DE4200281C2 - Öffnungsfähiges Dach - Google Patents

Öffnungsfähiges Dach

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Description

Die Erfindung betrifft ein öffnungfähiges Dach nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
Ein gattungsgemäßes Dach ist aus der DE-OS 40 11 594 bekannt. Hierbei ist auf einer ringförmigen Seitenwand eine öffnungsfähige Dachkonstruktion vorgesehen, die ein sichelförmiges, feststehendes Dachteil, zwei schwenkbare, näherungsweise dreieckförmige Dachteile und zwei verschiebbare Dachteile aufweist. Die schwenkbaren Dachteile können bezüglich den verschiebbaren Dachteilen geschwenkt werden. Die verschiebbaren Dachteile können jeweils an die Oberseite des feststehenden Dachteiles gedreht werden. Die Anordnung und Ausgestaltung der einzelnen Dachteile führt zu relativ aufwendigen Antriebsvorrichtungen zum Bewegen der Dachteile.
Insbesondere zur Überdachung von großen Sportanlagen, wie Baseballstadien und Wettkampfarenen, sind Dächer bekannt, die aus mit Harz beschichteter Folie aus Glasfaser bestehen. Es gibt Anlagen, bei denen diese Konstruktionen verwendet wurde, die durch Luftdruck getragen werden. Ferner wurden dem Wunsch nach einem festen Dach folgende Dachkonstruktionen vorgeschlagen, bei denen ein beliebiges Öffnungsmaß erreicht werden konnte.
In Anlagen der oben beschriebenen Art werden aber nicht nur sportliche Veranstaltungen sondern eine Reihe von anderen Veranstaltungen, wie zum Beispiel Konzerte, abgehalten. Es besteht deshalb der Wunsch, Dinge, wie die Beleuchtung und die Akustik des Innenbereichs, entsprechend der abzuhaltenden Veranstaltung einstellen zu können. Aber weder die Anlagen mit Luftfoliendächern, noch die Anlagen mit öffnungsfähigen Dächern, die bis jetzt vorgeschlagen wurden, können diesen Wunsch erfüllen.
Die als Dachmaterial bei Luftfoliendächern verwendete Folie ist so dünn, daß sie den Durchtritt von Licht gestattet. Anlagen, die mit dieser Art von Dach ausgerüstet sind, haben deshalb den Vorteil, daß bei ihnen eine natürliche Beleuchtung genutzt werden kann. Dagegen ist diese Konstruktion von Nachteil, wenn natürliches Licht unerwünscht ist. Der Innenbereich der Anlage kann während der Nachmittagstunden nicht abgedunkelt werden. Demzufolge können solche Veranstaltungen, bei denen der Innenbereich abzudunkeln ist, wie zum Beispiel bei Konzerten, bei denen Lichteffekte von erheblicher Bedeutung sind, nicht am Nachmittag abgehalten werden, was sehr lästig ist.
Ferner gibt es bei den öffnungsfähigen Dachkonstruktionen, die bis jetzt vorgeschlagen wurden und bei denen eine Folie als Dach verwendet wurde, ähnliche Nachteile, wie bei einem Luftfoliendach. Wenn dagegen undurchlässige Metallplatten als Dach verwendet werden, die es zwar ermöglichen, den Innenbereich sogar am Nachmittag abzudunkeln, kann der Wunsch nach natürlichem Licht bei geschlossenem Dach, wie er zum Beispiel bei einem an einem regnerischen Nachmittag stattfindenden Baseballspiel besteht, nicht erfüllt werden. In einem solchen Fall hat diese Konstruktion den Nachteil, daß vollständig auf künstliche Beleuchtung vertraut werden muß.
Außerdem wird bei allen obengenannten Konstruktionen die Akustik, das heißt die Nachhallzeit etc., in der Anlage fast ganz durch den Charakter des Daches und der Decke bestimmt. Die Akustik kann deshalb nicht auf die Art der stattfindenden Veranstaltung abgestimmt werden.
Bei bekannten öffnungsfähigen Dachkonstruktionen oder Luftfoliendächern ist es nicht möglich, den Innenbereich der Anlage so zu gestalten, daß geeignete Bedingungen für die jeweilige Veranstaltungsart geschaffen werden. Infolgedessen sind die Nutzungsmöglichkeiten dieser Anlagen begrenzt, wodurch ein erheblicher Nachteil entsteht.
Weil äußerst große Dächer bei den bis jetzt vorgeschlagenen beweglichen Dachkonstruktionen bewegt werden, bedingen sie einen hohen Kostenaufwand, um die Sicherheit der Dachkonstruktion zu gewährleisten. Die Betriebskosten für die Maschinerie zum Bewegen des Daches nehmen zu, während gleichzeitig das Öffnen und Schließen des Daches in angemessener Zeit nicht durchgeführt werden kann.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein öffnungsfähiges Dach vorzuschlagen, bei dem die vorstehend aufgeführten Nachteile nicht auftreten.
Diese Aufgabe wird bei einem öffnungsfähigen Dach mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
Erfindungsgemäß wird ein öffnungsfähiges Dach mit einem ringförmigen, feststehenden Dachteil, das mittig eine Öffnung aufweist, und zwei Paaren von bewegbaren Dachteilen vorgeschlagen, wobei jedes bewegbare Dachteil die Form einer Kugelhälfte hat, die beiden Paare von bewegbaren Dachteilen auf dem ringförmigen, feststehenden Dachteil gelagert sind und jedes Paar von bewegbaren Dachteilen in eine die Öffnung überdachende Stellung bringbar ist.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Dachkonstruktion liegt darin, daß nur wenige Antriebsvorrichtungen zum Bewegen der bewegbaren Dachteile benötigt werden.
