DE4192425C2 - Vorrichtung für ein Fahrzeugfahrgestell zur Gewichtsverteilung zwischen einer getriebenen und einer nicht getriebenen Achse - Google Patents
Vorrichtung für ein Fahrzeugfahrgestell zur Gewichtsverteilung zwischen einer getriebenen und einer nicht getriebenen AchseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbe
griff des Anspruchs 1.
Schwere Fahrzeuge wie beispielsweise Lastwagen sind häufig
mit einer Hinterradaufhängung in Form eines Fahrgestells
mit Nachlaufachse ausgerüstet, das neben einer getriebenen
Achse eine Nachlaufachse aufweist. Mit einer solchen
doppelten Hinterachse kann ein Fahrzeug höher belastet
werden als ein Fahrzeug mit nur einer Hinterachse. Bei
manchen Fahrzeugtypen, beispielsweise bei solchen mit
einem kurzen Achsabstand, sind Stampfbewegungen während
der Fahrt schwer zu vermeiden, sofern in dem Fahrgestell
mit Nachlaufachse herkömmliche Blattfedern eingesetzt
sind. Aus diesem Grund wird bei solchen Fahrzeugtypen
häufig eine Luftfederung verwendet, da diese Federung
Eigenschaften aufweist, die Stampfbewegungen entgegen
wirken und einen besseren Fahrkomfort für Fahrer und
Ladung schaffen. Die Luftfederung weist zwei Feder
einheiten pro Achse auf. Jede Federeinheit hat einen am
Rahmen befestigten Federhalter, an dem ein Ende einer
Blattfederanordnung angelenkt ist. Das andere Ende der
Blattfederanordnung trägt ein Ende einer Luftfeder, deren
anderes Ende am Rahmen befestigt ist.
Es ist bei Fahrzeugen mit Nachlaufachsen-Fahrgestellen
üblich, die getriebene Achse etwas mehr zu belasten, als
die Nachlaufachse. Um bei Fahrzeugen mit Luftfederung eine
geeignete Gewichtsverteilung zu erreichen, muß sowohl der
Abstand vom Federhalter zur Luftfeder als auch die Größe der
Luftfeder berücksichtigt werden. Ein bestimmter Abstand
zwischen diesen Teilen führt zusammen mit einer Feder
einer bestimmten Größe zu einer idealen Gewichtsverteilung
zwischen der getriebenen Achse und der Nachlaufachse.
Die Gewichtsverteilung zwischen den Achsen ist durch
Gesetze eingeengt, die die maximal zulässige Last für die
getriebene Achse, die Nachlaufachse und das gesamte
Fahrgestell festsetzen. Die Vorschriften sind jedoch in
den einzelnen Ländern unterschiedlich. Die für die getrie
bene Achse zulässige Last liegt deshalb zwischen 10 und 13
Tonnen und die für die Nachlaufachse zwischen 6 und 8
Tonnen. Die zulässige Fahrgestellgesamtlast liegt in
Abhängigkeit der gesetzlichen Regelungen einzelner Länder
zwischen 16 und 21 Tonnen.
Da in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Vorschrif
ten gelten, erfüllt ein für ein bestimmtes Land hergestell
tes Fahrzeug häufig nicht die in einem anderen Land
geltenden Vorschriften, in dem die zulässigen Fahrzeugge
wichte und Achslasten möglicherweise nicht die gleichen
sind. Werden Fahrzeuge innerhalb der in einem Land beste
henden Vorschriften auf eine möglichst große Kapazität hin
optimiert, bedeutet das, daß unterschiedliche Luftfedern
verwendet und unterschiedliche Abstände zwischen der Luft
feder und dem Federhalter bei ansonsten gleicher Fahrzeug
ausstattung eingehalten werden müssen.
