DE4142203C2 - Wendelwärmeübertrager mit dreieckigem Rohrquerschnitt - Google Patents
Wendelwärmeübertrager mit dreieckigem RohrquerschnittInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Wärmeübertrager
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Ein derartiger Wärmeübertrager ist aus der
GB 334 333 bekannt. Zwei Rohre mit verschieden
großen kreisförmigen Querschnitten werden zu Wendeln
geformt, deren Wendeldurchmesser ebenfalls unter
schiedlich ist. Auf diese Weise kann die Wendel mit
dem kleineren Durchmesser in die Wendel mit dem
größeren Durchmesser eingeschraubt werden, so daß
sich insgesamt ein hohlzylindrischer Wärmeübertrager
ergibt. Die Wandung dieses Wärmeübertragers besteht
abwechselnd aus den Wendelgängen der größeren und
der kleineren Wendel, so daß sich insgesamt ein
etwa zickzackförmiger Aufbau der Wandung des Hohl
zylinders ergibt.
Wendel- bzw. hohlzylinderförmige Wärmeübertrager
bieten eine gute Leistung bei kleinem Raumbedarf.
Sie gehören daher allgemein zum Stand der Technik
und sind beispielsweise auch aus der DE 31 22 947 A1
bekannt (Fig. 9). Bei dieser Ausführung weisen die
beiden ineinandergeschobenen Wendeln den gleichen
Durchmesser auf, so daß sich hier kein zickzack
förmiger Verlauf der Wandung des Hohlzylinders er
gibt.
Wie bei dem letztgenannten Stand der Technik ist
auch bei der US 43 16 502 eine Verbesserung der
Wärmeübertragung zwischen den beiden benachbarten
Wendeln angestrebt worden, indem die Kontaktfläche
zwischen den beiden Wendeln gebogen oder wellig ver
läuft und auf diese Weise gegenüber einer geradlini
gen Kontaktfläche vergrößert ist. Die
US 43 16 502 schlägt für eine besonders große
Kontaktfläche zwischen den beiden Wendeln vor, die
eine Wendel durch zwei Halbwendeln zu ersetzen,
welche die andere Wendel von zwei Seiten beaufschla
gen können und damit eine besonders große Wärmeüber
tragungsfläche schaffen.
Zur Wärmeübertragung bei Medien, die jeweils nur
eine Phase aufweisen, sind die beschriebenen Wärme
übertrager gut geeignet. Weniger gut eignen sie sich
für Zwei-Phasen-Medien, da eine Vermischung beider
Phasen auftritt, die die optimale Wärmeübertragung
behindert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gat
tungsgemäßen Wärmeübertrager dahingehend zu verbes
sern, daß er eine möglichst intensive Wärmeübertra
gung gewährleistet und vorteilhaft auch bei Medien
verwendbar ist, von denen zumindest eines zweiphasig
vorliegen kann.
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird
durch die Ausgestaltung gemäß Anspruch 1 gelöst.
Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, den
Hohlzylinder aus zwei Wendeln aufzubauen, die inein
ander regelrecht verzahnt sind, wobei die Rohrquer
schnitte in diesem Verzahnungsbereich dreieckig
ausgebildet sind, so daß sich eine möglichst große
Wärmeübertragungsfläche ergibt.
Vergrößerungen der Wärmeübertragungsflächen und der
Kontaktflächen zwischen den einzelnen Rohren sind
aus dem Stand der Technik vielfach bekannt, wobei
häufig Lötverbindungen vorgeschlagen werden oder
das Eintauchen eines derartigen Wärmeübertragers in
ein Metallbad.
Dabei wurde die Vergrößerung der Kontaktfläche
beider Rohre angestrebt, der Querschnitt der ein
zelnen Rohre blieb jedoch völlig unbeachtet und
wurde zumeist rechtwinklig oder kreisförmig ge
wählt. Aufgrund des guten Verhältnisses von Platz
bedarf zur Leistung eines hohlzylindrischen Wen
delwärmeübertragers wurden Optimierungsversuche
bisher offensichtlich nicht angestellt.
Völlig außerachtgelassen wurde die Tatsache, daß
aufgrund des wendelförmigen Rohrverlaufs Flieh
kräfte auf das im Rohr befindliche Medium ein
wirken. Sobald das Medium zweiphasig vorliegt,
findet daher automatisch eine Trennung der beiden
Phasen statt. Diese Trennung wird durch die erfin
dungsgemäße Ausbildung des Rohrquerschnitts be
günstigt.
Aufgrund des erfindungsgemäß ausgebildeten Rohrquer
schnitts kann diese Zweiphasentrennung auf einfache
Weise dazu ausgenutzt werden, die Leistung des
Wärmeübertragers zu erhöhen und eine intensivere
Wärmeübertragung zu ermöglichen.
So kann bei der Ausgestaltung des Wärmeübertragers
als Verdampfer beispielsweise die innere Wendel
zur Mitte des Hohlzylinders hin einen ausgebauchten
Rohrquerschnitt aufweisen, so daß dort ein relativ
großer Raum für das entstehende Gas vorhanden ist.
