DE4133475C2 - Thermischer Differentialauslöser mit Bimetallelementen - Google Patents
Thermischer Differentialauslöser mit BimetallelementenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen thermischen Differentialaus
löser nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiger thermischer Differentialauslöser ist in der
EP 03 02 822 A1 beschrieben.
Nachteilig bei einem solchen thermischen Differentialauslöser
mit Bimetallelementen ist, daß der Auslöser aus insgesamt
fünf Einzelteilen, nämlich den zwei Leisten und
zusätzlich drei Doppelschlitten aufgebaut ist, deren Montage
erst während des Justageschritts möglich ist und damit einen
erheblichen Aufwand darstellt.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen
thermischen Differentialauslöser mit Bimetallelementen zu
schaffen, der einen einfachen Aufbau besitzt und dessen
Justage auf möglichst einfache Weise, insbesondere unter
Vermeidung von besonderen Montageabläufen durchgeführt
werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Ein derart aufgebauter Differentialauslöser besteht bereits
vor der Justage aus einem einzigen Werkstück, das durch
Vorstanzen eines flachen Metallgitters in einem Metallband
und einem nachfolgenden Vergießen der Leisten einer dem
Metallgitter entnommenen Metalleinlage mit einem wärmehärtenden
Kunststoff gefertigt wird.
Dadurch treten bei einem solchen Differentialauslöser keine
Einzelteile auf, die eine aufwendige Lagerhaltung notwendig
machen.
Zur Justage des erfindungsgemäßen Auslösers werden die zweiten
Schenkel der flachen Metalleinlage an vorbestimmten Positionen
unter Metallwegnahme getrennt, wozu gebräuchliche
Schneidwerkzeuge, beispielsweise eine Schere oder ein
Schnittstempel, verwendet werden können.
In einer Ausführungsform der Erfindung sind die beiden
Leisten durch Umgießen der ersten Schenkel ihrer jeweiligen
flachen Metalleinlagen mit Kunststoff gebildet.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung besitzen die flachen
Metalleinlagen der beiden Leisten eine geringe Dicke,
was das Trennen der beiden Leisten durch Schneiden erleichtert.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels,
das in der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist. In dieser
Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen thermi
schen Differentialauslöser mit Bimetallelementen
für einen Schalter, dessen Schloß schematisch als
Block dargestellt ist,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Teil eines Metallbandes,
das mit mehreren vorgestanzten Gittern versehen ist,
die jeweils zur Bildung der Metalleinlagen dienen,
wobei einige der Gitter mit den beiden durch Umgießung
gebildeten Leisten aus Isolierstoff dargestellt
sind,
Fig. 3 ein vorgestanztes und umgossenes Metallgitter nach
dessen Ablösung von dem Band von Fig. 2 und
Fig. 4 und 5 eine Darstellung der wichtigsten Stufen
des Verfahrens zur Einstellung der Bimetallelemente
des thermischen Differentialauslösers, und zwar:
Messung der Abstände des Nutzpunktes der verschiede
nen Bimetallelemente von dem Auslösepunkt des Schlos
ses (Fig. 4), Anlegen des Hebels an einen vorposi
tionierten festen Anschlag und anschließender Tren
nung der beiden Leisten durch Schneiden (Fig. 5).
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen thermischen Differen
tialauslöser mit Bimetallelementen, der für einen Schutz
schalter verwendet wird, und zwar beispielsweise einen
dreiphasigen Motorschalter mit thermischer Verzögerung,
der insbesondere einen thermischen Schutz des Motors gegen
Überlasten und Phasenungleichheiten gewährleistet.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel besitzt der ther
mische Differentialauslöser 1 drei Bimetallelemente 2a, 2b,
2c mit einer gegebenen gleichen Nutzdicke e, die in Reihe
hintereinander angeordnet sind und elektrisch mit den drei
Phasen des Motors durch Phasenleiter verbunden sind.
