DE4135445C2 - Bahnsteigkante - Google Patents
BahnsteigkanteInfo
- Publication number
- DE4135445C2 DE4135445C2 DE4135445A DE4135445A DE4135445C2 DE 4135445 C2 DE4135445 C2 DE 4135445C2 DE 4135445 A DE4135445 A DE 4135445A DE 4135445 A DE4135445 A DE 4135445A DE 4135445 C2 DE4135445 C2 DE 4135445C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- platform
- precast concrete
- platform edge
- edge according
- supports
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61B—RAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B61B1/00—General arrangement of stations, platforms, or sidings; Railway networks; Rail vehicle marshalling systems
- B61B1/02—General arrangement of stations and platforms including protection devices for the passengers
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01B—PERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
- E01B2/00—General structure of permanent way
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01F—ADDITIONAL WORK, SUCH AS EQUIPPING ROADS OR THE CONSTRUCTION OF PLATFORMS, HELICOPTER LANDING STAGES, SIGNS, SNOW FENCES, OR THE LIKE
- E01F1/00—Construction of station or like platforms or refuge islands or like islands in traffic areas, e.g. intersection or filling-station islands; Kerbs specially adapted for islands in traffic areas
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D27/00—Foundations as substructures
- E02D27/10—Deep foundations
- E02D27/12—Pile foundations
- E02D27/14—Pile framings, i.e. piles assembled to form the substructure
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01B—PERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
- E01B2/00—General structure of permanent way
- E01B2/006—Deep foundation of tracks
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Architecture (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Paleontology (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Road Paving Structures (AREA)
- Laying Of Electric Cables Or Lines Outside (AREA)
- Refuge Islands, Traffic Blockers, Or Guard Fence (AREA)
- Bridges Or Land Bridges (AREA)
- Magnetic Heads (AREA)
- Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)
- Transplanting Machines (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Bahnsteigkante aus hintereinander aufgereihten, gegen seitliches
Verschieben gesicherten Betonfertigteilen.
Bahnsteige sollen in Bahnhöfen oder Haltestellen den Reisenden ein sicheres und bequemes
Ein- und Aussteigen ermöglichen. Der Komfort und die Schnelligkeit beim Ein-und Aussteigen
ist hauptsächlich von der Bahnsteighöhe relativ zu dem Einstieg in den Zugwaggon abhängig.
Gleiches gilt naturgemäß auch für das Verladen von Gütern.
Die Kosten für derartige Bahnsteige sind bei den bisherigen Bauweisen stark abhängig von der
Bahnsteighöhe, das heißt der Niveauhöhe oberhalb der Schienen. Abhängig von der
Personenfrequenz und der Zugfrequenz haben daher verschiedene Bahnverwaltungen
unterschiedliche Vorschriftenwerke für die Bahnsteighöhe. Bei geringem Verkehr findet man
häufig Bahnsteighöhen von 25 und 38 cm oberhalb des Schienenniveaus; die Bahnsteighöhe
steigt bei S-Bahnen mit sehr starker Personenfrequenz auf 96 cm und liegt bei den
Schnellverkehrsstrecken bei 76 cm. In Abhängigkeit vom Alter und von der Benutzerfrequenz
findet man Bahnsteige in Holz-, Stahl- Natursteinbauweise, zunehmend jedoch in Beton- und
Betonfertigteilbauweise.
Eine gattungsgemäße Bahnsteigkante ist aus dem DE-GM 17 07 288 bekannt. Dort ist eine niedrige
Bahnsteigkante offenbart, bei der in genau definiertem Abstand in das Erdreich Stützpfeiler,
die an ihrem oberen Ende Nuten aufweisen, eingelassen und mit Beton umstampft werden. In
die Nuten werden getrennt hergestellte, schmale Eisenbeton-Balken als Bahnsteigkante
eingesetzt.
Die Bahnsteighöhen von 25 cm, 38 cm und meist auch 55 cm werden heute hauptsächlich aus
Betonfertigteilen in einer Winkelform (C-Form oder Z-Form) mit einer Baulänge von 1 m pro
Fertigteil mit oder ohne Abdeckstein an der Bahnsteigkante gebaut (DE-33 17 207-A1).
