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Lackleder-Trockenofen. Bei der Fabrikation von Lackleder werden die
mit Lack bestrichenen und in Rahmen eingespannten Leder in beheizten Kammern getrocknet.
Damit kein Staub in die Kammern eindringt, sind diese luftdicht geschlossen. Infolge
der in den Kammern vorherrschenden Temperatur von etwa 6o° verdunsten das im Lack
enthaltene Benzin sowie der Terpentin, und die Dämpfe setzen sich dann in den oberen
und unteren Schichten auf die
Lackleder nieder und hinterlassen
matte blaue Flecke. Vielfach dringen sie auch in die Leder selbst ein und machen
sie steif und brüchig.
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Durch die vorliegende Erfindung soll diesem Mangel abgeholfen werden
und darüber hinaus der Trockenprozeß beschleunigt und die Beschaffenheit der Lackleder
verbessert werden. Zu diesem Zwecke ist gemäß der Erfindung die Trockenkammer in
einen die Leder aufnehmenden Trockenraum und einen von letzterem durch eine feinlöcherige
Wand getrennten Abzugraum für die Dünste geteilt. Dieser Abzugraum kann verhältnismäßig
klein sein. Die Erfahrung hat gezeigt, daß im Abzugraum eine etwa um 153 niedrigere
Temperatur sich einstellt als im Trockenraum, und daß die Dämpfe in einem solchen
Maße in den ersteren abziehen, daß ein Niederschlagen auf dem Leder gänzlich vermieden
wird. Die angestrebte Wirkung kann durch Anschluß des Abzugraumes an einen kleinen
Exhaustor, der nur. zeitweilig in Gang gehalten zu werden braucht, gesteigert werden.
Die Leder trocknen in der Kammer viel schneller und brauchen hernach auch weniger
lange an der Luft oder an der Sonne nachzutrocknen, auch wird der Lack widerstandsfähiger.
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Die neue Anlage ist in der Zeichnung dargestellt.
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Abb. i ist ein Wagerechtschnitt und Abb.2 ein Senkrechtschnitt durch
die Anlage.
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Es sind gewöhnlich mehrere Trockenkammern nebeneinander angeordnet.
Sie sind in Mauerwerk ausgeführt und von Isolierwänden umgeben. An den Seitenwänden
a, b
der Kammern sind Winkeleisen c befestigt, auf die die Rahmen mit dem
eingespannten Leder hineingeschoben werden. Die Winkeleisen reichen bis zur Zwischenwand
d, die aus einem fein gelochten und versteiften Blech besteht und etwa 25
cm von der Rückwand e entfernt ist. Sie teilt die Trockenkammer in einen
Trockenraum f und in einen Abzugraum g ein.
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Wie üblich, wird auch vorliegendenfalls die Trockenkammer mittels
Dampfs o. dgl. beheizt und in ihr eine Temperatur von ungefähr 6o' aufrechterhalten.
Durch den Einbau der Zwischenwand wird jedoch ein Temperaturunterschied erreicht,
indem in dem Abzugraum eine etwa um 15' niedrigere Temperatur vorherrscht als im
Trockenraum. Die aus dem Lack austretenden Benzin- und Terpentindünste verziehen
sich in den Raum g, so daß sie ihren schädlichen Einfiuß auf das Aussehen und die
Beschaffenheit der Lackleder nicht ausüben können.
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Zur Erhöhung der angestrebten Wirkung ist folgende Einrichtung getroffen.
In der Rückwand eist ein senkrechter Kanal h eingebaut, der durch das Rohr!
zum Exhaustor j führt. In der Wand b sind im Abzugraum oben und unten
mit dem Kanal j in Verbindung stehende Öffnungen k vorgesehen, so daß ein Absaugen
der schädlichen Dämpfe vorgenommen werden kann. Das Rohr i ist zwischen der
Massivdecke L der Trockenkammer und der Geschoßdecke m untergebracht. Es
sind sämtliche Vorkehrungen getroffen, um ein Eindringen von Staub zu verhindern.
Die Öffnungen h und das äußere Ende des Rohres i sind durch feine Siebe abgeschlossen.
Das Rohr! ist mehrfach gekrümmt, und Exhaustor und Antriebsmotor n sind in
der Wand a eingebaut. Das Ende des Rohres i kann durch eine Jalousie zugedeckt
werden. Die mehrfache Krümmung des Abzugrohres i verhindert das Eindringen von Staubteilchen.
Falls gleichwohl irgendwelche Staubteilchen in das Rohr hineingelangen sollten,
so setzen sie sich in den rechtwinkligen Kniestücken nieder, wo sie von dem etwa
eindringenden Luftstrome nicht erfaßt werden können.
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Der Exhaustor wird vorzugsweise jeweilig nur für kurze Zeit eingeschaltet.
Überdies lassen sich die freien Querschnitte der Öffnungen h durch Schieber o mittels
der Stellstangen p regeln.