Durch die Zentrifugalkraft wird die zu verdampfende
Flüssigkeit immer in dem radial äußeren Bereich, al
so in der Spitze des Dreiecks dieser inneren Wendel
geführt. Diese Spitze liegt im Zwickel zweier be
nachbarter Heizrohrabschnitte, so daß das zu ver
dampfende Fluid intensiv durch die beiden benach
barten Rohrabschnitte der äußeren Wendel beheizt
werden kann.
Weiterhin können bei der Ausbildung des Wärmeüber
tragers als Verdampfer die Rohrquerschnitte der
äußeren Wendel zur Zylindermitte hin eingezogen
sein, so daß sich das Heizmedium nahezu aus
schließlich in dem Bereich befindet, der den beiden
benachbarten inneren Rohrabschnitten anliegt, wobei
in diesen Rohren das zu verdampfende Fluid geführt
wird.
Bei der Ausbildung als Kondensator kann die innere
Rohrwendel vorteilhafterweise das Kühlmittel führen,
während in der äußeren Wendel das zu kondensierende
Gas geführt wird. Dabei können nach unten verlaufen
de Aussackungen im Rohrquerschnitt der äußeren Wen
del vorgesehen sein, in denen sich das Kondensat
sammelt. In der steilen Wendelung fließt es schnell
ab. Aufgrund des auf diese Weise vergrößerten Rohr
querschnittes der äußeren Wendel können die einzel
nen Wendelgänge der äußeren Wendel sich schuppen
artig überlappen.
Hierdurch wird der Vorteil erzielt, daß eine opti
male Trennung zwischen Kondensat und Gasphase er
zielt wird, so daß die Gasphase intensiv von dem
Kühlmittel abgekühlt werden kann.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen im fol
genden näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines vorschlags
gemäßen Wärmeübertragers, der als
Verdampfer ausgelegt ist, wobei ledig
lich ein Teil der Wandung eines Hohl
zylinders dargestellt ist,
Fig. 2 zeigst einen ähnlichen Wandungsaus
schnitt, jedoch für einen Kondensator
und
Fig. 3 zeigt einen ähnlichen Wandungsaus
schnitt für einen Abgaswärmeübertrager.
In Fig. 1 ist ein Ausschnitt der Wandung eines hohl
zylindrischen Wärmeübertragers dargestellt, wobei
diese Wandung aus zwei getrennten wendelförmigen
Rohren besteht. In einem ersten Rohr 1 wird das
Heizmedium geführt, wobei das Rohr 1 die äußere Wen
del bildet. Eine innere Wendel wird aus einem Rohr 2
gebildet, in welchem die zu verdampfende Flüssigkeit
geführt wird.
Aufgrund der Zentrifugalkräfte erfolgt automatisch
eine Trennung der beiden Phasen innerhalb der
inneren Wendel. Die zu verdampfende Flüssigkeit als
Phase mit der höheren Dichte wird durch die Flieh
kraft nach außen, also in die Spitze des Rohrquer
schnitts des Rohres 2 gedrängt. Auf diese Weise
kann dort ein intensiver Wärmeübergang durch die
benachbarten Rohrabschnitte des Rohres 1 gewähr
leistet werden und die Verdampfung innerhalb des
Rohres 2 fördern.
Das äußere Rohr 1 ist in seiner Außenseite leicht
eingezogen, so daß eine Querschnittsverringerung
stattfindet und das eingesetzte Heizmedium mög
lichst optimal lediglich im Bereich der beiden Ab
schnitte des Rohres 1 anliegt, die jeweils mit dem
Rohr 2 Kontakt haben.
Innerhalb des Rohrquerschnitts besteht an dem zur
Wendelachse gerichteten inneren Wandungsabschnitt
der äußeren Wendel die Gefahr, daß bei Teillast
betrieb ein Strömungsabriß erfolgt. Gerade dort ist
aber die intensivste Wärmeübertragung möglich. Durch
die einfallende bzw. eingezogene äußere Wandung wird
das Fluid zur dichten Anlage an der radial inneren
Wandung des äußeren Rohres gezwungen, so daß die
intensive Wärmeübertragung mit dem zu verdampfenden
Medium gewährleistet wird.
Das innere Rohr 2 weist einen Querschnitt auf, der
zum Inneren des Wärmeübertragers hin ausgebaucht
ist, um auf diese Weise einen möglichst großen Raum
für die entstehende Gasphase zur Verfügung zu
stellen.
Bei der Ausbildung eines vorschlagsgemäßen Wärme
übertragers als Kondensator (Fig. 2) ist ebenfalls
ein äußeres Rohr 1a und ein inneres Rohr 2a vorge
sehen. Im Kontaktbereich der beiden Rohre 1a und 2a
sind diese ähnlich wie in Fig. 1 dreieckig ausge
bildet. Das innere Rohr 2a führt in diesem Fall
jedoch das Kühlmittel, während im äußeren Rohr 1a
das zu kondensierende Medium geführt wird.
