DE4134380A1 - Einrichtung zum gas- und fluessigkeitsdichten sichern und ueberwachen eines koerpers, insbesondere einer abfalldeponie - Google Patents
Einrichtung zum gas- und fluessigkeitsdichten sichern und ueberwachen eines koerpers, insbesondere einer abfalldeponieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Abdichten und
Überwachen eines Körpers. Sie findet ihre Hauptanwendung bei
der Abdichtung und Überwachung von Mülldeponien.
Aus dem Siemens-Prospekt "Deponie-Langzeitüberwachung mit
LEOS", Bestell-Nr. A 19100-U653-A222, Juli 1990, ist eine
Einrichtung zum Abdichten einer Mülldeponie sowie zur Leckage-Erkennung
und -Ortung bekannt. Dabei ist vorgesehen, daß
die Mülldeponie mit einer wasserdichten Folie, Dichtungsbahn
oder "Abdichtung" (insbesondere aus Kunststoff) versehen ist.
Diese Abdichtung kann unterhalb des Müllkörpers angeordnet
sein (Basisabdichtung), damit keine Schadstoffe in das Grund
wasser gelangen können. Die Abdichtung kann aber auch ober
halb des Müllkörpers verlegt sein (Oberflächenabdichtung),
um das Eintreten von Regenwasser und damit das Auswaschen
von Schadstoffen aus dem Müll zu verhindern. Um ein Leck,
das heißt eine Schadstelle, in dieser Abdichtung frühzeitig
zu erkennen, ist bei der bekannten Einrichtung die Verlegung
von Sensorschläuchen, d. h. von sogenannten LEOS-Schläuchen,
vorgesehen, und zwar auf der vom Müllkörper abgewandten Sei
te der Abdichtung. LEOS steht hierbei für "Leckage-Ortungs-
System". Die LEOS-Schläuche, die mäanderförmig verlegt, mit
Luft gefüllt und deren Wandungen für verschiedene, in der
Deponie vorhandene Stoffe durchlässig sind, sind an ein zen
trales Überwachungssystem angeschlossen. Bei einer Plazie
rung der Abdichtung unterhalb des Müllkörpers wird eine
Schadstelle darin durch Detektion von im Sickerwasser gelö
sten Stoffen lokalisiert. Und bei einer Plazierung der Ab
dichtung oberhalb des Müllkörpers wird eine Schadstelle darin
und Detektion von aufsteigenden Faulgasen lokalisiert.
Ein LEOS-Schlauch sowie eine Einrichtung, die zu seinem Be
trieb dient, sind aus der DE-PS 24 31 907 bekannt. Es handelt
sich dabei um einen Schlauch, der für Schadstoffe durchläs
sig ist. Am einen Ende des Schlauches ist eine Pumpe ange
ordnet, mit der einzelne Volumina eines Transportmediums,
zum Beispiel einzelne Gasvolumina, in zeitlichen Abständen
nacheinander durch den Schlauch hindurch befördert werden.
Der Schlauch wird auf diese Weise in regelmäßigen zeitlichen
Abständen, das heißt mit gleichbleibender Frequenz, jeweils
für einige Zeit durchströmt. Am anderen Ende des Schlauches
befinden sich für die zu detektierenden Stoffe, insbesondere
Schadstoffe, empfindliche Sensoren. Falls in die Umgebung
des Schlauches ein Schadstoff gelangt, dringt dieser Schad
stoff in den Schlauch ein; er wird mit dem nächsten Pumpvor
gang des Transportmediums zu den Sensoren gebracht. Da das
Medium dabei mit einer bekannten Geschwindigkeit strömt,
läßt sich aus der Differenz zwischen dem Einschaltzeitpunkt
der Pumpe und dem Ansprechzeitpunkt der Sensoren genau der
Ort bestimmen, an dem zwischen zwei Durchströmungsvorgängen
der Schadstoff in den Schlauch gelangt ist. Außerdem läßt
sich die Schadstoffmenge bestimmen.
