DE417524C - Lackleder-Trockenofen - Google Patents

Lackleder-Trockenofen

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DE417524C
DE417524C DER61873D DER0061873D DE417524C DE 417524 C DE417524 C DE 417524C DE R61873 D DER61873 D DE R61873D DE R0061873 D DER0061873 D DE R0061873D DE 417524 C DE417524 C DE 417524C
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drying
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B25/00Details of general application not covered by group F26B21/00 or F26B23/00
    • F26B25/005Treatment of dryer exhaust gases

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Lackleder-Trockenofen. Bei der Fabrikation von Lackleder werden die mit Lack bestrichenen und in Rahmen eingespannten Leder in beheizten Kammern getrocknet. Damit kein Staub in die Kammern eindringt, sind diese luftdicht geschlossen. Infolge der in den Kammern vorherrschenden Temperatur von etwa 6o° verdunsten das im Lack enthaltene Benzin sowie der Terpentin, und die Dämpfe setzen sich dann in den oberen und unteren Schichten auf die Lackleder nieder und hinterlassen matte blaue Flecke. Vielfach dringen sie auch in die Leder selbst ein und machen sie steif und brüchig.
  • Durch die vorliegende Erfindung soll diesem Mangel abgeholfen werden und darüber hinaus der Trockenprozeß beschleunigt und die Beschaffenheit der Lackleder verbessert werden. Zu diesem Zwecke ist gemäß der Erfindung die Trockenkammer in einen die Leder aufnehmenden Trockenraum und einen von letzterem durch eine feinlöcherige Wand getrennten Abzugraum für die Dünste geteilt. Dieser Abzugraum kann verhältnismäßig klein sein. Die Erfahrung hat gezeigt, daß im Abzugraum eine etwa um 153 niedrigere Temperatur sich einstellt als im Trockenraum, und daß die Dämpfe in einem solchen Maße in den ersteren abziehen, daß ein Niederschlagen auf dem Leder gänzlich vermieden wird. Die angestrebte Wirkung kann durch Anschluß des Abzugraumes an einen kleinen Exhaustor, der nur. zeitweilig in Gang gehalten zu werden braucht, gesteigert werden. Die Leder trocknen in der Kammer viel schneller und brauchen hernach auch weniger lange an der Luft oder an der Sonne nachzutrocknen, auch wird der Lack widerstandsfähiger.
  • Die neue Anlage ist in der Zeichnung dargestellt.
  • Abb. i ist ein Wagerechtschnitt und Abb.2 ein Senkrechtschnitt durch die Anlage.
  • Es sind gewöhnlich mehrere Trockenkammern nebeneinander angeordnet. Sie sind in Mauerwerk ausgeführt und von Isolierwänden umgeben. An den Seitenwänden a, b der Kammern sind Winkeleisen c befestigt, auf die die Rahmen mit dem eingespannten Leder hineingeschoben werden. Die Winkeleisen reichen bis zur Zwischenwand d, die aus einem fein gelochten und versteiften Blech besteht und etwa 25 cm von der Rückwand e entfernt ist. Sie teilt die Trockenkammer in einen Trockenraum f und in einen Abzugraum g ein.
  • Wie üblich, wird auch vorliegendenfalls die Trockenkammer mittels Dampfs o. dgl. beheizt und in ihr eine Temperatur von ungefähr 6o' aufrechterhalten. Durch den Einbau der Zwischenwand wird jedoch ein Temperaturunterschied erreicht, indem in dem Abzugraum eine etwa um 15' niedrigere Temperatur vorherrscht als im Trockenraum. Die aus dem Lack austretenden Benzin- und Terpentindünste verziehen sich in den Raum g, so daß sie ihren schädlichen Einfiuß auf das Aussehen und die Beschaffenheit der Lackleder nicht ausüben können.
  • Zur Erhöhung der angestrebten Wirkung ist folgende Einrichtung getroffen. In der Rückwand eist ein senkrechter Kanal h eingebaut, der durch das Rohr! zum Exhaustor j führt. In der Wand b sind im Abzugraum oben und unten mit dem Kanal j in Verbindung stehende Öffnungen k vorgesehen, so daß ein Absaugen der schädlichen Dämpfe vorgenommen werden kann. Das Rohr i ist zwischen der Massivdecke L der Trockenkammer und der Geschoßdecke m untergebracht. Es sind sämtliche Vorkehrungen getroffen, um ein Eindringen von Staub zu verhindern. Die Öffnungen h und das äußere Ende des Rohres i sind durch feine Siebe abgeschlossen. Das Rohr! ist mehrfach gekrümmt, und Exhaustor und Antriebsmotor n sind in der Wand a eingebaut. Das Ende des Rohres i kann durch eine Jalousie zugedeckt werden. Die mehrfache Krümmung des Abzugrohres i verhindert das Eindringen von Staubteilchen. Falls gleichwohl irgendwelche Staubteilchen in das Rohr hineingelangen sollten, so setzen sie sich in den rechtwinkligen Kniestücken nieder, wo sie von dem etwa eindringenden Luftstrome nicht erfaßt werden können.
  • Der Exhaustor wird vorzugsweise jeweilig nur für kurze Zeit eingeschaltet. Überdies lassen sich die freien Querschnitte der Öffnungen h durch Schieber o mittels der Stellstangen p regeln.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Lackleder-Trockenofen, gekennzeichnet durch gegen die Trockenräume (f) durch feingelochte Wände (d) getrennte Abzugräume (g) für die in den ersteren entwickelten Benzin- und Terpentindünste.
  2. 2. Lackleder-Trockenofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzugräume (g) durch mehrfach gekrümmte Rohre (i) unter Vermittlung von feinen Sieben und ,eines Exhaustors an die Atmosphäre angeschlossen sind.
DER61873D 1924-08-26 1924-08-26 Lackleder-Trockenofen Expired DE417524C (de)

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