Von oben gesehen, bewegt sich bei der erfindungsgemäßen Dachkonstruktion ein Paar der beiden Paare von bewegbaren Dachteilen, die aus Kuppelhälften bestehen, parallel in der Richtung, welche die beiden Paare von bewegbaren Dachteilen voneinander trennt, um eine Symmetrielinie bezüglich der geraden Linie zu bilden, die durch den Mittelpunkt der Öffnung verläuft. Weil die Öffnung nur durch diese beiden Bewegungsverfahren geöffnet oder geschlossen wird, ist es möglich, den Öffnungs- oder Schließvorgang der bewegbaren Dachteile entsprechend der Art der abgehaltenen Veranstaltung innerhalb einer kurzen Zeit durchzuführen. Ferner können ausreichend Zirkulationsluft und Licht durch die Öffnung eintreten, wodurch ein Gefühl von ausreichender Geräumigkeit innerhalb der Anlage erzeugt werden kann.
Die Erfindung schafft zwei Paare von bewegbaren Dachteilen in Form von Kuppelhälften im oberen Teil eines ringfömigen, feststehenden Dachteiles. Weil jedes der beiden Paare von bewegbaren Dachteilen gewählt werden kann, um die Öffnung zu schließen, und jeweils verschiedene Dachmaterialien für die beiden Paare von bewegbaren Dachteilen vorgesehen und jeweils verschiedene Ausrüstungen in die bewegbaren Dachteile eingebaut sein können, ist es möglich, den Innenbereich der Anlage entsprechend der Art der durchgeführten Veranstaltung zu verändern.
Vorteilhaft ist das erste Paar von bewegbaren Dachteilen in den Flächenabmessungen und in der Höhe größer als das zweite Paar von bewegbaren Dachteilen und so angeordnet, daß das erste Paar von bewegbaren Dachteilen das zweite Paar von bewegbaren Dachteilen in der die Öffnung überdachenden Stellung der bewegbaren Dachteilen überdecken kann. Sofern das Dachmateriyal für beide Paare von bewegbaren Dachteilen verschieden ist und sich die an jedem bewegbaren Dachteil befestigte Ausrüstung auch unterscheidet, können sich die jeweiligen Funktionen der beiden Paare von bewegbaren Dachteilen ebenfalls unterscheiden. Demzufolge können die Bedingungen, wie Beleuchtung, Akustik etc., innerhalb der Anlage entsprechend den Wetterbedingungen oder der Art der in der Anlage abgehaltenen Veranstaltung durch die Wahl des einen oder anderen bewegbaren Dachteiles zum Schließen der Öffnung verändert werden. Durch das zweilagige Verschließen der Öffnung ist es weiterhin möglich, die Isolierwirkung der Dachoberfläche zu erhöhen. Gleichzeitig kann Kondensation und dergleichen auf der Innenfläche des Daches verhindert werden. Ferner ist es möglich, die Schneelast auf dem zweiten, überdeckten Paar von bewegbaren Dachteilen zu verringern. Demzufolge ist eine Anlage, die mit dem öffnungsfähigen Dach versehen ist, besonders zur Verwendung in kalten und schneereichen Gegenden geeignet.
Ferner kann das eine Paar von bewegbaren Dachteilen aus einem durchsichtigen Material und das andere Paar von bewegbaren Dachteilen aus einem undurchsichtigen Material bestehen. Infolgedessen ist es möglich, die Stärke des in die Anlage gelenkten natürlichen Lichtes beliebig zu wählen.
In Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß der ringförmige, feststehende Dachteil horizontal angeordnet ist.
Vorteilhaft kann der Mittelpunkt des ringförmigen, feststehenden Dachteiles und der Mittelpunkt der Öffnung in dem ringförmigen, feststehenden Dachteil nicht zusammenfallen. Da zwei Paare von bewegbaren Dachteilen, bestehend aus Kuppelhälften, auf der Oberfläche des festen Dachteiles vorgesehen sind, um sich um die äußere Spitze des Randes zu drehen, an dem sich die bewegbaren Dachteile gegenseitig berühren, ist es selbst bei einer großen Öffnung möglich, sicherzustellen, daß der zum Verlagern der bewegbaren Dachteile und des eben umschlossenen Raumes des öffnungsfähigen Daches beim Öffnen ausreichend ist. Deshalb kann die Baufläche auf die unterste Grenze beschränkt werden. Wenn ferner ein festes Dach mit horizontalem Verlauf vorgesehen ist, kann beim Öffnen des Daches ausreichend Licht und Zirkulationsluft durch die Öffnung eintreten, so daß ein Gefühl von ausreichender Geräumigkeit in der Anlage geschaffen wird. Wenn die Anlage als Baseballstadion verwendet wird, ist die allmählich zunehmende Höhe über dem Platz größer, je weiter man die Schräge vom Außenfeld zum Schlagmal entlanggeht, wodurch der Raum, an dem die Innenfeldtribünen stehen, erweitert werden kann, so daß der Wunsch der Zuschauer, ein Spiel von einer näherliegenden Stelle aus sehen zu können, erfüllt wird.
In weiterer Ausgestaltung sind die bewegbaren Dachteile an ihren seitlichen Enden drehbar gelagert. Nach der Beendigung der horizontalen Bewegungen können sich somit die bewegbaren Dachteile in entgegengesetzte Richtungen, um den Mittelpunkt ihrer jeweiligen Kuppelhälften derart drehen, daß sich die äußeren Spitzen ihrer Ränder berühren.
