DE4132046A1 - Elektrischer schalter und verfahren zu dessen herstellung - Google Patents

Elektrischer schalter und verfahren zu dessen herstellung

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Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung kommt zur Anwendung bei Schaltern für mitt­ lere bis hohe elektrische Leistungen.
Das Verfahren findet Anwendung bei der Herstellung der genannten Schalter.
Stand der Technik
Bei elektrischen Schaltern, die mit öffnenden, schließen­ den oder wechselnden Schalterkontakten ausgeführt werden, besteht die vorherrschende Bauweise darin, alle Kontakt­ bahnen in einer Ebene anzuordnen und eine je nach Anwen­ dungsfall unterschiedliche Anzahl Schalterkontakte mit einer einzigen, als Nockenwelle ausgeführten, Schaltwalze zu betätigen. Die Kontakte bestehen üblicherweise aus von der Schaltwalze direkt betätigten, federnden, Kontaktzun­ gen, die materialeinheitlich mit dem Anschlußbereich ver­ bunden sind, oder aus Kontaktbügeln, die mit einem Polbe­ reich gelenkig verbunden, über zumeist besonders ausge­ bildete Kontaktbereiche mit einem gegenüberliegenden Kon­ taktbereich eines Anschlußbereiches kontaktieren. Die Kontaktbügel stützen sich auf einer Druckfeder ab und werden durch diese gegen die Nocken der Schaltwalze ge­ drückt.
Die zuletzt beschriebene Bauweise ist aufwendiger, wird jedoch wegen des günstigeren Schaltverhaltens bevorzugt.
Wird für die Isolierstoff- Grundplatte solcher Schalter, Kontaktträger genannt, Elektro- Isolierkeramik verwendet, ergibt sich eine aufwendige Bauweise für derartige Schal­ ter. So kommt wegen der Sprödigkeit des Werkstoffes ein Vernieten der Pol- und Kontaktbereiche mit dem Kontakt­ träger nicht in Frage.
Die bei Elektro- Isolierkeramik typischen großen Maßtole­ ranzen führen zu Schwierigkeiten bei der Ausrichtung der Kontakt- und Anschlußelemente zueinander. Weitere Schwie­ rigkeiten entstehen bei der Befestigung der Schaltwalze mit dem Kontaktträger und dem Anbringen geeigneter Ele­ mente zur Befestigung des Schalters am Einsatzort. Der Kontaktträger selbst ist zur Befestigung des Schalters am Einsatzort ungeeignet. Jede Schalterkonfiguration erfor­ dert zudem eine besondere Gestaltung der Kontaktträger.
Bekannt ist die Verwendung von Kontaktträgern aus Duro­ plast. Dieser Werkstoff bewirkt bei der Herstellung von Kontaktträgern erheblichen Verschleiß der Preßwerkzeuge, der noch zusätzlich durch die aus Kostengründen verwende­ ten Füllstoffe gefördert wird. Die Verarbeitung von Duro­ plast- Kontaktträgern kann zudem aus technologischem Er­ fordernis nicht abfallfrei erfolgen. Weitere Schwierig­ keiten ergeben sich wegen der Sprödigkeit des Duroplast- Werkstoffes bei der Befestigung von Bauteilen am Kontakt­ träger. Unterschiedliche Schalterkonfigurationen erfor­ dern zudem angepaßte Kontaktträger. Die bereits beschrie­ benen Schwierigkeiten im Hinblick auf die Befestigung der Schaltwalze am Kontaktträger sowie des Schalters am Ein­ satzort bestehen auch hier.
Bekannt sind Kontaktträger aus thermoplastischem Werk­ stoff, an die entsprechende Bauteile zur Befestigung der Schaltwalze am Kontaktträger sowie des Schalters am Ein­ satzort bereits angeformt sind. Im Kontaktträger einge­ formte Öffnungen dienen der Aufnahme der Kontakt- und An­ schlußelemente. Nachteilig ist an dieser Lösung, daß bei eventuell auftretenden lokalen Überhitzungen der Kontakte Verformungen des Kontaktträgers und damit Veränderungen der Lage der Kontakt- und Anschlußelemente auftreten kön­ nen, die zum Ausfall der Kontaktträger führen.
