DE4138520C2 - Transporteinheit - Google Patents

Transporteinheit

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Description

Die Erfindung betrifft eine Transporteinheit gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine solche Transporteinheit ist aus der Firmenschrift: Paket-Palettomat Typ P3000, C01-20DE, Fördertechnik Hamburg, Harry Lässig, Mühlendamm, 2000 Hamburg-Schenefeld, bekannt.
Beim Transport von Verpackungen hat es sich oft gezeigt, daß die maximal mögliche Ausnutzung der Transportmittel dadurch beeinträchtigt ist, daß die hierbei verwendeten Transportpaletten nicht optimal beladen sind.
Dieser Mangel betrifft sowohl die Anordnung der Verpac­ kungen auf einer Transportpalette als auch die Anzahl der auf einer Transportpalette untergebrachten Verpackungen. Oftmals ist unsachgemäße Stapelung der Verpackungen der Grund dafür, daß nicht die zulässige Stapelhöhe eingehal­ ten wird, da bereits vorzeitig ein instabiler Zustand des Verpackungsstapels erreicht wird.
Um insbesondere diesem Nachteil zu begegnen, werden bis­ weilen zusätzliche Hilfsmittel vorgesehen, z. B. Spann­ bänder, die verhindern sollen, daß die Verpackungen der oberen Lagen aus dem Stapel herausbrechen.
Eine weitere Möglichkeit, die Stabilität eines Stapels von Verpackungen zu erreichen, besteht darin, die Ver­ packungen in sog. "Verbund"-Stapelung anzuordnen, wobei ähnlich wie beim Mauerwerk, eine Überlappung benachbarter Verpackungen beachtet wird.
Allerdings wird eine überlappende Stapel folge im allge­ meinen nur für die oberen Stapellagen und dort häufig auch nur für die außenliegenden Verpackungen vorgesehen, da der hierdurch bedingte Zeitaufwand nach Möglichkeit klein gehalten werden soll.
Aus der DE 41 18 460 A1 mit älterem Zeitrang ist bekannt, mit einer dort ge­ zeigten Vorrichtung zum Beladen von Paletten mit Kartons die jeweiligen Verpackungen zu stapeln, wobei auf den un­ terschiedlichen Verpackungen entsprechende, den Inhalt kennzeichnende Markierungen vorgesehen sind. Dabei arbei­ ten die Elemente der dort gezeigten Stapelvorrichtung mit der Markierung derart zusammen, daß entsprechend der Art der Verpackung die Bewegung gesteuert wird.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Transporteinheit der eingangs genannten Art anzugeben, bei der auf einfache und sichere Weise die betreffenden Verpackungen rasch und ohne besonderen appa­ rativen Aufwand raumsparend und dennoch stapelsicher auf eine Palette gestapelt sind.
Die Lösung der Aufgabe besteht erfindungsgemäß bei einer gattungsbildenden Einrichtung in den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1, das heißt, daß u. a. jede Verpackung mit einer Markierung versehen ist, welche die­ ser Verpackung eine bestimmte Stapelposition zuweist, so daß es in Anwendung der Erfindung ohne besonderen Zeit­ aufwand möglich ist, die Verpackung an der ihr zugewiese­ nen Stapelposition stapelsicher zu plazieren.
Zweckmäßigerweise besteht die Markierung aus einem Auf­ druck oder aus Etiketten, die jeweils an einer festgeleg­ ten jeweils gleichen Stelle der Verpackungen angebracht sind. Besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn die Etiketten an der Oberseite der Verpackungen angebracht sind.
In Weiterbildung der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß die Etiketten in bildlicher Darstellung die jeweilige Stapelposition angeben.
Die Herstellung einer Transporteinheit der vorstehend be­ schriebenen Art ist durch die folgenden Schritte gekenn­ zeichnet:
  • 1. Für jede Art von Verpackung, d. h. hinsichtlich Größe und Material, wird einmalig ein Stapelplan erstellt, der die einzelnen Stapelpositionen für die Verpackungen definiert.
  • 2. Unter Zugrundelegung des Stapelplanes werden Eti­ ketten zur Markierung der Verpackungen erstellt, welche die jeweilige Stapelposition angeben.
  • 3. Alle Verpackungen werden jeweils mit einem Etikett versehen, das ihnen eine bestimmte Stapelposition zuweist.
  • 4. Die derart gekennzeichneten Verpackungen werden anhand der auf den Etiketten enthaltenen Angaben an der ihnen zugewiesenen Stapelposition plaziert.
Der Stapelplan, wie er vorstehend angegeben ist, berück­ sichtigt also nicht nur das Größenverhältnis der Ver­ packung zur Transportpalette, sondern gleichzeitig auch die Art des Materials der Verpackung, was wichtig ist für die maximal zulässige Stapelhöhe. Somit ist es unter Zu­ grundelegung des Stapelplanes möglich, bereits im voraus die erforderliche Transportkapazität zu bestimmen und da­ bei gleichzeitig eine erhöhte Transportsicherheit zu ge­ währleisten.
Die anhand des Stapelplanes mit Etiketten versehenen Ver­ packungen können, ohne daß es besonderer Überlegungen hinsichtlich der besten Stapel folge bedarf oder zeitrau­ bendes Ausprobieren erfordert, an den ihnen jeweils zuge­ wiesenen Stapelpositionen abgesetzt werden.
Die Umsetzung des Stapelplanes in einem Datenverarbei­ tungsprogramm ermöglicht eine weitgehende Automatisierung des Verpackungs- wie des Stapelvorgangs unter Berücksich­ tigung der Größe und des Gewichts des Verpackungsinhalts sowie dessen Empfindlichkeit gegen Druck und Stoß. Bei der Ausgabe der, vorteilhafterweise als Etiketten vorge­ sehenen Markierung, kann auf vorstehende Kriterien geach­ tet werden.
Dabei kann vorgesehen sein, sowohl die Anbringung der Markierungen als auch ihre visuelle Erfassung durch auto­ matisch arbeitende Markierungs- und Lesegeräte durchfüh­ ren zu lassen, wobei letzteres mit einer Ladeeinrichtung gekoppelt ist, welche unter Beachtung der vorstehenden Kriterien die Beladung der Transportpalette zwecks Her­ stellung der Transporteinheit selbsttätig vornimmt.