Vorteilhaft ist mindestens ein Paar der bewegbaren Dachteile in besonderer Weise die Akustik des darunterliegenden Raumes beeinflussend ausgebildet. Hierdurch kann die Akustik in der Anlage reguliert werden, je nachdem, welche der beiden Paare von bewegbaren Dachteilen gewählt wird.
Der ringförmige feststehende Dachteil kann eine im großen und ganzen ebene Oberfläche haben. Gleichzeitig kann die Höhe allmählich vom Außenrand zum Innenrand hin abnehmen.
Vorteilhaft weist der ringförmige feststehende Dachteil eine Vielzahl von Streben und eine Vielzahl von in Umfangsrichtung verlaufenden Verstärkungsringen auf.
Die Öffnung in dem feststehenden Dachteil kann nahezu kreisförmig, elliptisch oder mehrseitig ausgebildet sein. Von oben gesehen, bewegt sich eines von zwei Paaren der bewegbaren Dachteile, die aus Kuppelhälften bestehen, in der Oberfläche des festen Dachteiles parallel in der Richtung, welche die beiden Paare von bewegbaren Dachteilen voneinander trennt, um eine Symmetrielinie bezüglich der geraden Linie zu bilden, die durch den Mittelpunkt der Öffnung verläuft. Außerdem drehen sich die beiden Paare von bewegbaren Dachteilen um den Mittelpunkt der Ränder, an denen sie sich gegenseitig berühren, in entgegengesetzte Richtungen, so daß die äußeren Spitzen eines jeden Randes, an dem sich die beiden Paare von bewegbaren Dachteilen berühren, wenn sie geschlossen sind, in Kontakt miteinander kommen. Durch diese beiden einfachen Bewegungsverfahren kann die Öffnung geöffnet oder geschlossen werden, wobei es möglich ist, den Öffnungs- oder Schließvorgang des Daches innerhalb einer kurzen Zeit entsprechend der Art der abgehaltenen Veranstaltung durchzuführen, ohne eine Vielzahl von Bewegungsvorrichtungen im Vergleich zu den bekannten öffnungsfähigen Dächern zu benötigen. Gleichzeitig ist es möglich, ausreichend Zirkulationsluft und Licht durch die Öffnung eintreten zu lassen, so daß ein Gefühl von ausreichender Geräumigkeit in der Anlage entstehen kann. Die zum Bewegen der bewegbaren Dachteile erforderlichen Betriebskosten können erheblich vermindert werden, wodurch eine wirtschaftlich überlegene Dachkonstruktion geschaffen wird. Selbst wenn die Öffnung genügend groß gemacht wird, ist es möglich, die Baufläche der Anlage auf das kleinste Maß zu beschränken, weil der zum Bewegen des öffnungsfähigen Daches und des in der Ebene begrenzten Raumes beim Öffnen des Daches ausreichend ist und weil das aufmachbare Dach in der Ebene in das feste Dach eingeschlossen werden kann.
Ferner hat das Dach eine ausreichende Festigkeit, weil es eine Höhe hat, die vom Außenrand zum Innenrand hin abnimmt und gleichzeitig aus einem räumlichen Strebenwerk gebildet ist, das eine Vielzahl von Verstärkungsringen in Umfangsrichtung hat. Infolgedessen ist eine Vereinfachung in der Konstruktion im Vergleich zu den bekannten öffnungsfähigen Dächern möglich, während gleichzeitig infolge einer fast ebenen Oberfläche des festen Dachteiles die Sicherheit der in diesem oberen Teil vorgesehenen öffnungsfähigen Dachkonstruktion sichergestellt ist. Schließlich können die bewegbaren Dachteile leicht bewegt werden.
Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung des äußeren Aufbaus des ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung,
Fig. 2 einen vertikalen Querschnitt der gleichen Anlage,
Fig. 3 einen vertikalen Querschnitt durch das räum­ liche Sprengwerk des festen Dachteiles der gleichen Anlage,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Außenseite des glei­ chen räumlichen Sprengwerks,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Oberfläche des glei­ chen räumlichen Sprengwerks,
Fig. 6 eine Draufsicht auf die untere Oberfläche des gleichen räumlichen Sprengwerks,
Fig. 7 eine Draufsicht, welche die Dachoberfläche der gleichen Anlage im Umriß zeigt,
Fig. 8 eine teilweise vergrößerte Ansicht des Um­ fanges der Öffnung in der gleichen Dachoberfläche,
Fig. 9 einen vergrößerten Schnitt des Schienen­ schnittpunktteiles in der gleichen Dachkonstruktion,
Fig. 10 eine vergrößerte Ansicht des Widerlager­ teiles der bewegbaren Dachteile,
Fig. 11 eine Draufsicht auf ein Beispiel einer Abwandlung der Konstruktion des ersten Ausführungsbeispiels,
Fig. 12 eine Draufsicht auf ein weiteres Beispiel einer Abwandlung der Konstruktion,
Fig. 13 einen vertikalen Querschnitt durch ein weiteres Beispiel einer Abwandlung der Konstruktion,
Fig. 14 eine perspektivische Darstellung der Außen­ seite der Anlage des zweiten Ausführungsbeispiels der Erfin­ dung,
Fig. 15 einen vertikalen Querschnitt der gleichen Anlage,
Fig. 16 eine Draufsicht, welche die Dachoberfläche der gleichen Anlage im Umriß zeigt,
Fig. 17 eine Draufsicht auf die Anlage des dritten Ausführungsbeispiels der Erfindung,
Fig. 18 einen vertikalen Querschnitt der gleichen Anlage,
Fig. 19 eine Seitenansicht der gleichen Anlage,
Fig. 20 eine Vorderansicht der gleichen Anlage,
Fig. 21 eine Rückansicht der gleichen Anlage.
