DE4137526A1 - Verfahren und vorrichtung zur dynamischen leistungskontrollmessung von arbeitsmessgeraeten, insbesondere von ergometern - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur dynamischen leistungskontrollmessung von arbeitsmessgeraeten, insbesondere von ergometernInfo
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Description
Ergometer dienen insbesondere zur physischen Rehabilitierung
oder zur Bestimmung der physiologischen Leistungsfähigkeit
von Personen. Ein häufig verwendetes Ergometer ist hierbei das
Fahrradergometer, bei dem die Person durch Treten der Pedale
Arbeit verrichtet. Andererseits ist es such möglich, daß die
Person zur körperlichen Belastung eine Arbeit verrichtet, in
dem sie mit ihren Armen eine Kurbel betätigt. Die Größe der
von der Person aufzubringenden Arbeitsleistung kann dabei
durch mehr oder weniger starkes Abbremsen der angetriebenen
Teile eingestellt werden.
Es ist schon ein Ergometer mit einer Wirbelstrombremseinrich
tung bekannt (DE-GM 75 23 938), die aus einer durch eine Per
son in Umdrehungen versetzten Wirbelstromscheibe und einem
daneben angeordneten Permanentmagneten besteht, an dem ein
Pendelgewicht befestigt ist. Des Bremsmoment kenn dabei durch
Veränderung des Abstandes zwischen Wirbelstromscheibe und
Permanentmagnet variiert und der augenblickliche Wert des
Bremsmoments angezeigt werden.
Es ist weiterhin bekannt, eine elektronische Regelung vorzu
sehen, um die von dem Probanden aufzubringende Leistung unab
hängig von der jeweiligen Drehzahl der Bremsvorrichtung zu
machen. Derartige Regelungen bedingen für den Drehmomentauf
nehmer Präzisionsbauelemente, das sind beispielsweise ein
Dehnungsmeßstreifen-Verstärker oder ein Präzisionspotentio
meter sowie eine Regelungstechnik.
Die bekannten Ergometer sind ferner mit einem Drehzahlaufneh
mer ausgerüstet, der einen der augenblicklichen Drehzahl des
Rotors der Bremseinrichtung entsprechenden Wert liefert. Bei
einem Fahrradergometer wird in der Regel über die Pedale und
ein Antriebsrad sowie über eine Kette und/oder einen Zahnrie
men ein Rotor angetrieben. Dabei kann ein Freilauf vorgesehen
sein. Mit verstellbarem Abstand von der Wirbelstromscheibe
(Rotor) ist entweder drehbar oder axial verschiebbar auf einer
Achse ein Permanentmagnet oder mit konstantem Abstand ein
Elektromagnet vorgesehen, durch dessen Wicklung ein variabler
Bremsstrom fließt. Der Rotor und der Magnet bzw. der Elektro
magnet bilden die Wirbelstrombremseinrichtung. Zum Ausgleich
der recht unterschiedlichen Kraftflüsse bei der Hebebewegung
der Beine bzw. Arme des Probanden während einer Umdrehung wird
die Rotationsbewegung des Antriebsrades vorzugsweise über ein
Getriebe auf ein Schwungrad übertragen, das gleichzeitig ein
Wirbelstromrotor sein kann. Der Rotor und die Getriebeteile
besitzen ein resultierendes polares Trägheitsmoment J.
Bei dem in Fig. 1 schematisch gezeichneten, an sich bekannten
Fahrradergometer sind mit 1 die mit Pedalen bestückten Tret
kurbeln eines Antriebsrades 2, mit 3 ein Getriebe und mit 4
ein Schwungrad (Rotor) bezeichnet. Zusammen mit einer ein-
oder mehrteiligen Wicklung des Elektromagneten 5 bildet das
Schwungrad 4 eine Wirbelstrombremseinrichtung.
