DE4207105C2 - Einsatz für Hydrokulturgefäße - Google Patents

Einsatz für Hydrokulturgefäße

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Description

Die Erfindung betrifft einen Einsatz für Hydrokultur­ gefäße gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus DE-GM 74 39 280 ist ein Einsatz für Hydrokultur­ gefäße mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patent­ anspruchs 1 bekannt. Dieser Einsatz weist einen in das Hydrokulturgefäß einstellbaren Schacht auf, der an seiner Unterseite mit Öffnungen versehen ist. In den Schacht kann ein Wasserstandsanzeiger eingestellt werden, der auf dem Boden des Hydrokulturgefäßes auf­ steht und mit seinem Anzeigeteil durch einen Deckel des Schachts hindurchragt. Das Anzeigerohr des Wasser­ standsanzeigers ist fest aber wasserdurchlässig mit dem Mantelrohr verbunden. Der ringförmige Raum zwisichen dem Schacht und dem Wasserstandsanzeiger hat eine solche Breite, daß eine oder mehrere Düngerdosen hineingesetzt werden können. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel ist in dem Schacht ein Einsatzrohr vorhanden, das am unteren Ende einen Korb zur Aufnahme des Düngemittels in loser Form oder in mehreren Düngerdosen aufweist. Das Einsatzrohr erstreckt sich über die gesamte Höhe des Schachts und ist an seinem oberen Ende mit einem abstehenden Deckel versehen, der den Schacht ab­ schließt. Der Korb, der einstückig mit dem Einsatzrohr hergestellt ist, ist zusammen mit diesem aus dem Schacht herauszunehmen, so daß ein leichtes Reinigen des Korbes und Erneuern des Düngemittels möglich ist. Das Einsatzrohr dient dazu, auf den trichterförmigen Deckel geschüttetes Wasser nach unten und von dort radial nach außen in den Korb zu leiten, so daß es den Pflanzennährstoff durchströmt, bevor das Wasser mit dem Tongranulat in Berührung kommt. Der Wasserstands­ anzeiger untergreift zwar das untere Ende des Ein­ satzrohres, ist aber nicht dazu bestimmt, das Einsatz­ rohr mit dem Korb aus dem Hydrokulturgefäß heraus­ zuziehen. Das Einsatzrohr kann vielmehr durch Angreifen an seinem oberen Ende herausgezogen werden, während der Wasserstandsanzeiger im Hydrokulturgefäß verbleibt. Der bekannte Hydrokulturgefäß-Einsatz ermöglicht entweder kein einfaches Herausnehmen oder Auswechseln der Nähr­ stoffbatterie oder er weist zusätzlich zu dem Wasser­ standsanzeiger ein sich über die gesamte Höhe des Hydrokulturgefäßes erstreckendes Einsatzrohr mit einem am unteren Ende vorgesehenen, nach oben offenen Korb auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Einsatz für Hydrokulturgefäße zu schaffen, der einfach und mit geringem Materialaufwand herstellbar ist und der ein leichtes Auswechseln der Nährstoffbatterie ermöglicht.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den im Patentanspruch 1 angegebenen kennzeichnenden Merkmalen.
Der erfindungsgemäße Einsatz weist eine selbständige ringförmige Nährstoffbatterie auf, die auf einen Stab, vorzugsweise einen Wasserstandsanzeiger, aufgeschoben ist und auf einem Teller am unteren Ende des Stabes ruht. Diese Nährstoffbatterie, die ein für den Pflanzennährstoff undurchlässiges, für Wasser jedoch durchlässiges, geschlossenes Gehäuse bildet, ist ein separates Teil, das über den Stab geschoben wird und auf dem Teller aufliegt. Wenn der Stab in den Schacht eingesenkt wird, befindet sich die Nährstoffbatterie in der Nähe des Schachtbodens. Von der Nährstoffbatterie bis zum oberen Schachtende aufragende Teile sind nicht vorhanden, da die Nährstoffbatterie durch Ziehen an dem Stab herausgenommen werden kann und derartige auf­ ragende Teile nicht benötigt. Besonders vorteilhaft ist die ringförmige Ausbildung der Nährstoffbatterie, da die Nährstoffbatterie an dem Stab auf diese Weise selbstzentrierend gehalten wird und sichergestellt ist, daß der in der Nährstoffbatterie enthaltene Pflanzen­ nährstoff den Stab gleichmäßig umgibt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist in dem Schacht ein Wasserstandsanzeiger angeordnet, der zugleich als Hebevorrichtung für die Nährstoffbatterie dient. Auch dieser Wasserstandsanzeiger kann aus dem Einsatz herausgenommen und gereinigt oder ersetzt werden.
