DE4141803C2 - Wäscheschirm mit Schutzmantel - Google Patents

Wäscheschirm mit Schutzmantel

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen zusammenklappbaren Wäsche­ schirm entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei bekannten Wäscheschirmen dieser Art ist der Schutzmantel eine geschlossene zylindrische Hülle aus Stoff, die über den zusam­ mengeklappten Wäscheschirm gestülpt wird. Da der Wäscheschirm im aufgestellten Zustand, d. h. eingesetzt in ein z. B. im Erdboden verankertes Rohr, verhältnismäßig hoch ist, ist es mühsam, den Schutzmantel überzustülpen und auch abzuziehen. Ist der Wäscheschirm von der Art, die zwischen dem Boden und der Decke eines Balkons oder dergl. eingespannt wird, so muß der Wäsche­ schirm abgebaut werden, um den Schutzmantel anbringen oder abnehmen zu können.
Nach der EP 0283530 A1 ist ein ähnlicher Schutzmantel wie vorab beschrieben, bekannt, bei dem über einen Teil der Länge ein Reißverschluss eingearbeitet ist. Dennoch bleiben die vorab beschriebenen Nachteile weitgehend erhalten.
Nach der EP 0276627 A1 und der EP 0337980 A1 sind harmonikaartig zusammenfaltbare Schutzhüllen bekannt, die am Ende, oben oder unten, des schirmartigen Wäschetrockners befestigt sind. Dabei handelt es sich um vergleichsweise aufwendige Konstruktionen, die den schirmartigen Wäschetrockner über ein vertretbares Maß hinaus verteuern.
Schließlich ist durch die EP 0214123 A2 eine Schutzhülle bekannt, die über eine entsprechende Mechanik in das Innere des Standrohres eines schirmartigen Wäschetrockners einziehbar ist. Neben der aufwendigen Bauweise ist diese Art von Schutzhülle für einen Wäschetrockner, der zwischen Boden und Decke eingespannt werden kann, nicht geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wäscheschirm der gattungsgemäßen Art zu schaffen, bei dem das Anbringen und Abnehmen des Schutzmantels wesentlich erleichtert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Vorschlag ist es zur Benutzung des Wäscheschirmes nur erforderlich, die Längskanten der den Schutz­ mantel bildenden Stoffbahn voneinander zu lösen, worauf der Wäscheschirm aufgespannt werden kann. Dadurch, daß der Schutz­ mantel an dem betreffenden Tragarm verbleibt, erübrigt es sich, wie bei den bekannten Wäscheschirmen zu überlegen, wo der abge­ nommene Schutzmantel hingelegt werden kann, ohne ein Verschmutzen zu riskieren.
Vorteilhafterweise ist auch an der freien, nicht an dem Tragarm anzubringenden Längskante eine Versteifungsleiste angebracht. Um ein gefälliges Aussehen zu erreichen, überdeckt die Stoffbahn des Schutzmantels zweckmäßigerweise die Versteifungsleisten (Anspruch 3).
Zur sicheren Halterung der einen Längskante des Schutzmantels an dem Tragarm kann mindestens einer der beiden Schenkel, welche die Haken bilden, einen zum anderen Schenkel hin gerichteten Vorsprung aufweisen und die Versteifungsleiste für jeden Haken kann mit einer Rastnase versehen werden, die bei eingehakter Versteifungs­ leiste den Vorsprung hintergreift (Anspruch 4). Nach dem Einhaken kann die Versteifungsleiste an ihrem unteren Ende durch eine Schraube an dem Tragarm befestigt werden (Anspruch 5).
Eine besonders kostengünstige Fertigung wird erreicht, wenn die Versteifungsleisten an die Stoffbahn angenäht oder angeschweißt werden (Anspruch 6).
Die Verbindung der beiden Längskanten des Schutzmantels erfolgt vorzugsweise mittels eines teilbaren Reißverschlusses (Anspruch 7). Alternativ kann diese Verbindung auch durch einen Klettenverschluß (Anspruch 8) oder durch Druckknöpfe (Anspruch 10) erfolgen.
Insbesondere bei Verwendung eines Reißverschlusses wird dessen Betätigung erleichtert, wenn auch entlang der anderen, nicht am Tragarm anzubringenden Längskante des Schutzmantels eine Versteifungsleiste vorgesehen ist (Anspruch 2).
