DE4137319C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung einer Etikettiermaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung einer EtikettiermaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Überwachung einer Etikettiermaschine gemäß dem
Oberbegriff der Ansprüche 1 und 12.
In der Praxis wird die Klebstoffauftragseinrichtung einer
Etikettiermaschine so eingestellt, daß eine gerade noch
ausreichende Verklebung der Etiketten mit dem Gefäß
sichergestellt ist. Selbst wenn diese einmal ermittelte
Einstellung der Klebstoffauftragseinrichtung reproduzierbar,
z. B. durch Maßskalen, einstellbar ist, können daraus keine
konkreten Rückschlüsse auf einen exakten Klebstoffverbrauch
gezogen werden, da, z. B. infolge von Verschleiß an der
Leimleiste, der Leimwalze oder Vergrößerung des
Leimwalzenspiels eine bisher nicht genau erfaßbare
Veränderung trotz gleicher Einstellung der
Klebstoffauftragseinrichtung erfaßbar ist. Das
Bedienungspersonal an der Maschine kann nur durch
Inaugenscheinnahme - ohne exakte Entscheidungshilfen - eine
Überholung bzw. Nachjustierung der verschleißbehafteten
Teile vornehmen. Darüber hinaus können
Optimierungsmöglichkeiten zur Verringerung des
Klebstoffverbrauchs und damit der Betriebsmittelkosten in
Ermangelung exakter Vergleichsdaten im laufendem Betrieb
nicht voll ausgeschöpft werden.
Bisher war es für Betreiber von Etikettiermaschinen nicht
ausreichend genau möglich, Versuchsreihen mit
unterschiedlichen Leimsorten von verschiedenen Herstellern
zu fahren, um dann anhand der gemessenen Ergebnisse
vergleichende Betriebsmittelkostenrechnungen anzustellen.
Zum Beschichten einer kontinuierlich bewegten
Trägergewebebahn mit einem Überzugsmaterial wurde bereits
vorgeschlagen, die Auftragsmenge durch Beeinflussung der
Pumpenförderleistung in Abhängigkeit der
Fördergeschwindigkeit der Trägerbahn und der Vorratsmenge
des Überzugsmaterials zu steuern. Eine Erfassung und
Regelung der Temperatur des Überzugsmaterials ist nicht
vorgesehen (DE 40 24 851 A11).
Ferner ist zur Bestückung von Leiterplatten mit
elektronischen Bauelementen die Verwendung einer
Klebstoffdosiervorrichtung angeregt worden, deren
Fördervolumen bei jedem Arbeitstakt unter Berücksichtigung
der Klebstofftemperatur durch eine gezielte Steuerung des
auf den Klebstoff wirkenden Druckes und/oder der Zeit der
Druckausübung konstant gehalten wird. Eine Regelung der
Klebstofftemperatur zur Beeinflussung des
Klebstoffverbrauchs ist nicht vorgesehen (DE 40 12 879 A1).
Außerdem ist durch das US-Patent 3 356 062 noch eine weitere
Meßvorrichtung zur Bestimmung des Verbrauchs von
Beschichtungsmaterial bekannt. Auch bei dieser Vorrichtung
wird die Temperatur des Beschichtungsmaterials weder erfaßt
noch zur Beeinflussung des Verbrauchs gezielt verändert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine Vorrichtung zur Überwachung des
Klebstoffverbrauches während des Betriebs einer
Etikettiermaschine anzugeben, das/die eine Einstellung eines vorgegebenen
Klebestoffverbrauchs ermöglicht.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil
des Anspruchs 1 bzw. 12 angegebenen Merkmale.