Die Bahnsteigkonstruktionen dieser Höhen sind durch Erdauffüllung und anschließendes
Pflastern der Oberfläche bis zur Einsteigehöhe gekennzeichnet.
Bei den Bahnsteighöhen von 76 cm und 96 cm trifft man verschiedene Varianten an: zum einen
Konstruktionen der zuvor beschriebenen Art, gegebenenfalls mit zusätzlichen Aufbausteinen
auf den Bahnsteigkanten und entsprechender Auffüllung mit Sand, Kies oder anderem Material
bis zur Einsteigehöhe, zum anderen sind neuerdings auch reine Fertigteilkonstruktionen in
Hohlbauweise gebräuchlich (DE-GM 88 09 764). Diese Fertigteilkonstruktionen mit Hohlkörper
bieten Vorteile, da hierbei alle Ver- und Entsorgungsleitungen, wie Kabeltrassen,
Befestigungselemente für Rohrleitungen oder auch für Dachstützen und ähnliches in dem
Hohlkörper unter dem Bahnsteig, der jederzeit zugänglich ist, untergebracht werden können.
Bei diesen Fertigteilkonstruktionen sind Setzungen in der Oberfläche des Bahnsteiges, die
durch die Auffüllung und die anschließende Pflasterung fast unvermeidlich sind,
ausgeschlossen.
Setzungen, auch verursacht durch Baufehler, Konstruktionsmängel, nachträgliches Aufreißen
der Bahnsteige um Kabelgräben und ähnliches anordnen zu können, stellen eine Unfallgefahr
auf dem Bahnsteig dar und beeinträchtigen das Aussehen und den Komfort dieses Bahnsteiges.
Besonders kritisch sind dabei Setzungen, die in unmittelbarer Nähe der Bahnsteigkante
vorkommen, also in der Regel direkt hinter dem Abdeckstein für die bisher gebräuchlichen
Bahnsteigkanten.
Von daher ergibt sich für die vorliegende Erfindung die Problemstellung, eine Bahnsteigkante
vorzuschlagen, mit der Setzungen im wesentlichen vermeidbar sind, auch bei nachträglichem
Einbau von Leitungen, und Entwässerungsanlagen.
Das Problem wird erfindungsgemäß durch die Ansprüche 1 und 10 gelöst. Weiterentwicklungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen erfaßt.
Die Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, daß bei Fertigteilkonstruktionen das Problem
der Setzungen im wesentlichen behoben ist und paßt daher den bisher üblichen
Bahnsteigbauformen mit Auffüllung des Bahnsteigkörpers ein speziell ausgebildetes
Betonfertigteil an.
Die Erfindung bezieht sich daher auf eine Bahnsteigkante aus hintereinander aufgereihten
gegen, seitliches Verschieben gesicherten Betonfertigteilen, die in einem Rasterabstand auf
punktförmigen Stützen ruhen.
Die Betonfertigteile weisen dabei eine Breite auf die mindestens einer Schrittweite eines
Menschen entspricht. Damit ist sichergestellt, daß Personen beim Ein- und Ausstieg keine
Unfallgefahr durch eine Setzung im Bahnsteigkantenbereich droht. Die Schrittweite eines
Menschen beträgt etwa 50 bis 70 cm. Dies ist auch die Breite, die Rollstühle und
Gepäcktransportkarren aufweisen, so daß auch derartige Gefährte sicher an der Bahnsteigkante
rollen und stehen können. Die Betonfertigteile werden als Rasterelemente gleicher Größe von
beispielsweise 2 bis 4 m Länge ausgeführt und hintereinander zu einer Bahnsteigkante
aufgereiht. Der Bauaufwand wird dadurch verringert, daß jedem Betonfertigteil zwei, maximal
drei, punktförmige Stützen zugeordnet werden, auf denen diese Betonfertigteile ruhen. Dabei
kann der Stützenabstand so gewählt werden, daß je ein Betonfertigteil zur Hälfte auf einer
Stütze ruht und das benachbarte Betonfertigteil ebenfalls auf dieser Stütze aufliegt; die
entstehende Fuge wird später vergossen.