Das äußere Rohr 1a weist in diesem Fall eine Quer
schnittsvergrößerung auf, wobei diese als nach
unten gerichtete Aussackung 3 ausgebildet ist. Auf
grund des so vergrößerten Querschnitts des Rohres
1a überlappen sich die einzelnen Windungen der Wen
del des Rohres 1a. Durch die Zentrifugalkraft wird
das Kondensat im radial äußeren Bereich des Rohrs
1a, also in der Aussackung 3, gesammelt.
Auch in diesem Fall trägt die Zentrifugalkraft für
eine saubere Trennung der beiden Phasen Sorge und
gewährleistet, daß die zu kondensierende gasförmige
Phase innerhalb des Rohres 1a möglichst ungestört
dem Kühlmittel benachbart bleibt. Eine Vermischung
der Phasen findet aufgrund der wendelförmigen Rohr
führung nicht statt und zudem wird durch die teil
weise dreieckige Ausbildung der Rohrquerschnitte
für eine intensive Wärmeübertragung Sorge getragen,
ohne daß die jeweils unerwünschte Phase die optimale
Wärmeübertragung behindert.
In Fig. 3 ist ein Ausschnitt aus einem Abgaswärme
übertrager dargestellt, der vorschlagsgemäß aufge
baut ist. In dem äußeren Rohr 1b wird das Abgas ge
führt, während das innere Rohr 2b Kühlwasser oder
verdampfendes Kältemittel führt.
Da im inneren Rohr 2b eine Flüssigkeit oder ver
dampfendes Kältemittel und im äußeren Rohr 1b ein
Gas vorliegt, können die Querschnitte dementspre
chend angepaßt sein, indem das innere Rohr 2b le
diglich einen kleinen Querschnitt benötigt, während
in dem äußeren Rohr 1b ein großer Querschnitt dafür
Sorge trägt, daß eine ausreichender Kapazitätsstrom
in diesem Rohr geführt werden kann, um eine inten
sive Wärmeübertragung bei geringem Druckverlust zu
ermöglichen.
Aufgrund der hohen Temperaturunterschiede und der
damit verbundenen Dehnung der Materialien können
vorteilhaft Lötverbindungen oder andere Verbin
dungen, die einen optimalen Wärmeübergang begünsti
gen, lediglich in den Kontaktflächen zwischen dem
äußeren Rohr 1b und dem inneren Rohr 2b vorgesehen
sein. Wo die Wandungen des äußeren Rohrs 1b anein
ander anliegen, werden dagegen vorteilhaft keine
Lötverbindungen vorgesehen, um Spannungen innerhalb
des Wärmeübertragers zu vermeiden.
Aufgrund der verzahnten, teilweise dreieckigen Quer
schnittform der Rohre des vorschlagsgemäßen Wärme
übertragers wird eine optimale Wärmeübertragung er
möglicht, da bei dem Verdampfer die zu verdampfende
Flüssigkeit an den "direkten" Wärmeübertragungs
flächen mit den Heizrohren anliegt. Die gasförmige
Phase, zu der die Wärmeübertragung ohnehin nicht so
intensiv erfolgen kann, steht mit der "indirekten"
Wärmeübertragungsfläche in Kontakt.
Beim Kondensator dagegen befindet sich die flüssige
Phase in der äußeren Wendel im wesentlichen in Kon
takt mit der "indirekten" Wärmeübertragungsfläche,
während die abzukühlende Gasphase wiederum im Kon
takt mit der "direkten" Wärmeübertragungsfläche
steht.
Claims (4)
1. Wärmeübertrager mit getrennten Rohren für die
beiden Medien, wobei die Rohre jeweils wen
delförmig verlaufen und einen insgesamt hohl
zylindrischen Wärmeübertrager ausbilden, des
sen Wand abwechselnd aus den einander anlie
genden Gängen der ersten und der zweiten Wen
del besteht, wobei die Durchmesser beider
Wendeln unterschiedlich sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Rohre (1, 2; 1a, 2a; 1b,
2b) in den einander anliegenden Bereichen
einen dreieckigen Querschnitt aufweisen, bei
dem die Spitzen des inneren Rohrs (2, 2a,
2b) nach außen und die Spitzen des äußeren
Rohrs (1, 1a, 1b) in das Innere des Hohlzy
linders gerichtet sind.
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, gekennzeich
net durch einen zur Zylindermitte ausgebauch
ten Querschnitt des inneren Rohrs (2, 2a).
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 1 oder 2, ge
kennzeichnet durch einen zur Zylindermitte
eingezogenen Querschnitt des äußeren Rohrs
(1).
4. Wärmeübertrager nach einem der Ansprüche 1
bis 3, gekennzeichnet durch eine nach unten
verlängerte Aussackung (3) des Querschnitts
des äußeren Rohrs (1a), wobei sich die Gänge
dieses Rohrs (1a) außen überlappen.
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