In dem deutschen Gebrauchsmuster G 91 07 693.5 (GR 91 G 8513 DE)
wird ein Element zum Abdichten und Überwachen eines Körpers,
insbesondere einer Abfalldeponie, mittels eines Kontrollraums
offenbart. Diesem Element liegt die Erkenntnis zugrunde, daß
es sinnvoll ist, einen verstärkten Schutz durch eine Doppel
barriere zu schaffen. Dies ist sowohl bei der Basisabdichtung
als auch bei der Oberflächenabdichtung einer Deponie zweck
mäßig. Das Element beruht weiter auf der Überlegung, daß es
auch sinnvoll ist, die Ausgestaltung so vorzunehmen, daß meß
technisch zu erfassen ist, ob die eine oder andere Barriere
ein Leck aufweist und wo dieses Leck gelegen ist. Das Element
umfaßt dazu zwei Abdichtungen, die durch Stützelemente von
einander beabstandet angeordnet sind. Dabei ist mindestens
ein Kanal zwischen den Abdichtungen und den Stützelementen
gebildet, der eine Eintrittsöffnung und eine Austrittsöffnung
für ein Medium, wie zum Beispiel Luft, aufweist. Dieser Kanal
ist dabei als permeabler LEOS-Schlauch ausgebildet, oder er
beinhaltet einen solchen LEOS-Schlauch. An die Austrittsöff
nung ist mindestens ein Sensor, zum Beispiel ein Sensor für
Flüssigkeitsdampf und ein Sensor für Gas, anschließbar. Die
beiden Abdichtungen sind unter Freilassung der Eintritts-
und Austrittsöffnungen des Kanals an ihren Rändern dicht
miteinander verbunden, so daß ein Kontrollraum gebildet ist.
Die Stützelemente bestehen aus einem strömungsdurchlässigen,
aber strömungsbehindernden (weitgehend homogenen) Material.
Der Schlauch kann von einem Füllmaterial umgeben sein, das
Feuchte zurückhält, also von einem Trockenmittel.
Es hat sich nun gezeigt, daß in den Kontrollraum zwischen
den beiden Abdichtungen durch letztere hindurch im Laufe der
Zeit eine Menge Feuchtigkeit in Dampfform eindringen kann;
diese kann von dem Trockenmaterial nicht bewältigt werden,
wenn nur eine geringe Menge Trockenmittel im Kontrollraum
vorhanden ist. Es hat sich nämlich überraschenderweise er
geben, daß Kunststoff-Folien für Gas- und Dampfmoleküle in
folge von Permeationsvorgängen geringfügig durchlässig sind.
Ein Ansteigen der Feuchte auf einen hohen Wert führt aber zu
Schwierigkeiten beim Nachweis einer Leckage. Denn im Lecka
gefall kann sich der Feuchtigkeitswert dann nur noch relativ
wenig erhöhen, zum Beispiel von 95% auf 100% relative Luft
feuchtigkeit. Kleine Änderungen eines so hohen Pegels sind
nur schwierig zu erfassen. Es wird daher nach einer Möglich
keit gesucht, eine Einrichtung zum gas- und flüssigkeitsdich
ten Sichern und Überwachen eines Körpers der letztgenannten
Art bereitzustellen, die auch bei einem langsamen Eindringen
von Feuchtigkeit in den Kontrollraum auch nach längerer Zeit
noch sicher arbeitet (Langzeitstabilität), ohne daß eine be
sonders große Menge an festem Trockenmittel benötigt wird.
