DE420929C - Einrichtung zur UEberwachung der Foerderung eines Bergwerkes - Google Patents

Einrichtung zur UEberwachung der Foerderung eines Bergwerkes

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DE420929C
DE420929C DEST36794D DEST036794D DE420929C DE 420929 C DE420929 C DE 420929C DE ST36794 D DEST36794 D DE ST36794D DE ST036794 D DEST036794 D DE ST036794D DE 420929 C DE420929 C DE 420929C
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DEST36794D
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HEINRICH STOLTEFUSS
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

Die bisherigen Maßnahmen zur Überwachung der Förderung einer Zeche, vor allem der Steinkohlengruben, bezüglich des jeweiligen Gewichts der einzelnen Förderwagen und auch des Anteils an taubem Gestein (Bergen) haben bisher in der Praxis nicht befriedigt: Einmal sind die Maßnahmen so umständlich und zeitraubend, daß sie bei flotter Förderung nicht für eine genügend ίο große Durchschnittszahl von Wagen durchgeführt werden können, wie auch für diese die Prüfung von der Gewissenhaftigkeit der betreffenden Aufsichtsstelle abhängig ist; auf der anderen Seite haben diese Umstände zur Unzufriedenheit unter den Arbeitern geführt, die sich durch die Ungenauigkeit bzw. mangelnde Verläßlichkeit benachteiligt fühlte. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, gemäß der im Zuge einer normalen Förderung jeweilig die einzelnen Förderwagen oder doch wenigstens ein größter Teil dieser einer Prüfung unterzogen werden soll, die sich sowohl auf das Fördergewicht, d. h. die Fördermenge, als auch auf die Beschaffenheit des Fördergutes rücksichtlich der mehr oder minder großen Reinheit bezieht.
Die letzte Messung wiederum gründet sich auf die Beobachtung, daß z. B. das spezifische Gewicht reiner Kohle auch aus verschiedenen Flözen fast gleichmäßig ist (bei nahe aneinanderliegenden, einer Flözgruppe angehörenden Flözen sind sie gleich), so daß unbeschadet der geringen Abweichung in den spezifischen Gewichten die Gewichtszahlen geschütteter (loser) Kohle in der Menge der gebräuchlichsten Wageninhalte (600 bis 800 1) auch aus den verschiedenen Flözen ■ so nahe beieinanderliegen, daß die Abweichung von einer ermittelten »Mußgewichtszahl« einen verläßlichen Rückschluß auf die Reinheit bzw. Beimengung von Bergen machen läßt. Demgemäß macht die Erfindung für die Gewinnung eines Beurteilungsmaßstabes für die Größe der Verunreinigungen von der Messung des spezifischen Gewichtes Gebrauch, und zwar wird diese wiederum durchgeführt, indem der jeweilige Füllungsgrad der einzelnen Förderwagen festgestellt wird; durch eine Umrechnung ergibt sich daraus in Verbindung mit der Messung des Gewichts das spezifische Gewicht und dementsprechend das Maß der Verunreinigungen.
Nach der Erfindung werden demgemäß die der jeweiligen Untersuchung zu unterziehenden Förderwagen einer Vorrichtung zügeführt, die die Feststellung des spezifischen Gewichtes des Inhalts durch Messung des Füllungsgrades der einzelnen Wagen unter Vermittlung eines Anschlagkörpers gestattet, der sich auf den AVagenkastenrand aufsetzt und hierbei einen an ihm angeordneten Taster mitnimmt, der sich anschließend auf die Wagenfüllung auflegt, derart, daß die Relativbewegung des Tasters gegen den Anschlagkörper ein Maß für den Füllungsgrad darstellt, um auf diese Weise einen Maßstab für den Gehalt an Verunreinigungen (Bergen) zu erhalten. Hierbei ist der Taster mit mehreren Füßen versehen und wird derart durch ein Kugelgelenk mit einer Tragstange verbunden, daß sich durch Schiefstellen des Tasters ein ungefährer Ausgleich der Örtlichen Unregelmäßigkeiten der Oberfläche der Wagen ergibt. Mit Aufsetzen des Anschlagkörpers auf den Wagenkasten wird gleichzeitig eine Anzeigevorrichtung für den Füllungsgrad in Tätigkeit gesetzt. Indem noch mit dieser Einrichtung die jeweilige Feststellung der Ortsnummer verbunden wird, ergibt sich insgesamt eine Überwachungsmöglichkeit der Förderung, die allen Beteiligten gerecht wird.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung schematisch dargestellt.
Der Kreiselwipper 10 ist gleich selbst als Wiegevorrichtung ausgebildet, indem das ihn umfassende Gestell 11 mittels des Gehänges 12 und Seilzuges 13 mit dem Gewichtpendel 14 im Sinne der bekannten Briefwaagen in Eingriff steht. Durch Zahnrad- go übersetzung 15 auf die Welle 16 wird eine Trommel 17 mitgenommen, um die das geschlossene Band 18 läuft, das durch die Gegen trommel 19 gespannt gehalten wird. Auf diesem Bande 18 sind in einer der jeweiligen Höhenlage des Gestells 11 entsprechenden Zuordnung die Gewichtsangaben enthalten, deren Übertragung durch die Druckknöpfe 20 und 21 in der von den Wiege-,"orrichtungen her bekannten Weise auf eine
Wiegekarte ο. dgl. erfolgen kann. Die innere Einrichtung der diesbezüglichen Vorrichtung 22 hat mit dem Gegenstande der vorliegenden Erfindung nichts zu tun, so daß sich eine Beschreibung hier erübrigt. Durch Bedienung des Druckknopfes 20 wird dabei das Gewicht des vollen Förderwagens festgestellt, während nach Umkippen und Entleeren des Förderwagens 23 mit Hilfe des Wippers 10 durch Bedienung des Knopfes 21 das Eigen- oder Leergewicht festgestellt und auf derselben Karte vermerkt wird.
