DE4136425C2 - Flächenheizelement und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Flächenheizelement und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Flächenheizelement, insbesondere
für Sitzheizungen im Kfz-Bereich, bestehend aus im wesentlichen
parallel angeordneten Heizdrähten, die an ihren Enden und/oder
Umlenkstellen mit Stromzuführungsleitern elektrisch verbunden
sind und die in ein textiles Grundmaterial eingebettet sind, wo
bei die Heizleiter als Schußfaden sinusförmig über Maschenfäden
eines gewirkten Grundmaterials verlaufen und zumindest an den
Maxima der Amplituden in die Maschen des textilen Grundmaterials
eingebunden sind.
Aus DE 11 86 157 A ist ein flexibles Heizelement bekannt, bei
dem die Leitungs- enden von in Gruppen hintereinandergelegten
Heizflächenabschnitten durch den jeweiligen Stromzuführungslei
ter verbunden werden und dann an eine gemeinsame Energiequelle
angeschlossen werden.
Gemäß US 34 24 362 besteht ein Heizelement aus einem Gewebe mit
längslaufenden Kontaktleitern und querlaufenden Heizleitern. Die
an den Rändern des Heizelementes vorgesehenen Klebestreifen sol
len einen guten elektrischen Kontakt zwischen den Heizleitern
und den Kontaktleitern herstellen.
Ein netzartig ausgebildetes Heizelement ist aus DE 34 16 596 A1
bekannt. Heizdrähte werden zusammen mit nichtleitenden Fasern zu
Heizleiterschnüren verwoben. Im Bereich der Kontaktleisten sind
die nichtleitenden Fasern um Kontaktleiter geschlungen, die aus
einer Vielzahl dünner Drähte bestehen und an eine Stromquelle
angeschlossen sind.
In EP 0 463 516 A2 wird ein elektrisches Flächenheizelement be
schrieben, das aus netzartiger Maschenware mit Heizleitern und
an den Enden der Heizleiter angeschlossenen Kontaktleitern be
steht. Die Heizleiter verlaufen wellenförmig und sind nur an den
Punkten der Wellenachse mit den Knotenpunkten der Maschen ver
knüpft.
Gemäß DE 18 03 404 A können in Längs- und Querrichtung dehnbare
elektrische Isolier- und Heizbänder hergestellt werden, die als
verstärkende Gewebeeinlagen drei Gruppen von Materialien enthal
ten:
- a) in Längsrichtung des Gewebes verlaufende Fäden aus zerstör barem Material,
- b) in Zick-Zack-Richtung verlaufende Fäden, die die Fäden der ersten Gruppe umschlingen und die aus leitfähigem Material be stehen und
- c) Fäden aus isolierendem Material, die die Fäden der zweiten Gruppe umschlingen.
Die GB 750 930 zeigt ein elektrisches Heizelement aus einem
Gewirke von nichtmetallischen und metallischen das mit einem
Gummi oder einem gummiähnlichen Kunststoff beschichtet wird.
Nach EP 0 532 468 A1 besteht ein elektrisches Heizelement aus ei
ner textilen Maschenware mit mindestens zwei leitfähigen Strom
zufuhrdrähten und einem von einem zum anderen Stromzufuhrdraht
verlaufenden Widerstandsdraht. Die Stromzufuhrdrähte sind nach
der Intarsientechnik in mindestens einer Reihe jeweils überein
anderliegender, sich umschlingender Maschen in das Heizelement
eingearbeitet. Die Widerstandsdrähte liegen in waagerechten Ma
schenreihen mit mindestens je einer nichtleitenden Maschenreihe,
wobei eine feste, kontaktgebende Maschenbindung zwischen Strom
zufuhr- und Widerstandsdrähten besteht.
Ein elektrisches Heizelement wird gemäß DE-C 86 72 63 dadurch
dehnbar hergestellt, daß es an den Seiten Widerstandsbänder auf
weist, die durch Stricken oder Häkeln hergestellt worden sind.
Nach US 3 232 080 besteht ein gewirktes Heizelement aus in Se
rie geschalteten Heizdrähten. Der Heizdraht besteht aus einem
elektrisch isolierten Metalldraht, der in das Textilgewebe inte
griert ist.
In CA 1 291 512 C wird ein Heizelement beschrieben, das aus ei
nem nichtleitenden Grundmaterial besteht, in das an den Rändern
Elektroden und senkrecht hierzu gradlinig verlaufende Heizleiter
eingearbeitet sind. Die Heizleiter können auch in Wellenform
übers das Grundmaterial gelegt werden, wobei dann die Wellenachse
parallel zu den Elektroden verläuft.
Gemäß DE 31 16 955 A1 werden elektrische Heizleiter in eine als
Unterlage dienende Schicht eingebracht und dann mit einer texti
len Deckschicht versehen. An den Enden sind die Heizleiter durch
Stromschienen verbunden.
