DE416006C - Verfahren zur Kristallisation von Chromalaun - Google Patents

Verfahren zur Kristallisation von Chromalaun

Info

Publication number
DE416006C
DE416006C DEC31194D DEC0031194D DE416006C DE 416006 C DE416006 C DE 416006C DE C31194 D DEC31194 D DE C31194D DE C0031194 D DEC0031194 D DE C0031194D DE 416006 C DE416006 C DE 416006C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
crystallization
chrome alum
iron
potassium
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC31194D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CHEM FAB FA
PETER HASENCLEVER DR
Original Assignee
CHEM FAB FA
PETER HASENCLEVER DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CHEM FAB FA, PETER HASENCLEVER DR filed Critical CHEM FAB FA
Priority to DEC31194D priority Critical patent/DE416006C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE416006C publication Critical patent/DE416006C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G37/00Compounds of chromium
    • C01G37/08Chromium sulfates
    • C01G37/10Chrome alum

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Kristallisation von Chromalaun. Es ist bekannt, daß man Chromalaun aus Chromisulfat und Kaliumsulfat herstellen kann. Die Chromalaunlösungen müssen längere Zeit, gewöhnlich mehrere Wochen, stehen, damit die grüne, nicht kristallisationsfähige Modifikation in die violette, kristallisationsfähige übergeht. Zur Beschleunigung dieses Überganges hat man den Zusatz von Salpetersäure oder schwefliger Säure oder Sulfiten vorgeschlagen.
  • Das vorliegende Verfahren besteht darin, daß man die grünen Chromalaunlösungen mit geringen Mengen Kaliumbichromat, Schwefelsäure und schwefliger Säure versetzt. Es tritt dann bei niedriger Temperatur ein sofortiger Übergang in die violette Modifikation ein, so daß bei entsprechender Temperatur und Konzentration sofort Kristallbildung stattfindet. Besonders bemerkenswert ist, daß die Umwandlung der grünen Modifikation in die violette Modifikation plötzlich und augenblicklich stattfindet.
  • Das Verfahren ist besonders für die Herstellung von Chromalaun aus eisenoxy dulhaltigen Lösungen, z. B. der Lösung von Ferrochrom in Schwefelsäure, geeignet. Der Zusatz von Kaliumbichromat wird nicht so groß gewählt, daß eine Oxydation des Ferrosalzes zum Ferrisalz stattfindet. Die schweflige Säure bewirkt gegebenenfalls eine Reduktion etwa gebildeten Ferrisalzes.
  • Die Wirkungsweise des Kaliumbichromats kann nicht erklärt werden. . Eine besondere Wirkung des Verfahrens ist, daß in Gegenwart von Eisen das Eisen mehr in Lösung zurückbleibt, als wenn man Kaliumsulfat allein zu der Lösung hinzugibt. Der weitere Vorteil ist, daß die Kristallisationsdauer des Chromalauns wesentlich abgekürzt wird: Das Verfahren verwendet ausschließlich einen Zusatz von Kaliumbichromat, Schwefelsäure und schwefliger Säure, ohne daß andere oxydierende oder reduzierende Salze daneben zugesetzt werden. Beispiel: Man löst iooo kg Ferrochrom in möglichst großen Stücken und Blöcken, wie das Material von den Werken angeliefert wird, in etwa 3000 kg konzentrierter Schwefelsäure bis zur vollständigen Sättigung der Säure. Die aus ChromisulfatundFerrosulfat bestehende Lauge wird nun einer Kristallisation unterworfen, wobei sich die Hälfte des in Lösung gegangenen Eisens als Ferrosulfat ausscheidet. Die vom Eisenvitriol abgeschleuderte Lauge wird nun mit der dem Chromgehalt entsprechenden Menge Kaliumsulfat versetzt, abgekühlt und mit io kg Kaliumbichromat und mit etwa 3 kg konzentrierter Schwefelsäure versetzt. Gleichzeitig wird schweflige Säure in die Lauge eingeleitet. Die Umwandlung der grünen Modifikation in die violette Lösung ist alsbald wahrzunehmen. Nach kurzer Zeit beginnt bereits die Kristallisation. -Die nach diesem Verfahren erhaltenen Kristalle sind größer und vollkommener als nach der bislang bekannten Art der langsamen überführung.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Kristallisation von Chromalaun, dadurch gekennzeichnet, daß die Chromalaunlösungen mit Kaliumbichromat und Schwefelsäure vorteilhaft entsprechend dem Kaliumgehalte des Bichromats und mit schwefliger Säure versetzt werden, worauf dann die Kristallisation erfolgt. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verbindung von eisenhaltigen Chromalaunlösungen, die vorteilhaft aus Ferrochrom hergestellt sind, die Menge des zugesetzten Kaliumbichromats so gering bemessen wird, daß eine Oxydation des Eisens verhindert wird.
DEC31194D 1921-10-13 1921-10-13 Verfahren zur Kristallisation von Chromalaun Expired DE416006C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC31194D DE416006C (de) 1921-10-13 1921-10-13 Verfahren zur Kristallisation von Chromalaun

