DE417458C - Reaktionsschmelzen feiner Sulfide und Oxyde im Schwebezustand - Google Patents

Reaktionsschmelzen feiner Sulfide und Oxyde im Schwebezustand

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DE417458C
DE417458C DESCH69722D DESC069722D DE417458C DE 417458 C DE417458 C DE 417458C DE SCH69722 D DESCH69722 D DE SCH69722D DE SC069722 D DESC069722 D DE SC069722D DE 417458 C DE417458 C DE 417458C
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sulphides
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • C22B1/10Roasting processes in fluidised form

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Description

  • Reaktionsschmelzen feiner Sulfide und Oxyde im Schwebezustand. Es ist bekannt, hüttenmännische Prozesse, z. B. die Oxydation von Sulfiden, so vorzunehmen, daß das Gut in fein verteilter Form in der Reaktionsluft suspendiert wird, wobei vermöge der stark vergrößerten Oberfläche die Verdampfungs- und Zerlegungsfähigkeit des Arbeitsgutes bedeutend vergrößert wird und dadurch der Vorgang schnell und vollständig verläuft.
  • Das den Erfindungsgegenstand bildende Verfahren bezweckt eine Verbesserung dieses Prozesses. Die Erfindung besteht darin, daß die zur Oxydation oder Reduktion erforderlichen Mittel ganz oder zum Teil in Form von festen Verbindungen zugeschlagen werden. Es wird also bei der Oxydation, z. B. von Sulfiden, der Bedarf an dem erforderlichen Sauerstoff ganz oder zum Teil durch Zuschlag von Metalloxyden oder solchen Salzen, wie Sulfaten, Nitraten, Silikaten usw., gedeckt, die bei hohen Temperaturen durch Schwefel in Metall und Sauerstoff oder Metalloxyd und Säurerest zerlegt werden.
  • Die - Ausführung dieses Reaktionsschmelzens im Schwebezustand wird je nach dem gewünschten wirtschaftlichen Endzweck eine verschiedene sein. So kann man bei der Verarbeitung von feinen Sulfiden mit Hilfe dieses Verfahrens S02-reichere Gase erhalten als beispielsweise bei der Verarbeitung in atmosphärischer Luft. Man wird zu diesem Zweck den tragenden Gasstrom der Fallbewegung der festen Panikelchen entgegenführen und die Gase unter erhöhtem Druck einblasen, so daß schon eine geringe Gasmenge in der Lage ist, den gewünschten Schwebezustand dauernd aufrechtzuerhalten. Man erreicht als wirtschaftlichen Vorteil neben der Anreicherung des SO. auch eine bessere Ausnutzung der Wärme, da die Menge der Abgase erheblich geringer ist und man den Stickstoffballast des sonst erforderlichen Sauerstoffs vermeidet.
  • Ferner ermöglicht das Verfahren die Verwendung von warmen Abgasen anderer Prozesse, z. B. der Fuchsgase von Flammöfen, zu oxydierenden bzw. reduzierenden Zwecken. Der Vorgang sei an einem Beispiel aus der Kupferverhüttung erläutert: Die Verarbeitung von Flotationskonzentraten im Flammofen hat in der bisherigenWeise den Nachteil; daß vermöge der großen Feinheit des Gutes und der dadurch bedingten geringen Wärmeleitfähigkeit der Brennstoffverbrauch ein abnormal hoher ist. Nach dem neuen Verfahren wird man z. B. in die senkrecht nach oben geführten Fuchsgase des Flammofens das Gemisch von Oxyden und Sulfiden einführen, so daß die festen Partikelchen, während sie langsam durch den Gasstrom hindurchfallen, erwärmt und in Reaktion versetzt werden und beim Hineinfallen in das Bad des Flammofens genügend erwärmt sind und den erforderlichen Sauerstoff enthalten. Als sauerstoffabgebende Körper kann man in diesem Fall Kupferoxyd bzw. geröstete Kupfersulfide oder Salze, wie Sulfate. Nitrate oder auch Silikate, verwenden, z. B. die noch kupferreiche Konverterschlacke des Fertigblasens, die neben größeren Mengen Cu0, Cu.,0 auch Fe;03 enthält und daher ebenfalls oxydierend wirkt.
  • Eine dritte Ausführungsmöglichkeit dieses Reaktionsschmelzens ist dort gegeben, wo die Beschaffung' genübender Mengen Brennstoff schwierig ist, dagegen schwefelhaltige Materialien zur Verfügung stehen. Das Verfahren gestattet dann, die Verarbeitung von metallhaltigen Oxyden, Silikaten, Sulfaten, Nitraten usw. unter Zuschlag von Sulfiden, wie z. B. Pyrit, CaS, also auch solchen, die keine zu gewinnenden Metalle enthalten, wobei diese Sulfide als Reduktions- und Brennstoffe wirken.
  • Die Zuführung der etwa noch fehlenden Wärmeener- gien kann in verschiedener Weise erfolgen. Man kann von vornherein einen Zuschlag von festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen und der erforderlichen Luft beben, man kann das Material oder die Gase oder beide auch vorher über die Reaktionstemperatur hinaus erwärmen oder man kann den Ofen oder einzelne Teile desselben mittelbar- heizen.

Claims (1)

  1. PATENT- ANSPRUCII: Verfahren zur Verarbeitung von feinen Sulfiden und Oxyden aller Art in einem Reaktionsschmelzen im Schwebezustand, dadurch gekennzeichnet, daB die zur Oxydation oder Reduktion erforderlichen Mittel ganz oder zum Teil in Form von festen Verbindungen zugeschlagen werden, für die bei der Oxydation von Sulfiden Oxyde, Sulfate, Nitrate oder Silikate und bei der Reduktion von Oxyden, Sulfaten, Nitraten oder Silikaten Sulfide angewendet werden.
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