Aus DE 35 40 639 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Schalters bekannt, bei dem ein vorgefertigtes, aus leit­ fähigem Material bestehendes, Trägerband mit Anschluß-, Pol- und Kontaktbereichen durch einen thermoplastischen Werkstoff vollständig umhüllt wird. Im Pol-, Kontakt- und im Brückenbereich ist die Umhüllung ausgespart. Nach Fer­ tigstellung der Umhüllung werden die einzelnen Schalter durch Teilen der Trägerbandabschnitte hergestellt. Der in der Umhüllung ausgesparte Brückenbereich wird nach er­ folgter Umhüllung des Trägerbandes mit Plastwerkstoff in der verbliebenen Aussparung entfernt und so die elektri­ sche Trennung der einzelnen Kontaktbahnen voneinander er­ reicht.
Das beschriebene Verfahren hat den Nachteil, daß auf die­ se Weise nur kleine Schaltereinheiten hergestellt werden können.
Die vollständige Umhüllung der Kontaktbahnen führt zu lo­ kalen Wärmestaus innerhalb der Kontaktbahnen, die ein Verformen der thermoplastischen Umhüllung hervorrufen können. Das beschriebene Verfahren ist deshalb nur zur Herstellung von Schaltern für geringe Schaltleistungen geeignet.
Die in DE 35 40 639 gewählte Anordnung der Kontaktberei­ che sieht lediglich eine Ausführung der Schalter als Druck- oder Schiebeschalter vor.
Die Gestaltung des Trägerbandes sieht eine Befestigung der Schalter mittels der herausstehenden Anschlußstreifen vor. Damit ist der Einsatz dieser Schalter auf Fälle be­ schränkt, bei denen die Schalter auf ein Substrat, bei­ spielsweise eine Leiterplatte, aufgelötet werden. Dadurch ist das Einsatzgebiet dieser Schalter wesentlich be­ schränkt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Schalter zu schaffen, die ko­ stengünstig hergestellt werden können. Ferner ist es das Ziel der Erfindung, ein Verfahren zu schaffen, das es er­ möglicht, Schalter kostengünstig in wenigen Verfahrens­ schritten herzustellen.
Wesen der Erfindung Aufgabe der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Schalter zu schaffen, die die Nachteile der bekannten Schalterausfüh­ rungen nicht aufweisen und zudem einen einfachen kon­ struktiven Aufbau bei gleichzeitig großer Variabilität der Schalterkonfiguration haben. Es ist ferner Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung solcher Schalter zu schaffen, daß es ermöglicht, diese mit einem Minimum an Verfahrensschritten herzustellen und notwendi­ ge Modifikationen der Schalter möglichst in die letzten Verfahrensschritte zu verlagern.
Merkmale der Erfindung
Erfindungsgemäß besteht der Schalter aus einem Kontakt­ träger aus thermoplastischem Werkstoff mit stirnseitig materialeinheitlich angeformten Flanschen zur Befestigung der Schalter am Einsatzort sowie zur Aufnahme einer Schaltwalze und von Sicherungselementen. In einer Ausneh­ mung des Kontaktträgers befindet sich ein mit einer an der Schaltwalze vorhandenen Verzahnung als Rastwerk wir­ kender Federindex.