Dadurch, daß der Leimverbrauch nicht wie bisher am Ende
einer Betriebsschicht überschlägig aus der Zahl der
Palettenstapel ermittelt wird, wobei in der Füllinie
unvermeidlicher Flaschenbruch und andere Einflüsse
unberücksichtigt bleiben, sondern eine im Betrieb
fortlaufende, unmittelbar an der Etikettiermaschine
stattfindende Ermittlung der verbrauchten Klebstoffmenge und
der im gleichen Zeitraum die Etikettiermaschine passierenden
Gefäßzahl erfolgt, ist ein genaues Meßergebnis möglich, aus
dem beispielsweise der Leimverbrauch bezogen auf eine
bestimmte Anzahl von Flaschen, z. B. tausend Stück, oder die
Flaschenausbeute bezogen auf ein Kilogramm Leim ermittelbar
ist. Besonders günstig ist die Bildung eines Quotienten aus
den erfaßten Werten, der den Klebstoffverbrauch bezogen auf
die beleimte Etikettenfläche angibt. Mit einem solchen
spezifischen Klebstoffverbrauchswert können auch Vergleiche
zwischen Gefäßen mit unterschiedlicher Etikettenausstattung,
d. h. in der Regel auch unterschiedlicher Etikettenfläche,
angestellt werden.
Unter fortlaufender Ermittlung des verbrauchten Klebstoffes
wird im Sinne der Erfindung eine kontinuierliche oder in
bestimmten Zeitintervallen laufend stattfindende Erfassung
und/oder Auswertung verstanden.
Eine besonders einfache und zuverlässige Bestimmung des
Klebstoffverbrauches kann vorrichtungsgemäß durch die
Verwendung einer den Klebstoffvorrat tragenden Waage
realisiert werden. Dadurch kann die Bestimmung des
Klebstoffverbrauches auch bei konventionellen
Etikettiermaschinen erfolgen, die nicht speziell dafür
vorbereitet sein müssen. Die im gleichen Zeitraum der
Gewichtserfassung des Klebstoffvorrats durch die
Etikettiermaschine laufende Zahl von Gefäßen kann
beispielsweise durch einen optischen Sensor oder auch
Näherungsinitiatoren erfolgen. Diese Sensoren können am
Einlauf, am Auslauf oder unmittelbar in der Maschine
plaziert werden. Es ist besonders günstig, wenn durch den
Sensor nur tatsächlich etikettierte Gegenstände erfaßt
werden, was eine Erhöhung der Genauigkeit des bestimmten
spezifischen Klebstoffverbrauches bewirkt.
Eine Speicher- und
Abrufbarkeit der im Betrieb erfaßten und/oder daraus
gebildeten Werte gestattet eine Gesamtdokumentation und
darüber hinaus zusätzlich zu der möglichen
Momentanauswertung eine sich über die gesamte Betriebsdauer
erstreckende, genaue Durchschnittswerte liefernde Auswertung
aller erfaßten Werte.
Um einen auf die beleimte Etikettenfläche bezogenen
spezifischen Leimverbrauch angeben zu können, können in den
die Auswertung vornehmenden Rechner die beleimten
Etikettenflächen einer durch die Etikettiermaschine
ausgestatteten Flasche abrufbar eingespeichert werden. Neben
den im Betrieb veränderbaren Größen oder Parametern, wie
z. B. der Leimtemperatur, können dem die Auswertung
durchführenden Rechner im Betrieb konstant bleibende Größen,
die einen Einfluß auf den Leimverbrauch haben, eingegeben
werden. Dazu zählen beispielsweise die Temperatur der zu
etikettierenden Gefäße, deren Material und
Oberflächenbeschaffenheit, das verwendete Etikettenmaterial
oder auch die zum Einsatz kommende Klebstoffsorte.
Mittels Angabe dieser Daten können später die Werte des
ermittelten spezifischen Klebstoffverbrauches bei
unterschiedlichen Klebstoffsorten miteinander verglichen
werden, indem nur Meßergebnisse herangezogen werden, denen
die gleichen Konstanten, z. B. Etikettenpapier oder
Flaschenmaterial, zugrunde liegen.
Der Anspruch 8 beinhaltet ein besonders vorteilhaftes
Verfahren zur Ermittlung des mit einer bestimmten Klebstoffsorte möglichen
minimalen Klebstoffverbrauches
und der
dafür erforderlichen Verarbeitungstemperatur. Zu diesem Zweck kann im Betrieb
die Klebstofftemperatur innerhalb der vom
Klebstoffhersteller angegebenen zulässigen Temperaturgrenzen
variiert werden, wobei gleichzeitig fortlaufend der
spezifische Klebstoffverbrauch bestimmt wird.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Figuren erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Etikettiermaschine,
Fig. 2 eine Seitenansicht auf einen Teil der
Etikettiermaschine nach Fig. 1 mit der
Klebstoffauftragseinrichtung aus der Perspektive X
betrachtet und
Fig. 3 ein Diagramm mit dem spezifischen Klebstoffverbrauch
einer bestimmten Klebstoffsorte in Abhängigkeit der
Verarbeitungstemperatur.