Erfindungsgemäß sollen auch die bei fast allen Bahnsteigen erforderlichen Kabeltrassen oder
Rohrleitungen und Entwässerungsrinnen in der Bahnsteigkante zusammengefaßt werden. Dazu
weist jedes Betonfertigteil mindestens eine von dessen Oberseite her eingeformte und in
Bahnsteiglängsrichtung sich erstreckende Ausnehmung zur Aufnahme derartiger Leitungen
und/oder Entwässerungsanlagen auf. Dies kann nur eine Ausnehmung sein, aber auch zwei
getrennte parallele Ausnehmungen für Energieleitungen und Abwasser umfassen, die dann mit
entsprechenden Abdeckungen versehen sind. Damit ist das Problem der Setzung bei
eingebrachten Kabelschächten, Kabelkanälen und Entwässerungsrinnen dauerhaft beseitigt. Ein
weiterer wesentlicher Aspekt bei der Verwendung derartiger Bahnsteigkanten aus
Betonfertigteilen besteht darin, daß der Arbeitsaufwand für die Erstellung eines solchen
Bahnsteiges wesentlich geringer ist als bei den Bahnsteigen nach dem Stand der Technik, denn
die Verlegung eines Kombiteiles anstelle dreier getrennter Bauteile ist wirtschaftlicher.
Es besteht ebenso die Möglichkeit, einmal
angeordnete Bahnsteigkanten ohne Entwässerungskanäle oder ohne Kabeltrassen gegen erfindungsgemäße
Betonfertigteile auszutauschen und so die notwendigen Einrichtungen zu schaffen. Auch die
Reparatur von Leitungen, Kabeln oder Entwässerungsrinnen wird wesentlich vereinfacht, da
nur die Abdeckungen an den entsprechenden Ausnehmungen in den Betonfertigteilen entfernt
werden müssen, um an die Leitungen zu gelangen. Beschädigte Bauteile sind leicht
auswechselbar, ohne Leitungen demontieren zu müssen; sie werden lediglich auf einer längeren
Strecke angehoben und ein neues Betonfertigteil kann eingesetzt werden.
Die punktförmigen Stützen können als Rammträger aus Stahl oder anderem Material
ausgebildet sein. Dies hat den Vorteil, daß keine aufwendigen Schachtungsarbeiten für die
Erstellung der Auflagerstützen erforderlich sind. Alternativ können auch die punktförmigen
Stützen als Ortbetonpfeiler ausgebildet sein oder man verwendet Stahlbetonfertigpfeiler, die in
eine entsprechende Grube eingesetzt werden. Gegebenenfalls wird dem Rammträger aus Stahl
noch eine Auflagerkappe aus Stahlbeton aufgesetzt, die aus Ortbeton oder wiederum aus
Betonfertigteilen bestehen kann. Die Fugen zwischen den Stützpfeilern und den Einzelteilen der
Bahnsteigkante können später durch Vergußmörtel verschlossen werden. Gegebenenfalls wird
zwischen den Stützpfeilern und den Betonfertigteilen auch noch ein elastisches Kissen in Form
eines Kunststoffstreifens eingelegt. Dies hilft bei der Dämpfung von möglicherweise
auftretenden Schwingungen der Bauteile.
In Weiterentwicklung der Erfindung kann die Bahnsteigaußenseite bzw. jedes einzelne
Betonfertigteil der Bahnsteigkante mit einer Hinterschneidung versehen werden. Hierdurch
verbreitert sich die Vor-Kopf-Einschotterung; ein Vorteil für die Durcharbeitung und die
Lagestabilität des Gleises.
Die Oberseite der Bahnsteigkante kann auch kleinflächig strukturiert sein, indem man dem
Betonfertigteil beispielsweise eine Oberflächenprägung verleiht. Dadurch wird dieses
Betonfertigteil rutschsicher. Alternativ kann die Strukturierung auch aus Rillen oder einer
bewußt unregelmäßig ausgebildeten Betonoberfläche bestehen.
Ergänzt wird eine solche Bahnsteigkantenbauweise durch zusätzliche erfinderische Bauformen.
Beispielsweise kann jedes Betonfertigteil oder jedes zweite oder dritte mit einem Durchbruch
von der Ausnehmung zur Seitenwand des Betonfertigteiles versehen sein, um durch diesen
Durchbruch entweder Kabel oder Leitungen in die Ausnehmungen einzuführen oder Abwasser
von der Bahnsteigoberfläche in das seitliche Erdreich zu drainieren oder an Sammelleitungen
anzuschließen.
