DE4137917C2 - - Google Patents
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-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10D3/00—Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
- G10D3/18—Chin-rests, hand-rests, shoulder rests or guards being removable from, or integral with the instrument
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- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
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Description
Um der Geige während des Spiels einen besseren Halt am Hals zu
geben, hatte bereits Ludwig Spohr Anf. des vorigen
Jahrhunderts den ersten Kinnhalter entwickelt, - ein
Holzformteil, welches man mit Schraubklemmen seitlich vom
Saitenhalter oder über demselben an der Geige anbringt. Bis in
die letzten Jahre begnügten sich die Kinnhalterbauer mit
leichten Form- und Befestigungsänderungen dieses
ursprünglichen Kinnhalters. Erst in jüngster Zeit konnte man
einige wesentliche Neuerungen beobachten, so z. B. einen
beweglichen (drehbaren) Kinnhalter gemäß DE 32 05 292 C2,
der die Bewegungen des Kopfes beim Spiel mehr oder weniger
mitmacht, einen Kinnhalter, den man zur Schonung der Zargen am
Saitenhalterknopf befestigt (DE 29 44 281 A1), und schließlich
in neuester Zeit auch einen Kinnhalter mit extremer Höhe, der
endlich den Anforderungen großer, langhalsiger Menschen
gerecht wird (Bill Benham: "The Strad", May 1991, S. 406-408).
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen
möglichst einfach herstellbaren Kinnhalter zu schaffen, der
sich an beliebige anatomische Gegebenheiten und
Spielgewohnheiten eines Geigenspielers anpassen läßt.
Da jeder Mensch anders gebaut ist, sprich: unterschiedliche
Halslänge, verschieden geformten Unterkiefer, individuelles
Fettpolster unterm Kinn, breite oder abfallende Schultern usw.
vorweist, sollte auch jeder Geiger einen individuellen, seinem
ganz speziellen Körperbau angepaßten Kinnhalter haben. Da es
wirtschaftlich praktisch unmöglich ist, ein Sondermodell für
jeden einzelnen Geiger herzustellen, entstand aus dieser
Überlegung heraus der von mir entwickelte verformbare
Kinnhalter, bei dem sich nicht nur die Kinnauflage der
persönlichen Anatomie jedes Einzelnen (jederzeit) genau
anpassen läßt, sondern der sich vor allem insgesamt auf jede
gewünschte Ebene verstellen läßt. So können ihn Menschen mit
langem Hals sehr hoch einstellen, andere können, um besseren
Halt des Instruments zu erreichen, die gesamte Auflage in
jeder beliebigen Richtung neigen (z. B. abwärts Richtung Steg
oder abwärts Richtung Rücken). So kann sich mit dem
erfindungsgemäßen Kinnhalter jeder sein eigenes Modell nach
seinen ganz persönlichen Wünschen gestalten, und dieses auch
später ev. noch korrigieren. (Zunächst wird ein hoher
Kinnhalter mitunter als fremd und ungewohnt empfunden, so daß
eine allmähliche Anpassung an die optimale Kinnhalterhöhe
einen weiteren großen Vorteil darstellt).
Die leichte Federwirkung, die die Konstruktion naturgemäß mit
sich bringt, hat noch einen großen Vorteil gegenüber allen
starren Kinnhaltern: dadurch, daß der Kinnhalter gewissem
Druck in allen (!) Richtungen etwas nachgibt, entstehen keine
Reibungs- oder Druckpunkte, die meist Anfang des allseits
bekannten "Geigerflecks" sind (der drehbare Kinnhalter von W.
Wolf gibt nur auf einer bestimmten Ebene, nicht in alle
Richtungen nach!). So kann man problemlos während des Spiels
den Kopf etwas von der Geige lösen, ohne gleich den Kontakt
zum Kinnhalter und damit zum Instrument zu verlieren und damit
an Spielsicherheit einzubüßen. Wem bei hoch eingestelltem
Kinnhalter die Federwirkung zu stark ist, der kann zwischen
das Blech etwas Hartgummi o. ä. klemmen, um die Federwirkung
einzudämmen (10).
Die Herstellung des erfindungsgemäßen Kinnhalters ist denkbar
einfach: zur Befestigung an der Geige können alle
handelsüblichen Befestigungsbeschläge (1) verwendet werden.
Anstatt die oberen Winkelschrauben (2) in den Holzkörper eines
üblichen Kinnhalters zu schrauben, werden sie am unteren Ende
des Formblechs befestigt (angelötet oder genietet). Danach
wird hier an der Unterseite zum Schutz der Geige ein üblicher
Gummi-, Kork- oder ähnlicher Streifen (3) aufgeklebt. Das
Blech (z. B. Stahlblech; (4)) muß in der erforderlichen
Form ausgestanzt und gebogen werden. Je nach gewünschter
Endhöhe empfiehlt sich eine einfache (Endhöhe ca. 2-4 cm),
zweifache (2,5-6 cm) oder dreifache (3-8 cm) Biegung
übereinander. Direkt nach der letzten Biegung verbreitert sich
der Blechstreifen zur eigentlichen Kinnhalterform (6). Damit
diese sich leicht verformen läßt, werden 2 größere Löcher (7)
in das Blech gestanzt. Auf diese blecherne Kinnhalterform wird
nun eine Moosgummi (o. ä.)-auflage aufgeklebt (8).