Nach dem Freilegen des Wäscheschirmes durch Öffnen des Reißver­ schlusses kann der Schutzmantel umgeschlagen werden und seine Längskanten können mittels des Reißverschlusses wieder miteinander verbunden werden. Der Schutzmantel hängt dann nicht als Bahn, sondern als geschlossener Schlauch an dem Tragarm und stört das Aufhängen der Wäsche nicht. Alternativ kann neben der Hälfte des Reiß- oder Klettenverschlusses, die an der am Tragarm festhakbaren Längskante angebracht ist, eine zweite Reiß- oder Klettenver­ schlußhälfte vorgesehen werden, die in der entgegengesetzten Richtung zeigt und nach Freilegen des Wäscheschirmes durch öffnen des Reiß- oder Klettenverschlusses mit der an der anderen Längs­ kante angebrachten Reiß- oder Klettenverschlußhälfte in Verbindung bringbar ist (Anspruch 9).
Die Haken, in welche die Versteifungsleiste eingehakt wird, können gleichzeitig zur Halterung der Wäscheleinen verwendet werden (Anspruch 11).
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines zusammengeklappten Wäscheschirmes,
Fig. 2 einen Schnitt entlang Linie 2-2 in Fig. 1,
Fig. 3 einen Längsschnitt eines Tragarmes, und
Fig. 4 eine Teilansicht des Schutzmantels im Bereich seiner Längskanten.
Der dargestellte Wäscheschirm weist ein Standrohr 1 auf, das im Ausführungsbeispiel in ein im Boden 2 verankertes Rohr 3 einge­ setzt ist. An dem Standrohr 1 sind über eine Schiebehülse 4 Tragarme 5 angelenkt, zwischen denen sich Wäscheleinen 6 er­ strecken. Jedem Tragarm 5 ist ein Stützarm 7 zugeordnet, der einerseits an einer auf dem Standrohr 1 befestigten Hülse 9 und andererseits bei 10 an dem Tragarm 5 angelenkt ist. Wird die Schiebehülse 4 nach oben verschoben, so wird der der Schirm aufge­ spannt. Die Schiebehülse 4 wird dann durch eine Stellschraube 12 fixiert.
Zur Halterung der Wäscheleinen 6 an den Tragarmen 5 dienen Leinenhaken 13 (Fig. 3), die aus Kunststoff bestehen und in entsprechende Öffnungen 14 in den Tragarmen 5 eingeklipst sind. Die Leinenhaken 13 sind nach oben zu offen und werden von Schen­ keln 15 und 16 gebildet. Um ein Herausrutschender Leinen 6 zu verhindern, ist jeder Schenkel 16 mit einem zum anderen Schenkel 15 hin gerichteten Vorsprung 18 versehen.
Die Leinenhaken 13 an einem Tragarm 5 dienen gleichzeitig zur Befestigung eines Schutzmantels 19. Dieser Schutzmantel 19 ist von einer Stoffbahn 20 gebildet, die entlang ihren Längskanten mit angeschweißten oder angenähten Versteifungsleisten 21 bzw. 22 versehen ist. Die Versteifungsleiste 21 weist Langlöcher 23 auf, mit denen die Leiste 21 in die Leinenhaken 13 eingehängt wird. Zur Fxierung weist die Versteifungsleiste 21 oberhalb ihrer Langlöcher 23 Rastnase 24 auf, welche die Vorsprünge 18 an den Schenkeln 16 der Haken 13 hintergreifen. Zusätzlich ist die Versteifungsleiste 21 am unteren Ende durch eine Schraube 25 am Tragarm 5 befestigt.
Die Stoffbahn 20 überdeckt, wie aus Fig. 2 ersichtlich, die Versteifungsleisten 21 und 22. Entlang ihrer über die Leisten 21, 22 hinausstehenden Längskanten 26, 27 sind die Hälften 28 bzw. 29 eines teilbaren Reißverschlusses 30 angebracht, der durch einen Schieber 31 geöffnet und geschlossen werden kann, was durch die Versteifungsleiste 22 an der nicht ortsfesten Längskante 27 erleichtert wird.