Zur Belastung des Probanden wird normalerweise das Schwungrad
4 mittels z. B. der Wirbelstrombremse mit einem Bremsmoment M
berührungslos abgebremst. Die Leistung P, mit der der Proband
durch das Ergometer belastet wird, ergibt sich aus dem Produkt
aus Bremsmoment und der Drehzahl n pro Zeiteinheit des Schwung
rades 4. Zur Messung der Drehzahl n dient der Drehzahlaufneh
mer, z. B. eine Lochscheibe 6, die auf der Schwungradachse fest
angeordnet ist. Die Löcher der Lochscheibe werden von einer
Lichtschranke 7 abgetastet. Die daraus gewonnene Impulsfolge
frequenz ist der Drehzahl n proportional.
Um die Reaktion der physiologischen Werte (Herzfreguenz, Blut
druck usw.) der zu belastenden Person für die medizinische
Diagnostik auswertbar zu machen, werden an die Genauigkeit der
Belastung - entspricht der Ergometerleistung - hohe Anforde
rungen gestellt. Diese Anforderungen sind in DIN 13 405 nieder
gelegt. Darüber hinaus verlangt das deutsche Eichgesetz eine
Bauartzulassung für derartig eingesetzte Tretkurbelergometer
und ferner deren turnusmäßige Überprüfung.
Eine in den Herstellerwerken durchzuführende Kalibrierung der
Ergometerleistung erfolgt in der Regel dynamisch, indem das
Ergometer motorisch angetrieben wird und unter Einsatz von
genauen Meßelementen die vom Ergometer aufgenommene Leistung
gemessen wird. Die dazu erforderlichen Werksprüfstände sind
teuer, schwer und großvolumig. Deshalb ist es nicht nur un
praktikabel, sondern auch äußerst unwirtschaftlich, die tur
nusmäßig vorgeschriebenen Kontrollen der Ergometer, die bei
den Benutzern aufgestellt sind, mit den Werksprüfständen
durchzuführen. Bisher behalf man sich deshalb mit einer sta
tischen Kalibrierung, indem man mit einem Hebelarm und einem
daran hängenden Gewicht ein definiertes statisches Drehmoment
bei stillstehendem Ergometer erzeugt hat und mit einer elek
trisch simulierten Drehzahl auf die vermutliche Ergometerlei
stung schloß. Eventuelle Störungen in der sich im normalen
Betrieb bewegenden Mechanik des Ergometers blieben bei dieser
Prüfmethode verborgen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine Vorrichtung anzugeben, womit eine dynamische Leistungs
kontrollmessung von Arbeitsmeßgeräten, insbesondere von Ergo
metern, möglich und darüber hinaus die Leistungskontrollmes
sung auch einfacher durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß
Patentanspruch 1 sowie durch eine Vorrichtung nach Anspruch 6
zur Durchführung eines solchen Verfahrens gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen des Verfahrens und der Vorrichtung nach der
Erfindung geben die Patentansprüche 2 bis 5 bzw. 7 an.
Die Erfindung geht von folgenden Überlegungen und Erkenntnis
sen aus:
Ein rotierendes Schwungrad (Rotor 4) hat infolge seines Träg
heitsmomentes J eine bestimmte kinetische Energie E gespei
chert, die dem Trägheitsmoment sowie dem Quadrat der Drehzahl
n proportional ist: EJ×n2.
Bei einem Schwungrad kann man davon ausgehen, daß sich seine
geometrische Gestalt und seine Masse (die das Trägheitsmoment
J bestimmen) auch nach langer Betriebszeit nicht verändern.
Das Trägheitsmoment J wird deshalb als unveränderlich konstant
angesehen. Unter dieser Voraussetzung besteht zwischen der
gespeicherten Energie E und der Drehzahl n des rotierenden
Schwungrades der unmittelbare Zusammenhang: EKonstante×n2.
Wird nun dem Schwungrad durch ein Bremsmoment M Energie ent
zogen, dann muß zwangsläufig die Drehzahl kleiner werden.
