DE4137724A1 - Digitales radiographiesystem mit einer roentgenstrahl-bildverstaerkerroehre - Google Patents
Digitales radiographiesystem mit einer roentgenstrahl-bildverstaerkerroehreInfo
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Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft ein Röntgenstrahl-Bildsystem für
Diagnosezwecke, insbesondere ein Röntgenstrahl-Radiographie
system mit einer Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre und einer
Videokamera, um das Ausgangsbild der Bildverstärkerröhre
aufzunehmen.
Die Kombination einer Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre mit
einer Videokamera wird in verschiedenen Diagnosesystemen
eingesetzt, z. B. bei Röntgenstrahl-Fernsehsystemen und
-Radiographiesystemen. In einem System, das als digitales
Radiographie(DR)-System bezeichnet wird, werden Videosigna
le, die mit Hilfe einer Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre
und einer Videokamera erhalten werden, in digitale Daten um
gewandelt, und diese werden einem Bildprozessor zugeführt.
Bei der digitalen Fluoreszenzangiographie(DFA)-Technik, wie
sie in US-A 42 04 225 angegeben ist, werden Bilder von im
Kontrast verstärkter Gefäße dadurch erzeugt, daß Bilddaten,
wie sie nach einer Injektion erhalten werden, von solchen
abgezogen werden, wie sie vor der Injektion erhalten werden.
Viele käufliche digitale Radiographiesysteme verwenden Rönt
genstrahl-Bildverstärkerröhren mit Bildeingangsflächen von
etwa 225 bis 400 mm (9 bis 16 Zoll). Die Ausgangsbildgröße
derartiger Röhren ist 20 bis 35 mm. Das Verhältnis der Bild
eingangsfläche zur Bildausgangsfläche (inverser Wert des
Bildverkleinerungsverhältnisses) überschreitet den Wert 9.
Andererseits sind Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhren für
direkte Fluoreszenzbeobachtung bekannt. Die Ausgangsbild
größe einer der Röhren von diesem Typ ist 100 mm und das
Verhältnis der Eingangsbildgröße zur Ausgangsbildgröße ist
5,7. Eine andere Röhre weist eine Ausgangsbildgröße von
205 mm auf, was genau der Eingangsbildgröße der Röhre ent
spricht.
Aus Untersuchungen wird deutlich, daß die Ausgangsbildgröße
der Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre der bekannten digita
len Radiographiesysteme die räumliche Auflösung des Systems
begrenzt. In digitalen Radiographiesystemen können die her
kömmlichen Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhren für direkte
Beobachtung nicht verwendet werden. Ein Bilderfassungsteil
eines digitalen Radiographiesystems ist an einem Tisch ange
bracht, auf dem ein Patient gelagert wird. Der Tisch weist
einen Neige- und Drehmechanismus auf, um vom Patienten Rönt
genbilder in verschiedenen Stellungen aufnehmen zu können.
Darüber hinaus ist die Höhe des Tisches, wenn er auf einen
gewissen Level gestellt ist, auf einen Wert begrenzt, der
einfachen Zugang ermöglicht. Daher bestehen praktische Be
grenzungen für die Abmessungen des Bilderfassungsteils eines
digitalen Radiographiesystems. Die herkömmlichen Röntgen
strahl-Bildverstärkerröhren für direkte Beobachtung weisen
große Abmessungen, insbesondere große Tiefen auf. Darüber
hinaus ist die Ausgangsbildgröße derselben zu groß, weswegen
die Abmessungen eines optischen Linsensystems zum Fokussie
ren des Ausgangsbildes auf eine Videokamera zu groß werden.
Wenn eine derartige Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre in
einem digitalen Radiographiesystem verwendet wird, über
schreiten die Abmessungen des Bilderfassungsteils, das eine
Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre, ein optisches Linsensy
stem und eine Videokamera aufweist, für die Praxis vernünf
tige Grenzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein digitales
Fluoreszenzabbildungssystem mit verbesserter räumlicher Auf
lösung und Abmessungen des Bilderfassungsteils innerhalb
praktisch vernünftiger Größen anzugeben.
Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, ein di
gitales Radiographiesystem hoher Empfindlichkeit anzugeben.