Einander gegenüberliegende Kontaktkämme, bestehend aus Anschluß-, Pol- Kontakt- und Brückenbereichen, werden mit dem thermoplastischen Werkstoff umgossen und so untrenn­ bar mit diesem verbunden. Die Anschluß-, Pol- und Kon­ taktbereiche beider Kontaktkämme sind in ihren Aktivzonen freistehend. Die Pol- und Kontaktbereiche der einander gegenüberliegenden Kontaktkämme sind in einem definierten Abstand zueinander angeordnet. Dieser Abstand wird durch einen Kontaktbügel, der mit einem Ende in den Polbereich eines Kontaktkammes eingehängt ist und am anderen Ende eine in bekannter Weise gefertigte Einrichtung zur Erhö­ hung der Leitfähigkeit der Kontaktstelle trägt, über­ brückt. Der Kontaktbügel wird durch eine Feder gegen die Schaltwalze, welche in bekannter Weise als Nockenwelle ausgeführt ist, gedrückt. Der Kontaktbügel realisiert in Verbindung mit der Feder und der Nockenwelle die Schalt­ funktion des Schalters.
Am Kontaktträger oder auch erst am fertig montierten Schalter sind die beim Umgießen der Kontaktkämme noch vorhandenen Brückenbereiche entfernt und so die elektri­ sche Isolierung der einzelnen Schaltereinheiten voneinan­ der verwirklicht. Zur Herstellung bestimmter Schalterkon­ figurationen können die Brückenbereiche an bestimmten Stellen des Schalters auch nach dessen Fertigstellung verbleiben.
Ein am hinteren Flansch des Kontaktträgers anzusetzendes Kupplungsstück, das mittels entsprechender Schnappelemen­ te in die Bohrungen des Flansches eingreift und mit wei­ teren Schnappelementen den Flansch umgreift, dient zum Ankuppeln weiterer baugleicher Schalter, deren verlänger­ te Schalterachse in eine Bohrung der Schalterachse des vorderen Schalters eingreift und von dieser formschlüssig geführt wird.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführung kann unter Be­ nutzung des oben beschriebenen Kupplungsstückes an den erfindungsgemäßen Schalter ein konstruktiv angepaßter, an sich bekannter Thermoschalter, der elektrisch unabhängig vom oben beschriebenen Schalter wirkt, an den hinteren Flansch desselben angesetzt werden und damit neben der Schaltfunktion auch Überwachungs-, Steuerungs- und Regel­ funktionen realisiert werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß die Kontaktkämme in entsprechenden Ausnehmungen einer Gußform eingelegt, dadurch fixiert und anschließend der beim Schließen der Gußform entstandene Hohlraum mit thermopla­ stischem Werkstoff ausgefüllt wird. Die Anschluß-, Pol- und Kontaktbereiche der Kontaktkämme sowie Teile der Brückenbereiche werden dabei durch entsprechende Gestal­ tung der Gußform nicht mit dem thermoplastischen Werk­ stoff umgossen.
In einem weiteren Verfahrensschritt werden die Brückenbe­ reiche unterbrochen und dadurch die einzelnen Schalter­ einheiten elektrisch voneinander getrennt.
Bei der Ausführung dieses Verfahrensschrittes kann ein Teil der Brückenbereiche belassen werden, um die Schalter elektrisch zu konfigurieren.
In weiteren Verfahrensschritten werden die Schalter durch Montage der Kontaktbügel mit Spiralfeder, des Rastindexes der Schalterachse und der Befestigungs- und Sicherungs­ elemente in bekannter Weise komplettiert.
In weiteren Verfahrensschritten können die Schalter durch Ansetzen eines Kupplungsstückes am rückwärtigen Flansch mit weiteren gleichartigen Schaltereinheiten komplettiert werden.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von 5 Ausführungs­ beispielen näher beschrieben.
Ausführungsbeispiel 1
In diesem Ausführungsbeispiel wird ein Kontaktkamm 1, be­ stehend aus mehreren Anschluß- 2 und Kontaktbereichen 3 sowie mindestens einem Brückenbereich 4, wobei die Kon­ taktbereiche 3 eine der Senkung des Kontaktübergangswi­ derstandes dienende Kontaktplatte 5 bekannter Bauart tra­ gen können, einem zweiten Kontaktkamm 6, der anstelle der Kontaktbereiche 3 jedoch Polbereiche 7 mit mittig einge­ brachten Bohrungen 8 trägt, im Abstand a gegenüberliegend angeordnet und mit geeigneten Mitteln, zweckmäßigerweise in der Gußform, fixiert. Die Anschlußbereiche 2 sind ge­ genüber den Kontaktkämmen um 90 Grad abgewinkelt und ste­ hen zur Längsachse der Kontaktkämme 1; 6 um etwa 45 Grad verdreht. Im Ausführungsbeispiel sind die Anschlußberei­ che 2 als Steckanschlüsse ausgeführt. Es ist auch mög­ lich, diese in bekannter Weise als Schraub-, Klemm-, Löt- oder Wickelanschluß auszuführen.