Zuerst wird das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Bezug auf die Fig. 1 bis 13 erläutert. Fig. 1 zeigt eine Außenansicht eines Baseballstadions, das mit einer Dachkon­ struktion gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel ausgerüstet ist. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt des Stadions. In diesen Figuren ist mit der Ziffer 1 eine Säule bezeichnet, die in festen Abständen angeordnet ist, um einen kreisförmigen Stadionkörper zu bilden. Mit der Ziffer 2 ist eine Außenwand auf der vom Platz (Arena) abgewandten anderen Seite bezeich­ net. Die Tribüne 4 für die Zuschauer ist um den Platz 3 herum vorgesehen.
Mit der Ziffer 5 ist ein ringförmiges festes Dachteil bezeich­ net, das fast den ganzen Bereich über der Tribüne 4 über­ deckt und mit einer runden Öffnung 6 versehen ist, die über dem Platz 3 angeordnet ist. Das feste Dachteil 5 ist so vor­ gesehen, daß die Kante der Außenseite von der Säule 1 abge­ stützt wird, wobei sich auf der Oberseite eines räumlichen Sprengwerks 7 ein undurchsichtiges Dachmaterial 8, wie z. B. Metallplatten oder Betonplatten, befindet.
Das genannte räumliche Sprengwerk 7, das schematisch in den Fig. 2 und 3 bis 6 gezeigt ist, umfaßt Ständer 10, die aus Stahl (Stahlrohr etc.) hergestellt sind, Obergurt 11, Untergurt 12 und Gitterwerk 13. Das untere Ende des Ständers 10 ist auf dem oberen Ende der Säule 1 durch Wälzlager abgestützt und infolgedessen wird durch die Säule 1 eine freitragende Abstützung geschaffen.
Ferner ist auf der Oberseite des räumlichen Sprengwerks 7 eine kleine Neigung sichergestellt und ein fast paralleler ebener Querschnitt wird gebildet. Gleichzeitig nimmt die Höhe des räumlichen Sprengwerks 7 allmählich vom Außenrand zum Innenrand hin ab. Mehrere Verstärkungsringe 14 und 15 sind in Umfangsrichtung des räumlichen Sprengwerks 7 in der oberen und unteren Oberfläche des räumlichen Sprengwerks 7 vorgesehen. Von diesen Verstärkungsringen 14 und 15 nimmt der Verstärkungsring 14, der an der oberen Oberfläche an­ geordnet ist, den Hauptteil der Druckkraft auf, während der Verstärkungsring 25, der an der unteren Oberfläche angeord­ net ist, den Hauptteil der Zugkraft aufnimmt. Das räumliche Sprengwerk 7 ist in der Lage, eine große Last in Umfangs­ richtung infolge der Verstärkungsringe 14 und 15 wirksam umzuleiten. Da ferner die Höhe von der Außenkante zu der Innenkante hin abnimmt, wird die obere Oberfläche zu einer Ebene, die selbst ausreichend Festigkeit liefert. Bei be­ kannten räumlichen Sprengwerken dieser Art ist ein Bogen nach oben vorgesehen. Bei der vorliegenden Erfindung besteht keine Notwendigkeit für einen Bogen, für eine Kuppelform und auch nicht für die Aufbringung einer Vorspannung.
Da ferner bei dem räumlichen Sprengwerk 7 das untere Ende der Säule 10 durch den Kopf der Säule 1 durch Wälzlager abgestützt ist, werden Temperaturspannungen der gesamten Aufhängung wirkungsvoll aufgenommen.
Ferner ist es möglich, in das räumliche Sprengwerk 7 eine beliebige Anzahl von verschiedenen Arten von Vorrichtungen (z. B. Beleuchtungsvorrichtungen, Lautsprecher, Feuerschutz­ vorrichtungen, Kanäle zum Heizen und Kühlen, Diffusoren, Einlaßöffnungen usw.) nach Bedarf einzubauen. Außerdem können, wie in Fig. 2 gezeigt, Publikumssitze 18 an einer Stelle eingebaut werden, von welcher die Arena zu über­ schauen ist.
Durch die Verwendung von zwei Paaren von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b, und 21a und 21b, die im oberen Teil des festen Dachteiles 5 vorgesehen sind, kann die Öffnung 6, die in der Mitte des festen Dachteiles 5, wie oben erläutert, vorgese­ hen ist, geöffnet oder geschlossen werden.
Jedes der bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b umfaßt zwei Kuppelhälften, die aus räumlichen Sprengwerken bestehen. Die beiden Paare von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b werden jeweils auf Schienen 22 und 23 abgestützt (siehe Fig. 8), die auf der oberen Oberfläche des festen Dachteiles 5 vorgesehen sind. Mittels einer elek­ trischen oder hydraulischen Antriebsvorrichtung, die nicht gezeigt ist, können die beiden Paare von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b auf den Schienen 22 und 23 in der Durchmesserrichtung des festen Dachteiles 5, wie in Fig. 7 gezeigt, bewegt werden. Im normalen Betrieb sind die bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b gewöhnlich auf dem oberen Teil des festen Dachteiles 5, wie in den Fig. 1 und 7 gezeigt, angeordnet. Während dieser Zeit wäre die Öffnung 6 offen. Bei Bedarf kann jedoch ein Paar der beiden Paare von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b dazu eingesetzt werden, die Öffnung 6 zu schließen (Fig. 2 zeigt das Schließen der Öffnung 6 durch den Einsatz der bewegbaren Dachteile 20a und 20b).
