DE4209205C2 - Winkelsensor - Google Patents
WinkelsensorInfo
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- Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft einen Winkelsensor zum Abfühlen der
Relativpositionen zweier Kraftfahrzeugteile nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Ein derartiger Winkelsensor ist aus GB-22 29 006 A bekannt.
Dabei besteht die Gefahr, daß bei einem Defektwerden des
Hall-Generators der gesamte Winkelsensor ausfällt und seine
Funktion nicht mehr erfüllt. Desweiteren ist es bei dem
bekannten Winkelsensor schwierig, den Hall-Generator relativ
zu dem zugeordneten Magneten zu justieren.
Es ist Aufgabe der Erfindung, den geschilderten Mängeln
abzuhelfen und einen gattungsgemäßen Winkelsensor so auszubilden,
daß er durch den Defekt eines Hall-Generators
nicht funktionsuntüchtig wird und eine relativ leichte Justierung
zwischen Hall-Generator und zugeordnetem Magneten
möglich ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichnungsteil
des Patentanspruchs 1 stehenden Merkmale gelöst.
Aus DE 39 38 057 A1, DE 26 43 286 C2 und DE 39 03 359 A1
sind zwar Sensoren mit jeweils zwei Hall-Generatoren bekannt,
die jedoch dort nicht redundant in der Weise verwendet
sind, daß im Falle einer Störung der eine Hall-Generator
den anderen ersetzen kann. Vielmehr üben die Hall-
Generatoren der bekannten Sensoren jeweils unterschiedliche
Funktionen aus. Aus den letztgenannten Vorrichtungen
geht auch nicht hervor, wie zwei Hall-Generatoren in einfachster
Weise relativ zu den zugeordneten Magneten justiert
werden können.
Die nachstehende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung dient im Zusammenhang mit beiliegender
Zeichnung der weiteren Erläuterung. Es zeigt
Fig. 1 eine Axialschnittansicht eines nach dem
Hall-Prinzip arbeitenden Winkelsensors
und
Fig. 2 eine Schnittansicht des Winkelsensors
entlang der Linie 2-2 in Fig. 1.
In einem Gehäuse 1 aus elektrisch isolierendem Kunststoff
ist mittels einer Buchse 2 aus Sinterbronze eine Welle 3
drehbar gelagert. Die Welle 3 ragt auf der einen (in Fig. 1
rechts gelegenen) Seite aus dem Gehäuse 1 heraus und ist
dort an ihrem freien Ende drehfest mit einem Hebel 4 ver
bunden. Das Gehäuse 1 wird fest an einem von zwei Kraft
fahrzeugteilen, beispielsweise am Fahrwerk, fest angeord
net, während der einen Teil eines Gestänges bildende Hebel
4 mit seinem freien (in Fig. 1 nicht dargestellten) Ende
gelenkig mit dem anderen der beiden Kraftfahrzeugteile,
beispielsweise dem Chassis, verbunden wird. Wenn sich die
beiden Kraftfahrzeugteile relativ zueinander bewegen, wird
die Welle 3 um einen bestimmten Winkel verdreht.
Zwischen der Buchse 2 und dem Hebel 4 ist auf der Welle 3
innerhalb des Gehäuses 1 eine Dichtung 5 aus elastischem
Kunststoff vorgesehen, welche zwischen zwei gleitend an
der Welle 3 anliegenden Dichtlippen 6, 7 eine bestimmte
Menge eines Schmiermittels 8 einschließt. Ein äußerer
Federring 9 preßt die Dichtlippe 6 gegen die Welle 3. Eine
in der Dichtung 5 angeordnete Metalleinlage 11 drückt die
Dichtung radial nach außen gegen das Gehäuse 1 und hält
sie dort fest.
An ihrem der Dichtung 5 gegenüberliegenden Ende verläuft
die Welle 3 durch einen Metallsteg 12 hindurch, der mit
Hilfe von Nieten 13 an einem blockförmigen, die Buchse 2
aufnehmenden Teil des Gehäuses 1 befestigt ist. Diese Steg
12 ist seinerseits Bestandteil eines später noch zu erläu
ternden U-förmigen Bügels 14, dessen Schenkel 15, 16 von
dem Steg 12 so abstehen, daß sie das Ende der Welle 3 von
zwei Seiten her umschließen. Beidseits des Metallsteges 12
sitzen auf der Welle 3, jeweils einer Seite des Steges 12
zugewandt, zwei gehärtete, polierte Stahlscheiben 17, 18,
die durch Sicherungsringe 19 bzw. 21 in entsprechenden
Ringnuten der Welle 3 so festgehalten sind, daß jeweils
zwischen den Stahlscheiben 17, 18 und der betreffenden
Seitenfläche des Steges 12 ein kleiner Zwischenraum vor
handen ist, der ein geringes axiales Spiel der Welle 3
ermöglicht.