Der Bilderfassungsteil des erfindungsgemäßen digitalen Ra
diographiesystems weist eine Röntgenstrahl-Bildverstärker
röhre mit einer Eingangsbildgröße von 250 bis 450 mm (10 bis
18 Zoll) im Durchmesser, einer Ausgangsbildgröße von 50 bis
90 mm im Durchmesser und einem Verhältnis der Eingangsbild
größe zur Ausgangsbildgröße im Bereich von 5 bis 9 auf. Dar
über hinaus gehören zum Bilderfassungsteil noch eine Video
kamera, die das Ausgangsbild der Röntgenstrahl-Bildverstär
kerröhre aufnimmt, sowie ein optisches Linsensystem, das das
Ausgangsbild der Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre auf die
Videokamera fokussiert.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
ein Spiegel zum Ändern des optischen Pfades des Bildes zwi
schen die Linsen des optischen Linsensystems eingefügt, und
die Tiefe des Bilderfassungsteils beträgt zwischen 700 und
800 mm.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines durch Figuren
veranschaulichten Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm, das ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung veranschaulicht.
Fig. 2 ist ein Teilquerschnitt durch einen Bilderfassungs
teil des Ausführungsbeispiels.
Fig. 3A und 3B sind Seitenansichten des Bilderfassungsteils
bzw. eines anderen Bilderfassungsteils, wie er beim Ausfüh
rungsbeispiel verwendet werden kann.
Fig. 4 ist ein Diagramm, das Bereiche der Abmessungen der
Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre bei der Erfindung im Ver
gleich zu den Abmessungen bei einer herkömmlichen derartigen
Röhre zeigt.
Fig. 5 ist ein Diagramm, das die räumliche Auflösung einer
Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre, wie sie bei der Erfindung
verwendet wird, im Vergleich zu einer bekannten Röntgen
strahl-Bildverstärkerröhre zeigt.
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels
eines digitalen Echtzeit-Radiographiesystems. Röntgenstrah
len, die von einer Röntgenröhre 2 erzeugt werden, bestrahlen
ein Objekt 3. Die Röntgendosis wird von einer Röntgendosis
steuerung 1 eingestellt. Eine Röntgenstrahl-Bildverstärker
röhre 4 wandelt das Röntgenbild des Objekts 3 in ein opti
sches Bild. Ein Bildverteiler 5 überträgt das optische Bild
an eine Videokamera 6. Der Bildverteiler 5 weist ein Tan
demlinsensystem auf, das aus einem das Ausgangsbild der
Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre 4 empfangenden Primärlin
sensystem und einem Sekundärlinsensystem besteht, das das
optische Bild auf eine Bildempfangsfläche der Videokamera 6
fokussiert. Der Bildverteiler 5 verfügt auch über eine Iris
19, die die Lichtmenge für das optische Bild auf der Bild
empfangsfläche steuert, und einen Lichtdetektor 20, der die
Lichtmenge mißt.
Die Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre 4, der Bildverteiler
5 und die Videokamera 6 bilden einen Bilderfassungsteil des
digitalen Radiographiesystems. Der Bilderfassungsteil ist an
einem Tisch 31 angebracht, auf dem das Objekt 3 gelagert
wird. Die Position des Bilderfassungsteils und die Röntgen
röhre 2 können relativ zum Tisch 31 mit Hilfe eines in Fig. 1
nicht dargestellten Verschiebemechanismus verändert wer
den. Darüber hinaus kann der Winkel der Gesamtanordnung des
Tisches 31, der Röntgenröhre 2 und des Bilderfassungsteils
mit einem in Fig. 1 nicht dargestellten Neige- und Drehme
chanismus geändert werden.
Die Videokamera 6 weist vier verschiedene Abtastarten auf.
In einer ersten Abtastart findet Zwischenzeilenabtastung mit
einer Vollbild-Wiederholrate von 30 Vollbildern pro Sekunde
und 1081 Abtastzeilen statt. Die erste Abtastart wird ver
wendet, wenn sich das System in einer Betriebsart für Fluo
reszenzüberwachung befindet, in der Röntgenstrahlen niede
rer Dosis das Objekt dauernd bestrahlen und ein Echtzeit-
Röntgenbild des Objektes beobachtet werden kann. Ein Wahl
schalter 21 wird so verdreht, daß er auf einen Kontakt F
schaltet, damit das Videosignal von der Videokamera 6 einem
A/D-Wandler 15 zugeführt wird. Das digitalisierte Videosig
nal wird einem rekursiven Filter 16 zugeführt, um dem Bild
eine bevorzugte Zeitverzögerung zu verleihen. Das gefilterte
Signal wird über einen D/A-Wandler 17 einer Anzeige 18 zuge
führt.