Als Dachmaterial 24 bei einem Paar 20a und 20b der beiden Paare von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b wird ein undurchsichtiges Material, wie z. B. Metall­ platten, Betonplatten oder dergleichen, das den bei dem festen Dachteil 5 verwendeten Material ähnlich ist, verwendet. Bei dem anderen Paar von bewegbaren Dachteilen 21a und 21b wird jedoch beispielsweise ein Folienmaterial verwendet, das aus Glasfaser, beschichtet mit einem Harz, hergestellt ist, dessen Hauptkomponente Tetrafluorethylenharz oder ein ande­ res durchsichtiges Material ist.
Obwohl die Schienen 22 und 23 so eingebaut sind, daß sie sich schneiden, wie in den Fig. 8 und 9 gezeigt ist, sind sie so vorgesehen, daß sie sich schneiden, ohne einen Unter­ schied in der Neigung zu bringen oder die Verschiebung der bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b zu beein­ trächtigen. Wenn die Öffnung 6 durch das Paar von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b, wie in Fig. 10 gezeigt, geschlossen wird, greifen die Ränder der bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b gegenseitig ineinander, wobei sie unter Zwischenschaltung einer Packung 28 aneinanderstoßen, die aus einem elastischen Material, wie z. B. Gummi, besteht, und infolgedessen eine luftdichte und wasserdichte Oberfläche bilden. Wie bei dem festen Dachteil 5 ist es auch möglich, eine Vielzahl verschiedener Aus­ rüstungsgegenstände in den bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b auf Wunsch einzubauen.
An schönen Tagen ist es bei einer Anlage, die mit der oben beschriebenen Dachkonstruktion ausgerüstet ist, möglich, ein Ballspiel oder dergleichen im Freien durch Öffnen der Öff­ nung 6 abzuhalten. Dagegen ist an Schlechtwettertagen oder wenn andere Umstände es erfordern, sichergestellt, daß die Anlage unabhängig von den Wetterbedingungen verwendet werden kann, denn die Öffnung 6 kann mittels einem oder beiden Paaren von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b geschlossen werden. Ferner kann die Beleuchtung in der Anlage entsprechend der Art der abgehaltenen Veranstaltung durch Wählen von einem oder mehreren der beiden Paare von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b zum Schlie­ ßen der Öffnung 6 verändert werden.
Wenn bei einem Konzert oder dergleichen, das am Nachmittag abgehalten wird, die Öffnung 6 durch die bewegbaren Dach­ teile 20a und 20b geschlossen wird, bei welchem undurch­ sichtiges Dachmaterial 24 verwendet wird, wird der natürli­ che Lichteinfall blockiert, so daß der Innenbereich der Anlage abgedunkelt werden kann. Demzufolge ist es möglich, verschiedene Lichteffekte zu erzeugen. Wenn dagegen eine sportliche Veranstaltung oder dergleichen bei schlechtem Wetter abgehalten wird und die Öffnung 6 durch die bewegbaren Dachteile 21a und 21b, bei welchem durchsichtiges Dachmate­ rial 25 verwendet wird, geschlossen wird, kann die Anlage gut mit natürlichem Licht beleuchtet werden. Demzufolge muß nur sehr wenig künstliche Beleuchtung eingesetzt werden, um genügend Licht zu erzielen.
Bei einer mit einer beschriebenen Dachkonstruktion ausgerü­ steten Anlage kann natürliches Licht in Abhängigkeit von der Art der abgehaltenen Veranstaltung verwendet oder vermieden werden. Infolgedessen wird die Nutzung der Anlage nicht beschränkt, so daß es möglich wird, jede Art von Veranstal­ tung abzuhalten. Um die Licht- und Darstellungseffekte weiter zu verbessern, ist es möglich, die Öffnung 6 mittels der bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b während der Veranstaltung beliebig zu öffnen und zu schlie­ ßen.
Bei dieser Konstruktion weist das feste Dachteil 5 das räumliche Sprengwerk 7 auf, das Verstärkungsringe 14 und 15 hat. Außerdem ist die obere Oberfläche des festen Daches 5 mit einer fast horizontalen ebenen Oberfläche ausgebildet. Verglichen mit den bekannten aufmachbaren Dächern wurde die vorliegende Konstruktion erheblich vereinfacht, während gleichzeitig die konstruktive Sicherheit der bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b, die im oberen Teil des festen Dachteiles 5 eingebaut sind, sichergestellt, und die Bewegungen der Dachteile können leicht durchgeführt werden.
Weil die bewegbaren Dächer 20a und 20b und 21a und 21b aus räumlichen Sprengwerken in Form von Kuppelhälften bestehen, ist ihre Festigkeit sichergestellt, und es ist möglich, ein hohes Maß an Effekten in der Anlage zu erzielen.
Bei dieser Konstruktion kann der Bereich der Öffnung 6 geeignet festgelegt werden. Wie beispielsweise in Fig. 2 gezeigt, kann der gesamte Bereich über dem Platz 3 voll­ ständig freigelegt werden, weil die Größe der Öffnung 6 annähernd der Größe des Platzes 3 entspricht. Anders ausge­ drückt ist es möglich, ein Verhältnis von 100% zwischen der Fläche der Öffnung 6 und der Fläche des Platzes (Verhältnis von nicht abgedeckter Fläche) zu erzielen, wodurch ein geräumiger offener Bereich sichergestellt wird.
Bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel kann aufgrund der unterschiedlichen Dachmaterialien 24 und 25 bei den beiden Paaren von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b entschieden werden, ob die Anlage natürliches Licht erhalten soll oder der Durchtritt von natürlichem Licht verhindert werden soll. Zusätzlich zum Steuern der Beleuch­ tung oder an dessen Stelle ist es aber auch möglich, die Akustik in der Anlage zu verändern. Schallaufnehmende Plat­ ten oder schallreflektierende Platten können nur in einem der beiden Paare von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b vorgesehen werden, oder beide Paare von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b können mit jeweils verschiedenen Einrichtungen für die akustische Abstimmung ausgerüstet werden. Entsprechend der Art der abgehaltenen Veranstaltung kann dann ein Paar von bewegbaren Dachteilen ausgewählt und verwendet werden, um die Öffnung 6 zu schlie­ ßen.
Wenn zusätzlich die Anzahl und die Art der oben beschriebe­ nen verschiedenen Ausrüstungsteile, die in die bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b eingebaut sind, auch noch unterscheiden, können eine Anzahl verschiedener äußerer Bedingungen in der Anlage reguliert werden.
Bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel wird die Öffnung 6 durch Bewegen der beiden Paare von bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b entlang des Durchmessers des festen Dachteiles 5 in der Richtung, in welcher die beiden Paare von bewegbaren Dachteilen gegenseitig orthogonal sind, bewegt. Wie jedoch entweder in Fig. 11 oder Fig. 12 ge­ zeigt ist, sind die Randabschnitte eines jeden bewegbaren Dachteiles 20a und 20b und 21a und 21b mit dem festen Dach 5 drehbar verbunden, und mittels einer jeweiligen 90°-Drehung dieser Randteile ist es möglich, die Öffnung 6 zu schließen.
Mittels dieser Konstruktion kann das Verhältnis der freige­ legten Fläche größer als 100% gemacht werden. Anders ausge­ drückt ist die Fläche der Öffnung 6 größer als die Fläche des Platzes 3. Da nicht nur die Fläche über dem Platz 3, sondern auch die Fläche über den Tribünen 4 geöffnet wird, kann ein sehr weiter offener Raum erhalten werden. Weil im Vergleich zu dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel die bewegbaren Dachteile größer werden, während gleichzeitig das feste Dachteil kleiner wird, kann jedes der bewegbaren Dachteile unterteilt werden, um die bewegbaren Dachteile auf dem festen Dachteil anzubringen. Wie in Fig. 13 gezeigt, können die bewegbaren Dachteile 20a und 20b jeweils in 20a1 und 20a2 und 20b1 und 20b2 unterteilt und auf dem festen Dachteil 5 ange­ bracht werden, um aufgemacht werden zu können. Die Öffnung 6 kann auch durch vertikales Stapeln der Dachteile geöffnet werden. In diesem Fall ist es wie bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel möglich, die konstruktive Sicherheit der gestapelten bewegbaren Dachteile sicherzustellen, während gleichzeitig die Bewegungen der Dachteile leicht durchge­ führt werden können.
Außerdem ist die äußere Form des festen Dachteiles nicht auf die Kreisform beschränkt, sondern sie kann auch elliptisch sein. Die Form der in der Mitte des festen Daches 5 vorgesehenen Öffnung 6 ist nicht auf die Kreisform beschränkt, sondern kann auch mehrseitig sein. In diesem Fall ist die Form des öffnungsfähigen Daches, von oben gesehen, nicht nur auf die Kreisform beschränkt, sondern sie kann jede beliebige Form haben, die zu der Form der Öffnung 6 paßt.
Obwohl bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel die obere Oberfläche des festen Dachteiles 5 fast parallel ist, kann auch der gesamte Körper des festen Dachteiles 5 bei Bedarf geneigt werden. Beispielsweise kann bei einem Baseballsta­ dion das feste Dachteil 5 um beispielsweise 5 bis 10° vom Schlagball zum Außenfeld hin geneigt sein, um die Sicht­ verhältnisse in der Anlage weiter zu verbessern.
Als nächstes wird das zweite Ausführungsbeispiel mit Bezug auf die Fig. 14 bis 16 beschrieben. Wenn Teile mit denen des ersten Ausführungsbeispiels identisch sind, werden die gleichen Bezugszeichen verwendet und eine nähere Beschrei­ bung von ihnen weggelassen.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel sind sowohl die Flächen- als auch die Höhenmaße der einen Gruppe von aufmachbaren Dachteilen 21a und 21b etwas kleiner im Vergleich zu der anderen Gruppe von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b. Die Öffnung 6 kann mit den kleineren aufmachbaren Dachteilen 21a und 21b geschlossen werden und darüber hinaus können die kleineren Dachteile 21a und 21b mit den größeren bewegbaren Dachteilen 20a und 20b überdeckt werden. Anders ausge­ drückt kann die Öffnung 6 zweilagig unter Verwendung von beiden Paaren von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b, wie in Fig. 15 gezeigt, geschlossen werden.
Von den genannten beiden Paaren von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b ist außerdem das Dachmaterial 24 des größeren Paars von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b ebenso wie das Material des festen Daches 5 aus undurch­ sichtigen Materialien, wie Metallplatten oder dergleichen, hergestellt. Für das Dachmaterial 25 des kleineren Paars von bewegbaren Dachteilen 21a und 21b wird jedoch eine Pla­ stikfolie, wie z. B. Glasfaser oder dergleichen, beschichtet mit einem Harz, dessen Hauptkomponente Tetrafluoroethylen oder dergleichen ist, durch das Licht hindurchtreten kann, verwendet.
Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel wird irgendeines der Paare von bewegbaren Dachteilen ausgewählt, und durch das Schließen der Öffnung 6 können sich die gleichen Wirkungen wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel ergeben. Zusätzlich jedoch ergeben sich die folgenden Wirkungen.