Die beschriebene Anordnung wird mit einem thermoplasti­ schen Werkstoff in einer Gußform umgossen. Die dabei ent­ stehende Baueinheit 9, die als Kontaktträger 10 für die Kontaktkämme 1; 6 an den Stirnseiten Flansche 11 mit Aus­ sparungen 12 zur Aufnahme von kombinierten Befestigungs- und Sicherungselementen 13 und die Montage einer Schalt­ walze 18 hat, verbindet die Kontaktkämme 1; 6 unlösbar miteinander.
Der Kontaktträger 10 besitzt im Kontakt- 3 und Polbereich 7 Aussparungen 14, so daß diese frei zugänglich bleiben. Ferner besitzt der Kontaktträger 10 in den Brückenberei­ chen 4 der Kontaktkämme 1; 6 Aussparungen 15, durch die ein Teil der Brückenbereiche nicht mit eingegossen ist.
Zwischen den Kontakt- 3 und Polbereichen 7 hat der Kon­ taktträger 10 eine Vertiefung, die das aus je einer Spi­ ralfeder 16, einem Kontaktbügel 17 und der Schaltwalze 18 mit Nocken 19 gebildete Schaltwerk aufnimmt.
Der Kontaktbügel hat am polseitigen Ende einen abgewin­ kelten Ansatz 23, mit dem er in die Bohrung 8 des Polbe­ reiches 7 eingreift.
Die Schaltwalze 18 ist als Hohlwelle mit Nocken 19, die die Schaltfunktionen erzeugen, ausgeführt, wird von den Bohrungen 30 der Flansche 11 geführt und durch die in die Aussparungen 12 der Flansche 11 eingesetzten Befesti­ gungs- und Sicherungselemente 13 fixiert. Sie besitzt ei­ ne einseitig abgeflachte Verlängerung 24 zur Aufnahme der Betätigungselemente und ist im hinteren Teil mit einer Bohrung 25 gleicher Geometrie, wie die Verlängerung 24, versehen.
Durch je ein Befestigungs- und Sicherungselement 13, die in die Aussparungen 12 der Flansche 11 eingesetzt werden, wird die Schaltwalze 18 gesichert. Zugleich ermöglichen die Befestigungs- und Sicherungselemente 13 die Montage des Schalters am späteren Einsatzort.
In die Befestigungs- und Sicherungselemente 13 einge­ brachte Bohrungen 26, die mit Gewinde versehen sein kön­ nen, dienen der Befestigung des Schalters am Einsatzort. In weiteren vorteilhaften Ausführungsformen des Schalters können mittels der Befestigungs- und Sicherungselemente 13 an den Flanschen 11 auch zusätzliche Steuer-, Regel- oder Betätigungselemente befestigt werden.
Nach der Herstellung der Baueinheit 10, gegebenenfalls auch nach dem Erreichen späterer Montagezustände, werden die Brückenbereiche 4 der Kontaktkämme 1;6 mittels geeig­ neter Werkzeuge durch die im Kontaktträger 10 vorhandenen Aussparungen 15 hindurch getrennt. Die bis dahin verbun­ denen Pol- 7 beziehungsweise Kontaktbereiche 3 der Kon­ taktkämme 1; 6 werden dabei voneinander getrennt, wobei nach dem Trennvorgang zwischen diesen keine Material- oder elektrische Verbindung mehr besteht.
Durch die formschlüssige Verbindung der Einzelelemente der Schaltereinheiten mit dem Kontaktträger 10 werden diese sicher gehalten.
