DE4138422A1 - Dauerdruck-feuerloescher - Google Patents
Dauerdruck-feuerloescherInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Dauerdruck-Feuerlöscher mit
einem mit dem Löschmittelbehälter verschraubbaren Behälter
aufsatz mit einer daran mittels Schlauch angeschlossenen
Löschpistole und einer in dem Behälteraufsatz verschieblich
geführten, am äußeren freien Ende mit einem Schlagknopf ver
sehenen Spindel als Bestandteil einer Auslösevorrichtung, die
bei Betätigung des Schlagknopfes im Inneren des Löschmittel
behälters eine Drucksperre öffnet, um das unter Druck ste
hende Löschmittel über ein behälterseitiges Steigrohr der
Löschpistole zuzuführen.
Während bei einem Hochdruck-Feuerlöscher erst im Be
darfsfall der erforderliche Sprühdruck mittels aus einer
außen am Behälter angebrachten Flasche oder einer innen ange
ordneten Patrone ausströmender Kohlensäure erzeugt wird,
steht das Löschmittel bei einem Dauerdruck-Feuerlöscher stän
dig unter Druck. Damit es nicht vorzeitig austreten kann, ist
im Löschmittelweg zur Löschpistole eine Drucksperre ange
bracht, die geöffnet werden muß, bevor der Feuerlöscher ver
wendet werden kann.
Bei einem bekannten Dauerdruck-Feuerlöscher der im Ober
begriff des Anspruches 1 näher umrissenen Art besteht die
Drucksperre aus einer mittels einer Verschlußschraube an der
oberen Mündung des Steigrohres befestigten Durchstoßscheibe,
die von der mit dem Schlagknopf versehenen Spindel zu durch
stoßen ist. Verschlußschraube, Durchstoßscheibe und Steigrohr
werden in die Behältermündung eingeschraubt, auf die dann
wiederum noch ein Behälteraufsatz mit Handgriff, Schlauch und
Löschpistole aufgeschraubt wird.
Feuerlöscher erfordern zur Aufrechterhaltung ihrer Funk
tionsfähigkeit eine regelmäßige Wartung unter Einschluß der
Prüfung des Löschmittels. Hierzu wird mit Hilfe eines an der
Außenseite des Löschmittelbehälters angebrachten Prüfventil
der Druck abgebaut, bevor sich der Behälter öffnen läßt. Dies
erfordert wegen der Vielzahl der auszubauenden Teile bei dem
geschilderten bekannten Feuerlöscher einen relativ hohen Auf
wand.
Der Erfindung liegt folglich die Aufgabe zugrunde, einen
Dauerdruck-Feuerlöscher so zu gestalten, daß die Wartungsar
beiten weniger umständlich und folglich auch rascher durch
zuführen sind.
Gelöst wird diese Aufgabe entsprechend der Erfindung da
durch, daß sämtliche Funktionsteile der Auslösevorrichtung,
einschließlich der Drucksperre und des Steigrohres an dem Be
hälteraufsatz angebracht sind und daß die Drucksperre einen
mit der Spindel bewegungseinheitlich verbundenen Ventilkörper
umfaßt, der in der Verschlußstellung den Kanal zwischen dem
Steigrohr und dem Schlauchanschluß versperrt und ihn bei nie
dergedrücktem Schlagknopf öffnet.
Um den so gestalteten Dauerdruck-Feuerlöscher zu warten,
ist es nach Ablassen des Druckes über das Prüfventil ledig
lich noch erforderlich, den Behälteraufsatz, in dem sämtliche
Funktionsteile zusammengefaßt und von ihm gehalten sind, vom
Löschmittelbehälter abzuschrauben. Dazu ist beispielsweise
nur eine einzige Überwurfmutter zu lösen. Mit dem Behälter
aufsatz werden die Auslösevorrichtung mit der Drucksperre und
auch das Steigrohr mit einem Griff aus dem Behälter herausge
zogen, wobei die Drucksperre einen steuerbaren Ventilkörper
umfaßt.
