DE420074C - Druckausgleichender Kolbenschieber - Google Patents

Druckausgleichender Kolbenschieber

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DE420074C
DE420074C DEM85715D DEM0085715D DE420074C DE 420074 C DE420074 C DE 420074C DE M85715 D DEM85715 D DE M85715D DE M0085715 D DEM0085715 D DE M0085715D DE 420074 C DE420074 C DE 420074C
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piston valve
piston
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hub
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DEM85715D
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B25/00Regulating, controlling or safety means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2250/00Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
    • F01B2250/004Devices for draining or idling of steam cylinders or for uncoupling piston and connecting rod

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Lift Valve (AREA)

Description

  • Druckausgleichender Kolbenschieber. Gegenstand der Erfindung ist ein Kolbenschieber, der ohne besondere Einrichtungen oder Hilfsmittel druckausgleichend wirkt. Der Schieber ist auf der Schieberstange innerhalb gewisser Grenzen frei verschiebbar. Der Frischdampf drückt ihn gegen einen Anschlag der Schieberstange. Wenn der Regler geschlossen wird und der einseitge Dampfdruck aufhört, bleibt der Kolbenschieber in seiner Endlage stehen und legt die Dampfkanäle ganz frei, worauf Druckausgleich durch den Schieber und die Ausströmleitung erfolgt.
  • Bei Lokomotiven mit Kolbenschiebern ist ein Druckausgleich zwischen den Räumen auf beiden Seiten des Kolbens während des Leerlaufs erforderlich. Die bekannten Luftventile am Zylinder haben die Nachteile, daß sie unzuverlässig sind, während der Schließperiode Dampf entweichen lassen und bei langen Talfahrten die Zylinder stark abkühlen. Druckausgleicher im eigentlichen Sinne vergrößern die schädlichen Räume und Flächen. Wenn sie selbsttätig sind, haben sie, wie die Luftventile, den Nachteil der Unzuverlässigkeit. Wenn sie gesteuert sind, legen sie dem Führer eine besondere Mühe auf, ebenso wie gesteuerte Luftventile.
  • Diese -Mängel werden dadurch vermieden, daß man den Kolbenschieber selbst für den Druckausgleich benutzt, jedoch hat diese Einrichtung, bei der, wie oben beschrieben, der Schieber sich auf seiner Stange 'verschieben kann, den -Nachteil, daß der Schieber, wenn wieder Dampf gegeben wird, sehr hart gegen seinen Anschlag auf der Schieberstange schlägt und die Dichtungsfläche des Anschlags bald zerstört. Diese Erscheinung ist darauf zurückzuführen, daß die ruhende Reibung des Schiebers durch einen verhältnismäßig großen Druck überwunden werden muß. Ist aber der Schieber einmal in Bewegung, so ist die gleitende Reibung so gering, etwa nur ein Drittel der ruhenden Reibung, daß der Schieber heftig angeschlagen wird. Man versuchte, den Stoß des Schiebers durch Biegungsfedern abzufangen. Dies gelang aber nicht, da die beiden auf einer gemeinsamen Stange sitzenden Schieber durch die Federn nicht nur wiederholt gegen ihre Anschläge, sondern auch gegeneinander geschlagen wurden, was das Übel nur verstärkte.
  • An und für sich und abgesehen von diesem Mangel arbeitet die Einrichtung ausgezeichnet, der Druckausgleich ist vollkommen und die Lokomotive läuft außerordentlich leicht.
  • Nach der Erfindung wird zwischen den Schieber und die Schieberstange eine Reibungsfeder eingeschaltet; das ist eine Feder aus einem Ring oder auch aus mehreren Ringen, deren Teile sich nur unter Überwindung einer beträchtlichen Reibungsarbeit gegeneinander verschieben können, so daB die abgegebene Arbeit um den Betrag der Reibungsarbeit kleiner ist als die aufgenommene.
  • Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • Abb. i ist ein Längsschnitt durch einen unter Dampfdruck befindlichen Kolbenschieber mit einer aus mehreren Einheiten zusammengesetzten Reibungsfeder, Abb. z ist ein achsialer Teilschnitt eines Kolbenschiebers mit einer einfachen Reibungsfeder, Abb. 3 ein achsialer Teilschnitt des Schiebers nach Abb. i in größerem Maßstabe und in der Stellung, in der er nicht unter Dampfdruck steht.