Die zweite, dritte und vierte Abtastart werden für radio
graphische Bilderfassung angewählt, bei der Röntgenbilder
mit gepulsten Röntgenstrahlen hoher Röntgendosis erhalten
werden und für Diagnosezwecke aufgezeichnet werden. In die
sen Radiographie-Bilderfassungsbetriebsarten ist der Schal
ter 21 auf einen Kontakt R gestellt, so daß das Videosignal
von der Videokamera 6 einem anderen A/D-Wandler 7 zugeführt
wird. Das digitalisierte Videosignal wird über eine Lineari
tätssteuerung 8 einem Bildprozessor 9 zugeführt. Die Linea
ritätssteuerung 8 übt Gammasteuerung und Umwandlung von li
nearen Daten in logarithmische Daten aus. Der Bildprozessor
9 führt verschiedene Bildverarbeitungsabläufe abhängig von
Befehlen aus, wie sie von einer Hauptsteuerung 13 übertragen
werden. Die resultierenden Bilder werden in einem Speicher
11 abgelegt oder mit einer Anzeige 10 dargestellt.
Auf einer Bedienkonsole 14 sind viele Steuerschalter ange
bracht, z. B. für Betriebsartauswahl, zum Einstellen von
Größen und/oder Bedingungen für die Linearitätssteuerung,
zum Einstellen der Röntgendosis und zum Angeben von Abläufen
zum Speichern der Daten. Die Hauptsteuerung 13 erzeugt
Steuersignale oder Befehle abhängig von der Betätigung der
Steuerschalter.
In der zweiten, dritten und vierten Abtastart wird von der
Videokamera 6 nicht mit Zwischenzeilenverfahren abgetastet.
Die Anzahlen der Abtastzeilen sind 525, 1050 bzw. 2100. Die
Vollbild-Wiederholraten sind 60 Rahmen pro Sekunde, 15 Rah
men pro Sekunde bzw. 3,75 Rahmen pro Sekunde. Demgemäß ist
die vierte Abtastart eine solche mit hoher räumlicher Auflö
sung, mit 2048·2048 Pixeln pro Vollbild. Die Strahlab
tastfläche auf der Bildaufnahmefläche der Videokamera 6 än
dert sich für alle vier Abtastarten nicht. Wenn z. B. ein
ringförmiges SATICON (Warenzeichen) von 25,4 mm (1 Zoll)
verwendet wird, ist die Bildabtastfläche 15·15 mm bis
16·16 mm. Wenn ein SATICON mit Stiftzuführung vom 25,4 mm
(1 Zoll)-Typ verwendet wird, ist die Strahlabtastfläche
12,5·12,5 mm bis 13·13 mm. Da die Röntgenstrahl-Bildver
stärkerröhre 4 ein kreisförmiges Ausgangsbild aufweist, ist
die tatsächliche Bildeingangsfläche auf der Bildempfangs
oberfläche ein Kreis, der in die Strahlabtastfläche einge
schrieben ist. Wenn eine 50,8 mm (2 Zoll)-Bildaufnahme ver
wendet wird, ist eine Bildaufnahmefläche von 30·30 mm bis
32·32 mm erzielbar. In diesem Fall erfolgt die Strahlab
tastung über 4200 Abtastzeilen, um die räumliche Auflösung
zu verbessern.
Fig. 2 zeigt den Aufbau des Bilderfassungsteils gemäß Aus
führungsbeispielen. Er verfügt über die Röntgenstrahl-Bild
verstärkerröhre 4, den Bildverteiler 5 und die Videokamera
6. Die Bildeingangsfläche der Röntgenstrahl-Bildverstärker
röhre 4 weist einen Durchmesser von 12 Zoll, genauer 310 mm
auf. Das empfangene Röntgenbild wird an einer Photokathode
in eine Elektrodenverteilung umgewandelt, und das elektroni
sche Bild wird an einer Ausgangsoberfläche in ein verstärk
tes optisches Bild umgewandelt. Die Röhre 4 des Ausführungs
beispiels weist eine effektive Ausgangsbildgröße von 60±2 mm
Durchmesser auf. Der Bildverteiler 5 verfügt über ein
Primärlinsensystem mit einer Brennweite von 200 mm und einer
F-Zahl von 1,5. Er weist weiterhin ein Sekundärlinsensystem
mit einer Brennweite von 50 mm und einer F-Zahl von 0,65
auf. Der Lichtpfad im Linsensystem wird durch einen Spiegel
221 um 90° abgelenkt, der zwischen Linsen im Primärlinsen
system angeordnet ist. Durch das optische System wird das
Ausgangsbild der Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre 4 auf
eine Bildempfangsoberfläche der Bildaufnahmeröhre der Video
kamera 6 fokussiert.
