tuben als Präsentationsverpackung bzw. -ständer beim Verkäufer, aus dem die Kunden die gewünschte Anzahl von Tuben entnehmen können. Dem DE-U-91 05 265 ist eine Fixierung der Tubendeckel am Boden einer Transportverpackung mittels einer Haftkleberbeschichtung zu entnehmen. Beide vorgenannten Lösungen geben keinen Hinweis auf eine Kontrollmöglichkeit für den Endverbraucher, ob eine Tube bereits geöffnet wurde oder nicht. Dies gilt auch für die FR-1 552 844, die eine Karton-Umverpackung für Tuben zeigt in einer Reihenanordnung, wobei einzelne Tuben oder eine Mehrzahl von Tuben je nach Wunsch abgerissen werden können.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung einer Lösung, mit der eine Tubensicherung möglich gemacht wird, die die Unversehrtheit der Tube auf Anhieb, beispielsweise beim Käufer, kenntlich macht, wobei gleichzeitig gewährleistet ist, daß die Tube nach wie vor in ihrer Handhabbarkeit auch beim Verkäufer nicht leidet und bei der gleichzeitig sichergestellt ist, daß die Tubensicherung selbst leicht erzeugt werden kann.
Mit einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruches gelöst.
Mit einem derartigen Kartonzuschnitt lassen sich in einfa­ cher Weise die oben in der Aufgabe gestellten Anforderungen lösen. Ein Kartonzuschnitt ist leicht zu entsorgen, seine Entfernung von der Tube kennzeichnet unmittelbar die mögli­ che unbefugte Benutzung, ein Kartonzuschnitt läßt das Be­ drucken mit Informationen zu, er kann in der Größe im wesent­ lichen dem Tubendurchmesser angepaßt werden und beeinflußt daher die einfache Handhabbarkeit der Tube bei dem Verkauf nicht u. dgl. mehr.
An dieser Stelle sei bemerkt, daß es bei Verpackungen, insbe­ sondere bei Lebensmittelgläsern mit Schraubverschlüssen, wie etwa bei Honiggläsern, aufgeklebte Schutzsiegel gibt, die beim Öffnen des Honigglases zerrissen werden. Derartige Pa­ piersiegel sind für Tubenverschlüsse insbesondere deswegen nicht geeignet, weil sie, um intakt zu bleiben, eine glatte, feste Unterlage benötigen, auf der sie vollflächig aufge­ klebt sind. Bei einem Kartonzuschnitt nach der Erfindung ist dies nicht notwendig.
In Ausgestaltung ist vorgesehen, daß der Kartonzuschnitt als geschlossene Banderole mit einer Durchtrittsöffnung für den Tubenverschluß und Bereiche des Tubenkörpers ausgebildet ist. Dieser banderolenartige Kartonzuschnitt mit Durchtritts­ öffnung für den Tubenverschluß macht es zum einen möglich, ihn unmittelbar als Standhilfe für die Zurschaustellung der Tube in Regalen od. dgl. heranzuziehen, zum anderen ist ein geschlossener Kurvenzug als Banderole seitlich offen, so daß die Aufsicht auch auf den Tubenverschluß von der Seite her möglich ist.
Die Erfindung sieht auch vor, daß die der Durchtrittsöffnung zugeordneten, unmittelbar anschließenden Zuschnittsbereiche mit einer Haftkleberbeschichtung versehen sind. Der Haftkle­ ber kann dabei erfindungsgemäß als Heißschmelzkleber ausge­ bildet sein, dessen Klebeeigenschaften so eingestellt sind, daß er rückstandsfrei von der Tubenoberfläche bei Abreißen der Vorrichtung entfernbar ist.
Mit diesen erfindungsgemäßen Gestaltungen ist es insbesonde­ re möglich, das Anbringen der Vorrichtung vollautomatisch vorzunehmen. So kann eine Faltschachtel-Klebemaschine den Heißschmelzkleber auftragen und nach Zusammenfalten und Ein­ bringen der Tube über Heizklingen die Vorrichtung am Tuben­ körper über die Heißschmelzkleberbeschichtung fixieren.
Die Erfindung sieht auch vor, daß die Haftkleberbereiche mit von der Durchtrittsöffnung ausgehenden Einschnitten versehen sind. Diese Einschnitte bewirken, daß es gleichgültig ist, in welcher Position relativ zu ihrer Längsachse gesehen die Tube mit Verschluß in die Durchtrittsöffnung des Kartonzu­ schnittes eingesteckt wird. Durch die Einschnitte wird in je­ dem Fall sichergestellt, daß beim Andrücken der Klebebe­ schichtung an den Tubenkörper eine ausreichend große Fläche zur Aufbringung der Klebekraft am Tubenkörper erreicht wird.
