DE420729C - Verfahren zur Erzeugung von Blausaeure fuer Schaedlingsbekaempfung - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Blausaeure fuer Schaedlingsbekaempfung

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DE420729C
DE420729C DEC35561D DEC0035561D DE420729C DE 420729 C DE420729 C DE 420729C DE C35561 D DEC35561 D DE C35561D DE C0035561 D DEC0035561 D DE C0035561D DE 420729 C DE420729 C DE 420729C
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hydrocyanic acid
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  • Verfahren zur Erzeugung von Blausäure für Schädlingsbekämpfung. Eines der wichtigsten Ziele der Entwicklung der Schädlingsbekämpfung in Räumen und im -Freien mittels Blausäure ist das, daß die Gefahren, die durch den Transport, durch die Vorbereitungen zur Vergasung und die Beseitigung des Rückstandes entstehen, auf ein Minimum herabgedrückt werden. Das wird man natürlich am sichersten dadurch erreichen, daß man ein völlig ungiftiges Ausgangsmaterial verwendet, das keinen Rückstand hinterläßt. Bisher hat man meist die Blausäure durch Übergießen von Cyaniden mit Schwefelsäure entwickelt; die dafür benutzten Cyanide aber sind bekanntlich sehr giftig; oder man hat Blausäure durch Infusorienerde, Kieselsäure o. dgl. adsorbieren lassen; aber in diesem Falle ist das Ausgangsmaterial für die Vergasung noch gefährlicher, da es eine merkliche Dampfspannung besitzt.
  • Es ist bekannt, daß gewisse organische Stickstoffverbindunen, unter denen wir hier nur einige Amine,' z. B. Trimethylamin, Betain, Hexamethylentetramin o. dgl., erwähnen, bei der Erwärmung auf hohe Temperaturen unter Bildung von Blausäure zerfallen. Die Ausbeute ist aber bei allen diesen Stoffen nicht sehr groß; so gibt das Betain nur 50 bis 6o Prozent Ausbeute. Ein weiterer Nachteil vieler dieser Basen ist der, daß sie mehr oder weniger hygroskopisch sind, wodurch die Herstellung und Aufbewahrung in Tablettenform sowie die Beschickung des Gasentwicklers mit diesen Tabletten erschwert wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß Salze derartiger Stickstoffbasen oder Stickstoffpseudobasen, namentlich aber deren Chlorhydrate, weit bessere Ausbeuten an Blausäure bei der Erwärmung geben als die Basen selber, abgesehen davon, daß sie auch weniger hygroskopisch sind. Bei mehreren kommt noch der günstige Umstand hinzu, daß die Salze einfacher herzustellen sind als die Basen selber. Die Vergasung von Betainchlorhydrat gibt z. B. 7o bis 8o Prozent Ausbeute; es ist leichter zu gewinnen als das Betain und läßt sich zu haltbaren Tabletten pressen, die nicht hygroskopisch sind. Dieses Ausgangsmaterial für die Blausäureerzeugung ist völlig ungiftig; auch haftet der Vergasungsvorrichtung hinterher keinerlei Giftstoff mehr an, da die Zersetzung eine vollständige ist.
  • Das vorliegende Verfahren zur Schädlingsbekämpfung mit Hilfe von -Stoffen, die bei der Erwärmung Blausäure entwickeln, besteht also darin, daß man statt der organischen stickstoffhaltigen Basen deren Salze benutzt. Man ist dadurch auch noch freier in der Wahl, weil mehrere solcher Basen gasförmig sind oder bei zu niedriger Temperatur vergasen, während die entsprechenden Hydrochlorverbindungen größtenteils fest sind. Beispiel. Betainchlorhydrat wird zu Tabletten gepreßt, die Tabletten werden in einem Quarzrohr bei 8oo bis i ooo° vergast, und die Gase werden in den zu reinigenden Raum geleitet.

Claims (1)

  1. P_1TCNT-ANSPRUCI3: Verfahren zur Erzeugung von Blausäure für Schädlingsbekämpfung aus organischen Stickstoffbasen durch Erhitzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Salze dieser Basen verwendet.
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