DE4209202C2 - Anlage zur Erzeugung hoher Gleichspannung - Google Patents
Anlage zur Erzeugung hoher GleichspannungInfo
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- H—ELECTRICITY
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Erzeugung
hoher Gleichspannung für industrielle Zwecke ge
mäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine solche Anlage ist grundsätzlich bereits aus DE-Z
"Hochspannungs-Gleichrichteranlagen für elektrostatische
Anwendungsgebiete", Sonderdruck aus AEG-Mitteilungen
1951, Heft 9/10, Seiten 1 bis 6 bekannt.
Aus DE-B: PHILIPPOW. E., Taschenbuch 6 Elektrotechnik,
Band 6, Systeme der Elektroenergietechnik, 1982, Carl
Hanser-Verlag/München, Wien, Seiten 349 bis 351 und Sei
ten 370 bis 371 sind darüber hinaus Kondensatordurchfüh
rungen bekannt, die die erwünschten Wirkungen aber nur
bei Anlegen von Wechselspannungen entfalten können,
nicht jedoch bei einer Anlage zur Erzeugung hoher Gleich
spannungen gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Im industriellen Bereich werden für viele Zwecke sehr
hohe Gleichspannungen benötigt. Nur beispielsweise wird
auf die Polymerisation von Lacken durch Elektronenbe
schuß verwiesen.
Zu diesem Zweck wird der zur Verfügung stehende Dreh
strom in an sich bekannter Weise über Stern- bzw. Drei
ecks-Schaltungen der Primärseite jeweils sowohl Links
als auch Rechts-Wicklungen zugeführt und durch ebenfalls
bereits bekannte Gleichrichterschaltungen aus den zwei
mal sechs Sekundärwicklungen eine wellige Gleichspannung
geschaffen, die mit bekannten Mitteln weiter geglättet
wird.
Die aufgrund der hohen Spannungen entstehenden hohen
Feldstärken erfordern eine entsprechend gute Isolation.
Zum Einsatz kommen dabei flüssige Isolationsmedien. Bei
diesen steigt jedoch der erforderliche Isolationsabstand
bekanntlich überproportional. Infolgedessen erfordern
solche Anlagen zur Erzeugung hoher Gleichspannungen eine
relativ großvolumige Bauweise.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine solche
Hochspannungsanlage mit DC-Ausgang für Dauerbetrieb und
hohe Leistung so auszubilden, daß die Baugröße dieser
mit netzfrequenten HS-Transformatoren ausgerüsteten
Anlage gegenüber dem Stand der Technik wesentlich verrin
gert wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch
die Merkmale des Anspruchs 1.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Zeichnungsfigur beispielsweise erläutert. Diese Figur
zeigt eine schematische Darstellung des Aufbaus der Anla
ge zur Erzeugung einer hohen Gleichspannung.
Der mechanische Aufbau der Hochspannungsanlage besteht
aus zwei Drehstrom-Hochspannungstransformatoren 10 bzw.
11 in primärseitiger Stern- bzw. Dreiecksschaltung. Je
der dieser Hochspannungs-Transformatoren 10, 11 erzeugt
über seine nachgeschalteten Hochspannungs-Drehstrom-
Gleichrichterbrücken eine Teilspannung von 1/2 U nenn,
im vorliegenden Fall jeweils minus 125 kV. Die Spannun
gen der beiden Quellen werden durch Reihenschaltung ad
diert, so daß sich insgesamt minus 250 kV ergeben. Geo
metrisch zwischen den beiden genannten im Außenbereich
liegenden Hochspannungstransformatoren 10, 11 ist für
den erleichterten Service ein sogenannter DC-Einschub 12
vorgesehen, der in seiner Gesamtheit in das Gehäuse 13
abgesenkt werden kann. Dieser DC-Einschub 12 umfaßt die
erste Hochspannungs-Drehstrom-Gleichrichterbrücke, wel
che das Potential von minus 125 kV erzeugt, die zweite
Hochspannungs-Drehstrom-Gleichrichterbrücke, welche das
Potential von minus 250 kV erzeugt und von einer ringför
migen Schutzelektrode 15 mit dem Potential von minus 125
kV umgeben ist und die wannenförmige Schutzelektrode 14 mit
dem Potential von minus 125 kV, welche ihrerseits
Bauteile mit dem Betriebspotential von minus 250 kV auf
nimmt.
Diese Bauteile sind der Kathoden-Heiztransformator, der
Abschlußwiderstand, der HS-Meßteiler und der Erdungs
schalter, welcher vorzugsweise als Drehschalter ausge
bildet ist.
Diese genannten Bauteile sind symbolisch als gestrichel
ter Kasten mit der Potentialangabe "-250 kV" in der wan
nenförmigen Schutzelektrode 14 dargestellt.
Über eine hochisolierte, lotrecht durch den Deckel des
DC-Einschubs 12 angeordnete und mit den Bauteilen in der
wannenförmigen Schutzelektrode 14 elektrisch sinnvoller
weise verbundenen HS-Steckerverbindung und mit einem
nicht dargestellten Hochspannungskabel wird die
Betriebsspannung von minus 250 kV
dem Verbraucher, beispielsweise
einer Strahleinrichtung, zugeführt, mit deren Hilfe die
Polymerisation und damit die Aushärtung von Lacken indu
striell betrieben werden.