Bei der Dachkonstruktion des zweiten Ausführungsbeispiels kann die Isolierwirkung der Dachfläche durch Schließen der Öffnung 6 in zweilagiger Form unter Verwendung von beiden Paaren von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b erhöht werden. Gleichzeitig kann Kondensation und der­ gleichen verhindert werden. Wenn die Öffnung 6 zweilagig geschlossen ist, wobei die bewegbaren Dachteile 21a und 21b durch die Dachteile 20a und 20b überdeckt sind, ist es bei Schneefall nicht notwendig, Vorsorge für eine große Schnee­ last auf den bewegbaren Dachteilen 21a und 21b zu treffen, weil die Anhäufung von Schnee auf der als Dachmaterial 25 ver­ wendeten Plastikfolie bei den aufmachbaren Dachteilen 21a und 21b verhindert werden kann. Aber nicht nur bei Schnee­ fall, sondern auch wenn Orkane erwartet werden, ist es möglich, zu vermeiden, daß die bewegbaren Dachteile 21a und 21b starken Winden ausgesetzt werden, so daß die Si­ cherheit der Konstruktion gewährleistet ist, vorausgesetzt, die Öffnung 6 wird zweilagig mit den bewegbaren Dachteilen 21a und 21b geschlossen, die von den bewegbaren Dachteilen 20a und 20b überdeckt werden.
Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel können ebenfalls alle Änderungen und Abwandlungen, die beim ersten Ausführungsbei­ spiel erläutert wurden, durchgeführt werden.
Als nächstes wird das dritte Ausführungsbeispiel mit Bezug auf die Fig. 17 bis 21 beschrieben.
Bei dem dritten Ausführungsbeispiel ist die obere Oberfläche des festen Daches 5 um einen Winkel von 6° bezüglich der Horizontalebene geneigt, wobei die Höhe vom Platz 4 aus entlang dieser Linie allmählich abnimmt. Wegen der Neigung des festen Dachteiles 5 ist die Außenwand des Außenfeldes nied­ riger, wodurch die Silhouette niedriger wird, wenn die Kuppel geöffnet ist. Das feste Dachteil 5 könnte auch parallel zu der Horizontalebene verlaufen. Die Öffnung 6 ist fast kreisförmig, wobei ihr Mittelpunkt über der Außenfeldtribüne ist und vom Mittelpunkt des festen Dachteils 5 entfernt ist. Der Durchmesser, der sich vom Schlagmal zu den Außenfeld­ tribünen erstreckt, hat eine solche Länge, daß es möglich ist, den Bereich über dem Platz 4.
Auf der oberen Oberfläche des festen Dachteils 5 werden zwei Paare von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b, die jeweils aus Kuppelhälften bestehen, gedreht, wobei sie als Drehpunkte die äußere Spitze der Ränder verwenden, an denen sie sich gegenseitig berühren, wobei die Öffnung 6 dadurch geöffnet oder geschlossen wird.
Jedes der bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b ist aus einem räumlichen Strebenwerk gebildet. Sowohl die Flächen- als auch die Höhenmaße des einen Paares von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b ist im Vergleich zum ande­ ren Paar von bewegbaren Dachteilen 21a und 21b etwas kleiner. Infolgedessen ist es möglich, die bewegbaren Dachteile 21a und 21b auf der Innenseite der bewegbaren Dachteile 20a und 20b einzuschließen.
Eine Vielzahl an kreisförmigen Bogenschienen 22a, die je­ weils verschiedene Radien und die äußere Spitze (die Spitze der Seite der Schlagmaltribüne) des horizontalen Randes, an dem sich die aufmachbaren Dächer 20a und 20b gegenseitig berühren, als Mittelpunkt 01 haben, und eine Vielzahl von kreisförmigen Bogenschienen 22b, die jeweils verschiedene Radien und die äußere Spitze des horizontalen Randes, an dem sich die bewegbaren Dachteile 20a und 20b gegenseitig berüh­ ren, als Mittelpunkt 02 haben, sind in festen Abständen in der oberen Oberfläche des festen Dachteiles 5 vorgesehen (nur eine einzige Schiene 22b ist in Fig. 18 gezeigt. Diese Schienen 22a und 22b sind symmetrisch bezüglich der geraden Linie Y, welche den Mittelabschnitt 03 der Öffnung 6 mit den oben genannten Mittelpunkten 01 und 02 verbindet, so daß die Schiene 22a, die den größten Radius hat, den Bereich über der Außenfeldtribüne mit dem äußeren Rand des festen Dachteiles 5 verbindet, und so daß die anderen Schienen 22a und 22b vom Rand der Öffnung 6 zu dem äußeren Rand des festen Dachteiles 5 verlaufen.
An der unteren Oberfläche der Außenränder der bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b sind jeweils Räder 23a und 23b, die auf den Schienen 22a und 22b laufen (nur das Rad 23b ist in bezug auf die bewegbaren Dachteile 21a und 21b gezeigt), in festen Abständen in Umfangsrichtung vor­ gesehen. Mittels einer hydraulischen oder elektrischen Antriebsvorrichtung (nicht gezeigt), drehen sich die öffnungsfähigen Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b um ihre Drehpunkte, die über den Mittelpunkten 01 und 02 liegen, wobei sie sich entlang der Schienen 22a und 22b aufgrund der Wirkung der Räder 23a und 23b bewegen und infolgedessen die Öffnung 6 öffnen oder schließen. Die bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b haben solche Maße, daß fast 90% des Baseballfeldes nicht überdeckt ist, wenn das Dach offen ist, und so daß die bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b in dem festen Dachteils 5 eben eingebaut werden können.