Der Einsatz bzw. Schacht kann zugleich auch als Wasser­ absaugschacht benutzt werden, in den eine Absaugvor­ richtung eingetaucht wird, mit der das im Hydrokultur­ gefäß enthaltene Wasser abgesaugt werden kann. Der Schacht hält einen Bereich des Hydrokulturgefäßes bis zu dessen Boden hin von Tongranulat frei und ermöglicht daher den direkten Zugang zum Gefäßboden. Um zu ver­ hindern, daß Pflanzensubstrat in den Schacht hinein­ fällt, ist der Einsatz zweckmäßigerweise mit einem Deckel abgedeckt, der jedoch Durchbrechungen bzw. Löcher für das Nachfüllen von Wasser enthalten kann. Dieser Deckel ist zweckmäßigerweise mit einem erhöhten Rand und einer Vertiefung versehen. Tongranulatkugeln, die auf den Deckel fallen, werden in der Vertiefung zurückgehalten und können von dort entfernt werden.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch den Einsatz mit einem darin stehenden Wasserstandsanzeiger und durch eine Nährstoffbatterie,
Fig. 2 einen vertikalen Schnitt des Schachtes,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Deckel und
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV von Fig. 3.
Gemäß Fig. 1 ist in einem Hydrokulturgefäß 10, bei dem es sich beispielsweise um einen Topf oder einen Kasten handelt, Pflanzensubstrat 11 in Form von Tongranulat angeordnet, das unmittelbar in dem Hydrokulturgefäß 10 enthalten ist, also nicht in einem Kulturtopf oder Innentopf. Auf dem Boden des Hydrokulturgefäßes 10 ruht der Einsatz 12, der einen sich über die gesamte Höhe des Hydrokulturgefäßes erstreckenden Schacht 13 auf­ weist. Dieser Schacht ist ein im wesentlichen rohr­ förmiges Teil aus Kunststoff, dessen Durchmesser sich nach oben hin geringfügig verkleinert, so daß mehrere Schächte ineinander stapelbar sind. Der Schacht 13 weist in seinem unteren Bereich Durchbrüche 14 auf, so daß seine Wand wasserdurchlässig ist. Der Schacht 13 steht mit einem Flansch 15 auf dem Boden des Hydrokul­ turgefäßes auf, wo er auch z. B. durch Ankleben be­ festigt sein kann.
In dem Schacht 13 befindet sich eine Nährstoffbatterie 16 aus einem ringförmigen Gehäuse aus Kunststoff. In der äußeren Umfangswand der Nährstoffbatterie sind Schlitze 17 und in der inneren Umfangswand sind eben­ falls Schlitze 18 vorgesehen. Die beiden koaxialen Umfangswände sind durch eine ringförmige Bodenwand 19 miteinander verbunden. Die obere Öffnung der Nähr­ stoffbatterie 16 ist mit einem ringförmigen Deckel 20 verschlossen. Im Innern der Nährstoffbatterie 16 be­ finden sich die den Pflanzennährstoff tragenden Nähr­ stoffkügelchen 44. Die Breite der schlitzförmigen Durchbrechungen 17 und 18 ist so eng, daß die Nähr­ stoffkügelchen 44 nicht hindurchpassen und somit im Innern der Nährstoffbatterie 16 festgehalten werden.