Die Breite des gebogenen Blechstreifens hängt von der Stärke
des Bleches ab: beides sollte so abgestimmt sein, daß sich das
S-förmig gebogene Blech nur durch kräftigen Zug oder Druck
zieharmonikaartig auseinanderziehen bzw. zusammenstauchen
läßt. Bei normalem Kinndruck dagegen sollte das gebogene Blech
nur leicht federnd nachgeben, sich jedoch keinesfalls neu
verformen.
Ein so gebogenes Blech in der richtigen Stärke und Breite kann
man dann nicht nur insgesamt in der Höhe verstellen, sondern
auch auf einer Seite höher, als auf der anderen, vorne höher
als hinten usw., so daß ganz nach individuellem Wunsch
verschiedene Höhen und Ebenen eingestellt werden können. Einen
so genau individuell angepaßten (und auch immer wieder
korrigierbaren) Kinnhalter kann man m. E. auf keine andere
Weise besser und schon gar nicht preiswerter herstellen.
Geiger, die auf einen Holzkinnhalter Wert legen, können mit
Holzschrauben ein beliebiges Holzformteil durch die an der
Vorderseite des Kinnauflagebleches angebrachten kleinen Löcher
(9) (nach Ablösen der Polsterschicht) auf das Blech schrauben.
Eine flexible, weiche Moosgummiauflage hat jedoch neben dem
äußerst angenehmen Kontaktgefühl noch den großen Vorteil, daß
man sich die Kinnauflage millimetergenau der eigenen Anatomie
und speziellen Wünschen anpassen kann.
Der erfindungsgemäße Kinnhalter kann einen wichtigen Beitrag
leisten, die zahlreichen orthopädischen Schäden bei Geigern im
Hals- und Rückenbereich zu lindern bzw. zu beheben und auch
die lästigen Sorgen um den sogenannten "Geigerfleck" zu
beseitigen.
Claims (4)
1. Kinnhalter für geigenartige Instrumente
mit einem S-förmig oder zick-zack-förmig
gebogenen, von Hand verbiegbaren Blechstreifen, welcher an
einem Ende Befestigungselemente zum Verbinden mit dem
Instrument und am anderen Ende eine Kinnauflage trägt.
2. Kinnhalter für Geiger nach Anspruch 1,
wobei die Kinnauflage mit einer nachgebenden
Polsterschicht versehen ist.
3. Kinnhalter für Geiger nach Anspruch 1 und 2,
wobei der Blechstreifen unterhalb der Kinnauflage mit
einer Reihe von Schraublöchern versehen ist.
4. Kinnhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei ein Zusatzteil vorgesehen ist, welches als Klemmteil
ausgebildet und in eine Biegung des Blechstreifens
einsetzbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914137917 DE4137917A1 (de) | 1991-11-18 | 1991-11-18 | Kinnhalter fuer geiger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914137917 DE4137917A1 (de) | 1991-11-18 | 1991-11-18 | Kinnhalter fuer geiger |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4137917A1 DE4137917A1 (de) | 1992-04-30 |
| DE4137917C2 true DE4137917C2 (de) | 1993-05-06 |
Family
ID=6445064
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914137917 Granted DE4137917A1 (de) | 1991-11-18 | 1991-11-18 | Kinnhalter fuer geiger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4137917A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19532900A1 (de) * | 1995-09-06 | 1997-03-20 | Rudolf Neumeister | Ergonomisch gefertigte Kinnstütze (Kinnhalter) für Violine und Viola |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB9007954D0 (en) * | 1990-04-07 | 1990-06-06 | Benham William | Jaw-rest for stringed instrument |
| DE4311418A1 (de) * | 1993-04-07 | 1994-10-13 | Joachim Dr Lahme | Verfahren zur Herstellung einer Kieferwinkelstütze für Geigen und Bratschen sowie eine nach dem Verfahren hergestellte Kieferwinkelstütze |
| US7531727B2 (en) | 2005-12-30 | 2009-05-12 | Buttemer Evan D | Chin rest for musical instrument |
| EP3547304B1 (de) * | 2018-03-26 | 2021-10-20 | Gustav Pirazzi & Comp. GmbH & Co. KG | Haltevorrichtung für einen kinnhalter für ein streichinstrument |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2944281A1 (de) * | 1979-11-02 | 1981-05-14 | Volker 8702 Thüngersheim Burkhart | Violine |
| DE3205292C2 (de) * | 1982-02-15 | 1985-01-17 | Wilhelm De Meern Wolf | Kinnhalter für eine Violine o.dgl. |
| DE3707656C1 (en) * | 1986-12-31 | 1988-06-09 | Wilhelm Wolf | Chin rest |
-
1991
- 1991-11-18 DE DE19914137917 patent/DE4137917A1/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19532900A1 (de) * | 1995-09-06 | 1997-03-20 | Rudolf Neumeister | Ergonomisch gefertigte Kinnstütze (Kinnhalter) für Violine und Viola |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4137917A1 (de) | 1992-04-30 |
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