Für Hersteller von Fahrzeugen, die in unterschiedlichen
Märkten verkauft werden, führt dies dazu, daß neben einer
Reihe unterschiedlicher Luftfedern auch unterschiedliche,
an den zwischen der Luftfeder und dem Federhalter
erforderlichen Abstand angepaßte Blattfederanordnungen
verwendet werden müssen. Bei der Herstellung von Luftfe
dern und Blattfederanordnungen hat dies kleinere Produk
tionszahlen zur Folge, während gleichzeitig eine größere
Anzahl unterschiedlicher Teile auf Lager gehalten werden
muß. Der Preis von Teilen für Luftfederungen ist aus
diesem Grund vergleichsweise hoch.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die oben angege
benen Probleme zu umgehen. Diese Aufgabe ist erfindungs
gemäß mit einer Vorrichtung für ein Fahrgestell eines
Fahrzeugs gelöst, die die Merkmale des Anspruchs 1 auf
weist. Bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung löst auf einfache und vorteilhafte Weise die
Probleme, die bisher mit der Gewichtsverteilung zwischen
der getriebenen Achse und der Nachlaufachse in einem
Nachlaufachsen-Fahrgestell verbunden waren, indem sie für
jeden Beladungszustand eine selbsttätige Gewichtsvertei
lung zwischen den Achsen unter Verwendung eines ohnehin am
Fahrzeug vorhandenen Druckluftsystems schafft.
Vorzugsweise weist die Vorrichtung in einer Druckbegrenzungs
einrichtung eine Steuereinrichtung auf, die es ermöglicht,
einen vorbestimmten Druck zu ändern. Damit ist eine ein
fache Anpassung der Gewichtsverteilung an unterschiedliche
Märkte möglich, was wiederum bedeutet, daß gleiche Luft
feder- und Blattfederanordnungen verwendet werden können,
um Fahrzeuge mit unterschiedlichen Gewichtsverteilungen
zwischen getriebener Achse und Nachlaufachse zu schaffen.
Die Herstellung von optimal an unterschiedliche Märkte
angepaßten Fahrzeugen ist somit durch Verwendung gleicher
Bauteile kostensparend möglich.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer
Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es
zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht des hinteren Teils eines
Lastwagenfahrgestells,
Fig. 2 das Schema einer Druckluftfederung und
Fig. 3 eine zum Einbau in eine Luftfederung bestimmte
Druckbegrenzungseinrichtung.
Das in Fig. 1 teilweise gezeigte Fahrgestell weist einen
Rahmen 1 auf, der aus zwei parallelen Längsträgern 2
besteht, die miteinander durch eine Reihe nicht gezeigter
Querträger verbunden sind. In Fig. 1 ist nur einer der
Längsträger 2 sichtbar. Unterhalb des Rahmens 1 ist eine
als Treibachse 3 bezeichnete getriebene Achse mit Antriebs
rädern 4 und eine nicht getriebene Nachlaufachse 5 mit
Nachlaufrädern 6 angeordnet.
Zwischen jeder Achse 3, 5 und dem Rahmen 1 ist eine
allgemein mit 7 bezeichnete Luftfedereinrichtung an jedem
Längsträger 2 montiert. Obwohl Fig. 1 nur die der Treib
achse 3 und der Nachlaufachse 5 zugehörigen Luftfederein
richtungen 7 einer Seite zeigt, versteht es sich von
selbst, daß die Federeinrichtungen 7 am anderen Längsträ
ger 2 mit den beschriebenen identisch sind.
Jede Federeinrichtung 7 weist einen am Längsträger 2
befestigten Halter 8 auf. Am unteren Ende dieses Halters
ist ein Ende einer Blattfederanordnung 9 mittels einer
Buchse 10 drehbar angelenkt. Das andere Ende der Blattfe
deranordnung 9 trägt ein Ende einer Luftfederanordnung 11,
deren anderes Ende am Rahmen 1 befestigt ist. Die Luftfeder
anordnung 11 wird im folgenden als Luftfeder bezeichnet.
Zwischen der Buchse 10 und der Luftfeder 11 ist jede Achse
3, 5 mit Federböcken 12 an der Blattfederanordnung 9
befestigt. Zwischen der Treibachse 3 und dem Rahmen 1 und
zwischen der Nachlaufachse 5 und dem Rahmen 1 sind zur
Dämpfung von Schwingungen des Rahmens 1 bezüglich der
Achsen 3, 5 Stoßdämpfer eingebaut, die in den Figuren
nicht dargestellt sind.