  • Der Kolbenschieber i ist auf der Schieberstange 2 durch eine Buchse 3 an einem Ende gleitend geführt. In den Schieber ist eine Kappe 4 eingesetzt, die am äußeren Stirnende mit einer Dichtungsfläche versehen ist und auf einer Buchse 5 gleitet. Die Buchse 5 ist auf der Schieberstange 2 befestigt und liegt einem Ring 6 an, auf den die Stirnfläche der Kappe .4 dampfdicht aufgeschliffen ist. Auf der Schieberstange sind Ringe 7, beispielsweise aus Bronze, befestigt, die oben in zwei aneinanderstoßenden Keilflächen enden. Zwischen je zwei dieser Ringe sind Reibungsfederringe 8 aus Stahl eingelegt. Die Buchsen 3 und 5 sind mit geneigfen Anlageflächen für den ersten und ietzten Ring 8 versehen. Die Buchse 5 hat in einigem Abstand von der Dichtungsfläche des Ringes 6 einen Anschlag 9 für das innere Stirnende io der Kappe 4. Die Ringe 8 sind geteilt, so daß sie nachgeben können, wenn durch achsiale Verschiebung ein radialer Druck der Keilflächen hervorgerufen wird.
  • Bei der Stellung des Schiebers in Abb. i wirkt von links der Dampfdruck auf den Kolbenschieber i und schiebt ihn nach rechts, bis die Dichtungsfläche der Kappe 4 dem Anschlag 6 anliegt. Die Federn 8 sind gespannt. Wenn der Dampfdruck nicht mehr auf den Schieber N@:irkt, bleibt der Schieber hinter seiner Stange zurück, soweit es der Anschlagg gestattet. Der Abstand zwischen dem Anschlag 9 und der Kante io ist gleich dem Schieberhub. Dabei gleitet die Buchse 3 unter dem ersten Ring 8 hervor, so daß dieser sich zusammenziehen und dabei gleichzeitig, da er in achsialer Richtung nicht mehr gehemmt ist, auf der Keilfläche des Ringes 7 abgleiten kann. In ähnlicher Weise verhalten sich die übrigen Ringe 8, wobei sie durch ihre Keilwirkung die Ringe 7 etwas verschieben. Die Federn 8 sind entspannt. Diese Stellung ist in dem Teilschnitt Abb. 3 dargestellt.
  • Wenn wieder Dampf eingelassen wird, schiebt der Dampfdruck den Schieber i nach rechts in Abb. 3. Wie schon erwähnt, kann der Schieber im Augenblick des Dampfgebens um den vollen Schieberhub von seinem Anschlag entfernt sein. Wenn der Dampfdruck den Schieber nach rechts schiebt werden die Ringe 8 allmählich wieder gespannt, bis schließlich die Dichtungsfläche der Kappe 4 wieder an der Dichtungsfläche des Anschlags 6 anliegt. Das Anlegen erfolgt vollkommen stoßfrei, da der Widerstand der Ringe 8 um so größer wird, je mehr sich die Stirnfläche der Kappe dem Anschlag 6 nähert.
  • Der Schieber wird durch. diese Einrichtung allerdings etwas schwerer als ein gewöhnlicher Kolbenschieber, ist aber trotzdem wirtschaftlicher als ein solcher, denn er macht Luftventile und Druckausgleicher mit den oben angeführten Nachteilen überflüssig und verhindert außerdem die Abnutzung des Kolbenschiebers beim Leerlauf.
  • Wenn die Feder aus sehr hochwertigem Material ist und geringere Arbeitsfähigkeit hat, kann die Einrichtung vereinfacht werden wie Abb. 2 zeigt. Hier ist nur eine Feder i i zwischen dem Schieber und dem Anschlag 6 vorgesehen. Die Kappe wird als kurzer Ringansatz auf die Schiebernabe 12 gesetzt und trägt keine Dichtungsfläche, sondern die Dichtung findet zwischen der Schiebernabe i2 und dem Ansatz 6 unmittelbar statt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Druckausgleichender Kolbenschieber mit gegen die Schieberstange achsial verstellbaren Schieberkolben, gekennzeichnet durch mindestens eine zwischen Schieber (i) und Schieberstange (2) eingeschaltete Reibungsfeder (8, 1i).
  2. 2. Kolbenschieber nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber mit einer Kappe (4) versehen ist die am einen Ende eine Dichtungsfläche, am andern einen mit einem festen Anschlag (9) einer Führungsbuchse zusammenarbeitenden Anschlag (i o) trägt.
  3. 3. Kolbenschieber nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Kolbenschiebernabe (3) und der mit dem Anschlag (9) versehenen festen Führungsbuchse (5) Kegelflächen zur Auflage entsprechend ausgebildeter Flächen von Reibungsfedern (8) angebracht sind.
  4. 4. Kolbenschieber nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Reibungsfeder (ii) von keilförmigem Querschnitt, die mit einer ihrer Flächen einem festen Anschlag (6) und mit der anderen der Schiebernabe (i2) anliegt.
  5. 5. Kolbenschieber nach Anspruch i und 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stirnenden der Schiebernabe (i2) und des festen Anschlags (6) Dichtungsflächen ausgebildet sind, während an der Schiebernabe eine die Reibungsfeder (ii) umgebende, ringförmige Kappe (4) ohne Dichtungsfläche befestigt ist.
DEM85715D 1924-07-20 1924-07-20 Druckausgleichender Kolbenschieber Expired DE420074C (de)

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