Der Deckel 20 der Nährstoffbatterie 16 ist mit Nut­ sektoren 21 ausgebildet, die jeweils einen Flansch­ sektor 22 des Gehäuses der Nährstoffbatterie umgreifen. Wird der Deckel 20 um einen Winkelbetrag gedreht, so kommen die Nutsektoren 21 außer Eingriff mit den Flanschsektoren 22, so daß der Deckel 20 abgehoben werden kann. Der Deckel 20 hat an seiner Innenseite einen Rohrabschnitt 23, der einen Führungsring der Nährstoffbatterie 16 bildet.
Der ringförmig ausgebildete Deckel 20 weist einen an seiner Außenseite umlaufenden aufragenden Fangring 24 auf, der verhindert, daß Teile, die in den Schacht 13 hineinfallen, auf den Gefäßboden fallen. Solche Teile werden von dem Fangring 24 auf dem Deckel 20 zurück­ gehalten und sie können nach dem Hochziehen der Nähr­ stoffbatterie 16 entfernt werden.
Durch die ringförmige Nährstoffbatterie 16 erstreckt sich das Rohr 25 eines Wasserstandsanzeigers 26. Am unteren Ende des Rohres 25 ist ein flanschartiger Teller 27 vorgesehen, der unter den Boden 19 der Nähr­ stoffbatterie 16 ragt. Das Rohr 25 hat etwa die gleiche Höhe wie der Schacht 13 und von seinem oberen Ende steht der durchsichtige Anzeigeteil 28 des Wasser­ standsanzeigers 26 ab, der eine Skala aufweist. In dem Rohr 25 befindet sich ein (nicht dargestellter) Schwimmer mit einem in den Anzeigeteil 28 hineinragen­ den Stab, wodurch am Anzeigeteil 28 die Höhe des Was­ serstandes im unteren Bereich des Schachtes 13 abge­ lesen werden kann.
Der Wasserstandsanzeiger 26 dient bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel zugleich als Hebevorrichtung 30 zum Herausheben der Nährstoffbatterie 16 aus dem Schacht 13. Die Nährstoffbatterie 16 kann dann in Längsrichtung des Rohres 25 nach oben über den Anzeigeteil 28 hinweg von dem Wasserstandsanzeiger abgestreift werden, um geöffnet, neu befüllt und wieder auf den Wasserstands­ anzeiger aufgeschoben zu werden.
Das obere Ende des Schachts 13 ist mit einem abnehm­ baren Deckel 32 verschlossen. Dieser Deckel ist eben­ falls ringförmig. Er stützt sich mit einem Stützrand 33 auf dem oberen Ende des Schachts 13 ab. An dem Stütz­ rand 33 angrenzend ist eine ringförmige Vertiefung 34 mit im Boden befindlichen Durchbrüchen 35 vorgesehen. Im Mittelbereich des Deckels 32 befindet sich eine rohrförmige Erhöhung 36, welche das obere Ende des Rohres 25 umgibt und im Schacht zentriert. An die Er­ höhung 36 schließt sich ein Innenflansch 37 an, der eine Öffnung für den Durchtritt des Anzeigeteils 28 des Wasserstandsanzeigers 26 aufweist. Der Innenflansch 37 liegt auf dem oberen Ende des Rohres 25 und drückt dieses bzw. den Teller 27 gegen den Boden des Hydro­ kulturgefäßes 10.
An der äußeren Ringwand 40 des Deckels 32 befinden sich gemäß Fig. 4 Vorsprünge 41, die in L-förmige Aussparun­ gen 42 am oberen Ende des Schachts 13 (Fig. 2) hinein­ passen, so daß der Deckel 32 mit einem Bajonettver­ schluß an dem oberen Ende des Schachts verriegelt werden kann. Der Deckel 32 weist ferner eine Griff­ leiste 43 auf, die sich von der Erhöhung 36 bis zur äußeren Ringwand 40 erstreckt und von der Vertiefung 34 aufragt. Diese Griffleiste 43 dient zum Angreifen mit der Hand zum Öffnen und Schließen des Bajonett­ verschlusses bzw. zum Drehen des Deckels 32.