In wesentlichen Teilen des Kontakt- 3 und des Polberei­ ches 7 sind die Kontaktkämme 1; 6 luftisoliert, im hinte­ ren Teil des Kontakt- 3 beziehungsweise Polbereiches 7 an 3 Seiten in Plastwerkstoff eingebettet. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, bei den Schaltvorgängen oder bei der Leistungsübertragung entstehende Verlustwärme durch Wär­ mestrahlung und -konvektion abzuführen.
Ausführungsbeispiel 2
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird ein Schalter mit dem gleichen Grundaufbau, wie oben beschrieben, und mit min­ destens 2 Schaltereinheiten verwendet. Nach erfolgter Herstellung des Kontaktträgers 10 werden allerdings nur die Brückenbereiche 4 in den Kontaktkämmen 1; 6 durch­ trennt, die zur Sicherung der Schalterfunktion eine elek­ trische Trennung erforderlich machen.
Durch diese Verfahrensweise kann ein Schalter je nach der zu erfüllenden Schaltfunktion verschieden konfiguriert werden. Abhängig von der Konfiguration des Schalters kön­ nen so mehrere Schaltereinheiten auf der Kontakt- 3 oder auf der Polseite 7 parallelgeschaltet werden.
Ausführungsbeispiel 3
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird ein Schalter mit ei­ nem Aufbau entsprechend dem in den Ausführungsbeispielen 1 und 2 beschriebenen verwendet.
Mindestens 2 Schalter beliebiger Konfiguration werden mit einem Kupplungsstück 20, das an der Rückseite des Schal­ ters 21 angesetzt wird, verbunden. Die Verlängerung der Schalterachse 24 des Schalters 22 greift dabei in die entsprechende Bohrung 25 der Schalterachse 18 des Schal­ ters 21 ein und bildet so die mechanische Verbindung der Schalterachsen.
Ausführungsbeispiel 4
In diesem Ausführungsbeispiel wird ein Verfahren zur Her­ stellung der in den Ausführungsbeispielen 1 bis 3 be­ schriebenen Schalter erläutert.
In einer Gußform 27 werden die Kontaktkämme 1; 6 so einge­ legt, daß deren Anschlußbereiche 2 in entsprechend dimen­ sionierte Ausnehmungen 28 der Gußform eingelegt und da­ durch zugleich so fixiert werden, daß der Abstand a zwi­ schen Polbereich 7 des Kontaktkammes 1 und Kontaktbereich 3 des Kontaktkammes 6 gewährleistet ist.
Die Innenkontur der Gußform 27 entspricht den späteren Außenkonturen der Baueinheit 9.
In einem weiteren Verfahrensschritt wird der nach dem Schließen der Gußform 27 entstandene Hohlraum 29 mit fließfähigem thermoplastischem Werkstoff gefüllt.
Die nach dem Guß entstandene Baueinheit 9 wird in einem weiteren Verfahrensschritt elektrisch konfiguriert, indem die in den Kontaktkämmen 1; 6 vorhandenen Brückenbereiche 4 auf geeignete Weise, beispielsweise durch Ausstanzen, unterbrochen werden.
Bei diesem Verfahrensschritt kann, um einen Schalter, wie im Ausführungsbeispiel 2 beschrieben herzustellen, durch Belassen einiger der Brückenbereiche 4 eine elektrische Konfigurierung der Schalter erreicht werden, mit deren Hilfe die elektrische Funktion des Schalters den Einsatz­ anforderungen angepaßt werden kann.
Im folgenden Verfahrensschritt werden die Spiralfedern 16 und die Kontaktbügel 17 in bekannter Weise eingebaut.
Danach erfolgt die Montage der Schaltwalze 18, indem die Spiralfeder 32, der Nocken 31 des Rastwerkes eingesetzt und dann die Schaltwalze 18 mit der Verlängerung der Schalterachse 24 durch die Bohrung 30 im vorderen Flansch 11 bis zum Anschlag eingeschoben und dann das andere Ende der Schaltwalze 18 bis zum Einschnappen in die Bohrung 30 im hinteren Flansch 11 niedergedrückt wird.