Es soll auch bei einer Einrichtung eine Doppelbarriere vor
handen sein, und es soll möglich sein anzugeben, ob die eine
oder andere Barriere ein Leck aufweist und wo dieses Leck
gelegen ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demzufolge, eine
Einrichtung zum Abdichten und Überwachen eines Körpers anzu
geben, die gewährleistet, daß auf relativ einfache Weise bei
doppeltem Leckschutz der Ort eines eventuell auftretenden
Lecks (Eindringen einer Flüssigkeit, wie insbesondere Wasser,
in den Kontrollraum) auch dann relativ genau bestimmt werden
kann, wenn schon etwas Feuchtigkeit, zum Beispiel Wasser, über
längere Zeit hinweg in den Kontrollraum eingedrungen ist.
Die Einrichtung, die diese Aufgabe löst, ist erfindungsgemäß
ausgerüstet
- a) mit mindestens einem Kontrollraum, der durch weitestgehend gas- und flüssigkeitsundurchlässige Abdichtungen gebildet ist,
- b) mit einem im Kontrollraum verlegten Sensorschlauch,
- c) mit einer an den Sensorschlauch anschließbaren Pumpein richtung, mittels der ein Transportmedium, insbesondere ein inertes Gas wie getrocknete Luft, durch den Sensor schlauch hindurchpumpbar ist,
- d) mit einem mit dem Sensorschlauch verbindbaren Sensor, der auf mindestens einen zu überwachenden Stoff anspricht, und
- e) mit einem den Sensorschlauch zumindest auf einem Teil sei ner Länge umgebenden Trockenraum, dessen Wände eine bei Feuchtigkeitskontakt sich zersetzende Folie aufweisen.
Der Trockenraum weist bevorzugt ein Trockenmittel, und zwar
ein Adsorptionsmittel wie Silicagel, das auf Wasser wirkt,
auf.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen beschrieben.
Die Erfindung beruht auf folgender Überlegung: Der Trocken
raum, der einen relativ niederen Feuchtigkeitspegel in der
Nähe des Sensorschlauches sicherstellt, wird hier auf einen
relativ engen Bereich beschränkt. Er erstreckt sich über
eine gewisse Strecke in axialer Richtung des Sensorschlau
ches und besitzt einen gewissen Durchmesser oder eine gewis
se Höhe und Breite. Seine Wände - mit Ausnahme des Bereichs
der Folie - sind für Feuchtigkeit undurchlässig. Auf diese
Weise wird der Trockenraum vor dem Eindringen der Feuchte
geschützt. Dringt Flüssigkeitsdampf, also insbesondere Was
serdampf, in den Kontrollraum ein, so erfolgt keine Anzeige.
Erst wenn Flüssigkeit, also im Beispiel Wasser, in den Kon
trollraum eindringt, führt dies zur Zerstörung der Folie;
die Feuchtigkeit gelangt in den Trockenraum und wird beim
nächsten Testzyklus vom Detektor angezeigt. Man kann daher
die Einrichtung nach der Erfindung auch als Flüssigkeits-
bzw. Wasser-Detektor bezeichnen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden an
hand von fünf Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Element gemäß der Erfindung,
das einen kastenförmigen Trockenraum enthält;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungs
form eines kastenförmigen Trockenraums;
Fig. 3 eine Aufsicht auf ein Deponiefeld, das aus einem ersten
und einem zweiten Element besteht;
Fig. 4 ein Anzeige-Diagramm für das erste Element; und
Fig. 5 ein Anzeige-Diagramm für das zweite Element.
Nach Fig. 1 ist ein Element 2 vorgesehen, das mit weiteren
solcher Elemente seitlich verbunden ist und zur Überwachung
einer Mülldeponie dient. Die Anordnung solcher Elemente 2
und Zusammenfassung zu einem Feld kann dabei unterhalb oder
oberhalb des Müllkörpers vorgenommen sein. Mit dem oberen
Feld wird das Eindringen von Wasser von oben und das Austre
ten von Deponiegas überwacht, und eine entsprechende Leck
stelle wird lokalisiert. Mit dem unteren Feld wird das Austre
ten von Deponiegas aus dem Müllkörper nach unten und das Ein
dringen von Feuchtigkeit von unten nach oben überwacht, und
auch hier wird ein entsprechendes Leck angezeigt.