Wie schnell dies geschieht, hängt wiederum von der Größe des
Bremsmomentes ab.
Geht man davon aus, daß durch längeren Gebrauch z. B. eines
Ergometers Veränderungen in der Bremsleistung gegenüber den
Werten des fabrikneuen Gerätes auftreten, welche z. B. durch
Störungen im Bremsstromsystem, im Regelsystem oder in den sich
bewegenden Getriebeteilen entstehen, so ergeben sich daraus
Fehler bei der Leistungsbeurteilung der belasteten Personen.
Diese Fehler können bei ungeregelten Ergometern - bei diesen
wird das Bremsmoment eingestellt und die Person soll für die
gewünschte Leistung eine bestimmte Drehzahl aufrechterhalten -
wie auch bei drehzahlunabhängigen Ergometern auftreten. Bei
letztgenannten wird die Leistung eingestellt und eine Regel
einrichtung sorgt dafür, daß die Drehzahl das Bremsmoment so
reguliert, daß das Produkt aus Drehzahl und Bremsmoment der
eingestellten zu erbringenden Leistung entspricht. Die dreh
zahlunabhängige Arbeitsweise erlaubt genauere Belastungsmes
sungen auch mit ungeübten Personen und vermeidet Fehlbela
stungen durch nicht exaktes Einhalten einer vorgegeben Dreh
zahl.
Nach der erfindungsgemäßen Leistungskontrollmessung zur Über
prüfung, ob die Ergometerleistung noch der herstellerseitig
vorgenommenen, eingestellten Ergometerleistung entspricht oder
ob eine erneute Kalibrierung des Ergometers erforderlich ist,
setzt ein Proband durch seine Muskelkraft das Ergometer in
Bewegung und bringt dessen Rotor auf eine höhere Drehzahl nh.
Nach Erreichen oder Überschreiten dieser Drehzahl nh nimmt der
Proband die Beine von den Pedalen und überläßt das Ergometer
seinem Auslauf.
Infolge Energieentzuges durch innere Reibung und gegebenen
falls durch ein gewolltes zusätzliches Bremsmoment wird die
Rotordrehzahl abnehmen. Sobald die Drehzahl auf einen sehr
genau definierten Wert n1 abgesunken ist, startet ein Zeit
zähler. Sobald die Rotordrehzahl einen ebenfalls sehr genau
definierten niedrigeren Wert n2 erreicht, wird der Zeitzäh
ler gestoppt. Der im Zeitzähler gemessene Zeitwert t ist ein
Maß für die Energie, welche die bewegten Teile des Ergometers
zwischen den definierten Drehzahlwerten n1 und n2 verloren
haben. Dieser gemessene Istwert kann nun mit dem unmittelbar
nach der genauen Erstkalibrierung mit Hilfe des erwähnten
Werkprüfstandes ermittelten protokollierten Sollwert vergli
chen und die entsprechende Folgerung gezogen werden. Vorzugs
weise wird man bei jedem Ergometer mehrere Zeitwerte t ermit
teln, z. B. bei Leerlauf und bei verschiedenen eingestellten
Leistungen oder Bremsmomenten. Wenn die Istwerte t des beim
Anwender stehenden Ergometers mit den herstellerseitig gemes
senen Sollwerten übereinstimmen, dann ist das Ergometer nach
wie vor in Ordnung. Bei relevanten Abweichungen kann aber ei
ne Nachkalibrierung an Ort und Stelle erfolgen.
Den Zusammenhang zwischen den gemessenen Ist-Zeitwerten t und
verschiedenen eingestellten Leistungen an einem drehzahlunab
hängigen Ergometer veranschaulicht Fig. 2.