Der Auslöser 1 besitzt ferner zwei verschiebbare Leisten
3, 4 aus Isolierstoff, die auf einander entgegengesetzte
Weise in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel besitzt
jede der Leisten 3, 4 aus Isolierstoff einen Längskörper
3a bzw. 4a, der auf einer Seite senkrecht zu ihm zwei gerad
linige, zueinander parallele Arme 3b, 3c bzw. 4b, 4c auf
weist.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die beiden Leisten
3, 4 aus Isolierstoff ferner jeweils mit drei flachen Metall
einlagen 6, 7, 8 versehen, die den drei Bimetallelementen
2a, 2b, 2c zugeordnet sind und aus folgenden Teilen bestehen:
- - drei erste Schenkel 6a, 7a, 8a (in Fig. 1 mit unterbroche nen Linien dargestellt), die flach und vollständig in die entsprechende Leiste eingebettet sind, wobei sie auf dieser verteilt angeordnet sind, und um eine so große Entfernung voneinander getrennt sind, daß die elektrische Isolierung zwischen Phasen gewährleistet ist;
- - drei zweite Schenkel 6b, 7b, 8b, die die drei ersten Schenkel 6a, 7a, 8a verlängern, indem sie aus der ent sprechenden Leiste herausragen, und sich in einer zu den zugeordneten Bimetallelementen senkrechten Richtung erstrecken, so daß die jeweiligen Enden der drei zweiten Schenkel 6b, 7b, 8b der Metalleinlagen 6, 7, 8 der beiden Leisten zu beiden Seiten an den drei Bimetallelementen 2a, 2b, 2c anliegen (vgl. Fig. 1).
Die drei flachen Metalleinlagen 6, 7, 8 jeder Leiste 3, 4
bestehen beispielsweise aus rostfreiem Stahl, um jede Gefahr
einer Korrosion auszuschließen, und haben eine geringe Dicke
von etwa einigen Zehntel Millimetern.
Die beiden Leisten 3, 4 werden zweckmäßigerweise durch
Umgießen der drei ersten Schenkel 6a, 7a, 8a ihrer Metall
einlagen 6, 7, 8 mit einem wärmehärtenden Kunststoff ge
bildet.
Wie Fig. 1 zeigt, sind die beiden Leisten 3, 4 miteinander
durch einen Auslösehebel 11 verbunden, der ebenfalls aus
Isolierstoff besteht und auf zwei Drehzapfen 12, 13 mon
tiert ist, die an den beiden Längskörpern 3a, 4a der beiden
Leisten vorgesehen sind.
Der Hebel 11 (Fig. 1) besitzt ein Ende 11a, das im Normal
betrieb an einem Betätigungsorgan 15 in Form eines Bimetall
elements zum thermischen Ausgleich anliegt, das, wie in
Fig. 1 mit dem Pfeil 16 dargestellt ist, dazu dient, ein
mechanisches Schloß 17 zu betätigen, das die Auslösung
des Schutzschalters bewirken kann.
Anhand der Fig. 2 und 3 wird nun beschrieben, wie die beiden
mit ihren flachen Metalleinlagen 6, 7, 8 versehenen Leisten
3, 4 aus einem einzigen Werkstück hergestellt werden können,
das anschließend in dem Verfahren zur Einstellung der Bimetall
elemente verwendet wird.
Wie die linke Hälfte der Fig. 2 zeigt, werden die beiden
Reihen von Metalleinlagen 6, 7, 8, deren drei Paare von
paarweise einander entgegengesetzten ersten Schenkeln 6a, 7a,
8a miteinander durch die drei zweiten Schenkeln 6b, 7b, 8b
verbunden sind, durch Vorstanzen eines flachen Metallgitters
20 in einem Metallband 22 von rechteckiger Form hergestellt.
Das Band 22 wird zweckmäßigerweise in Richtung des Pfeils T
geradlinig durch eine beliebige Antriebseinrichtung bewegt,
so daß mehrere gleiche Gitter 20 nacheinander in dem Band 22
ausgestanzt werden, wobei sie an diesem durch geeignete Ver
bindungspunkte 23 befestigt bleiben.
Nach dem Vorstanzen der einzelnen Metallgitter 20 tritt das
Band 22 in eine Gießstation ein, in der die Gitter 20 nach
einander in Höhe der drei ersten Schenkel 6a, 7a, 8a der
beiden Reihen von Einlagen 6, 7, 8 mit einem wärmehärten
den Kunststoff umgossen werden, um die beiden Leisten 3, 4
zu bilden, wie Fig. 2 bei drei Gittern zeigt. Die so entstandenen Teile sind mit
der Bezugszahl 25 bezeichnet. Bei Austritt aus der
Gießstation wird das vorgestanzte und umgossene Teil 25
durch Abbrechen der Verbindungspunkte 23 vom Band 22 gelöst.