Das Element 2 umfaßt zwei Barrieren oder Abdichtungen 4, 5
für Gas und Feuchtigkeit, deren Abstand a durch (nicht ge
zeigte) Stützelemente oder aber Sand 6 festgelegt wird. Die
beiden gegen Feuchtigkeit und Gas weitestgehend undurchläs
sigen Folien, Dichtungsbahnen, Abdeckungen oder Abdichtungen
4 und 5 bestehen zum Beispiel aus Polyäthylen oder einem an
deren Kunststoff. Das Element 2 umfaßt weiterhin einen teil
durchlässigen LEOS- oder Sensorschlauch 8, durch den in zeit
lichen Abständen ein Transportmedium m, insbesondere ein iner
tes Gas wie getrocknete Luft, in z-Richtung mittels einer
Pumpeinrichtung hindurchgepumpt wird. Der Raum zwischen den
Abdichtungen 4, 5 dient als Kontrollraum 10.
Das Element 2 ist an seinem rechten und linken Rand dicht
verschlossen oder versiegelt, indem beispielsweise die obere
Abdichtung 5 mit der unteren Abdichtung 4 direkt oder über
eine (nicht gezeigte) Zwischenlage verschweißt oder verklebt
ist. Die Schweißverbindung ist vorliegend mit 45 bezeichnet.
Die Breite b des rechteckigen Elements 2 nach Fig. 1 kann
zum Beispiel 3 bis 5 m oder aber 10 m betragen. Seine sich
in z-Richtung erstreckende Länge kann zum Beispiel 50 oder
gar 100 m betragen; die Länge richtet sich nach der wirksa
men Länge der Serienschaltung der LEOS-Schläuche 8 der ein
zelnen Elemente 2. Die Höhe der (nicht gezeigten) Stützele
mente oder des Sandes 6, die den Abstand a zwischen den Ab
dichtungen 4, 5 festlegt, kann zum Beispiel 10 bis 20 mm be
tragen. Solche Bahnen oder Elemente 2 sind flexibel und re
lativ einfach zu verlegen; sie können sodann am Rande mit
einander verbunden werden.
Von Bedeutung ist nun, daß sich der Sensorschlauch 8 inner
halb eines Trockenraums 12 befindet. Dies gilt entweder für
ein Teilstück oder für den gesamten Sensorschlauch 8 inner
halb des einzelnen Elements 2, wie später anhand von Fig. 3
deutlich werden wird. Im Trockenraum 12 befindet sich ein
Trockenmittel 13.
Der Trockenraum 12 wird durch einen relativ engen Kasten 14
gebildet, der hier quaderförmig geformt ist. Auch andere Form
gebungen sind möglich. Die Wände dieses Kastens 14 sind zum
überwiegenden Teil wasser-undurchlässig. Sie enthalten aber
zumindest eine Folie 16, durch die Feuchtigkeit hindurchdrin
gen kann. Das Charakteristikum dieser Folie 16 ist, daß sie
sich bei Kontakt mit Flüssigkeit (also nicht Dampf) zersetzt
oder auflöst. Bei der Folie 16 kann es sich beispielsweise
um eine Art Flies, um Zellulose oder Pappe handeln, die sich
bei Wasserkontakt auflöst. In diesem Fall kann die sich im
Leckagefall im Kontrollraum 10 angesammelte Flüssigkeit (Was
ser) durch die von der Folie 16 zuvor verschlossenen Öffnung
in den Trockenraum 12 eindringen.
Dieser Trockenraum 12 ist, wie bereits angemerkt, mit einem
Trockenmittel 13, wie beispielsweise mit dem Wasser-Adsorp
tionsmittel Selicagel, gefüllt. Bei Eindringen von Wasser
wird die Wasserkonzentration im Trockenraum 13 auf 100% er
höht, und dies wird beim nächsten Meßvorgang sofort angezeigt
und einer bestimmten Meßstelle zugeordnet. Hat die gemessene
Konzentration einen vorgegebenen Grenzwert überschritten, so
kann dies beispielsweise zur Auslösung eines Alarms herange
zogen werden.