Anhand einer Kurve gemäß Fig. 2 oder einer entsprechenden Be
lastungs-/Zeittabelle lassen sich in einfacher Weise Soll-Ist
wert-Vergleiche durchführen und gegebenenfalls die erforderli
chen Kalibrierungsmaßnahmen ableiten. Dazu wird herstellersei
tig eine entsprechende Sollkurve oder Sollwert-Tabelle für ein
neues Ergometer aufgenommen und diese Sollwerte werden an den
Kundendienst und/oder Abnehmer des Gerätes zur künftigen Lei
stungskontrollmessung ausgehändigt. In der vorbeschriebenen
Weise kann der Kundendienst mit Hilfe der nachstehend be
schriebenen Leistungskontrollmeßeinrichtung ohne Prüfstand
Istwerte des gebrauchten Ergometers messen und mit den Soll
werten des Gerätes vergleichen sowie daraus dann die entspre
chenden Schlüsse ziehen; gegebenenfalls eine erforderliche
Nachkalibrierung des Ergometers vornehmen.
Bei einem mit einem Programmierteil ausgerüsteten Ergometer
ist es möglich, die herstellerseitig ermittelten Sollwerte
bzw. die Gerätekennlinie in einen Speicher einzugeben, so daß
sie für die Leistungskontrollmessung später abrufbar sind. Da
bei ist es möglich, z. B. einen Mikroprozessor des vorhandenen
Programmierteiles für die Aufnahme der Istwerte oder der Ist
wertkurve und für den Soll-Istwert-Vergleich mit zu benutzen.
In abgewandelten Ausführungen kann bei der Leistungskontroll
messung auch so vorgegangen werden, daß innerhalb einer fest
vorgegebenen Zeit während des Auslaufes des Ergometers die
Drehzahländerung Δn oder die Zahl der Umdrehungen des Schwung
rades gemessen werden. Danach wird eine bestimmte Auslaufzeit
vorgegeben, die Drehzahländerung im Zeitintervall gemessen und
zum Istwert-Sollwert-Vergleich herangezogen. Oder es wird eine
bestimmte Auslaufzeit vorgegeben und die Anzahl der Umdrehun
gen des Schwungrades im vorgegebenen Zeitintervall gezählt,
woraus sich wiederum Meßwerte für den Istwert-Sollwert-Ver
gleich ergeben. Andererseits kann z. B. im Auslauf des Ergo
meters eine Zahl von Umdrehungen des Schwungrades vorgegeben
und die dafür benötigte Zeit gemessen werden, so daß dieser
Meßwert dann zum Istwert-Sollwert-Vergleich dient. Schließ
lich kann innerhalb einer vorgegebenen Zeit der Energieentzug
des auslaufenden und gegebenenfalls durch ein bestimmtes
Bremsmoment abgebremsten Schwungrades bestimmt werden und es
können die gemessenen bzw. errechneten Energieverluste dem
Istwert-Sollwert-Vergleich zugrunde gelegt werden.
Anhand des Schaltschemas gemäß Fig. 3 wird im folgenden noch
eine Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durch
führung der Leistungskontrollmessung beschrieben.
Vor Beginn der Kontrollmessung ist das Ergometer im Still
stand, so daß die Lichtschranke 7 keine Impulse abgibt. Über
eine Reset-Taste 9 wird die Leistungskontrollmeßeinrichtung
in einen definierten Ausgangszustand gebracht. Nach Betätigung
des Reset 9 wird ein Drehzahlindikator 11 über eine Freigabe
schaltung A10 mit einem Quarzoszillator 8 und der Lichtschran
ke 7 verbunden. Außerdem schließt ein Umschalter 19 ein ge
löschtes Display 20 des Ergometers an ein Tachometer 17 an.
Der auf dem Ergometer sitzende Proband beginnt nun die Pedale
zu treten und steigert die Tretkurbeldrehzahl nt immer mehr.