Auf dem über den Sicherungsring 19 hinausragenden Ende der
Welle 3 sitzt drehfest ein ringförmiger Kunststoffmantel
22, der in einer peripheren Nut einen Ringmagneten 23 auf
nimmt, dessen Polarisierung durch die Buchstaben "N" und
"S" in Fig. 1 und 2 angegeben ist. Über den Kunststoff
mantel 22 ist der Magnet 23 drehfest mit der Welle 3 ver
bunden und wird von dieser bei ihrer Verdrehung ent
sprechend mitgenommen. Am äußersten Ende der Welle 3 ist
schließlich eine Klemmscheibe 24 vorgesehen, welche den
Kunststoffmantel 22 auf der Welle 3 axial sichert.
Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, sind an den
beidseits der Welle 3 abstehenden Schenkeln 15, 16 des
U-förmigen Bügels 14 jeweils Hall-Generatoren 25, 26 befe
stigt, und zwar unter Zwischenschaltung üblicher Leiter
platten 27 bzw. 28. Bei den Hall-Generatoren 25, 26
handelt es sich um Schaltelemente, die zur Vermeidung von
Störeinflüssen im vorliegenden Fall von einer (nicht dar
gestellten) metallischen Abschirmfolie abgedeckt sind. Die
Hall-Generatoren 25, 26 sind über die Leiterplatten 27, 28
und elektrische Leiter 29, 31 mit Anschlupsteckern 32 ver
bunden. Die Anschlußstecker 32 werden in bekannter Weise
über entsprechende Buchsen mit einem Kabel verbunden, über
das letzten Endes die in den Hall-Generatoren 25, 26 auf
tretenden Hall-Spannungen zu einem Steuergerät oder der
gleichen übertragen werden.
Die elektrischen Leiter 29, 31 sind als flexible Bandlei
tungen ausgebildet. Zwischen den Leitern 29, 31 und den
Steckern 32 sind Filterelemente 33 für elektrische Stör
spannungen vorgesehen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, liegen die Hall-Generatoren
25, 26 in enger Nachbarschaft zum Umfang des Ringmagneten
23, wobei sie diesen Ringmagneten jedoch nicht berühren.
Der aus dem Steg 12 und den Schenkeln 15, 16 bestehende
U-förmige Bügel 14 besteht aus einem relativ leicht ver
biegbaren Metall. Somit können die an den Schenkeln 15, 16
befestigten Hall-Generatoren 25, 26 durch Verbiegen der
Schenkel 15, 16 relativ zum Ringmagneten 23 in einfacher
und dennoch präziser Weise eingestellt werden. Um diese
durch Verbiegen der Schenkel 15, 16 erfolgende Justierung
nicht zu beeinträchtigen, sind die elektrischen Leiter 29,
31 als flexible Bandleitungen ausgebildet.
Wie auf der Zeichnung dargestellt, ist die aus dem Ring
magneten 23 und den Hall-Generatoren 25, 26 bestehende
Anordnung ringsum von einer metallischen Abschirmung 34,
z. B. aus Messing, eingekapselt, die auf ihrer einen Seite
von dem Metallsteg 12 am Gehäuse 1 festgehalten wird. Die
se Abschirmung umschließt die genannte Anordnung überall
dicht, so daß weder Staub noch Feuchtigkeit eindringen
können.
Wie weiterhin der Zeichnung entnehmbar, sind der Ringmag
net 23 und die Hall-Generatoren 25, 26 innerhalb einer
topfförmigen Aussparung des Gehäuses 1 angeordnet. Auf den
Rand des Gehäuses 1 ist ein diese Aussparung verschließen
der Deckel 35 aufgebracht, der, wie dargestellt, mit
dem Rand des Gehäuses verrastbar ist. Zwischen Deckel 35
und Gehäuse 1 befindet sich eine Ringdichtung 36.
Im Betrieb arbeitet die beschriebene Anordnung folgender
maßen: Beim Einsatz des Winkelsensors an einem niveauregu
lierten, sogenannten "aktiven" Fahrwerk eines Kraftfahr
zeuges wird das Gehäuse 1 fest am Chassis des Fahrzeuges
befestigt, während das freie Ende des Hebels 4 gelenkig
mit dem Fahrwerk verbunden wird. Wenn Relativbewegungen
zwischen dem Chassis und dem Fahrwerk auftreten, führt
dies zu entsprechenden Verdrehungen der Welle 3 über den
Hebel 4. Diese Verdrehungen werden von dem Ringmagneten 23
mit ausgeführt. Hierdurch werden in den Hall-Generatoren
25, 26 in bekannter Weise verdrehungsabhängige Steuersig
nale erzeugt, die an ein Steuergerät übertragen werden.