Fig. 3 zeigt das vom Band 22 abgelöste Teil 25, das aus den
beiden Leisten 3, 4 aus Isolierstoff mit den beiden Reihen
von Metalleinlagen 6, 7, 8 besteht, die durch die zweiten
Schenkel 6b, 7b, 8b der Einlagen miteinander verbunden sind,
so daß eine autonome Einheit gebildet wird.
Das Teil 25 (Fig. 3) weist ferner die beiden Drehzapfen 12,
13 auf, die an den beiden Leisten 3, 4 angegossen sind und
auf denen anschließend der Auslösehebel 11 aus Isolierstoff
montiert wird (Fig. 1). Dieser Hebel kann entweder getrennt
oder vorzugsweise gleichzeitig mit den beiden Leisten 3, 4
bei Durchgang des Bandes 22 (Fig. 2) durch die Gießstation
gegossen werden, wobei der Hebel an einem der Längsränder
des Bandes 22 gegossen wird und anschließend leicht abge
trennt werden kann.
Nach Erhalt des Teils 25 und Montage des Auslösehebels 11
an diesem geht das Verfahren zur gleichzeitigen Einstellung
der drei Bimetallelemente 2a, 2b, 2c der Fig. 1 folgender
maßen vor sich, wobei die Bimetallelemente in dem Schalter
fest montiert sind.
Wie Fig. 4 zeigt, werden die Stellungen der drei Bimetall
elemente 2a, 2b, 2c bezüglich des zuvor festgelegten Auslöse
punkts O des Schlosses 17 bestimmt. Hierzu werden die ver
schiedenen Abstände A, B, C des einen Bezugsnullpunkt bil
denden Auslösepunkts O von den verschiedenen Nutzpunkten
U, V, W der Bimetallelemente 2a, 2b, 2c gemessen. Diese
Abstände A, B, C werden anschließend gespeichert.
Die Baueinheit, die aus dem auf oben beschriebene Weise
erhaltenen Teil 25 und aus dem montierten Auslösehebel
11 besteht (Fig. 5), wird nun einer Einstellstation zugeführt,
in der das Ende 11a des Hebels 11 mit einem festen Anschlag 27
in Kontakt gebracht wird, die zuvor bezüglich des Auslöse
punktes O des Schlosses in einem vorbestimmten Abstand D
positioniert wurde, der dem bekannten elektrischen Auslöse
hub des Schalters bei einem gegebenen thermischen Auslöse
strom entspricht.
Nachdem der Hebel 11 mit dem festen vorpositionierten Anschlag
27 in Kontakt gebracht wurde, werden - weiterhin in dieser
Einstellstation - die drei zweiten Schenkel 6b, 7b, 8b der
flachen Metalleinlagen des Werkstücks 25 an den einzelnen ge
messenen Abständen A, B, C in Querrichtung abgeschnitten
(Fig. 5). Diese Schnitte bestehen in einer Metallwegnahme,
die der Dicke e der Bimetallelemente entspricht, und können
leicht mit Hilfe von gebräuchlichen Schneidwerkzeugen, wie
beispielsweise einer Schere oder eines Schnittstempels, aus
geführt werden.
In Fig. 5 sind die drei ausgeschnittenen Metallzonen bei 29
dargestellt.
Durch diesen an einem gemeinsamen Werkstück 25 ausgeführten
Justierungsschnitt erreicht man auf vorteilhafte Weise in
einem einzigen Arbeitsgang die paßgenaue Trennung der beiden
Leisten 3, 4, was eine gleichzeitige Einstellung der Bimetall
elemente gestattet.
Die Baugruppe, die aus den beiden Leisten 3, 4, die in
Höhe der drei abgeschnittenen Metallzonen 29 voneinander
getrennt wurden, und aus dem an diesen Leisten befestigten
Auslösehebel 11 besteht, wird anschließend einer Montage
station zugeführt, in der sie in den Schalter eingebaut
wird. Hierbei treten die drei Bimetallelemente 2a, 2b, 2c
gleichzeitig unter beidseitigem Kontakt in die entsprechende
ausgeschnittene Zone 29 ein, während der Hebel 11 an dem
Betätigungsorgan 15 zum Anliegen kommt (Fig. 1).
Die beiden Leisten 3, 4 können zweckmäßigerweise jeweils
mit einer angegossenen Längsrippe (nicht dargestellt) ver
sehen sein, die mit einer entsprechenden, im Gehäuse des
Schalters vorgesehenen Nut zusammenwirken kann, so daß die
Leisten bei ihrer Montage in den Schalter geradlinig geführt
werden.
