DE4135437C2 - Getränkefüllvorrichtung mit gasdruckbetätigten Hubzylindern - Google Patents
Getränkefüllvorrichtung mit gasdruckbetätigten HubzylindernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbe
griff des Hauptanspruches zum Füllen von Getränken in
Behälter wie Flaschen oder Dosen.
Gängige Getränkefüllvorrichtungen enthalten z. B. einen ro
tierenden Ring, an dem nach unten weisende Füllorgane befe
stigt sind. Unterhalb dazu ist ein weiterer synchron rotie
render Ring vorgesehen, an dem den Füllorganen zugeordnete
Halteeinrichtungen für die zu füllenden Behälter vorgesehen
sind. Bei den Halteeinrichtungen kann es sich z. B. um Hub
teller handeln, die den Boden der Behälter abstützen. Bei
der Behandlung von PET-Flaschen, die in ihrem Halsbereich
einen Kragen aufweisen, können die Halteeinrichtungen aber
auch stangenförmige Führungselemente sein, die die Kunst
stoffflaschen im Halsbereich mit Zangen umgreifen.
Der typische Füllvorgang sieht nun in etwa folgendermaßen
aus:
An einem definierten Punkt werden der Getränkefüllma
schine die zu füllenden Behälter mittels eines Sternrades
zugeführt. Nach dem Eintritt in die Getränkefüllmaschine
werden die umlaufenden Behälter dann jeweils von den
Halteeinrichtungen angehoben und mit ihren Öffnungen gegen
die Füllorgane gepreßt. Nach dem Füllvorgang werden die Behälter
wieder abgesenkt und dann aus der Getränkefüllmaschine ausge
schleust.
Bei gattungsgemäßen Getränkefüllmaschinen, wie sie aus der DE-
PS 9 45 307 bekannt sind, werden die Haltevorrichtungen jeweils in
einem gasdruckbetätigten Hubzylinder gelagert. Die Hubzylinder
sind an eine gemeinsame Ringleitung angeschlossen und arbeiten
nach dem Prinzip von Luftfedern auf ein gemeinsames über die
Ringleitung verbundenes Volumen, in dem zwischen den Zylindern
Luft hin- und hergepumpt wird. Die Steuerung der Halteeinrichtun
gen geschieht durch Führungselemente, die diese z. B. im Bereich
der Flascheneingabe bzw. der -ausgabe absenken und niederhalten.
Die Ringleitung wird in Abhängigkeit von der Dichtigkeit der Zy
linder ständig von außen über eine Zufuhrleitung mit Druckgas be
aufschlagt. Um eine Schmierung der Zylinder zu gewährleisten,
wird das Druckgas in der Zufuhrleitung mit Öl vernebelt, wie dies
im allgemeinen Stand der Technik üblich ist. Es wird dazu bei
spielsweise auf die DE 40 00 733 A1 verwiesen, die Druckluftzu
fuhrleitungen mit Ölzufuhr zeigt. Für die hier genannten Zwecke
können Druckluftöler verwendet werden, wie sie aus dem DE-GM
77 00 294 bekannt sind.
Nachteilig bei den bekannten Getränkefüllvorrichtungen ist die
Störanfälligkeit der Zylinder, insbesondere bei Hochleistungs
betrieb, die auf mangelnder Ölversorgung beruht. Da bei den be
kannten Konstruktionen eine Ölversorgung in der Zufuhrleitung
vorgesehen ist, wird im wesentlichen nur einmal morgens beim
Hochfahren der Anlage geölt, wenn Druckgas bis zum Aufbau des
endgültigen Druckes in die Ringzylinder gepreßt wird. An
schließend während des Betriebes wird durch die Zufuhrleitung und
somit von der Ölversorgung her nur noch wenig Druckluft zuge
führt, und zwar nur soviel, wie durch Dichtungsverluste an den
Zylindern verloren geht. Daher wird während des Betriebes kaum
noch Öl zugeführt. Die Zylinder können somit trockenlaufen und
festfressen. Diese Gefahr betrifft insbesondere diejenigen Zylinder,
die am weitesten entfernt von der Einmündung der Zufuhrleitung in
die Ringleitung liegen und die daher bereits bei der ersten Ölver
sorgung nur noch wenig Öl bekommen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ausgehend von
dem zitierten Stand der Technik, eine Flaschenfüllmaschine
zu schaffen, bei der eine bessere Schmierung der Hubzylin
der gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird mit Hilfe des kennzeichnenden Merkmales
des Anspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist in der Ringleitung eine Vorrichtung zur
Versorgung mit Öl vorgesehen. Diese wird ständig von
Druckgas durchströmt, da dieses in der Ringleitung durch
die auf- und abbewegten Zylinder hin- und hergepumpt wird.
Die Ölversorgung der Zylinder wird also umso besser, je
schneller diese bewegt werden. Eine Ölunterversorgung bei
Hochleistungsbetrieb kann daher ausgeschlossen werden. Die
Ölversorgungsvorrichtung in der Ringleitung kann zusätzlich
zu einer Ölversorgungsvorrichtung in der Zufuhrleitung
vorgesehen sein oder diese vollständig ersetzen.