Die Luftfedern 11 sind über ein Druckluftsystem 13, das
teilweise in Fig. 1 und detaillierter in Fig. 2 gezeigt
ist, mit Druckluft gefüllt. Das Druckluftsystem 13 weist
eine Druckquelle 14 auf, die im wesentlichen aus einem
Speichertank besteht, der von einem Kompressor 15 mit
Druckluft versorgt wird, welcher von der Antriebseinheit
(nicht gezeigt) des Fahrzeugs angetrieben ist. Die Druck
quelle 14 ist über eine Druckleitung 16 mit einem Niveau
ventil 17 verbunden. Das Niveauventil 17 ist am Rahmen 1
befestigt und über einen Arm 18 mit der Treibachse 3
verbunden. Der nach oben und unten schwenkbare Arm 18
überträgt die Auf- und Abbewegung des Rahmens 1 bezüglich
der Treibachse 3 auf das Niveauventil 17, welches Druck
über Leitungen 19 bis 21 zu den Luftfedern 11 fließen
läßt, um den Rahmen 1 bezüglich der Treibachse 3 be
lastungsunabhängig in einer konstanten Höhe zu halten.
Von der Leitung 19 zweigen drei Druckleitungen 20, 21, 22
ab. Die Leitungen 20, 21 sind mit je einer der Luftfedern
11 der Treibachse 3 verbunden, während die dritte Leitung
22 sich in eine mit der einen Luftfeder 11 der Nach
laufachse 5 verbundene Leitung 23 und eine mit der anderen
Luftfeder 11 der Nachlaufachse 5 verbundene Leitung 24
verzweigt.
In die Leitung 22 ist eine Druckbegrenzungseinrichtung 25
in Gestalt eines Druckreduzierventils eingebaut. Wie Fig.
3 zeigt, weist das Ventil 25 ein Gehäuse 26 mit einem
Einlaßkanal 27 und einen Auslaßkanal 28 auf. Der Einlaß
kanal 27 steht über einen Leitungsabschnitt 22' (s. Fig.
2) in Verbindung mit den Luftfedern 11 der Treibachse 3,
während der Auslaßkanal 28 über einen Leitungsabschnitt
22" in Verbindung mit den Luftfedern 11 der Nachlaufachse
5 in Verbindung steht. Das Ventil 25 weist weiterhin einen
Ventilkörper 29 auf, der in dem Ventilgehäuse 26 verscho
ben werden kann und der durch eine Feder 31 von einem
Ventilsitz 30 weggedrückt ist. Die Spannung der Feder 31
ist mittels einer Steuereinrichtung 32 einstellbar. Der
Einlaßkanal 27 ist über einen Durchlaß 34 mit einem
Hohlraum oberhalb eines Kolbens 33 verbunden, welcher an
dem in Fig. 3 unteren Abschnitt des Ventilkörpers 29
einstückig ausgebildet ist. Auf die Unterseite des Kolbens
33, d. h. auf die dem Durchlaß 34 abgewandte Seite wirkt
der Umgebungsdruck und der durch die Feder 31 erzeugte
Druck. Der Kolben 33 gleitet in einer im Gehäuse 26
ausgebildeten Zylinderbohrung und ist mit einer Dichtung
35 gegenüber dieser abgedichtet. Die Steuereinrichtung 32,
die auf einen der gewünschten Gewichtsverteilung entspre
chenden Druck in der Druckleitung 22 eingestellt ist, hält
den Ventilkörper 29 in einer Offenstellung, bis der einge
stellte Druck überschritten wird. Beim nachfolgend geschil
derten typischen Ausführungsbeispiel ist die Steuereinrich
tung 32 so eingestellt, daß sie die Druckleitung 22
schließt, wenn in dieser ein Druck von 5 bar erreicht
wird, der etwa einer Maximalbelastung der Nachlaufachse 5
von 6,5 Tonnen der Nachlaufachse 5 entspricht. Mit Vorteil
ist die Steuereinrichtung 32 auf Schließdrücke zwischen 3
und 8 bar einstellbar.