Um den Wäscheschirm aus der Stellung gemäß Fig. 1 in seine Gebrauchslage bringen zu können, wird der Reißverschluß 30 mittels des Schiebers 31 geöffnet, worauf die Tragarme 5 ausgeklappt werden können. Dann hängt die Stoffbahn 20 von dem Tragarm 5 herunter, an dem ihre Längskante 26 befestigt ist. Die Stoffbahn 20 kann dann schlauchförmig umgeschlagen werden und ihre Längs­ kanten 26, 27 können durch den Reißverschluß 30 wieder miteinander verbunden werden. Zur Erleichtern dieser Verbindung kann neben der Reißverschlußhälfe 28 eine zweite Reißverschlußhälfte angebracht sein, die in entgegengesetzter Richtung zeigt und durch den Schie­ ber 30 mit der Reißverschlußhälfe 29 in Eingriff bringbar ist. An der Innenseite des Schutzmantels 19 ist entlang der Versteifungs­ leiste 21 eine Wulst 32 mit Durchbrüchen vorgesehen, auf welche Wäscheklammern 33 aufgeklemmt werden können, die auf diese Weise einerseits verschmutzungsgeschützt aufgeräumt und andererseits stets griffbereit sind.
Anstelle des dargestellten Reißverschlusses 30 kann die lösbare Verbindung der Längskanten 26, 27 der Stoffbahn 20 auch mittels eines Klettenverschlusses oder mittels Druckknöpfen erfolgen.
Die Erfindung ist vorteilhaft auch bei einem Wäscheschirm anwendbar, der nicht, wie gezeigt, freisteht, sondern zwischen dem Boden und der Decke z. B. eines Balkons eingespannt wird. Ein der­ artiger Wäscheschirm ist beispielsweise in dem DE 90 17 683 U1 dargestellt.

Claims (11)

1. Zusammenklappbarer Wäscheschirm
  • - mit einem ein- oder mehrteiligen Standrohr (1), an dem Tragarme (5) angelenkt sind, zwischen denen sich Wäscheleinen (6) erstrecken und die aus einer zu dem Standrohr im wesentlichen parallelen Stellung in eine ausgeklappte Stellung bringbar sind, wobei die Tragarme eingeklipste Leinenhalter (13) zur Aufnahme der Wäscheleinen (6) aufweisen,
  • - und mit einem Schutzmantel (19) zum Abdecken des Wäscheschirmes im zusammengeklappten Zustand,
dadurch gekennzeichnet, daß die in einen der Tragarme (5) einge­ klipsten Leinenhalter mit Haken (13) versehen sind, die im zusammengeklappten Zustand des Wäscheschirmes nach oben zu offen sind, und daß der Schutzmantel (19) von einer Stoffbahn (20) gebildet ist, die entlang einer Längskante (26) eine Verstei­ fungsleiste (21) mit Öffnungen (23) zum Einhaken in die Haken (13) der Leinenhalter aufweist und deren beide Längskanten (26, 27) lösbar miteinander verbindbar sind.
2. Wäscheschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch entlang der anderen, nicht an dem, Tragarm (5) anzubringenden Längskante (27) eine Versteifungsleiste (22) angebracht ist.
3. Wäscheschirm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffbahn (20) des Schutzmantels (19) die Versteifungs­ leiste(n) (21 und/oder 22) überdeckt.
4. Wäscheschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer (16) der beiden Schenkel, welche die Haken (13) bilden, einen zum anderen Schenkel (15) hin gerichteten Vorsprung (18) aufweist und daß die Versteifungsleiste (21) für jeden Haken mit einer Rastnase (24) versehen ist, welche bei eingehakter Versteifungsleiste den Vorsprung (18) hintergreift.
5. Wäscheschirm nach einem der Anspräche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Versteifungsleiste (21) an ihrem unteren Ende durch eine Schraube (25) an dem Tragarm (5) befestigt ist.
6. Wäscheschirm nach einem der Anspräche 1 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Versteifungsleiste (21, 22) an die Stoffbahn (20) angenäht oder angeschweißt ist.
7. Wäscheschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Längskanten (26, 27) der Stoffbahn (20) durch einen teil­ baren Reißverschluß (30) miteinander verbunden sind.
8. Wäscheschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Längskanten (26, 27) der Stoffbahn (20) durch einen Klettenverschluß miteinander verbunden sind.
9. Wäscheschirm nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß neben der Reiß- oder Klettenverschlußhälfte (28), die an der am Tragarm (5) festhakbaren Längskante (26) angebracht ist, eine zweite Reiß- oder Klettenverschlußhälfte vorgesehen ist, die in der entgegengesetzten Richtung zeigt und mit der die an der anderen Längskante (27) angebrachte Reiß- oder Klettenverschluß­ hälfte (29) in Verbindung bringbar ist.
10. Wäscheschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Längskanten (26, 27) der Stoffbahn (20) durch Druckknöpfe miteinander verbunden sind.
11. Wäscheschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haken (13) gleichzeitig zur Halterung der Wäscheleinen (6) verwendet sind.
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