In Fig. 1 ist eine Etikettiermaschine 1 mit einem
Etikettieraggregat 17 und einer zugehörigen
Klebstoffauftragseinrichtung 13 erkennbar. Am Einlauf der
Etikettiermaschine 1 ist ein als Lichtschranke ausgebildeter
Sensor 6 angeordnet, der in Höhe der Flaschenköpfe senkrecht
zur Laufrichtung der Flaschen 3 ausgerichtet ist und mit
einem gegenüberliegenden Reflektor 16 zusammenarbeitet.
Durch einen vorbeilaufenden Flaschenkopf wird der
Lichtstrahl kurzzeitig unterbrochen und dadurch ein durch
einen angeschlossenen Rechner 8 erfaßbarer Zählimpuls Z
ausgelöst. Die Flaschen 2 laufen unmittelbar hinter der
Lichtschranke 6 in die Etikettiermaschine 1 ein und werden
in bekannter Weise zur Ausstattung an dem Etikettieraggregat
17 vorbeigeführt. Das Etikettieraggregat 17 wird durch die
zugeordnete Klebstoffauftragseinrichtung 13 mit Klebstoff
versorgt.
Wie besser aus Fig. 2 ersichtlich ist, umfaßt die
Klebstoffauftragseinrichtung 13 eine rotierend antreibbare
Walze 18 und eine an deren Mantelfläche zustellbare
Leiste 19. Vor der Leiste 19 - in Umlaufrichtung der
Walze 18 gesehen - mündet ein Rohr 20, welches über
einen flexiblen Schlauch 21 mit einer Klebstoffpumpe 15
verbunden ist.
Die Klebstoffpumpe 15 mit einer darin integrierten
Temperiereinrichtung 14 zum Erwärmen oder Abkühlen des zu
verarbeitenden Klebstoffes 3 ist auf einem Deckel befestigt,
der auf den Klebstoffvorrat 4, z. B. Leimkübel, aufgelegt
werden kann. Im Betrieb wird normalerweise immer mit
Klebstoffüberschuß an der Walze 18 gearbeitet, so daß
der nicht benötigte Klebstoff am unteren Ende der Walze
18 aufgefangen und durch ein Abflußrohr 22 zum
Klebstoffvorrat 4 zurückgeleitet wird. Der
Klebstoffvorrat 4 steht auf einer Waage 7, die fortlaufend
das Gesamtgewicht bestimmt, das kontinuierlich oder
in bestimmten Zeitintervallen durch den angeschlossenen
Rechner 8 der Auswerteinrichtung 5 abgefragt wird. Der
Rechner 8 kann die durch den Klebstoffverbrauch entstehende
Gewichtsverminderung durch Differenzbildung zu den
vorhergehend erfaßten Werten bestimmen.
Wie ferner in Fig. 1 angedeutet ist, ist am Rohr 20 in
der Nähe der Walze 18 ein Temperaturfühler 12 zur
Bestimmung des Ist-Wertes Ti der Klebstofftemperatur
angeordnet.