Mit dem Übersetzungsverhältnis des Getriebes 3 multipliziert
folgt ihr die Drehzahl ns des Schwungrades und die Licht
schranke 7 gibt Impulse ab, deren Folgefreguenz der jeweili
gen Drehzahl ns proportional ist. Diese Folgefrequenz wird im
Tachometer 17 mit der Freguenz des Quarzoszillators 8 vergli
chen, auf die Tretkurbeldrehzahl nt (U/min) umgerechnet und
über den Umschalter 19 dem Display 20 zugeführt. An gewünsch
ten Stellen kann der Proband die Drehzahl konstant halten, um
die Übereinstimmung zwischen der Anzeige in der Meßeinrich
tung und der Anzeige des im Ergometer eingebauten Tachometers
und damit das Tachometer selbst zu kontrollieren. Danach wird
die Drehzahl weiter erhöht.
Wenn der Drehzahlindikator 11 feststellt, daß die Tretkurbel
drehzahl nt bzw. die Drehzahl des Schwungrades 4 einen sehr
hohen Wert, z. B. 120 U/min, erreicht hat, gibt ein Signalge
ber 12 ein optisches oder akustisches Signal. Dieses Signal
ist die Aufforderung an den Probanden, die Betätigung des
Ergometers einzustellen und die Beine von den Pedalen der
Tretkurbel des Ergometers zu nehmen. Das Ergometer wird nun
mehr selbständig seinem Auslauf überlassen. Gleichzeitig
schaltet der Umschalter 19 das zum gleichen Zeitpunkt ge
löschte Display 20 an den Zeitzähler 18 an. Außerdem wird die
Freigabe A10 geöffnet und die Freigabe B13 geschlossen.
Nach einer gewissen Zeit fällt die Drehzahl des Schwungrades
ns durch Energieentzug auf einen Wert ab, der z. B. einer
Tretkurbeldrehzahl nt=80 U/min entspricht. In diesem Mo
ment gibt der Drehzahlselektor 14 dem Zeitzähler 18 ein
Startsignal. Der Zeitzähler 18 teilt die Freguenz des Ouarz
oszillators 8 in einem zweckmäßigen Verhältnis und gibt den
jeweiligen Zählerstand über den Umschalter 19 an das Display
20 weiter. Außerdem wird die Freigabe B13 geöffnet und die
Freigabe C15 geschlossen.
Nach einer weiteren Zeitspanne wird die Drehzahl des Schwung
rades ns weiter absinken, bis sie eine z. B. auf die Tretkurbel
umgerechnete Drehzahl von beispielsweise nt=40 U/min er
reicht. In diesem Moment gibt der Drehzahlselektor 16 dem
Zeitzähler 18 ein Stoppsignal. Der Zählerinhalt wird im Dis
play 20 gespeichert. Sein Wert ist ein Maß für die tatsächli
che Bremsarbeit und kann mit dem bei der ersten, genauen Ergo
meterkalibrierung ermittelten Sollwert verglichen werden. Die
zur Beschreibung des Ausführungsbeispieles gemäß Fig. 3 ge
nannten Drehzahlwerte sind lediglich beispielhaft und können
durchaus auch anders gewählt werden.
Es ist ferner möglich, die beschriebene einfache und leicht
transportierbare Meßeinrichtung auch mit einem entsprechend
programmierten Mikroprozessor zu realisieren. Die Meßeinrich
tung kann einer Ergometersteuerung zugeordnet werden, so daß
der Mikroprozessor zusammen mit einer Tabelle oder Kurve mit
den Erstwerten der Zeiten t bereits vom Hersteller im Ergo
meter programmiert wird. Damit hat der Anwender jederzeit die
Möglichkeit, das Ergometer selbst zu kontrollieren.
