DE4210896C2 - Vorrichtung zum Aufbringen von in Kartuschen enthaltenen pastenförmigen Massen - Google Patents
Vorrichtung zum Aufbringen von in Kartuschen enthaltenen pastenförmigen MassenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen von in
Kartuschen enthaltenen pastenförmigen Massen, insbesondere
zum Einbringen von pastenförmigen Massen in Hohlräume, wie
z. B. in Fugen, bestehend aus einem Einfüllteil mit quer dazu
angebrachtem Verteilerschuh in Form einer Führungsnut.
Zwischen Fenster- bzw. Türrahmen und Mauerwerk entstehen
bekanntlich Abschlußfugen, die im nachhinein gefüllt werden
müssen. Ebenso müssen beispielsweise die Fugen zwischen
Badewannenrand und Mauerwerk mit einer pastenförmigen Masse
zwecks Abdichtung ausgefüllt werden.
Hierzu dienen im allgemeinem Kartuschen, welche die
pastenförmige Masse, z. B. eine Dichtmasse enthalten. Die
Kartusche besitzt einen trichterförmigen Führungsteil, über
den die pastenförmige Masse austritt. Das eigentliche
Einstreichen der Masse in die Fugen geschieht dabei von Hand,
indem die Kartusche mit dem trichterförmigen Führungsteil an
der Nut entlang geführt wird.
Dabei muß nach dem Aufbringen dieser pastenförmigen Masse ein
Verstreichen erfolgen, damit die Fuge auch vollständig
ausgefüllt ist. Das geschieht im allgemeinen mit Hilfe eines
Fingers. Damit die pastenförmige Masse am Finger nicht
hängenbleibt, muß der Finger mit einem Spülmittel befeuchtet
werden, um eine Zwischenschicht zwischen pastenförmiger Masse
und Finger zu bilden.
Daraus folgt, daß die Arbeitsweise beim Verfüllen von Fugen
relativ umständlich und auch zeitaufwendig ist.
Aus der GB-PS 1255279 ist eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art bekannt; hierbei ist ein Einfüllteil in Form
eines hohen Zylinders vorgesehen, an dem ein Verteilerschuh
angebracht ist. Der Verteilerschuh besitzt seitliche Flächen,
die der Abstützung der Vorrichtung in der Ecke dienen.
Darüber hinaus haben sie die Aufgabe, Überschußmaterial an
den senkrechten Flächen abzustreifen. Nicht erzielbar ist mit
dieser bekannten Vorrichtung eine derart glatte Oberfläche
der Fuge, daß auf das bekannte Nacharbeiten mit dem Finger
verzichtet werden könnte.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden,
daß ohne manuelles Nacharbeiten eine glatte Fugenoberfläche
geschaffen wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Einfüllteil als Trichter ausgebildet ist, und daß auf einer
Seite neben der Einfüllöffnung im Trichterteil in der
Führungsnut eine Glattstreichfläche angeordnet ist. Die
Führungsnut ist hierbei im Querschnitt U-förmig oder
halbkreisförmig ausgebildet.
Dadurch wird beim Aufsetzen dieser Vorrichtung
auf den trichterförmigen Führungsteil der Kartusche nunmehr
das Verfüllen der Fugen wesentlich erleichtert, weil
lediglich durch Entlangführen des Verteilerschuhes an der
Fuge das Einbringen der pastenförmigen Masse erfolgt,
wobei zugleich auch sichergestellt ist, daß die Fuge
gleichmäßig ausgefüllt wird, was bekanntlich mit Hilfe
des Fingers nicht immer so gut möglich ist.
Falls gewünscht wird, daß die pastenförmige Masse nicht eben,
sondern konkav im Querschnitt in Erscheinung tritt, kann die
Glattstreichfläche auch konvex ausgebildet sein, so daß beim
Entlangführen des Verteilerschuhes an der Fuge die
pastenförmige Masse in entsprechender Weise verteilt wird.
Die Glattstreichfläche hat neben der Erzeugung einer
entsprechenden Oberfläche der Fugenmasse auch die Aufgabe,
einen gewissen Druck auf die Fugenmasse beim Entlangfahren
mit dem Verteilerschuh zu erzeugen, denn durch die Anbringung
der Glattstreichfläche wird der Querschnitt auf der einen
Seite der Führungsnut kleiner als auf der anderen Seite,
nämlich der gegenüberliegenden Seite gegenüber der
Einfüllöffnung im Trichterteil.
In der Zeichnung sind mehrere beispielsweise
Ausführungsformen dargestellt.
Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung
zusammen mit einem Teil der Kartusche
teilweise im Schnitt;
Fig. 2 ist ein Schnitt gemäß der Linie II, II;
Fig. 3 ist eine Ansicht in Richtung des Pfeiles
III;
Fig. 4 zeigt ebenfalls einen Schnitt gemäß der
Linie II, II, jedoch mit einer anderen Form
der Glattstreichfläche.
Wie insbesondere die Fig. 1 zeigt, besteht die Vorrichtung zum
Aufbringen von pastenförmigen Massen aus einem Trichterteil
1, an dem sich quer dazu der insgesamt mit 2 bezeichnete
Verteilerschuh anschließt.
Wie sich aus der Fig. 2 ergibt, besitzt der Verteilerschuh im
Querschnitt im wesentlichen U- oder Halbkreisform. Nach der
speziellen Ausführungsform ist neben der Einfüllöffnung 3 im
Trichterteil 1 eine Glattstreichfläche 4 angeordnet, die mit
dem Verteilerschuh eine Einheit bilden kann. Dadurch ergeben
sich im Verteilerschuh bzw. in der Führungsnut 2a zwei
unterschiedliche Querschnitte, und zwar der kleinere
Querschnitt 5 im Bereiche der Glattstreichfläche und der
Querschnitt 6 in dem Bereich, wo die Glattstreichfläche nicht
vorhanden ist. Die Arbeitsrichtung ist mit 7 bezeichnet.
Daraus ergibt sich, daß beim Entlangführen der Kartusche mit
dieser Vorrichtung die pastenförmige Masse über die
Einfüllöffnung 3 in den Verteilerschuh bzw. in die
Führungsnut 2a eindringt und dann in den Querschnitt 5
eingeführt wird, wobei dort ein gewisses Verpressen der
pastenförmigen Masse in die Fuge erfolgt, weil dort der
Querschnitt kleiner ist als im Bereiche 6. Die
Glattstreichfläche kann, wie das die Fig. 2 zeigt, eben 8
ausgebildet sein, sie kann aber auch, wie das die Fig. 4
zeigt, konvex 9 ausgebildet sein, wodurch die Fugenmasse eine
entsprechende Form erhält.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Aufbringen von in Kartuschen
enthaltenen pastenförmigen Massen, insbesondere zum
Einbringen von pastenförmigen Massen in Hohlräume,
wie z. B. Fugen, bestehend aus einem Einfüllteil mit
quer dazu angebrachtem Verteilerschuh in Form einer
Führungsnut,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Einfüllteil als Trichter (1) ausgebildet ist, und
daß auf einer Seite neben der Einfüllöffnung (3) im
Trichterteil (1) in der Führungsnut (2a) eine
Glattstreichfläche (4) angebracht ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsnut (2a) im Querschnitt U-förmig oder
halbkreisförmig ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Glattstreichfläche (4) eben (8) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Glattstreichfläche (4) konvex (9) ausgebildet
ist.
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Cited By (1)
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