Durch die auf- und abbewegten Zylinder findet zwar eine
Pumpwirkung innerhalb der Ringleitung statt, diese be
schränkt sich aber im wesentlichen auf ein Hin- und Her
pumpen des Druckgases zwischen benachbarten Zylindern. Wenn
an einer Stelle der Ringleitung eine Ölversorgungsvor
richtung vorgesehen ist, so kann es unter Umständen vor
kommen, daß diese weit entferntliegende Zylinder nicht
ordnungsgemäß mit Öl versorgen kann. Vorteilhaft sind daher
die Merkmale des Anspruches 2 vorgesehen. Das Rückschlag
ventil bewirkt bei beliebigen Pumpbewegungen der einzelnen
Zylinder stets eine Zwangsströmung in einer Richtung um die
Ringleitung herum. Dadurch werden automatisch alle Zylinder
gleichgut mit Öl versorgt. Außerdem ergibt sich der Vor
teil, daß Ölanreicherungsvorrichtungen einsetzbar sind, die
nur bei Gasdurchströmung in einer Richtung funktionieren.
Im folgenden soll die Erfindung an Hand einer ein Ausfüh
rungsbeispiel zeigenden Abbildung näher erläutert werden.
Die Abbildung zeigt eine Teildraufsicht auf einen unteren
Ring 11 einer Flaschenfüllmaschine 10. Der Ring 11 ist über
Träger 12 an einer rotierenden Mittelachse 13 befestigt.
Der Ring 11 trägt Hubzylinder 14, in denen Hubteller 15
gelagert sind. Die Hubteller 15 dienen jeweils zur Aufnahme
einer nicht dargestellten Flasche. Die Flaschen werden der
Flaschenfüllmaschine 10 durch eine Belieferungsvorrichtung
16 über ein Sternrad 17 zugeführt. Die Ausgabe der
gefüllten Flaschen erfolgt in entgegengesetzter Weise durch
die Vorrichtung 18 mittels eines Sternrades 19.
Die Hubzylinder 14 sind über Anschlüsse 20 mit einer
Ringleitung 21 verbunden. In der Ringleitung 21 sind ein
nur schematisch dargestellter Öler 22 und ein Rück
schlagventil 23 angeordnet.
Die Zuführung, über die der Ringleitung 21 von außen her
ständig Druckgas zugeführt wird, wurde aus Übersichtlich
keitsgründen weggelassen.
Weiterhin ist auf der Abbildung stark schematisiert eine
Absenkkurve 24 zu erkennen, die im Bereich der Vorrich
tungen 16 und 18 im Eingriff mit unterhalb der Hubteller
angeordneten, diese betätigenden Mitnehmern, die in der
Zeichnung nicht zu erkennen sind, die Hubteller 15 abwärts
drückt. Die Absenkkurve 24 ist über nicht gezeigte Befes
tigungsvorrichtungen ortsfest installiert.
Im Betrieb dreht sich nun der Ring 11 in Pfeilrichtung, wo
bei die Hubteller 15 nacheinander in Eingriff mit der
Absenkkurve 24 gelangen, die sie absenkt bzw. nieder
gedrückt hält. Während der Auf- und Abbewegung des Hub
tellers wird Luft aus dem jeweiligen Zylinder 14 hinaus
gepreßt bzw. hineingesaugt. Das Rückschlagventil 23 sorgt
nun dafür, daß die durch die Hubtellerbewegungen bewirkten
Pumpeffekte zu einer einheitlichen Strömung in der gesamten
Ringleitung 21 führen.
Aufgrund dieser Strömung gelangt das Druckgas mit einer ho
hen Austauschrate in den Öler 22. Dies bewirkt eine
schnelle und gleichmäßige Verteilung des Ölnebels auf alle
Hubzylinder 14 und gewährleistet so eine Schmierung aller
Zylinder 14.
Die Ringleitung 21 wird über eine nicht dargestellte Zu
fuhrleitung ständig mit Druckgas versorgt. In dieser Zu
fuhrleitung kann ebenfalls ein Öler vorgesehen sein.
Claims (2)
1. Getränkefüllvorrichtung mit mehreren endlos umlaufenden
Füllorganen und den Füllorganen zugeordneten synchron
dazu umlaufenden Halteeinrichtungen, die die zu füllenden
Behälter mit ihren Öffnungen gegen das Füllorgan anpressen
und nach dem Füllvorgang wieder absenken, wobei die Halte
vorrichtungen einzeln jeweils in gasdruckbetätigten Hubzy
lindern gelagert sind, die an verschiedenen Stellen einer ge
meinsamen Ringleitung angeschlossen sind, über die sie mit
Druckgas versorgt werden, dadurch gekennzeichnet, daß
innerhalb der Ringleitung (21) mindestens eine Vorrichtung
(22) vorgesehen ist, die das Druckgas mit Öl anreichert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich in der Ringleitung (21) ein Rückschlagventil
(23) vorgesehen ist.
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