DE4132565C2 - Verfahren zum isotropen Downstream-Plasmaätzen mit Mikrowellenanregung bei der Herstellung integrierter Halbleiterschaltungen - Google Patents
Verfahren zum isotropen Downstream-Plasmaätzen mit Mikrowellenanregung bei der Herstellung integrierter HalbleiterschaltungenInfo
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- H10P50/26—Dry etching; Plasma etching; Reactive-ion etching of conductive or resistive materials
- H10P50/264—Dry etching; Plasma etching; Reactive-ion etching of conductive or resistive materials by chemical means
- H10P50/266—Dry etching; Plasma etching; Reactive-ion etching of conductive or resistive materials by chemical means by vapour etching only
- H10P50/267—Dry etching; Plasma etching; Reactive-ion etching of conductive or resistive materials by chemical means by vapour etching only using plasmas
- H10P50/268—Dry etching; Plasma etching; Reactive-ion etching of conductive or resistive materials by chemical means by vapour etching only using plasmas of silicon-containing layers
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum isotropen nicht-magnetfeldunterstützten
Plasmaätzen in einer von der Mikrowellenanregung des Plasmas räumlich getrennten Reaktionskammer bei der Herstellung integrierter
Halbleiterschaltungen.
Ein Downstream-Plasmaätzverfahren mit Mikrowellenanregung ist
beispielsweise aus dem Artikel "Downstream Plasma Etching and
Stripping" von J. M. Cook, Solid State Technology/April 1987,
S. 147 bis 151, bekannt. Allgemein wird zum Stand der Ätztechnik
als einem der grundlegenden Prozesse, die in der Prozeßfolge
zur Herstellung von hochintegrierten Schaltungen aus Siliziumsubstraten
immer wieder verwendet werden, auf Kapitel 5
des Buches "Technologie hochintegrierter Schaltungen", 1988,
von D. Widmann, H. Mader und H. Friedrich, hingewiesen.
Obwohl die Fortschritte bei der Integrationsdichte in der
Halbleitertechnologie den zunehmenden Einsatz von anisotropen
plasmaunterstützten (Trocken-)Ätzverfahren zur maßhaltigen
Übertragung einer Maskenstruktur in eine darunterliegende
Schicht erfordern, wird auch das rein chemische, also isotrope,
plasmaunterstützte Ätzen an vielen Stellen der Herstellungsprozesse
in der Mikroelektronik eingesetzt. Als typische
Einsatzfelder seien beispielsweise das beschädigungsfreie
ganzflächige Strippen von Schichten auf der Scheibenvorder-
oder -rückseite, aber auch das Strukturieren von
Schichten, etwa um eine spezielle Form der Ätzflanke zu erreichen,
genannt. Besonders geeignet für derartige Ätzungen
sind chemische Downstream-Verfahren, bei denen die Generierung
angeregter neutraler Teilchen in bekannter Weise in einer Plasmagasentladung
räumlich getrennt von der in einer Reaktionskammer
durch Diffusion der Reaktivteilchen stattfindenden,
rein chemischen Ätzreaktion erfolgt.
Es ist auch bekannt, daß bei der Anregung durch Mikrowellen,
die typischerweise von einem Generator mit einer Arbeitsfrequenz
von 2,45 GHz erzeugt werden, vergleichsweise hochangeregte
neutrale Teilchen (Radikale) generiert werden können.
Die mikrowellenenergiegespeiste Generierung derartiger Teilchen
führt zu einer, verglichen mit der üblichen Hochfrequenzentladung
bei typischerweise 13,5 MHz, höheren Effektivität
und Lebensdauer der Ätzspezies. Dies ermöglicht es, die Plasmaentladungszone
hinreichend weit vom zu ätzenden Substrat
anzuordnen, so daß keine der im Plasma immer auch mit entstehenden
geladenen energiereichen Teilchen mehr das Substrat
erreichen, sondern vorher neutralisiert werden. Letzteres ist
sehr erwünscht, um die elektrische und thermische Belastung
des Substrats möglichst gering zu halten und damit eine Beschädigung
auszuschließen.