Um das Wasser gezielt von der Bahnsteigkantenoberfläche abzuführen, weist die Oberseite
erfindungsgemäß ein zweiseitiges Gefälle auf, dessen Scheitel parallel zu einer Ausnehmung,
beispielsweise unmittelbar vor - gesehen von der Bahnsteigaußenseite - der ersten
Ausnehmung, beispielsweise dem Kabelkanal. Dadurch ist sichergestellt, daß einerseits
Oberflächenwasser wie Regen oder Schneeschmelze zur Bahnsteigaußenseite beziehungsweise
andererseits über den Deckel des Kabelkanales zu einer benachbarten Entwässerungsrinne hin
abfließt.
In weiterer Ergänzung der Erfindung sind die Betonfertigteile in der Draufsicht etwa
trapezförmig ausgebildet, wobei die Innenseite der Bahnsteigkante die längste Seite bildet.
Dadurch entsteht an den Stoßstellen zweier benachbarter Betonfertigteile der Bahnsteigkante
eine dreiecksförmige Stoßfuge. Diese kann genutzt werden, um dem Bahnsteig eine Krümmung
in Richtung Bahnsteigaußenkante zu verleihen. Soll die Krümmung andersherum gestaltet
werden, müßte das Betonfertigteil an der Bahnsteigaußenkante die längere Seite aufweisen. Die
Stoßfügen können mit Vergußmasse aufgefüllt werden, die gegebenenfalls elastisch ist und so
auch Dehnungen aufnehmen kann. Auch der Querschnitt über die Breite des Betonfertigteiles
kann im wesentlichen trapezförmig ausgebildet sein. Dadurch erhält man eine große
Bahnsteigkantenoberfläche oder -breite, während an seiner Auflagestelle das Betonfertigteil
kleiner ist und so Massen gespart werden.
Die Erfindung mit weiteren Einzelheiten soll anhand einiger schematischer Zeichnungen
erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform,
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bahnsteigkante,
Fig. 4 eine Einzelheit zu Fig. 3,
Fig. 5 eine Stoßfuge einer Bahnsteigkante mit Betonfertigteilen gemäß Fig. 3,
Fig. 6 eine Stoßfuge einer Bahnsteigkante mit Betonfertigteilen gemäß Fig. 2.
Alle Figuren zeigen einen schematischen Querschnitt durch die Breite eines erfindungsgemäß
für eine Bahnsteigkante verwendeten Betonfertigteiles und seine Auflagersituation relativ zu
dem benachbarten Bahngleis.
Fig. 1 zeigt einen Bahnsteig neben dem Gleis 23 mit der Höhe H. Auf einer Stütze 3, bestehend
aus einem Rammträger 4 aus Stahl und einer Auflagerkappe 5 ruht punktförmig ein
Betonfertigteil 12, das eine Länge von etwa 2,50 m und eine Breite von etwa 1,10 m an der
Oberseite O aufweist. Zwischen der Auflagerkappe 5 und dem Betonfertigteil 12 ist eine
Auflagerfuge 22 angeordnet, die mit einer Vergußmasse oder einem Elastomerkunststoff
ausgefüllt werden kann. Das Betonfertigteil 12 wird durch seitliche Sporne 20 und 21 gegen
Verschieben gesichert. An der dem Gleis 23 zugewandten Bahnsteigaußenseite ist die Kante mit
einer Hinterschneidung F versehen.
Auf der Bahnsteiginnenseite des Betonfertigteiles 12 ist eine Frostschutzschicht 25 und eine
Pflasterung bzw. Asphaltdecke I angeordnet, die bauhöhengleich mit dem Betonfertigteil 12 in
Gebrauchslage ist. Die Oberseite O des Betonfertigteiles 12 und damit der Bahnsteigkante weist
eine Rutschsicherung in Form einer grobstrukturierten Betonfläche auf. Die Oberseite O hat zu
zwei Seiten ein Gefälle G, das vom eingezeichneten Scheitel S aus beginnt. Damit ist ein
permanenter Wasserabfluß entweder zum Gleis 23 hin oder zur Bahnsteiginnenseite gegeben.