Der rationellen Fertigung und der vollautomatischen Anbrin­ gung der Vorrichtung an eine Tube dient eine weitere Ausge­ staltung der Erfindung, die darin besteht, daß auf einem Kar­ tonband eine Mehrzahl von nebeneinander liegenden Vorrich­ tungszuschnitten mit Einschnitten, Durchstanzungen und Präge­ linien sowie mit Haftkleberbeschichtungen vorgesehen sind, wobei benachbarte Zuschnitte über eine Perforationslinie von­ einander trennbar sind. Damit kann der Kartonzuschnitt als Endlosband einer entsprechenden Faltschachtel-Klebemaschine zugeführt werden, das Vereinzeln sei es der bereits gefalz­ ten und gefalteten Vorrichtungen kann durch Abstoßen oder Ab­ knicken über eine Kante oder durch Abknicken in einem beid­ seitigen Transportband mit versetzten Rollen oder in ver­ gleichbarer Weise vorgenommen werden.
Wie bereits weiter oben angegeben, stellt die Vorrichtung zu­ sätzliche Werbeflächen zur Verfügung, so daß vorgesehen ist, daß der Kartonzuschnitt wenigstens auf seiner nach außen wei­ senden Fläche mit einer bedruckbaren Kartondecke versehen ist.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispiels­ weise näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 eine Seitenansicht auf eine Tube mit der Vorrichtung,
Fig. 2 eine Ansicht einer Mehrzahl von nebeneinander ange­ ordneten Tuben, etwa gemäß Pfeil II in Fig. 1,
Fig. 3 eine vereinfachte räumliche Darstellung einer Vorrichtung sowie in
Fig. 4 die Aufsicht auf eine Mehrzahl von nebeneinander an­ geordneten Zuschnitten zur Erzeugung der Vorrichtung.
Die in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Vorrichtung dient zur Sicherung des Verschlusses 2 einer Tube 3, wobei in Fig. 2 eine Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Tuben 3 dargestellt ist. Die Vorrichtung 1 wird von einem Kartonzu­ schnitt gebildet, der in Aufsicht in Fig. 4 näher darge­ stellt ist und allgemein mit dem Bezugszeichen 1a bezeichnet ist.
Der Kartonzuschnitt 1a weist mehrere, über Rillungen 4 von­ einander getrennte Bereiche auf, nämlich eine Seitenfläche 5, eine Kopffläche 6 mit einer Durchtrittsöffnung, eine wei­ tere Seitenfläche 5a, die der Seitenfläche 5 im Gebrauchszu­ stand gegenüberliegt, eine Bodenfläche 7 sowie eine Klebela­ sche 8, die in der Gebrauchslage mit der Innenseite der Sei­ tenfläche 5 verklebt wird. Werden eine Mehrzahl von Vorrich­ tungszuschnitten von einem Band gestanzt, so sind benachbar­ te Zuschnitte 1a über Perforationslinien 9 voneinander ge­ trennt, wie dies in den Fig. 2 und 4 angedeutet ist.
An ihren der Kopffläche 6 mit Durchtrittsöffnungen zugewand­ ten Bereichen sind die Seitenflächen 5 und 5a mit einem Haft­ kleber 10 beschichtet, wobei neben der dargestellten flächi­ gen Beschichtung auch eine Punktbeschichtung oder eine Li­ nienbeschichtung vorgesehen sein kann, wobei die Dichte der Punkte bzw. der Linien so gewählt ist, daß später eine aus­ reichend große Klebefläche für die Tubenoberfläche zur Verfü­ gung steht.
Zusätzlich sind in die Seitenflächen 5 bzw. 5a von der Durch­ trittsöffnung 7 ausgehend Schnitte 11 eingebracht, um nicht an eine bestimmte Einbaulage des Tubenkörpers gebunden zu sein.
Die Herstellungs-, Anbringungs- und Wirkungsweise der Vor­ richtung ist dabei die folgende:
Zunächst wird in einem über ein Endlosband einer Faltschach­ tel-Klebemaschine eine Vielzahl von Zuschnitten 1a gemäß Fig. 4 zugeführt, wobei vor der Faltschachtel-Klebemaschine eine Hot-Melt-Kleberschicht 10 beidseitig der Durchtrittsöff­ nung 7 aufgebracht wird. Die Zuschnitte 1a sind mit den ent­ sprechenden Rillungen 4 den Einschnitten 11 und den Perfora­ tionen 9 versehen. Nunmehr wird der Zuschnitt in die in Fig. 3 wiedergegebene Form gefalzt und die Klebelasche 8 auf die Innenseite der Seitenfläche 5 geklebt, wobei dieser Kleb­ stoff in Art und Qualität von der Hot-Melt-Klebebeschichtung 10 abweichen kann. Werden die vorgefalzten Vorrichtungen im Endlosband erzeugt, können über entsprechende Trennmittel die Perforationen aufgebrochen werden, dies kann vor Einbrin­ gung der Tuben 3 oder auch später erfolgen.