Fig. 3A zeigt Abmessungen des Bilderfassungsteils des Aus
führungsbeispiels. Die Tiefe des Bilderfassungsteils ist
705 mm. wenn die Ausgangsbildgröße der Röntgenstrahl-Bild
verstärkerröhre etwa 60 mm ist, kann die Tiefe des Bilder
fassungsteils auf etwa 700 mm dadurch verringert werden, daß
Ablenkung im Lichtpfad verwendet wird. Darüber hinaus kann
ein Bilderfassungsteil verwendet werden, der sowohl die
Videokamera 6 wie auch eine Fleckkamera 61 aufweist, wie
dies in Fig. 3B dargestellt ist. Bei dieser Anordnung wird
der Winkel des Spiegels im Bildverteiler 5 verändert, um
entweder die Videokamera oder die Fleckkamera 61 auszuwäh
len. Wenn die Fleckkamera 61 eine Bildgröße von 90 mm im
Durchmesser aufweist, hat das Sekundärlinsensystem für die
Fleckkamera vorzugsweise eine Brennweise von 300 mm und eine
F-Zahl von 4,5. Statt der Fleckkamera 61 oder der Videokame
ra 6 kann auch eine Filmkamera verwendet werden. Wenn eine
Filmkamera mit einer Bildgröße von 25,5 mm im Durchmesser
verwendet wird, ist es von Vorteil, wenn das Sekundärlinsen
system eine Brennweite von 85 mm und eine F-Zahl von 2 auf
weist.
Fig. 4 zeigt einen bevorzugten Bereich, wie er für die Er
findung vorgeschlagen wird, von Abmessungen einer Röntgen
strahl-Bildverstärkerröhre, wie sie in einem digitalen Ra
diographiesystem verwendet wird, und zwar im Vergleich zu
Abmessungen von herkömmlichen Röntgenstrahl-Bildverstärker
röhren. Auf der Abszisse ist der Durchmesser der Bildein
gangsfläche (Eingangsbildgröße) der Röhren aufgetragen. Die
Skala ist in Zoll unterteilt. Entlang der Ordinate ist das
Verhältnis der Eingangsbildgröße zur Ausgangsbildgröße ein
gezeichnet, also der inverse Wert des Bildverkleinerungsver
hältnisses der Röhren. Der mit einem doppelten Kreis umran
dete Punkt E bezeichnet den beim oben angegebenen Ausfüh
rungsbeispiel verwendeten Röntgenstrahl-Bildverstärker. Der
schraffierte Bereich D kennzeichnet den bevorzugten Abmes
sungsbereich für einen Röntgenstrahl-Bildverstärker für ein
digitales Radiographiesystem. Der Bereich erstreckt sich von
10 bis 18 Zoll (254 bis 450 mm) für die Eingangsbildgröße,
50 bis 90 mm für die Ausgangsbildgröße und 4 bis 8 für das
Verhältnis der Eingangsbildgröße zur Ausgangsbildgröße. Der
Bereich für die Eingangsbildgröße rührt von der Größe des zu
untersuchenden menschlichen Körpers her. Wenn eine Röntgen
strahl-Bildverstärkerröhre mit einer Ausgangsbildgröße über
90 mm verwendet wird, werden die Abmessungen des optischen
Systems zum Fokussieren des Ausgangsbildes zu groß, und in
folgedessen überschreitet die Tiefe des Bilderfassungsteils
die praktisch sinnvolle Grenze von etwa 800 mm. Röntgen
strahl-Bildverstärkerröhren mit einer Ausgangsbildgröße un
ter 50 mm begrenzen die räumliche Auflösung des sich erge
benden Bildes auf einen nicht zufriedenstellenden Wert, ins
besondere bei der Betriebsart mit 2100 oder 4200 Abtastzei
len. Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhren mit einem Verhältnis
zwischen Eingangsbildgröße und Ausgangsbildgröße über 8 ver
ringern ebenfalls die räumliche Auflösung des sich ergeben
den Bildes. Röhren mit einem Verhältnis unter 4 weisen ein
geringes Bildverstärkungsverhältnis auf, da der Elektronbün
delungseffekt schlecht wird. Dementsprechend wird die Em
pfindlichkeit des Radiographiesystems gering. Im schraffier
ten Bereich um den Punkt E in Fig. 4 ergibt sich eine Rönt
genstrahl-Bildverstärkerröhre mit hoher räumlicher Auflö
sung, die auch 2100 oder 4200 Abtastzeilen der Videokamera
rechtfertigt. Gleichzeitig wird ein Radiographiesystem mit
praktisch vernünftiger Größe und ausreichender Empfindlich
keit erhalten, wenn eine Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre
im Bereich E verwendet wird.