Das von der ersten Gleichrichterbrücke erzeugte Poten
tial von minus 125 kV wird auf eine wannenförmige Schutz
elektrode 14 gegeben. Die zweite Gleichrichterbrücke
steht einerseits in Kontakt mit dieser wannenförmigen
Schutzelektrode 12 und ist in Reihe zur ersten Gleich
richterbrücke geschaltet, so daß sich insgesamt eine Sum
menspannung von minus 250 kV gegen Erde ergibt. Diese in
nerhalb des DC-Einschubs 12 verfügbare Summenspannung
von minus 250 kV wird mittels einer hochisolierenden
Durchführung 16 in der wannenförmigen Schutzelektrode 14
an die Bauteile im Innenbereich der wannenförmigen
Schutzelektrode 14 gelegt. Somit herrscht an Bauteilen
bzw. Konstruktionselementen, die betriebsmäßig die maxi
male Nennspannung von minus 250 kV gegen Erde führen, ge
genüber der sie umfassenden wannenförmigen Schutzelektro
de 14 nur das Teilspannungspotential von minus 250 kV
gegen minus 125 kV, also nur die halbe Nennspannung.
Nach dem gleichen Prinzip ist auch die zweite Gleichrich
terbrücke, die durch die Reihenschaltung mit der ersten
Gleichrichterbrücke eine Spannung von minus 250 kV
gegen Erde erzeugt, durch ringförmige Schutzelektroden
15 mit minus 125 kV Potential gegen Erde umgeben bzw. ab
gesichert.
In der Zeichnungsfigur ist das Gesamtgehäuse mit 13 be
zeichnet. In den Außenbereichen des Gehäuses 13 sind die
Hochspannungstransformatoren 10 und 11 angeordnet, die
primärseitig mit Drehstrom versorgt werden und deren pri
märseitige Wicklungen einmal in Dreiecks-Schaltung und
zum anderen in Stern-Schaltung angeordnet sind. Sekundär
seitig sind jeweils drei Links-Wicklungen und drei
Rechts-Wicklungen vorhanden, deren Ausgangsspannungen
auf eine an sich bekannte Gleichrichterschaltung gegeben
werden. Die so erzeugten zunächst welligen und anschlie
ßend geglätteten Gleichspannungen von jeweils minus 125
kV werden hintereinandergeschaltet und so zu minus 250
kV addiert.
Zusammenfassend läßt sich festhalten, daß die maximale
Betriebsspannung von 250 kV im vorliegend beschriebenen
Fall auf zweimal 125 kV aufgeteilt wurde. Wegen der phy
sikalischen Gesetzmäßigkeit, daß der erforderliche Isola
tionsabstand mit steigender Spannung überproportional
steigt, führt die beschriebene Aufteilung der Gesamtspan
nung auf zwei Teilspannungen zu einer überproportionalen
Verringerung der notwendigen Abstände der spannungführen
den Teile untereinander und damit auch zu einer erhebli
chen Verringerung der Baugröße der Anlage.
Selbstverständlich könnte statt einer Aufteilung der
Gesamtspannung auf zwei Stufen auch eine Aufteilung auf
eine größere Anzahl von Stufen erfolgen. Es ist jeweils
zwischen Verringerung der Baugröße und etwaigem Mehrauf
wand abzuwägen. Bei einer zu großen Zahl der Stufen könn
te die Verringerung der Baugröße zu aufwendig werden und
den zunächst erzielten Vorteil durch Kostennachteile
wieder aufzehren.
Claims (11)
1. Anlage zur Erzeugung hoher Gleichspannung für indu
strielle Zwecke im wesentlichen bestehend aus einem
Transformatorteil und einem Gleichrichterteil mit einem
flüssigen Medium als Isoliermaterial, dadurch gekenn
zeichnet, daß alle betriebsmäßig mit hohem Gleichspan
nungspotential beaufschlagten Bauteile von elektrisch
leitfähigen Zonen (14, 15) verringerten Potentials umge
ben sind.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine solche Zone vorhanden ist, die etwa die Hälfte des
maximalen betriebsmäßigen Potentials aufweist.
3. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei solcher Zonen vorhanden sind, die etwa 2/3 bzw. 1/3
des maximalen Niveaus des Spannungspotentials aufweisen.
4. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß n
solcher Zonen mit entsprechend abgestufter Potentialver
teilung vorhanden sind.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß es sich bei den Zonen um wan
nenförmige Schutzelektroden (14) handelt.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß es sich bei den Zonen um
ringförmige Schutzelektroden (15) handelt.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß es sich bei den Zonen teils
um wannenförmige Schutzelektroden (14) und teils um ring
förmige Schutzelektroden (15) handelt.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die wannenförmige Schutzelek
trode (14) und die ringförmige Schutzelektrode (15) als
Bestandteil eines DC-Einschubs (12) von oben her in das
Gesamtgehäuse (13) absenkbar sind.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß auch ein HS-Meßteiler in der wannenför
migen Schutzelektrode (14) angeordnet ist.
10. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß auch ein Schutzabschlußwiderstand in
der wannenförmigen Schutzelektrode (14) angeordnet ist.
11. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Erdungsschalter als Drehschalter
ausgebildet und ebenfalls in der wannenförmigen Schutz
elektrode (14) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Families Citing this family (1)
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