Nach Einbringen der Tubenverschlüsse 2 stehen die Tuben 3 so in der Vorrichtung 1, daß Seitenflächen der Tube, in Fig. 1 mit 3a bezeichnet, in dem Bereich positioniert sind, in dem sich die Klebebeschichtung 10 befindet. Durch heiße Klingen oder ähnliche Werkzeuge können dann die Seitenflächen 5 und 5a mit ihren inneren Klebebeschichtungen auf die Tube 3 der­ art gedrückt werden, daß Bereiche der Tube 3a mit dem Kleber in Berührung kommen und die Vorrichtung 1 dort fixieren. Die Einschnitte 11 ermöglichen es, auch bei Schieflage der Tuben noch genügend große Andruckflächen und Klebeflächen zur Ver­ fügung zu stellen.
Die Kartonqualität der Vorrichtung ist dabei so gewählt, daß bei Entfernen der Vorrichtung 1 von der Tube 3 der Karton insgesamt entfernbar ist einschließlich der Klebebeschich­ tung, so daß eine klebstofffreie Tube dem Verbraucher zur Verfügung steht. Ohne daß es hier darauf ankäme, ist es zweckmäßig, die Oberfläche der Tube so zu gestalten, daß zwar eine ausreichend hohe Haftwirkung zwischen Schmelzkle­ berbeschichtung bzw. Haftkleberbeschichtung einerseits und Tubenoberfläche andererseits erzeugt wird, daß die Vorrich­ tung 1 problemlos dort verbleibt, wo sie bestimmungsgemäß sein muß, andererseits aber eine Abnahme der Vorrichtung vom Verbraucher rückstandsfrei möglich ist.
Erkennbar kann die Außenoberfläche der Vorrichtung bedruckt werden, mit Etiketten versehen werden, etwa mit einem Lepo­ rello-Etikett od. dgl.
Natürlich sind die beschriebenen Ausführungsbeispiele der Er­ findung noch in vielfacher Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So können beispielsweise die durch die Schnitte 11 entstehenden Laschen 12 beim Ausstan­ zen der Durchtrittsöffnung 7 nach innen verlängert und in der Gebrauchslage nach oben aufgefalzt sein, diese Laschenbe­ reiche können beispielsweise mit einem Klebstoffpunkt verse­ hen sein, um in der Gebrauchslage einen nach oben am Tuben­ körper anliegenden zusätzlichen Klebebereich zu erreichen, diese Möglichkeit ist in Fig. 4 rechts außen und in Fig. 2 links außen angedeutet.

Claims (6)

1. Vorrichtung zur Originalitätssicherung eines Tubenverschlusses gegen unbefugtes Öffnen der Tube vor Abgabe an den Endverbraucher, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem den Tubenverschluß (2) und einen Bereich des Tubenkörpers (3) umschließenden Kartonzuschnitt (1a) gebildet ist, wobei der Kartonzuschnitt (1a) mit einem Heißschmelzkleber (10) zur Fixierung am Tubenkörper (3) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kartonzuschnitt (1a) als geschlossene Banderole mit einer Durchtrittsöffnung (7) für den Tubenverschluß (2) und Bereiche (3a) des Tubenkörpers (3) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Durchtrittsöffnung (7) zugeordneten unmittelbar anschließenden Zuschnittsbereiche (5, 5a) mit einer Haftkle­ berbeschichtung (10) versehen sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Haftkleberbereiche (10) mit von der Durchtrittsöff­ nung ausgehenden Einschnitte (11) versehen sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Kartonband eine Mehrzahl von nebeneinander lie­ genden Vorrichtungszuschnitten (1a) mit Einschnitten (11), Durchstanzungen (7) und Prägelinien (4) sowie mit Haftkleber­ beschichtungen (10) vorgesehen sind, wobei benachbarte Zu­ schnitte über eine Perforationslinie (9) voneinander trenn­ bar sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kartonzuschnitt (1a) wenigstens auf seiner nach au­ ßen weisenden Fläche mit einer bedruckbaren Kartondecke ver­ sehen ist.
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