Claims (7)
1. Verfahren zur dynamischen Leistungskontrollmessung von Ar
beitsmeßgeräten, mit denen eine dosierbare Belastung vorgenom
men werden kann, insbesondere bei einem Ergometer oder Fahr
rad-Ergometer, bei dem die vom Probanden durch Betätigen der
Pedale aufzubringende Arbeit durch mehr oder weniger starkes
Abbremsen angetriebener Teile einstellbar ist,
gekennzeichnet durch folgende Verfah
rensschritte:
- - das auf bestimmte charakteristische Werte kalibrierte Er gometer wird vor Auslieferung des Gerätes einer Messung zur Ermittlung gerätespezifischer Sollwerte unterzogen, da bei wird das Ergometer auf eine Mindestdrehzahl gebracht und es werden im antriebslosen Auslauf des mit oder ohne Bremsmoment belasteten Ergometers die gerätespezifischen Sollmeßwerte ermittelt,
- - wobei die für eine bestimmte Zahl von Umdrehungen bzw. die für einen bestimmten Drehzahlabfall eines drehenden Teils des Ergometers benötigte Ablaufzeit gemessen wird,
- - oder wobei für eine vorgegebene Auslaufzeit die Anzahl der Umdrehungen eines drehenden Teils des Ergometers gemessen wird,
- - oder wobei bei einer definierten Drehzahl des drehenden Teils des Ergometers eine Zeitmessung einsetzt und nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit die niedrigere Drehzahl gemessen wird,
- - wobei diese Sollwerte der Geräteleistung bzw. der am Er gometer eingestellten Arbeitsleistung fest zugeordnet sind,
- - wobei ferner der Abnehmer oder Proband mittels einer im Ergometer vorgesehenen oder anbringbaren Meßeinrichtung eine Istwert-Messung analog der Sollwert-Messung vornehmen kann und durch einen Istwert-Sollwert-Vergleich zwischen den später am Ergometer gemessenen Werten und den zuerst vom Hersteller ermittelten charakteristischen Gerätewer ten prüft, ob eine Nachjustierung der Ergometer-Brems leistung erforderlich ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Ergometer mittels ei
nes Antriebes auf eine Mindestdrehzahl gebracht, danach der
Antrieb abgeschaltet und bei Erreichen einer definierten Aus
laufdrehzahl ein erster Zeitwert genommen wird, wobei nach Er
reichen eines oder mehrerer niedrigerer Drehzahlwerte ein
zweiter oder weitere Zeitwerte meßbar ist (sind), wobei diese
Meßwerte, die der Verzögerungsleistung des Ergometers zuge
ordnet sind, in Form einer Tabelle, Kurve od.dgl. als charak
teristische Werte des Gerätes speicherbar sind und wobei der
Abnehmer oder Proband die von ihm mittels der Ergometer-Meß
einrichtung in entsprechender Weise ermittelten Werte durch
einen Ist-Sollwert-Vergleich mit den ihm herstellerseitig
ausgehändigten charakteristischen Werten vergleicht und damit
eine dynamische Leistungskontrolle durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein Proband das
Schwungrad eines Ergometers auf eine Mindestdrehzahl bringt,
dann den Antrieb beendet und das Ergometer auslaufen läßt,
wobei der Auslauf durch die Reibungsverluste und eventuell
durch ein einstellbares zusätzliches Bremsmoment beeinflußbar
ist und eine Absenkung der Drehzahl bewirkt, wobei bei einem
genau definierten Drehzahlwert ein Zeitzähler gestartet und
bei einem ebenfalls genau definierten kleineren Drehzahlwert
der Zeitzähler gestoppt wird, wobei die gemessene Zeit für die
definierte Drehzahländerung ein Maß für die entzogene Energie
ist und als Istwert mit dem unmittelbar nach der genauen Erst
kalibrierung ermittelten, protokollierten oder gespeicherten
Sollwert vergleichbar ist, wobei bei relevanten Abweichungen
eine Nachkalibrierung des Ergometers vorgenommen wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, wobei zur Ermitt
lung der charakteristischen Geräte-Sollwerte herstellerseitig
wie auch bei der in regelmäßigen Abständen vom Abnehmer oder
Probanden vorzunehmenden Leistungskontrolle mehrere Meßwerte
für den Soll-Istwert-Vergleich, z. B. bei verschieden einge
stellten Belastungen und/oder Drehzahlen, aufgenommen werden,
wobei zur Bestimmung der Meßwerte entweder in einer fest vor
gegebenan Zeit die Drehzahländerung oder die Zahl der Umdre
hungen des Schwungrades gemessen wird oder es wird die Zeit
gemessen, die während einer bestimmten Drehzahländerung bzw.
einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen des auslaufenden
Schwungrades verstreicht.