Im folgenden wird die Funktionsweise der erfindungsgemäßen
Vorrichtung näher erläutert. Die Funktionsbeschreibung
bezieht sich auf ein Nachlaufachsen-Fahrgestell mit einer
bestimmten geometrischen Anordnung. Für Nachlaufachsen-Fahr
gestelle mit davon abweichender geometrischer Anordnung
gelten andere als die im folgenden genannten Drücke. Das
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zugrundeliegende Prinzip
kann jedoch unabhängig von der geometrischen Anordnung auf
alle Fahrgestelle angewendet werden.
Bei einem nur leicht, beispielsweise mit 4 Tonnen bela
denen schweren Lastwagen wird Luft mit einem Druck von
deutlich unterhalb 5 bar aus der Druckquelle 14 über die
Leitung 16 zum Niveauventil 17 geführt. Das Niveauventil
17 erfaßt mittels des Arms 18 die Lage des Rahmens 1
bezüglich der Treibachse 3 und führt genügend Luftdruck
zu, um den Rahmen 1 bezüglich der Treibachse 3 auf einer
konstanten Höhe zu halten. Der zugeführte Druck wird
teilweise über die Leitungen 19, 20 und 21 zu den Luft
federn 11 der Treibachse 3 und teilweise über den Lei
tungsabschnitt 22' dem Einlaßkanal 27 der Druckbegren
zungseinrichtung 25 zugeleitet. In der Druckbegrenzungs
einrichtung 25 gelangt der Luftdruck über den Durchlaß 34
in den erwähnten Hohlraum und wirkt auf die Oberseite des
federbelasteten Kolbens 33. Da die Feder so eingestellt
ist, daß der Ventilkörper 29 bei einem Druck vom 5 bar
schließt, reicht der vorliegende Luftdruck zur Verschie
bung des Ventilkörpers 29 aus seiner Offenstellung nicht
aus, so daß der Luftdruck über den Ventilsitz 30 und den
Ventilkörper 29 zum Auslaßkanal 28 und von dort über den
Leitungsabschnitt 22" und die Leitungen 23, 24 zu den
Luftfedern 11 der Nachlaufachse 5 gelangt. Somit ist in
aller Luftfedern 11 der gleiche Luftdruck vorhanden. Die
Fahrgestellbelastung von 4 Tonnen wird deshalb zwischen
der Treibachse 3 und der Nachlaufachse 5 entsprechend der
geometrischen Anordnung des Nachlaufachsen-Fahrgestells
verteilt, beispielsweise 2,5 Tonnen auf die Treibachse 3
und 1,5 Tonnen auf die Nachlaufachse 5.
Ist dagegen das Fahrzeug schwer beladen, beispielsweise
bis zu einer Fahrgestellbelastung von 18 Tonnen, führt das
Niveauventil 17 bei dem beschriebenen Fahrzeug einen Druck
von 6 bar zu. Wie zuvor wird der Druck den Luftfedern 11
der Treibachse 3 und dem Einlaßkanal 27 der Druckbegren
zungseinrichtung 25 sowie am Ventilkörper 29, der in der
Anfangsphase des Druckaufbaus durch die Feder 31 offen
gehalten ist, vorbei und durch den Auslaßkanal 28 den
Luftfedern 11 der Nachlaufachse 5 zugeführt. Der Druck
baut sich in den Luftfedern 11 der Treibachse 3 und der
Nachlaufachse 5 auf und übersteigt schließlich den mit der
Feder 31 voreingestellten Druck von 5 bar, so daß der über
den Durchlaß 34 auf die Oberseite des Kolbens 33 wirkende
Druck die Kraft der Feder 31 übersteigt. Der Kolben 33
wird daraufhin zusammen mit dem Ventilkörper 29, der dabei
in den Ventilsitz 30 gedrückt wird, nach unten verschoben
und verhindert in dieser Schließstellung einen weiteren
Druckaufbau in den Luftfedern 11 der Nachlaufachse 5. Der
Druck in den Luftfedern 11 der Treibachse 3 steigt jedoch
solange an, bis ein der Fahrgestellbelastung entsprechen
der Druck erreicht ist. Im geschilderten Beispiel werden
dadurch von den 18 Tonnen Fahrgestellbelastung 12 Tonnen
auf die Treibachse 3 und nur 6 Tonnen auf die Nachlauf
achse 5 verteilt.