Hiermit ist ein beschleunigter Warenumsatz im Transport­ bereich ermöglicht, der sich günstig auf die diesbezügli­ chen Aufwendungen erweist.
Diese und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfin­ dung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungs­ beispieles sollen die Erfindung, vorteilhafte Ausgestal­ tungen und Verbesserungen der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Transportpalette mit einer ersten Lage der Transporteinheit,
Fig. 2 eine zweite Lage einer Transporteinheit,
Fig. 3 eine auf einer Palette angeordnete Trans­ porteinheit,
Fig. 4 ein Etikett für die erste Lage und
Fig. 5 ein Etikett für die zweite Lage.
In Fig. 1 ist eine Transportpalette 10 dargestellt, auf welcher eine aus nebeneinander angeordneten, bündig mit­ einander abschließenden Verpackungen 12 einer ersten Lage einer in Fig. 3 gezeigten Transporteinheit 14 darge­ stellt. Die Verpackungen 12 haben Quaderform und sind ohne Zwischenraum zur nächsten Verpackung 12 parallel zu­ einander entsprechend einem Raster auf der Palette 10 plaziert.
Die äußerlich nach Art und Größe gleichen Verpackungen 12 sind auf ihrer Oberseite jeweils mit einem Etikett 16 versehen, aus welchem die Zuordnung in die vorbestimmte Lageposition in der Transporteinheit 14 ersichtlich ist. Üblicherweise reicht es, die Zuweisung der Lageposition innerhalb der Lage festzulegen, d. h. z. B. außen oder in der Mitte, wobei entsprechend Fig. 4 oder Fig. 5 die betreffende Position auf dem Etikett 16 mittels eines Zeichens 18 markiert wird.
In Fig. 2 ist eine zweite Lage von Verpackungen 12 einer Transporteinheit 14 gezeigt, welche im Unterschied zu der aus Fig. 1 ersichtlichen Anordnung eine davon abwei­ chende Anordnung aufweist. Während gemäß Fig. 1 die Ver­ packungen 12 mit ihren Längsseiten parallel zur Längs­ seite der Transportpalette 10 angeordnet sind, so daß im gezeigten Beispiel vier Verpackungen nebeneinander und auch hintereinander Platz finden, sind gemäß der in Fig. 2 gezeigten Anordnung die Längsseiten der Verpackungen 12 teils quer zur Längsachse der hier nicht dargestellten Transportpalette 10, teils mit ihr fluchtend angeordnet. Dabei ist vorgesehen, daß die entlang der Längsachse au­ ßen befindlichen Verpackungen 12 quer zur Längsachse der Transportpalette 10 angeordnet sind, wobei zwischen den beiderseits außen liegenden Verpackungen 12 ein Zwischen­ raum entsteht, der durch weitere Verpackungen 12 ausge­ füllt ist, deren Längsachse jedoch mit der der Transport­ palette fluchtet. Aufgrund dieser Anordnung wird er­ reicht, daß durch abwechselnden Lagenaufbau die Transpor­ teinheit durch Überlappung der Verpackungen 12 in ihrem Aufbau zu stabilisieren.
Eine gemäß Fig. 1 und Fig. 2 gebildete Transporteinheit 14 ist aus Fig. 3 ersichtlich. Bei der in Fig. 3 ge­ zeigten Transporteinheit 14 wechseln die Lagen jeweils miteinander ab, so daß die erste, dritte, fünfte und siebte Lage den Lagenaufbau gemäß Fig. 1 aufweisen und die zweite, vierte, sechste und achte Lage eine Anordnung gemäß Fig. 2 haben. Kurzum, benachbarte Lagen haben einen unterschiedlichen Lagenaufbau bzw. jede zweite Lage hat eine identische Anordnung der Verpackungen 12.
Wie bereits in Fig. 1 erwähnt, sind auch die Verpackun­ gen 12 in Fig. 2 mit Etiketten 17 versehen, welche im Unterschied zu dein Etiketten 16 eine andere Lageanordnung vorgeben. Die in Fig. 3 gezeigte oberste Lage entspricht in ihrem Aufbau der aus der Fig. 2 bekannten Anordnung.
Demgemäß sind die Verpackungen 12 auch hier mit Etiketten 17 versehen.
In Fig. 4 ist ein Etikett 16 gezeigt, dessen Rasterung schematisch die Lageanordnung der Verpackungen 12 gemäß Fig. 1 wiedergibt. An einer bestimmten Stelle ist eine Markierung 18 vorgesehen, welche besagt, daß die mit die­ sem Etikett 16 versehene Verpackung 12 an dieser Position der so angeordneten Lage zu plazieren ist. Abhängig von dem in der Verpackung befindlichen Verpackungsgut kann eine zusätzliche Angabe vorgesehen sein, aus der ersicht­ lich ist, in welcher Lage die mit dieser Markierung 18 versehene Verpackung 12, zu positionieren ist.
In Fig. 5 ist ein weiteres Etikett 17 in schematischer Darstellung wiedergegeben, welches die Anordnung der Ver­ packungen gemäß Fig. 2 wiedergibt. Auch hier ist an ei­ ner bestimmten Position eine Markierung 18 vorgesehen, welche der mit diesem Etikett 17 versehenen Verpackung die entsprechende Lageposition in der Transporteinheit 14 gemäß Fig. 3 zuweist.
Der besondere Vorteil der Transporteinheit 14 beruht dar­ auf, daß sowohl hinsichtlich der Eigenstabilität der Transporteinheit 14 als auch im Hinblick auf die vom Ver­ packungsgut abhängigen Gewichtsverteilung eine optimale Beladung der Transportpalette 10 möglich ist.
Bei Erstellung des sog. Stapelplanes können nämlich alle derartigen Faktoren berücksichtigt werden. Die Ausgabe der Etiketten, welche an einer festgelegten Stelle der Verpackung, in den gezeigten Beispielen auf der Oberseite der Verpackungen 12 an ihrer in Draufsicht rechten unte­ ren Ecke, angebracht werden, kann automatisch erfolgen, da der in einer EDV-Anlage gespeicherte Stapelplan mit­ samt den zu berücksichtigenden Parametern dies auf einfa­ chere und zeitsparende Weise erlaubt.
Je nach apparativer Ausstattung kann die Anbringung der Etiketten automatisch erfolgen. Bei entsprechenden Ein­ richtungen kann ferner die Erfassung der auf den Etiket­ ten angebrachten Markierung von automatisch arbeitenden Lesegeräten vorgesehen sein und einer Stapelvorrichtung gemeldet werden, welche ebenfalls automatisch die derart gekennzeichnete Verpackung an der ihr zugewiesenen Lage­ position plaziert.

Claims (6)

1. Transporteinheit (14) mit auf einer Transportpa­ lette (10), insbesondere Euro-Palette, in mehreren Lagen übereinander gestapelten, jeweils mit einer Markierung versehenen, gleichgroßen Verpackungen, wobei jede Lage mehrere Verpac­ kungen (12) aufweist, deren Anordnung in verschiedenen Lagen der Transporteinheit (14) identisch ist, wobei sich bei we­ nigstens einer dazwischen angeordneten Lage die Verpackungen (12) benachbarter Lagen überlappen, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierung je­ weils eine Gewichtsabhängigkeit der betreffenden Verpackung berücksichtigt und ihr die zugeordnete Lagepo­ sition zuweist.
2. Transporteinheit nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Markierung durch Etiketten (16, 17) ge­ bildet ist, die an einer festgelegten, jeweils gleichen Stelle der Verpackungen (12) angebracht sind.
3. Transporteinheit nach Anspruch 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Etiketten (16, 17) auf der Oberseite der Verpackungen angebracht sind.
4. Transporteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Etiketten (16, 17) in bildlicher Darstellung die jeweilige Anordnung der Verpackungen (12) einer Lage angegeben ist.
5. Transporteinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Etiketten (16, 17) ein besonderes Zeichen (18) angebracht ist, welches die Lageposition der mit diesem besonderen Etikett versehenen Verpackung (12) angibt.
6. Bildung einer Transporteinheit gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
  • 1. Erstellen eines Stapelplanes mit einem DV-Programm für die Verpackungen (12) mit Festlegung deren einzelner Lagepositionen innerhalb der Transporteinheit (14),
  • 2. Ausgabe von Etiketten (16, 17) mit Angabe der je­ weiligen Lageposition in der Transporteinheit (14) gemäß Stapelplan,
  • 3. Anbringung der Etiketten (16, 17) an den Ver­ packungen (12),
  • 4. Identifizierung der mit der Etiketten (16, 17) versehenen Verpackungen und deren Plazierung an der ihnen jeweils zugewiesenen Lageposition.
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