Es hat sich jedoch herausgestellt, daß im zur Verfügung stehenden
Arbeitsdruckbereich von etwa 13 bis knapp 300 Pa beim rein
chemischen Ätzen mit Mikrowellenanregung sogenannte Mikroloadingeffekte
auftreten, dergestalt, daß die lokale Ätzrate
abhängig ist von der offenen Fläche bzw. der Lackbedeckung in
unmittelbarer Umgebung der Struktur. Dies führt dazu, daß die
Maßhaltigkeit der Struktur, die beim isotropen Ätzen bekanntlich
ohnehin eine kritische Größe ist, aufgrund dieses Effekts
vollends nicht mehr handhabbar und tolerierbar wird. Eine
teilweise Lösung dieser Schwierigkeit durch Anwendung eines
ionenunterstützten Plasmaätzverfahrens ohne Einsatz eines
Mikrowellendownstreams ist zwar möglich, jedoch wegen der kürzeren
Reichweite der dabei angeregten Ätzspezies wiederum
problematisch. Da die Entfernung zur Reaktionskammer nicht
mehr ausreichend groß gewählt werden kann, wäre bei einem
derartigen Verfahren das Substrat noch teilweise dem Plasma
ausgesetzt, was einen Ionen- und Elektronenbeschuß und die
damit verbundene Schädigung hochempfindlicher Substratschichten
zur Folge hätte.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
gegenüber den genannten Nachteilen verbessertes Verfahren
der eingangs genannten Art anzugeben, mit dem insbesondere der
Mikroloadingeffekt vermieden werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, daß der Arbeitsdruck der Ätzgase in der
Ätzanlage so auf einen Wert in einem Bereich
von 4 bis 0,13 Pa eingestellt wird, daß
die Ätzung auf der zu ätzenden Substratschicht mit einer von in
der jeweiligen unmittelbaren Umgebung vorhandenen
freien oder mit Lack bedeckten Stellen unabhängigen
lokalen Ätzgeschwindigkeit erfolgt. Vorteilhafterweise wird der
Arbeitsdruck in einem Bereich von 1,0 bis 1,5 Pa, insbesondere
auf etwa 1,3 Pa eingestellt.
Der erfindungsgemäß zu verwendende Arbeitsdruckbereich war
bisher höchstens mit aufwendigen, magnetfeldunterstützten Plasmaätzverfahren,
beispielsweise dem ECR-Verfahren, zugänglich.
In der am gleichen Tag wie die vorliegende Anmeldung eingereichten
deutschen Patentanmeldung Nr. P 41 32 558.3 mit dem Titel "Verfahren
zur Generierung angeregter neutraler Teilchen für Ätz- und
Abscheideprozesse in der Halbleitertechnologie mittels einer
mikrowellenenergiegespeisten Plasmaentladung", die hiermit in
die Offenbarung einbezogen wird, ist jedoch eine Mikrowellenquelle
beschrieben, bei der durch spezielle Dimensionierung,
Abstimmung und durch Anlegen eines Magnetfeldes innerhalb
eines Hohlleitersystems die Anregungsdichte im Plasma stark
erhöht wird. Dadurch ist dieses Verfahren auch bei relativ
niedrigem Druck (unterhalb 1,3 Pa) noch einsetzbar. Das zitierte
Verfahren liefert im genannten niedrigen Druckbereich
Ätzraten, wie sie normalerweise nur mit eine Größenordnung
höheren Arbeitsdrücken erzielt werden können.
Die Erfindung wird im folgenden, unter anderem anhand eines
Ausführungsbeispieles, noch näher erläutert.