Der in Fig. 1 gezeigte thermische Differentialauslöser 1
mit eingestellten Bimetallelementen arbeitet folgendermaßen:
Bei Auftreten einer Stromüberlast in jeder der ausgegliche
nen Phasen beispielsweise eines Motors erwärmen sich die drei
Bimetallelemente 2a, 2b, 2c und verformen sich auf gleiche
Weise. Dabei nehmen sie geradlinig in Richtung des Pfeils F
über die drei zweiten Schenkel 6b, 7b, 8b der Metalleinlagen
6, 7, 8 die Leisten 3, 4 mit. Der mit den beiden beweglichen
Leisten 3, 4 fest verbundene Hebel 11 wirkt auf das Betäti
gungsorgan 15 ein, das die Auslösung des Schlosses 17 und
damit des Schalters bewirkt.
Bei einem Ungleichgewicht zwischen den Phasenströmen des
Motors (Differentialbetrieb) erwärmen und verformen sich
die drei Bimetallelemente 2a, 2b, 2c auf eine ungleiche
Weise. Die Leiste 3, die von dem Bimetallelement mit der
stärksten Verformung über den diesem Bimetallelement zuge
ordneten zweiten Schenkel ihrer Metalleinlage mitgenommen
wird, führt eine geradlinige Bewegung in Richtung des Pfeils
F aus, die größer als die der Leiste 4 ist. Der Hebel 11
verschwenkt sich im Uhrzeigersinn und wirkt auf das Betäti
gungsorgan 15 ein, welches die Auslösung des Schlosses 17
und damit des Schalters bewirkt.
Claims (4)
1. Thermischer Differentialauslöser für einen Schalter, insbesondere
einen Motorschutzschalter, bestehend aus:
- - mehreren in Reihe hintereinander angeordneten Bimetall elementen (2a, 2b, 2c),
- - zwei durch die Bimetallelemente (2a, 2b, 2c) betätigbaren, aus Isolierstoff bestehenden, in Längsrichtung verschiebbaren und längsseitig einander gegenüberliegenden Leisten (3, 4), und
- - einem an die Leisten (3, 4) angelenkten Auslösehebel (11),
- wobei eine Verformung wenigstens eines der Bimetallelemente (2a, 2b, 2c) eine Verschiebung der Leistenanordnung (4, 5) aus einer Betriebsstellung in eine den Auslösehebel betätigende Auslösestellung hervorruft,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß jede Leiste (3, 4) flache, jeweils einem Bimetallelement
(2a, 2b, 2c) zugeordnete, im wesentlichen senkrecht
zu diesem verlaufende und untereinander elektrisch
isolierte Metalleinlagen (6, 7, 8) aufweist, wobei
jede Metalleinlage (6, 7, 8) jeder Leiste (3, 4)
aus einem
- - ersten flachen Schenkel (6a, 7a, 8a), der flach in die entsprechende Leiste (3, 4) eingebettet ist, und
- - einem den ersten flachen Schenkel (6a, 7a, 8a) ver längernden zweiten flachen Schenkel (6b, 7b, 8b), der aus der entsprechenden Leiste (3, 4) frei hervorsteht,
- besteht,
- - wobei die beiden jeweils einem Bimetallelement (2a, 2b, 2c) zugeordneten zweiten Schenkel (6b, 7b, 8b) mit ihren Enden zu beiden Seiten an dem jeweiligen Bimetallelement (2a, 2b, 2c) anliegend einen Durchtrittsspalt für das Bimetallelement (2a, 2b, 2c) bilden, dessen die Betriebsposition des Auslöseschalters (1) bestimmende Lage durch das bei der Justage des Auslöseschalters (1) erfolgende Ausschneiden des Durchtrittsspaltes aus den zuvor miteinander verbundenen zweiten Schenkeln (6b, 7b, 8b) festgelegt ist.
2. Differentialauslöser nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Leisten (3, 4) durch Umgießen der ersten
Schenkel (6a, 7a, 8a) ihrer jeweiligen flachen Metalleinlagen
(6, 7, 8) mit Kunststoff gebildet sind.
3. Differentialauslöser nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die flachen Metalleinlagen (6, 7, 8) der beiden Leisten
(3, 4) eine geringe Dicke haben.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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