Zur Messung des Füllungsgrades des Wagens 23 wird mittels des Hebels 24 der Körper 25 so weit gesenkt, bis er sich auf den Rand des Wagenkastens auflegt, wobei er den eigentlichen Taster 26 ohne Relativverschiebung mitnimmt. Im Augenblick des Aufsetzens des Körpers 25 auf den Wagenkasten wird jedoch der Arm 27 eines Hebels
28 so verschwenkt, daß ein Zahnrad 29 mit der Zahnstange 30, die mit dem Taster in Verbindung steht, in Eingriff gerät, womit gleichzeitig die bisherige Kupplung des Tasters 26 mit dem Körper 25 aufgehoben wird. Der Taster 26 fällt jetzt allein nach unten, bis seine vier Füße sich auf die Wagenfüllung abstützen; um dabei angesichts der Unregelmäßigkeit der Oberfläche der Wagenfüllung einen ungefähren Durchschnitt zu verbürgen, ist der vierfüßige Taster 26 mit der Stange 30 durch ein Kugelgelenk 31 verbunden. Der Taster kann sich also damit im Raum schief stellen, womit er wenigstens ungefähr selbst ein Durchschnittsmaß für die Füllung ermittelt. Durch die bei dieser Relativbewegung des Tasters 26 mit der Stange 30 bewirkte Drehung des Zahnrades
29 wird die Trommel 32 gedreht, auf die das Seil 33 aufläuft, das unter Führung um die .Rollen 34 und 35 das Prisma 36 trägt, das einer Reihe von Füllungsgraden entsprechend geeicht ist und das ebenfalls durch die Vorrichtung 22 geführt ist. Durch Bedienung des Druckknopfes 37 kann der jeweilig angezeigte Füllungsgrad auf die dem betreffenden Förderwagen entsprechende Wiegekarte übertragen werden. Damit während der Ein- und Ausrückung des Körpers 25, die zur Gewinnung des jeweiligen Nullpunktes bzw. zur Wiederfreigabe des Förderwagens nötig ist, keine unrichtige Verstellung des Prismas 36 erfolgt, ist das von der Trommel 32 zur Rolle 34 laufende Seil 33 so geführt, daß es ; bei dem Auf- und Niedergehen des Körpers 25 und damit der Trommel 32 keine oder nur ! eine praktisch bedeutungslose Verstellbewe- !
gung ausführt. Am besten wird dies dadurch erreicht, daß die Verschwenkung des Seiles 33 in die wagerechte Mittellage vor sich geht. So
Es sei hier noch ausdrücklich bemerkt, daß die beschriebene Einrichtung rein grundsätzlicher Art ist und mehr zur Veranschaulichung der zur Anwendung gelangten technischen Gesetzmäßigkeit dienen soll; für die praktische Ausführung werden natürlich die Vorrichtungen im einzelnen eine entsprechende Ausbildung zu erfahren haben.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Einrichtung zur Überwachung der Förderung eines Bergwerks o. dgl. nach Menge und Beschaffenheit der einzelnen Förderwageninhalte, dadurch gekennzeichnet, daß das spezifische Gewicht des Inhalts durch Messung des Füllungsgrades der einzelnen Wagen unter Vermittlung eines Anschlagkörpers (25) festgestellt wird, der sich auf den Wagenkastenrand aufsetzt und hierbei einen in ihm angeordneten Taster (26) mitnimmt, der sich anschließend auf die Wagenfüllung auflegt, derart, daß die Relativbewegung des Tasters gegen den Körper (25) ein Maß für den Füllungsgrad darstellt, um auf diese Weise einen Maßstab für den Gehalt an Verunreinigungen (Bergen) zu erhalten.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit mehre- go ren Füßen versehene Taster (26) derart durch ein Kugelgelenk (31) mit einer Tragstange (30) verbunden ist, daß sich durch Schiefstellen des Tasters (26) ein ungefährer Ausgleich der örtlichen Unregelmäßigkeiten der Oberfläche der Wagen ergibt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit Aufsetzen des Anschlagkörpers (25) auf den Wagenkasten gleichzeitig die Anzeigevorrichtung für den Füllungsgrad in Tätigkeit gesetzt wird,
4. Einrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen im Körper (25) gelagerten Anschlag (27), der beim Aufsetzen auf den Wagenrand das Zahnrad
(29) mit der Verzahnung der Tragstange
(30) in Eingriff bringt, so daß die nunmehr bei der Relativbewegung des Tasters (26) erfolgende Drehung der t Trommel (32) zu einer Bewegung des Seilzuges (33) führt, von dem aus die Anzeigevorrichtung abgeleitet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEST36794D Einrichtung zur UEberwachung der Foerderung eines Bergwerkes Expired DE420929C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750611C (de) * 1941-01-03 1945-01-23 Verfahren zur Ermittlung des Anteiles an taubem Gestein (der Berge) an der Foerderung von Kohlen o. dgl.
DE1218756B (de) * 1961-07-06 1966-06-08 Horst Tischner Dr Ing Vorrichtung zum Bestimmen des spezifischen Gewichts von Festkoerpern oder Haufwerken in offenen Behaeltern oder auf Foerderbaendern

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750611C (de) * 1941-01-03 1945-01-23 Verfahren zur Ermittlung des Anteiles an taubem Gestein (der Berge) an der Foerderung von Kohlen o. dgl.
DE1218756B (de) * 1961-07-06 1966-06-08 Horst Tischner Dr Ing Vorrichtung zum Bestimmen des spezifischen Gewichts von Festkoerpern oder Haufwerken in offenen Behaeltern oder auf Foerderbaendern

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