Diese Steuersignale sind für die jeweiligen Relativposi
tionen der beiden Kraftfahrzeugteile, nämlich Fahrwerk
einerseits und Chassis andererseits repräsentativ. Sie
können daher zur gesteuerten Verstellung dieser Positionen
ausgenutzt werden.
Durch die Verwendung zweier Hall-Generatoren 25, 26 wird
die Anordnung redundant und störungssicherer.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung können
statt des dargestellten und beschriebenen Ringmagneten 23
auch separate Einzelmagneten an der Welle 3 angeordnet
werden, denen jeweils wenigstens ein Hall-Generator zuge
ordnet wird.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, weist das Gehäuse 1 eine Sack
bohrung 37 auf, die sich zum Hebel 4 hin öffnet. Am Hebel
4 ist, der Öffnung der Sackbohrung 37 gegenüberliegend,
eine durchgehende Bohrung 38 ausgebildet. In die Bohrungen
37, 38 wird ein (nicht dargestellter) Justierstift einge
führt, so daß die beiden Bohrungen 37, 38 miteinander aus
gerichtet sind und der Magnet 23 hierdurch relativ zu den
Hall-Generatoren 25, 26 in einer definierten Position
festgestellt ist. In dieser Position kann der Winkelsensor
geeicht werden.
Claims (7)
1. Winkelsensor zum Abfühlen der Relativpositionen zweier
Kraftfahrzeugteile, nämlich eines Fahrwerks
einerseits und eines Chassis andererseits, und zum
Erzeugen eines positionsabhängigen Steuersignals,
wobei der von einem Gehäuse umschlossene Winkelsensor
an dem einen Kraftfahrzeugteil fest angeordnet und
über ein mit dem anderen Kraftfahrzeugteil verbunde
nes Gestänge betätigbar ist und wenigstens einen Magneten
umfaßt, der auf einer durch das Gestänge verdrehbaren
Welle angeordnet ist, und wobei dem wenigstens
einen Magneten wenigstens ein mit elektrischen
Leitungen verbundener Hall-Generator zugeordnet ist,
der eine von dem Verdrehwinkel des Magneten abhängige
elektrische Hall-Spannung liefert, und diese Hall-
Spannung als positionsabhängiges Steuersignal dient,
dadurch gekennzeichnet, daß
dem wenigstens einen Magneten (23) zwei redundante
Hall-Generatoren (25, 26) zugeordnet sind, die an
einem Bügel (14) befestigt sind, der eine Justierung
der Hall-Generatoren relativ zum Magneten (23)
gestattet, und der Bügel (14) hierzu U-förmig mit
zwei biegsamen Schenkeln (15, 16) ausgebildet ist,
die jeweils einen der redundanten Hall-Generatoren
(25, 26) tragen.
2. Winkelsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der wenigstens eine Magnet (23) ein Ringmagnet (23) ist, dem zwei redundante Hall-
Generatoren (25, 26) zugeordnet sind.
3. Winkelsensor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringmagnet (23) wenigstens teilweise von
einem Kunststoffmantel (22) umschlossen ist.
4. Winkelsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der wenigstens eine Magnet (23) und die zwei redundanten Hall-Generatoren (25, 26)
in einer metallischen Abschirmung (34) eingekapselt
sind.
5. Winkelsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zwei redundanten Hall-Generatoren (25, 26) mit einer metalli
schen Abschirmfolie abgedeckt sind.
6. Winkelsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrischen, mit den zwei redundanten Hall-Generatoren (25, 26)
verbundenen Leitungen (29, 31) Filterelemente (33)
für elektrische Störspannungen enthalten.
7. Winkelsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß außerhalb des Gehäuses (1) mit der Welle (3) ein
Hebel (4) mit einer ersten Justierbohrung (38) fest
verbunden und am Gehäuse (1) eine zweite Justierboh
rung (37) vorgesehen ist, und daß durch Einführen
eines Justierstiftes in die beiden, miteinander aus
gerichteten Justierbohrungen der wenigstens eine Magnet (23) relativ zu den zwei
redundanten Hall-Generatoren (25, 26) in einer definierten
Position feststellbar ist.
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| D2 | Grant after examination | ||
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