Die Auswerteinrichtung 5 umfaßt neben dem bereits erwähnten
Rechner 8 noch ein Eingabegerät 11, ein Anzeigegerät 9 und
ein Ausgabegerät 10 mit dem beispielsweise
Betriebsdatenprotokolle oder grafische Auswertungen
ausgegeben werden können. Der Rechner 8 beinhaltet ferner
einen Speicher, in dem die erfaßten Werte Z, G, Ti und die
daraus ermittelten Werte, wie z. B. der spezifische
Klebstoffverbrauch g, abgespeichert werden können. Mit dem
Eingabegerät 11 können verschiedene Parameter und Konstante,
beispielsweise Leimsorte, Flaschenmaterial,
Etikettenmaterial, Angaben zur Oberflächenbeschaffenheit
(Vergütung) und deren Zustand im Betrieb (feucht, naß,
trocken) eingegeben werden. Außerdem kann dem Rechner 8 auch
die beleimte Etikettenfläche einer bestimmten Flasche
mitgeteilt werden. Alle zu einer bestimmten Flasche mit
einer bestimmten Ausstattung gehörenden Daten
können zu einem aufrufbaren Datensatz zusammengefaßt werden,
der im Speicher des Rechners 8 abgelegt und durch
Angabe der Flaschensorte identifizierbar ist. Mit dem
Anzeigegerät 9 kann beispielsweise im Betrieb kontinuierlich
der ermittelte spezifische Klebstoffverbrauch angezeigt
werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren läuft im Betrieb
folgendermaßen ab:
Zu Betriebsbeginn wird zuerst mittels der Klebstoffpumpe 15 Klebstoff 3 aus dem Klebstoffvorrat 4 zur Walze 18 gepumpt, bis sich ein Klebstoffrückfluß durch das Abflußrohr 22 in den Klebstoffvorrat 4 einstellt. Ab diesem Moment kann manuell der Meßbeginn durch den Rechner 8 ausgelöst werden. Daraufhin fragt der Rechner 8 das Brutto-Anfangsgewicht des auf der Waage 7 stehenden Klebstoffvorrats 4 ab, wobei gleichzeitig mit der Zählung der an der Lichtschranke 6 vorbeilaufenden Flaschen 2 begonnen wird. Sobald der Rechner 8 eine Gewichtsabnahme G feststellt, kann er diese ins Verhältnis zur im gleichen Zeitraum ermittelten Anzahl Z von an der Lichtschranke 6 vorbeigeführten Flaschen setzen. Der Rechner 8 kann aber auch bei Angabe der beleimten Etikettenfläche der gerade verarbeiteten Flaschensorte 2 den spezifischen Klebstoffverbrauch g bezogen auf einen Quadratdezimeter beleimter Etikettenfläche angeben. Der aus den Größen Z und G gebildete Quotient oder der auf die beleimte Etikettenfläche bezogene spezifische Klebstoffverbrauch g kann fortlaufend durch das Anzeigegerät 9 angegeben werden. Die gleichen Werte können auch im Speicher des Rechners 8 abgelegt werden.
Zu Betriebsbeginn wird zuerst mittels der Klebstoffpumpe 15 Klebstoff 3 aus dem Klebstoffvorrat 4 zur Walze 18 gepumpt, bis sich ein Klebstoffrückfluß durch das Abflußrohr 22 in den Klebstoffvorrat 4 einstellt. Ab diesem Moment kann manuell der Meßbeginn durch den Rechner 8 ausgelöst werden. Daraufhin fragt der Rechner 8 das Brutto-Anfangsgewicht des auf der Waage 7 stehenden Klebstoffvorrats 4 ab, wobei gleichzeitig mit der Zählung der an der Lichtschranke 6 vorbeilaufenden Flaschen 2 begonnen wird. Sobald der Rechner 8 eine Gewichtsabnahme G feststellt, kann er diese ins Verhältnis zur im gleichen Zeitraum ermittelten Anzahl Z von an der Lichtschranke 6 vorbeigeführten Flaschen setzen. Der Rechner 8 kann aber auch bei Angabe der beleimten Etikettenfläche der gerade verarbeiteten Flaschensorte 2 den spezifischen Klebstoffverbrauch g bezogen auf einen Quadratdezimeter beleimter Etikettenfläche angeben. Der aus den Größen Z und G gebildete Quotient oder der auf die beleimte Etikettenfläche bezogene spezifische Klebstoffverbrauch g kann fortlaufend durch das Anzeigegerät 9 angegeben werden. Die gleichen Werte können auch im Speicher des Rechners 8 abgelegt werden.
Durch die fortlaufende Anzeige kann
bei Verstellung einer im Betrieb variierbaren Größe,
insbesondere der Klebstofftemperatur,
deren Auswirkung auf den Klebstoffverbrauch unmittelbar
beobachtet und zum Auffinden des mit einer bestimmten Klebstoffsorte möglichen
minimalen Klebstoffverbrauches herangezogen
werden.