In Fig. 1 ist dargestellt, daß die Folie 16 in einer Sei
tenwand des Kastens 14 angeordnet ist. Statt dessen kann sie
auch im Boden des Kastens 14 vorgesehen sein. Auch können
mehrere Folien 16 in einer oder mehreren Wänden vorhanden
sein, beispielsweise von verschiedener Dicke und/oder von
verschiedenem Durchmesser. Der Kasten 14 kann ganz oder teil
weise aus Metall bestehen. Beispielsweise kann auch eine me
tallisierte Kunststoff-Folie vorgesehen sein. Er übernimmt
vorliegend, da seine Höhe dem Abstand a entspricht, zusätz
lich eine Stützfunktion.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform eines dampfdich
ten Kastens 14 dargestellt. Auch dieser Kasten 14 ist quader
förmig ausgebildet. Des besseren Überblicks wegen ist die
Frontwand entfernt. Somit ist ersichtlich, daß der Innenraum
12 außer mit dem Trockenmittel 13 auch mit einer Distanzmat
te 17 ausgefüllt ist, die bei biegsamen Wänden für die Ge
währleistung eines vorgegebenen Abstandes sorgt. Die Wände
können beispielsweise im vorliegenden Fall aus einer Drei-
Schichten-Folie bestehen, die gebildet ist aus Polyäthylen/
Aluminium/Polyäthylen. Auch ein solcher Kasten ist gegenüber-
Feuchtigkeit undurchlässig.
Im vorliegenden Fall befinden sich an einer oder beiden Sei
tenwände Öffnungen, die mit einer Folie 16 verschlossen sind.
Auch hier können die einzelnen Folien 16 aus Zellulose be
stehen. Sie dienen als Dampfsperre, zerfallen aber unter Ein
wirkung von Wasser. Vorliegend erstreckt sich der Kasten 14
nur über einen Teil der Länge des Sensorschlauches 8. Die in
Reihe angeordneten Folien 16 können durch eine streifenförmig
ausgebildete Folie ersetzt sein.
In Fig. 3 ist ein Feld F aus zwei Elementen 2 von oben ge
zeigt. Die beiden Elemente 2 sind unterschiedlich ausgebil
det, soweit es die Gestaltung des Kastens 14 betrifft. Der
Kasten 14 im linken Element 2 erstreckt sich nur über eine
geringe Länge des LEOS-Schlauches 8 und wirkt somit als lo
kales Wasser-Detektionssystem. Dagegen erstreckt sich der
Kasten 14 im rechten Element 2 über die gesamte Länge des
dort vorhandenen LEOS-Schlauches 8; hier wirkt er als lang
gestrecktes Wasser-Detektionssystem.
Das Feld F ist Teil eines an sich bekannten Überwachungssy
stens oder LEOS-Systems, von dem nur eine Pumpeinrichtung 21
und zwei Detektoren 22, 24 angedeutet sind. Mittels der Pump
einrichtung 21 kann das Transportmedium m in den Eingang des
ersten Sensorschlauchs 8 und dann fortlaufend in den nächsten
Sensorschlauch 8 geleitet werden. Bei dem Transportmedium m
handelt es sich insbesondere um ein Inertgas; es kann dabei
insbesondere auch gereinigte und getrocknete Luft verwendet
werden. Steuerung, Betrieb und Meßauswertung sind an sich
bekannt. Die Doppel-Detektoren oder Doppel-Sensoren 22, 24
sprechen auf unterschiedliche Stoffe an. Sie sind - wie ge
zeigt - z. B. in Reihe geschaltet. Der eine Sensor 22 spricht
z. B. auf Gas (Deponiegas, insbesondere Methangas) an, und
der andere Sensor 24 weist Feuchtigkeit (Wasser) nach. Jeder
Sensor 22, 24 kann dabei einen Schreiber oder ein Aufzeich
nungsgerät für die gemessene Konzentration in Abhängigkeit
von der Zeit aufweisen.