5. Verfahren zur dynamischen Leistungskontrollmessung von Ar
beitsmeßgeräten, mit denen eine dosierbare Belastung vorge
nommen werden kann, insbesondere bei einem Ergometer oder
Fahrrad-Ergometer (1-5), bei dem die vom Probanden durch Be
tätigen der Pedale (1) aufzubringende Arbeit durch mehr oder
weniger starkes Abbremsen angetriebener Teile einstellbar ist,
wobei mittels einer Meßeinrichtung (Fig. 3) der Energieentzug
aus einem rotierenden, nicht mehr angetriebenen und durch ein
Bremsmoment abgebremsten Schwungrad (4) dynamisch bestimmt
wird, indem die Zeit (t) gemessen wird, die zwischen zwei
definierten Drehzahlen (n1 und n2) des auslaufenden Schwung
rades liegt und wobei die gemessene Zeit (Istwert) mit einer
herstellerseitig bei genauer Bestimmung des abgebremsten
Energieentzuges desselben Ergometers ermittelten Zeit (Soll
wert) zur Leistungskontrolle verglichen wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 5, insbesondere an einem Ergome
ter mit einer Bremseinrichtung mit veränderbarem Bremsmoment,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Lei
stungskontrollmeßeinrichtung vorgesehen und mittels eines
Reset (9) in einen definierten Ausgangszustand schaltbar ist,
daß der Proband über einen Kurbelantrieb das Ergometer auf
eine hohe Drehzahl bringt, bei der ein Signalgeber (12) dem
Probanden das Beenden des Antriebes signalisiert, daß beim
Erreichen einer definierten ersten Auslaufdrehzahl (n1) ein
Zeitzähler (18) vom Drehzahlaufnehmer (7, 6) ein Startsignal
und beim Erreichen einer zweiten, niedrigeren Auslaufdrehzahl
(n2) ein Stoppsignal erhält und daß die zwischen Start- und
Stoppsignal gemessene Zeit einen Ist-Meßwert ergibt, welcher
ein Maß für die tatsächliche Bremsarbeit darstellt und mit dem
bei der genauen Ergometerkalibrierung ermittelten Sollwert
vergleichbar ist, wobei sich aus dem Istwert-Sollwert-Ver
gleich eine eventuell erforderliche Nachjustierung der Ergo
meter-Bremsleistung ableitet.
7. Ergometer nach Anspruch 6, mit einem Programmierteil sowie
Prozessor und Speicher, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Speicher herstellerseitig aufge
nommene charakteristische Gerätemeßwerte (Sollwerte, Soll
wert-Tabelle) oder eine Bremsleistungskennlinie umfaßt und
daß der Speicher und der Prozessor zur Leistungskontrollmes
sung verwendbar sind, indem sie die gemessenen Istwerte er
fassen und einen automatischen Sollwert-Istwert-Vergleich
mit den gespeicherten Sollwerten ausführen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914137526 DE4137526A1 (de) | 1991-11-14 | 1991-11-14 | Verfahren und vorrichtung zur dynamischen leistungskontrollmessung von arbeitsmessgeraeten, insbesondere von ergometern |
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| DE19914137526 DE4137526A1 (de) | 1991-11-14 | 1991-11-14 | Verfahren und vorrichtung zur dynamischen leistungskontrollmessung von arbeitsmessgeraeten, insbesondere von ergometern |
Publications (1)
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| DE19914137526 Withdrawn DE4137526A1 (de) | 1991-11-14 | 1991-11-14 | Verfahren und vorrichtung zur dynamischen leistungskontrollmessung von arbeitsmessgeraeten, insbesondere von ergometern |
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| DE (1) | DE4137526A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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