DE4137924C2 - Verfahren und Vorrichtung zum numerisch gesteuerten Schleifen von Nocken einer Nockenwelle - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum numerisch gesteuerten Schleifen von Nocken einer NockenwelleInfo
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Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum numerisch gesteuerten
Schleifen von Nocken einer Nockenwelle, bei dem in Abhängigkeit
von einer vorgegebenen Nockenkontur die Nockenwelle um ihre
Längsachse gedreht und zugleich eine Schleifscheibe in einer
Richtung senkrecht zur Längsachse zugestellt wird, wobei die
Nockenkontur im Anlaufbereich und im Ablaufbereich des Nockens
jeweils eine konkave Krümmung aufweist.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung
des vorstehend genannten Verfahrens mit einem ersten Schleif
schlitten, der in einer Richtung senkrecht zur Längsachse der
Nockenwelle beweglich ist und eine erste Schleifscheibe trägt.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung der vorstehend genannten Art
sind bekannt.
In dem DE-Buch "Die Steuerung des Gaswechsels in schnellaufenden
Verbrennungsmotoren" von W.-D. Bensinger, Springer-Verlag, 1968,
Seite 31, Fig. 40c,
sind u. a. Nockenformen beschrieben, bei denen die Flanken, d. h.
die Verbindungsabschnitte von Grundkreis und Nebenkreis nicht
die übliche konvexe Form, sondern vielmehr eine konkave Form
aufweisen, die auch als "hohle Flanke" bezeichnet wird.
Derartige Nockenformen werden im Motorenbau eingesetzt, um ein
gutes Füllungsverhalten der Brennräume durch eine schnelle
Ventilbetätigung zu erreichen. Zwar ist es auch möglich,
derartiges durch Anwendung der Mehrventiltechnik zu erreichen,
die Mehrventiltechnik ist jedoch im wesentlichen nur bei hohen
Motordrehzahlen wirksam, während eine Nockenform mit hohler Flanke
das Füllungsverhalten auch bei niedrigen Drehzahlen verbessert.
Bei den bekannten Verfahren und Vorrichtungen wurden jedoch stets
Nocken geschliffen, bei denen der Krümmungsradius im Bereich
der konkaven Krümmung (der hohlen Flanke) mindestens so groß
war wie der Krümmungsradius der verwendeten, einzigen Schleif
scheibe. Es war daher aus geometrischen Gründen möglich, derartige
Nocken in einer Aufspannung mit ein- und derselben Schleifscheibe
zu schleifen, d. h. zunächst zu schruppen und dann zu schlichten.
Wenn bei derartigen bekannten Nocken Bereiche konkaver
Krümmung gewünscht waren, deren Krümmungsradius relativ klein
war, so mußte eine entsprechend kleine Schleifscheibe eingesetzt
werden.
Der Einsatz von Schleifscheiben mit kleinem Durchmesser stößt
jedoch sehr bald an praktische Grenzen, wenn die gesamte
Nockenbearbeitung, d. h. sowohl das Schruppen wie auch das
Schlichten, mit derselben kleinen Schleifscheibe durchgeführt
werden soll. So ergeben sich nämlich zum einen thermische Probleme
an der Schleifscheibenoberfläche, die bei Schleifscheiben mit
kleinerem Durchmesser naturgemäß größer sind als bei solchen
mit großem Durchmesser. Weiterhin ist es problematisch, Schleif
scheiben mit kleinem Durchmesser derart in einer Spindel zu
lagern, daß die erforderlichen Drehzahlen und Antriebsleistungen
aufgebracht werden können, weil die Schleifscheibe sich üblicher
weise um eine Achse dreht, die parallel zur Nockenwellenachse
liegt. Dabei besteht nämlich die Gefahr, daß die Lagerung der
Schleifscheibe in Kollision mit benachbarten, noch unbearbeiteten
oder bereits bearbeiteten Nocken derselben Nockenwelle gerät,
wenn die Spindel im Durchmesser so groß ist wie die Schleif
scheibe. Zwar könnte man die Schleifscheibe auch in an sich
bekannter Weise um eine Achse drehen lassen, die zur Längsachse
der Nockenwelle geneigt ist, indem der Schleifscheibe eine
konische Oberfläche verliehen wird, dies führt jedoch zu
Formfehlern, weil beim numerisch gesteuerten Nockenschleifen
mit gleichzeitiger Drehung der Nockenwelle und Bewegung der
Schleifscheibe senkrecht zur Nockenwelle (X-Achse) die Eingriffs
linie der Schleifscheibe am Nocken in einer Richtung senkrecht
zur X-Achse wandert.
Aus dem JP-Abstract 54-83 195 ist eine Nockenschleifmaschine
bekannt, bei der auf der Welle der Schleifspindel zwei Schleif
scheiben axial nebeneinander angeordnet sind. Die eine der beiden
Schleifscheiben dient dabei zum Vorschleifen und die andere zum
Fertigschleifen. Beide Schleifscheiben haben denselben Durchmesser
und sind daher zur Bearbeitung derselben Konturen der Nocken
geeignet.