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC31194D DE416006C (de) 1921-10-13 1921-10-13 Verfahren zur Kristallisation von Chromalaun

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE416006C true DE416006C (de) 1925-07-06

Family

ID=7019718

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC31194D Expired DE416006C (de) 1921-10-13 1921-10-13 Verfahren zur Kristallisation von Chromalaun

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE416006C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE416006C (de) Verfahren zur Kristallisation von Chromalaun
AT99195B (de) Verfahren zur Gewinnung von Chromalaun.
DE455386C (de) Verfahren zur Darstellung von Pyridin-2,3-dicarbonsaeure (Chinolinsaeure)
DE400189C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen der Ferricyanwasserstoffsaeure
DE481696C (de) Verfahren zur Herstellung grosser Salmiakkristalle
AT84653B (de) Verfahren zur Herstellung von biegsamem, lagerbeständigem Eisenleder.
DE431201C (de) Verfahren zur Herstellung von Chromalaun aus Ferrochromloesungen
DE339028C (de) Verfahren zur Herstellung von biegsamem, lagerbestaendigem Eisenleder
DE688047C (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer waesseriger, therapeutisch verwendbarer Loesungen der Polyoxyalkylisoalloxazine
AT103221B (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenleder.
DE467789C (de) Verfahren zur Gewinnung von leicht loeslichen, insbesondere basischen Chromsalzen
AT76820B (de) Verfahren zur Herstellung von festen Bisulfiten.
DE421235C (de) Verfahren zur Darstellung von 1íñ2íñ3íñ4-Tetraoxyanthrachinon
DE494839C (de) Gewinnung eines zur Herstellung von Kupferoxydammoniakcelluloseloesungen besonders geeigneten basischen Kupfersulfates zur Herstellung von Kunstseide
DE409010C (de) Verfahren zur Gewinnung von AEtzkali und Kupfersulfat aus Kaliumsulfat und Kupferoxyd
DE443076C (de) Verfahren zur Darstellung von Chromaten des Magnesiums
DE910884C (de) Verfahren zur Behandlung cellulosehaltiger Textilien
DE643591C (de) Verfahren zur Herstellung von Vulkanfiber
AT136519B (de) Verfahren zur Herstellung eines Basisstoffes für Metallputzmittel.
DE663825C (de) Verfahren zur Herstellung eisenhaltiger Gerbmittel
AT122954B (de) Verfahren zur Herstellung gerbend wirkender wasserlöslicher Kondensationsprodukte.
DE370592C (de) Verfahren zur Nutzbarmachung des Schwefels aus Abfaellen der Viskoseseidenfabrikation
AT101031B (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren kolloidalen Lösungen von Silber bzw. von Quecksilber neben Silber in Ölen, Fetten oder deren Fettsäuren.
AT110851B (de) Verfahren zur Herstellung eines Wasch- und Emulgierungsmittels.
DE570769C (de) Verfahren zur Darstellung von Schwefelsaeureestern der Leukoverbindungen von Kuepenfarbstoffen