DE41964C - Walzenpresse mit Kleisterapparat zur Herstellung von Absteifstoff für Corset-Ein-I lagen - Google Patents

Walzenpresse mit Kleisterapparat zur Herstellung von Absteifstoff für Corset-Ein-I lagen

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DE41964C
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Germany
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rollers
layers
corset
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Application number
DENDAT41964D
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English (en)
Original Assignee
J. STONE und M. GARDNER in Aurora, Illinois, V. St. A
Publication of DE41964C publication Critical patent/DE41964C/de
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A43—FOOTWEAR
    • A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D25/00—Devices for gluing shoe parts
    • A43D25/18—Devices for applying adhesives to shoe parts

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
(Illinois, V. St. A.).
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Walzenpresse mit Kleisterapparat, welche die Herstellung eines Absteifstoffes erleichtern soll, aus welchem passende Einlagen für Corsets sowohl nach der Länge als auch der Breite des Stoffes abgetrennt werden können. Der in beliebigen Längen vorräthig herzustellende Absteifstoff besteht im wesentlichen aus zwei Decklagen mit parallelen Gruppen von Absteifstreifen aus Bambusrohr oder Fischbein, welche zwischen die Decklagen mittelst der Walzenpresse eingeführt und verklebt werden, nachdem die Decklagen durch einen Kleisterapparat mit Klebematerial bestachen worden sind.
Um den Durchgang der im Absteifstoff Erhöhungen bildenden Absteifstreifen zu ermöglichen, sind die Walzen der Pressen mit entsprechenden ringsum laufenden Rillen versehen. Aufserdem sind Einrichtungen für eine passende Einführung der Decklagen und der Streifen in das Walzenpaar getroffen.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist eine solche Walzenpresse mit einem Apparat zum Anstreichen des Klebemittels auf die Decklagen in Fig. ι bis 13 dargestellt.
Die Presse besteht im wesentlichen aus einem passenden Gestell mit Ständern A, in deren verticalen Schlitzen α die Lager B1 für die Walzen B beweglich sind. Für zwei hinter einander liegende Prefswalzenpaare sind zwei Paar Ständer angeordnet, die auf der Grundplatte A1 mit Füfsen A2 befestigt und unter einander sonst noch durch Stege al, Fig. 1 und 3, verbunden sind. Durch Anschlagstücke a2 an den Ständern werden die oberen Walzenlager in ihrer Abwärtsverschiebung begrenzt, dagegen können diese Lager nach oben, entgegen dem Druck der Federn B2, ausweichen, deren Anspannung sich mittelst der oben bei A^ in die Ständer eingedrehten Schrauben B% reguliren läfst.
Die Lager der unteren Walzen liegen auf Druckstangen -B4 und können dem Bedarf entsprechend beim Durchführen des Materials zwischen den beiden Walzenpaaren, zum Zwecke, die mit Klebmitteln bestrichenen Decklagen B um die Streifen zu kleben, durch Drehen der Achsen C1 gehoben und gesenkt werden. Letztere sind in Haltern C2 an der Grundplatte gelagert und ihre Excenter C tragen die Druckstangen.
Die Drehung der Achsen kann mittelst Handhebels C3 erfolgen, der am Ende einer Achse sitzt, und von dieser wird durch Arm C5 und Schubstange C4 die Drehung auf den Arm C5 der anderen Achse übertragen.
Zum Feststellen des Hebels C3 dient der Stellbogen cs an der Grundplatte, dessen Anschlag c4 die Drehung des Hebels beim Senken der Walzen begrenzt. Mittelst des Stiftes c, der in Hülse c1 des Hebels C8 gegen eine Feder gelagert ist, erfolgt die Feststellung durch Einspringen des Stiftes in Vertiefungen c2 des Stellbogens. Die Schubstange C4 zur Verbindung der beiden Achsenarme C5 ist mittelst Schlitzes c5 auf ihrer Mitte am Stift c6 des an der Grundplatte sitzenden Halters C6 geführt.