In DE 31 17 247 A1 wird eine metallisierte textile Fläche be
schrieben, in die als elektrische Leitkontakte Kupferdrähte ein
gewebt, eingestrickt, eingenadelt oder eingewirkt sind. Die me
tallisierte Fläche kann auch stromlos chemisch metallisiert wer
den, beispielsweise mit einer organometallischen Verbindung von
Elementen der ersten und achten Nebengruppe des Periodensystems.
In DE 31 32 859 A1 wird ein Graphitgewebe aus Multifilament-Ele
menten beschrieben, die aus Kett- und Schußelementen bestehen,
wobei eine Vielzahl von elektrischleitenden Filamenten in das
Graphitgewebe eingewebt sind.
Eine Heizdecke bestehend aus mehreren Heizdrähten und Strom
anschlüssen weist gemäß DE 33 29 282 A1 weist an der Oberfläche
eine nichtleitende Faserbahn auf, in die die Heizdrähte einge
webt sind. Die Stromanschlüsse können aus mehreren Leitern be
stehen, die ebenfalls in die Faserbahn eingewebt sind.
In DE 29 48 047 A1 sollen bei einem Widerstands- oder Heizgitter
die Schußfäden eines Gewebes aus einzeln abgelänkten Drähten
bestehen, deren Enden so miteinander verschaltet werden, daß die
aus einem elektrisch leitenden Draht bestehenden Schußfäden ent
weder eine Serienschaltung oder eine Parallelschaltung ergeben.
Ein Beispiel ist nur für die Serienschaltung gegeben, wobei da
rauf hingewiesen wird, daß an dem Gewebe ein stromfreier Rand
ausgebildet wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Flächenelement
der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, das es ei
ne gleichmäßige Erhitzung der gesamten Heizelementfläche bei
gleichzeitiger Erhöhung der Flexibilität ermöglicht. Ferner soll
ein Verfahren zur kontinuierlichen Fertigung von derartigen Flä
chenheizelementen angeboten werden, das insbesondere zur Her
stellung von Pkw-Sitzbezügen geeignet ist und einen Zuschnitt
von der Rolle ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen 1 und 7
genannten Merkmalen gelöst.
Es hat sich gezeigt, daß durch die Kombination
eines gewirkten textilen Grundmaterials mit einem
sinusförmig als Schußfaden in die Maschenfäden ein
gelegten Heizleiters ein flexibles und gleichzeitig
formstabiles Flächenheizelement erzeugt werden kann.
Das dabei eingesetzte Wirkverfahren ermöglicht eine
Franse-Schuß-Bindung sowie eine
kontinuierliche Fertigung durch Produktionsmaschinen
mit hoher Wirtschaftlichkeit. Dabei wird ein metal
lischer Heizdraht im Teilschußverfahren in die Maschen
eines textilen Gewirkes eingelegt, wobei der Heizleiter
über eine gesonderte Legeschiene in Sinusform mit
größerer oder kleinerer Amplitude, je nach Bedarf,
geführt wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Aus
führungsbeispieles näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus dem erfindungs
gemäßen Flächenheizelement in Drauf
sicht.
Das Flächenheizelement besteht aus einer Vielzahl
parallel laufender Maschenfäden 2, in die ein Heiz
leiter 1 sinusförmig eingelegt ist. Im Bereich der
Stromzuführungsleiter 3 verläuft der Heizleiter 1
über eine Wegstrecke S parallel, kreuzt dann den
bisher benachbarten Stromzuführungsleiter 3 und ver
läuft dann wiederum parallel zu dem Ausgangspunkt
usw.
Durch diese Parallelführung im Bereich der Wegstrecke
S wird eine lange Kontaktzone zwischen dem Heiz
leiter 1 und dem Stromzuführungsleiter 3 geschaffen,
wobei die eigentliche Bindung zwischen beiden durch
die darumgelegten Maschen erfolgt.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
wird der Kontaktbereich durch eine vermehrte Maschen
bildung verstärkt. Dies kann sowohl durch Maschen
aus Textilmaterial als auch durch Maschen aus metal
lischem Werkstoff erzielt werden, wobei im letzteren
Fall ein Metalldrahtgeflecht in der Kontaktzone ent
steht.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren des Einwirkens
eines Heizleiters in ein textiles Grundgewirke lassen
sich die bisherigen Probleme bei der Herstellung von
Flächenheizelementen erfolgreich lösen. Die Elastizi
tät des Elementes läßt sich durch die Wahl des geeig
neten Garnes und der Anzahl der Maschen bzw. der
Maschenweite innerhalb weiter Grenzen erreichen.
Für besonders dehnfähige Flächenheizelemente haben
sich Hochbauschgarne als geeignet erwiesen. Als
Material für den Heizleiter sind Metalldrähte aus
Stahl und Aluminium oder metallische Filamentgarne
erfolgreich erprobt worden.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind die Stromzuführungs
leiter 3 als Kontaktleiste 4 an den sich gegenüber
liegenden Rapportkanten 5 rechtwinklig zur Sinusachse
angeordnet und jeder Heizleiter 1 mit jedem Kontakt
leiter elektrisch verbunden.