Die Form des Betonfertigteiles 12 mit der Hinterschneidung F ermöglicht eine Durcharbeitung
auch des Schotters 24 vor dem Gleis 23, ohne daß das Gleis während der Durcharbeitung
verlegt oder aufgenommen werden muß. In der Bahnsteigkante ist ein integrierter Kabelkanal
6 oder eine Leitungstrasse enthalten, die durch Betondeckel 14 verschlossen ist.
Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der Bahnsteigkante. Hier ist ein Betonfertigteil 1
verwendet worden, das zwei parallele Ausnehmungen 6, 7 aufweist, zum einen wie in Fig. 1
einen Kabelkanal 6 mit Betondeckel 14 und zum anderen direkt daneben angeordnet eine
Entwässerungsrinne 7 mit einem Abdeckrost 15, der durch eine Kette mit Querstab 29 gegen
Herausnehmen gesichert ist.
Fig. 3 zeigt eine Bahnsteigkante analog Fig. 2, jedoch weist hier das Betonfertigteil 13 einen
Abgang 8 für das Ausleiten zum Beispiel eines Kabels aus der Ausnehmung 6 auf, und die
Ausnehmung 7, eine Entwässerungsrinne, einen Drainageabgang 9 zur Ableitung des
aufgefangenen Oberflächenwassers.
Fig. 4 zeigt eine Einzelheit der Befestigung der nebeneinanderliegenden Betondeckel 14 für
die Ausnehmung 6 und des Abdeckrostes 15 für die Ausnehmung 7. Beide Abdeckteile liegen
auf einer T-förmigen Abhebesicherung 26, die ihrerseits an dem Betonfertigteil 13 befestigt ist,
auf. Gegebenenfalls kann die Abhebesicherung 26 auch in den Betondeckel 14 eingegossen
sein. Durch eine nicht dargestellte Schraube wird der Abdeckrost 15 auf der Abhebesicherung
26 fixiert.
Fig. 5 zeigt eine Stoßfuge 28 zweier benachbarter Betonfertigteile 13 einer Bahnsteigkante.
Beide Betonfertigteile 13 liegen auf dem Rammträger 4 bzw. der Abdeckkappe 5 auf. Die
Stoßfuge 28 ist nicht nur keilförmig ausgebildet, so daß die beiden benachbarten
Betonfertigteile 13 schräg zueinander gelegt werden können, um so einem Gleisradius
nachgebaut zu werden, sondern hat zusätzlich eine Ausnehmung 27 im Bereich der
Abdeckkappe 5, die als Durchbruch durch das Betonfertigteil 13 bis zu der Abdeckkappe 5
reicht. Dadurch wird die Stoßfuge 22 (Fig. 3) zugänglich, um dort Vergußmörtel oder ein
Kunststoffkissen einzubringen. Nach diesen Arbeiten kann die Ausnehmung 27 und auch die
Stoßfuge 28 verschlossen werden, zum Beispiel mit Vergußmörtel.
Als Besonderheit ist zu erkennen, daß die Ausnehmung 7, eine Entwässerungsrinne, am Ende
des jeweiligen Fertigteiles 13 verschlossen ist, während der Kabelkanal oder die Leitungstrasse
6 um den später etwa bis zur Höhe des Bodens des Kabelkanals zu verschließenden Durchbruch
27 herum Durchbrüche 10 aufweist, durch die die Kabel an dieser Stelle von Kabelkanal 6 zu
Kabelkanal 6 geführt werden können. Außerdem entsteht dadurch ein freier Querschnitt in
Größe eines Kabelschachtes für Kabelverknüpfungen oder Kabelmuffen.
Fig. 6 zeigt eine analog zu Fig. 5 ausgeführte Stoßfuge 28 zwischen einem Betonfertigteil 1
und einem identisch ausgebildeten Teil 2. Bei dieser Bauform sind die Entwässerungsrinnen 7
durchgängig von Betonfertigteil 1 zu Betonfertigteil 2 ausgeführt, während die Kabelkanäle 6
vor dem im Gebrauchszustand verschlossenen Durchbruch 27 enden. Alternativ können
natürlich sowohl Entwässerungsrinnen als auch Kabelkanäle parallel durchgängig ausgeführt
sein.