Aus der US-PS 48 33 834 ist eine weitere Nockenschleifmaschine
bekannt, mit der Nocken geschliffen werden können, die abschnitts
weise konkave Profilabschnitte aufweisen. Diese bekannte Schleif
maschine ist eine Bandschleifmaschine, bei der der Nocken über
seinen gesamten Umfang mittels eines Schleifbandes geschliffen
wird, das im Eingriffsbereich an der vom Nocken abgewandten Seite
über einen konvexen Schuh geführt wird, dessen Krümmungsradius
kleiner ist als der Krümmungsradius des konkaven Nocken
abschnittes. Zum gleichzeitigen Bearbeiten mehrerer Nocken einer
Nockenwelle sind mehrere derartige Bandschleifvorrichtungen
unmittelbar nebeneinander angeordnet und individuell radial zum
Nocken zustellbar, da die nebeneinanderliegenden Nocken der
Nockenwelle eine unterschiedliche Winkelausrichtung auf der
Nockenwelle haben. Bei dieser bekannten Schleifmaschine ist die
Schleifzeit relativ hoch, weil der gesamte Abtrag am Nocken durch
das Schleifband aufgebracht werden muß.
Eine ähnliche Maschine dieser Art ist aus der DE 40 03 409 A1
bekannt. Auch bei dieser bekannten Schleifmaschine werden mehrere
Nocken einer Nockenwelle gleichzeitig geschliffen, indem mehrere
parallel nebeneinander angeordnete Bandschleifvorrichtungen
vorgesehen sind. Die Bandschleifvorrichtungen sind wiederum so
ausgelegt, daß auch konkave Umfangsabschnitte der Nocken
geschliffen werden können. Auch in diesem Falle wird der Abtrag
an den Nocken allein durch das Schleifband bewirkt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend
weiterzubilden, daß Nocken mit hohler Flanke, d. h. konkaver
Krümmung, schnell, d. h mit hoher Antriebsleistung und mit
präziser Nockenkontur geschliffen werden können.
Gemäß dem eingangs genannten Verfahren wird diese Aufgabe dadurch
gelöst, daß der Nocken in einer einzigen Aufspannung zunächst mit einer
ersten, von einem ersten Spindelstock angetriebenen Schleifscheibe
vorgeschliffen wird, deren Radius sehr viel größer als die
minimalen Krümmungsradien der konkaven Krümmungen ist, wobei
sich gegenüber der Endkontur eine modifizierte Zwischenkontur
ergibt, deren minimaler Krümmungsradius im Bereich der konkaven
Krümmungen größer als oder gleich groß wie der Radius der ersten
Schleifscheibe ist, und daß der Nocken dann mit einer zweiten,
von einem zweiten Spindelstock angetriebenen
Schleifscheibe fertiggeschliffen wird, deren Radius kleiner als
der minimale Krümmungsradius der konkaven Krümmung ist.
Die Aufgabe wird ferner durch eine eingangs genannte Vorrichtung
mit einem erstern Schleifschlitten, der in einer Richtung senkrecht
zur Längsachse der Nockenwelle beweglich ist und eine erste
Schleifscheibe trägt, gelöst, indem auf dem ersten Schleif
schlitten ein zweiter
Schleifschlitten mit einer zweiten
Schleifscheibe angeordnet ist, der relativ zum ersten Schleif
schlitten ebenfalls in einer Richtung senkrecht zur Längsachse
beweglich ist.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird auf diese Weise
vollkommen gelöst. Gemäß der Erfindung wird nämlich die Bear
beitung des Nockens in zwei Abschnitte unterteilt, wobei eine
herkömmliche große Schleifscheibe in einem ersten Bearbeitungs
schritt den wesentlichen Anteil des Aufmaßes entfernt und man
dabei bewußt in Kauf nimmt, daß im Bereich der konkaven Krümmung
die genannte Zone stehenbleibt, die für die große Schleifscheibe
infolge deren großen Radius nicht erreichbar ist. Diese Zone
wird dann in einem zweiten Schritt mittels der kleinen Schleif
scheibe entfernt, die zugleich in einem nachfolgenden Schritt
die Endbearbeitung der gewünschten Nockenkontur übernimmt. Auf
diese Weise ist es möglich, der großen Schleifscheibe, bei der
konstruktive Raumprobleme nicht bestehen, einen üblichen Antrieb
großer Leistung zuzuordnen, während die kleine Schleifscheibe,
bei der im Antriebs- bzw. Lagerbereich enge konstruktive räumliche
Verhältnisse herrschen, nur mit einem kleineren Antrieb geringerer
Leistung versehen werden muß, da die kleine Schleifscheibe nur
die stehengebliebene Zone und einen geringen Anteil des Aufmaßes
zu schleifen braucht, wie dies üblicherweise in einem Schlicht
schleifvorgang geschieht. Diese Umstände wirken sich auch positiv
auf die Lebensdauer der Schleifscheiben aus, weil eine große
Schleifscheibe weit eher in der Lage ist, große Volumina an
Material zu zerspanen als kleine Schleifscheiben, jeweils bezogen
auf dieselbe Standzeit.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist es daher erstmals möglich, Nocken mit hohlen
Flanken großtechnisch mit Bearbeitungszeiten zu schleifen, wie
sie beim Nockenschleifen von Nockenwellen üblicher Bauart, d. h.