Durch Eindrücken der Befestigungs- und Sicherungselemente 13 in die Aussparungen der 12 der Flansche 11 wird die Schalterachse 18 gesichert.
Ausführungsbeispiel 5
In diesem Ausführungsbeispiel werden mindestens zwei der in den Ausführungsbeispielen 1 bis 3 beschriebenen, nach dem im Ausführungsbeispiel 4 beschriebenen Verfahren her­ gestellte Schalter miteinander kombiniert.
Dazu wird am rückwärtigen Flansch 11 des Schalters 21 ein Kupplungsstück 20, das mit Schnappelementen 34 den rück­ wärtigen Flansch 11 des Schalters 21 außen umklammert, angedrückt.
In die rückwärtige Bohrung 25 der Schalterachse 18 des Schalters 21 wird die Verlängerung der Schalterachse 24 des Schalters 22 bis zum Anschlag eingeschoben. Das Kupp­ lungsstück 20 rastet dabei mittels der Schnappelemente 33 in die Bohrungen 26 des im vorderen Flansch 11 des Schalters 22 eingedrückten Befestigungs- und Sicherungs­ elementes 73 ein, umgreift mittels der Schnappelemente 34 den vorderen Flansch 11 des Schalters 22 und arretiert diesen.
Die so entstandene Schalterkombination kann auf gleiche Weise durch Anstecken weiterer Schaltereinheiten erwei­ tert werden.

Claims (10)

1. Elektrischer Schalter mit nockengesteuertem Schaltwerk und mindestens 2 nebeneinander angeordneten, unabhän­ gigen Schaltwerken, gekennzeichnet dadurch, daß ein Kontaktkamm (1), jeweils bestehend aus Anschluß- (2), Kon­ takt- (3) und Brückenbereich (4), und ein Kontaktkamm (6), bestehend aus Anschluß- (2), Pol- (7) und Brückenbereich (4), der Polbereich (7), mit einer Bohrung (8) versehen, im Abstand a einander gegenüber angeordnet, mit thermo­ plastischem Werkstoff teilweise umgossen sind und so die Baueinheit (9) aus Kontaktträger (10) mit den einge­ gossenen Kontaktkämmen (1); (6), den Flanschen (11) mit Aus­ sparungen (12) zur Aufnahme der Befestigungs- und Siche­ rungselemente (13) und Bohrung (30) zur Aufnahme der Schaltwalze (18) sowie Aussparungen (14) im Pol- (7) bezie­ hungsweise Kontaktbereich (3) der Kontaktkämme (6); (1), Aus­ sparungen (15) im Brückenbereich (4) sowie einer Ausneh­ mung (28) zur Aufnahme eines Nocken (31) und einer Spiral­ feder (32) entsteht, komplettiert mit einer aus einer Spiralfeder (16) und Kontaktbügel (17), der an einem Ende mit dem Ansatz (23) in die Bohrung (8) eingehängt ist, be­ stehenden Kontaktbrücke, einem aus Nocken (31) und Spi­ ralfeder (32) bestehenden Federindex, einer Schaltwalze (18) mit Nocken (19), Verlängerung (24) zur Aufnahme von Be­ dienelementen und einer rückseitig eingebrachten Boh­ rung (25), durch die Bohrung (30) der Flansche (11) geführt und je ein in die Aussparung (12) der Flansche (11) einge­ setztes Befestigungs- und Sicherungselement (13), wobei die Brückenbereiche (4) der Kontaktkämme (1); (6) nach Her­ stellung der Baueinheit (9) im Bereich der Aussparungen (15) unterbrochen sind.
2. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß nach dem Herstellen der Baueinheit (9) nur die Brückenbereiche (4) der Kontaktkämme (1); (6) im Bereich der Aussparung (15) getrennt werden, die zur Gewährlei­ stung der elektrischen Isolation benachbarter Schalt­ werke unterbrochen sein müssen.
3. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß nach dem Herstellen der Baueinheit (9) nur bestimmte Brückenbereiche (4) der Kontaktkämme (1); (6) im Bereich der Aussparungen unterbrochen und damit unter­ schiedliche elektrische Konfigurationen der Schalter erzeugt worden sind.
4. Elektrischer Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß an den rückwärtigen Flansch (11) des Schalters (21) ein Kupplungsstück (20), das mit seitlichen Schnappelementen (34) den Flansch (11) um­ greift, angesetzt ist und an dieses wiederum ein Schalter (22) angedrückt ist, wobei die Schnappelemente (33) in die Bohrungen (26) des im vorderen Flansch (11) des Schalters (22) eingesetzten Befestigungs- und Siche­ rungselementes (13) einrasten, die Schnappelemente (34) den Flansch (11) des Schalters (22) umgreifen und die Ver­ längerung der Schalterachse (24) des Schalters (22) in die Bohrung (25) der Schalterachse des Schalters (21) ein­ greift und durch diese formschlüssig geführt wird.
5. Elektrischer Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß an den rückwärtigen Flansch (11) des hinteren Schalters ein Kupplungsstück (20) mit den Flansch (11) umgreifenden Schnappelementen (34) angesetzt und an diesem ein konstruktiv angepaßter, mittels der Schnappelemente (33) und (34) gehaltener Ther­ moschalter bekannter Bauart befestigt ist.
6. Verfahren zur Herstellung der Schalter nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß je ein Kontaktkamm (1), bestehend aus Anschluß- (2), Kontakt- (3) und Brückenbe­ reich (4) und ein Kontaktkamm (6), bestehend aus Anschluß- (3), Pol- (7) und Brückenbereich (4) in eine Gußform (27) so eingelegt werden, daß die Anschluß- (2) sowie die Kon­ takt- (3) und Polbereiche (7) der Kontaktkämme (1); (6) in Aus­ nehmungen der Gußform (27) aufgenommen sind, diese im Abstand a zueinander fixiert sind, der durch die Guß­ form (27) umschlossene Hohlraum mit thermoplastischem Werkstoff ausgegossen, die beim Guß entstandene Bau­ einheit (9) entformt, die Brückenbereiche (4) der Kontakt­ kämme (1); (6) im Bereich der Aussparungen (15) getrennt, da­ nach die Spiralfedern (16), Kontaktbügel (17), Spiralfeder (32), Nocken (31), Schaltwalze (18) sowie die Befestigungs­ und Sicherungselemente (13) montiert werden.
7. Verfahren zur Herstellung der Schalter nach einem der Ansprüche oder 3 und nach Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch, daß nach dem Entformen der Baueinheit (9) nur die Brückenbereiche (4) der Kontaktkämme (1); (6) getrennt werden, die zur Sicherstellung der elektrischen Funk­ tion der Schalter voneinander isoliert sein müssen.
8. Verfahren zu Herstellung der Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und nach Anspruch 5 oder 6, gekenn­ zeichnet dadurch, daß das Trennen der Brückenbereiche (4) in den Kontaktkämmen (1); (6) am fertig montierten Schal­ ter erfolgt.
9. Verfahren zur Herstellung der Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und nach Anspruch 5 oder 6, gekenn­ zeichnet dadurch, daß eine Schalterkombination aus ei­ nem Schalter (21), einem Kupplungsstück (20) und einem Schalter (22) durch Anfügen eines Kupplungsstückes (20) am hinteren Flansch (11) des Schalters (21) mittels Schnapp­ elementen (34) und eines weiteren Schalters (22) an das Kupplungsstück (20) mittels der Schnappelemente (33) und (34) erzeugt wird.
10. Verfahren zur Herstellung von Schaltern nach Anspruch 7, gekennzeichnet dadurch, daß an den Schalter (21) meh­ rere Schalter (22) durch Verwendung des Kupplungsstücks (20) montiert werden.
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