Da bei einem Dauerdruck-Feuerlöscher der in Bezug genom
menen Art durch Schlag auf den Schlagknopf sofort der volle
Druck an der schlauchendseitigen Löschpistole ansteht und mit
dieser der Löschvorgang gesteuert werden soll, ist es wich
tig, daß die Drucksperre nicht selbsttätig wieder schließt.
Dies ist auch von Bedeutung im Hinblick darauf, daß nur ein
autorisierter Wartungsdienst den Feuerlöscher nach Gebrauch
wieder in einen gebrauchsfähigen Zustand versetzen soll.
Erreicht wird das Offenhalten des Ventils in vorteilhaf
ter Weise dadurch, daß dem Ventilkörper eine Rückschlagsperre
zugeordnet ist, die nach Betätigung des Schlagknopfes die
Rückführung des Ventilkörpers in die Ventilschließstellung
verhindert. Der einmal nach unten gestoßene und sodann den
Löschmittelweg freigebende Ventilkörper kann also nicht wie
der in seine Schließstellung zurück. Eine Lösung, die dies
besonders einfach ermöglicht, besteht nach einem weiteren Er
findungsmerkmal darin, daß die Rückschlagsperre aus einem
axialgesichert auf der Spindel gehaltenen, unter Spreizspan
nung stehenden Federring besteht, der in Ventiloffenstellung
ausfedert und eine der Spindelführung zugeordnete Rückhal
teschulter hintergreift.
Vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang, wenn die
Spindel mit dem Ventilkörper im Schließsinne ständig von ei
ner Rückstellfeder beaufschlagt ist.
Um den Federring bzw. Sprengring leicht montieren zu
können, ist schließlich noch vorgesehen, daß der Ventilkörper
das behälterinnere Kopfstück der Spindel ausbildet und im An
ordnungsbereich des Federringes an diese, insbesondere mit
tels Verschraubung, angeschlossen ist.
Im übrigen versteht sich die Erfindung am besten anhand
der nachfolgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen dar
gestellten Ausführungsbeispiels. In den Zeichnungen zeigen -
teils in Ansicht, teils im Schnitt:
Fig. 1 einen Funktionsaufsatz eines Feuerlöschers in der
Ventilschließstellung und
Fig. 2 eine entsprechende Darstellung in der Ventilof
fenstellung.
Die in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichneten Funktions
teile eines Feuerlöschers sind mittels einer Überwurfmutter
11 auf den Löschmittelbehälter 12 - eine Stahlflasche - auf
geschraubt.
Im Inneren eines Kopfteiles 13 befindet sich eine mehr
fach gestufte Bohrung 14, in deren unteres Gewindeende 15 ein
in den Löschmittelbehälter 12 eintauchendes Steigrohr 16 ein
geschraubt ist. Ein äußerer Bohrungsabschnitt des Kopfteiles
13 mit dem Durchmesser d dient der vertikal verschieblichen
Führung einer Spindel 17, auf deren oberes Ende ein Schlag
knopf 18 aufgepreßt ist.
Die Spindel 17 ist zweiteilig ausgebildet mit einem Ven
tilkörper 19 als Unterspindel. Dieser ist vorzugsweise und,
wie sich aus Fig. 2 ergibt, mit der Spindel 17 verschraubt
und bildet im Grenzbereich mit dieser eine Ringnut 20 aus zur
Einlagerung und Halterung eines Spreng- bzw. Federringes 21,
der sich bei noch nicht ausgelöstem Löscher innerhalb des
Spindelführungsabschnitts des Durchmessers d befindet.
Am unteren Ende des Ventilkörpers 19 weist dieser eine
Ringnut 22 zur Aufnahme eines Dichtringes - O-Ring 23 - auf,
der einen unteren Bohrungsabschnitt 24 im Kopfteil 13 gegen
das Innere des Löschmittelbehälters 12 abdichtet. Damit ist
der Löschmittelweg vom Löschmittelbehälter über das Steigrohr
16 in einen zum Schlauch und zur Löschpistole führenden Kanal
25 versperrt.
