DE4133637A1 - Vorrichtung und verfahren zur externen, pneumokardialen wiederbelebung - Google Patents

Vorrichtung und verfahren zur externen, pneumokardialen wiederbelebung

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DE4133637A1
DE4133637A1 DE19914133637 DE4133637A DE4133637A1 DE 4133637 A1 DE4133637 A1 DE 4133637A1 DE 19914133637 DE19914133637 DE 19914133637 DE 4133637 A DE4133637 A DE 4133637A DE 4133637 A1 DE4133637 A1 DE 4133637A1
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Franz D Amandi
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61HPHYSICAL THERAPY APPARATUS, e.g. DEVICES FOR LOCATING OR STIMULATING REFLEX POINTS IN THE BODY; ARTIFICIAL RESPIRATION; MASSAGE; BATHING DEVICES FOR SPECIAL THERAPEUTIC OR HYGIENIC PURPOSES OR SPECIFIC PARTS OF THE BODY
    • A61H31/00Artificial respiration by a force applied to the chest; Heart stimulation, e.g. heart massage
    • A61H31/008Supine patient supports or bases, e.g. improving air-way access to the lungs
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    • A61H31/004Heart stimulation
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Gerät zur externen, pneumokardialen Wiederbelebung speziell durch mechanisch gesteuerte Herzmassage von außen her, insbesondere direkt vor Ort.
Bei Herzstillstand kann durch gleichmäßigen, rhythmischen Takt und Druck auf den Thorax die notwendige Blutzirkulation stimuliert bzw. aufrecht erhalten werden.
Die manuelle Herzmassage, wie sie beim Notfalleinsatz vor Ort allgemein praktiziert wird, ist einer gleichmäßigen, mechanisch gesteuerten deutlich unterlegen und beinhaltet neben zwangs­ läufig verursachten Unregelmäßigkeiten, insbesondere beim Trans­ port zum Krankenwagen und von dort zur Klinik, auch Gefahren durch Verletzung, wie Rippenbrüchen und/oder anderen Schädigungen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein sicheres, kompaktes, über­ all hin transportierbares Gerät und Verfahren zu schaffen, das eine präzise, Energiequellen unabhängige und überall sofort ein­ setzbare Initialversorgung zur Lebenserhaltung darstellt und in jedem Notarzt/Ambulanz-Fahrzeug mitgeführt werden kann.
Das Gerät kann direkt zum Notfall-Opfer, in dessen Wohnung oder zu dessen Arbeitsplatz etc. mitgenommen und binnen weniger Sekun­ den direkt beim Patienten montiert und in Betrieb genommen werden.
Dazu wird der Patient auf ein, zum System gehörendes, gepolstertes Stützbrett (500·800 mm) gelegt, das seinen Thorax in der ge­ samten Breite und Länge abstützt und den erforderlichen Gegen­ druck ausübt.
An diesem Brett ist seitlich eine Befestigungsschiene angebracht, auf die, im rechten Winkel dazu zu stehen kommende Mechanik ge­ steckt wird, so daß der, mittels Elektromotor betriebene Massage- Kolben direkt über dem Brustkorb plaziert wird.
Der Motor bewegt den Kolben senkrecht auf und ab, wobei der Kolbenabstand zum, bzw. der Kontakt mit dem Thorax durch eine Schiebe-Teleskop-Vorrichtung genau auf den individuellen Thorax- Umfang des Patienten eingestellt werden und die vom Motor ausge­ hende Druckkraft zusätzlich durch im Kolben integrierte, regel­ bare Gewichte für den einzelnen Anspruch feinjustiert werden kann.
Je nach Umstands-Erfordernissen kann eine selektive Intervall- Einstellung der Motor-Hubbewegungen durch integriertes Potentio­ meter stufenlos erfolgen, so daß der Massage-Kolben in seiner Auf- und Ab-Bewegung verlangsamt oder beschleunigt werden kann.
Die erforderliche Frequenz kann vom Potentiometer abgelesen und alle medizinisch notwendigen Begleitindikationen in genauer Ab­ stimmung mit der Massagefrequenz vorgenommen werden.
Da das Stützbrett selbst auf der Trage plaziert werden kann, ist somit die umfassende, durchgehende Versorgung des Patienten selbst auf dem Transport zum und vom Ambulanzfahrzeug gewährleistet.
Die Energieversorgung erfolgt dabei durch eine mitgeführte, wieder­ aufladbare Batterie (12 V) die aufgrund ihrer geringen Ausmaße und Gewicht (ca. 2Kg, 150·90·60 mm) von einem der Retter in einer kleinen Unhängetasche getragen wird und mit dem System verbunden bleibt.
Im Fahrzeug kann ohne Unterbrechung auf den Fahrzeug eigenen Strom- Kreis (12 V oder 220 V) umgeschaltet werden, ein entsprechender Umwandler ist in der Mechanik integriert, so daß bis zum Anschluß und der Versorgung des Patienten an die stationären Geräte in der Klinik die gleichmäßige, jederzeit steuerbare Herzmassage gewähr­ leistet bleibt.