Wie in Fig. 17 gezeigt, ist die Öffnung 6 offen (fast 90% des Spielfeldes ist nicht abgedeckt), wenn während des normalen Betriebes ein großer Teil der beiden Paare von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b auf dem oberen Teil des festen Dachteile 5 angeordnet ist. Es kann jedoch die Öffnung 6 mit jedem der beiden Paare von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b nach Bedarf geschlossen werden. Die Öffnung 6 kann mit den bewegbaren Dachteilen 21a und 21b geschlossen werden und darüber hinaus können die bewegbaren Dachteile 21a und 21b mit den bewegbaren Dachteilen 20a und 20b überdeckt werden. Anders ausgedrückt ist es möglich, die Öffnung 6 zweilagig zu verschließen, wobei beide Paare von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b verwendet werden.
Wie beim ersten und zweiten Ausführungsbeispiel ist das Dachmaterial 24 bei einem Paar von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b der beiden Paare von bewegbaren Dachteilen 20a und 20b und 21a und 21b ähnlich wie das Material des festen Dachteiles 5 aus undurchsichtigem Material, wie Metallplatten oder dergleichen, hergestellt. Das Dachmaterial des anderen Paares von bewegbaren Dachteilen 21a und 21b ist jedoch aus einem durchsichtigen Folienmaterial, beispielsweise Glasfaservlies, das mit einem Harz beschichtet ist, dessen Hauptkomponente Tetrafluorethylen ist, hergestellt.
Bei dem dritten Ausführungsbeispiel ist es möglich, den Raum in der Nähe des Schlagmales, in dem die Tribünen eingebaut sind, zu erweitern, wodurch der Wunsch der Zuschauer erfüllt wird, das Spiel von einer näheren Stelle aus beobachten zu können, weil das feste Dachteil 5 so geneigt ist, daß die Höhe vom Platz 4 aus allmählich von den Außenfeldtribünen zum Schlagmal zunimmt. Durch die Neigung des festen Daches 5 kann auch ausreichend Licht und Zirkulationsluft durch die aufgemachte Öffnung 6 eintreten, wobei ein Gefühl von Geräu­ migkeit innerhalb der Anlage erzeugt wird.
Weil die kreisförmige Öffnung 6 vorgesehen ist, die als Mittelpunkt eine Stelle (Mittelabschnitt 03) hat, die vom Mittelabschnitt der oberen Oberfläche des festen Daches 5 entfernt ist, und weil die bewegbaren Dachteile 20a und 20b (21a und 21b), die aus Kuppelhälften bestehen, auf dem festen Dachteil 5 angeordnet sind, wobei die Öffnung 6 durch Drehen der bewegbaren Dachteile geöffnet oder geschlossen wird, wobei als Drehpunkt (Mittelpunkt 01 und 02) die äuße­ ren Teile der Ränder verwendet werden, an denen sich die bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b gegen­ seitig berühren, selbst wenn die Fläche der Öffnung groß ist, reicht der zum Drehen der bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b und der ebene Aufnahmeraum aus, so daß die bewegbaren Dachteile 20a und 20b und 21a und 21b in ebener Anordnung auf dem festen Dachteil 5 untergebracht werden können. Infolgrdessen kann die Baufläche beschränkt werden.

Claims (9)

1. Öffnungsfähiges Dach mit einem ringförmigen, feststehenden Dachteil (5), das mittig eine Öffnung (6) aufweist, und mit zwei Paaren von bewegbaren Dachteilen (20a, 20b, 21a, 21b), dadurch gekennzeichnet, daß jeder bewegbare Dachteil (20a, 20b, 21a, 21b) die Form einer Kuppelhälfte hat, die beiden Paare von bewegbaren Dachteilen (20a, 20b, 21a, 21b) auf dem ringförmigen, feststehenden Dachteil (5) gelagert sind und jedes Paar von bewegbaren Dachteilen (20a, 20b, 21a, 21b) in eine die Öffnung (6) überdachende Stellung bringbar ist.
2. Öffnungsfähiges Dach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Paar von bewegbaren Dachteilen (20a, 20b) in den Flächenabmessungen und in der Höhe größer als das zweite Paar von bewegbaren Dachteilen (21a, 21b) ist und so angeordnet ist, daß das erste Paar von bewegbaren Dachteilen (20a, 20b) das zweite Paar von bewegbaren Dachteilen (21a, 21b) in der die Öffnung (6) überdachenden Stellung der bewegbaren Dachteile (20a, 20b, 21a, 21b) überdecken kann.
3. Öffnungsfähiges Dach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Paar von bewegbaren Dachteilen (20a, 21b) aus einem durchsichtigen Material (25) und das andere Paar von bewegbaren Dachteilen (20a, 20b) aus einem undurchsichtigen Material (24) besteht.
4. Öffnungsfähiges Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das ringförmige, feststehende Dachteil (5) horizontal angeordnet ist.
5. Öffnungsfähiges Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelpunkt des ringförmigen, feststehenden Dachteiles (5) und der Mittelpunkt der Öffnung (6) in dem ringförmigen, feststehenden Dachteil (5) nicht zusammenfallen.
6. Öffnungsfähiges Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegbaren Dachteile (20a, 20b, 21a, 21b) an ihren seitlichen Enden drehbar gelagert sind.
7. Öffnungsfähiges Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Paar der bewegbaren Dachteile (20a, 20b, 21a, 21b) in besonderer Weise die Akustik des darunterliegenden Raumes beeinflussend ausgebildet ist.
8. Öffnungsfähiges Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige, feststehende Dachteil (5) eine im großen und ganzen ebene Oberfläche hat.
9. Öffnungsfähiges Dach nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige, feststehende Dachteil (5) eine Vielzahl von Streben und eine Vielzahl von in Umfangsrichtung verlaufenden Verstärkungsringen (14, 15) hat.
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