Die Punkte F in Fig. 4 kennzeichnen Röntgenstrahl-Bildver
stärker, wie sie in herkömmlichen Radiographiesystemen ver
wendet wurden. Sie weisen Abmessungen auf, mit denen hohe
Auflösung, die auch eine Abtastung mit 2100 oder 4200 Zeilen
lohnt, nicht erhalten werden kann. Ein Punkt C bezeichnet
eine Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre, wie sie in "ASTM
Special Technical Publication 216, American Society for
Testing and Materials" zur Verwendung in einem Radiographie
system vorgeschlagen wurde. Das Verhältnis der Eingangsbild
größe zur Ausgangsbildgröße ist 3, weswegen der Bildverstär
kungseffekt unzureichend ist. Punkte A und B bezeichnen her
kömmliche Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhren für direkte
Bildbeobachtung. Die einem Punkt A zugeordnete Röhre verwen
det eine Elektronenvervielfacherstruktur zum Kompensieren
eines niederen Bildverstärkungseffekts. Die Struktur verur
sacht geringe räumliche Auflösung. Beide Röhren A und B sind
zu groß, um einen Bilderfassungsteil praktisch sinnvoller
Größe für ein digitales Radiographiesystem zu erhalten.
Fig. 5 zeigt die Kennlinie für die räumliche Auflösung der
Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre gemäß dem obigen Ausfüh
rungsbeispiel. Die Modulationsübertragungsfunktion (MTF =
Modulated Transfer Function)-Kurve (a) des Ausführungsbei
spiels verläuft über der MTF-Kurve (b) für eine bekannte
Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre mit derselben Eingangs
bildgröße, aber einer kleineren Ausgangsbildgröße. Die räum
liche Auflösung bei 5% MTF des Ausführungsbeispiels ist
4,5 lp/mm, was das 1,3fache des Wertes für die herkömmliche
Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre ist.
Claims (5)
1. Radiographiesystem mit:
- - einer Röntgenquelle (2) zum Bestrahlen eines Gegenstandes (3), der mit Röntgenstrahlen zu untersuchen ist; und
- - einem Bilderfassungsteil (4, 5, 6), der hinter dem Gegen stand (3) angeordnet ist, um vom Gegenstand ein Röntgenbild aufzunehmen, und der über eine Röntgenstrahl-Bildverstärker röhre (4) zum Verstärken des Röntgenbildes und zum Umwandeln desselben in ein optisches Ausgangsbild, eine Videokamera (6) zum Umwandeln des optischen Bildes in ein Videosignal und ein optisches System (5) verfügt, zum Fokussieren des optischen Bildes auf die Videokamera (6),
dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Eingangsbil
des der Röntgenstrahl-Bildverstärkerröhre (4) zwischen etwa
250 und etwa 450 mm (10 bis 18 Zoll) liegt, der Durchmesser
des Ausgangsbildes der Röhre zwischen etwa 50 und etwa 90 mm
liegt und das Verhältnis der Durchmesser von Ausgangsbild
und Eingangsbild zwischen etwa 4 und etwa 8 liegt.
2. Radiographiesystem nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch einen Tisch (1), an dem der Bilderfassungsteil (4, 5,
6) angebracht ist und auf dem der zu untersuchende Gegen
stand (3) zu lagern ist.
3. Radiographiesystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das optische System (5) ein Pri
märlinsensystem zum Empfangen des Ausgangsbildes der Rönt
genstrahl-Bildverstärkerröhre (4), ein Sekundärlinsensystem
zum Fokussieren des Ausgangsbildes auf die Videokamera (6)
und einen Spiegel (22) aufweist, der zwischen Linsen im Pri
märlinsensystem angeordnet ist und das Licht im Primärlin
sensystem um etwa 90° ablenkt.
4. Radiographiesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß seine Tiefe in Strahlungsrich
tung der Röntgenstrahlung kleiner als 800 mm ist.
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