DE4207402C2 - Steckverbinder für speicherprogrammierbare Steuerungen - Google Patents
Steckverbinder für speicherprogrammierbare SteuerungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Steckverbinder für
speicherprogrammierbare Steuerungen mit dezentral am jeweiligen
Bearbeitungszentrum angeordneten Schaltschränken zur
Auswertung und Verarbeitung der Signale von und zu den Initiatoren,
Aktoren, Sensoren und Meldegeräten des
Bearbeitungszentrums, mit einer Steckerleiste am Schaltschrank
und einem Gegenstecker am Verbindungskabel zum
Bearbeitungszentrum.
Bisher ist es üblich, zentrale Schaltschränke zu verwenden,
die auf Bühnen oberhalb der Maschinen bzw. zusammengefaßt
in größerer Entfernung von der Maschine stehen. In jüngster
Zeit wird aber zunehmend ein Weg eingeschlagen, bei dem den
Bearbeitungsstationen an der Fertigungsstraße die Schaltschränke
direkt zugeordnet sind. Die Steuerung der einzelnen
Bearbeitungsstationen wird nicht mehr zentral vorgenommen,
sondern eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS)
direkt vor Ort steuert das Bearbeitungszentrum. Diese Dezentralisierung
der SPS bringt kürzeste Wege für alle Leitungen,
die notwendig sind, um Ventile und Initiatoren oder
Aktoren zu bedienen.
Um derartige dezentrale Steuerungen unter Verwendung auch
der herkömmlichen SPS problemlos verdrahten zu können, ist
erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Gegenstecker als
Steckadapter mit Potentialvervielfachung ausgebildet ist,
bei dem jedem Signalkontakt mindestens zwei Spannungsversorgungskontakte
zugeordnet sind, indem der Steckadapter
mit mindestens je drei nebeneinanderliegenden Anschlußkontakten
je Signalkontakt der Ausgangssteckerleiste versehen
ist und die Versorgungsspannung von zwei Anschlußkontakten
der Ausgangssteckerleiste auf die jeweils durchgeschalteten
Spannungsversorgungsanschlußreihen geschaltet ist. Weitere
Versorgungsanschlußreihen sind denkbar, insbesondere für
einen mitgeführten Schutzleiter oder Sonderspannungen, die
im Ausführungsbeispiel nicht dargestellt sind.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist es möglich,
Initiatoren, Aktoren, Sensoren und andere Meldegeräte direkt
mit kurzen Wegen in den Schaltschrank einzuführen, wobei
zur Potentialvervielfachung im Plus- und Minusbereich
nicht wie bislang üblich Reihenklemmen vorgesehen werden
müssen, die wiederum eine Menge Platz im Schaltschrank
benötigen. Der vor Ort zur Verfügung stehende Platz für
eine Steuereinheit (Schaltschrank) ist jedoch sehr eng bemessen,
so daß die erfindungsgemäße Lösung, die auf eine
Potentialvervielfachung über Reihenklemmen verzichten kann,
einen erheblichen Fortschritt mit sich bringt.
Neben üblichen Anordnungen mit auf der Rückseite des
Steckadapters nebeneinander einzuführenden Anschlußleitungen
kann in Weiterbildung der Erfindung der Steckadapter
auch so ausgebildet sein, daß die Anschlußkontaktreihen höhenmäßig
gestuft und mit seitlichen Leitereinführöffnungen
versehen sind.
Eine besonders einfache und vielseitig abänderbare Möglichkeit
der Verbindung zu den einzelnen Initiatoren od. dgl.
ergibt sich in Weiterbildung der Erfindung dadurch, daß der
Steckadapter mit Aufnahmen für dreipolige flache Stecker je
Initiator versehen ist, so daß nicht ein Steckadapter mit
einem abgehenden vieladrigen Kabel für eine Vielzahl von
Initiatoren vorgesehen ist, sondern direkt am Schaltschrank
die einzelnen Stecker je Initiator, Aktor, Sensor oder
Meldegerät angesteckt oder auch wieder abgesteckt werden
können, um Einzelprüfungen und auch einzelne Auswechslungen
derartiger Schalterbauteile in einfachster Weise durchführen zu können.
Neben der Möglichkeit, den Steckadapter für die dreipoligen,
flachen Stecker als gesondertes Bauteil auf die normale
Steckerleiste einer SPS aufzustecken, kann dabei selbstver
ständlich auch vorgesehen sein, daß der Steckadapter so aus
gebildet ist, daß er fest mit der Ein-/Ausgangsleiterplatte
eines SPS-Einschubs verbindbar ist, d. h. also quasi die
Abdeckplatte mit der Steckerleiste einer normalen SPS er
setzt.
Ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird nachstehend
anhand der Zeichnungen
näher erläutert.
Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines SPS-Einschubs mit ei
nem zugeordneten erfindungsgemäßen Steckadapter,
Fig. 2 eine Aufsicht auf den Steckverbinder auf der der
Steckerseite gegenüberliegenden Anschlußseite für die
Anschlußleitungen zum Bearbeitungszentrum,
Fig. 3 bis 5 Schnitte längs der Linien III-III, IV-IV bzw. V-V in
Fig. 2,
Fig. 6 eine Seitenansicht eines abgewandelten gestuft ausge
bildeten und mit seitlichen Leitungseinführungsöff
nungen versehenen Steckadapters,
Fig. 7 bis 9 Längsschnitte längs der Linien VII-VII, VIII-VIII
bzw. IX-IX in Fig. 6,
Fig. 10 eine perspektivische, schematische Teilansicht einer
SPS mit einem Steckadapter zur ausgangsseitigen Auf
nahme von dreipoligen flachen Steckern je Initiator,
Fig. 11 eine Abwandlung der Anordnung nach Fig. 10, wobei
der Adapter unmittelbar anstelle der normalen Abdeck
platte auf den SPS-Einschub aufgesetzt und mit dessen
Leiterplatte verbunden ist,
Fig. 12 eine Aufsicht auf einen Steckadapter gem. Fig. 11,
und
Fig. 13 bis 15 Schnitte längs der Linien XIII-XIII, XIV-XIV, XV-XV
in Fig. 12.
In Fig. 1 erkennt man andeutungsweise einen Einschub 1 einer
speicherprogrammierbaren Steuerung mit einer Steckerleiste 2
in Form von aus der Abdeckplatte 3 herausgeführten Stecker
stiften. Auf diese Stiftleiste wird eine Buchsenleiste
aufgesteckt, die die Signalverbindungen zu den Initiatoren,
Aktoren, Sensoren und Meldegeräten in einem Bearbeitungszen
trum herstellt, das unmittelbar neben dem Schaltschrank mit
dem speicherprogrammierbaren Steuer-Einschub angeordnet ist.
Selbstverständlich kann dabei die Anordnung auch umgekehrt
sein, daß die Buchsenkontakte am SPS-Einschub sind und der
Gegenstecker mit den Leitungen zum Bearbeitungszentrum die
Steckerstifte aufweist.
Zur Vermeidung der bislang notwendigen Klemmleisten im
Schaltschrank zur Potentialvervielfachung der Plus- und Mi
nusspannung je Initiator od. dgl., womit eine Menge Raum im
Schaltschrank verlorenging, ist erfindungsgemäß vorgesehen,
daß der Gegenstecker der Steckleiste 2 als Steckadapter 4
ausgebildet ist, bei dem außer dem Gegensteckkontakt 5 zu ei
nem der Steckerstifte 6 für die Signalübertragung zu den In
itiatoren od. dgl. zwei danebenliegende Anschlußkontakte 7
bzw. 8 vorgesehen sind, die jeweils die Plus- und Minusver
sorgungsspannung für den jeweiligen Initiator führen. Zu die
sem Zweck ist der mit drei Anschlußreihen versehene Steckad
apter 4, wie man insbesondere aus den Schnittbildern der Fig.
3 bis 5 erkennen kann, so verschaltet, daß die Plus
spannung der obersten und die Minusspannung des zweiten Stec
kerstifts der Steckerleiste
2 über Brücken 9 bzw. 10 auf die
Anschlußreihen 7 bzw. 8 verteilt wird, die untereinander
durch - im dargestellten Ausführungsbeispiels außenliegende -
Brücken 11 bzw. 12 durchverbunden sind. Jede der übereinan
derliegenden Anschlußebenen in Fig. 1 (mit Ausnahme der bei
den oberen, nur der internen Verschaltung dienenden) dient
zum Anschluß des dreipoligen Verbindungskabels zu einem In
itiator, Aktor, Sensor oder Meldegerät in der Maschine.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6 bis 9 liegen die
Verhältnisse grundsätzlich genauso wie bei dem nach den Fig.
1 bis 5. Der Steckadapter 4′ ist dabei allerdings gestuft
ausgebildet, so daß die Leitereinführöffnungen 5′, 7′ und 8′
für die Signalleitungen sowie die Spannungsversorgungsleitun
gen auf der Seite liegen, also um 90° versetzt zur von oben
erfolgenden Betätigung der Klemmschrauben. Dabei muß es sich
selbstverständlich auch nicht um Schraubklemmen handeln, son
dern es könnten auch Steckkontakte, Klemmverbindungen, Löt
verbindungen od. dgl. eingesetzt werden.