Selbstverständlich kann das Gerät auch am Hausnetz der Klinik angeschlossen werden, bis die Übernahme in die Obhut der Klinik- Geräte erfolgen kann.
Neben der dadurch gewährleisteten präzisen rhythmischen und ent­ sprechend steuerbaren Versorgung, erlaubt das Gerät den Rettern während des gesamten Einsatzes vom Notfallort bis zur Klinik- Versorgung, alle begleitenden, notwendigen Indikationen ohne Beeinträchtigungen, gegenseitige Behinderungen oder Ermüdungen durchzuführen.
Im folgenden sind die Ausführungsformen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert:
Fig. I Draufsicht Darstellung der Vorrichtung mit Merkmalen der Erfindung.
Fig. II Direkte Draufsicht Darstellung in einer abgewan­ delten Ausführung der Erfindung.
Fig. III Seitliche Schnitt-Darstellung der Vorrichtung mit Merkmalen der Erfindung.
Fig. IV Bildliche Darstellung der Durchführung der pneumo­ kardialen Wiederbelebung unter Verwendung der Erfindung.
In Fig. I ist die Mechanik der Vorrichtung zur Herzmassage dargestellt. Diese ist auf einer Metallplatte 2. montiert und insgesamt durch und mit dem Metallrahmen 6. darauf befestigt durch Schrauben. Der Antriebsmotor 3. ebenfalls mit dem Metall­ rahmen 6. verbunden, treibt mit kreisender Bewegung an der Mo­ torachse 8. eine unterteilte Pleuelstange 4. an, die mit dem Massagekolben 5. beweglich verbunden ist dergestalt, daß die übertragene, kreisförmige Motorbewegung in eine, den Kolben auf-und ab bewegende Kraft verändert wird. Im Kolben befinden sich zusätzliche, veränderbare Gewichte 7. um den Kolbendruck zu verstärken/abzuschwächen.
An der Metallplatte 2. ist ein Griff 1. angebracht, um diese Montageplatte inkl. der Mechanik je nach Bedarf herauf- oder herunter zu ziehen.
Fig. II zeigt eine abgewandelte Ausführung von Fig. I, nach­ dem der Motor eine halbe Umdrehung ausgeführt hat und somit die Position des Kolbens verändert. Der Massagekolben befindet sich nun auf dem Scheitelpunkt der Gegenbewegung, um bei Weiterdrehen des Motors wieder nach unten, auf den Thorax zu drücken.
Fig. III zeigt eine Schnitt-Ansicht aus anderem Winkel als bei Fig. I und II und somit den Aufbau und Position aller, zur Mechanik gehörenden Komponenten.
Es zeigt die Grundmontageplatte 1. die mittels abnehmbaren Metall­ winkels 5. mit dem Thorax-Stützbrett 7. durch jeweils auf dem Stützbrett 7. und der Grundmontageplatte 1. angebrachter Me­ tall-Bänder-Schlaufen 4. + 6. durch Einstecken fest miteinander zu verbinden ist.
Die eigentliche Mechanik, Motor 9. Befestigungsrahmen 16. mit Pleuelstangen 10. + 13. sowie daran befindlichem Massagekolben 8. ist auf der Montageplatte 2. montiert.
Dazwischen, nach einer Seite mit der Grundmontageplatte 1. und mit der Metallmontageplatte 2. auf der anderen Seite, ist die Teleskop- Schiebe-Schiene 3. montiert, die eine hoch-niedrig Verstellung der Mechanik erlaubt, die durch die von hinten durch Montageplatte 1. geführte Rändelschraube 15. fixiert werden kann und somit Monta­ geplatte 2. an verschiedenen, übereinander vorgesehenen Gewinde­ löchern festhält. Halte/Schiebegriff 12.
Vom Motorgetriebe 11. geht die Pleuelstange 10. zur Pleuelstange 13. des Massagekolbens, die beweglich drehbar mit dem Befestigungsrahmen 16. verbunden sind.
Am Getriebeanschluß 11. des Motors befinden sich Kontakte 14. die auf der Außenseite der Grundmontageplatte 1. durch zwei plus/minus Stecker-Kontakte in einem Batterie/Netzumwandler Anschluß münden. Direkt damit verbunden sind ein Intervall-Potentiometer 17. und 12V/220V Anschlüsse.
Fig. IV zeigt eine bildliche Darstellung der Durchführung der pneumokardialen Wiederbelebungsfunktion, bzw. Position des Patienten auf dem Stützbrett 4. Dieses liegt auf einer Trage 3. auf.
Der Massagekolben 5. befindet sich hier auf dem geschilderten Scheitelpunkt unmittelbar vor der Ab-Bewegung auf den Brustkorb des Patienten.
Die Gesamtmechanik ist hier durch die Schutzhaube 6. abgedeckt. Das Doppelkabel 1. führt hier zur genannten Batterie 2.
Auf eine spezifizierte Detailbeschreibung/Konstruktionsbe­ schreibung der Einzelteile ist bewußt verzichtet worden, selbstverständlich sind Abweichungen, Änderungen oder Ergän­ zungen vieler Art möglich.