Ergibt sich die Notwendigkeit des Gebrauchs des Lö
schers, so entfernt man zunächst die mit einer Plombe 26 ver
sehene Sicherungslasche 27. Dann wird die Spindel 17 durch
Schlag auf den Schlagknopf 18 heruntergedrückt. Da der Ven
tilkörper 28 bewegungseinheitlich mit der Unterspindel 19
verbunden bzw. ein Teil von ihr ist, wird er ebenfalls nach
unten bewegt, so daß sein Dichtring 23 in einen erweiterten
Bohrungsbereich 29 des Kopfteiles 13 gelangt. Wie aus Fig. 2
ersichtlich, ist somit der Löschmittelweg vom Inneren des
Löschmittelbehälters 12 über den Kanal 25 zur Löschpistole
freigegeben.
Der erwähnte Federring 21 dient dazu, das Ventil nach
einmaligem Niederschlagen des Schlagknopfes 18 offenzuhalten.
Dies gelingt auf einfache Weise dadurch, daß der in seiner
Ruhelage nach Fig. 1 unter ständiger Spreizspannung stehende
Federring 21 in der in Fig. 2 gezeigten Ventiloffenstellung
in einen gegenüber dem Bohrungsabschnitt mit dem Durchmesser
d erweiterten Bohrungsabschnitt mit dem Durchmesser D ge
langt, in dem er sich aufspreizt und sich nach oben hin an
der Bohrungsstufe 30 der Stufenbohrung d/D abstützt. Er kann
aufgrund seiner Aufspreizung nicht mehr in den verjüngten
Bohrungsabschnitt zurück. Im übrigen steht die Anordnung un
ter ständiger Druckbelastung einer als Schraubendruckfeder
ausgebildeten Rückstellfeder 31.
Nach der in Fig. 2 dargestellten Auslösung der Auslöse
vorrichtung ist deren Rücksetzung in den Ursprungszustand
nach Fig. 1 nur durch den Kundendienst möglich, der auch für
eine Neubefüllung des Löschmittelbehälters 12 und eine Über
prüfung der Sicherheit der Funktionsteile verantwortlich ist.
Dies geschieht folgendermaßen: zunächst wird die Überwurfmut
ter 11 gelöst, woraufhin die gesamte Funktionseinheit 10 ein
schließlich des Steigrohres 16 vom Löschmittelbehälter 12 ab
gehoben werden kann. Nach Abschrauben des Steigrohres 16 ist
lediglich die mit dem Ventilkörper 22 versehene Unterspindel
19 von der Oberspindel 17 abzuschrauben, wozu die Stirn der
Unterspindel 19 einen Schraubwerkzeugansatz 32 aufweist. Nach
Trennung der Unterspindel 19 von der Oberspindel 17 kann
letztere nach oben aus dem Kopfteil 13 herausgezogen werden.
Die Wiederherstellung der Funktionsbereitschaft des Lö
schers, geschieht zunächst mit Hilfe einer nicht dargestell
ten Montagehülse, die eine sich nach oben hin konisch verjün
gende Innenbohrung aufweist und von unten her in die Spindel
führung eingeführt wird. Der von unten in die Montagehülse
eingesetzte Federring 21 wird bei seinem axialen Vorschieben
soweit in seinem Außendurchmesser verkleinert, bis er in den
Bohrungsabschnitt des Durchmessers d gelangen kann. Schließ
lich werden von beiden Seiten des Federringes 21 her die
Oberspindel 17 und die Unterspindel 19 gegeneinander geführt
und miteinander verschraubt, wobei sie dann wieder den Feder
ring 21 wie in Fig. 1 gezeigt,wischen sich aufnehmen.
Selbstverständlich ist die Aufnahmenut 20 für den Federring
21 so weit, daß der Federring 21 ein für sein Aufspreizen er
forderliches Spiel findet.
