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Vorrichtung zum Einspannen von Bürstenkörpern in den Werkstückträger
von Bürstenkörperbohr- und Stopfmaschinen mittels Spannprismen. Die bisher bekannten
Ausführungsformen von Bürstenhölzerspannvorrichtungen an Werkstückträgern haben
-in den meisten Fällen als Grundprinzip einen festen und einen verstellbaren Anschlag,
wobei durch Drehbewegung des letzteren Spannwirkung erzielt -wird. Ein großer Nachteil
dieser Spannvorrichtungen besteht darin, daß die Bürstenhölzer ohne Rücksicht auf
ihre Breite niemals genau auf Mitte eingespannt werden können. Bei etwa vorhandenen
Differenzen in der Breite des Bürstenholzes wird die Mittellinie in der Längsrichtung
des Werkstückträgers niemals mit derjenigen in der Längsrichtung des Bürstenholzes
übereinstimmen, wodurch die Lochreihen seitlich versetzt erscheinen und den Wert
der Ware bedeutend heruntersetzen. Diesen Übelständen abzuhelfen dienen die ihrer
Wirkungsweise entsprechend als doppeltwirkend bezeichneten Spannvorrichtungen, welche
bei bekannten Ausführungen im wesentlichen darin bestehen, daß durch die Drehbewegung
einer mit zwei kreisbogenförmigen Schlitzführungen versehenen Scheibe zwei auf einem
Lineal verschiebbar angebrachte plattenförmige Spannbackenhalter gegen- bzw. voneinander
geschoben «-erden, wobei die auf den Schiebeplatten befindlichen Spannbolzen oder
Spannrollen das Bürstenholz festhalten. Die notwendigen entgegengesetzt gerichteten
Bewegungen der Schiebeplatten werden durch die zum Drehpunkt der Spannscheibe exzentrisch
gelagerten Schlitzführungen hervorgerufen, indem jede Schiebeplatte mittels eines
Schiebebolzens
durch die hreisbogetiförtnigeii Schlitzführungen
der drehbar gelagerten Spannscheibe beeinflußt wird.
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Der Nachteil dieser Spannvorrichtung besteht darin, daß die Zahl der
zu spannenden Bürstenhölzerbreiten von der Anzahl der vorhandenen Spannrollenbohrungen
in gewissem Grade abhängig ist, während bei der Spannvorrichtung gemäß der Erfindung
jede der vorhandenen vier Spannrollen auf das zu spannende Bürstenholz einzeln und
doch gleichmäßig einwirkt. Ferner gestattet die hier getroffene Anordnung jede erforderliche
Bürstenholzbreite zu spannen, indem die Spannwege durch sogenannte Stellhebel aufs
feinste reguliert werden können. Ein selbsttätiges Lösen der Spannrollen bzw. Spannbacken
während des Betriebes ist durch die hier angeordnete Hebelstellung vollkommen ausgeschlossen,
da über eine gewisse Stellung hinaus die Wirkung der Selbsthemtnung zwischen den
Stellhebeln als zusätzliche Kraft ein durchaus sicheres Einspannen gewährleistet.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Abb. i zeigt einen Werkstückträger mit eingebauter Spannvorrichtung
in Rückansicht.
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Abb. 2 stellt denselben Werkstückträger in Vorderansicht dar, wobei
zwischen den vier Spannrollen die Umrisse eines Bürstenholzes angedeutet sind.
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In zwei parallel liegenden prismatischen Schlitzen des Werkstückträgers
14 (Abb.2) gleiten vier Spannprismen 56 mit den darauf befestigten Spannrollen 57.
Jedes dieser vier Spannprismen steht durch einen Schraubenbolzen 55 mit der auf
der Rückseite des Werkstückträgers befindlichen eigentlichen Spannvorrichtung in
Verbindung. In parallelen Führungen senkrecht zu den Parallelführungen der Spannprismen
bewegen sich zwei Schiebebleche 52 mit je zwei gegen ihre Mitten unter gleichem
Winkel verlaufenden Schlitzen 6o, welche die vorgenannten Schraubenbolzen 55 zwangläufig
führen. Beide Schiebebleche 52 werden mittels der feststellbaren Drehzapfen 58 von
je einem Spannhebel 53 beeinflußt. Letzterer ist gleichfalls geschlitzt und an seinem
gebogenen Ende mit einem Griffhebel 54 durch Drehzapfen verbunden.
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Diese Spannvorrichtung bedarf nur einer einmaligen Einstellung nach
der jeweils zu verarbeitenden Bürstenhölzersorte, um durch eine geringe Drehbewegung
des Griffhebels 54 nach links das zwischen die Spannrollen 57 gebrachte Bürstenholz
festzuspannen. In umgelehrter Reihenfolge wird das Holz entspannt.
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Das Einstellen der Spannvorrichtung geht auf folgende einfache Weise
vor sich: Zunächst wird der Spannhebel 54 etwas zurückgedreht, wie es dem Entspannen
der Vorrichtung entspricht. Die Drehzapfen 58 bzw. deren Flügelmuttern werden gelöst.
Dann nimmt man das Bürstenholz zwischen die Spannrollen 57 und drückt dieselben
mit der Hand gegen das Holz, um alsdann die Flügelmuttern 58 wieder anzuziehen.
Damit ist die Vorrichtung gebrauchsfertig.
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Abb. i zeigt diese Spannvorrichtung in gespannter Stellung. Wird der
Griffhebel 54 nach rechts bewegt, dann weichen die halbkreisförmigen Enden der Spannhebel
53 auseinander und im weiteren Verlauf der Drehbewegung nach oben und unten. Da
dieselben durch die feststellbaren Drehzapfen 58 mit den in parallelen Führungen
gelagerten Schiebeblechen 52 verbunden sind, werden diese ebenfalls nach oben bzw.
unten geschoben. Wie schon erwähnt, sind die Führungen der Spannprismen 56 senkrecht
zu jenen der Schiebebleche 52 angeordnet, wobei die Schraubenbolzen 55 der Prismen
56 durch die durchbrochene Wand des Werkstückträgers 14 und den schräggestellten
Schlitzen 6o der Schiebebleche 52 hindurchführen, so daß durch die nach oben bzw.
unten gerichtete Bewegung der Schiebebleche die Bolzen 55 und damit die Spannprismen
56 auseinandergedrängt werden, was einer Entspannung gleichkommt. In der gleichen
Reihenfolge wirken diese Teile beim Spannen bzw. Rechtsdrehen des Spanngriffes 54..