DE420749C - Verfahren zur Verhinderung der Klumpenbildung von Klebpulvern, Schlichte- und Appreturmitteln - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung der Klumpenbildung von Klebpulvern, Schlichte- und Appreturmitteln

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DE420749C
DE420749C DEK79597D DEK0079597D DE420749C DE 420749 C DE420749 C DE 420749C DE K79597 D DEK79597 D DE K79597D DE K0079597 D DEK0079597 D DE K0079597D DE 420749 C DE420749 C DE 420749C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J103/00Adhesives based on starch, amylose or amylopectin or on their derivatives or degradation products
    • C09J103/02Starch; Degradation products thereof, e.g. dextrin

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verhinderung der Klumpenbildung von Klebpulvern, Schlichte-und Appreturmitteln. Beim Verrühren von Klebpulvern mit Wasser bilden sich häufig Klumpen, welche die Brauchbarkeit des Klebmittels stark herabsetzen. Von vielen Benutzern werden deshalb die gebrauchsfertigen viskösen oder teigigen Klebstoffe, Appreturmittel usw. vorgezogen, trotzdem diese infolge der großen Versandspesen durch den hohen Wassergehalt und die kostspielige Packung die Wirtschaftlichkeit herabsetzen. Trockenklebstoffe sind billig in Versand und Packung und könnten, am Verbrauchsort mit Wasser angerührt, ähnliches leisten wie die fertigen Kleister usw., wenn ihnen nicht verschiedene Mängel anhafteten. Grobkörnige Trockenklebstoffe neigen zwar weniger zur Verklumpung, benötigen aber einer zu langen Zeit, um in Wasser zu einer gleichmäßigen gallertigen oder viskösen Masse anzuquellen. Auch in zarte Lamellenform hat man Trockenklebpulver gebracht, ohne jedoch damit stets den Übelstand der feinen Pulver oder grobkörnigeren Trockenklebstoffe zu vermeiden. Feine Pulver bilden beim Einbringen in Wasser häufig Klumpen, indem sich um einen kleinen Pulverballen eine Kleisterschicht bildet, die für lange Zeit das Weitereindringen von -Wasser verhindert. Der Kleister usw. wird dadurch unbrauchbar, indem die Klumpen ein gleichmäßiges Verstreichen der Masse auf der Tapete, dem Gewebe usw.- verhindern.
  • Zweck der nachstehend beschriebenen Erfindung ist es, diese Klumpenbildung beim Anrühren von Trockenklebpulvern mit Wasser zu verhindern oder eine rasche Quellung von grobkörnigen usw. Trockenklebstoffen zu erzielen.
  • Versuche haben ergeben, daß diese Klumpenbildung verhindert wird, wenn sich bei der Vermischung des Klebpulvers mit Wasser ein Gas entwickelt. Man kann z. B. das Trokkenklebpulver mit einem Carbonat und einer festen Säure oder einem sauren Salz vermischen, die beim Anfeuchten unter Entwicklung von Kohlensäure in Reaktion treten. Man kann auch beispielsweise eine Perverbindung mit einer festen alkalischen Substanz dem Klebpulver beimengen. Die gasbildenden Substanzen brauchen nicht ganz oderteilweise dem Klebpulver nachträglich einverleibt sein. sondern sie können auch bereits beim Fabrikationsprozeß des Klebpulvers eine Rolle gespielt haben oder dabei ganz oder teilweise entstanden sein. Das neue Klebpulver kann auch in Formen oder in Stücke gebracht zur Verwendung 'kommen. Die Vermischung mit Wasser kann in der Kälte oder in der Wärme erfolgen. Beispiel i. Man mische innig i oo Gewichtsteile eines Klebpulvers - mit 5 G:ewichtstei:e:n C,aIciumcarbonat und der äquivalenten Menge Mono-Nätriumphosphat. Beim Rühren dieses Gemisches in Wasser .erhält man einen gleichmäßigen Klebstoff ohne Klumpenbildung. Beispiel 2. Man vermischt 9o Gewichtsteile Kartoffelstärke mit io Gewichtsteilen Atznatron, feuchtet mit q.o Gewichtsteilen Wasser an und leitet über die innige Mischung einen warmen Kohlensäurestrom. Die Masse vermahle man und vermische sie mit Oxalsäure. Die Menge der Oxalsäure hängt davon ab, ob man einen alkalischen, neutralen oder sauren Kleister erhalten will. Für die Verhinderung der Klumpenbildung ist die Oxalsäuremenge gleichgültig. Rührt -man io Gewichtsteile dieses Klebpulvers in i oo Gewichtsteile Wasser, so erhält man ohne jegliche Klumpenbildung einen gleichförmigen Kleister. Beispiel 3. Man vermischt 9o Gewichtsteile Stärkemehl mit 12,5 Gewichtsteilen Soda und 9 Gewichtsteilen gebranntem Kalk. Die mit etwa. ioo Gewichtsteilen Wasser befeuchtete Masse wird unter Erwärmen getrocknet, gemahlen und mit so viel Oxalsäure vermischt, als der Alkalität bzw. dem Säuregrad des gewünschten Kleisters entspricht. Das Pulver gibt mit Wasser einen klumpenfreien Kleister.
  • Es ist bekannt, daß man in einem Lösungsmittel lösliche Stoffe dadurch leichter zur LösunI, bringen kann, d.aß man sie mit Substanzen mischt, welche beim Lösen unter Gasbildung in Reaktion treten.
  • Die geschilderte Erfindung unterscheidet sich jedoch wesentlich von den bekannten Methoden, da es sich hier nicht um einen Lösungsvorgang handelt. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung nimmt vielmehr der Klebstoff usw. Wasser auf, ohne daß als Endprodukt eine Lösung erzielt werden soll.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCFIE: i. Verfahren zur Verhinderung der Klumpenbildung von Klebpulvern, Schlichte- und A,ppreturmitteln, Bekenn: zeichnet durch die Vermischung niit Substanzen, welche bei Zusatz von Wasser unter Gasbildung in Reaktion treten.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die gasbildende Substanz während des Herstellungsganges des Klebstoffes, Schlichte- oder Appreturmittels erzeugt.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch - das Pressen des Pulvers in Formen oder zu Stücken.
DEK79597D 1921-10-20 1921-10-20 Verfahren zur Verhinderung der Klumpenbildung von Klebpulvern, Schlichte- und Appreturmitteln Expired DE420749C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2624681A (en) * 1949-09-21 1953-01-06 Stein Hall & Co Inc Envelope seam gum and a method of preparing it
DE4442989A1 (de) * 1994-12-02 1996-06-05 Henkel Kgaa Pulverförmiger Klebstoff

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2624681A (en) * 1949-09-21 1953-01-06 Stein Hall & Co Inc Envelope seam gum and a method of preparing it
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