mit konvex gekrümmten Flanken, derzeit Stand der Technik sind,
d. h. etwa drei bis vier Sekunden pro Nocken betragen, ohne daß
dadurch die Standzeit der Schleifscheiben beeinträchtigt wird.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden der Nocken nach dem Schleif mit der ersten
Schleifscheibe stillgesetzt und die Zonen mit den konkaven
Krümmungen vor dem Fertigschleifen mit der zweiten
Schleifscheibe im Einstechschleifen im wesentlichen ausge
schliffen.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß in einer sehr schnellen
Operation praktisch die gesamte Zone ausgeschliffen werden kann,
wobei ein zeitraubender Bahnbetrieb nicht erforderlich ist, weil
die zweite, kleine Schleifscheibe lediglich im Zustellbetrieb
in die Zone eintaucht. Da üblicherweise die Nockenkontur im
Bereich der konkaven Krümmung im wesentlichen die Form eines Kreis
bogens hat, kann durch einmaliges Eintauchen der zweiten
Schleifscheibe die stehengebliebene Zone nahezu vollständig
ausgeschliffen werden.
Bei einer bevorzugten Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird der Radius der zweiten Schleifscheibe nach der Beziehung:
RS2 ≈ K · ρk min
dimensioniert, wobei ρk min der minimale Krümmungsradius der
konkaven Krümmungen und K ein Korrekturfaktor ist, der zwischen
0,6 für große Winkelgeschwindigkeiten (ω<8.000 Grad/min) und
0,9 für kleine Winkelgeschwindigkeiten (ωk<4.000 Grad/min)
liegt.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der größtmögliche Radius
der zweiten Schleifscheibe eingestellt wird, der auch unter
Berücksichtigung dynamischer Effekte, d. h. sich einstellender
Schleppfehler, in der Lage ist, den Bereich der konkaven Krümmung
ohne Formfehler auszuschleifen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines
Nockens mit hohlen Flanken (nicht maßstäblich);
Fig. 2 eine Seitenansicht einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 3 die Draufsicht auf die in Fig. 2 gezeigte Vorrichtung;
Fig. 4 bis 7
vier Phasenbilder zur Erläuterung von Schritten des
erfindungsgemäßen Verfahrens.
In Fig. 1 ist (nicht maßstäblich) ein Nocken 10 dargestellt,
wie er für Nockenwellen von Kraftfahrzeugmotoren eingesetzt wird.
Der Nocken 10 ist um eine Drehachse 11 drehbar, die zugleich
die Längsachse der nicht dargestellten Nockenwelle ist.
Der Nocken 10 weist in bekannter Weise einen Grundkreisabschnitt
12 mit einem Radius RG auf, dessen Mittelpunkt mit der Drehachse
11 des Nockens 10 zusammenfällt. An den Grundkreisabschnitt 12, der im Nocken
10 einen Umfangswinkel ϕG einnimmt, schließen sich über den
Vornockenbereich 15a/15b an der Anlaufseite ein konkaver
Flankenabschnitt 13a und an der gegenüberliegenden Ablaufseite
ein zweiter konkaver Flankenabschnitt 13b des Nockens 10 an,
die jeweils einen Umfangsabschnitt ϕk einnehmen. Die Vornocken
abschnitte 15a und 15b des Nockens 10 haben einen konvex
gekrümmten Bereich als Übergang zwischen Grundkreisabschnitt
12 und Flankenabschnitt 13a und 13b unter einem Umfangswinkel
ϕv. Die Nockenkontur weist dann in den Spitzenbereich einen
konvexen Spitzenkreisabschnitt 14 auf, der einen variablen Radius ρS besitzt.
Der Spitzenkreisabschnitt 14 nimmt einen Umfangswinkel ϕS ein.
Wie man nun aus Fig. 1 deutlich erkennt, ist der Nocken 10 in
seiner Kontur so angelegt, daß der Anlaufabschnitt 13a und der
Ablaufabschnitt 13b, d. h. die Nockenflanke, nicht in der üblichen
Weise konvex, sondern vielmehr konkav gekrümmt sind. Diese
Erscheinung bezeichnet man auch als "hohle Flanken".