Beim Entladen des Fahrzeugs verändert sich die Lage des
Rahmens 1 bezüglich der Treibachse 3. Der Arm 18 des
Niveauventils 17 erfaßt diese neue Lage und entlüftet die
Luftfedern 11 der Treibachse 3, bis ein der neuen Be
lastung entsprechender Druck erreicht ist, welche in
diesem Fall durch das Gewicht des Fahrzeughinterteils
gebildet ist. Fällt der Druck in den Luftfedern 11 der
Treibachse 3 unter den Schließdruck der Druckbegrenzungs
einrichtung 25, wird die Druckleitung 22 geöffnet und
erlaubt so auch ein Entlüften der der Nachlaufachse 5
zugehörigen Luftfedern 11 über das Niveauventil 17.
Durch Einstellen unterschiedlicher Federkräfte an der
Einstelleinrichtung 32 der Druckbegrenzungseinrichtung 25
kann somit die Gewichtsverteilung zwischen den Achsen 3
und 5 geändert werden. Je nach Einstellung der Steuer
einrichtung 32 kann die beispielhaft angenommene Fahr
gestellbelastung von 18 Tonnen etwa zu 11 Tonnen auf die
Treibachse 3 und zu 7 Tonnen auf die Nachlaufachse 5 oder
auch zu 13 Tonnen auf die Treibachse 3 und zu 5 Tonnen auf
die Nachlaufachse 5 verteilt werden.
Der konstruktive Aufbau des Nachlaufachsen-Fahrgestells
kann vom beschriebenen abweichen und beispielsweise andere
Federbauformen und/oder eine Nachlaufachse aufweisen, die
manuell oder automatisch angehoben und abgesenkt werden
kann, ohne daß das Prinzip der erfindungsgemäßen Vorrich
tung verändert zu werden braucht.
Claims (5)
1. Vorrichtung für das Fahrgestell eine Fahrzeugs zur Ge
wichtsverteilung zwischen einer getriebenen (3) und einer nicht
getriebenen Achse (5), wobei das Fahrgestell zumindest eine
zwischen dem Rahmen (1) des Fahrzeugs und der getriebenen Achse
(3) angebrachte erste Luftfederanordnung (11) und zumindest
eine zwischen dem Rahmen (1) und der nicht getriebenen Achse
(5) angebrachte zweite Luftfederanordnung (11) aufweist, die
über Druckleitungen (16, 19 bis 24) miteinander und mit einer
Druckquelle (14) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die erste Luftfederanordnung (11) und die zweite Luftfeder anordnung (11) mit einer gemeinsamen Druckquelle (14) verbunden sind, und daß
- - in einer Druckleitung (22) stromabwärts der Druckquelle (14) und der ersten Luftfederanordnung (11) der getriebenen Achse (3) und stromaufwärts der zweiten Luftfederanordnung (11) der nicht getriebenen Achse (5) eine Druckbegrenzungseinrichtung (25) angeordnet ist, die die Druckleitung (22) schließt, wenn ein vorbestimmter Druck in den Luftfederanordnungen (11) erreicht ist, und die die Druckleitung (22) öffnet, wenn der vorbestimm te Druck unterschritten wird,
- - wobei der vorbestimmte Druck an der Druckbegrenzungseinrichtung (25) einstellbar ist und die Druckquelle (14) bei einem den vorbestimmten Wert übersteigen den Druck nur mit der ersten Luftfederanordnung (11) in Druck verbindung steht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbe
grenzungseinrichtung (25) eine Steuereinrichtung (32)
aufweist, mit der der vorbestimmte Druck geändert werden
kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 bei einem schweren
Fahrzeug,
dadurch gekennzeichnet, daß der vorbe
stimmte Druck zwischen 3 und 8 bar, vorzugsweise um 5 bar
liegt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß ein last
wahrnehmendes Niveauventil (17) mit der Druckquelle (14)
verbunden ist, um den der Druckbegrenzungseinrichtung (25)
zugeführten Druck zu steuern.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die
ersten als auch die zweiten Luftfederanordnungen (11) in
bekannter Weise auf Blattfederanordnungen (9) angebracht
sind, wobei die Luftfederanordnungen jedoch gleich sind.
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