Claims (10)
1. Bahnsteigkante aus einen Teil der Oberseite des Bahnsteiges bildenden, in
Bahnsteiglängsrichtung hintereinander aufgereihten, gegen seitliches Verschieben
gesicherten, einstückigen Betonfertigteilen, die in einem Rasterabstand punktförmig
auf Stützen ruhen, dadurch gekennzeichnet, daß die Betonfertigteile (1, 2, 12, 13) an
der Oberseite (O) des Bahnsteiges eine Breite von mindestens einer Schrittweite und
jeweils mindestens eine in das Betonfertigteil von der Oberseite (O) des Bahnsteiges
her eingeformte und in Bahnsteiglängsrichtung sich erstreckende, abzudeckende
Ausnehmung (6, 7) zur Aufnahme von Leitungen und/oder Abwasser aufweisen.
2. Bahnsteigkante nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betonfertigteil (1, 2,
12, 13) zur Bahnsteigaußenseite hin eine Hinterschneidung (F) aufweist.
3. Bahnsteigkante nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betonfertigteile (1, 2, 12, 13) jeweils eine kleinflächig strukturierte Oberseite (O)
aufweisen.
4. Bahnsteigkante nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stützen (3) als Rammträger (4) ausgebildet sind.
5. Bahnsteigkante nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stützen (3) als Ortbetonpfeiler ausgebildet sind.
6. Bahnsteigkante nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine
Auflagekappe (5) aus Beton für den Rammträger (4) vorgesehen ist.
7. Bahnsteigkante nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im
Betonfertigteil (13) sich seitlich etwa von einer Sohle der Ausnehmung (6, 7) weg zu
seiner Außenwand hin erstreckende Durchbrüche (8, 9, 10) vorgesehen sind.
8. Bahnsteigkante nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberseite (O) des Betonfertigteiles (1, 2, 12, 13) ein zweiseitiges Gefälle (G) aufweist,
wobei der Scheitel (S) der Oberseite relativ zur Bahnsteigaußenkante vor und parallel
zur ersten Ausnehmung (6) angeordnet ist.
9. Bahnsteigkante nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betonfertigteile (1, 2, 12, 13) im Querschnitt und in der Draufsicht etwa trapezförmig
ausgebildet sind.
10. Verwendung eines einstückigen Betonfertigteiles als Bahnsteigkantenteil, das auf je
mindestens zwei Stützen (3) punktförmig aufsetzbar ist und durch seitliche
Vorsprünge (20, 21) gegen Verschieben gesichert ist, wobei das Betonfertigteil (1, 2,
12, 13) an seiner im Einbauzustand begehbaren Oberseite (O) eine Breite von
mindestens einer Schrittweite aufweist und mindestens eine von dieser Oberseite (O)
her eingeformte und in seiner Längsrichtung sich erstreckende, abdeckbare
Ausnehmung (6, 7) zur Aufnahme von Leitungen und/oder Abwasser hat.