Der in Fig. 1 dargestellte Rechner 8 kann zu diesem Zweck
selbsttätig
den Temperatur-Sollwert an der Temperiereinrichtung 14 der
Klebstoffpumpe 15 innerhalb vorgebbarer Temperaturgrenzen verstellen. Anhand der auf die Verstellung
des Sollwertes folgenden Veränderung des Klebstoffverbrauches
kann der Rechner 8 nach kurzer Betriebszeit erkennen, in
welche Richtung er den Temperatur-Sollwert Ts adaptiv
verändern muß, um den Klebstoffverbrauch auf ein Minimum bei
den vorgegebenen Bedingungen (Leimsorte, Etikettenmaterial,
Flaschenmaterial etc.) zu reduzieren.
Im weiteren Verlauf wird
die Etikettiermaschine 1 mit dem gefundenen Wert betrieben. Der zuvor beschriebene
Vorgang kann aber auch manuell vorgenommen
werden, indem von Hand der Temperatur-Sollwert verändert
und die sich daraus ergebende Änderung des
Klebstoffverbrauches beobachtet wird. Der gefundene optimale
Temperatur-Sollwert kann zweckmäßigerweise im Speicher des
Rechners 8 abgelegt werden, so daß insbesondere im Falle einer manuell durchgeführten Regelung später bei Verwendung des
gleichen Klebstoffes nicht unbedingt erneut zuerst dieser
Optimierungsvorgang durchgeführt werden muß.
Im Diagramm der Fig. 3 ist die entweder automatisch durch
den Rechner 8 oder manuell durchführbare
Ermittlung des möglichen minimalen spezifischen Klebstoffverbrauchs g dargestellt.
Während der Optimierungsphase darf der Temperatur-Sollwert
des Klebstoffes nur innerhalb der vom Klebstoffhersteller
angegebenen zulässigen Temperaturgrenzen variiert werden. Im
Diagramm der Fig. 3 ist beispielsweise der zur Verarbeitung
von Kaseinleimen übliche zulässige Temperaturbereich von 20
bis 30 Grad Celsius angegeben. Während der Optimierungsphase
wird der Temperatursollwert entweder manuell oder
selbsttätig durch den Rechner 8 beginnend von 20 Grad
kontinuierlich oder stufenweise bis 30 Grad verändert und
gleichzeitig die Kurve des spezifischen Klebstoffverbrauches
aufgenommen. Nach Abschluß der Optimierungsphase wird der
Temperatursollwert ebenfalls entweder manuell oder
selbsttätig adaptiv durch den Rechner 8 auf die Temperatur
eingestellt, bei der sich der minimale spezifische
Klebstoffverbrauch g erzielen läßt. Im Ausführungsbeispiel
wird dieser Wert bei 25 Grad erreicht. In der weiteren
Betriebsphase wird der Temperatur-Istwert Ti durch den
Temperaturregler der Temperiereinrichtung 14
auf den optimalen Temperatur-Sollwert Ts von 25 Grad
eingeregelt.
Es kann aber auch ein vom minimalen Wert abweichender
spez. Klebstoffverbrauch eingestellt werden, zu dessen Einhaltung
die Klebstofftemperatur entsprechend gesteuert bzw. geregelt wird.
Claims (19)
1. Verfahren zur Überwachung einer Etikettiermaschine (1),
dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl (Z) der durch die
Etikettiermaschine (1) behandelten Gegenstände (2), die
Temperatur (Ti) und die Menge (G) des in der gleichen
Zeitspanne verbrauchten Klebstoffes (3) erfaßt, aus den
Werten (G, Z) ein einen spezifischen Klebstoffverbrauch
(g) charakterisierenden Quotient gebildet wird, und daß
die Temperatur (Ti) des Klebstoffes (3) zur Einstellung
des spezifischen Klebstoffverbrauchs (g) regelbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Erfassung der Werte (G, Z) und/oder deren Auswertung
in einem bestimmten Zeitintervall oder kontinuierlich
erfolgt.
3. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der momentane
spezifische Klebstoffverbrauch (g) ermittelt und
angegeben wird.
4. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge (G) des
verbrauchten Klebstoffes (3) durch Wiegen des
Klebstoffvorrates (4) bestimmt wird.
5. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Anzahl
der tatsächlich etikettierten Gegenstände (3) erfaßt
wird.
6. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erfaßten
und/oder daraus gebildeten Werte (G, Z, Ti, g) speicher-
und abrufbar sind.
7. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den
Klebstoffverbrauch (g) beeinflussende Parameter und/oder
Konstanten einstell- und speicherbar sind.
8. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die den
spezifischen Klebstoffverbrauch (g) beeinflussende
Temperatur des Klebstoffes im Betrieb der
Etikettiermaschine (1) bei gleichzeitig fortlaufender
Bestimmung des spezifischen Klebstoffverbrauchs (g)
innerhalb eines vorgebbaren Temperaturbereichs zur
Ermittlung der optimalen Temperatur verändert wird, bei
der ein minimaler spezifischer Klebstoffverbrauch (g)
erzielbar ist.
9. Vorrichtung zur Überwachung einer Etikettiermaschine
(1), insbesondere zum Ausführen des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Etikettiermaschine (1) ein Sensor (6) zur Erfassung der
Anzahl (Z) der durchlaufenden Gegenstände (2), eine
Meßeinrichtung (7) zur fortlaufenden Ermittlung der
Menge (G) des in der gleichen Zeitspanne verbrauchten
Klebstoffes (3), ein Temperaturfühler (12) zur Erfassung
der Klebstofftemperatur (Ti), eine Auswerteinrichtung
(5) zur Ermittlung eines spezifischen
Klebstoffverbrauchs (g) aus den erfaßten Werten (G, Z)
und eine regelbare Temperiereinrichtung (14) für den zu
verarbeitenden Klebstoff zugeordnet ist, wobei zur
Einstellung des spezifischen Klebstoffverbrauchs (g) die
Klebstofftemperatur (Ti) regelbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
durch die Meßeinrichtung (7) die Gewichtsänderung des
Klebstoffvorrats (4) ermittelt wird.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßeinrichtung (7) als eine den Klebstoffvorrat
(4) tragende, dessen Momentangewicht erfassende Waage
mit einer angeschlossenen Auswerteinrichtung (5) zur
Ermittlung von Gewichtsänderungen ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 10 oder
11, dadurch gekennzeichnet, daß auch das Gewicht der
Klebstoffpumpe (15) und wesentlicher klebstofführender
Teile durch die Waage (7) erfaßt wird.
13. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 9 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß einer Etikettiermaschine
(1) mit mehreren Klebstoffauftragseinrichtungen (13)
eine entsprechende Zahl von Meßeinrichtungen (7)
zugeordnet sind.
14. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden
Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Erfassung der Gegenstände (2) optisch arbeitende
Sensoren (6), insbesondere Lichtschranken, oder
Näherungsinitiatoren vorgesehen sind.
15. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 9 bis
14, dadurch gekennzeichnet, daß der Temperaturfühler
(12) unmittelbar im Bereich der
Klebstoffauftragseinrichtung (13) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 9 oder
15, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperiereinrichtung
(14) einen von der Auswerteinrichtung (5), insbesondere
einem Rechner (8), einstellbaren Sollwertgeber umfaßt.
17. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 9 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteinrichtung
(5) einen Rechner (8) mit mindestens einem Speicher
umfaßt, in den die erfaßten Werte (G, Z, Ti) und/oder
der daraus ermittelte spezifische Klebstoffverbrauch (g)
abrufbar gespeichert werden.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
daß den Klebstoffverbrauch (g) beeinflussende Parameter
und/oder Konstanten abrufbar speicherbar sind.
19. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 9 bis
18, dadurch gekennzeichnet, daß die erfaßten und daraus
ermittelten Werte (G, Z, Ti, g) durch Anzeige- und/oder
Ausgabegeräte (9, 10) anzeigbar sind.
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Family Applications (1)
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| DE19914137319 Expired - Lifetime DE4137319C2 (de) | 1991-11-13 | 1991-11-13 | Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung einer Etikettiermaschine |
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-
1991
- 1991-11-13 DE DE19914137319 patent/DE4137319C2/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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