Die beiden Walzenpaare erhalten eine gleichförmige Drehung mittelst der auf den Walzenzapfen b aufserhalb des Gestelles sitzenden Zahnräder B5 und eines Zwischenzahnrades £>°, Fig. i. Der Antrieb der Walzen erfolgt mittelst Schnurscheiben D3 durch Welle Z)2 und Schnecke Z)], die in das Schneckenrad Z), Fig. ι und 2, auf der Achse einer der Unterwalzen eingreift. Um Z)'1 und D aufser Eingriff zu setzen, kann die Welle Z)2 in einer Hülse Z)4 sich drehen, deren Zapfen in einem Halter Z)5 auf der Grundplatte drehbar sind. Die Hülse D4 trägt einen Handhebel Z)6, der sich behufs Feststellung der Hülse in Kerben eines Halters Z)7 einlegen läfst.
Zum Trocknen des Leimes oder des sonstigen Klebmittels zum Zusammenkleben der beiden Decklagen können die Hohlwalzen mittelst Gasröhren E geheizt werden, Fig. 2, die durch die Hohlachsen b eintreten und für den Gasaustritt perforirt sind. Diese Röhren werden durch Halter Z?1 getragen, deren Klemmen e die Röhren festhalten. Zur Einführung von Luft in die Walzen dienen Oeffnungen b1 in den die Lagerzapfen tragenden Stirnwänden der Walzen.
Für das Einlegen der Streifen beim Durchgang des Materials sind die Walzen mit Rillen Z>2 in Abständen von einander versehen, die den Streifenabständen entsprechen, während die Decklagen von den vortretenden Walzentheilen in Berührung mit einander gehalten werden, wenn das Material zwischen den Walzen hindurchgeführt wird.
Für richtige Einführung der beiden Decklagen G und G' sind am Gestell passend gebogene Führungen F, Fig. 1 bis 3 und 6, vorgesehen, die an Haltern f der Ständer A festsitzen und verhindern, dafs die Stoffe in Berührung mit- den heifsen Walzen kommen, bevor alle Theile für den Durchgang bereit sind.
Andererseits dienen für die Einführung der Absteifstreifen H und H\ Fig. 6 und 6a, eine feste Unterlage J1 für den unteren und eine stellbare und elastische Gegenlage für den oberen Streifen, die etwas mehr auswärts und mitten zwischen den beiden Führungen F und F1 angeordnet sind. Die obere Gegenlage besteht aus zwei elastischen Schienen Z2 und /4, die zusammen an einem mittelst Schraube z'4, Stange z'3 und Hebels z'2 in einem Halter Z7 drehbaren Block Z3 mit ihren hinteren Enden festgehalten werden. Das vordere Ende der oberen Schiene Z2 tritt weiter gegen die Walzen vor als die untere Schiene Z4, wodurch die zwischen Unterlage Z2 und die beschriebene Gegenlage durchgeführten Bambusstreifen passend auf einander liegend erhalten werden. Dies ermöglicht eine richtige Einführung der Streifen zwischen die beiden Lagen G und G1 und in die Walzen. Der obere Streifen H1 erhält auch weiter hinten noch eine Führung auf der Schiene Z5 des Halters Zö, Fig. 6, der an der Querverbindung Z festsitzt.
Seitliche Wangen i an der Unterlage Z1 dienen aufserdem zur Führung der Streifen, und an der Schiene I- sitzen zu demselben Zwecke nach unten vortretende Lappen i\ Fig. 6a, die sich auf die Walzen auflegen, wenn diese von Deckstoff frei sind. Durch Stifte z'5, welche in die Querschiene Z eingedreht sind und durch Löcher in einem Flantsch an der Unterlage Z1 treten, wird diese gegen Abheben gesichert, während an der Querverbindung Z Vorreiber drehbar sind, welche den Flantsch von Z1 festhalten.
Bei der Einführung des zusammenzuklebenden Materials, welche erfolgt, nachdem die beiden Decklagen G und G1 an den einander entgegenzukehrenden Seiten mit einem Klebmittel bestrichen worden sind, werden zunächst durch das erste Walzenpaar, das in Fig. 3 das rechtsliegende ist, die Absteifstreifen von den Decklagen fest eingehüllt und dabei trocknet dann auch das Klebmittel zum Theil. Das hintere oder zweite Walzenpaar dient demnach hauptsächlich, dazu, die völlige Trocknung des Materials zu bewirken, derart, dafs von dem so gewonnenen Absteifstoffe ohne Weiteres für das Vernähen mit dem Corsetkörper passende Einlagen abgetrennt werden können.