In Fig. 4 und 5 ist für das linke bzw. rechte Element 2 die
Konzentration c in Abhängigkeit von der Zeit t dargestellt.
Bei der Konzentration c geht es um die gemessene Feuchte.
Die Zeit t ist dem vom Leckort zum Detektor zurückgelegten
Weg proportional. In Fig. 4 und 5 ist die Leckanzeige durch
einen durchgezogenen Strich, die Untergrundanzeige dagegen
durch einen unterbrochenen Strich charakterisiert. Tritt ein
Leck durch Wassereinbruch in dem Kontrollraum 10 auf, so
läßt sich in beiden Fällen durch Auswertung des Peaks der Ort
des Lecks ermitteln.
Da vorliegend im Kontrollraum 10 ein Trockenraum 12 geringe
rer Dimension verwendet wird, kommt man - gegenüber der be
kannten Ausführung - mit einer kleineren Menge an Trockenmit
tel 13 aus, was als besonderer Vorteil angesehen wird.
Claims (12)
1. Einrichtung zum Überwachen eines Körpers, insbesondere
einer Mülldeponie,
- a) mit mindestens einem Kontrollraum (10), der durch weitge hend gas- und flüssigkeits-undurchlässige Abdichtungen (4, 5) gebildet ist,
- b) mit einem im Kontrollraum (10) verlegten Sensorschlauch (8),
- c) mit einer an den Sensorschlauch (8) anschließbaren Pump einrichtung (21), mittels der ein Transportmedium (m), insbesondere ein inertes Gas wie getrocknete Luft, durch den Sensorschlauch (8) hindurchpumpbar ist,
- d) mit einem mit dem Sensorschlauch (8) verbindbaren Sensor (22, 24), der auf mindestens einen zu überwachenden Stoff anspricht, und
- e) mit einem den Sensorschlauch (8) zumindest auf einem Teil seiner Länge umgebenden Trockenraum (12), dessen Wände eine bei Feuchtigkeitskontakt sich zersetzende Folie (16) aufweisen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Trockenraum (12) ein
Trockenmittel (13) vorgesehen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Trockenmittel (13) ein
Adsorptionsmittel, z. B. Silicagel, ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß der Trocken
raum (12) Wände aus Metall oder aus metallisierter Kunststoff-
Folie aufweist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß die Folie
(16) so ausgebildet ist, daß sie bei Kontakt mit Wasser zer
fällt.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Folie (16) aus Pappe
oder Zellulose besteht.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die FoIie
(16) streifenförmig ausgebildet ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß auf einer
Wand des Trockenraums (12) mehrere Folien (16) in axialer
Richtung angeordnet sind.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß der Trocken
raum (12) sich nur über einen geringen Teil der Länge des
Sensorschlauchs (8) erstreckt.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß sich im Raum
zwischen den Abdichtungen (4, 5) und dem Trockenraum (12)
Sand als Distanzmittel befindet.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß der Trocken
raum (12) kastenförmig ausgebildet ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß der Trocken
raum (12) eine Distanzmatte (17) enthält.
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| DE19914134380 DE4134380A1 (de) | 1991-10-17 | 1991-10-17 | Einrichtung zum gas- und fluessigkeitsdichten sichern und ueberwachen eines koerpers, insbesondere einer abfalldeponie |
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| DE (1) | DE4134380A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4242806A1 (de) * | 1992-12-17 | 1994-06-23 | Siemens Ag | Sensorschlauch |
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| US20210302263A1 (en) * | 2018-08-10 | 2021-09-30 | Johann TRUMMER | Device and method for detecting a leak |
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1991
- 1991-10-17 DE DE19914134380 patent/DE4134380A1/de not_active Withdrawn
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