Claims (10)

1. Vorrichtung zur Verwendung bei der externen, pneumokardialen Wiederbelebung, gekennzeichnet durch einen, vom Benutzer auf den Brustkorb eines Patienten aufzubringenden, durch einen Elektromotor betriebenen Massagekolben, eine, dem Kolben wirkungsmäßig zugeordnete Einrichtung zur Beschleu­ nigung/Verlangsamung des mechanischen Rhythmus, zugeordnete Einrichtung zur Regulierung der ausgeübten Druckkraft so­ wie integrierte Gegendruck-Einrichtung und Einrichtung zum netzabhängig und unabhängig zu erfolgenden Betrieb der Vor­ richtung, sowie damit integrierter Stand-Montage-Einheit.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß ein, auf einer Montageplatte montierter Elektromotor einen Massage­ kolben antreibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß dem Elektromotor eine zweigeteilte Pleuelstange mit zugeordnetem Massagekolben wirkungsgemäß verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, daß der Massagekolben im Inneren Gewichte aufnehmen kann um die Druckkräfte des Kolbens den nötigen Erfordernissen angleichen zu können.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte mit der in Anspruch 1 genannten Stand-Montage- Einheit durch eine Teleskop-Schiene zur höher-niedriger Stel­ lung verbunden ist, um den Massagekolben nach den jeweiligen Erfordernissen des Thorax-Volumens einzustellen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, daß der notwendige Fixpunkt der Mechanik durch Rändelschraube zwischen Montageplatte und Stand-Montage-Einheit arretiert werden kann.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Stand-Montage-Einheit seitlich, im rechten Winkel mit der Gegendruck-Einrichtung so anschließbar ist, daß die an der Montageplatte angebrachte Mechanik sicher aufrecht daneben positioniert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß dem, dem Elektromotor zugehörigen Stromanschluß eine Zeit­ gebereinrichtung zur selektiven Einstellung eines Intervall- Taktes 17. beigeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß dem, dem Elektromotor zugeordnetem Stromanschluß An­ schlüsse und Aggregate für Batteriestrom und 220V Netzspan­ nung zugeordnet sind.
10. Verfahren zur Durchführung der externen, pneumokardialen Wiederbelebung an einem Patienten unter Verwendung der Vorrichtung, insbesondere wie unter 1-7 dadurch gekennzeich­ net, daß der Patient mit dem Rücken auf die unter Anspruch 7. gekennzeichnete Gegendruck-Einrichtung in Form eines Stütz­ brettes unterhalb des nach Anspruch 1 bis 4 gekennzeichneten Massagekolbens gelegt wird, daß während eines vorbestimmten ersten Intervalls der Massagekolben nach unten in Bewegung gesetzt und die Abwärtskraftausführung nach erfolgter Gegenbe­ wegung, hervorgerufen durch die Kreisbewegung des Motors, in erforderlicher Weise wiederholt wird.
DE19914133637 1991-10-11 1991-10-11 Vorrichtung und verfahren zur externen, pneumokardialen wiederbelebung Withdrawn DE4133637A1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2180827C1 (ru) * 2000-07-03 2002-03-27 Радушкевич Владимир Леонидович Устройство для компрессионно-декомпрессионной реанимации
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US11179293B2 (en) 2017-07-28 2021-11-23 Stryker Corporation Patient support system with chest compression system and harness assembly with sensor system

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