Priority Applications (11)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4135445A DE4135445C2 (de) | 1991-10-23 | 1991-10-23 | Bahnsteigkante |
| EP92921529A EP0609297B1 (de) | 1991-10-23 | 1992-10-20 | Bahnsteigkante |
| PL92105997U PL55655Y1 (en) | 1991-10-23 | 1992-10-20 | Railway station platform edge precast unit |
| PL92105996U PL55588Y1 (en) | 1991-10-23 | 1992-10-20 | Railway stattion platform edge precast unit |
| DE59208760T DE59208760D1 (de) | 1991-10-23 | 1992-10-20 | Bahnsteigkante |
| PL92307301A PL307301A1 (en) | 1991-10-23 | 1992-10-20 | Railway station platform bordering |
| PL92105433U PL55583Y1 (en) | 1991-10-23 | 1992-10-20 | Railway stattion platform edge precast unit |
| CZ94789A CZ285061B6 (cs) | 1991-10-23 | 1992-10-20 | Hrana nástupiště |
| PCT/EP1992/002403 WO1993008334A1 (de) | 1991-10-23 | 1992-10-20 | Bahnsteigkante |
| AT92921529T ATE156213T1 (de) | 1991-10-23 | 1992-10-20 | Bahnsteigkante |
| SK434-94A SK43494A3 (en) | 1991-10-23 | 1992-10-20 | Railway station platform edge and its use |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4135445A DE4135445C2 (de) | 1991-10-23 | 1991-10-23 | Bahnsteigkante |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4135445A1 DE4135445A1 (de) | 1993-04-29 |
| DE4135445C2 true DE4135445C2 (de) | 1995-12-14 |
Family
ID=6443545
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4135445A Expired - Fee Related DE4135445C2 (de) | 1991-10-23 | 1991-10-23 | Bahnsteigkante |
| DE59208760T Expired - Fee Related DE59208760D1 (de) | 1991-10-23 | 1992-10-20 | Bahnsteigkante |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59208760T Expired - Fee Related DE59208760D1 (de) | 1991-10-23 | 1992-10-20 | Bahnsteigkante |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0609297B1 (de) |
| AT (1) | ATE156213T1 (de) |
| CZ (1) | CZ285061B6 (de) |
| DE (2) | DE4135445C2 (de) |
| PL (4) | PL55588Y1 (de) |
| SK (1) | SK43494A3 (de) |
| WO (1) | WO1993008334A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2278071A1 (de) | 2009-06-18 | 2011-01-26 | MSB-Management GmbH | Modulare Bahnsteigkante mit demontierbarer Bahnsteigkantenplatte |
Families Citing this family (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29503328U1 (de) * | 1995-02-17 | 1995-04-13 | Otto Frenzel, Bauunternehmen, 31084 Freden | Bahnsteig |
| DE19640871A1 (de) * | 1996-10-04 | 1998-04-09 | Bitsch Hans Ullrich Prof | Der vernetzte Bahnsteig |
| DE19818338C1 (de) * | 1997-04-04 | 1999-11-11 | Hans Seib | Bahnsteigsystem und Verfahren zur Erstellung eines Bahnsteiges |
| DE19713990C2 (de) * | 1997-04-04 | 1999-11-18 | Hans Seib | Bahnsteigsystem und Verfahren zur Erstellung eines Bahnsteiges |
| DE19730055C1 (de) * | 1997-07-14 | 1999-03-04 | Dresdner Verkehrsbetriebe Ag | Kombinierte Haltestelle für Busse und Schienenfahrzeuge |
| DE102013100228A1 (de) * | 2013-01-10 | 2014-07-10 | Triple S-Gmbh | Bahnsteiginstallationseinrichtung für einen Bahnsteig |
| CN107190658B (zh) * | 2017-07-27 | 2023-07-11 | 四川睿铁科技有限责任公司 | 一种钢制自由框拼装式铁路疏散救援站台 |
| CN108923344B (zh) * | 2018-06-22 | 2023-06-20 | 中铁第四勘察设计院集团有限公司 | 一种基于储能式有轨电车工程的综合管线布置结构 |
Family Cites Families (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US637728A (en) * | 1899-09-27 | 1899-11-21 | Fort Wayne Smelting And Refining Works | Cast-metal pile. |
| DE1707288U (de) * | 1955-04-14 | 1955-09-22 | Emil Wilkes | Vorrichtung fuer bahnsteige. |
| DE1710046A1 (de) * | 1967-11-17 | 1971-09-09 | Vnii Legkogo I Textil Nogo Mas | Spindelfreies Spinnverfahren und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens |
| DE7026820U (de) * | 1970-07-16 | 1970-10-22 | Heinrich Ludwig Wahrendorf Kg | Formstein |
