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Gassengvorrichtung für Garne aller Art. Die Erfindung betrilit eine
Gassengvorrichtun- für Garne aller Art, welche zur Aufnahme je eines Fadens dienende,
nebeneinanderliegende Sengkammern mit gemeinschaftlicher Sengflamme aufweist. An
Stelle eines wagerechten Brenners, welcher durch einen die Sengflamme teilenden
Mittelsteg in zwei Sengkammern abgeteilt ist, jedoch einer besonderen wärmeaufspeichernden
Auskleidung bedarf, ist gemäß der Erfindung ein in bekannter Weise stehend angeordnetes
Sengrohr vorgesehen, welches durch einen U-förmigen Einsatz in drei nebeneinanderliegende
Sengkammern unterteilt ist. Im stehenden Sengrohr wird ohne weiteres eine gute Ausnutzung
der Heizgase erreicht, so daß bei üblicher Größe des Sengrohres drei Fäden gleichzeitig
behandelt werden können, für die im Rohr mittels eines U-förmigen Einsatzes je eine
eigene Sengkammer gebildet ist.
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Vom Erfindungsgegenstand zeigt die Zeichnung eine beispielsweise Ausführungsform
in Abb. r in Vorderansicht; ' Abb. z ist ein senkrechter Schnitt zu Abb. r Abb.3
ist eine Oberansicht mit teilweisem Schnitt zu Abb. z; Abb. 4. zeigt eine Einzelheit
in größerem Maßstab.
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An den Bunsenbrenner r, welcher in die Gasleitung a eingeschraubt
ist, schließt das Sengrohr 3 an. Dieses hat eine innere Aus-; kleidung 4., auf welcher
ein U-förmiges Ein-Satzstück 5 aufsteht, dessen beide Schenkel aus dem am Rohr zur
Einführung der Garne vorgesehenen Längsschlitz herausragen. Das Einsatzstück 5 unterteilt
das Sengrohr in seinein Oberteil in drei nebeneinanderliegende Kammern und erstreckt
sich um einen gewissen Betrag über das Sengrohr hinaus. Sowohl die vom Einsatzstück
5 hinten umschlossene mittlere Kammer als auch die beidseitig von dieser liegenden
zwei anderen Kammern münden in die Saughaube 6, welche durch einen Rohrstutzen 7
an die Absaugleitung 8 angeschlossen ist; das Einsatzstück 5 ist an seinem in der
Saughaube 6 befindlichen Teil zweckmäßig mit Sauglöchern versehen. In die Saughaube
6 ist ein U-förmiges Blech 9 derart eingesetzt, daß dessen durch Sauglöcher durchbrochener
Steg als Boden dient.
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Das Einsatzstück 5 ist an seinem oberen Rand mit einem dasselbe hinten
umgreifenden
Drahtbügel io versehen, dessen freie Schenkelenden
ausgebogen sind (Abb.33). Oberhalb des Bügels io befindet sich ein Hilfsteil i i,
der einen mittleren und zwei äußere Bügel aufweist. Mit den Schenkelenden der beiden
äußeren Bügel ist der Hilfsteil i i in seitlichen Ansätzen 12 der Saughaube 6 befestigt.
Der mittlere Bügel des Hilfsteiles i i faßt in einen Querschlitz 13 der Saughaube
6 und dient im Verein mit dem Bügel io als obere Garnführung. An den Querschlitz
i3 der Saughaube 6 schließt sich ein oberer Schlitz 14 an, in welchem das Blech
g liegt. An dem Teil i i ist ein begrenzt verschiebbarer Schiebriegel15 angebracht,
mittels welchem der Eingang der vom mittleren Bügel des Teiles i i zusammen mit
dem Bügel io gebildeten Garneinlegebahnen abgesperrt oder freigegeben werden kann.
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Als untere Garnführung dienen zwei am Brenner i angebrachte ösenarme
16, zwischen welchen sich ein Leitflügel 17 befindet, der zwei nach unten
auseinanderstrebende Leitflächen aufweist. Mit der durch die beiden Leitflächen
des Flügels 17 gebildeten mittleren Führungsbahn liegt ein an einem Ring 18 des
Brenners vorhandenes Führungsauge in Linie.
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In die beiden seitlichen Ansätze 12 der Saughaube 6 ist je ein Arm
i9 eingesetzt, der am freien Ende mit einem drehbeweglich gelagerten Garnleier 2o
versehen ist.
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Beim Beispiel sind drei Garne A, B, C
durch das Saugrohr 3 hindurchgeleitet,
und zwar geht jedes Garn durch die eine von den im Oberteil des Sengrohres mit Hilfe
des Einsatzstückes 5 gebildeten drei Kammern hindurch. Das mittlere Garn B ist in
das Auge des Ringes 18, in den Leitflügel 17 und in das Einsatzstück 5 eingelegt.
Die beiden äußeren Garne A und C sind in die ösenarme 16 sowie seitlich vom Einsatzstück
5 in den Teil i i eingelegt. Das mittlere Garn B geht von dem Teil i i aus durch
das Leitblech g hindurch zur Aufwickelstelle, während die beiden äußeren Garne A
und C von dem Teil i i hinweg durch den entsprechenden Schlitz 12 aus der Saughaube
6 nach dem- seitwärts gelegenen Fadenleiter 2o geführt sind und von hier aus zur
Aufwickelstelle gehen. ' Beim Zerreißen eines - Garnes im Bereich des Sengrohres
wird der Gefahr des Verwickelns des oberen Garnteil @; mit den andern Garnen durch
die vom Ein Utzstück 5 gebildeten Trennwände vorgebeugt, indem zufolge letzterer
jedes Garn vom anderen getrennt liegt; wenn das Garn an der Eintrittsstelle des
Sengrohres zerreißt, so verhindert der Flügel 17 eine Berührung des nächstliegenden
Garnes. Durch die von der Sengflamme im Seng rohr erzeugte hochsteigende Wärme wird
das metallene Einsatzstück 5 erhitzt, so daß es, wenn zum Glühen gebracht, durch
die von ihm ausgestrahlte Wärme die Sengarbeit an dem verhältnismäßig dicht am Einsatzstück
vorübergeführten Garne ergänz':. Selbstverständlich könnte die Unterteilung des
Sengrohres in nebeneinanderliegende Kammern auf der ganzen Länge des Sengröhres
durchgeführt sein. zwecks Vergrößerung der Wärmefläche des Sengrohres und demgemäß
der Sengwirkungi die Anzahl dieser Kammern kann verschieden sein.
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Bevor die Garne in ihre obere Führung eingelegt werden, schiebt man
den Riegel 15 vor, so daß er an dem Teil i i den Zugang zu dessen mittlerem Bogen
versperrt Das mittlere Garn B wird zwischen die Arme des Bügels io eingeführt, und
von den beid,-n äußeren Garnen A und C legt man das eine rechtsseitig und das andere
linkssei:ig vom Bügel io zwischen diesen und die Arme des mittleren Bogens des Teiles
i i ein. fach: Zurückziehen des Riegels 15 treten die zur Aufwickelst( lle geführten
-,--spannten Garne A, B, C von selbst in die im Sengrolir für 'sie vorgesehenen
Kammern. Die durch den Bügel i o, den Teil i i und den Riegel r5 gebildete Hilfsvorrichtung
zum Einlegen der Garne erleichtert auch das Einführen eines nach einem Bruch geknoteten
Garnes in das Saugrohr, indem das Garn bis nach erfolgtem richtigen Einlegen sicher
außer Bereich der Sengflamme gehalten werden kann.