Die Breite der schlitzförmigen Durchbrüche 32 ist so bemessen, daß Pflanzensubstrat 11, das auf den Deckel 32 fällt, nicht hindurchpaßt, jedoch auf dem Deckel zurückgehalten wird und entfernt werden kann. Es ist auch möglich, den Deckel mit Pflanzensubstrat zu be­ decken, so daß er von außen nicht oder nur kaum sicht­ bar ist und aus dem Hydrokulturgefäß nur der Anzeige­ teil 28 des Wasserstandsanzeigers sichtbar herausragt, während die Oberfläche im übrigen mit Tongranulat be­ deckt ist.
Wenn der Pflanzennährstoff in der Nährstoffbatterie 16 verbraucht ist, wird der Deckel 32 vom Schacht 13 ge­ löst und abgehoben. Danach wird der Wasserstandsan­ zeiger 26 ergriffen und hochgezogen, wobei die Nähr­ stoffbatterie 16 mit hochgezogen wird. Der größte Um­ fang der Nährstoffbatterie 16 ist kleiner als die kleinste Innenweite des Schachts 13. Die Nährstoff­ batterie 16 kann von dem Wasserstandsanzeiger 26 in der schon beschriebenen Weise abgezogen werden. Nach dem Entfernen der Nährstoffbatterie 16 kann in den Schacht 13 eine Absaugvorrichtung eingeführt werden, um das im Hydrokulturgefäß enthaltene Wasser abzusaugen.

Claims (7)

1. Einsatz für Hydrokulturgefäße, die eine Nährstoff­ batterie enthalten, mit einem sich vertikal durch das Hydrokulturgefäß (10) erstreckenden wasser­ durchlässigen Schacht (13) zur Aufnahme der Nähr­ stoffbatterie (16), welcher eine Hebevorrichtung (30) mit einem durch den Schacht (13) verlaufenden Stab zum Herausziehen der Nährstoffbatterie (16) enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebevorrichtung (30) einen am unteren Ende des Stabes vorgesehenen Teller (27) aufweist, der die ringförmige Nährstoffbatterie (16) unter­ greift, und daß die Nährstoffbatterie (16) in Längsrichtung des Stabes von diesem abziehbar ist.
2. Einsatz für Hydrokulturgefäße, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebevorrichtung (30) ein Wasserstandsanzeiger (26) ist, dessen Rohr (25) im Schacht (13) angeordnet ist und dessen Anzeigeteil (28) aus dem Schacht (13) herausragt.
3. Einsatz für Hydrokulturgefäße, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schacht (13) einen abnehmbaren Deckel (32) aufweist, der mit dem Schacht durch ineinandergreifende Ver­ schlußteile (Vorsprünge (41), Aussparungen (42)) verriegelbar ist, und daß der Deckel (32) mit einer aufragenden Griffleiste (43) versehen ist.
4. Einsatz für Hydrokulturgefäße, nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasser­ standsanzeiger (26) durch eine Öffnung in einen Innenflansch (37) des Deckels (32) passend hin­ durchragt und daß der Innenflansch (37) auf dem oberen Ende des Rohres (25) des Wasserstands­ anzeigers (26) aufliegt und das Rohr gegen den Boden des Hydrokulturgefäßes (10) drückt.
5. Einsatz für Hydrokulturgefäße, nach den Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (32) mit Wasserdurchlässen (35) versehen ist, die Pflan­ zensubstrat zurückhalten.
6. Einsatz für Hydrokulturgefäße, nach einem der An­ sprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (32) eine von einem Rand (40) umgebene Ver­ tiefung (34) aufweist.
7. Einsatz für Hydrokulturgefäße, nach einem der An­ sprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schacht (13) in seinem unteren Bereich mit Wand­ durchbrüchen (14) versehen ist.
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