Der Sinn dieser Maßnahme ist, bei der Betätigung der Tassenstößel
für die Ventile des Motors einen schnelleren Anlauf bzw. Ablauf
vom Spitzenkreisabschnitt 14 zu erreichen, so daß das Füllungsver
halten der Brennräume verbessert wird.
In Fig. 1 ist ferner mit ρk der Krümmungsradius der An- und Ablaufbereiche
13a, 13b eingezeichnet, wobei deutlich ist, daß dieser Krüm
mungsradius ρk den Krümmungsradien RG und ρS von Grundkreis
abschnitt 12 und Spitzenkreisabschnitt 14 entgegengerichtet ist.
Es versteht sich, daß der Krümmungsradius ρk nicht konstant ist.
Der minimale Krümmungsradius ρk min der Abschnitte 13a und 13b
ist daher eine wichtige Größe für die Bearbeitung dieser
Abschnitte 13a und 13b.
So ist beispielsweise ohne weiteres einsichtig, daß die Abschnitte
13a und 13b nur mit einer Schleifscheibe ausgeschliffen werden
können, deren Radius kleiner ist als der minimale Krümmungsradius
ρk min, weil sonst Formfehler entstünden. In der Praxis wählt man
den Radius der Schleifscheibe sogar noch deutlich kleiner, um
die Schmiegung kleiner zu halten, so daß die Berüh
rung zwischen der Schleifscheibe und dem Werkstück im konkaven Bereich einer
Kontaktlinie entspricht.
In den übrigen Bereichen der Nockenkontur, nämlich im Grundkreis
abschnitt 12, im Vornockenabschnitt 15a/15b und im Spitzenkreis
abschnitt 14 spielt der Radius der Schleifscheibe unter dem
Gesichtspunkt der Formtreue hingegen keine Rolle, weil diese
Bereiche konvex gekrümmt sind und daher zumindest theoretisch
mit Schleifscheiben eines beliebigen Radius geschliffen werden
können.
In den Fig. 2 und 3 ist - äußerst schematisch - ein Ausfüh
rungsbeispiel einer Schleifscheibe dargestellt, die insgesamt
mit 20 bezeichnet ist.
Bei der Schleifmaschine 20 ist auf einem nicht näher dargestellten
Maschinengestell 21 ein erster Schleifschlitten 22 in herkömm
licher Weise in Richtung eines Pfeils 23 verschiebbar angeordnet.
Der Pfeil 23 kennzeichnet in der Fachsprache des Schleifmaschinen
baus die sogenannte X-Achse.
Auf dem ersten Schleifschlitten 22 befindet sich ein erster
Antriebsmotor 24, der über einen ersten Riementrieb 25 eine erste
Schleifscheibe 26 mit großem Radius antreibt. Die erste Schleif
scheibe 26 ist in einem ersten Spindelstock 27 gelagert.
Insoweit ist die Schleifmaschine 20 von herkömmlichem Aufbau.
Auf der Oberseite des ersten Spindelstocks 27 ist nun jedoch
ein zweiter Schleifschlitten 30 angeordnet. Hierzu ist der zweite
Schleifschlitten 30 beispielsweise in der Seitenansicht der Fig. 2
L-förmig mit einem waagrechten Schenkel und einem senkrechten
Schenkel ausgebildet.
Durch eine entsprechende Längsführung mit Vorschubeinrichtung
ist der zweite Schleifschlitten 30 relativ zum ersten Schleif
schlitten 22 entlang eines Pfeils 32 verfahrbar, der parallel
zur X-Achse (Pfeil 23) verläuft.
Der horizontale Schenkel des zweiten Schleifschlittens 30 trägt
einen zweiten Antriebsmotor 33, der über einen zweiten Riementrieb
34 eine zweite Schleifscheibe 35 antreibt. Die zweite Schleif
scheibe 35 ist in einem zweiten Spindelstock 36 gelagert, der
sich vorne auf dem vertikalen Schenkel des zweiten Schleif
schlittens 30 befindet. Die zweite Schleifscheibe 35 ist von
wesentlich kleinerem Radius als die erste Schleifscheibe 26.
In der in Fig. 2 dargestellten Stellung ist der zweite Schleif
schlitten 30 in seiner relativen Position zum ersten Schleif
schlitten 22 in seine rechte Endstellung verfahren, mit der Folge,
daß die zweite, kleine Schleifscheibe 35 nach rechts über den
Außenumfang der ersten, großen Schleifscheibe 26 vorsteht.
In der Draufsicht der Fig. 3 sind die Verhältnisse indes
umgekehrt, weil dort der zweite Schleifschlitten 30 relativ zum
ersten Schleifschlitten 22 in seine rückgezogene, d. h. in Fig. 3
obere Endstellung verfahren ist, in der die erste, große
Schleifscheibe 26 nach vorn (in der Darstellung der Fig. 3 nach
unten) über die Außenkontur der zweiten, kleinen Schleifscheibe
35 übersteht.