Claims (12)
1. Flächenheizelement, insbesondere für Sitzheizungen im Kfz-
Bereich, bestehend aus im wesentlichen parallel angeordne
ten Heizdrähten, die an ihren Enden und/oder Umlenkstellen
mit Stromzuführungsleitern elektrisch verbunden sind und
die in ein textiles Grundmaterial eingebettet sind, wobei
die Heizleiter (1) als Schußfaden sinusförmig über Maschen
fäden (2) eines gewirkten Grundmaterials verlaufen und
zumindest an den Maxima der Amplituden in die Maschen des
textilen Grundmaterials eingebunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stromzuführungsleiter (3) als Kontaktleiste (4) an
den sich gegenüberliegenden Rapportkanten (S) rechtwinklig
zur Sinusachse angeordnet sind und jeder Heizleiter (1) mit
jedem Kontaktleiter elektrisch leitend verbunden ist, wobei
die Heizleiter (1) am Kreuzungspunkt mit den Stromzufüh
rungsleitern (3) zunächst eine Wegstrecke (S) parallel
geführt sind und diese berühren und wobei die Heizleiter
(1) auf der Wegstrecke (S) mindestens einmal in einer Ma
sche des textilen Grundmaterials eingebunden sind.
2. Flächenheizelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einbindung jedes Heizleiters (1) in die Maschenfä
den (2) nach Art einer "Franse-Schuß-Bindung" vorliegt.
3. Flächenheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einbindung von Heizleiter (1) und Kontaktleiter (3)
über mindestens zwei Maschen des textilen Grundmaterials
erfolgt.
4. Flächenheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Kontaktleiste (4) das textile Grundmate
rial durch vermehrte Maschenbildung verstärkt ist.
5. Flächenheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Kontaktleiste (4) das textile Grundmate
rial mit einem klebstoffhaltigen Material beschichtet oder
durch eine zusätzliche Abdeckung verfestigt ist.
6. Flächenheizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Heizleiter Metalldrähte aus Stahl, Aluminium oder
metallische Filament-Garne verwendet werden.
7. Verfahren zur Herstellung eines Flächenheizelementes nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Wirken eines textilen Materials ein Heizleiter (1) im Teilschußverfahren in die Maschen aus einem isolierenden Material eingelegt wird, wobei der Maschenfaden aus einem isolierenden Kunststoffmaterial, wie Polyamid oder Poly äthylen besteht
und daß im Bereich der als Kontaktleiste ausgebildeten Stromzuführungsleiter (3) als Schußfäden metallische Fäden verwendet werden, wobei die Heizleiter (1) an den Kreu zungsstellen mit den Stromzuführungsleitern (3) eine Weg strecke (S) parallel verlegt werden.
daß beim Wirken eines textilen Materials ein Heizleiter (1) im Teilschußverfahren in die Maschen aus einem isolierenden Material eingelegt wird, wobei der Maschenfaden aus einem isolierenden Kunststoffmaterial, wie Polyamid oder Poly äthylen besteht
und daß im Bereich der als Kontaktleiste ausgebildeten Stromzuführungsleiter (3) als Schußfäden metallische Fäden verwendet werden, wobei die Heizleiter (1) an den Kreu zungsstellen mit den Stromzuführungsleitern (3) eine Weg strecke (S) parallel verlegt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Teilschußverfahren der Heizleiter (1) in einer
gesonderten Legeschiene als Schußdraht in die Maschen eines
textilen Gewirkes gelegt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 und 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Heizleiter (1) beim Teilschuß in mindestens fünf
Maschen von parallel angeordneten Maschenfäden (2) einge
legt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7-9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stromzuführungsleiter (3) im Vollschußverfahren oder Magazinschußverfahren in die Maschen eingelegt wird,
wobei an den Kreuzungsstellen mit dem Heizleiter (1) beide Leiter parallel zueinander verlegt werden.
daß der Stromzuführungsleiter (3) im Vollschußverfahren oder Magazinschußverfahren in die Maschen eingelegt wird,
wobei an den Kreuzungsstellen mit dem Heizleiter (1) beide Leiter parallel zueinander verlegt werden.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7-10,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Kontaktleiste (4) als Schußfaden metal
lische Fäden verwendet werden, die ein Metallgeflecht mit
dem Stromzuführungsleiter (3) bilden.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7-11,
dadurch gekennzeichnet,
daß als textiles Grundmaterial ein elastisches Garn verwen
det wird.
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|---|---|---|---|
| DE19914136425 DE4136425C2 (de) | 1991-11-05 | 1991-11-05 | Flächenheizelement und Verfahren zu seiner Herstellung |
| EP19920118825 EP0541047A3 (en) | 1991-11-05 | 1992-11-03 | Electric surface heating element and process for its manufacture |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19914136425 DE4136425C2 (de) | 1991-11-05 | 1991-11-05 | Flächenheizelement und Verfahren zu seiner Herstellung |
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| DE4136425A1 DE4136425A1 (de) | 1993-05-06 |
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Also Published As
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