-
Doppelfälliger Glühkörper für elektrische Glühlampen. Es ist bereits
bekannt, einen Glühfaden für elektrische Glühlampen derart herzustellen. daß man
mehrere Glühfäden von geringerem Querschnitt aus schwer schmelzbarem Metall zu einem
Glühfaden von größerem Querschnitt verseilt, wodurch bei gleichem Querschnitt eine
größere: Oberfläche und ein Ausgleich des ungleichmäßigen Querschnittes der Einzelglühfäden
erreicht wird, welche Ungleichmäßigkeit bei Glühfäden aus einem einheitlichen Draht
oft unvermeidbar ist.
-
Es wurde ferner in Vorschlag gebracht, Leuchtkörper für Glühlampen
aus seltenen Frden in der Weise herzustellen, daß der Leuchtkörper um einen Kern
aus Metall deraTt angeordnet wird, daß zufolge Strahlnn@; des durch den elektrischen
Strom erhi:zter_ Kernes der Leuchtkörper aus seltenen- Erden zum Glühen bzw. zum
Leuchten gebracht wird.
-
Bei Verwendung eines Glühkörpers aus verseilten metallischen Einz.elf<iden
verhält sich derselbe in Betriebe dem Wesen nach wie ein einziger einheitlicher
Glühdraht.
-
Bei dem Glühkörper -aus einem leitenden Metallkern mit um denselben
gewickeltem Leuchtkörper aus seltenen Erden handelt es sich darum, das Heizgas durch
eine. indirekte elektrische Wärmequelle zu ersetzen.
-
Es wurde auch vorgeschlagen, dem Glühfaden dadurch einen größeren
Durchmesser zugeben, daß um den eigentlichen Faden herum eng eine Drahtspirale ebenfalls
aus Wolfram oder einem anderen hochschmelzenden Metall gewunden wird, wodurch eine
größere Oberfläche und Konzentrierung des Lichteffektes erreicht werden soll.
-
Demgegenüber bildet den Gegenstand der Erfindung ein doppelfälliger
Glühkörper für elektrische Glühlampen, der aus einem dickerenHeizfadenaus schwer
schmelzendem Metall, wie Wolfram o. d-1., als Seele und einen auf diesen aufgewickelten
dünneren, ebenfalls aus schwerschmelzbarem Metall bestehenden Leuchtfaden zusammengesetzt
ist, wobei die Abmessungen des Heizfadens und des Leuchtfadens derart gewählt sind,
daß der Gesamtwiderstand des Leuchtfadens größer ist als der Gesamtwiderstand des
Heizfadens, bzw. vorteilhaft ein Vielfaches desselben beträgt.
-
Dieser Glühfaden kann auch mit der bei Vakuumlampen üblichen, in gerader
Linie gestreckten Fadenaufhängung in einer Gasatmosphäre wirtschaftlich brennen,
ohne daß die bei gewöhnlichen geraden Fäden auftretende ungleichmäßige Abkühlung
wahrnehmbar wäre, zufolge welcher die in einer Gasatmosphäre eingeschlossenen gewöhnlichen
Fäden in ihrem unteren Teile bedeutend scliwäclier glühen als weiter oben. Da der
Faden bei höherer Temperatur brennen kann,
gibt er in einer Gasatmosphäre
ein weißeres Licht als im Vakuum. Der neue Glühfaden bietet noch gesteigerte Vorteile,
wenn man aus demselben auf übliche Weise Spiralen herstellt und diese in G.as brennen
läßt. Solche Fäden brennen gemäß dem Ergebnisse von zahlreichen Lampenversuchen
viel wirtschaftlicher, als Spiralgaslampen mit gewöhnlichem Faden, wobei ihre Lebensdauer
bei der gleichen Wirtschaftlichkeit eine wesentlich längere bzw. die Lichtabnahme
eine viel günstigere ist.
-
Der neue Glühfaden kann beispielsweise für die Zwecke von Lampen mittlerer
Type in derartigen Abmessungen hergestellt werden, daß der Querschnitt des Leuchtfadens
etwa ein Viertel des Heizfadenquerschnittes beträgt und den Heizfaden auf etwa 6o
bis 70 Prozent seiner Oberfläche bedeckt. Die Erfindung ist naturgemäß nicht
an diese Abmessungen gebunden, sondern diese können, besonders bezüglich des Verhältnisses
der Querschnitte, je nach dem zu erreichenden Zweck,- der Lampentype und dem zu
erreichenden Wirkungsgrad oder der Lebensdauer innerhalb weiter Grenzen geändert
werden, so daß auf diese Weise neue Mittel gewonnen werden, um mit Heizfäden von
gleichem Querschnitt und gleicher Länge Lampen verschiedener Type herzustellen,
denn je nachdem der Querschnitt oder die Ganghöhe des Leuchtfadens geändert wird,
ändert sich auch die Menge des verbrauchten Stromes, die erforderliche Spannung
und der Wattverbrauch pro Kerzenstärke. Für in gerader Linie brennende Fäden kann
eine kleinere Ganghöhe genommen werden als für Spiralfäden.
-
Gemäß der Erfindung kann die Ganghöhe des Leuchtfadens durch Steigerung
der Windungsdichte auch derart gewählt werden, daß zufolge der wechselnden Verlängerung
und Verkürzung beim Glühen und bei der Abkühlung und der während des Brennens auftretenden
Formveränderung des Heizfadens die einzelnen \Vindungen des Leuchtfadens stellenweise
miteinander in engere Berührung kommen und demzufolge allmählich zusammenschweißen.
Die derart kurzgeschlossenen Windungen vermindern allmählich den Widerstand des
Leuchtfadens, welche Erscheinung die allmähliche Vergrößerung des Widerstandes des
Heizfadens ausgleicht, so daß die Lichtstärke der Lampe unverändert bleibt. Durch
eine weitere- Steigerung der Windungsdichte des Leuchtfadens kann auch erreicht
werden, daß die Lichtstärke der Lampe während der ganzen Lebensdauer der Lampe -selbstverständlich
bei gleichzeitiger Erhöhung des Stromverbrauches - fortwährend zunimmt. Indem die
Lebensdauer der Lampe durch den Heizfaden bestimmt wird, besitzt die Lampe trotz
*der erwähnten Erscheinung eine hinreichende Lebensdauer, da der Heizfaden um so
besser gegen Zerstäubung geschützt ist, je dichter der Leuchtfaden gewickelt ist.
Gemäß der Ergebnisse der vorgenommenen Versuche können die Abmessungen auch derart
gewählt werden, daß die Lichtstärke der Lampe selbst nach einer Brenndauer von 8oo
Stunden noch größer ist als anfänglich. Der Leuchtfaden kann auch als eine mehrgängige
oder periodisch sich verdichtende und lichtende Schraubenlinie ausgebildet werden.