In dieser in Fig. 3 angedeuteten Position befindet sich die erste,
größere Schleifscheibe 26 im Eingriff an einem Nocken 41 einer
schematisch dargestellten Nockenwelle 40. Die Nockenwelle 40
ist in üblicher Weise eingespannt und um ihre Längsachse 42,
die sogenannte C-Achse drehbar, wie mit einem Pfeil 43 angedeutet.
Zum Schleifen des Nockens 41 wird die Nockenwelle 40 in der beim
numerisch gesteuerten Schleifen von Nocken üblichen Weise in
Richtung des Pfeils 43 um die C-Achse 42 gedreht, während
gleichzeitig der erste Schleifschlitten 22 in Richtung des Pfeils
23, d. h. entlang der X-Achse, nach vorne und hinten verfahren
wird, so daß die erste Schleifscheibe 26 entlang einer vorbestimm
ten Nockenkontur in Eingriff mit der Oberfläche des Nockens 41
ist, wenn dieser gedreht wird.
Die Besonderheit bei der in den Fig. 2 und 3 dargestellten
Schleifmaschine 20 liegt nun darin, daß alternativ die erste,
größere Schleifscheibe 26 und dann die zweite, kleinere Schleif
scheibe 35 in Eingriff mit dem Nocken 41 und den übrigen Nocken
der Nockenwelle 40 gebracht werden kann. Hierzu wird die
Nockenwelle 40 relativ zum ersten und zweiten Schleifschlitten
22, 30 getaktet, d. h. in Richtung ihrer Längsachse 42, die
parallel zur Z-Achse (Pfeil 45) verläuft, um ein Inkrement
verfahren, das gerade dem Abstand der Schleifscheiben 26, 35
in Richtung der Längsachse 42 (Pfeil 45) entspricht.
Durch relatives Verfahren der Schleifschlitten 22 und 30 in
Richtung der Pfeile 23, 32 zueinander kann dann jeweils die eine
oder die andere Schleifscheibe 26, 35 in Eingriff mit dem Nocken
41 gebracht werden, um dann entlang einer vorbestimmten Kontur
die Oberfläche des Nockens 41 zu schleifen.
Der Verfahrensgang soll jetzt anhand der Phasenbilder gemäß den
Fig. 4 bis 7 näher erläutert werden.
Zum Bearbeiten der Nocken 41 einer Nockenwelle 40 gemäß Fig. 3
wird zunächst die rohe Nockenwelle 40 in bekannter Weise
eingespannt, und die Nockenwelle 40 wird relativ zu den Schleif
schlitten 22 und 30 so getaktet, daß der erste zu bearbeitende
Nocken mit der ersten, größeren Schleifscheibe 26 fluchtet. Die
Schleifschlitten 22 und 30 sind dabei so gegeneinander verfahren,
daß die in Fig. 3 dargestellte Konfiguration entsteht, bei der
die erste größere Schleifscheibe 26 vorsteht und daher wirksam
wird, wenn der erste Schleifschlitten 22 entlang der X-Achse
23 auf die Nockenwelle 40 zu verfahren wird.
Fig. 4 zeigt nun, daß der Nocken 41 im Ausgangszustand eine
Rohkontur 50 aufweist, die der unbearbeiteten Oberfläche des
Nockenwellen-Rohlings entspricht. Eine Zwischenkontur 51
kennzeichnet den Endzustand nach dem Schruppen des Nockens 41,
während eine Endkontur 52 den Endzustand nach dem Schlichten
des Nockens 41 bezeichnet. Es versteht sich, daß die Darstellung
der Fig. 4 bis 7 nicht maßstäblich ist, weil das Aufmaß
zwischen Rohkontur 50 und Zwischenkontur 51, d. h. das Aufmaß für den
Schruppvorgang, selbstverständlich wesentlich größer ist als
das Aufmaß zwischen Zwischenkontur 51 und Endkontur 52, d. h.
das Aufmaß des Schlichtvorganges.
Fig. 4 zeigt nun einen Zustand, bei dem die erste, größere
Schleifscheibe 26 bereits im Eingriff am Nocken 41 ist und über
einen bestimmten Teil des Grundkreisabschnittes bereits von der
Rohkontur 50 auf die Zwischenkontur 51 geschliffen hat. Es
versteht sich, daß Fig. 1 die Verhältnisse nur vereinfacht
darstellt, weil selbstverständlich das Abschleifen von der
Rohkontur 50 auf die Zwischenkontur 51 üblicherweise in mehreren
Stufen geschieht und nicht nur in einer Stufe, wie Fig. 4 dies
zeigt.