Selbstverständlich können in gleicher Weise auch verdeckt in
nenliegende Brücken anstelle der in den Ausführungsbeispielen
gezeigten Außenbrücken 11, 12 bzw. 11′, 12′ Verwendung fin
den.
In Fig. 10 ist schematisch eine Ausführung angedeutet, bei
der der Steckadapter 4′′ nicht in einem gemeinsamen Gehäuse
angeordnete Kontaktteile für die Anschlußdrähte aufweist,
sondern so ausgebildet ist, daß die Anschlußdrähte 13 zu ei
nem Initiator, Aktor, Sensor oder Meldegerät jeweils mit ei
nem dreipoligen flachen Stecker 14 verbunden sind, der sei
nerseits in den Steckadapter 4′′ eingesteckt werden kann.
Dies ermöglicht eine sehr einfache Auswechslung, Reparatur
und Einzelüberprüfung der Verbindungen jedes Initiators
od. dgl., indem nur der jeweilige flache Stecker 14 gezogen
oder gesteckt werden muß.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 11 ist der Steckadapter
4′′ nicht so ausgebildet, daß er auf die normale Abdeckwand 3
des SPS-Einschubs 1 aufgesteckt wird, sondern der Steckadap
ter 4′′′ ist vielmehr so ausgebildet, daß er diese Wand 2 er
setzt und direkt mit der Leiterplatte 15 fest verbunden ist.
Die Ausbildung des Steckadapters 4′′′ gemäß Fig. 11 ist im
einzelnen in den Fig. 12 bis 15 dargestellt. Neben der
Stiftreihe 5′′′ für die Signalspannungsübertragung sind die
Stiftreihen 7′′′ und 8′′′ vorgesehen, die über Brücken mit
den den Plus- und Minusanschlüssen zugeordneten Steckerstif
ten verbunden sind. Die dreipoligen flachen Stecker 14 je In
itiator, Aktor, Sensor oder Meldegerät mit Buchsenkontakten
zur Aufnahme der Stifte 5′′′, 7′′′, 8′′′ sind am einfachsten
aus Fig. 15 zu erkennen.
Claims (4)
1. Steckverbinder für speicherprogrammierbare Steuerungen
mit dezentral am jeweiligen Bearbeitungszentrum
angeordneten Schaltschränken zur Auswertung und Verarbeitung
der Signale von und zu den Initiatoren, Aktoren,
Sensoren und anderen Meldegeräten des Bearbeitungszentrums,
mit einer Steckerleiste am Schaltschrank
und einem Gegenstecker am Verbindungskabel zum
Bearbeitungszentrum, dadurch gekennzeichnet, daß der
Gegenstecker als Steckadapter (4) mit Potentialvervielfachung
ausgebildet ist, bei dem jedem Signalkontakt
(5) mindestens zwei Spannungsversorgungskontakte
(7, 8) zugeordnet sind, indem der Steckadapter (4) mit
mindestens je drei nebeneinanderliegenden Anschlußkontakten
(5, 7, 8) je Signal-Kontakt (6) der Ausgangssteckerleiste
(2) versehen ist, und die Versorgungsspannung
von zwei Anschlußkontakten der Ausgangssteckerleiste
(2) mit den jeweils durchgeschalteten
Spannungsversorgungs-Anschlußkontaktreihen (7, 8) verbunden
ist.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußkontaktreihen (5, 7, 8) des
Steckadapters (4) höhenmäßig gestuft und mit seitlichen
Leitereinführöffnungen versehen sind.
3. Steckadapter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steckadapter (4) mit Aufnahmen für
dreipolige flache Stecker (14) je Initiator od. dgl.
versehen ist.
4. Steckverbinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steckadapter (4) fest mit der Ein-/
Ausgangsleiterplatte (15) eines SPS-Einschubs (1)
verbindbar ist.
Priority Applications (1)
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| DE4207402A DE4207402C2 (de) | 1992-03-09 | 1992-03-09 | Steckverbinder für speicherprogrammierbare Steuerungen |
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Publications (2)
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| DE4207402C2 true DE4207402C2 (de) | 1994-05-19 |
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ID=6453574
Family Applications (1)
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| DE4207402A Expired - Lifetime DE4207402C2 (de) | 1992-03-09 | 1992-03-09 | Steckverbinder für speicherprogrammierbare Steuerungen |
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