| CH591599A5 (de) * | 1974-06-24 | 1977-09-30 | Weber Karl Betonwerk Hoch Und | |
| US4138947A (en) * | 1977-04-07 | 1979-02-13 | Pickett William H | Noise barrier |
| DE3317207A1 (de) * | 1983-05-11 | 1984-11-15 | E. Heitkamp GmbH, 4690 Herne | Bahnsteig mit fluchttunnel |
| DE8809764U1 (de) * | 1988-08-01 | 1988-10-20 | Otto Frenzel, Bauunternehmen, 3222 Freden | Bausatz für Bahnsteig |
-
1991
- 1991-10-23 DE DE4135445A patent/DE4135445C2/de not_active Expired - Fee Related
-
1992
- 1992-10-20 PL PL92105996U patent/PL55588Y1/xx unknown
- 1992-10-20 PL PL92105433U patent/PL55583Y1/xx unknown
- 1992-10-20 WO PCT/EP1992/002403 patent/WO1993008334A1/de not_active Ceased
- 1992-10-20 EP EP92921529A patent/EP0609297B1/de not_active Expired - Lifetime
- 1992-10-20 DE DE59208760T patent/DE59208760D1/de not_active Expired - Fee Related
- 1992-10-20 AT AT92921529T patent/ATE156213T1/de not_active IP Right Cessation
- 1992-10-20 PL PL92105997U patent/PL55655Y1/xx unknown
- 1992-10-20 CZ CZ94789A patent/CZ285061B6/cs not_active IP Right Cessation
- 1992-10-20 SK SK434-94A patent/SK43494A3/sk unknown
- 1992-10-20 PL PL92307301A patent/PL307301A1/xx unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2278071A1 (de) | 2009-06-18 | 2011-01-26 | MSB-Management GmbH | Modulare Bahnsteigkante mit demontierbarer Bahnsteigkantenplatte |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0609297B1 (de) | 1997-07-30 |
| PL55655Y1 (en) | 1997-11-28 |
| CZ78994A3 (en) | 1995-01-18 |
| WO1993008334A1 (de) | 1993-04-29 |
| PL55588Y1 (en) | 1997-11-28 |
| DE59208760D1 (de) | 1997-09-04 |
| PL55583Y1 (en) | 1997-11-28 |
| EP0609297A1 (de) | 1994-08-10 |
| CZ285061B6 (cs) | 1999-05-12 |
| SK43494A3 (en) | 1994-09-07 |
| DE4135445A1 (de) | 1993-04-29 |
| PL307301A1 (en) | 1995-05-15 |
| ATE156213T1 (de) | 1997-08-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0865540B1 (de) | Fertigbausatz zur erstellung eines veränderbaren bahnsteigs | |
| EP2659068A1 (de) | Verfahren zum herstellen einer festen fahrbahn | |
| DE3218329A1 (de) | System von vorgefertigten betonelementen fuer den bau von wegen | |
| EP0980931B2 (de) | Einbauverfahren für eine feste Schienenfahrbahn | |
| DE4135445C2 (de) | Bahnsteigkante | |
| DE3811862C2 (de) | Absperr- bzw. Verkehrsleiteinrichtung | |
| DE102007046249B4 (de) | Gleiskörper mit geklebten Trögen | |
| DE3809063C2 (de) | Schallschutzwand | |
| DE69303593T2 (de) | Verfahren zur Konstruktion von Bauwerken unter der Böschung einer Eisenbahnstrecke oder dergleichen | |
| EP2837738B1 (de) | Gleiseindeckung von Festen Fahrbahnen und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE4213247A1 (de) | Straßenbauwerk, insbesondere Autobahn | |
| AT402413B (de) | Vorrichtung zur sicherung eines strassenkanaldurchlasses | |
| DE19818338C1 (de) | Bahnsteigsystem und Verfahren zur Erstellung eines Bahnsteiges | |
| DE10140318A1 (de) | Bahnsteig | |
| DE19854246A1 (de) | Verfahren und System zum Bau und Umbau von Bahnsteigen mit veränderbaren Höhen | |
| DE3144558C2 (de) | ||
| EP3631086B1 (de) | Schienenanordnung für schienenfahrzeuge mit spurkranzrädern | |
| DE102008048358A1 (de) | Gleiskörperformteileinheit | |
| DE4431470A1 (de) | Bahnsteig für eine Haltestelle für Personenbeförderungsfahrzeuge | |
| EP0456147A1 (de) | Gleiskörper | |
| DE19713990C2 (de) | Bahnsteigsystem und Verfahren zur Erstellung eines Bahnsteiges | |
| DE10031937B4 (de) | Fugenüberbrückungskonstruktion | |
| DE3603236C2 (de) | ||
| DE9101352U1 (de) | Gleitwand- oder Schutzplankeneinrichtung für Verkehrswege | |
| DE29622872U1 (de) | Bahnsteig für eine Haltestelle für Personenbeförderungsfahrzeuge |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |