DE4138973C2 - Kodierbare elektrische Steckvorrichtung - Google Patents
Kodierbare elektrische SteckvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine kodierbare elektrische Steckvorrichtung, die aus einer Stift- und einer Buchsenleiste besteht, wobei in der Stift- und der
Buchsenleiste korrespondierende Kodierteile zueinander achsgleich drehbar
gelagert sind.
Bei einer derartigen bekannten Steckvorrichtung (US-PS 40 32 213) sind darüber
hinaus die beiden Kodierteile auch geringfügig axial gegen die Kraft einer
Feder verschieblich. Es ist eine Arretiereinrichtung vorgesehen, die zwar
die jeweils gewünschte Drehlage des betroffenen Kodierelementes vorgibt,
wozu aber gleichzeitig eine Axialverlagerung des Kodierelementes zur
Überwindung der Kraft der genannten Feder zu erfolgen hat. Da, bezogen auf
die beiden ineinandergesteckten Kodierteile, die Kraftrichtungen der
beiden Federn der beiden Kodierelemente gegenläufig zueinander gerichtet
sind, ist eine gleichzeitige gemeinsame Betätigung beider Kodierteile
kaum sinnvoll möglich und vielfach bei montierten Baugruppen, beispiels
weise bei einer Frontplattenmontage, ausgeschlossen. Auch die Steckverbin
dung der beiden Kodierteile ineinander würde dort keine gemeinsame Verdrehung
der Kodierteile ermöglichen.
Bei einer weiteren derartigen bekannten Steckvorrichtung (FR 26 03 746) sind
die beiden Kodierteile zwar gegen eine axiale Verschiebung gesichert, sie
haben jeweils an ihrem Drehumfang wirkend auch eine elastisch wirkende
Arretierung, die lediglich durch Verdrehen des betroffenen Kodierteiles
zur Wirkung gebracht werden kann, doch haben die beiden Kodierteile im
Verhältnis zueinander eine Steckverbindung, die ein gemeinsames Verdrehen
ausschließt. Auch hiermit ist eine erleichterte Erstmontage somit nicht
möglich und eine Umkodierung bei eingebauten und bereits verdrahteten
Steckverbindern ohne komplizierte Demontagearbeiten nicht durchführbar.
Der vorliegenden Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, eine
kodierbare elektrische Steckvorrichtung zu schaffen, die neben einer erleichterten
Erstmontage eine leichte Umkodierbarkeit bereits eingebauter und verdrahteter
Steckvorrichtungen ohne Demontagearbeiten gewährleistet.
Die erfindungsgemäße Lösung ergibt sich aus dem Patentanspruch 1. Durch die
dortige Merkmalskombination ist es gewährleistet, daß zu Zwecken der
Kodierung die nach der Montage ineinandersteckenden Kodierteile, ausgehend
von dem einen oder anderen Kodierteil, lediglich durch einfaches Verdrehen
in die jeweils gewünschte Kodierlage gebracht werden können.
Bei der Erstmontage einer ganzen Baugruppe genügt es somit, die beiden
zusammenwirkenden Kodierteile in beliebiger Drehlage passend zueinander
ineinanderzustecken. Alle übrigen Montagearbeiten können durchgeführt
werden. Es kann erst danach in einem geschlossenen, von daher übersicht
lichen und irrtumsfreien Arbeitsgang die Kodierung insgesamt in einfacher
Weise dadurch durchgeführt werden, daß lediglich die Kodierteilpärchen
jeweils in die gewünschte Lage gedreht werden.
Besonders vorteilhaft ist die denkbar einfache Umkodierbarkeit bei einge
bauten und bereits verdrahteten Steckvorrichtungen, z. B. auch bei Front
plattenmontage und dergleichen, also Situationen, in denen eines der beiden
Kodierelemente ohne größere Demontagearbeiten überhaupt nicht zugänglich ist.
Für eine gewünschte Umkodierung müssen also weder Wände oder Platten
geöffnet noch irgendein Kodierteil ausgebaut werden.
Dabei ist eine hohe Anzahl von Kodierungen gewährleistet und die
Kodierung benötigt aufgrund ihres konstruktiven Aufbaus auch nur einen
geringen Platz.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen gekenn
zeichnet. Deren Merkmale tragen zu einer leichten Handhabung, einer hohen
Anzahl möglicher Kodierungen sowie zu einer einfachen Herstellung bei.
Hervorzuheben ist, daß die beiden miteinander korrespondierenden Kodierteile
völlig gleich ausgebildet sein können. Deren Herstellung und Bevorratung ist
damit erheblich vereinfacht und auch die Gefahr von Montagefehlern ist
ausgeschlossen. Zur Herstellung des ganzen Kodierelementes wird nur noch
ein Werkzeug benötigt.
Durch die besondere Ausgestaltung der Arretierung in Form eines am Dreh
umfang des Kodierteiles liegenden Zahnkranzes, der mit einer elastisch
beweglichen Nase am Kodierteil zusammenwirkt, ergibt sich eine besonders
hohe Anzahl möglicher Kodierlagen.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Kodierung ermöglicht den Einsatz bei
Steckvorrichtungen, deren Stiftleiste und Buchsenleiste über eine gemeinsame
Schwenkachse miteinander verbunden sind. Die gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform vorgesehene Steckverbindung der Kodierteile untereinander ermöglicht es dabei
insbesondere dann, wenn die Kodierung sinnvollerweise in
der Nähe des Schwenkachsenbereiches angeordnet ist, daß beim Wiederzusammen
fügen der zuvor kodierten Leisten die Kodierteile bereits in Funktion treten
können, bevor es zu einer Kontaktierung der elektrischen Anschlüsse kommt.
Beim Einsatz bei frei zugänglichen Steckvorrichtungen besteht die Möglichkeit,
beide einander zugewandten Endbereiche der Stift- und Buchsenleiste mit der
artigen Kodierungen zu versehen. Es ergibt sich eine entsprechende Erhöhung
der Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten für die Kodierung.
Ein Ausführungsbeispiel einer kodierbaren elektrischen Steckvorrichtung gemäß der
Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung
beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 eine kodierbare elektrische Steckvorrichtung in einer
schematisierten Seitenansicht,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Teilansicht der
Steckvorrichtung entsprechend der Linie II
in Fig. 1,
Fig. 3 einen Teillängsschnitt durch ein Kodierteil
gemäß der Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 eine Unteransicht auf das Kodierteil ge
sehen in Richtung des Pfeiles IV in Fig. 3,
Fig. 5 eine Draufsicht auf das Kodierteil gesehen
in Richtung des Pfeiles V in Fig. 3.
Eine in der Fig. 1 dargestellte kodierbare elektrische Steckvorrichtung be
steht aus einer Buchsenleiste 1 und einer Stiftleiste 2, die
mittels einer endseitig vorgesehenenSchwenkachse 13 schwenkbar
miteinander verbunden sind.
In dem der Schwenkachse 13 benachbarten Bereich weisen so
wohl die Buchsenleiste 1 als auch die Stiftleiste 2 jeweils
ein Kodierteil 3 auf, die in Schließstellung der Steckvorrichtung
miteinander korrespondieren und von außen zugänglich angeordnet sind.
Die Kodierteile 3, die gleich ausgebildet sind, liegen je
weils in einer Kodierteilaufnahme 6 der Buchsenleiste 1, bzw.
der Stiftleiste 2 ein. Sie sind mit einem Zapfen 4 und direkt
gegenüberliegend einer Zapfenaufnahme 5 versehen, wobei der
Zapfen 4 eines Kodierteiles in die Zapfenaufnahme 5 des
anderen Kodierteiles 3 in Schließstellung der Steckvorrichtung
eingreift.
Jedes Kodierteil 3 ist in der Kodierteilaufnahme drehbar ge
lagert und innerhalb vorbestimmter Schwenkbereiche in der
Kodierteilaufnahme 6 arretierbar, wobei die Schwenkbereiche
der miteinander korrespondierenden Kodierteile 3 gleich groß
sind. In Schließstellung der Steckvorrichtung verlaufen die
Drehachsen der Kodierteile achsgleich, so daß sich beide
Kodierteile 3 in Schließstellung durch Verdrehen lediglich
eines Kodierteiles 3 verstellen lassen.
Das Kodierteil 3 weist neben der Zapfenaufnahme 5 und dem
Zapfen 4, die beide auf einer Stirnseite angeordnet sind, an
der gegenüberliegenden Stirnseite zwei elastisch verformbare
Rasthaken 10 auf, die sich in montierter Stellung des Ko
dierteiles 3 am Grund einer zylindrischen Öffnung 15 der
Buchsenleiste 1 bzw. der Stiftleiste 2 abstützen. Dadurch
ist ein sicherer Halt des Kodierteiles 3 gewährleistet, der
ein Herausrutschen verhindert.
Weiter ist das Kodierteil 3 mit einem Ringteil 9 versehen, das
an zwei sich gegenüberliegenden Positionen jeweils eine Nase
aufweist, die in eine Ausnehmung 8 der Kodierteilaufnahme 6
eingreift.
Jede Kodierteilaufnahme ist als Zahnkranz 11 ausgebildet, wo
bei die Ausnehmungen 8, in die die Nasen 7 eingreifen, durch
den Zwischenraum zwischen zwei Zähnen 14 gebildet werden.
Die Zahnteilung ist abhängig von dem Durchmesser des Zahn
kranzes 11 bzw. der Kodierteilaufnahme 6 und bestimmt die
Anzahl der Kodiermöglichkeiten. Dabei ist es wichtig, daß die
Zahnteilungen gleich groß sind.
Das Ringteil 9 ist elastisch verformbar, so daß beim Ver
drehen des Kodierteiles 3 die Nasen 7 unter Verformung über
den Scheitelpunkt des zu überfahrenden Zahnes 14 geführt werden
und anschließend in neuer Position in eine benachbarte Aus
nehmung 8 einrasten.
Ein Schlitz 12, der von beiden Seiten des Kodierteiles 3 zu
gängig ist, dient als Werkzeugaufnahme, so daß beispielsweise
ein Schraubendreher eingeführt und das Kodierteil 3 verdreht
werden kann.
Somit ist es auch möglich, bestehende Kodierungen dann zu ver
ändern, wenn die Steckvorrichtung bereits funktionsfähig einge
baut ist, wobei eine Kodierveränderung sowohl von der Vorder-
als auch von der Rückseite der Steckvorrichtung vorgenommen
werden kann.
Bezugszeichenliste
1 Buchsenleiste
2 Stiftleiste
3 Kodierteil
4 Zapfen
5 Zapfenaufnahme
6 Kodieraufnahme
7 Nase
8 Ausnehmung
9 Ringteil
10 Rasthaken
11 Zahnkranz
12 Schlitz
13 Schwenkachse
14 Zahn
15 Öffnung
2 Stiftleiste
3 Kodierteil
4 Zapfen
5 Zapfenaufnahme
6 Kodieraufnahme
7 Nase
8 Ausnehmung
9 Ringteil
10 Rasthaken
11 Zahnkranz
12 Schlitz
13 Schwenkachse
14 Zahn
15 Öffnung
Claims (8)
1. Kodierbare elektrische Steckvorrichtung mit
- a) einer Stift- und einer Buchsenleiste (2, 1),
- b) korrespondierend ausgebildeten, in jeweils einer Kodierteilaufnahme (6) von außen zugänglich angeordneten Kodierteilen, (3) in der Stift- und der Buchsen leiste (2, 1), die paarweise bei geschlossener Steckvorrichtung so ineinandergreifen, daß jedes Paar eine gemeinsame in Steckrichtung verlaufende Drehachse in deren Richtung unverschieblich gelagert in die gewünschte Kodierstellung verdrehbar ist,
- c) einer elastisch ausgebildeten, quer zur Drehachse wirkenden Arretierung zwischen jedem Kodierteil (3) und der Stift- bzw. der Buchsenleiste (2, 1) zu dessen Festlegung in der jeweiligen Kodier stellung.
2. Kodierbare Steckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Arretierung jedes Kodierteil (3) mindestens eine an dessen
Außenumfang angeordnet, quer zu seiner Drehachse elastisch verschieb
bare Nase (7) aufweist, die in jeder Kodierstellung in eine zwischen
zwei Zähnen (14) liegende Ausnehmung (8) eines in der Innenwandung der
zugeordneten Kodierteilaufnahme (6) ausgebildeten Zahnkranz (11)
eingreift.
3. Kodierbare Steckvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Kodierteil (3) auf Außenumfang mit zwei elastisch verform
baren, bügelartig ausgebildeten Ringteilen (9) versehen ist, an denen
jeweils eine Nase (7) angeformt ist und daß sich die beiden Nasen
radial zur Drehachse gegenüberliegen.
4. Kodierbare Steckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Kodierteil (3) mit einem Zapfen (4)
und einer Zapfenaufnahme (5) versehen ist, die um 180° versetzt
zueinander angeordnet sind.
5. Kodierbare Steckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Kodierteil (3) eine Werkzeug
aufnahme vorgesehen ist, die von der von der der steckseitigen Stirnwand
abgewandten Außenwand der Stift- bzw. Buchsenleiste (2, 1) her zugäng
lich ist.
6. Kodierbare Steckvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Werkzeugaufnahme als Schlitz (12) ausgebildet ist.
7. Kodierbare Steckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Kodierteil (3) mit mindestens zwei
sich gegenüberliegenden, quer zu seiner Drechachse elastisch verformbaren
Rasthaken (10) versehen ist, die bei eingesetztem Kodierteil (3)
jeweils eine Hinterschneidung in der Kodierteilaufnahme (6) hinter
greifen.
8. Kodierbare Steckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kodierteile (3) gleich gestaltet sind.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DE4138973A DE4138973C2 (de) | 1991-11-27 | 1991-11-27 | Kodierbare elektrische Steckvorrichtung |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE4138973C2 true DE4138973C2 (de) | 1995-11-02 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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