Die Schleifscheibe 26 wurde hierzu im Bereiche des Grundkreises
im Zustellbetrieb von der Rohkontur 50 auf die Zwischenkontur
51 zugestellt, während ein Bahnbetrieb in diesem Bereich nicht
erforderlich ist, daß der Grundkreisradius (vgl. Fig. 1) in diesem
Bereich konstant ist. Erst nach dem Verlassen des Grundkreisab
schnittes ist ein Bahnbetrieb erforderlich, bei dem der Drehung
des Nockens 41 um die C-Achse 42 eine oszillierende Bewegung
der Schleifscheibe 26 in Richtung
der X-Achse 23 überlagert wird.
Aus Fig. 4 ist nun deutlich erkennbar, daß der minimale Krüm
mungsradius ρk min wesentlich kleiner als der Radius RS1 der
Schleifscheibe 26. So liegt beispielsweise der minimale Krüm
mungsradius ρk min um einen Faktor 10 niedriger als der Radius
RS1 der Schleifscheibe 26.
Aus den weiter oben bereits erläuterten Gründen ist es daher
nicht möglich, mit der Schleifscheibe 26 die Zwischenkontur 51
exakt zu schleifen, weil die große Schleifscheibe 26 im konkaven
Bereich nicht bis auf den Grund der Zwischenkontur 51 reichen
kann, ohne Formfehler in dem angrenzenden Vornockenabschnitt
und dem Spitzenkreisabschnitt zu verursachen.
Aus diesem Grunde wird der Schleifvorgang gemäß Fig. 4 so
abgewickelt, daß die Schleifscheibe 26 nicht entlang der
Zwischenkontur 51, sondern vielmehr entlang einer modifizierten
Zwischenkontur 51′ geführt wird. Die modifizierte Zwischenkontur
51′ ist so angelegt, daß ihr minimaler Krümmungsradius größer
ist als der Radius RS1 der Schleifscheibe 26. Die modifizierte
Zwischenkontur 51′ kann daher ohne Formfehler mittels der großen
Schleifscheibe 26 geschliffen werden.
Allerdings hat die Modifizierung der Zwischenkontur 51/51′ zur
Folge, daß im Bereich der konkaven Krümmung, d. h. im An
laufabschnitt 13a und im Ablaufabschnitt 13b des Nockens (vgl.
Fig. 1) Zonen 55a, 55b stehenbleiben, die außerhalb der an sich
gewünschten Zwischenkontur 51 liegen.
Wenn die erste Schleifscheibe 26 die modifizierte Zwischenkontur
51′ fertiggeschliffen hat, dann wird die Nockenwelle 40 relativ
zur Schleifscheibe 26 getaktet, und es werden der zweite und
weitere zu bearbeitende Nocken in derselben Weise entlang
modifizierter Zwischenkonturen geschliffen, bis sämtliche Nocken
der Nockenwelle 40 bearbeitet sind. Im Eilgang wird die Schleif
scheibe 26 mittels des Schlittens 22 in Richtung der X-Achse
23 in die Ausgangsposition gefahren (Fig. 5).
Die Nockenwelle 40 fährt nun mit ihrem zuletzt bearbeiteten Nocken
in die Position der Schleifscheiben 35, wobei jedoch die
Nockenwelle 40 um den Abstand getaktet wird, der dem Abstand
der Schleifscheiben 26, 35 in Richtung der Längsachse 42 (Pfeil
45) entspricht. Gleichzeitig werden die Schleifschlitten 22 und
30 relativ zueinander entlang der X-Achse 23 so verfahren, daß
nunmehr die kleinere, zweite Schleifscheibe 35 vorsteht (vgl.
Fig. 2). Gleichzeitig wird die Nockenwelle 40 aus der Ausgangs
position im Schnellgang (Pfeil 43) in eine Winkelposition gebracht
(Fig. 6a), in der sich gerade eine der Zonen 55a, 55b, beim
Beispiel der Fig. 6a die Zone 55a, in Richtung der X-Achse 23,
bezogen auf die Eingriffslinie der zweiten, kleineren Schleif
scheibe 35, befindet.
In dieser Drehposition wird die Nockenwelle 40 stillgesetzt,
d. h. der Drehvorgang beendet. Die zweite, kleinere Schleifscheibe
35 hat einen Radius RS2, der kleiner als der minimale Krüm
mungsradius ρk min im Bereich der konkaven Krümmung des Nockens
41 ist. Die zweite, kleinere Schleifscheibe 35 wird nun gemäß
Fig. 6a in Richtung des Pfeiles 23 auf den Nocken 41 zugestellt,
so daß die Zone 55a in der Stellung der Schleifscheibe 35 gemäß
Fig. 6b durch Einstechschleifen im wesentlichen vollständig
ausgeschliffen wird.
Die Schleifscheibe 35 wird dann mittels des Schlittens 22 im
Eilgang in Richtung der X-Achse 23 in die Ausgangsposition
gefahren.