Claims (5)
1. Dauerdruck-Feuerlöscher mit einem mit dem Löschmit
telbehälter verschraubbaren Behälteraufsatz mit einer daran
mittels Schlauch angeschlossenen Löschpistole und einer in
dem Behälteraufsatz verschieblich geführten, am äußeren
freien Ende mit einem Schlagknopf versehenen Spindel als Be
standteil einer Auslösevorrichtung, die bei Betätigung des
Schlagknopfes im Inneren des Löschmittelbehälters eine Druck
sperre öffnet, um das unter Druck stehende Löschmittel über
ein behälterseitiges Steigrohr der Löschpistole zuzuführen,
dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Funktionsteile (10) der
Auslösevorrichtung, einschließlich der Drucksperre (33) und
des Steigrohres (16) an dem Behälteraufsatz (13) angebracht
sind und daß die Drucksperre (33) einen mit der Spindel (17,
19) bewegungseinheitlich verbundenen Ventilkörper (28) um
faßt, der in der Verschlußstellung den Kanal (25) zwischen
dem Steigrohr (16) und dem Schlauchanschluß versperrt und ihn
bei niedergedrücktem Schlagknopf (18) öffnet.
2. Feuerlöscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Ventilkörper (28) eine Rückschlagsperre zugeordnet
ist, die nach Betätigung des Schlagknopfes (18) die Rückfüh
rung des Ventilkörpers (28) in die Ventilschließstellung ver
hindert.
3. Feuerlöscher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückschlagsperre aus einem axialgesichert auf der
Spindel (17, 19) gehaltenen, unter Spreizspannung stehenden
Federring (21) besteht, der in Ventiloffenstellung ausfedert
und eine der Spindelführung zugeordnete Rückhalteschulter
(30) hintergreift.
4. Feuerlöscher nach Anspruch 1 oder einem der folgen
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (17, 19) mit dem
Ventilkörper (28) im Schließsinne ständig von einer Rück
stellfeder (31) beaufschlagt ist.
5. Feuerlöscher nach Anspruch 1 oder einem der folgen
den, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (28) das
behälterinnere Kopfstück der Spindel (17) ausbildet und im
Anordnungsbereich des Federringes (21) an diese, insbesondere
mittels Verschraubung, angeschlossen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914138422 DE4138422C2 (de) | 1991-02-28 | 1991-11-22 | Dauerdruck-Feuerlöscher |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9102379U DE9102379U1 (de) | 1991-02-28 | 1991-02-28 | Dauerdruck-Feuerlöscher |
| DE19914138422 DE4138422C2 (de) | 1991-02-28 | 1991-11-22 | Dauerdruck-Feuerlöscher |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4138422A1 true DE4138422A1 (de) | 1992-09-03 |
| DE4138422C2 DE4138422C2 (de) | 1993-10-21 |
Family
ID=25909379
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914138422 Expired - Lifetime DE4138422C2 (de) | 1991-02-28 | 1991-11-22 | Dauerdruck-Feuerlöscher |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4138422C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN111006049A (zh) * | 2018-10-08 | 2020-04-14 | 埃克斯廷克蒂乌姆公司 | 灭火系统的排放阀 |
| CN112460271A (zh) * | 2020-11-17 | 2021-03-09 | 湖北海祥安防科技有限公司 | 一种用于灭火装置的顶部电子控制阀 |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10021997B4 (de) * | 2000-05-05 | 2004-08-12 | Feuerschutz Emil Jockel | Dauerdruck-Handfeuerlöscher |
-
1991
- 1991-11-22 DE DE19914138422 patent/DE4138422C2/de not_active Expired - Lifetime
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| NICHTS ERMITTELT * |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN111006049A (zh) * | 2018-10-08 | 2020-04-14 | 埃克斯廷克蒂乌姆公司 | 灭火系统的排放阀 |
| CN111006049B (zh) * | 2018-10-08 | 2023-07-04 | 埃克斯廷克蒂乌姆公司 | 灭火系统的排放阀 |
| CN112460271A (zh) * | 2020-11-17 | 2021-03-09 | 湖北海祥安防科技有限公司 | 一种用于灭火装置的顶部电子控制阀 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4138422C2 (de) | 1993-10-21 |
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