Nachfolgend werden einige wichtige Verfahrensparameter für
eine an sich bereits bekannte isotrope Ätzung von hochdotiertem
Polysilizium mit einer Ätzgasmischung aus Tetrafluorkohlenstoff
und Sauerstoff genannt.
| Gasflüsse: | |
| 100 Standard-cm³/Minute CF₄; 30 Standard-cm³/Minute O₂ | |
| Druck: | 1,3 Pa |
| Ätzrate: | 200 nm/min |
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann durch Einstellung des
Arbeitsdruckes innerhalb des genannten, niedrigen Druckbereichs
unschwer die freie Weglänge der reaktiven Teilchen groß gegenüber
den Strukturabmessungen gewählt werden. Dies hat zur Folge,
daß keine lokale An- bzw. Abreicherung von Ätzspezies und
Ätzprodukten unmittelbar über den Strukturen entstehen kann,
d. h. ein Mikroloadingeffekt wird verhindert. Die durchgeführten
Versuche haben gezeigt, daß bei Mikrowellenanregung ein
Mikroloadingeffekt nicht nur bei zu hohem Arbeitsdruck auftritt.
Bei Verringerung des Arbeitsdruckes tritt ungefähr ab
0,5 Pa überraschenderweise ein umgekehrter Mikroloadingeffekt
auf, wobei die Ätzung offenbar lokal im Bereich von Löchern in
der Struktur langsamer vonstatten geht, vermutlich aufgrund
einer dort eintretenden Verarmung an Ätzspezies.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist anwendbar auf alle Ätzgase
und Gasmischungen, mit denen ein Mikrowellenplasma gezündet
werden kann und mit denen eine Schicht mittels einer Fotolackmaske
bzw. einer sogenannten Hartmaske ganzflächig entfernt
oder isotrop strukturiert werden soll.
Claims (2)
1. Verfahren zum isotropen nicht-magnetfeldunterstützten
Plasmaätzen in einer von der Mikrowellenanregung des Plasmas
räumlich getrennten Reaktionskammer bei der Herstellung
integrierter Halbleiterschaltungen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Arbeitsdruck der Ätzgase in der Ätzanlage so auf
einen Wert in einem Bereich von 4,0 bis 0,13 Pa eingestellt
wird, daß die Ätzung auf der zu ätzenden Substratschicht
mit einer von in der jeweiligen unmittelbaren Umgebung
vorhandenen freien oder mit Lack bedeckten Stellen
unabhängigen lokalen Ätzgeschwindigkeit erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Arbeitsdruck in einem Bereich von 1,0 bis 1,5 Pa, insbesondere
auf etwa 1,3 Pa, eingestellt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4132565A DE4132565C2 (de) | 1991-09-30 | 1991-09-30 | Verfahren zum isotropen Downstream-Plasmaätzen mit Mikrowellenanregung bei der Herstellung integrierter Halbleiterschaltungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4132565A DE4132565C2 (de) | 1991-09-30 | 1991-09-30 | Verfahren zum isotropen Downstream-Plasmaätzen mit Mikrowellenanregung bei der Herstellung integrierter Halbleiterschaltungen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4132565A1 DE4132565A1 (de) | 1993-04-08 |
| DE4132565C2 true DE4132565C2 (de) | 1994-11-10 |
Family
ID=6441833
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4132565A Expired - Lifetime DE4132565C2 (de) | 1991-09-30 | 1991-09-30 | Verfahren zum isotropen Downstream-Plasmaätzen mit Mikrowellenanregung bei der Herstellung integrierter Halbleiterschaltungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4132565C2 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JP3612158B2 (ja) * | 1996-11-18 | 2005-01-19 | スピードファム株式会社 | プラズマエッチング方法及びその装置 |
| SG106588A1 (en) | 2000-10-10 | 2004-10-29 | Inst Data Storage | Method for producing thin film magnetic devices having increased orientation ratio |
-
1991
- 1991-09-30 DE DE4132565A patent/DE4132565C2/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4132565A1 (de) | 1993-04-08 |
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