Der Nocken 41 wird nun im Schnellgang so gedreht, daß in der
gleichen Weise die andere Zone 55b ebenfalls bei stillstehendem
Nocken 41 durch Einstechschleifen ausgeschliffen wird. Fig. 6c
zeigt diesen Vorgang. Anschließend wird die Schleifscheibe 35
mittels des Schlittens 22 im Eilgang in Richtung der X-Achse
23 in die Ausgangsposition gefahren, wie in Fig. 6a dargestellt.
Fig. 7 zeigt nun den abschließenden Vorgang, bei dem in an sich
herkömmlicher Weise der Krümmung 41 von der Zwischenkontur 51 auf
die Endkontur 52 geschliffen wird, und zwar mittels der zweiten
Schleifscheibe 35, die jetzt exakt entlang der Endkontur 52
geführt wird. In Fig. 7 sind mit 60 die Einstiche angedeutet,
die beim Einstechschleifen gemäß Fig. 6 zuvor angebracht worden
waren. Durch das Einstechen wurde das Material im Bereich der
Zonen 55a, 55b so weit zerspant, daß beim Schlichten gemäß Fig. 7
auch im Bereich der konkaven Krümmung so wenig Material zu
zerspanen ist, daß dies in einem Arbeitsgang geschehen kann.
Es versteht sich auch, daß das Abschleifen von der Zwischenkontur
51 auf die Fertigkontur 52 auch in mehreren Stufen erfolgen kann
und nicht nur in einer Stufe, wie Fig. 7 dies zeigt. Der gleiche
Vorgang, das Einstechschleifen mit stehendem Werkstück (Fig. 6a,
b, c) und das Schlichtschleifen (Fig. 7) wiederholt sich
nun durch Takten der Nockenwelle 40 relativ zur zweiten Schleif
scheibe 35 auch an allen übrigen Nocken der Nockenwelle 40, so
daß schlußendlich die Nockenwelle 40 an allen Nocken fertig
geschliffen ist.
Bei einem praktischen Anwendungsfall wird als erste Schleifscheibe
26 eine CBN-Schleifscheibe von 450 mm Durchmesser verwendet,
um Nocken 41 einer Stahl-Nockenwelle 40 zu schleifen.
Zum Schruppschleifen gemäß Fig. 4 wird die erste Schleifscheibe
26 mit einer Umfangsgeschwindigkeit von vS=100 m/s betrieben,
was einer Drehzahl von etwa n=4.300 min-1 entspricht. Die
Schnittgeschwindigkeit vS kann aber auch variiert werden,
beispielsweise im Bereich zwischen 50 und 300 m/s.
Die Nockenwelle 40 wird mit einer Winkelgeschwindigkeit ω um
die C-Achse 42 gedreht. Die Winkelgeschwindigkeit ω wird dabei
stufenweise verändert. Während der Bearbeitung des Grundkreis
abschnittes 12 beträgt sie beispielsweise 35.000 Grad/min, während
der Bearbeitung des Spitzenkreisabschnittes 14 15.000 Grad/min
und während der Bearbeitung der Flanken 13a, 13b beispielsweise
8.000 Grad/min.
Das Aufmaß zwischen Rohkontur 50 und zwischen Kontur 51 beim
Schruppen beträgt z. B. 0,55 mm, die in sechs Umdrehungen der
Nockenwelle 41 abgetragen werden, so daß sich pro Umdrehung
jeweils eine Zustellung von ungefähr 0,09 mm ergibt.
Wenn der minimale Krümmungsradius ρk min in den konkav gekrümmten
Bereichen 13a, 13b des Nockens 41 z. B. 50 mm beträgt, so kann
als zweite Schleifscheibe 35 eine CBN-Schleifscheibe mit
beispielsweise 80 mm Durchmesser eingesetzt werden, deren Radius
mit 40 mm somit kleiner ist als der minimale Krümmungsradius.
Zur genaueren Bestimmung des zulässigen Radius der zweiten
Schleifscheibe 35 geht man davon aus, daß die dynamischen
Verhältnisse zur Nockenkontur im gesteuerten Kontaktpunkt
berücksichtigt werden müssen, um die Schmiegung in der Zerspan
stelle klein zu halten. Dies führt zur Formel
wobei ρk min der minimale Krümmungsradius im konkaven Bereich des
Nockens 41 ist, der z. B. 50 mm beträgt. d2 SN/dϕ ist die Umfangs
beschleunigung der Eingriffslinie der zweiten Schleifscheibe
35 am Nocken 41 und beträgt bei der vorgegebenen Nockenkontur
beispielsweise 0,0164 mm/Grad². ωk ist die Winkelgeschwindigkeit
des Nockens 41 bei der Drehung um die C-Achse 42 im Bereich der
hohlen Flanken. Wenn ω 8.000 Grad/min ist, beträgt somit der
Radius RS2 der zweiten, kleineren Schleifscheibe 35 nur das
0,76fache des minimalen Krümmungsradius ρk min, während bei einer
Winkelgeschwindigkeit ωk von 4.000 Grad/min das 0.87fache
anzusetzen ist.