Damit nun das Material beim Anhalten der Walzen durch die Wärme der letzteren nicht leidet, sind sowohl von dem einen nach dem anderen Walzenpaare hin, als auch vom hinteren Walzenpaare noch weiter rückwärts Schutzbleche J und J1, Fig, 3, in passendem Abstande für den Durchgang des Materials angeordnet. Diese werden durch an den Seiten der Maschine horizontal geführte Schienen Z2 verbunden und diese verbindet eine Querstange jl, die zugleich als Handhabe zum Hervorziehen des Materials mit den Schutzblechen dient, nachdem durch Drehen der Excenter C, Fig. i, die unteren Walzen B von den oberen etwas abgerückt worden sind.
Natürlich können die Walzen B der Walzenpresse auch durch ein Paar Walzen ersetzt werden, von welchen, nach Fig. 13, die eine Walze mit Rillen von einer Tiefe versehen ist, die zur Aufnahme der Streifen genügt, während die andere Walze glatt ist. Der mittelst dieser Walzeneinrichtung herzustellende Absteifstoff erhält dann nur gewöhnlich eine Decklage G2 für die Absteifstreifen H2.
Die Vorrichtung zum Leimen bezw. zum Bekleistern der Innenseiten der beiden .Deckstoffe G und G1, Fig. 6 und 8, ist in Fig. 1.1 und 12 dargestellt und besteht im wesent-
lichen aus den beiden Kleisterwalzen K, die mittelst Zahnräder k in gleich schnelle Drehung versetzt werden und auf einem Tisch L über zwei Kleisterbehältern L1 gelagert sind. Der Antrieb der Walzen erfolgt mittelst einer durch Kupplung Ai3 leicht ausrückbaren Schnurscheibe M-, ferner mittelst Achse M1, Schnecke m und Schneckenrades M, das auf der Achse der einen Walze festsitzt.
Die Deckstoffe G G1 werden aus den beiden Behältern L2 über Rollen L3 abwärts zwischen den beiden Kleisterwalzen K hindurchgeführt und dann zwischen den unter den Walzen nach derselben Richtung rotirenden Bürsten K \ die ein Anhaften der beiden Stoffe an den Walzen verhindern und sie völlig glatt streichen. Der eine Deckstoff G wird dann um Rolle L* aufwärts über Rollen L5 an den Behältern L"2 nach den Walzen B hinabgeführt und der andere Stoff G1 über die am Tisch L gelagerte Rolle ZA Zum Abstreichen des überschüssigen Kleisters von den beiden Walzen K dienen die in Armen k2, welche bei k3 am Tisch L drehbar sind, gelagerten kleineren Walzen K2, die mittelst Zahnräder/c8 von den Zahnrädern k der Kleisterwalzen getrieben werden. Diese Walzen K^ werden mittelst der Schrauben /c4, die durch Arme k2 in den Tisch geschraubt sind, gehoben und durch die Schrauben ks gesenkt, die durch Ansätze k6 des Tisches führen und gegen Schienen k7, Fig. 12, drücken, welche die hinteren Enden der Arme U^ verbinden.
Man kann auch das Klebmittel auf den Decksioffen zunächst trocken werden lassen und es vor dem Aufziehen durch Dampf anfeuchten. Ein Durchtreten des Klebstoffes durch die dünnen Deckstoffe findet dann nicht statt. Auch empfiehlt sich die Vermischung des Klebstoffes mit Paraffin, um ein Ankleben an die W7alzen zu vermeiden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zum Einkleben von Absteifstreifen (HH1) in parallelen Reihen neben einander zwischen längere Deckstoffe (G G1), gekennzeichnet durch einen Kleisterapparat, an welchem die Deckstoffe behufs Bekleisterung an einer Seite gemeinsam zwischen Kleisterwalzen (K) und rotirende Bürsten (K1) und dann je einzeln über Rollen (L*) vermittelst der rotirenden Walzen (B) über Führungen (F) einer Presse fortgezogen werden, und zwar der eine Stoff von oben, der andere von unten, derart, dafs Raum zum Einführen der Absteifeinlagen (HH1) über Führungen (I1I^) hinweg in die für den Durchgang der Einlagen in den Prefswalzen (B) enthaltenen Rillen (b2) verbleibt, wodurch ein continuirliches Verkleben der Deckstoffe und Einlagen stattfindet.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT41964D Walzenpresse mit Kleisterapparat zur Herstellung von Absteifstoff für Corset-Ein-I lagen Active DE41964C (de)

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