Hat man auf diese Weise den zulässigen Radius RS2 der zweiten,
kleineren Schleifscheibe 35 ermittelt, so kann diese z. B. mit
einer Schnittgeschwindigkeit VS=100 m/s eingesetzt werden,
was einer Drehzahl n=24.000 min-1 entspricht. Stellt man dann
pro Umdrehung der zweiten Schleifscheibe 35 beim Einstechschleifen
gemäß Fig. 6 um 0,1 µm zu, so führt dies bei einer Vorschub
geschwindigkeit von beispielsweise 23,9 mm/min und einer Tiefe
der Zonen 55a, 55b von beispielsweise 0,16 mm zu einer Bear
beitungszeit von 0,4 s.
Zum Schlichtschleifen gemäß Fig. 7 wird die zweite Schleifscheibe
35 mit derselben Drehzahl bzw. Schnittgeschwindigkeit angetrieben.
Die Winkelgeschwindigkeiten für die Drehung des Nockens 41 um
die C-Achse 42 werden jedoch, verglichen mit dem Schruppvorgang
gemäß Fig. 4 geringfügig anders eingestellt, nämlich mit
25.000 Grad/min im Grundkreisabschnitt 12, mit 8.000 Grad/min
im Spitzenkreisabschnitt 14 und mit 4.000 Grad/min im Bereich
der Flanken 13a, 13b.
Beim Schlichten gemäß Fig. 7 beträgt das Aufmaß zwischen
Zwischenkontur 51 und Endkontur 52 beispielsweise 50 µm, die
in zehn Umdrehungen des Nockens 41 abgeschliffen werden.
Claims (4)
1. Verfahren zum numerisch gesteuerten Schleifen von Nocken
(41) einer Nockenwelle (40), bei dem in Abhängigkeit von
einer vorgegebenen Nockenkontur die Nockenwelle (40) um
ihre Längsachse (42) gedreht und zugleich eine Schleif
scheibe (26; 35) in einer Richtung senkrecht zur Längsachse
(42) zugestellt wird, wobei die Nockenkontur im Anlauf
bereich (13a) und im Ablaufbereich (13b) des Nockens (41)
jeweils eine konkave Krümmung aufweist, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Nocken (41) in einer einzigen Aufspannung
zunächst mit einer ersten, von einem ersten Spindelstock (27)
angetriebenen Schleifscheibe (26) vorgeschliffen wird, deren Radius (RS1)
sehr viel größer als die minimalen Krümmungsradien (ρk min)
der konkaven Krümmungen ist, wobei sich gegenüber der
Endkontur (52) eine modifizierte Zwischenkontur (51, 51′)
ergibt, deren minimaler Krümmungsradius
im Bereich der konkaven Krümmungen größer als oder
gleich groß wie der Radius (SS1) der ersten Schleifscheibe
(26) ist, und daß der Nocken (41) dann mit einer zweiten,
von einem zweiten Spindelstock (36) angetriebenen
Schleifscheibe (35) fertiggeschliffen wird, deren Radius
(RS2) kleiner als der minimale Krümmungsradius (ρk min) der
konkaven Krümmung ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Nocken (41) nach dem Schleifen mit der ersten Schleifscheibe
(26) stillgesetzt und vor dem Fertigschleifen die Zonen
(55a; 55b) mit den konkaven Krümmungen mit der zweiten
Schleifscheibe (35) im Einstechschleifen bei stehendem
Nocken (41) im wesentlichen ausgeschliffen werden.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1 oder 2, mit einem ersten Schleifschlitten
(22), der in einer Richtung senkrecht zur
Längsachse (42) der Nockenwelle (40) beweglich ist
und eine erste Schleifscheibe (26) trägt, dadurch
gekennzeichnet, daß auf dem ersten Schleifschlitten
(22) ein zweiter Schleifschlitten (30) mit einer
zweiten Schleifscheibe (35) angeordnet ist, der rela
tiv zum ersten Schleifschlitten (22) ebenfalls in einer
Richtung senkrecht zur Längsachse (42) beweglich
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Radius RS2 der zweiten Schleifscheibe
(26) nach der Beziehung
RS2 = K · ρk mindimensioniert wird, wobei ρk min der minimale
Krümmungsradius der konkaven Krümmungen
und K ein Korrekturfaktor ist, der zwischen 0,6 für
große Winkelgeschwindigkeiten (ωk<8.000 Grad/min)
und 0,9 für kleine Winkelgeschwindigkeiten
(ωk<4.000 Grad/min) liegt.
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| 8310 | Action for declaration of annulment | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: SCHAUDT MIKROSA BWF GMBH, 70329 STUTTGART, DE |
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| 8314 | Invalidation rejected | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: SCHLEIFRING SERVICE GMBH, 70329 STUTTGART, DE |
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: STUDER SCHAUDT GMBH, 70329 STUTTGART, DE |
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20110601 Effective date: 20110531 |